Donnerstag, 8. Dezember 2022

Smart auf allen Ebenen

Autos sind zu vernetzten „Alleskönnern“ geworden und auch die Mobilitätsinfrastruktur wird immer smarter. Als Teil dieser Infrastruktur können dank IoT-basierter Field Service Management (FSM)-Software auch Parkhäuser vollautomatisch überwacht werden. Intelligente Systemüberwachung entdeckt Störungen von Schranken, Bezahl- oder Beleuchtungssystemen rechtzeitig – im Idealfall noch bevor es zum Ausfall kommt. Parkhäuser und Tiefgaragen lassen sich so kostengünstiger betreiben und bieten zugleich Parkgästen mehr Sicherheit und Komfort.

Die Zahl der Pkw pro Haushalt steigt in Deutschland seit Jahren an. Im Januar 2021 meldete das Statistische Bundesamt einen Rekordstand von bundesweit 48,2 Millionen zugelassenen Pkw. In Anbetracht dieser Zahlen scheint es nur logisch, dass der Parkhausbetreiber APCOA unlängst angekündigt hat, sein Netzwerk bis 2030 deutlich zu vergrößern. Um diese wachsende Zahl an Parkhäusern und Tiefgaragen effizient und sicher zu betreiben, bedarf es intelligenter Lösungen, die technische Mängel frühzeitig erkennen und mögliche Ausfälle im Idealfall vermieden werden können.

IoT-basierte FSM-Software wie sie beispielsweise der Nürnberger SaaS-Spezialisten Fieldcode anbietet, kann Parkhausbetreibern helfen, das Potenzial sogenannter Predictive Maintenance zu heben. Damit lassen sich so gut wie alle Parameter, die für den Betrieb eines Parkhauses oder einer Tiefgarage essenziell sind, in Echtzeit überwachen. Oberstes Ziel ist dabei stets, einen Ausfall beispielsweise der Zu- und Ausfahrtschranken, des Bezahlsystems oder der Beleuchtung zu vermeiden.

Remote Monitoring leicht gemacht

„Ausfälle oder technische Defekte können für Parkhausbetreiber schnell sehr teuer werden. Funktioniert beispielsweise das Schrankensystem nicht mehr, verliert der Betreiber Umsatz, da Parkgäste nicht mehr ins Parkhaus kommen. Ein möglicher Notruf, der von Gästen abgesetzt wird, die nicht mehr aus dem Parkhaus herauskommen, kann gleich noch viel mehr Geld kosten“, erklärt Matthias Lübko, CEO von Fieldcode. „Intelligente Technologie kann dem Betreiber helfen, solche Szenarien zu vermeiden. Durch eine Monitoring-Lösung können Normabweichungen in der Technik frühzeitig gemeldet werden, so dass es im Idealfall gar nicht erst zum Defekt oder Notruf kommt.“

Doch wie funktioniert ein solches „Frühwarnsystem“ in der Praxis, ohne dass ein Techniker vor Ort regelmäßig sämtliche Anlagen überprüft? Die Grundlage bildet die Sensorik, die beispielsweise in der Mechanik einer Schranke oder den Ein- und Ausfahrtstoren installiert ist. Die Sensoren sind über einen Gateway mit der FSM-Software von Fieldcode verbunden. Über die App des Unternehmens kann der Servicetechniker jederzeit die Funktionalität der per Sensorik überwachten Geräte einsehen. Dabei stellt die Möglichkeit des Echtzeit-Monitoring nur einen Aspekt der Lösung dar: Je nach Konfiguration senden die Sensoren beim Über- oder Unterschreiten vordefinierter Schwellenwerte außerdem ein Signal und melden somit proaktiv, sobald ein Einschreiten bzw. eine Vor-Ort-Inspektion der betroffenen Anlage erforderlich ist. Vorteil: Teure Technikereinsätze außerhalb der regulären Wartungszyklen gehören der Vergangenheit an.

Selbst wenn es zum Einsatz kommt, wird dieser mit Hilfe der IoT-basierten Lösung von Fieldcode effizient organisiert: Der Algorithmus der FSM-Software berücksichtigt in der Alarmierungskette nämlich nicht nur, welcher Servicetechniker am besten geeignet ist, sondern auch dessen aktuellen Standort. So wird sichergestellt, dass immer der sich am nächsten zum potenziellen Einsatzort befindende Techniker alarmiert wird. Sogar Staus und Verkehrsbehinderungen auf der Anfahrt sind „eingepreist“: Die Software ermittelt nämlich die ideale Fahrtroute gleich mit.

Fieldcode-Chef Lübko fasst die Vorteile für Betreiber von Parkhäusern und Tiefgaragen zusammen: „Unnötige Einsätze werden vermieden und selbst im Falle eines Einsatzes kann der Prozess schlank gehalten werden. So lassen sich die Kosten für die Wartung und Instandhaltung der technischen Anlagen, die zum Betrieb eines Parkhauses oder einer Tiefgarage unerlässlich sind, deutlich reduziert.“

Sicherheit und Komfort im smarten Parkhaus

Für den Parkhaus-Betreiber birgt der Einsatz einer Software-as-a-Service (SaaS) Lösung wie Fieldcode sie anbietet aber auch mit Blick auf die Digitalisierung sowie die zunehmende Elektrifizierung einen enormen Effizienzgewinn. Denn sowohl Ladesäulen für E-Autos, die künftig zur Standardausstattung eines Parkhauses gehören werden, wie auch kontaktlose Bezahlstationen, an denen digitale Parkscheine per Smartphone gelöst werden, lassen sich mit Hilfe einer IoT-basierten Monitoring-Lösung effizient und kostensparend betreiben. Darüber sorgt sie auch für ein hohes Maß an Komfort und Sicherheit für die Parkgäste, da Ausfälle dank Predictive Maintenance deutlich seltener sind und Ausfallzeiten für Reparaturen und Instandhaltungen betriebskritischer Anlagen im Parkhaus signifikant weniger werden.

„Der Mehrwert einer intelligenten Monitoring-Lösung geht für den Parkhausbetreiber über die Kosten- und Effizienzaspekte hinaus“, so Lübko. „Unter dem Strich führt nämlich eine geringere Ausfallquote der technischen Anlagen auch zu einer höheren Kundenzufriedenheit.“

© Fieldcode

Ähnliche Beiträge

Vorschläge

Mehr Komfort, mehr Service

Gut geplante und professionell durchgeführte Sanierungen können die Attraktivität eines Objektes deutlich erhöhen und...

Digitales Parken für Kaufhaus-Kunden

GALERIA Karstadt Kaufhof rüstet auf digitales Parken um und setzt dabei auf Lösungen der...

Frankfurt UAS erforscht Parksuchverkehr

Ein durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) gefördertes Forschungsprojekt analysiert die...

Schilder-Wirrwarr an öffentlichen Ladestationen

Die öffentlichen Parkplätze zum Laden von Elektrofahrzeugen nehmen zu. Rund 51.000 öffentliche Ladepunkte gibt...

PMMA‐Abdichtung für die Parkgarage im MARK München

Welches am Markt erhältliche Oberflächenschutzsystem ist für die rund 7.400 m2 große Tiefgarage in...