Seit dem 1. März 2023 parkt Bochum smart. Die Bochum Wirtschaftsentwicklung (BoWE) hat in ihren Parkhäusern den digitalen Service „Smart Parken“ eingeführt. Damit wird das Kennzeichen zum Parkticket. Das Bezahlen am Kassenautomaten entfällt. Voraussetzung dafür ist eine Registrierung im neuen Webshop.
Kundinnen und Kunden können sich seit dem 1. März online mit Adresse, Auto-Kennzeichen und ihrem bevorzugten Zahlungsmittel unter www.parken-in-bochum.de/shop im Smart-Parken-Webshop registrieren. Danach erfolgt das Parken via Kennzeichenerkennung in den Parkhäusern der BoWE. Bei der Einfahrt erkennt die Kamera das registrierte Kennzeichen, damit beginnt der Parkvorgang und endet automatisch wieder mit der Ausfahrt. Gezahlt wird erst am Ende eines Monats per Sammelrechnung. Im Webshop ist dazu eine detaillierte Übersicht aller Parkvorgänge einsehbar. Smart Parken ist in allen Innenstadt-Parkhäusern der Bochum Wirtschaftsentwicklung verfügbar.
Zehn Prozent Rabatt
Ralf Meyer, Geschäftsführer der Bochum Wirtschaftsentwicklung sagt: „Mit Smart Parken setzen wir die Digitalisierung unserer Parkhäuser konsequent fort und leisten einen wichtigen Beitrag für ein modernes, smartes Bochum.“ Zugleich werde das Parken in Bochum nicht nur einfacher und bequemer, sondern auch günstiger, so Meyer weiter. Wer sich für Smart Parken registriert, erhält jederzeit zehn Prozent Rabatt auf das Parkentgelt. „Es entstehen keine weiteren Kosten und es wird auch keine Grundgebühr fällig“, betont der BoWE-Geschäftsführer. Der Vertrag kann jederzeit mit einer Frist von zwei Wochen gekündigt werden. Eine Mindestvertragslaufzeit gibt es nicht.
Eine zusätzliche Option ist das „Vorteilsparken“. Als Dankeschön für den Einkauf können Geschäfte und Dienstleister Kundinnen und Kunden wie bislang in Bochum Parkzeit gutschreiben. Zum Start von Smart Parken wurden teilnehmende Unternehmen hierfür von der BoWE mit neuen Geräten ausgestattet.
Der Berliner Parkraumbetreiber Contipark hat im Februar 2023 die zentral gelegene Tiefgarage „Zähringer Tor” am nördlichen Rande der Freiburger Innenstadt übernommen. Mit dem Eigentümer der Garage wurde ein langfristiger Pachtvertrag geschlossen. Damit bewirtschaftet das Unternehmen nun insgesamt fünf Parkeinrichtungen in der Schwarzwaldhauptstadt.
Das Ende der 1970er-Jahre errichtete Gebäude befindet sich an der Ecke Habsburgerstraße/Bernhardstraße unweit des Siegesdenkmals. Der Mixed-Use-Gebäudekomplex beinhaltet neben der Tiefgarage auch Büro- und Einzelhandelsflächen sowie Wohnungen. Die Parkeinrichtung selbst wurde von 2014 bis 2016 saniert und bietet auf zwei Tiefgaragenebenen im zweiten und dritten Untergeschoss insgesamt 212 Stellplätze, darunter auch Stellplätze für mobilitätseingeschränkte Personen und Frauen.
24/7 geöffnet
Um den Einwohnern und den Gästen der Stadt rund um die Uhr bequemes und zentrales Parken zu bieten, hat Contipark die bisher begrenzten Öffnungszeiten der Tiefgarage aufgehoben. Ab sofort ist Parken dort 24 Stunden täglich und sieben Tage die Woche möglich. Parkkunden haben nun außerdem die Möglichkeit, ihr Parkentgelt auf verschiedenen Wegen bargeldlos zu bezahlen, unter anderem per EC-Karte sowie Apple beziehungsweise Google Pay. Eine automatische Kennzeichenerfassung sorgt für reibungsfreie Verkehrsflüsse an Ein- und Ausfahrt.
