Samstag, 20. Juli 2024

Tiefgarage in Jülich umfassend instandgesetzt

Die Tiefgarage Zitadelle in Jülich war in die Jahre gekommen, die Bodenflächen aufgrund der hohen Nutzungsfrequenz stark abgenutzt und Chloride waren in die Betonbauteile eingedrungen. Deshalb erfolgte eine umfassende Generalinstandsetzung.

Die Tiefgarage Zitadelle in Jülich befindet sich süd-westlich des Baudenkmals Zitadelle im Stadtzentrum von Jülich. Sie stellt damit eine der zentralen Parkflächen der Stadt dar und wird durch ebendiese betrieben. Die Tiefgarage wurde 1986 geplant und Anfang der 1990er-Jahre eröffnet.

Insgesamt 415 Stellplätze

Aufgegliedert ist die Tiefgarage in ein frei bewittertes Parkdeck und in zwei Untergeschosse mit insgesamt 415 Stellplätzen. Die geplante Instandsetzung sah eine Ertüchtigung der beiden Untergeschosse vor. Das Freideck war nicht Gegenstand der Instandsetzungsmaßnahme, da es bereits vor einigen Jahren mit einem Gussasphalt neu überarbeitet worden ist. Der Baukörper ist rund 130 Meter lang und 30 Meter breit.

Statisch gesehen ist die Tragstruktur als Mehrfeldsystem mit Zwischenauflagern aus Unterzügen ausgebildet. Bei den Stützen handelt es sich im Wesentlichen um Fertigteilstützen, die über ein Mörtelbett mit den Tiefgaragendecken verbunden sind. Die Zwischendecke besteht aus einer Filigranplatte mit Ortbetonergänzung und ist zentrisch über den Stützen mit Pilzkopfelementen verstärkt. In der Tiefgarage sind über die Querseite in den Drittelpunkten der Längsachse Dehnfugen angeordnet, welche in der Mitte verzahnt ausgeführt sind und um jeweils etwa einen Meter verspringen. Aufgrund der unsachgemäß ausgebildeten Dehnfugenprofile hatten sich diese in Teilen bereits gelöst, sodass es bei jeder Überfahrt zu einer nennenswerten Lärmbelästigung kam.

Ausschreibung als Generalplanerleistungen

Im Jahr 2020 hat die Stadt Jülich einen Planerwettbewerb ausgeschrieben, bei dem die KEMPEN KRAUSE INGENIEURE GMBH (KKI) am Ende überzeugen konnte. Die Planerleistungen sind als Generalplanerleistungen vergeben worden. Hierbei waren neben der Tragwerksplanung, der Instandsetzungs- und Objektplanung auch die Technische Gebäudeausrüstung (TGA) mit beauftragt worden. Für die TGA-Planung konnte KKI auf das Partnerbüro Förster Engineering GmbH aus Simmerath zurückgreifen. Ende 2020 begannen die Planungen, welche nach zwölf Monaten mit der Ausschreibung fertiggestellt worden sind.

Nach öffentlicher Ausschreibung hat die Firma Schleiff Bauflächentechnik GmbH & Co. KG aus Erkelenz sich im Wettbewerb durchgesetzt und den Zuschlag für die Instandsetzung der Tiefgarage im März 2021 erhalten. Das Projekt wurde rechtzeitig zum geplanten Eröffnungstermin am 4. Oktober 2023 fertiggestellt.

Die Tiefgarage nach der Sanierung. – © KKI

Ähnliche Beiträge

Vorschläge

Mehr Komfort, mehr Service

Gut geplante und professionell durchgeführte Sanierungen können die Attraktivität eines Objektes deutlich erhöhen und...

Digitales Parken für Kaufhaus-Kunden

GALERIA Karstadt Kaufhof rüstet auf digitales Parken um und setzt dabei auf Lösungen der...

Frankfurt UAS erforscht Parksuchverkehr

Ein durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) gefördertes Forschungsprojekt analysiert die...

Smart auf allen Ebenen

Autos sind zu vernetzten „Alleskönnern“ geworden und auch die Mobilitätsinfrastruktur wird immer smarter. Als...

Schilder-Wirrwarr an öffentlichen Ladestationen

Die öffentlichen Parkplätze zum Laden von Elektrofahrzeugen nehmen zu. Rund 51.000 öffentliche Ladepunkte gibt...

PMMA‐Abdichtung für die Parkgarage im MARK München

Welches am Markt erhältliche Oberflächenschutzsystem ist für die rund 7.400 m2 große Tiefgarage in...