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Nachhaltiges Parkraummanagement mit E-Cargobikes

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APCOA Parking Deutschland setzt weiter auf Nachhaltigkeit. Dafür arbeitet der Parkhausbetreiber mit ONOMOTION zusammen, einem Hersteller von E-Cargobikes. Am 7. März 2022 wurden die Lastenräder am Flughafen Berlin Brandenburg (BER) von der Geschäftsführung übergeben. Die elektronisch betriebenen Lastenräder ersetzen an mehreren APCOA-Standorten in Berlin, München und Stuttgart Autos und sollen die Mitarbeiter vor Ort unterstützen.

APCOA und ONOMOTION wollen die CO2-Emissionen in deutschen Großstädten reduzieren. Daher werden in den Parkgaragen am Flughafen BER, der Messe München sowie der Messe Stuttgart künftig E-Cargobikes eingesetzt. Die umweltfreundlichen Lastenräder sollen Ersatzteile und Material zwischen den Parkhäusern der einzelnen APCOA-Standorte transportieren. In Berlin verkehren die Lastenräder beispielsweise von einer Parkgarage unterschiedlichen Parkhäusern am Flughafen BER zur anderen. Der E-Bike-Fahrer kann auch das Cash-Management übernehmen und zum Beispiel die Kassenautomaten leeren. Bisher wurden diese Aufgaben mit sogenannten Poolautos erledigt.

„Die Vorteile liegen auf der Hand: E-Lastenräder können auch ohne Führerschein gefahren werden und kommen schnell durch den Verkehr. Vor allem sind sie CO2-neutral und schonen Klima und Umwelt. Mit dem Einsatz der E-Cargobikes leisten wir einen Beitrag zur Reduzierung von CO2-Emissionen und der Verbesserung der Lebens- und Luftqualität im urbanen Raum”, sagt Anja Müller, Director Operations bei APCOA Parking Deutschland.

Kooperationspartner sorgen für nachhaltige City-Logistik

Nachhaltigkeit in Städten ist ein wichtiger Aspekt für APCOA. Durch die neue Partnerschaft setze man den Nachhaltigkeitsgedanken auch im eigenen Unternehmen um, wie Hansjörg Votteler, Geschäftsführer bei APCOA Parking Deutschland erklärt: „Mit den E-Cargobikes können wir auf Fahrten zu unseren Parkgaragen CO2 reduzieren. Das hilft nicht nur der Umwelt, denn gleichzeitig werden wir als Firma effizienter. Eine Win-Win-Situation.“

Der Geschäftsführer von ONOMOTION, Philipp Kahle, ergänzt: „Wir freuen uns, dass APCOA unsere E-Cargobikes operativ einsetzt. Das ist ein starkes Zeichen für mehr E-Mobilität und zeigt die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten für unser E-Cargobikes, die ONO.“
Ein Ausbau der Zusammenarbeit zwischen APCOA und ONOMOTION ist darüber hinaus geplant. Der Parkhausbetreiber lotet Möglichkeiten aus, auch an weiteren Standorten auf die umweltfreundlichen E-Cargobikes umzurüsten. „Das Konzept passt perfekt in unser Bestreben, nachhaltige urbane Dienstleistungen zu fördern. Dafür haben wir ein Urban-Hubs-Netzwerk aufgebaut: Mit unseren Parkflächen liefern wir die Infrastruktur für Kooperationspartner, die sie etwa als Umschlagplatz für umweltfreundliche Logistik nutzen. So gestalten wir den Parkraum der Zukunft“, erläutert Votteler.

© APCOA Parking Deutschland GmbH

„Städte lebenswerter machen“

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Am 9. November 2021 trat ein neuer Bußgeldkatalog in Kraft, mit dem Parkverstöße deutlich teurer geahndet werden. Das nahmen wir zum Anlass, um mit Nico Schlegel, Geschäftsführer von EasyPark, zu sprechen.

Parken aktuell: Die Bußgelder für -Parken ohne oder mit abgelaufenem -Ticket wurden deutlich angehoben. Versprechen Sie sich davon mehr Kunden?

Nico Schlegel: Es hilft, die Zahlungsdisziplin nach vorn zu bringen und richtet sich nicht gegen Autofahrer, sondern sorgt für Fairness. Nicht nur wir als App-Anbieter, auch die gesamte Parkraumbewirtschaftung, die Kommunen sowie die Bürgerinnen und Bürger profitieren davon. Dazu bedarf es aber eines erfolgreichen Zusammenspiels von Parkgebühren, Bußgeldern und Kontrollfrequenz.

Können Sie diese „Dreifaltigkeit“ des On-Street-Parkens etwas näher erläutern?