Die Tiefgarage „Zähringer Tor“ mit ihrer Innenstadtlage nahe der Fußgängerzone sei ein idealer Ausgangspunkt sowohl für Touristen als auch für die Einwohner der Stadt, so Contipark. Neben der nun übernommenen Tiefgarage betreibt Contipark noch vier weitere Objekte in Freiburg: die Parkhäuser „Am Martinstor“ und „Zentrum Oberwiehre“ sowie im Auftrag der DB BahnPark GmbH die Tiefgarage „Am Bahnhof P4“ und den Parkplatz „Hauptbahnhof Wentzingerstraße P2“.
Energiemanagementanbieter enisyst und die Hochschule für Technik Stuttgart erforschen gemeinsam in Schwäbisch Hall, wie ein Parkhaus zu einem großen, virtuellen Batteriespeicher werden kann, der sich netzdienlich steuern lässt.
Als Mitbetreiber des aus den 1980er Jahren stammenden Parkhauses Langer Graben standen die Stadtwerke Schwäbisch Hall bei der Sanierung vor der Herausforderung, zeitgemäße E-Ladeinfrastruktur zu installieren. Anstelle einer aufwändigen und teuren Stromnetzverstärkung außerhalb und innerhalb der Immobilie entschied sich der Energieversorger für ein intelligentes Lade- und Lastmanagement seines Beteiligungsunternehmens enisyst GmbH. Als wissenschaftlicher Partner für die Entwicklung einer Lösung für die Überwachung und Optimierung des Lade- und Lastmanagements ist die Hochschule für Technik Stuttgart über das Forschungsprojekt „Smart_E_Park“ involviert. Ziel ist es, aus dem Parkhaus einen netzdienlichen Energiespeicher zu machen. Dazu schauen sich die Projektpartner das Ladesystem, die Steuerung der Ladevorgänge, Lastkurven und Lastprognosen sowie weitere Aspekte an.
Das Fazit: Intelligentes Lademanagement in Parkhäusern zu implementieren und netzdienlich zu steuern, ist eine komplexe Aufgabe. Ihre Realisierung erfordert viel Technik und Know-how. Um ein E-Parkhaus vorausschauend steuern und als großen Batteriespeicher nutzen zu können, müssen viele Informationen und Daten verarbeitet und ausgewertet werden. An dieser Basisarbeit führt kein Weg vorbei, und es ist noch ein gutes Stück des Weges zu gehen. Es ist deshalb zu begrüßen, dass ein kommunaler Versorger wie die Stadtwerke Schwäbisch Hall hier Pionierarbeit leistet und den Weg in eine neue Welt der Mobilität maßgeblich ebnet.
PayByPhone, weltweiter Anbieter von mobilen Bezahllösungen für Parken und hundertprozentige Tochtergesellschaft der Volkswagen Financial Services AG, ernannte Anthony Cashel zum Chief Client Officer. Er trat dem Management Board am 1. Februar 2023 bei.
Anthony Cashel fungierte seit September 2022 bereits als Interim Chief Client Officer. In seiner neuen globalen Funktion übernimmt Cashel, der 2017 in das Unternehmen eintrat, die führende Rolle in der Strategieentwicklung bei PayByPhone. In seiner vorherigen Position war er als Managing Director für das britische Geschäft zuständig.
Jonny Combe, President und CEO von PayByPhone, sagt: „Anthony Cashels strategische Denkweise in Verbindung mit seiner kreativen Problemlösungskompetenz machen ihn zu einer echten Bereicherung für unser Management Board. Seine Kompetenz spricht für sich und ich habe keinerlei Zweifel daran, dass er unsere Teams weiterhin erfolgreich in verschiedenen Märkten leiten wird, um wirtschaftliche Erfolge zu erzielen.“
Sichere und gute Fahrradabstellanlagen sind eine wichtige Voraussetzung für die Verkehrswende. Die bestehenden Anlagen sind aber leider oft mit „entsorgten“ Fahrrädern blockiert. Wie geht man dagegen vor und dürfen die Räder einfach entfernt werden? Der pressedienst-fahrrad erklärt, was erlaubt ist.
