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Bochum und Baden-Baden setzen auch off-street auf EasyPark

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Bochum und Baden-Baden digitalisieren ihre Parkhäuser. Dabei setzen sie auf eine Partnerschaft mit EasyPark.

Sowohl in den Parkhäusern als auch in den Garagen der Bochumer Wirtschaftsentwicklung ist nun EasyPark CameraPark verfügbar. Das dort bereits installierte automatische Kennzeichenerkennungssystem wurde dafür an das EasyPark-System angeschlossen. App-Nutzer müssen lediglich die CameraPark-Funktion aktivieren, um Zugriff auf alle Angebote zu erhalten.

Nico Schlegel, Geschäftsführer EasyPark Deutschland, sagt: „Das Ziehen eines Parktickets in Parkhäusern ist nicht mehr zeitgemäß. Die modernen technischen Voraussetzungen in den Garagen der Wirtschaftsentwicklung Bochum und die vielfältigen Funktionen von EasyPark ermöglichen Autofahrer:innen ein hohes Maß an Komfort. Die automatische bargeldlose Abrechnung spart Zeit und Nerven.”

Erstmalige Kooperation zwischen PBW und EasyPark

Auch die Parkraumgesellschaft Baden-Württemberg mbH schließt sich mit EasyPark zusammen, um die Kurhausgarage in Baden-Baden zu digitalisieren. Ziel des Projektes ist es, den Komfort für die Gäste zu erhöhen und das Parken möglichst nachhaltig zu gestalten.

Am 15. August 2024 wurde das erste Projekt der Parkraumgesellschaft Baden-Württemberg mbH und EasyPark abgeschlossen. Modernisiert wurde die Kurhausgarage in Baden-Baden. Seitdem besteht für die Gäste des Kurhauses, der anliegenden Hotels und Touristen die Möglichkeit bequem per App für ihre Parkplätze zu bezahlen. Für jene, die daran nicht teilhaben möchten, bleibt der Weg zu den Kassenautomaten weiterhin offen.

PBW-Geschäftsführerin Anja Müller sagt: „Wir als PBW tragen mit unserer Partnerschaft mit EasyPark dazu bei, dass Parksuchende so schnell wie möglich einen geeigneten Parkplatz erhalten. Durch den effizienten Einsatz der smarten Technologie gestalten wir somit das Parken so nachhaltig wie möglich. Wir freuen uns über den Start mit EasyPark in Baden-Baden, da die App hier bereits von vielen Bewohnern und internationalen Besuchern genutzt wird.”

EasyPark adressiert mit seinem Produkt CameraPark Parkhäuser und Tiefgaragen. – © EasyPark

Contipark gestaltet Tiefgarage am Potsdamer Platz neu

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Das Areal des heutigen „Center am Potsdamer Platz“, welches als architektonisches Wahrzeichen Berlins gilt, wird von den Eigentümern Oxford Properties Group und Norges Bank Investment Management saniert. Sowohl den Betrieb als auch die Modernisierung der Tiefgarage übernimmt Contipark.

Seit dem ersten Juli 2024 trägt Contipark die Verantwortung für 788 Stellplätze – verteilt über drei Ebenen – in der Bellevuestraße im Tiergarten. Die Zusammenarbeit ist zunächst für zehn Jahre festgelegt. Das Unternehmen setzte sich für dieses Projekt im Rahmen eines Angebotsverfahrens durch. Neben den finanziellen Investitionen, die zur Modernisierung der Parkiersysteme beitragen, plant Contipark, neue Ladestationen für E-Fahrzeuge zu installieren.

Die Eigentümer Oxford Properties Group und Norges Bank Investment Management wollen das 113.000 m2 umfassende Areal in einen innerstädtischen Office-Campus verwandeln. Daher sind neben den Büros sowohl Gastronomie- und Einzelhandelsangebote als auch Sport-, Kultur- und Unterhaltungsveranstaltungen geplant. Das Projekt unterliegt einem Mobilitätskonzept, um neuen urbanen Mobilitätstrends gerecht zu werden. Beispielsweise sollen Fahrradgaragen gebaut werden.

