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Fahren und Parken wird autonom – und elektrisch

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Montag, 6. September 2021: Erster Tag der IAA Mobility – und Parken aktuell ist mitten drin in der größten Mobilitäts­messe der Welt – natürlich mit Maske. „Die IAA ist ein Hoffnungszeichen während der Pandemie“, sagt Angela Merkel in ihrer Eröffnungsrede. Schließlich ist die IAA eine der ersten großen Messen, die nach über zwei Jahren Zwangspause, wieder in Präsenz stattfindet. Ausgerüstet mit Stift, Block und Kamera mache ich mich auf die Jagd nach den neuesten Trends der Branche.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sprach in seiner Rede bei der Eröffnungskonferenz von einem „neuen Sound in der Entwicklung der Mobilität“. Und das wird auf der Messe deutlich.

Autonomes Fahren und Automated Valet Parking

Während ich durch die Hallen gehe, merke ich schnell, dass autonomes Fahren  eines der Hauptthemen der Messe ist. Das sagt auch Angela Merkel: „Ebenso rasant wie die E-Mobilität entwickelt sich das autonome Fahren.“ Deutschland sei das erste Land, das einen Gesetzesentwurf zum autonomen Fahren verabschiedet, und das Fahren auf den Weg gebracht habe, erklärt sie.

Als erstes gehe ich zum Stand der ZF Friedrichshafen AG. Sie hat Komponenten ausgestellt, die autonomes Fahren ermöglichen. Zu ihnen zählt auch der laut ZF „leistungsstärkste und flexibelste Automotive-Supercomputer der Welt“ – der ProAI. Er soll bis zu eine Billiarde Rechenoperationen pro Sekunde schaffen und Level 5 beim autonomen Fahren ermöglichen. In einem „Auto-Skelett“ zeigt das Unternehmen, wo genau die einzelnen Komponenten verbaut sind.

Viele Unternehmen sind mittlerweile in diesem Bereich der Mobilität tätig, darunter auch Continental. Das autonome Fahren ist ein großes Ziel des Unternehmens, das zu diesem Zweck den „People Mover“ entwickelt hat. Dr. Hermann Retzer erklärt, dass für autonomes Fahren viele Sensoren, darunter auch Parksensoren, und eine hohe Rechenleistung nötig seien, zum Beispiel für intelligente Bremssysteme. Er selbst sieht den Bereich der Teilautomatisierung allerdings kritisch: „Wir entwöhnen den Fahrer“, sagt er. Retzer würde Continental momentan beim autonomen Fahren auf Level „2+“ einordnen. Die Technologie von Continental ist schon so weit, dass das Auto selbstständig aus der Garage vorfährt und mit der Infrastruktur interagiert. Für ihn sei Mercedes-Benz das Vorbild. „Daimler ist auch von der Sicherheit am weitesten“, erklärt Retzer. Die große Krux: Was passiert, wenn einmal eine Kamera ausfällt? Gleichwohl laufen schon Tests mit einem Level-4-Auto zwischen München und Nürnberg. Diese Autos würden eine völlig veränderte Nutzung des Fahrzeugs bedeuten, sagt Retzer. „Das Fahrzeug kann als Arbeitsplatz benutzt werden.“ Damit die Sicherheit für die Menschen in diesem Fall gegeben ist, braucht es das „Platooning“: Ein Steuerungssystem kontrolliert mehrere Autos, sodass diese kontrolliert hintereinander in geringem Abstand fahren. Retzer richtet gleichzeitig aber auch einen Appell an die Politik. „Infrastruktur und ein stabiles 5G-Netz sind essenziell“, sagt Retzer. Mit „Remote Control Parking“ ist man zudem im Bereich des Automated Valet Parking (AVP) aktiv.

Mit der Vision des Autos als Arbeitsplatz steht Continental übrigens nicht allein da: Auch Markus Söder hob in seiner Rede die Perspektive eines umfassend digitalisierten „Car-Office“ hervor.

Neuer Elektrosportwagen von Hyundai: IONIQ 6


Weiter zum nächsten großen Stand. Bei Mercedes-Benz ist das Querschnitts-Modell eines Autos der Marke ausgestellt, in dem die unterschiedlichen Metalle farblich hervorgehoben sind. So sind auch die einzelnen Sensoren sichtbar, die zusammen für einen reibungslosen Einsatz des „Drive Pilot“ sorgen. Dieser ist für autonomes Fahren Level 3 ausgerichtet und soll „demnächst“ in die S-Klasse integriert werden, skizziert eine Unternehmensprecherin. Er besteht aus insgesamt fünf Sensoren, drei vorne und zwei hinten, wobei die hinteren Sensoren auch die toten Winkel abdecken. Das Besondere am Drive Pilot sei unter anderem die Stereokamera, die nicht nur Objekte, sondern auch die aktuelle Witterung erkenne. Die Kamera registriert die momentane Wetterlage zum Beispiel an den Tropfen auf der Linse oder der Reflektion auf der Straße. Zudem verfügen die Reifen über einen Nässesensor. Der Drive Pilot enthält zudem eine Fahrerbeobachtungskamera: Sie scannt die Augenbewegungen des Fahrers und überprüft, ob er noch die Geräte bedient. Ist das nicht der Fall, so gibt es ein Signal, ähnlich wie der Totmann-Schalter aus dem Lokführerbereich. Generell übernehme der Drive Pilot die Fahraufgaben, allerdings müsse der Fahrer jederzeit übernehmen können, erklärt die Sprecherin.