Die erwünschte abschreckende Wirkung entfalten höhere Bußgelder nur, wenn auch regelmäßig kontrolliert wird. Wir haben eine direkte Anbindung an die Kontrollsoftware der Städte, so dass die Stadt bei Eingabe des Kennzeichens sofort sieht, ob ein Autofahrer einen Parkvorgang mit EasyPark gestartet hat. So werden Schwarze Schafe leicht überführt. Die Gelder, die durch erhöhte Bußgelder und verbesserte Zahldisziplin eingenommen werden, können sinnvoll für die Stadtentwicklung eingesetzt werden, und regulär Parkende finden leichter einen Parkplatz. Und schließlich sollten die Bußgelder auch zu den Parkgebühren im Verhältnis stehen – bei Abwägung zwischen Zahlung der Parkgebühren und dem Risiko eines deftigen Strafzettels sollte es immer attraktiver sein, auf Nummer Sicher zu gehen und regelkonform zu zahlen.

Das gilt aber im Prinzip auch für die konventionellen Parkscheinautomaten?

Ja, wir befürworten auch eine Koexistenz beider Systeme. Allerdings ist das Bezahlen mit der App nach unserer Meinung deutlich einfacher und schneller: Nutzer der Easy-Park-App sind nicht auf passendes Münzgeld angewiesen – gerade wenn man in Eile ist – und haben den großen Vorteil, ihre Parkdauer bequem per Smartphone verlängern zu können, wenn es beim Einkauf, im Meeting oder beim Arzt doch länger dauert als geplant. Dies erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass der Autofahrer immer einen gültigen Parkschein hat, reduziert dessen Stress und vermeidet Strafzettel bei Bürgern, die eigentlich bezahlen wollen.

Macht es auf Dauer Sinn, mehrere Systeme parallel zu betreiben?

Die Dinge ändern sich. Wir sind seit zehn Jahren aktiv und spüren einen deutlichen Shift. Immer häufiger nehmen Städte von sich aus Kontakt mit uns auf. Ein finanzieller Anreiz für die Kommunen besteht darin, weniger Automaten aufstellen, instandhalten und leeren zu müssen.

Sie versprechen auch einen Beitrag für mehr Lebensqualität in der Stadt. Wodurch konkret?

Wir machen Parken sehr transparent. Über ein Dashboard stehen viele Daten zur Verfügung. Wir können zeigen, wo geparkt wird und wie stark einzelne Straßen ausgelastet sind. Unsere App erleichtert das Finden von freien Parkplätzen und reduziert so den Parksuchverkehr. Städte können mithilfe der Daten unter anderem erkennen, wo sich Parkraum eventuell begrenzen lässt, wie Parkplätze für Menschen mit Behinderung ausgelastet und verteilt sind. Wir können Städten außerdem helfen, die Autofahrer zu freien Plätzen in Garagen zu navigieren.

Wo steht EasyPark jetzt und in naher Zukunft?

Wir haben im vergangenen Jahr die PARK NOW-Gruppe gekauft und sind aktuell dabei, die Systeme und unser Know-how zusammenzuführen. Wir verfügen zusätzlich über immer mehr Daten, mit denen wir den Städten helfen können. Mittels gezielter Parkraumbewirtschaftung können Städte das Mobilitätsverhalten der Menschen beeinflussen und so ihre Ziele bezüglich Verkehrsreduktion und Klimaneutralität schneller erreichen. Das Parkgeschehen muss man holistisch betrachten können, und wir machen es sichtbar. Auch den Bereich Mobility-as-a-Service – MaaS – unterstützen wir, indem wir Carsharing in unsere App integrieren. Als neuen Service können wir über einen weiteren Zukauf neuerdings auch Parkplatzreservierungen anbieten. Das lässt sich zum Beispiel hervorragend an Flughäfen nutzen. Zusätzlich bieten wir auch ein digitales Parkausweissystem als Software-as-a-Service an.

Viele Städte reduzieren derzeit bewusst On-Street-Parkplätze. Macht Ihnen das zu schaffen?

Das Parken am Straßenrand funktioniert nur mit Rotation. Für längere Parkzeiten ist die Parkgarage die geeignete Alternative. Unsere App zeigt auch, wo off-street etwas frei ist. Wir können Städten sogar dabei helfen, Parkraum umzuwidmen, da wir die Möglichkeit haben, den Kommunen Daten zur Auslastung des Parkraums zur Verfügung zu stellen.

Kooperieren Sie deshalb neuerdings mit Parkhausbetreibern?

Eigentlich machen wir das schon lange, es ist aber von Land zu Land unterschiedlich. Wir sehen die Zukunft in der Kameratechnologie, gegen die es in Deutschland lange Vorbehalte gab. Doch das ändert sich gerade signifikant. Beim Garagenparken mit Kennzeichen-erkennung arbeiten wir mit allen führenden Access Solution Providern zusammen und sehen auch in unseren Ergebnissen, dass -diese Technologie die Zukunft ist.

Wie viele Parkhäuser in Deutschland sind in EasyPark verfügbar?

In Summe können wir zurzeit den Zugang zu über 180 Garagen und Parkflächen anbieten. Diese Zahl steigt kontinuierlich an. Wir arbeiten stetig daran, diesen Service auszubauen und neue Parkhäuser zu erschließen. Im Laufe dieses Jahres werden wir unser Angebot auf mehrere hundert Garagen ausweiten, die in zunehmendem Maße auch mit Kennzeichenerkennung ausgestattet sind.