Guillaume van Appelghem, Director Asset Management bei Oxford Properties Group, sagt: „Contipark und seine Pläne zum Betrieb und zur Modernisierung der Anlage passen ideal zu unseren Vorstellungen und ergeben insgesamt ein stimmiges Gesamtkonzept aus nachhaltigem Betrieb und zukunftsgerichteter Modernisierung.”

Contipark übernimmt 788 Stellplätze auf drei Ebenen. – © Shutterstock

 

Digitales Parksystem von Peter Park für das Bönicenter

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Ticket- und schrankenloses Parken wird voraussichtlich ab Mitte Juli auch im Bönicenter im schweizerischen Thalwil möglich sein. Grund dafür ist die Installation des digitalen Parkraummanagementsystems der Peter Park GmbH, welche bei diesem Auftrag mit der Mobility Hub Parkservice Switzerland GmbH kooperiert.

Für die Besucher des Einkaufzentrums soll die Parkierdauer automatisch mittels der datenschutzkonformen Kennzeichenerfassung an der Ein- und Ausfahrt ermittelt werden. Die Zahlung könne sowohl online als auch vor Ort durch die Eingabe des Kennzeichens an den Automaten erfolgen. Hierbei sei hervorzuheben, dass ab der Einführung des neuen Systems die Zahlungen durchgängig und nicht wie zuvor nur sporadisch überprüft werden. Innerhalb der Zusammenarbeit wurden die Aufgaben wie folgt verteilt.

Mobility Hub Parkservice Switzerland mit Sitz in Stans, Hauptort des Kantons Nidwalden in der Schweiz, übernimmt die Verantwortung für die Abwicklung des Geschäfts und die Kundenanliegen vor Ort. Peter Park aus München lieferte die Scanner für die Kennzeichenerfassung und Kassenautomaten.

Maximilian Schlereth, CEO der Peter Park System GmbH, sagt zum neuen Projekt: „Die Automatisierung sämtlicher Prozesse im Parkraummanagement erhöht die Wirtschaftlichkeit der Flächen und senkt dabei den Verwaltungsaufwand. Wir freuen uns sehr darüber, jetzt auch für das Bönicenter eine passgenaue Lösung konzipiert zu haben, die ein entspanntes und komfortables Parkerlebnis für alle Kunden bietet.“

Bezüglich des Datenschutzes muss sich die Kundschaft laut Unternehmen keine Sorgen machen. Es werde keine Videoaufzeichnung geben. Lediglich eine Bildaufnahme des Fahrzeugkennzeichens und eine Textdatei mit Zeit- und Datumsstempel werde erstellt.

Ziel der Installation des digitalen Parkraummanagementsystems: Benutzerfreundliches Parken für einen entspannten Besuch im Bönicenter. – © Centerio AG

 

EasyPark-App erhält neues Design

Laut EasyPark Group findet ihre App derzeit in 20 Ländern und über 4.000 Städten Verwendung. Nun hat das Unternehmen umfangreiche Neuerungen gelauncht. Sowohl ein verändertes Design als auch zusätzliche Funktionen erwarten die Nutzer und Nutzerinnen.

Das – teils schon erschienene – teils noch kommende – Update der EasyPark App soll folgende Funktionen bieten: das Hervorheben von Parkflächen bei der Kartenansicht, die Aufklärung über Zeitbeschränkungen beim Parken während der Einstellung der Parkzeit und die Möglichkeit, zwei, mit dem Rad in der App gestartete Parkvorgänge, zeitgleich auszuführen. Darüber hinaus sei das Ändern der Zahlungsmethode vereinfacht und neue Optionen wie Apple- und Google-Pay freigeschaltet worden. Zusätzlich seien lokale Zahlungsarten in ausgewählten Märkten verfügbar. Des Weiteren erhalte der Nutzer in Zukunft einen Monat vor Ablauf der verwendeten Kreditkarte eine Benachrichtigung. Auch hat die Easy Park Group festgelegt, regionale Nummernschilder zu verwenden, um Fehlern bei ähnlichen Nummernschildern in verschiedenen Regionen vorzubeugen.