Es gibt aber nicht nur autonomes Fahren – sondern auch autonomes Parken, Stichwort „Automated Valet Parking“. Im angrenzenden Parkhaus der Messe München gibt es hierzu eine Vorführung, zu der die Mitglieder im Bundesverband Parken in gesonderten Terminen eingeladen waren. Hintergrund ist eine Arbeitsgruppe unter der Schirmherrschaft des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), die sich dem Thema AVP widmet und der auch Mitglieder des BV Parken angehören. An insgesamt fünf Autos der Marken Volkswagen, Ford, Mercedes-Benz, BMW und Jaguar wird die Technologie im Messe-Parkhaus vorgeführt. Ich kann hier auch noch etwas Neues beobachten: Das Objekt muss nicht unbedingt vor dem Auto sein, damit es bremst, es genügt schon, wenn man sich ihm von der Seite nähert. Ein Sprecher der Unternehmen, die die Präsentation auf die Beine gestellt haben, sagt mir, man wolle mit AVP „die Grundlage für weiteres automatisiertes Fahren schaffen“. Nach dieser Präsentation kann ich sagen: Die Grundlage ist gelegt.

Das wird auch daran deutlich, dass immer mehr Automobilhersteller AVP für sich entdecken. Auf der Messe erfahre ich, dass Ford bereits in diesem Bereich entwickelt, während es bei Hyundai „auf jeden Fall eine Option für die Zukunft ist“. Bei dem südkoreanischen Autohersteller sind sie dafür schon sehr weit, was autonomes und elektrisches Fahren angeht. Das hauseigene Robotaxi verfügt bereits über AVP Level 4 und die Vorstufe automatisches Einparken ist beim IONIQ 5 schon serienmäßig. Bis auf das Radar sei auch das komplett elektrische Robotaxi schon serienreif, erklärt der Sprecher.
Bei Ford sei die Technologie, um das AVP umsetzen zu können, schon ausgereift, und ein Einsatz werde bereits erprobt, wird mir auf Nachfrage mitgeteilt. „Es ist bald in Fahrzeugen verfügbar.“ Generell ist Ford auch in den Bereichen E-Mobilität und E-Laden aktiv. So baut der Autohersteller bereits eigene Wallboxen, und der Ford Mustang Mach-E GT verfügt über einen elektrischen Allrad-Antrieb. Zudem soll die Ford-Fahrzeugflotte nach und nach elektrifiziert werden. Bei Modellen wie dem Ford Focus und dem Mondeo ist das auch bereits passiert.

Schon deutlich weiter als Ford, was das autonome Parken angeht, ist Bosch. Zusammen mit Mercedes-Benz und weiteren Partnern arbeitet das Unternehmen aus Baden-Württemberg daran, AVP Level 4 serienmäßig zu entwickeln – mit Erfolg: Man sei „auf einem sehr guten Weg, was das angeht“, sagt Annett Fischer, Fachreferentin bei Bosch. Für den Parkhausbetreiber biete das AVP eine neue Dimension, denn er kann die Stellflächen effizienter nutzen und etwa 20 Prozent mehr Fahrzeuge unterbringen, so die Sprecherin. Gleichzeitig können Betreiber durch AVP weitere Services anbieten, wie Laderoboter, die zu einer Umsatzsteigerung führen könnten. AVP ist nicht die einzige Parken-Anwendung im Bosch-Universum. Der Konzern hat auch den Home-Zone-Parking-Pilot entwickelt, ein lernendes System, das sich den Parkvorgang zum gewünschten Platz merkt, sobald die Route einmal gefahren wurde. Wie auch beim AVP bremst das Auto von selbst, sobald sich Hindernisse im Weg befinden.

Ein sehr ausgeklügeltes System für AVP entdecke ich bei IBM. Generell gebe es drei Konzepte von AVP erklärt mir Thorsten Schröer, Director Industrial Sector bei IBM. Bei AVP 1 ist die Infrastruktur intern, wie beispielsweise bei Tesla, wo die Sensorik und die Künstliche Intelligenz (KI bzw. AI=Artificial Intelligence) im Fahrzeug verbaut ist. Bei AVP 2 gibt es eine externe Infrastruktur, das heißt, dass das Fahrzeug mit der Infrastruktur wie Kameras, kommuniziert. Hier liege ein Vorteil von AVP 2 sagt Schröer: „Bei AVP 2, kann man dank der Kommunikation mit den Kameras um die Ecke gucken.“ Ein Aspekt, der auch bei Rampen in den Parkhäusern von Vorteil sei. Das Parkhaus ist folglich auch einer der häufigsten Anwendungsfälle für AVP 2, da eine dedizierte Umgebung für das System notwendig ist. AVP 3 zeichnet sich durch die Kommunikation der Autos untereinander aus. Die großen Herausforderungen seien das Handling und der Schaden der Autos, die ungefähr zwischen 20 und 35 Kilometern pro Stunde fahren. Die IBM-Lösung ist AI-basiert, wobei IBM dabei für die Cloud-Plattform sorgt. Hier arbeitet IBM auch mit Scheidt & Bachmann zusammen.