Gibt es Befürchtungen, dass Sie den Parkhäusern Kunden wegnehmen?

Unser Ziel ist, möglichst überall verfügbar zu sein – on- wie off-street, in großen Städten genauso wie in einer kleinen Gemeinde. Über Kooperationen mit Parkhäusern können wir uns gegenseitig befruchten und neue Kunden zuführen. Wir sehen darin -eine Win-Win-Situation und sind optimistisch, dass auch immer mehr Betreiber die Vorteile einer Zusammenarbeit erkennen. Mit vielen, darunter auch großen Betreibern, befinden wir uns in konstruktiven Gesprächen. Wir sehen uns als Dienstleister für Parkhäuser und Kommunen und wollen selbst kein Betreiber werden.

Nehmen Sie Einfluss auf das Pricing?

Nein, die Preisstrategie bleibt unter der Hoheit der Garagen und komplett autark. Wir bilden das Pricing in unserer App lediglich ab.

Welche technischen Herausforderungen haben Sie dabei zu bewältigen?

Wir bieten unseren Partnern viele Standard-Schnittstellen an. Der Anschluss an diese ist kein Hexenwerk. Mit vielen Access Solutions Providern für Garagen haben wir ja auch bereits eine aktive Integration. Ebenso sind wir in vielen anderen Bereichen technischer Vorreiter: Beispielsweise ist EasyPark auch fester Bestandteil des Mercedes-Benz MBUX Infotainment-Systems, unterstützt Apple Car Play und ist über Android Automotive auch in vielen neueren Volvo-Fahrzeugen integriert. Unser FIND-System zum Finden von freien Parkplätzen hat viele nationale und internationale Preise gewonnen. Wichtig für den Erfolg des digitalen Parkens ist aus unserer Sicht ferner, den Bürgern unterschiedliche mobile Zahlungsmittel anzubieten – auch da sind wir Vorreiter und führend. Ein Angebot, welches nur ein oder zwei Zahlungsmittel abbildet, halten wir für anachronistisch.

Macht Barzahlung noch Sinn?

In Deutschland ist es gesetzlich verankert, dass Parkgebühren im öffentlichen Raum immer auch über Parkscheinautomaten entrichtet werden können. Wie viele Automaten und in welchem Abstand dafür notwendig sind, ist allerdings offen. Zumindest kann man eindeutig sagen, dass das Bezahlen über eine App in vielen Bereichen – wie auch beim Bezahlen der Parkgebühren – stark im Trend liegt und die Barzahlung deutlich rückläufig ist.

Was ist Ihre grundsätzliche Haltung?

Einerseits sind wir Dienstleister der Städte und der privaten Parkraumbewirtschafter und unterstützen diese, andererseits möchten wir daran arbeiten, Städte lebenswerter zu machen – im Einklang mit unserer Vision „Making Cities More Liveable“. Wir glauben auch für die Zukunft an individuelle Mobilität als ein Teil des Mobilitätsmix, die jedoch umweltgerecht sein muss und öffentlichen Raum nicht über Gebühr beansprucht. Für attraktivere Innenstädte ist dabei weniger on-street und mehr off-street sicher der richtige Weg. Die Digitalisierung kann dabei sehr helfen. Moderne Städte wie Kopenhagen finden inzwischen eine Balance zwischen reduziertem Autoverkehr und umweltgerechter Mobilität.

© EasyPark

„Das Parkhaus wird zum Service-Haus“

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Jürgen Block ist Geschäftsführer der Bundesvereinigung City- und Stadtmarketing Deutschland e.V. (bcsd). Parken aktuell sprach mit ihm über die Entwicklung der Passantenfrequenzen, die Bedeutung von Parkhäusern für attraktive Stadträume und die Vision von einer multifunktionalen Stadt.

Pandemiebedingt brachen die Besucherzahlen in den Städten zeitweise stark ein. Neue Untersuchungen registrieren wieder eine Zunahme des Innenstadtverkehrs und der Passantenfrequenzen in den Einkaufsmeilen. Wie beurteilen Sie diese Entwicklung aus Sicht Ihres Verbandes?

Natürlich freuen wir uns darüber. Das von uns vertretene Stadtmarketing ist grundsätzlich bemüht, die Frequenzen in den Städten hoch zu halten. In den letzten Jahren – also auch schon vor Corona – wurde das jedoch immer schwieriger. Der Handel hat durch E-Commerce weltweite Konkurrenz bekommen und ist nicht mehr der einzige Publikumsmagnet in den Zentren. Auch Gastronomie, Kultur und Freizeitangebote tragen zu einer lebenswerten Stadt bei.

Wie lässt sich eine „gesunde Frequentierung“ von Städten definieren? Gibt es auch ein Zuviel?

Es kann schon mal zu viel werden, gerade in Kombination mit touristischen Attraktionen. Für Venedig, Berlin oder Amsterdam wird bisweilen von „Overtourism“ gesprochen.

Tragen Parkhäuser und ein gut funktionierendes Parkraummanagement zur Attraktivität einer Stadt bei?