Kundenwünsche bieten Orientierung

Cameron Clayton, CEO der EasyPark Group, sagt zu dem Launch: „Das neue Update zeigt unser Engagement im Bereich Innovation. Wir bei der EasyPark Group sind bestrebt, immer den bestmöglichen Service zu bieten. Dank des Feedbacks unserer Nutzerinnen und Nutzer – auf das wir sehr viel Wert legen – implementieren wir das größte Update der EasyPark-App seit Jahren. Die Funktionen, die wir einführen, basieren in erster Linie auf den Wünschen der Kundinnen und Kunden und werden durch zusätzliche Verbesserungen, die wir selbst entwickelt haben, ergänzt.” Abhängig vom jeweiligen Land und Markt werden die Neuerungen in verschiedenen Phasen veröffentlicht. Die Aktualisierungen werden sukzessive seit Mai 2024 durchgeführt.

Planbares Parken soll mit dem Update der EasyPark-App noch einfacher werden (Symbolbild). – © Shutterstock

 

Komplett-Sanierung von Mainzer Tiefgarage

Die Instandsetzung der in den 1960er-Jahren erbauten Tiefgarage Rathaus Mainz unter der Rheingoldhalle sollte möglichst schnell realisiert werden. Zum Einsatz kamen Sanierungs- und Oberflächenschutzsysteme von Sika, durch deren Einsatz die neuen Flächen laut Hersteller kurzfristig wieder nutzbar sind.

Die Tiefgarage Rathaus Mainz liegt direkt am Rhein und je nach Wasserstand mit ein oder zwei Untergeschossen direkt im Grundwasser. Zudem waren über die Jahre hinweg Schäden an den Betonböden durch eingedrungenes Tausalzwasser entstanden. Für die Sanierung der Bodenplatten wurde das geprüfte OS 8-Oberflächenschutzsystem mit der EpoCem-Technologie von Sika verwendet, das den Angaben des Herstellers zufolge dem Wasserdruck standhält und für solche speziellen Lagen konzipiert sei. Es erfülle die Wasserdichtigkeitsprüfung von bis zu 5 bar anstehendem Wasserdruck. Der vorhandene Gussasphalt im Ein- bzw. Ausfahrtsbereich wurde mit dem OS 10-System auf PuMa-Basis von Sika beschichtet. Dieses effektive System gewährleiste eine flächendeckende Abdichtung und optische Neugestaltung des betroffenen Belags. Außerdem sei es rissüberbrückend, flexibel und verschleißfest. Dank der PuMa-Bindemittelbasis erfolge die Aushärtung äußerst schnell, was kurze Sperrzeiten in dem stark frequentierten Ein- und Ausfahrtsbereich ermöglichte.

Komplettinstandsetzung nach über 50 Jahren Nutzung

Die mitten in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt liegende Tiefgarage Rathaus Mainz ist wegen ihrer zentralen Lage stark frequentiert. Im Zuge der Generalsanierung des gesamten Gebäudekomplexes erfolgte die Komplettinstandsetzung der Tiefgarage beginnend in der untersten Ebene. Die oberste der vier Parkebenen könne erst nach beendeter Gestaltung des Jockel-Fuchs-Platzes saniert werden, da die Bodenkonstruktion des Platzes zugleich die Deckenkonstruktion des Obergeschosses der Tiefgarage ist, so die Projektbeteiligten.

Die Tiefgarage ist Eigentum der Rheingoldhalle GmbH & Co. KG und wird von der PMG (Parken in Mainz GmbH) betrieben. Durchgeführt wurde Sanierung von der MAG (Mainzer Aufbaugesellschaft mbH), welche wiederum die Karrié Bauwerkserhaltung GmbH mit den Arbeiten im Gewerk Betonsanierung beauftragt hatte. Die über 50 Jahre alte Betonkonstruktion verfügt über eine Gesamtfläche von ca. 20.000 m2 und liegt mit bis zu zwei von drei Untergeschossen der vier Ebenen zeitweise im Grundwasser. Gelagert sind die Bodenplatten auf Erdreich und mit Zugankern gegen Auftrieb gesichert. Um die Standsicherheit, Gebrauchstauglichkeit und Dauerhaftigkeit der Betonbauteile für die Zukunft sicherzustellen, wurden sie mit Sika-Betonersatzsystemen instandgesetzt und durch Sika-Oberflächenschutzsysteme geschützt. Saniert wurden die erdberührten Bodenplatten und Wände, alle Stützen, die Zwischendecken und die Innenwände von unten nach oben. Zuletzt wurde der Ein- und Ausfahrtsbereich erneuert.