E-Laden und Expansionspläne

Ein anderes großes Thema der Messe ist das Laden. Dessen Bedeutung hebt VDA-Präsidentin Hildegard Müller hervor: „Sichereres Laden von Ökostrom ist das A und O.“ Einer der größten Kritikpunkte ist das nach wie vor lückenhafte Netz an Ladestationen in Deutschland. Dazu Angela Merkel: „Der Ausbau der Ladeinfrastruktur ist eine Aufgabe der Wirtschaft und des Staates.“ Daher beteilige sich der Bund mit sieben Milliarden Euro bis 2025 daran.

Nichtsdestotrotz sind auch kreative Lösungen gefragt. Zwei finde ich am Stand des Fraunhofer Instituts. Beide Konzepte basieren auf Solarenergie. So gibt es die Überlegung, die Solarzellen in Lärmschutzwände einzubetten. Das hätte nicht nur einen optischen Effekt, sondern würde auch die Schallschutzfähigkeiten verbessern, erklärt ein Sprecher. Die andere Möglichkeit, die das Institut aufzeigt, ist die Überdachung von Verkehrswegen mit Solarzellen. Das soll bald auch praktisch erprobt werden: Auf der A81 bei Engen soll im kommenden Jahr ein 20 Meter langes Stück der Autobahn überdacht werden. Für das Fraunhofer Institut ist die Autobahn die „Königsklasse“.

Was mir generell auffällt: Trotz Corona sind viele Unternehmen auf Wachstumskurs. Wie Peter Park, die nach der Expansion nach Österreich als nächstes Dänemark und die Schweiz ins Auge gefasst haben. Das Münchener Start-up hat die Zeichen der Zeit erkannt und macht E-Laden zu einem seiner wichtigsten Themen. Dafür sei man mit Ladesäulenherstellern im Austausch. Die aktuelle Lösung von Peter Park sei bislang nur auf privat-rechtlichen Flächen möglich. „Der Nutzer will das Parken und Laden in einer Schnittstelle“, sagt Martin Aleo, Business Development & Operations Manager. Daher sei man im Austausch mit Parkhausbetreibern. Das Kernprodukt von Peter Park soll in Zukunft die durchschnittliche Parkdauer des Autos ermitteln können und dadurch dem Parkhausbetreiber Feedback geben können, welche Art Ladestation für ihn am besten ist.
Verschiedene Arten von Ladesäulen entdecke ich bei Keba: Das Unternehmen unterscheidet drei Ladearten: Zuhause laden, auch mit RFID-Freigabe, das Laden von Flotten, wobei eine Wallbox 15 andere steuert, und das Laden an spezifischen Orten, wie zum Beispiel vor einem Hotel oder Supermarkt. Für Keba, die bereits seit zwölf Jahren am Markt sind, ist es die dritte Generation von Wallboxen. Diese haben eine Besonderheit: Sie seien klimaneutral und unterscheiden sich von den normalen Wallboxen in den Gehäusen und den Kabeln. Laut Keba sei man der erste Anbieter, der ein solches Produkt im Portfolio hat. Zudem sei man das erste Unternehmen gewesen, das eine eichrechtskonforme Serienproduktion von Ladesäulen starten konnte, erzählt mir Stefan Lanzinger, Marketing Manager von Keba. Wie bei Peter Park stehen auch bei Keba die Zeichen auf Expansion. Nachdem das Unternehmen bereits in die DACH-Region, Italien, Frankreich, Skandinavien und Israel liefert, soll in Zukunft die Präsenz im Vereinigten Königreich ausgebaut werden. „Der UK-Markt ist schwierig“, erklärt Lanzinger. Grund dafür sei der Brexit. Daher müsse man in Großbritannien einen eigenen Standort haben und die Geschäfte von dort abwickeln.

Bei einer Firma wie Keba stand das Laden von E-Autos im Vordergrund. 


Das Thema Laden ist auch für reev wichtig. Das Münchener Unternehmen hat gerade in Nürnberg das „Parkhaus der Zukunft“ fertiggestellt, bei dem 128 Ladestationen mit Photovoltaikstrom gespeist werden. „Das ,Parkhaus der Zukunft‘ soll Standard werden“, sagt Ludwig Wimmer, der Account Manager Wohnungswirtschaft bei reev. Erklärtes Ziel von reev ist die Vereinigung von nachhaltiger Elektromobilität und erneuerbarer Energieversorgung. „Dem Betreiber muss klar sein, was Ladeinfrastruktur bewirken kann“, betont Wimmer. Richtig umgesetzt, könne er damit langfristig zur Mobilitätswende und zum Klimaschutz beitragen. Generell sei das „Parkhaus ein schöner Ort für unsere Technologie“.
Mit Ladeinfrastruktur befasst sich auch BMW. Schon seit 2012 sind die Bayrischen Motoren Werke in diesem Bereich aktiv, angefangen mit ihrem damaligen Projekt charge-NOW, das mittlerweile Teil des Mobilitäts-Joint-Ventures zwischen der BMW Group und der Daimler AG ist. Der Münchener Autohersteller bietet mit der BMW Charging Card einen Zugang zum gesamten Ladenetzwerk von BMW an. Zurzeit sind das an die 257.000 Ladesäulen in Deutschland, Frankreich, Österreich und Italien. Nächstes Ziel sei Kroatien, erklärt ein Sprecher. Die Karte wurde mit dem BMW iX3 eingeführt, mit ihr soll man auch auf die Angebote von anderen Anbieter zugreifen können. BMW will damit erreichen, dass man „mit einer Karte auskommt“.