Auf jeden Fall. Ein Parkhaus ist wie ein Anker in der Stadt. Aber auch in den Kiezen, wie man bei uns Berlin sagt, können Quartiersgaragen die Straßen entlasten.

Im Zuge dessen reduzieren viele Städte das Stellplatzangebot. Wie beurteilen Sie das?

Parkplätze sind öffentlicher Raum, den viele gesellschaftliche Gruppen nicht ausschließlich den Autos überlassen wollen. Stattdessen können dort Grünflächen, Gehwege, Außengastronomie etc. angesiedelt werden. Das gehört zu einer modernen Innenstadt und entspricht dem Zeitgeist.

Können das Parkhäuser kompensieren?

Das Parkhaus kann viele Funktionen übernehmen. Dafür muss es gut angebunden und in die ÖPNV-Infrastruktur eingebettet sein. Verschiedene Verkehrsträger sollten gut aufeinander abgestimmt sein, auch was die Verkehrsführung angeht. Das gilt auch für Wohnbereiche sowie in Klein- und Mittelstädten.

Die Nutzung von Parkgaragen ändert sich demnach?

Das Parkhaus wird mehr zum Service-Haus – übrigens auch zunehmend für Fahrräder. Im Bereich der Lastenfahrräder kann das Parkhaus außerdem als Logistik-Hub für die letzte Meile dienen. Es gilt also, das Parkhaus neu zu denken.

Als multifunktionaler Mobility Hub?

Wir sind sicher an einem Wendepunkt. Das Auto ist nicht mehr uneingeschränkt Status-symbol. In großen Städten braucht man nur ab und zu ein Auto. Carsharing ist hier in Berlin zum Beispiel ein großes Thema. An meinem Wohnort in Charlottenburg sind in den letzten Jahren viele Parkplätze weggefallen, ich schätze jeder dritte. Stattdessen wurden unter anderem Fahrradbügel installiert. Das Auto komplett auszusperren, geht nicht, aber ein Kiez-Parkhaus ist aus meiner Sicht eine gute Lösung, um den Verkehr variabler und die Schnittstellen fließender zu gestalten.

Was erwarten Besucherinnen und Besucher einer Innenstadt bezüglich der Erreichbarkeit, insbesondere des Mobilitäts- und Parkraumangebots?

Eine City-Maut kann ich mir nicht vorstellen. Eher schon, den Verkehr nicht nur individuell zu regeln, sondern den Zugriff auf verschiedene Systeme zu ermöglichen – so ein bisschen wie am Urlaubsort, wenn man nicht das eigene Auto dabei hat. Durchgängige Apps für verschiedene Verkehrsträger können hierbei sicher hilfreich sein.

bcsd-Geschäftsführer Jürgen Block

Städte sollen nach den Vorstellungen Ihres Verbandes die Funktionen Wohnen, Arbeiten, Einkaufen und Erholen erfüllen. Wie gelingt das?

Unsere zentrale Frage lautet: Wie lassen sich Innenstädte attraktiv und lebenswert gestalten? Da wir keine reinen Einkaufsstädte mehr haben wollen, müssen Städte wesentlich multifunktionaler ausgerichtet sein. Nur mit billigen Angeboten kann der Einzelhandel nicht mehr punkten. Service und eine am Erlebnis orientierte „Customer Journey“ gehören dazu. Frequenzbringer sind daneben gastronomische Angebote, Kultur- und Freizeiteinrichtungen. Parkhäuser sollten gut erreichbar, komfortabel, sicher und sauber sein. Übrigens sollten wir auch an die immobilen Menschen denken. Das alles muss man zusammenbringen.

Sie setzen sich für ein Bild der „europäischen Stadt“ ein, die mit ihrer lebendigen Innenstadt Bürger und Gäste anzieht und sie zum Aufenthalt einlädt. Welche Hebel sehen Sie?

Heutzutage können sie sich das Leben vom Sofa aus organisieren. Alle gewünschten Waren und auch Dienstleistungen lassen sich nach Hause bestellen oder streamen. Locken können wir mit einer erlebnisreichen Zeit, die wir mit anderen Menschen in der Stadt verbringen. Die wichtigste Funktion der City war schon immer, „sehen und gesehen werden“. Events wie verkaufsoffene Sonntage oder Stadtfeste können zur temporären Belebung beitragen.

Wie sieht die Stadt der Zukunft in Bezug auf den Individualverkehr aus?

Neue Trends sind in der Gesellschaft erkennbar: Sharing und Konnektivität lösen das Individuelle ab. Die daraus resultierenden Veränderungen passieren aber nicht von heute auf morgen und auch nicht überall gleichzeitig. Eine reizvolle Perspektive ergibt sich für das Parkhaus als Serviceeinrichtung der Zukunft. Auch der ländliche Raum hat Chancen, beispielsweise durch autonom fahrende Fahrzeuge, die feste Buslinien ersetzen. Im Idealfall gelingt es, begrenzende Faktoren durch technologische Entwicklungen zu überwinden und mit den Bedürfnissen der Menschen in Einklang zu bringen.