Unterschiedliche Oberflächenschutzsysteme

„Nach umfänglicher Beratung mit dem Planer haben wir im erdberührten Bereich für die 7.500 m2 Fläche der untersten Ebenen unser OS 8-Oberflächenschutzsystem mit EpoCem, Sika CarDeck Static W II, verwendet, und in allen anderen Ebenen auf ca. 12.500 m2 Fläche mit unserem klassischen OS 8-System, Sikafloor MultiDur EB-13 mit Sikafloor-151 und Sikafloor-378, gearbeitet“, erläutert Florian Holzbach, Sika Key Account Manager Parkbauten.

Die etwa 1.200 m2 große Fläche des Ein- und Ausfahrtsbereiches sollte neu und freundlicher gestaltet sowie abgedichtet werden, ohne jedoch den vorhandenen Gussasphalt zu entfernen. Es bestand die Bauherren-Forderung, diesen Bereich nicht zurückzubauen, da die aufwändigen Arbeiten den grundsätzlichen Zugang zur Tiefgarage über eine längere Zeit beeinträchtigt oder gar unmöglich gemacht hätten. Sowohl der Zufahrtsbereich als auch die andienenden Straßen sind aufgrund von Durchgangsverkehr stark frequentiert.

Um einen Überblick über die verschiedenen Lösungsmöglichkeiten zu erhalten, wurden im Vorfeld Musterflächen angelegt. Dabei überzeugte das OS 10-Oberflächenschutzsystem von Sika mit der PuMa-Technologie sowohl Planer als auch Bauherr. Bei dieser Technologie wird ein Hybrid-Material bestehend aus Polyurethan und Methylmethacrylat verwendet. Es habe den Vorteil, bei sehr niedrigen Temperaturen noch die nötige Flexibilität zu gewährleisten, so Sika. Außerdem könne es problemlos auch auf Gussasphalt appliziert werden. Besonders erwähnenswert sei, dass die OS 10-Oberflächenschutzsysteme von Sika nicht nur die in den Normen geforderten 2 mm Dichtungsschicht, sondern zusätzlich eine bis zu 4 mm dicke Verschleißschicht böten.

Tiefgarage Rathaus Mainz: Komplettsanierung von rund 20.000 m2 Parkfläche auf vier Ebenen – © Sika Deutschland GmbH

DC-Laden ohne Installationsaufwand

Die Juice Technology AG, Herstellerin von Ladestationen und -software, präsentiert die DC-Schnellladestation JUICE ULTRA 2 battery. Eine rote CEE32-Industriesteckdose genüge, um damit eine Schnellladung mit bis zu 210 kW zu ermöglichen. Diese Ausgangsleistung lässt sich laut Hersteller über eine intelligente Lastverteilung auf zwei CCS-Ladepunkte aufteilen. Der integrierte 233 kWh große Akku reiche für sechs Standard-Ladevorgänge in Serie und sei anschließend rasch wieder aufgeladen, so Juice. Für Power-User gebe es eine 466 kWh-Variante.

Während DC-Ladestationen bisher Bauprojekte darstellten, reiche beim JUICE ULTRA 2 battery eine ebene Fläche. Innerhalb einer Stunde sei das Gerät aufgestellt, ans Netz angeschlossen und einsatzbereit. Jede rote Industriesteckdose könne verwendet werden, empfohlen werden CEE32, CEE63 oder CEE125.

Das Energiespeichersystem mit Lithium-Ionen-Batterien wird von einem Energiemanagementsystem (EMS) gesteuert, das sowohl lokal als auch per Fernzugriff bedient werden könne. Es koordiniert die Energieflüsse zwischen Netz, Batterie und Elektrofahrzeugen. Durch die kontinuierliche Versorgung der Batterien mit Strom werde eine hohe Ladeleistung trotz niedriger Netzanschlussleistung erreicht. Gleichzeitig werde das Netz weniger belastet, was sich in geringeren Gebühren beim Netzbetreiber niederschlage. Juice verspricht für den Akku eine Amortisationszeit von nur anderthalb bis zwei Jahre.

