Mittwoch, 8. Februar 2023

Innerstädtischen Raum besser aufteilen

Das Institut für Stadtbauwesen und Stadtverkehr (ISB) der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen (RWTH), der Sensorhersteller SONAH GmbH und die Stadt Aachen führten gemeinsam ein Forschungsprojekt zum Thema innerstädtisches Parken durch. Das Projekt ACUP (Analyse der Charakteristika des urbanen Parkens) wurde im Rahmen der Förderrichtlinie Modernitätsfonds (mFUND) mit insgesamt fast 100.000 Euro durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) gefördert. Das Projekt lief von Oktober 2020 bis Dezember 2021. Ziel ist es, den Bestand an innerstädtischem Parkraum und das Parkverhalten in unterschiedlichen Quartieren besser zu verstehen.

Hierfür wurde für die Stadt Aachen ein digitales Parkkataster aufgebaut, das die Daten über das Geoportal der Stadt Aachen auch für die Öffentlichkeit zur Verfügung stellt. Eingebunden werden Daten zum Parkraumangebot im öffentlichen/halböffentlichen und privaten Raum sowie in ausgewählten Quartieren. Die Forschungsergebnisse sollen in Zukunft zu einer verbesserten Parkraumplanung beitragen. Mit den erhaltenen Informationen erarbeitet das ISB eine Einteilung in verschiedene Quartierstypen basierend auf Nutzungsstrukturen, Parkraumangebot und -nachfrage. Diese Informationen bilden eine wesentliche Grundlage für ein zielgerichtetes Parkraummanagement.

„Parken ist als Forschungsthema in den vergangenen Jahren zunehmend in den Fokus gerückt. Wir am ISB beschäftigen uns mit der Stadt und der Mobilität der Zukunft und entwickeln Konzepte zur effizienten Nutzung und Aufteilung des innerstädtischen Raums. Eine zuverlässige Datengrundlage zum Parkraumangebot und zur Parkraumnutzung ist dabei von zentraler Bedeutung. Das Projekt ACUP liefert in diesem Zusammenhang wichtige Erkenntnisse und hilft uns, die Vorgänge rund um den ruhenden Verkehr innerhalb von Großstädten besser zu verstehen“, so Professor Tobias Kuhnimhof, Leiter des Instituts für Stadtbauwesen und Stadtverkehr der RWTH.

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