© hanohiki / Shutterstock.com; bcsd / Peter Wieler

Laden ohne Internet

HeyCharge ermöglicht das Laden von Elektroautos, auch wenn der Internetempfang schwach ist. Ein BMW-Investment soll die Technologie jetzt in Parkhäuser und Tiefgaragen bringen.

Die Ladeinfrastruktur ist eine der großen Alltagsherausforderungen beim Ausbau der Elektromobilität. BMW investiert jetzt über seine Venture-Capital-Sparte in eine neue Technologie für Ladestationen in Tiefgaragen und Parkhäusern, bei der die Kunden auch ohne aktive Internetverbindung bezahlen können.

Intelligente Ladestationen ohne Internetverbindung

BMW i Ventures, der Venture-Capital-Geber für Start-ups im Automobil-Sektor, investiert als Lead-Investor in das Münchner Start-up HeyCharge, das den Zugang für das Laden von Elektro-Pkw vereinfacht. Insgesamt sammelte das Start-up für seine Seed-Finanzierung 4,7 Millionen US-Dollar ein.

Bis jetzt benötigen intelligente E-Ladestationen für gewöhnlich eine Internetverbindung sowie eine App oder RFID-Karte. Das kann gerade in Parkhäusern und Tiefgaragen zum Problem werden, da es dort oftmals schlechten Empfang gibt. Das brachte Gründer und CEO Chris Cardé auf die Idee für HeyCharge: Der ehemalige Google-Mitarbeiter konnte in einer Tiefgarage nämlich nicht sein Elektroauto aufladen.

Ziel von HeyCharge ist es, eine kostengünstige und alltagstaugliche Ladelösung anzubieten, die ohne eine Internetverbindung auskommt. Das soll mit “SecureCharge” funktionieren: Die zum Patent angemeldeten Technologie soll das Laden von Elektroautos in Tiefgaragen und Parkhäusern unabhängig von einer Internetverbindung möglich machen.

„Der Markt für Elektrofahrzeuge wird in den kommenden Jahren rasant wachsen und erfordert einen stärkeren Ausbau der Ladeinfrastruktur weltweit”, sagt Kasper Sage, Managing Partner bei BMW i Ventures. „HeyCharge ermöglicht als erstes Unternehmen das intelligente Laden von Elektrofahrzeugen ohne Internetverbindung. Das ist der Schlüssel, um Ladestationen ortsunabhängig kommerzialisierbar zu machen. Daher sehen wir bei HeyCharge eine entscheidende Technologie für den flächendeckenden Ausbau der Ladeinfrastruktur.“

„Aufladen, wo man lebt und arbeitet“

Da der Bedarf an Lademöglichkeiten in den kommenden Jahren aufgrund der steigenden Zahlen von Elektroautos – bis 2040 könnte jeder weltweit verkaufte Neuwagen ein Elektroauto sein – weiter steigen wird, braucht es Lösungen, um flächendeckende Ladeinfrastruktur zu gewährleisten.

„Die Lösung von HeyCharge macht das Aufladen von Elektrofahrzeugen nicht nur skalierbar, sondern auch kostengünstiger, so dass ein einfaches Aufladen von Elektrofahrzeugen überall dort möglich ist, wo man lebt oder arbeitet“, sagte Chris Cardé, Gründer und CEO von HeyCharge. „Wir sind begeistert, in dieser Runde mit BMW i Ventures zusammenzuarbeiten und freuen uns darauf, diese Investition zu nutzen, um unser Produkt weltweit im Markt zu positionieren und zu skalieren und den Verbrauchern kostengünstige Lademöglichkeiten anzubieten.“

© BMW

SWARCO und evopark starten Kooperation

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SWARCO Traffic Systems GmbH, ein Anbieter von Verkehrsmanagement-Lösungen, beginnt eine Kooperation mit dem Technologiedienstleister evopark für SWARCO’s Handyparken-App PARCO. Durch den Anschluss der App an die Plattform mobility CONNECT von evopark können PARCO-Nutzer künftig auch in vielen Parkhäusern mit Hilfe von Kennzeichenerkennung digital parken.

PARCO ist der Endkunden-Parkservice der SWARCO Traffic Systems GmbH und bisher in mehr als 200 deutschen Städten im On-Street-Bereich verfügbar. Mit der PARCO-App können Verkehrsteilnehmer Stellplätze am Straßenrand oder auf öffentlichen Parkflächen finden und vergleichen, sich dorthin navigieren lassen und ihren Parkvorgang über das Smartphone bezahlen. Durch den Anschluss an mobility CONNECT erschließt PARCO zusätzlich das Geschäftsfeld der Off-Street-Parkhäuser. Der Parkvorgang im Parkhaus startet und endet dann dank der Technologie von evopark automatisch mit der Ein- und Ausfahrt.