Ein nicht mehr genutztes Fahrrad zu entfernen, sollte eigentlich kein großes Problem darstellen – so der erste Gedanke. Bei näherem Hinsehen zeigt sich jedoch: Das Thema ist äußerst komplex. Weil es sich beim Fahrrad offiziell um ein Abstellen und nicht um ein Parken handelt, gibt es dafür nämlich keinen einheitlichen rechtlichen Rahmen. § 12 der Straßenverkehrsordnung, der das Halten und Parken von Kraftfahrzeugen regelt, greift hier nicht. Deshalb ist ein schnelles, unbürokratisches Entfernen auch nicht möglich. Private Grundstückseigentümer wie die Deutsche Bahn oder Besitzer großer Mietanlagen haben aber gewisse Möglichkeiten und dabei deutlich größere Spielräume als Kommunen.
Private Parkanlagenbetreiber können eine Nutzungsordnung anbringen, die zum Beispiel eine Höchstabstelldauer beinhaltet oder auch auf das Entfernen von fahruntauglichen Rädern hinweist. So entsteht eine rechtliche Grundlage. Im öffentlichen Raum besteht hingegen kaum Handlungsspielraum, weil hier unterschiedliche Regelungen greifen, die die Kommunen in der Handhabe einschränken. Fahrräder dürfen beispielsweise lediglich entfernt werden, wenn sie Baumaßnahmen oder Rettungswege blockieren. Die Infostelle Fahrradparken am Bahnhof der Deutschen Bahn und die Hochschule Mainz haben deshalb in einem Forschungsprojekt Punkte für einen Leitfaden erarbeitet, der einheitliches Handeln ermöglichen soll.
Ist es wirklich ein Schrottrad?
Grundlage hierfür ist die Frage, um welche Art von Rad es sich handelt: Schrottrad oder zurückgelassenes Rad? Bei Ersteren ist das Vorgehen relativ einfach. Als Schrottrad wird ein Fahrrad definiert, wenn es in keinem fahrfähigen Zustand mehr ist und ein hoher Aufwand für die Instandsetzung aufgebracht werden muss, zum Beispiel wenn mehrere Teile fehlen oder viel Rost zu sehen ist. Diese Räder können nach Kreislaufwirtschaftsgesetz direkt entsorgt werden. Ist das Rad hingegen noch grundsätzlich fahrbereit, handelt es sich um ein zurückgelassenes Rad. Für die Instandsetzung braucht es lediglich ein paar kleine Reparaturen. Anzeichen, etwa Spinnweben, Risse im Sattel und platte Reifen, lassen aber darauf schließen, dass das Rad seit längerem nicht mehr in Betrieb ist. Es müsste deshalb die Besitzerin respektive der Besitzer ausgemacht werden, was bei Fahrrädern schwierig bis unmöglich ist. Einen allgemein gültigen Prozess zum Entfernen der Räder gibt es deshalb nicht. Die Infostelle Fahrradparken am Bahnhof rät dazu, die identifizierten Räder zu markieren, beispielsweise mit einem Band. Sollte das Rad nach einem gewissen Zeitraum, zirka zwei bis vier Wochen, nicht bewegt worden sein, ist von einer Aufgabe durch die Besitzenden auszugehen. In der Praxis wird das Rad dann entfernt und etwa sechs Monate eingelagert. Falls sich immer noch niemand meldet, ist eine Spende oder Versteigerung möglich.
Probleme entstehen für größere Räder
Es bleibt jedoch in beiden Fällen das Problem, dass die zurückgelassenen Räder Abstellanlagen blockieren und unbrauchbar machen. Das gelte insbesondere für Menschen, die auf Dreiräder angewiesen sind, Liegeräder, Cargobikes oder Anhänger nutzen. Per Gesetz können Kommunen allerdings größere Parkplätze für Cargobikes ausweisen. Diese sind durch ein spezielles Verkehrsschild gekennzeichnet und die Abstände zwischen den Anlehnbügeln breiter ausgelegt. „Dass erste Kommunen derartige Flächen umsetzen, ist bereits ein gutes Zeichen. Aber es muss noch viel mehr in diesem Bereich passieren. Auch Akzeptanz in der Bevölkerung, weil die Cargoparkplätze oft auf Flächen von Autoparkplätzen entstehen“, meint etwa Ingo Kahnt vom Lastenradhersteller Ca Go. Er appelliert deshalb auch an die Vernunft der Radfahrenden, diese Parkflächen entsprechend für die breiteren Gefährte freizulassen und nicht mit Schrotträdern zuzustellen.