Ein Unternehmen mit klarer Ausrichtung auf den deutschen und europäischen Markt ist IONIX. Das Besondere: IONIX bietet sowohl eichrechtskonforme als auch nicht-eichrechtskonforme Ladesäulen an. Generell produziere man „Mittelschnellladesäulen“ bis 50 kW/h, sagt ein Sprecher. Nächstes Jahr bringt man zudem Ladesäulen bis 25 kW/h auf den Markt.

Auf einen Dreiklang bei den Produkten setzt Mahle. Das Stuttgarter Unternehmen  konzentriert sich auf batterieelektrische Mobilität, die Brennstoffzelle und nicht-fossile Brennstoffe. Mit letzterem mache man den größten Umsatz, wohingegen die batterieelektrische Mobilität das stärkste Wachstum habe, sagt Ruben Danisch, Head of Press Department. Generell sei bei Mahle 60 Prozent des globalen Umsatzes unabhängig vom Verbrennungsmotor. Die größte Herausforderung sieht Danisch bei der Ladeinfrastruktur. Hier müsse sich die Fahrzeugtechnik entwickeln. Auch Mahle ist mittlerweile im Bereich der Ladeinfrastruktur aktiv: Der nächste Schritt sei laut Danisch die Entwicklung von Schnellladestationen zusammen mit chargeBIG. Dass das Laden in den nächsten Jahren essenziell wird und wir daher eine gute Infrastruktur benötigen, zeigt ein Vergleich zur letzten IAA 2019: „Dieses Jahr hatten wir 370.000 Zulassungen von E-Autos und Plug-In-Hybriden. Das sind mehr als sechsmal so viel wie zum Zeitpunkt der letzten IAA 2019“, sagt Angela Merkel.

Fotos (3): Fabian Küpper

Parkhäuser vielfältig nutzen

APCOA Parking Deutschland hat eine Kooperation mit UPS begonnen. Seit Mai 2021 nutzt der Paketdienst APCOA-Parkhäuser, um dort Lieferungen von großen Lkw-Containern auf Lastenfahrräder zu umzuladen und sie damit zu den Kunden zu bringen. Derzeit arbeiten beide Unternehmen an Standorten in Hamburg und Köln zusammen. In Hamburg gibt es die Warenumschlagplätze am Gänsemarkt und den Bucerius Passagen, in Köln am Klapperhof und in der Lothringer Straße.

Mit der Kooperation wollen beide Unternehmen dazu beitragen, CO2-Emissionen, Verkehrslärm und Staus zu reduzieren und so die urbane Logistik nachhaltiger zu gestalten. Gleichzeitig kann APCOA durch die Zusammenarbeit vorhandene Überkapazitäten in seinen
Parkhäusern besser nutzen. Und für UPS ist es möglich, mithilfe von Lastenfahrrädern Lieferungen effizienter durchzuführen, da diese nicht von Staus aufgehalten werden und so im Stadtverkehr deutlich schneller vorankommen.

“Durch die Kooperation mit UPS erweitern wir unser Urban-Hubs-Netzwerk, mit dem wir die Infrastruktur für nachhaltige urbane Dienstleistungen bieten”, sagt David Müller, Director Urban Hubs bei APCOA Parking Deutschland. “Mit der Verwendung unserer Parkflächen als Umschlagplatz ermöglichen wir eine umweltfreundliche Logistik und können zudem unsere vorhandenen Kapazitäten besser nutzen. So leisten wir einen Beitrag zum Klimaschutz und machen einen weiteren Schritt auf dem Weg zum Parkhaus der Zukunft.”

Kooperation entlastet Straßen und Anwohner

Im Zuge der Zusammenarbeit liefert UPS seine Sendungen per Lkw zu den APCOA-Parkhäusern. Dort werden die Container abgeladen und zu den dafür vorgesehenen Parkplätzen gebracht. Nachdem die Lieferungen auf Lastenfahrräder verladen worden sind, bringen sie die Fahrer zum Kunden.

Die Zusammenarbeit mit UPS ist Teil von APCOAS Urban-Hubs-Netzwerk, mit dem das Unternehmen die physische und digitale Infrastruktur für nachhaltige urbane Services bietet. Im Bereich Logistik gehören dazu neben Umschlagplätzen für Lieferdienste auch Paketschränke, an denen die Kunden Lieferungen selbst abholen können. Weitere in
APCOA-Parkhäusern verfügbare Urban-Hubs-Dienstleistungen sind zum Beispiel Ladepunkte für E-Fahrzeuge und Leihstationen für Sharing-Fahrzeuge.

