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Hectronic-Parkautomaten für Berlin

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Hectronic Citea Parkautomat

Hectronic hat Ende März 2023 damit begonnen, Parkautomaten im Berliner Bezirk Tempelhof-Schöneberg zu installieren. Im Zuge dieses Projekts sollen mehrere hundert Parkautomaten des Herstellers in der Hauptstadt aufgebaut werden. Die Parkraumbewirtschaftung und Instandhaltung übernimmt vor Ort die dortige Hectronic Vertriebs- und Servicegesellschaft.

Zum Einsatz kommt der Citea Parkautomat, teilt das Unternehmen aus dem Schwarzwald mit. Das Modell sei in vielen Metropolen Europas im Einsatz. Mit schwachlichtoptimierter Solarhaube und LCD-Display habe sich der Bezirk Tempelhof-Schöneberg für eine hochwertige und robuste Lösung entschieden, die den Anforderungen von Großstädten gerecht werde, so Hectronic. Bezahlt werden kann klassisch per Münzen oder mittels Parkzonen-Nummer per Handy.

Im Berliner Bezirk Tempelhof-Schöneberg kommen Citea Parkautomaten von Hectronic zum Einsatz.  © Hectronic

Mobilithek: Neue Plattform für vernetzte Mobilität

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© BMDV

Das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) bietet einen neuen zentralen Zugang zu Mobilitätsdaten an: Die Mobilithek löst den bisherigen „Mobilitäts Daten Marktplatz“ (MDM) ab.

Die Mobilithek ist eine Plattform zum Austausch digitaler Informationen von Mobilitätsanbietern, Infrastrukturbetreibern, Verkehrsbehörden sowie Informationsanbietern – und adressiert damit auch Parkraumbewirtschafter. Daten, die über die Mobilithek bereitgestellt werden, seien vor allem solche von besonderer verkehrspolitischer Bedeutung – etwa aus dem Bereich des öffentlichen Verkehrs oder mit Relevanz für die Straßenverkehrssicherheit.

Daneben biete die Mobilithek die Möglichkeit für den Datenaustausch mit individuellen Nutzungsrechten und eröffne so insbesondere Start-ups einen einfachen Weg, um neue Geschäftsmodelle zu erproben und in überschaubarem Rahmen Datenhandel zu betreiben. Aufgesetzt wird die Mobilithek als cloudbasierte Plattform mit überwiegend offenen Daten (Open Data), einem Webportal und einer hochperformanten Unterstützung beim Austausch von Echtzeitdaten. Zur Entwicklung von datenbasierten Apps wird sie eng mit dem derzeit ebenfalls entstehenden Mobility Data Space kooperieren und mit diesem Daten austauschen.

Seit Mitte 2022 gehen der MDM und das Open-Data-Portal mCLOUD schrittweise in der Mobilithek auf und sollen spätestens Ende 2023 den Betrieb einstellen. Bis dahin baut die Mobilithek auf den beiden Plattformen auf.

Kritik aus der Internetwirtschaft

„Für eine nachhaltige Mobilitätswende braucht es ein Mobilitäts-Ökosystem, das den souveränen und sicheren Austausch von Daten unter allen beteiligten Akteuren ermöglicht“, sagte Oliver Süme, Vorstandsvorsitzender vom eco – Verband der Internetwirtschaft e.V. anlässlich des Mobilitätsgipfels der Bundesregierung. Allein durch die Optimierung von Verkehrsflüssen im städtischen Pkw-Verkehr ließen sich mittels vernetzter Mobilität bis 2030 an die Hälfte der CO2-Emissionen einsparen. Dies ist das Ergebnis einer Studie von Arthur D. Little im Auftrag des eco. „Leider sehen wir in der Umsetzung jedoch noch zu wenig Fortschritte. Ohne aussagekräftige Daten und deren Verfügbarkeit ist die Vernetzung und innovativer Fortschritt im Mobilitätssektor schier unmöglich“, so Süme.

Die Mobilithek und der Mobility Data Space seien hierbei ein wichtiger Schritt. Um die Anzahl an Datenbeständen und den Austausch zu fördern, brauche es jedoch endlich klare und verhältnismäßige Regeln für den Austausch von Daten sowie Anreize für Standardisierung und den Aufbau von Datentreuhändern, zudem müsse die Verfügbarkeit von Daten der öffentlichen Hand erhöht werden. Nach wie vor führten aber zahlreiche offene Fragen im Zusammenhang mit der Nutzung von Daten im wirtschaftlichen Kontext zu einem Innovationsstau.