Das regelmäßige Entfernen ist auch aus dem Grund wichtig, dass die nicht fahrtüchtigen Räder ein unsauberes Bild der Abstellanlage vermitteln. In der Folge fahren weniger Menschen mit dem Rad, weil sie denken, sie könnten es nicht sicher abstellen und eine unsaubere Abstellanlage auf Verwahrlosung hinweist. Da durch E-Bikes der Wert von Fahrrädern steigt, legen diese Nutzergruppen auch mehr Wert auf wertige, gepflegte Abstellmöglichkeiten. Als wetter- und vandalimusgeschützte Lösung bietet beispielsweise das auf Parkanlagen spezialisierte Unternehmen WSM sogenannte Bikeboxen an. Die Metallboxen können als Reihenanlage aufgebaut werden und dienen so als sichere Abstellanlage. An Bahnhöfen oder in Innenstädten gibt es auch Möglichkeiten, einzelne Boxen gegen Gebühr zu mieten. Ein Vorteil dabei: Da durch die Buchung die Daten der Radfahrenden vorliegen, können Besitzer eines Rades leichter ausfindig gemacht werden und die Gefahr einer Aufgabe sinkt, da der Parkplatz kostenpflichtig ist.
Der Parkraumbewirtschafter Q-Park hat mit dem OVUM in Köln-Braunsfeld zu Beginn des Jahres 2023 ein weiteres Parkobjekt unter Vertrag genommen. Es handelt sich dabei um eine Tiefgarage mit rund 270 Stellplätzen für Dauerparker auf zwei Ebenen. Mit der finalen Vermarktung der darüber liegenden Gewerbeeinheiten sei beabsichtigt, die Tiefgarage auch für Kurzparker zu öffnen.
„Wir freuen uns, in der Rheinmetropole Köln weiterhin zu wachsen“, sagt Frank Meyer, Geschäftsführer der Q-Park Operations Germany GmbH & Co. KG. „Nachdem schon im letzten Jahr zu unserem langjährigen Parkobjekt ‚Quincy‘ das Parkobjekt ‚Am Börsenplatz‘ dazugekommen ist, folgt in diesem Jahr das OVUM als drittes Objekt in der Domstadt.“
Automatische Kennzeichenerfassung
Das Quartier OVUM, konzipiert von den Projektentwicklern Alfons & alfreda und FAY Projects, bietet im Westen von Köln rund 27.000 Quadratmeter Mietflächen für Büro, Gastronomie, Handel und Hotel. Der digitale Parkservice von Q-Park soll vor allem Dauerparkern stressfreies und kontaktloses Parken per App ermöglichen. Nach dem Hinterlegen des eigenen Kennzeichens in der Q-Park-App öffnen sich die Schranken an der Ein- und Ausfahrt über ein Kennzeichenerkennungssystem automatisch. Mit der beabsichtigten Öffnung der Tiefgarage für Kurzparker soll später auch möglich sein, einen Parkplatz im Voraus online zu buchen und zu reservieren. Um Kunden bei Fragen und Problemen weiterzuhelfen, ist die Parkeinrichtung auf die zentrale Leitstelle von Q-Park mit einem 24/7-Service aufgeschaltet.
„Wir sind uns sicher, mit Q-Park einen passenden Partner gefunden zu haben, der unser Parkobjekt mit neuster Technik managen und so das Parken für unsere Kunden zeitgemäß und komfortabel gestalten wird“, sagt Clemens Rapp, Geschäftsführer der FAY Projects GmbH.
In einer Tiefgarage, die unmittelbar an einer populären Einkaufsstraße in Düsseldorf liegt, wurde ausgerechnet im Bereich der Einfahrt eine Sanierungsmaßnahme erforderlich. Mit einem Flüssigkunststoff-System von Triflex war das bei laufenden Betrieb möglich.