Schrankenfreies Parken an Kölner Krankenhaus

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Ein neues Mobilitätskonzept des Krankenhauses Porz am Rhein in Köln kommt gut an bei Mitarbeitern, Patienten und Besuchern. Ein wesentliches Element ist dabei das Parksystem von Peter Park und EasyPark, das seit Anfang November läuft und komplett ohne Schranken, Tickets und Bargeld auskommt.

Dabei wird beim Ein- und Ausfahren das Kennzeichen des Fahrzeugs gescannt, um Anfang und Ende der Parkzeit zu ermitteln. Die Autofahrer können dann über die EasyPark-App ihren Parkvorgang beginnen, abschließen und jederzeit verlängern. Das funktioniert genauso, wie es App-Nutzer on-street in Köln und rund 400 weiteren Städten in Deutschland kennen.

Nach den ersten zwei Betriebswochen zieht EasyPark ein positives Zwischenfazit: Bereits jetzt nutze die Mehrheit der Autofahrer das neue App-System statt den Parkautomaten: Rund 65 Prozent der Transaktionen laufen laut Anbieter über die EasyPark App. Der Anteil am Gesamtumsatz liegt bei etwa 60 Prozent.

„Die schrankenlose Zufahrt zur Parkfläche und anschließende Abrechnung der Parkkosten über die App ist eine in Deutschland noch recht neue Lösung, die kein Autofahrer mehr missen möchte, wenn er sie einmal ausprobiert hat. Einfacher geht parken nicht“, sagt Nico Schlegel, Geschäftsführer EasyPark Deutschland. „Für Parkflächenbetreiber ist die Technologie ebenso kostensparend wie effektiv in der Verwaltung. Immer mehr Partner fragen darum eine entsprechende Anbindung ihrer Parkflächen bei uns an.“

Wer kein Smartphone nutzen möchte, kann derweil bar, mit EC- oder Kreditkarte am Automaten bezahlen, in dem er kurz vor der Abfahrt sein Kennzeichen über das Tastenfeld eingibt. Herkömmliche Tickets entfallen, was Kosten reduziere. In den skandinavischen Ländern gehöre schrankenfreies Parken heute bereits zum Standard.

Foto: EasyPark

Passende Parklösungen für Hotels von Scheidt & Bachmann

Die Hotelbranche ist eine der Branchen, die von  der Corona-Krise besonders stark gebeutelt ist. Daher suchen insbesondere sie nach schlanken und einfach zu integrierenden Lösungen. Scheidt & Bachmann Parking Solutions bietet hier eine passende Lösung.

Die Kassenfunktion für das Parken wird als Applikation einfach auf den bereits vorhanden PC an der Rezeption gespielt. Der Zentralrechner kann somit im Backoffice oder im Serverraum stehen. Auf Wunsch steht auch ein Kassenautomat – sowohl in klassischer als auch bargeldloser Ausführung – zur Verfügung. An der Ausfahrt des Parkhauses kann der  der Hotelkunde das Parkticket dann an einer schlanken Säule scannen, woraufhin sich die Schranke öffnet. Die Sprechanlage auf SIP-Basis kann zudem in die bereits vorhandene Telefonanlage zur Kommunikation mit dem Kunden voll integriert werden.

Neben dem monetären Vorteil bleiben Designvorgaben für die Empfangstheke unberührt.

Parken kurios

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Ticketless und Free-Flow-Parken finden immer mehr Fans

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Zu den angesagten digitalen Services zählt auch das E-Laden, wie hier im neuen Parkhaus des Quartiers I/D Cologne in Köln-Mülheim. – Foto: I/D Cologne Parkhaus Köln

Mit der Einführung von ticketlosen Systemen – mit oder ganz ohne Schranke – im Mai 2018 sieht sich Scheidt & Bachmann als Pionier bei dieser Technologie. Über 50 solcher Systeme seien mittlerweile allein in Deutschland in Betrieb gegangen.

Parkkunden ein attraktives Parkerlebnis und komfortable Services anzubieten, sei heute mehr denn je gefragt. Dabei gelte es, alle Vertragspartner möglichst einfach einzubinden. Im Ergebnis soll es digital für den Kunden und möglichst effizient und kundennah für den Betreiber laufen. Scheidt & Bachmann Parking Solutions bietet hierfür Lösungen aus einer Hand. Die Vorteile solcher ticketlosen und Free-Flow-Systeme seien offensichtlich: Neben weniger Hardware, platzarmen und verschleißfreien Komponenten könnten ganze Spuren eingespart werden. Die Unterhaltskosten sinken laut Scheidt & Bachmann signifikant, während der Verkehr schneller zu- und abfließt. Der Schlüssel zum Erfolg sei eine hochwertige Kennzeichenerkennung, so der Anbieter von Parksystemen.