Uwe Pertz, Leiter des Geschäftsfelds Parken & Elektromobilität bei SWARCO Traffic Systems GmbH: „Die Kooperation mit evopark ist ein weiterer wichtiger Schritt zur Vereinfachung des Parkvorgangs für Verkehrsteilnehmende in Städten. Mit unserer PARCO-App kann man heute bereits in über 200 deutschen Städten parken. Wir zeigen Detailinformationen zu verfügbaren öffentlichen Parkplätzen am Straßenrand und auf Parkflächen an, ermöglichen die einfache Navigation dorthin über Smartphone, Apple Car Play und Android Auto und bieten schließlich die komfortable Bezahlung des Parkvorgangs direkt vom Handy mit Zahlungsmethoden wie Google Pay, Apple Pay, Kreditkarte oder SEPA-Lastschrift an.“

Henk de Bruin, Managing Director bei evopark ergänzt: „Für uns ist die Kooperation mit SWARCO und ihrer Parking-App PARCO ein wichtiger Baustein auf dem Weg, der führende Anbieter für eine Integrationsplattform zwischen Mobilitätsanbieter und Parkhausbetreiber zu werden. SWARCO ist bereits seit vielen Jahren ein wichtiger strategischer Partner der Scheidt & Bachmann Gruppe und wir freuen uns auf die Zusammenarbeit im Bereich „Digital Parking“. Wir sind fest davon überzeugt, dass dies dazu führen wird, eine noch höhere Akzeptanz von digitalen Lösungen in der Parking-Branche zu generieren und die Anzahl digitaler Transaktionen zu erhöhen. Den Parkhausbetreibern steht somit zukünftig ein weiterer wichtiger App-Anbieter für die Nutzung im Off-Street-Bereich zur Verfügung.“

© evopark

Q-Park erweitert seine Präsenz in Köln

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Der Parkraumbewirtschafter Q-Park hat zum Jahresbeginn 2022 das Parkobjekt „Tiefgarage am Börsenplatz“ in Köln übernommen. Die Tiefgarage befindet sich im Kölner Bankenviertel, an dem sich seit den 1950er-Jahren mehrere Kölner Kreditinstitute angesiedelt haben. Das rund um die Uhr geöffnete Parkobjekt, welches auf sieben Ebenen 315 Stellplätze für Kurz- und Dauerparker bietet, kann über die gleichnamige Straße „Am Börsenplatz“ angefahren werden.

Q-Park hat für die „Tiefgarage am Börsenplatz“ einen langfristigen Pachtvertrag mit dem Eigentümer – der MOMENI-Gruppe – schließen können. „Zusätzlich zu unserem zentral gelegenen Parkobjekt “Quincy” ist die „Tiefgarage am Börsenplatz“ der zweite Standort in der Rheinmetropole Köln und somit eine optimale Ergänzung für unser Portfolio“, erklärt Frank Meyer, Geschäftsführer der Q-Park Operations Germany GmbH & Co. KG. 

Die „Tiefgarage am Börsenplatz“ soll neben den üblichen Q-Park Servicestandards mit moderner Technik ausgestattet werden. Ein neues Kennzeichenerfassungssystems bei der Ein- und Ausfahrt soll das Parken für die Kunden komfortabler machen. Die technischen Neuerungen sind Teil von Q-Parks Produktlinie „Stressfrei Parken“, zu der auch die Q-Park App gehört. Mit ihr können Kunden ohne zusätzliche haptische Kundenkarte oder Parkticket ihr Auto im Parkobjekt abstellen. Die Abrechnung des Parkvorgangs erfolgt im Anschluss automatisch über die in der App hinterlegten Zahlungsmethoden. 

Copyright: Q-Park

Innerstädtischen Raum besser aufteilen

Das Institut für Stadtbauwesen und Stadtverkehr (ISB) der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen (RWTH), der Sensorhersteller SONAH GmbH und die Stadt Aachen führten gemeinsam ein Forschungsprojekt zum Thema innerstädtisches Parken durch. Das Projekt ACUP (Analyse der Charakteristika des urbanen Parkens) wurde im Rahmen der Förderrichtlinie Modernitätsfonds (mFUND) mit insgesamt fast 100.000 Euro durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) gefördert. Das Projekt lief von Oktober 2020 bis Dezember 2021. Ziel ist es, den Bestand an innerstädtischem Parkraum und das Parkverhalten in unterschiedlichen Quartieren besser zu verstehen.

Hierfür wurde für die Stadt Aachen ein digitales Parkkataster aufgebaut, das die Daten über das Geoportal der Stadt Aachen auch für die Öffentlichkeit zur Verfügung stellt. Eingebunden werden Daten zum Parkraumangebot im öffentlichen/halböffentlichen und privaten Raum sowie in ausgewählten Quartieren. Die Forschungsergebnisse sollen in Zukunft zu einer verbesserten Parkraumplanung beitragen. Mit den erhaltenen Informationen erarbeitet das ISB eine Einteilung in verschiedene Quartierstypen basierend auf Nutzungsstrukturen, Parkraumangebot und -nachfrage. Diese Informationen bilden eine wesentliche Grundlage für ein zielgerichtetes Parkraummanagement.