Parkplätze in Düsseldorfs Citycenter sind bei Anwohnern, Berufspendlern und Touristen gleichermaßen sehr gefragt. Als die Tiefgarage mit knapp 1.000 Stellplätzen auf vier Ebenen erbaut wurde, hatte man unter dem Fahrbelag aus Asphalt eine Bitumenabdichtung installiert. An dieser hat in den vergangenen Jahren der Zahn der Zeit genagt, sodass eine Dichtigkeit nicht länger gegeben war und Feuchtigkeit bis in die darunterliegenden Räume durchdringen konnte. Hinzu kam, dass mehrere Entwässerungsrinnen im Eingangsbereich ebenfalls Undichtigkeiten vorwiesen. Um die Bausubstanz nicht zu gefährden, gab der Betreiber eine Instandsetzung in Auftrag. Zum einen sollte die Einfahrtsrampe neu abgedichtet werden – und das ohne Abtragen des Fahrbelags. Zum anderen galt es, die defekten Rinnen auszutauschen und die neuen mit einer funktionstüchtigen Abdichtung zu versehen. Wichtigstes Kriterium bei der Suche nach einer geeigneten Lösung war, die Sperrzeiten möglichst kurz zu halten, um den Betrieb der Tiefgarage weitestgehend ungestört weiterzuführen.
Der Betreiber entschied sich schließlich zugunsten einer Neuabdichtung für eine Flüssigkunststoff-Lösung des Herstellers Triflex. Der Grund: Das eingesetzte Spezialharz auf PMMA-Basis ist schnell reaktiv und kann schon nach kurzer Zeit wieder befahren werden. Das ermöglicht eine abschnittweise Applikation. Da die Arbeiten ausschließlich nachts durchgeführt werden konnten, lief der Betrieb bei Tag planmäßig weiter. Darüber hinaus erlaubt der Einsatz eines flüssig aufzutragenden Materials das unkomplizierte Einbinden aller Details in die Abdichtung, darunter auch die neuen Entwässerungsrinnen.
An der asphaltierten Rampe fand das vollflächig vliesarmierte Parkflächen Abdichtungssystem Triflex ProPark Anwendung. Dieses wurde eigens für Untergründe entwickelt, die hoher Beanspruchung, etwa den Schub- und Scherkräften einfahrender Pkw, ausgesetzt sind. Das OS 10 geprüfte System bewahrt das Bauwerk langzeitsicher vor eindringender Feuchtigkeit. Der Einfahrtsbereich der Tiefgarage ist dagegen betoniert. Zur Abdichtung der neuen Entwässerungsrinnen sowie weiterer Details und Anschlüsse wie Schrammborde erwies sich dort das ebenfalls vliesarmierte Triflex ProDetail als geeignetes Produkt. Das Spezialvlies, das zwischen zwei Schichten des flüssigen Harzes eingebettet wird, gibt dem Material eine hohe dynamische Rissüberbrückung und stellt selbst an komplexen Geometrien eine dauerhafte Dichtigkeit sicher.
Der beauftragte Verarbeitungsbetrieb, die Großmann und Stühmeier GmbH mit Sitz in Bad Oeynhausen, war für die Umsetzung der Sanierungsmaßnahme zuständig. Weil der Aufbau der Triflex-Systeme individuell an die Gegebenheiten vor Ort angepasst werden kann, kamen in Abhängigkeit von Untergrund und Einsatzbereich unterschiedliche Komponenten für die Grundierungen und Versiegelungen zum Einsatz. So wurde beispielsweise in der Einfahrt nach Kugelstrahlen der Details zur Untergrundvorbereitung Triflex Cryl Primer 287 aufgetragen, der für saugende Untergründe wie Beton ideal ist. An der Rampe wurde nach Kugelstrahlen Triflex Cryl Primer 222 appliziert, der speziell für Asphaltuntergründe konzipiert ist. Anschließend erfolgte der Schichtaufbau von Triflex ProPark. Um die mechanische Belastbarkeit zu verstärken, fiel die Wahl hier auf die rutschsichere Beschichtung Triflex Cryl M 264. Sie verfügt über eine große Abriebfestigkeit und weist nach acht Millionen Radüberrollungen noch einen SRT-Wert von 59 auf. An den Eingängen wurden mit dem Triflex Cryl Finish 209 in den Farbtönen Quarz 01 und Schiefer 03 Markierungen ausgeführt. Unter anderem ein Zebrastreifen und diverse Richtungspfeile tragen nun zur sicheren Nutzung der Tiefgarage bei.