Solarstrom einspeichern und flexibel laden

Auch für Solarstrom sei das Gerät dank des intelligenten EMS geeignet, PV-Anlagen ließen sich problemlos integrieren. Für die Zahlungsabwicklung ist ein Kreditkartenterminal mit einem 19-Zoll-Touchscreen erhältlich. Dank platzsparender Bauweise sei der JUICE ULTRA 2 battery flexibel auf Parkflächen einsetzbar.

Der JUICE ULTRA 2 battery ermöglicht laut Hersteller eine hohe Ladeleistung trotz niedriger Netzanschlussleistung. – © Juice Technology AG

 

Tiefgarage in Jülich umfassend instandgesetzt

Die Tiefgarage Zitadelle in Jülich war in die Jahre gekommen, die Bodenflächen aufgrund der hohen Nutzungsfrequenz stark abgenutzt und Chloride waren in die Betonbauteile eingedrungen. Deshalb erfolgte eine umfassende Generalinstandsetzung.

Die Tiefgarage Zitadelle in Jülich befindet sich süd-westlich des Baudenkmals Zitadelle im Stadtzentrum von Jülich. Sie stellt damit eine der zentralen Parkflächen der Stadt dar und wird durch ebendiese betrieben. Die Tiefgarage wurde 1986 geplant und Anfang der 1990er-Jahre eröffnet.

Insgesamt 415 Stellplätze

Aufgegliedert ist die Tiefgarage in ein frei bewittertes Parkdeck und in zwei Untergeschosse mit insgesamt 415 Stellplätzen. Die geplante Instandsetzung sah eine Ertüchtigung der beiden Untergeschosse vor. Das Freideck war nicht Gegenstand der Instandsetzungsmaßnahme, da es bereits vor einigen Jahren mit einem Gussasphalt neu überarbeitet worden ist. Der Baukörper ist rund 130 Meter lang und 30 Meter breit.

Statisch gesehen ist die Tragstruktur als Mehrfeldsystem mit Zwischenauflagern aus Unterzügen ausgebildet. Bei den Stützen handelt es sich im Wesentlichen um Fertigteilstützen, die über ein Mörtelbett mit den Tiefgaragendecken verbunden sind. Die Zwischendecke besteht aus einer Filigranplatte mit Ortbetonergänzung und ist zentrisch über den Stützen mit Pilzkopfelementen verstärkt. In der Tiefgarage sind über die Querseite in den Drittelpunkten der Längsachse Dehnfugen angeordnet, welche in der Mitte verzahnt ausgeführt sind und um jeweils etwa einen Meter verspringen. Aufgrund der unsachgemäß ausgebildeten Dehnfugenprofile hatten sich diese in Teilen bereits gelöst, sodass es bei jeder Überfahrt zu einer nennenswerten Lärmbelästigung kam.

Ausschreibung als Generalplanerleistungen

Im Jahr 2020 hat die Stadt Jülich einen Planerwettbewerb ausgeschrieben, bei dem die KEMPEN KRAUSE INGENIEURE GMBH (KKI) am Ende überzeugen konnte. Die Planerleistungen sind als Generalplanerleistungen vergeben worden. Hierbei waren neben der Tragwerksplanung, der Instandsetzungs- und Objektplanung auch die Technische Gebäudeausrüstung (TGA) mit beauftragt worden. Für die TGA-Planung konnte KKI auf das Partnerbüro Förster Engineering GmbH aus Simmerath zurückgreifen. Ende 2020 begannen die Planungen, welche nach zwölf Monaten mit der Ausschreibung fertiggestellt worden sind.

Nach öffentlicher Ausschreibung hat die Firma Schleiff Bauflächentechnik GmbH & Co. KG aus Erkelenz sich im Wettbewerb durchgesetzt und den Zuschlag für die Instandsetzung der Tiefgarage im März 2021 erhalten. Das Projekt wurde rechtzeitig zum geplanten Eröffnungstermin am 4. Oktober 2023 fertiggestellt.