„Parken ist als Forschungsthema in den vergangenen Jahren zunehmend in den Fokus gerückt. Wir am ISB beschäftigen uns mit der Stadt und der Mobilität der Zukunft und entwickeln Konzepte zur effizienten Nutzung und Aufteilung des innerstädtischen Raums. Eine zuverlässige Datengrundlage zum Parkraumangebot und zur Parkraumnutzung ist dabei von zentraler Bedeutung. Das Projekt ACUP liefert in diesem Zusammenhang wichtige Erkenntnisse und hilft uns, die Vorgänge rund um den ruhenden Verkehr innerhalb von Großstädten besser zu verstehen“, so Professor Tobias Kuhnimhof, Leiter des Instituts für Stadtbauwesen und Stadtverkehr der RWTH.

Copyright: Shutterstock

Das Parkhaus wird zum Impfhaus

APCOA betreibt ab dem 11. Februar 2022 zusammen mit dem Mediziner Justus Wenning eine Corona-Impfstation in Düsseldorf. Auf der zweiten Ebene der Tiefgarage KII / Schauspielhaus am Gustaf-Gründgens-Platz können sich nicht nur Autofahrer, sondern auch Fußgänger kostenlos impfen lassen. Ein Termin ist dafür nicht notwendig, mitzubringen sind nur der Personalausweis und der Impfpass.

“Mit der Impfstation setzen wir uns aktiv für eine höhere Impfquote ein und leisten damit einen Beitrag zur Bekämpfung der Corona-Pandemie,” sagt Hansjörg Votteler, Geschäftsführer bei APCOA Parking Deutschland. “Wir freuen uns, den Menschen auf unkomplizierte Weise ohne Termin und mit langen Öffnungszeiten einen besseren Schutz vor Covid-19 bieten zu können.”

Erst-, Zweit-, Booster- und Kinder-Impfungen möglich

Die Impfstation ist jeden Dienstag, Mittwoch und Freitag von 14 bis 20 Uhr sowie Samstag und Sonntag von 10 bis 16 Uhr geöffnet. Möglich sind sowohl Erst- und Zweit- als auch Booster- sowie Kinder-Impfungen. Dabei setzt das medizinisch geschulte Personal je nach Verfügbarkeit die Impfstoffe von BioNtech/Pfizer, Moderna sowie Johnson & Johnson ein. Der ganze Prozess findet unter ärztlicher Aufsicht statt.

“Impfstoffe bieten den bestmöglichen Schutz vor einer Infektion mit Covid-19 oder einem schweren Verlauf”, sagt der Arzt Justus Wenning. “Durch die Kooperation mit APCOA ermöglichen wir den Menschen eine Impfung ohne Termin und erleichtern so die Nutzung dieser wichtigen Vorsorgemaßnahme. Der Standort im Parkhaus ist ideal, weil er viel
Platz bietet und einfach erreichbar ist.”

Urban-Hubs-Initiative umfasst auch Corona-Testzentren

Die Impfstation ist Teil der Urban-Hubs-Initiative, mit der APCOA Partnerfirmen Parkflächen für innovative Nutzungskonzepte zur Verfügung stellt. Dazu gehören etwa Ladepunkte für E-Autos und Leihstationen für Sharing-Fahrzeuge. Ein weiteres Beispiel sind Corona-Testzentren. In Kooperation mit den Anbietern MEDICARE und Corona-Testpartner ermöglicht APCOA an den Standorten Frankfurt am Main, Aschaffenburg, Karlsruhe, Flensburg und Dresden die Nutzung von Schnell- und PCR-Tests. Sowohl Autofahrer als auch Fußgänger können sich in den Parkhäusern bequem testen lassen und erhalten schnell das Ergebnis.

© APCOA

Innovative Energielösung am Kaiserstuhl

In Endingen am Kaiserstuhl (Baden-Württemberg) entsteht die Energieversorgung der Zukunft. Auf dem Gelände der Eltroplan Engineering GmbH wird in den nächsten Wochen ein Photovoltaik (PV)-Parkplatz gebaut. Mit fast 2.000 Quadratmetern wird dieser zu den größten in Deutschland zählen.

Am Montag, 31. Januar 2022, war Spatenstich für die zukunftsgerechte erneuerbare Energielösung in Erdingen. „Wir freuen uns auf die Umsetzung dieses außergewöhnlichen Leuchtturmprojekts“, sagt Michael Pawellek, Inhaber und Geschäftsführer von Eltroplan. Christoph Hecklau, kaufmännischer Leiter bei focusEnergie GmbH & Co. KG ergänzt: „Mit innovativen Ideen ist die Energiewende vor Ort möglich und sinnvoll. So entstehen wirtschaftliche und klimafreundliche Energielösungen der Zukunft.“ focusEnergie konzipiert und realisiert die erneuerbare Erzeugungsanlage inklusive Stromspeicher, Netzanschluss und Ladeinfrastruktur. Insgesamt werden über 1.000 Solarmodule mit einer Erzeugungsleistung von 300 Kilowattpeak (kWp) auf der Parkplatzüberdachung installiert.