Die Abdichtung der 255 Quadratmetern großen Rampenfläche sowie des 600 Quadratmetern messenden Eingangsbereichs konnte binnen zehn Nächten wiederhergestellt werden. Das Ergebnis ist ein langfristig funktionstüchtiger Oberflächenschutz, der den Fortbestand der Bausubstanz sichert und den Eingangsbereich attraktiv gestaltet. „Triflex bietet ein hochwertiges System mit langer Nutzungsdauer, das für uns einfach zu verarbeiten ist. Ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden und würde die Produkte jederzeit weiterempfehlen“, resümiert Bernd Großmann, Geschäftsführer der Großmann und Stühmeier GmbH.
Der Parkraumbetreiber Contipark und das Energieunternehmen E.ON kündigten an, in den kommenden Jahren gemeinsam mehr als 4.000 Ladepunkte in den Parkeinrichtungen von Contipark zu schaffen. Dafür haben beide Unternehmen einen Kooperationsvertrag unterzeichnet.
Der gemeinsame Vertrag sieht für die Jahre 2023, 2024 und 2025 die Installation von jeweils 1.500 Ladepunkten in den Parkhäusern und Tiefgaragen von Contipark in Deutschland und Österreich vor. Das auf E-Mobilitätslösungen spezialisierte Tochterunternehmen E.ONs, E.ON Drive, übernimmt als Full-Service-Partner alles von der Vorabkontrolle („Pre-Check“) und der Installation bis zum Betrieb der Wallboxen und der Abrechnung mit den Ladekunden. Contipark stellt seine Parkeinrichtungen zur Verfügung und möchte seinen Kunden zu einem späteren Zeitpunkt auch die Möglichkeit einer gemeinsamen Abrechnung des Parkens und Ladens bieten.
Zum Einsatz kommen den beiden Unternehmen zufolge AC-Ladestationen mit der in Europa gängigen Typ-2-Steckerverbindung. Kunden können den Ladevorgang an den Wallboxen mittels RFID-Technologie oder App autorisieren. Dabei können sie aus einer Vielzahl von Fahrstromanbietern wählen, so Contipark. Damit zahlen Kunden je geladener Kilowattstunde den Preis, den sie bei Vertragsabschluss mit dem jeweiligen Fahrstromanbieter festgelegt haben. Bezahlt wird per App oder Ladekarte. Ab Sommer 2023 soll auch die Bezahlung per Kreditkartenterminal möglich sein, verspricht Contipark.
Öffentliche Ladeinfrastruktur verbessern
Mit ihrer Kooperation wollen beide Unternehmen dem Vernehmen nach einen aktiven Beitrag zum Aufbau dringend benötigter öffentlicher Ladeinfrastruktur leisten. Ihre meist zentrale City-Lage und ihre Funktion als Mobility Hub machten Contipark-Parkeinrichtungen zum geeigneten Standort für das Laden von Elektrofahrzeugen, glaubt der Parkhausbetreiber. Pro Objekt sollen durchschnittlich 30 Ladepunkte installiert werden. Die Vertragsunterzeichnung fungierte gleichzeitig als Startschuss für den Roll-out. Voraussichtlich im Februar soll der erste Ladepunkt in Betrieb gehen.
„Mobilität von morgen“
„Als Marktführer in der Parken-Branche ist es unser Anspruch, die Mobilität von morgen aktiv mitzugestalten. Ein wichtiger Baustein wird dabei die Elektromobilität sein. Darum wollen wir gemeinsam mit E.ON Drive die Elektromobilität auf die Straße – oder vielmehr: ins Parkhaus – bringen und unseren Kunden zukünftig den Service des ‚E-Parkens‘ bieten. Wir freuen uns, dass wir dafür mit E.ON Drive einen hochprofessionellen, erfahrenen und verlässlichen Partner an unserer Seite haben“, so Michael Kesseler, Geschäftsführer der Contipark-Unternehmensgruppe.