Funktionsweise

Bei der Einfahrt in das Parkobjekt kann der Parkkunde – sofern gewünscht – über einen Einfahrtsbildschirm begrüßt werden, auf dem sich wahlweise auch das erkannte Kennzeichen anzeigen lässt. Für das Zahlen hat der Kunde bei den Scheidt & Bachmann Systemen die Wahl: ganz klassisch am Kassenautomaten über Eingabe des Kennzeichens in bar oder mit Karte, digital über die „Kassenautomat App“ oder über die Bezahl-Webseite via ENTERVO SMART WEB PAY. Bei Objekten mit besonderem Sicherheitsanspruch verifiziert sich der Parkkunde durch Eingabe seines Kennzeichens oder Vorhalten eines Quick-Access-Codes am Türleser beim Eingang. Bei der Ausfahrt erkennt das Kamerasystem den bezahlten Vorgang und öffnet – sofern vorhanden – die Schranke automatisch. Ein Monitor an der Ausfahrt wünscht freundlich „gute Fahrt“ oder macht – bei Free-Flow-Systemen ohne Schranke – auf einen offenen Zahlbetrag aufmerksam. Die Zahlung kann dann per App oder am Automaten nachgeholt werden. Die Vorgänge säumiger Kunden bei Free-Flow können vom Betreiber selbst überprüft werden oder auch gleich über eine Schnittstelle automatisch zu einem Inkassounternehmen weitergegeben werden. Sofern Parkhausbetreiber mit einem Mobilitätsdienstleister kooperieren, können Parkkunden ihre eventuell dort schon bestehende Registrierung nutzen und über das Kennzeichen ticketlos ein- und ausfahren. Hier wird online abgefragt, ob eine Berechtigung für das Objekt besteht. Bei positiver Rückmeldung öffnet sich die Schranke. Aus der Scheidt & Bachmann Gruppe unterstützt bei der Umsetzung solcher Lösungen der digitale Serviceanbieter evopark, der nach Vertragsschluss entweder das komplette Handling übernimmt oder als Inte­grator zur Verfügung steht. Grundlage für alle diese Möglichkeiten sei das weltweit tausendfach erprobte entervo System von Scheidt & Bachmann Parking Solutions. entervo biete eine Reihe von integrierten Schnittstellen nicht nur für Mobilitätsanbieter, sondern beispielsweise auch zur Reservierung von Stellplätzen oder der Integration von E-Ladesäulen.

Erfahrungen und Meinungen aus der Parken-Branche

In Deutschland nutzen bereits viele Parkhausbetreiber die Technologien von Scheidt & Bachmann.

Andreas Mahnert-Lueg, Geschäftsführer der Park One GmbH München: „Als erster im deutschen Parkmarkt, der seinen Kunden ticketloses Parken anbietet, und seit der ersten Stunde mit der Plattform mobility CONNECT als Schnittstelle für alle relevanten Mobilitätsanbieter dabei zu sein, zahlt sich aus. Unsere Kunden erleben den besten Service – Parken ist ein angenehmes Erlebnis: kontaktlos, stressfrei, nachhaltig. Die Digitalisierungsangebote, bei denen die Kennzeichenerkennung die Basis bildet, werden bei uns demnächst flächendeckend angeboten.“

Werner Nuoffer, Geschäftsführer des Parkdienstleisters Parken + Management GmbH Landshut: „Schranken sind Hindernisse und für uns keine Option. Alle unsere Objekte bewirtschaften wir im schrankenlosen Free-Flow-Modus – kontaktfrei, digital und nachhaltig. Sowohl Parkende als auch Betreiber haben dadurch wesentliche Vorteile: Parkkunden sparen Zeit bei Ein-, Ausfahrt und Bezahlung, Parkplatzbetreiber können das System nahtlos in den Einzelhandel integrieren, Dauerparker digital verwalten und ihren Parkraum über anonymisierte Statistiken optimieren.“

Nils Teske, Geschäftsführer PMG Parken in Mainz GmbH: „Vernetzte Multimodalität zu bestehenden Programmen ist das Stichwort, um allen Kundengruppen besonders innovative Lösungen anzubieten. Digitale Services sind sowohl in unseren Parkhäusern als auch über moderne Web-Lösungen im Kontakt zu unseren Kunden Alltag.“

Samuel Spaltner, Geschäftsführer B+B Parkhaus in Düsseldorf: „Die Entwicklung der zunehmenden digitalen Dienste oder Zusatzdienstleistungen vor Ort sehen wir für den spannenden Parkierungs-Markt als eine gute und dynamische Chance, unsere Parkeinrichtungen kontinuierlich weiterzuentwickeln. Es ist wichtig, die beste Entscheidung für die Parkkunden, den jeweiligen Standort und den Betreiber zu treffen. Unsere Parkkunden nehmen digitale Rabattier- und bargeldlose Zahlmöglichkeiten, wie zum Beispiel die ‚Kassenautomat App‘ sowie die Ein- und Ausfahrt ‚seamless‘ mit Kennzeichen oder UHF-Medium, sehr rege an. Sie laden gerne ihre Elektroautos in den Parkeinrichtungen und wünschen sich logistische Hilfestellungen, zum Beispiel durch Packstationen. Als Betreiber wollen wir nicht mehr ohne die Möglichkeiten zur dynamischen Tarifierung und die ‚Real-Time‘-Auswertungen über unsere Datawarehouse-Lösungen arbeiten. Unterschiedliche Tarifmöglichkeiten je nach Qualität und Lage des spezifischen Stellplatzes wünschen wir uns für die Zukunft. Ticketlose Parkierung ist nicht mehr wegzudenken und bietet viele Vorteile für alle Beteiligten eines Parkvorgangs.“

Aral testet Plug&Charge-Technologie

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Aral möchte bis zum Jahresende die Plug&Charge-Funktionalität an ihren ultraschnellen Ladesäulen einführen. Gemeinsam mit führenden Automobilherstellern und ihren E-Mobilitätspartnern alpitronic, has·to·be und Hubject hat Aral an einer Ladestation in Murr bei Stuttgart die Technologie getestet.