Geringe Nutzerakzeptanz

Ein Problem stellt auch die geringe Nutzerakzeptanz digitaler Mobilitätsdienste dar. 87,5 Prozent der Deutschen nutzen derzeit keinerlei smarte Shared-Mobility-Dienstleistungen, wie eine repräsentative Umfrage des eco-Verbands in Kooperation mit dem Markt- und Meinungsforschungsinstitut Civey ergab. Beteiligt hatten sich 2.500 Erwachsene aus Deutschland Anfang September 2022. Laut Umfrage lehnen es über 60 Prozent der Befragten ab, ihre Mobilitätsdaten mit Anbietern zu teilen, selbst wenn sich daraus persönliche Vorteile oder Vorteile für die Allgemeinheit ergeben. Lediglich 9,4 Prozent würden ihre Mobilitätsdaten preisgeben, wenn damit ein Nutzen für den Klimaschutz einhergeht. 8,6 Prozent der Befragten stehen einer Datenfreigabe positiv gegenüber, wenn sie dadurch Kosten sparen.

© BMDV

ABT e-Line und WiTricity machen kabelloses Laden marktreif

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Laden ohne Kabel: WiTricity will das mit ABT e-line in Europa ermöglichen. © ABT e-Line

ABT e-Line plant die kommerzielle Einführung von induktivem Laden in Europa mit dem Volkswagen ID.4 im Jahr 2024. Dazu kooperiert das Unternehmen mit WiTricity.

Zubehörspezialist ABT e-Line kooperiert mit WiTricity, einem Anbieter für kabelloses Laden von Elektrofahrzeugen. Ziel der Partnerschaft sei es, induktives Laden auf den europäischen Markt zu bringen. ABT e-Line arbeitet seit vielen Jahren schon mit dem Volkswagen Konzern zusammen und will zunächst den VW ID.4 für kabelloses Laden mit WiTricity aufrüsten. Anfang 2024 soll das sogenannte „Wireless Charging“ erstmals möglich sein. Nach dem VW ID.4 sollen weitere Fahrzeuge aus dem Konzern wie der Volkswagen ID. Buzz, Audi e-Tron GT und Porsche Taycan folgen.

„Laden so einfach wie das Parken“

„Die starke Erfolgsbilanz der ABT e-Line bei der Anpassung von Fahrzeugen an die strengen Anforderungen anspruchsvoller Kunden passt perfekt zur führenden Ladetechnologie von WiTricity“, sagt Eric Plekkepoel, CEO von ABT e-Line.

„Unsere bewährten, automobilgerechten Ladelösungen werden dazu beitragen, viele der Herausforderungen bei der Elektrifizierung zu bewältigen, indem sie das Laden so einfach wie das Parken machen“, sagt Alex Gruzen, CEO von WiTricity.

Die Magnetresonanztechnologie von WiTricity ermögliche es Autofahrerinnen und Autofahrern, ihr Elektroauto durch Parken über einer Ladestation mit der gleichen Geschwindigkeit und Effizienz wie mit einem konventionellen Stecker mit Energie zu versorgen. Der globale Automobilstandard für das kabellose Laden von E-Fahrzeugen wurde von der Society of Automotive Engineers im Jahr 2020 ratifiziert. Er basiere zum großen Teil auf den Entwicklungen von WiTricity und stelle sicher.

Großes Konsumenteninteresse

Die Verbraucher äußerten schon länger den starken Wunsch nach kabellosem Laden von Elektrofahrzeugen, so ABT. Das Unternehmen verweist auf mehrere Studien, in denen bis zu 96 Prozent der Elektrofahrzeugnutzer ihr Interesse an der Technologie bekundet hätten. Laut dieser Marktforschung ist Wireless Charging für die Befragten bedeutender als andere Technologien wie assistiertes Parken oder autonomes Fahren.