Die Tiefgarage nach der Sanierung. – © KKI

Parkhaus in München verbindet Nachhaltigkeit mit Stil

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Laut Oberbürgermeister Dieter Reiter steht das schönste Parkhaus Münchens nun am U- und S-Bahnhof Neuperlach-Süd. Realisiert wurde das jüngst fertiggestellte P+R-Objekt von Huber Parking.

Das neue, im März 2024 vom Münchener Oberbürgermeister persönlich offiziell eröffnete P+R-Parkhaus bietet attraktive Umsteigemöglichkeiten am ÖPNV-Knotenpunkt und soll das Verkehrsaufkommen in Richtung der Isar-Metropole reduzieren. Mit 770 Stellplätzen sei das Parkhaus für Pendlerinnen und Pendler gut dimensioniert. Es ist Teil eines Immobilienkomplexes und wurde in Split-Level-Bauweise errichtet. Das Areal war Bestandteil des Bebauungsplans, der zur Komplettierung des Stadtquartiers südlich des Neuperlacher Bahnhofs dient und einen attraktiven Stadteingang von Süden in Richtung München schaffen sollte.

Architekturfassade mit Funktion

Gebaut wurde das über 19 Halbebenen verfügende Projekt von Huber Parking Deutschland nach dem Entwurf des Wiener Architekturbüros Delugan-Meissl Architects in Verbindung mit Maisch Wolf Architekten aus München für den Kunden Stadtwerke München. Die raffinierte Fassade entstammt einem Architekturwettbewerb. Markenzeichen sind die 17.000 überlappenden, pulverbeschichteten Alukassetten. Bis auf 24 Meter Höhe erstrecken sie sich und bieten zusätzlich zur Optik eine Schallschutzfunktion in Richtung des benachbarten Hotelgebäudes. Zur Straße hin stellt die Fassade aus offenen Lochblechkassetten den erforderlichen Lüftungsquerschnitt für eine natürliche Belüftung her. Im Erdgeschoss sorgt eine schalldämmende Glasfassade in Richtung Hotel für Helligkeit und ein angenehmes Ambiente. Das komplette Parkhaus wurde mit Schallschutzdecken ausgeführt.

E-Mobilität und Nachhaltigkeit

Die Kombination von PV-Anlage und Begrünung auf dem Parkhausdach hat zweierlei Funktionen: Einerseits werde der Strom zur Versorgung der kompletten Parkhaustechnik inklusive E-Ladern selbst erzeugt, andererseits finde eine natürliche Kühlung statt, so Huber Parking. 72 E-Ladestationen machen den Standort für Fahrer von E-Fahrzeugen interessant. Die Erweiterung um 60 weitere E-Ladestellplätze sei vorgerüstet, betont das Bauunternehmen. Begrünte Innenhöfe unterstreichen den nachhaltigen Charakter des Projekts, die Pflanzen werden dabei mit Tröpfchenbewässerung versorgt.

Moderne Parkhaustechnik

Durch die attraktive Umsteigemöglichkeit direkt am U- und S-Bahnhof Neuperlach Süd wird der Gebrauch öffentlicher Verkehrsmittel für die letzten Meilen ins Münchener Zentrum gefördert, lästige Staus würden so umgangen. Kostengünstige Tagespreise von 1,50 Euro locken zusätzlich.

Kameras registrieren ein- und ausfahrende Fahrzeuge an drei Ein- und zwei Ausfahrtsschranken. Anhand der Kennzeichenerkennung ist die Begleichung der Parkgebühren möglich. Das Parkleitsystem mit Ebenenzählung sowie Zählung freier E-Ladestellplätze ist mit einer Restplatzanzeige kombiniert. Auf jeder Etage befinden sich Notrufsprechstellen.

„Das Projekt war durch die Nähe zum Boardinghouse und seine aufwändige Architektur sehr anspruchsvoll. Es hat als Teil eines Rings aus Parkhäusern um den Münchener Speckgürtel eine wichtige Bedeutung für die Stadt“, sagte Sabine Stinner, Projektleiterin bei Huber Parking.