PV-Pflicht im Land läuft an

Seit Anfang des Jahres gilt in Baden-Württemberg eine PV-Pflicht für alle Nicht-Wohngebäude wie Firmendächer oder Parkplätze. „Die Photovoltaik-Pflicht sowie die steigenden Energiepreise nehmen wir spürbar wahr“, führt Christoph Hecklau aus, „erneuerbare Energien werden von Unternehmen stärker nachgefragt und als wirtschaftliche Möglichkeit zur Stromerzeugung wahrgenommen. So entsteht eine ökologische und wirtschaftliche Win-win-Situation.“

„Unser Ansatz war es, mit einer PV-Anlage nicht nur klimafreundlichen Strom zu erzeugen, sondern das gesamte Energiesystem zu optimieren“, sagt Christoph Hecklau. Der ab Sommer auf dem PV-Carport produzierte Strom wird bilanziell vollständig vor Ort verbraucht: In der Fertigung von Eltroplan sowie zum Laden von Elektroautos an einer der fünf Ladestationen.

Copyright: focusEnergie

The Mobility House und SAP kooperieren

The Mobility House kooperiert mit SAP bei der Integration von ChargePilot und SAP E-Mobility auf Basis eines ersten erfolgreichen Systemtests. ChargePilot ist das Lade- und Energiemanagementsystem von The Mobility House. Es ermöglicht die Steuerung und Einbettung von Ladestationen in die vorhandene Infrastruktur.

The Mobility House kann bei seinen Kunden ab sofort mit einem zusätzlichen Baustein in Sachen Lademanagement aufwarten. Die Integration des Software-Systems ChargePilot konnte in einem ersten Systemtest erfolgreich mit der Lösung SAP E-Mobility hergestellt werden. Weitere Schritte zum Aufbau einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit im Bereich Elektromobilität sind geplant. Mit dem ChargePilot werden laut The Mobility House der Netzausbau und teure Lastspitzen vermieden. Je nach Anwendungsfall lassen sich so bis zu 70 Prozent der Ladekosten oder im Schnitt 250 Euro pro Ladepunkt und Jahr einsparen, so das Unternehmen.

Reibungsloses und systemübergreifendes Arbeiten

SAP E-Mobility ist eine neue Industry-Cloud-Lösung für den Betrieb einer vernetzten Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge. Die Lösung helfe in der Ende-zu-Ende-Verwaltung und Abrechnung von Ladevorgängen für Elektrofahrzeuge einer Unternehmensflotte. Im Rahmen der Integration kommuniziert die Cloud-basierte Lösung von SAP über eine verschlüsselte OCPP-Verbindung mit dem intelligenten und herstellerneutralen Lade- und Energiemanagementsystem ChargePilot von The Mobility House. Diese Integration versetzt Unternehmen in die Lage, den Aufbau, Betrieb und die Verwaltung von Ladeinfrastruktur komfortabel in SAP-Anwendungen zu integrieren. Das ermöglicht Fuhrparkmanagern von Elektroflotten ein reibungsloses, systemübergreifendes und damit ganzheitliches Arbeiten. Der Vorteil dieser Integration sei eine sich ideal ergänzende Systeminfrastruktur als Basis für einen langfristigen und nachhaltigen Betrieb von Elektroflottenfahrzeugen.

Zusammen mit SAP möchte das Münchener Unternehmen The Mobility House die Ladeinfrastruktur verbessern.

Die komplementären Produkte und Dienstleistungen würden Unternehmenskunden bei verschiedenen Schritten der Elektrifizierung unterstützen – angefangen bei der Beratung, über den Aufbau bis hin zur intelligenten Steuerung und Einbindung der Ladeinfrastruktur durch ChargePilot. So werde deren effizienter Betrieb sowie die Integration in bereits bestehende SAP-Systeme über SAP E-Mobility sichergestellt. Die Erstattung von privaten Stromkosten beim Laden eines Firmenwagens beim Mitarbeiter zu Hause kann beispielsweise über die Reisekostenabrechnung von SAP Concur erfolgen.

Vehicle to Grind soll in den Fokus rücken

Beide Unternehmen setzten bei ihrer Technologie zudem auf einen herstellerneutralen Ansatz von Ladesäulen, um die Zukunftssicherheit der jeweiligen Elektromobilitätslösung zu gewährleisten. Darüber hinaus stehen mit der weiteren Verbreitung von rückspeisfähigen Elektrofahrzeugen zukünftig Anwendungsfälle wie Vehicle to Grid im Fokus.

„Die Elektromobilität wird zukünftig einer der schnellen und entscheidenden CO2- Einsparhebel für Unternehmen sein. Daher muss deren Einbindung effizient und kostengünstig erfolgen. Mit SAP haben wir einen weiteren starken Partner an der Seite, mit dem wir nicht nur unser Ziel einer nachhaltigen Zukunft teilen, sondern auch die intelligente Integration von Elektrofahrzeugen in bestehende Systeme und Prozesse vorantreiben werden”, sagt Marcus Fendt, Geschäftsführer von The Mobility House.

Copyright: The Mobility House (2)