Bei Plug&Charge handelt es sich um eine Technologie, bei der Fahrzeug und Ladesäule direkt miteinander kommunizieren. Das ermöglicht eine vollautomatische, direkte und verschlüsselte Kommunikation zwischen Fahrzeug und Ladesäule, und damit auch sichere Ladevorgänge ohne Apps und Ladekarten. Die Technologie bietet ebenfalls auch die Grundlage für künftige Anwendungsfälle, die für die Elektromobilität von entscheidender Bedeutung sind, wie zum Beispiel intelligentes und drahtloses Laden oder die Stabilisierung der Energienetze.

„Wir möchten E-Autofahrenden mit unserem Angebot unter der Marke Aral pulse das schnellste, einfachste und sicherste Ladenetz bieten. Mit der Einführung des neuen Services Plug&Charge bis zum Jahresende an allen unseren Ladesäulen machen wir hier gemeinsam mit unseren Partnern einen großen Schritt in die elektrische Zukunft“, sagt Alexander Junge, Aral Vorstand für E-Mobilität.

„alpitronic ist dank der engen Zusammenarbeit mit unseren Partnern in der Lage, die Um-setzung von Normen und Markttrends aus einer technologischen Sicht besser einzuschätzen und umzusetzen. Plug&Charge ist ein weiterer wichtiger Meilenstein für die Akzeptanz der E-Mobilität aus Sicht des Endkunden und wir sind begeistert, aktiv an diesem Projekt mitzuwirken“, sagt Philipp Senoner, CEO der alpitronic GmbH.

„Plug&Charge erledigt mit dem Anstecken des Ladekabels direkt auch den Bezahlvorgang. Damit wird der Kundenkomfort des Ladevorgangs auf ein neues Level gehoben und es zeigt einen der vielen Vorteile der Elektromobilität“, ist sich Maximilian Huber, Chief Operating Officer der has·to·be gmbh, sicher.

„Als Hubject sind wir davon überzeugt, dass Innovationen der zentrale Treiber sind, um das Kundenerlebnis beim Laden weiter zu verbessern. Deshalb freuen wir uns, den weltweit führenden Energieversorger bp an Bord zu haben, der unser nahtloses, sicheres und offenes Plug&Charge-Ökosystem unterstützt, um eine nachhaltige Mobilitätszukunft zu ermöglichen“, erklärt Christian Hahn, CEO von Hubject.

Modernisierung des Rocket Tower Parksystems

Der Rocket Tower, bekannt als das ehemalige GSW-Hochhaus und heutiger Startup-Campus, in Berlin-Kreuzberg zählt zu den markantesten Bauten der Hauptstadt. Im Untergrund des 81,5 Meter hohen Gebäudes ist in den vergangenen Monaten das automatische Parksystem umfassend modernisiert worden. Ab sofort stehen damit rund 200 Parkplätze zur Verfügung, die zuvor von den Mietern nicht genutzt werden konnten. Die Instandsetzung und Teilerneuerung erfolgte durch Lödige Industries, einem der weltweit führenden Anbieter von automatischen Parksystemen.

Mit Fertigstellung der Maßnahmen können über vier Zugänge wieder rund 200 Fahrzeuge automatisch ihren Stellplatz auf insgesamt sechs unterirdischen Ebenen des Rocket Towers erreichen. Dafür stellen Nutzer ihr Auto einfach in einer der Parkkabinen ab, von wo er automatisch auf einer Palette nach unten befördert und an eine freie Stelle transportiert wird. Damit dies reibungslos und schnell funktioniert, wurde die Anlage aus dem Jahr 1996 komplett modernisiert. Neben neuer Benutzerkennung mit Chipzugang und modernen Rolltoren wurde vor allem die Steuerungs- und Elektrotechnik der gesamten Anlage auf den aktuellen Stand der Technik gebracht.

„Fristgerecht verfügt der Rocket Tower nun über ein umfassend modernisiertes automatisches Parksystem. Neben dem Design und der Konstruktion neuer Anlagen betreuen wir eine ganze Reihe von Modernisierungsprojekten, bei denen es den alten Bestand mit neuester Technik zu verbinden gilt. Daraus entstehen wie hier in Berlin kosteneffiziente Lösungen, um der angespannten Parksituation im urbanen Raum entgegenzuwirken und sowohl Wert als auch Nutzerkomfort zu steigern“, sagt Daniel Osburg, Service Contracts bei Lödige Industries.