„E-Mobilisten brauchen einen intelligenten Mix aus verschiedenen Lademöglichkeiten und das Laden im Parkhaus ist ein wichtiger Bestandteil davon. Contipark geht hier entschlossen voran und wir freuen uns, dass wir mehr als 4.000 E.ON Drive Ladepunkte installieren und betreiben dürfen. Das Laden während des Einkaufens oder anderer Erledigungen macht das elektrische Fahren einfach und effizient und auf diese Art treiben wir gemeinsam die Verkehrswende voran“, betont Christoph Ebert, Geschäftsführer bei E.ON Drive Deutschland.
StoCretec bezeichnet das Beschichtungssystem StoFloor Traffic Elastic PM MultiBase aufgrund seiner Variabilität als universelle Parkraum-Bodenlösung: Varianten für Stell- und Fahrflächen, für Rampen und für freibewitterte Verkehrsflächen sind erhältlich. Das Produkt vereine wirtschaftliche und technische Vorteile, Zeit und Kosten spare das System beispielsweise schon durch den Verzicht auf die Vollabstreuung mit Quarzsand und eine Deckversiegelung. Die kurze Aushärtezeit minimiere Stillstandzeiten zusätzlich.
Das Verkehrsflächensystem StoFloor Traffic Elastic PM Multi-Base härtet nach Angaben des Herstellers schnell aus. Es ist laut StoCretec schon wenige Stunden nach der Applikation begehbar und nach 24 Stunden befahrbar. Damit blieben die Sperrzeiten kurz, was einen klaren Vorteil für Parkhausbetreiber darstelle.
Technisch hoch belastbar
Konkret teilt der Systemhersteller aus dem hessischen Kriftel mit, dass die PUR-Abdichtungsmembran StoPur PM MultiBase die höchsten Anforderungen an Oberflächenschutzsysteme hinsichtlich dynamischer Rissüberbrückung bei -20 °C erfülle (Klasse B 4.2, gemäß EN 1062-7 und Klasse IVT+V nach ZTV-BEL-B 3). Zudem ermögliche die vlieslose Verarbeitung der hauptsächlich wirksamen Oberflächenschutzschicht (hwO) eine hohe Flächenleistung bis zu 1.500 Quadratmeter pro Tag.
Zeitaufwendige Quarzsand-Vollabstreuung und anschließende Deckversiegelung benötige dieses System nicht, die Verschleißschicht StoPur AC MultiCoat lasse sich in einem Arbeitsgang aufbringen. Es handle sich um einen hoch abriebfesten und verschleißbeständigen Strukturbelag mit integrierter Rutschhemmung (R11 – V10). Diverse Verschleißsimulationsprüfungen belegen laut StoCretec die hervorragende Beständigkeit bei Verkehrsbelastung (Parking Abrasion Test/PAT, Aachener Raveling Tester/ARTe, letzterer sogar mit Belastung durch Spike-Reifen).
Das Material auf Polyurea-Basis sei zudem chemisch beständig gegen Öle, Treibstoffe und Tausalz sowie UV- und farbton-stabil: Die Parkflächen vergilben demnach nicht, bleichen nicht aus, und der Betonuntergrund sei dauerhaft vor dem Einfluss schädigender Substanzen geschützt. Das geruchsarme und weichmacherfreie System lasse sich angenehm verarbeiten. Der reduzierte Einsatz von Quarzsand – StoCretec gibt hier ein Minus von 90 Prozent an – und der Verzicht auf eine Deckversiegelung verringere den Material- sowie Transportaufwand und schone gleichzeitig die Ressourcen. Für die Herstellung der Polyurethanharze kommen dem Anbieter zufolge auch nachwachsende Rohstoffe zum Einsatz.