Das neue Parkhaus bringt Ästhetik und Umweltbewusstsein in Einklang. – © Huber Parking

Die Parkuhr feiert 70. Geburtstag

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Wo standen die ersten Parkuhren? In Duisburg! Dort wurden am 4. Januar 1954 die ersten Parkuhren Deutschlands aufgestellt. Mit der damals neuen amerikanischen Idee der Parkraumbewirtschaftung hoffte man, ein Instrument zur Steuerung und besseren Auslastung der vorhandenen Parkplätze zu haben.

Mit 20 Uhren zu jeweils 400 Mark Anschaffungskosten wollte die Stadt der schon damals herrschenden Parkplatznot Herr werden. Zum Vergleich: Rund 22.000 Kraftfahrzeuge waren damals in Duisburg zugelassen, heute liegt die Zahl laut Stadt bei mehr als 300 000. Doch die Parkuhren „stießen von Anfang an auf wenig Gegenliebe. Es gab wütende Proteste, sogar Klagen“, schreibt das Deutsche Patent- und Markenamt über die Einführung in Duisburg. Eine Stunde Parken kostete einen Groschen, also zehn Pfennig – zu viel, wie viele fanden. Im Volksmund bekamen die Parkuhren denn auch schnell den Namen „Groschengrab“.

Amerikanische Idee der Parkraumbewirtschaftung: Duisburg war mit Parkuhren Pionier in Deutschland – zum Verdruss der damaligen Autofahrer. – © Kultur- und Stadthistorisches Museum Duisburg

 

Digitales Parkleitsystem in Köln-Nippes war ein Erfolg

Der Modellversuch für das Parkleitsystem „Parkpilot“ im Kölner Stadtteil Nippes ging nach dreieinhalb Jahren erfolgreich zu Ende. Betreut wurde das Projekt vom Versorger RheinEnergie, technisch umgesetzt hatte es Cleverciti aus München.

Der kostenlose Service, gefördert vom Bundeswirtschaftsministerium im Programm „Digitalisierung kommunaler Verkehrssysteme“, erfasste rund 800 Stellplätze im Umfeld der innerstädtischen Neusser Straße in Köln-Nippes. Seit dem 2. Juni 2020 waren dort 27 dynamische LED-Displays von Cleverciti an Laternenmasten angebracht, die Verkehrsteilnehmern per Richtungsanzeige den schnellsten Weg zum nächsten freien Stellplatz wiesen – in Echtzeit. Von der effizienteren Parkplatzsuche erhofften sich die Initiatoren des Projekts Einsparungen beim Suchverkehr.

„Wir gehen sehr positiv aus diesem Pilotprojekt heraus“, sagte Christian Remacly, Projektbetreuer bei der RheinEnergie, gegenüber der Kölnischen Rundschau. Aktiv genutzt vermeide das System nur in dem kleinen Bereich von Köln 550.000 bis 700.000 Kilometer Parksuchfahrten pro Jahr. Dies bedeute rund 60 bis 70 Tonnen vermiedener CO2-Ausstoß. Der Suchverkehr auf der Neusser Straße habe abgenommen, weil Stellplatz-Ressourcen in den Randgebieten sichtbar wurden, so Remacly. Auch technisch sei alles reibungslos verlaufen.

Durchschnittliche Suchzeit bis zu 45 Prozent gesunken

Die positiven Eindrücke des Projektbetreuers werden durch den Abschlussbericht der RheinEnergie bestätigt, der signifikante Verbesserungen im Parkraummanagement aufzeigt. Mithilfe von Parkpilot konnte die durchschnittliche Suchzeit zu einem freien Parkplatz in diesem Gebiet laut Bericht um bis zu 45 Prozent und die gefahrene Strecke um bis zu 41 Prozent gesenkt werden. Die Auslastung der verfügbaren Parkplätze konnte demnach um sieben Prozent gesteigert werden. Die Stadt Köln will die gewonnen Erkenntnisse für die weitere Planung eines gesamtheitlichen Mobilitäts- und Parkraumkonzepts nutzen, so die Verantwortlichen.

Pilotprojekt: 27 dynamische LED-Displays von Cleverciti zeigten an Laternenmasten in Köln-Nippes den schnellsten Weg zum nächsten freien Stellplatz. – © RheinEnergie