Über einen rund um die Uhr besetzten externen Support werden die Servicekomponenten permanent überwacht. Dadurch lassen sich etwaige Funktionsstörungen direkt beheben, bevor es zu Beeinträchtigungen für die Nutzer kommt. Für einen noch besseren Vor-Ort-Service hat Lödige Industries zudem mit der Integration der B&B Aufzugbau GmbH & Co KG in Reinickendorf sein Serviceangebot in der Hauptstadt seit 2019 weiter ausgebaut. Das Rocket Tower Projekt zeigt beispielhaft, dass viele der Systeme, die gerade auch in den 90er Jahren in Berlin entstanden sind, mit passenden Modernisierungsmaßnahmen erhalten und für einen langfristigen Einsatz nutzbar gemacht werden können.

Foto: Lödige Industries

Aus wallbe wird Compleo Connect

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Seit Mitte September 2021 firmiert die ehemalige, 2008 gegründete wallbe GmbH mit Sitz in Paderborn unter dem Namen Compleo Connect GmbH. Seit dem 1. Mai 2021 ist wallbe offiziell ein Tochterunternehmen der Compleo Charging Solutions AG, einem der führenden Anbieter von Ladelösungen für Elektrofahrzeuge.

wallbe ist ein deutscher Anbieter für Ladelösungen und ergänzt damit die Produkte und Dienstleistungen der Compleo Gruppe. Das Paderborner Unternehmen  fertigt seine Ladestationen im ostwestfälischen Schlangen und damit nur unweit entfernt von Compleo mit Sitz in Dortmund.

Die cloudbasierten Services sowie Bezahl- und Abrechnungstools bleiben unter dem neuen Branding Compleo Connect Teil des Produktportfolios. Auf der Agenda steht außerdem die die gemeinsame Entwicklung von Technologien. Die Spezialisten von Compleo ergänzen dies mit ihrer Plattform für Ladestationen, Embedded-Software sowohl für das AC (Wechselstrom)- als auch DC (Gleichstrom)-Laden sowie mit dem Wissen im Bereich der eichrechtskonformen Ladesäulentechnik.

Die Ladeinfrastruktur ist ein entscheidender Faktor in der Verkehrswende und der Markt wächst deutschland- und europaweit rasant an. Der Zusammenschluss verschaffe der Compleo Gruppe zusätzliche Flexibilität, um Chancen auf diesen Märkten zu nutzen. Die Ambitionen dabei seien hoch, wie Dominik Freund, Geschäftsführer von Compleo Connect, erklärt: „Wir planen, unser Produktportfolio in Zukunft zu erweitern, um die Elektromobilität in Europa als Compleo Gruppe voranzutreiben. Gemeinsam bauen wir ein komplettes Ökosystem rund um Ladelösungen auf. So können wir den unterschiedlichsten Zielgruppen passende, stets eichrechtskonforme Ladelösungen anbieten – egal, ob gewerbliches, öffentliches oder privates Laden.“ Geschäftsführer Peter Gabriel ergänzt: „Mit unseren Produkten werden wir die Verkehrswende entscheidend vorantreiben und genau das ist unser Ziel.“

Ausstellung „Die Kunst des Parkens“ in Ingolstadt

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Die jüngste Sonderausstellung des Audi museum mobile am Ingolstädter Audi-Forum beschäftigt sich mit dem Thema Parken. „Wir wollen zeigen, wie sich das Parken entwickelt hat, welche Möglichkeiten es gibt, und wo es hingehen könnte“, sagt ein Sprecher des Forums auf die Frage, warum man sich für dieses Ausstellungsthema entschieden habe. Unter dem Titel „Die Kunst des Parkens“ wird hier bis mindestens Jahresende alles rund um das Abstellen des eigenen Fahrzeugs gezeigt.

Dabei werden auch die Anfänge des Parkens beleuchtet, beispielsweise die Behelfsgaragen. Diese seien damals vor allem in den Hinterhöfen von Städten zu finden gewesen, und schützten kleinere Fahrzeuge vor Wind und Wetter, wie der Sprecher erklärte.
Ein anderer wichtiger Aspekt der Ausstellung sind die vielen kleinen Helferlein, die vor Macken, Schrammen und Dellen im so geliebten Blech schützen sollten. In den 1950er-Jahren etwa halfen sich die Menschen mit Peilstäben, die an der Front des Wagens montiert werden konnten. Oder man hing einfach einen Tennisball mit einer Schnur an der Decke auf. Wenn man den mit der Scheibe berührte, stand man sicher weit genug vorne. Auch solche Kuriositäten sind zu sehen.
Parken geht heute einfacher. Abstandswarner und Einparkhilfen sind längst Standard. Die Zukunft könnte so aussehen, dass man sein Fahrzeug an der Einfahrt abgibt. Es kommuniziert mit dem Parkhaus und findet selbst einen Platz. „In Zukunft soll der Mensch beim Parken entlastet werden“, so der Sprecher. Vieles werde automatisch geschehen. „Heute ist Parken bereits keine tote Zeit mehr. Denn im Zeitalter der Elektromobilität steht ein Auto nicht mehr einfach da, es wird geladen.“
„Die Kunst des Parkens“ ist noch bis Sonntag, 31.12.2021, im Audi museum mobile in Ingolstadt zu sehen.

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag 9–17 Uhr
Samstag/Sonntag und Feiertage 10–16 Uhr

Weitere Informationen:
https://www.audi.de/de/foren/de/audi-forum-ingolstadt/audi-museum-mobile/ausstellungen.html