Nicht nur zeitgemäße Architektur, sondern auch Energieeffizienz, Nachhaltigkeit und moderne Mobilität stehen bei der Umgestaltung des ehemaligen Siemens-Forschungsgeländes in Erlangen in einen lebendigen Stadtteil im Fokus. Einen Beitrag leisten drei neue Parkhäuser von HIB Huber Integral Bau mit insgesamt 2.227 Stellplätzen.
Bis 2030 entwickelt Bauherr Siemens Real Estate das Siemens-Forschungsgelände, das 1965 im Süden der Stadt Erlangen eröffnet worden war, in einen lebendigen Stadtteil mit attraktiver Campusstruktur um. Der Entwurf für die Umgestaltung stammt vom Frankfurter Architekturbüro KSP Jürgen Engel Architekten. Es entstehen zeitgemäße Gebäude, eine moderne Büroinfrastruktur mit entsprechendem Mobilitätskonzept sowie großzügige Grünflächen und Freibereiche. Das gesamte Campusgelände ist barrierefrei konzipiert.
Generalunternehmer HIB Huber Integral Bau wurde bei diesem Projekt mit dem Neubau von drei Parkhäusern für das Modul 2 sowie den Fassadenverkleidungen inklusive Planung und Ausführung an drei Bestandsparkhäusern des Modul 1 beauftragt.
1.500 ebenerdige Fahrradstellplätze
Mit dem Bau der Parkhäuser entstehen 2.227 neue Stellplätze. 210 dieser Stellplätze sind mit Wallboxen Siemens VersiCharge AC ausgestattet. Bei den insgesamt 1.500 ebenerdigen Fahrradstellplätzen wurden Lademöglichkeiten für E-Bikes errichtet. Insgesamt 48 E-Lader, also 3 Prozent, stehen für Biker bereit, die den Weg zur Arbeit vollkommen CO2-neutral auf sich nehmen möchten. Speziell abgetrennte, mit einer Zugangskontrolle versehene Bereiche in den Erdgeschossen der Parkhäuser bieten Schutz. Damit im Winter keine Gefahr durch Eisbildung oder Schneefall droht, sind die Fahrradrampen beheizt ausgeführt. Regelsysteme mit Temperaturfühlern sowie Eis- und Schneesensoren sorgen dabei für eine selbsttätige Aktivierung der Heizung im Bedarfsfall. Technikräume, die die Versorgung sicherstellen, liegen zentral an den Treppenhauskernen. Im Sinne der Umwelt wurde Recyclingmaterial zur Arbeitsraumverfüllung und als Unterbau des Pflasters verwendet.
Die nachhaltig angelegte, moderne Arbeitswelt im Siemens-Campus liefert noch mehr Komponenten, die Aspekten wie Energieerzeugung oder CO2-Einsparung Rechnung tragen. Alle Parkhausdächer wurden mit einer Photovoltaik-Anlage ausgestattet. Die Gebäude sind somit in der Lage, den Strom für die Parkleittechnik, die Personenaufzüge und die gesamte Beleuchtung selbst zu erzeugen und versorgen darüber hinaus auch noch große Teile des Siemens Campus mit Strom.
Diverse Arten von Rankpflanzen wurden in vorbereitetes Substrat gepflanzt und an die Fassade angebunden, um diese langfristig zu begrünen und einen Beitrag zum Mikroklima zu leisten. Die Streckmetallfassaden sind ein hinterlüftetes, vorgehängtes Kaltfassadensystem aus einzelnen Aluminium-Streckgitterelementen.
Barrierefreier Zugang zu allen Etagen
Auch an Menschen mit Handicap ist gedacht. Aufzüge in Edelstahlausführung erlauben den barrierefreien Zugang zu allen acht Etagen der Splitz-Level-Parkhäuser. Handläufe im Treppenhaus verfügen über taktile Beschriftungen.
HUBER-Projektleiter Emre Kocak betonte: „Es war ein anspruchsvolles Projekt mit vielen Gebäuden, die im zeitlichen Versatz fristgerecht an einen zufriedenen Kunden übergeben werden konnten. Die Zusammenarbeit mit dem Bauherrn war sehr konstruktiv und verlief durch die Koordination der Projektsteuerung stets effektiv und lösungsorientiert.“