Laden ohne Kabel: WiTricity will das mit ABT e-line in Europa ermöglichen. © ABT e-Line

Smart Parken macht Tickets in Bochum überflüssig

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Zum Start von „Smart Parken“ wirbt die Bochum Wirtschaftsentwicklung mit einer neuen Plakatkampagne für das Produkt. ©Bochum Wirtschaftsentwicklung

Seit dem 1. März 2023 parkt Bochum smart. Die Bochum Wirtschaftsentwicklung (BoWE) hat in ihren Parkhäusern den digitalen Service „Smart Parken“ eingeführt. Damit wird das Kennzeichen zum Parkticket. Das Bezahlen am Kassenautomaten entfällt. Voraussetzung dafür ist eine Registrierung im neuen Webshop.

Kundinnen und Kunden können sich seit dem 1. März online mit Adresse, Auto-Kennzeichen und ihrem bevorzugten Zahlungsmittel unter www.parken-in-bochum.de/shop im Smart-Parken-Webshop registrieren. Danach erfolgt das Parken via Kennzeichenerkennung in den Parkhäusern der BoWE. Bei der Einfahrt erkennt die Kamera das registrierte Kennzeichen, damit beginnt der Parkvorgang und endet automatisch wieder mit der Ausfahrt. Gezahlt wird erst am Ende eines Monats per Sammelrechnung. Im Webshop ist dazu eine detaillierte Übersicht aller Parkvorgänge einsehbar. Smart Parken ist in allen Innenstadt-Parkhäusern der Bochum Wirtschaftsentwicklung verfügbar.

Zehn Prozent Rabatt

Ralf Meyer, Geschäftsführer der Bochum Wirtschaftsentwicklung sagt: „Mit Smart Parken setzen wir die Digitalisierung unserer Parkhäuser konsequent fort und leisten einen wichtigen Beitrag für ein modernes, smartes Bochum.“ Zugleich werde das Parken in Bochum nicht nur einfacher und bequemer, sondern auch günstiger, so Meyer weiter. Wer sich für Smart Parken registriert, erhält jederzeit zehn Prozent Rabatt auf das Parkentgelt. „Es entstehen keine weiteren Kosten und es wird auch keine Grundgebühr fällig“, betont der BoWE-Geschäftsführer. Der Vertrag kann jederzeit mit einer Frist von zwei Wochen gekündigt werden. Eine Mindestvertragslaufzeit gibt es nicht.

Eine zusätzliche Option ist das „Vorteilsparken“. Als Dankeschön für den Einkauf können Geschäfte und Dienstleister Kundinnen und Kunden wie bislang in Bochum Parkzeit gutschreiben. Zum Start von Smart Parken wurden teilnehmende Unternehmen hierfür von der BoWE mit neuen Geräten ausgestattet.

Zum Start von „Smart Parken“ wirbt die Bochum Wirtschaftsentwicklung mit einer  Plakatkampagne für das Produkt.  ©Bochum Wirtschaftsentwicklung

Contipark übernimmt Tiefgarage „Zähringer Tor“ in Freiburg im Breisgau

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Die Zufahrt zur Tiefgarage „Zähringer Tor“ ist an der Bernhardstraße 2. © OpenStreetMap

Der Berliner Parkraumbetreiber Contipark hat im Februar 2023 die zentral gelegene Tiefgarage „Zähringer Tor” am nördlichen Rande der Freiburger Innenstadt übernommen. Mit dem Eigentümer der Garage wurde ein langfristiger Pachtvertrag geschlossen. Damit bewirtschaftet das Unternehmen nun insgesamt fünf Parkeinrichtungen in der Schwarzwaldhauptstadt.

Das Ende der 1970er-Jahre errichtete Gebäude befindet sich an der Ecke Habsburgerstraße/Bernhardstraße unweit des Siegesdenkmals. Der Mixed-Use-Gebäudekomplex beinhaltet neben der Tiefgarage auch Büro- und Einzelhandelsflächen sowie Wohnungen. Die Parkeinrichtung selbst wurde von 2014 bis 2016 saniert und bietet auf zwei Tiefgaragenebenen im zweiten und dritten Untergeschoss insgesamt 212 Stellplätze, darunter auch Stellplätze für mobilitätseingeschränkte Personen und Frauen.

24/7 geöffnet

Um den Einwohnern und den Gästen der Stadt rund um die Uhr bequemes und zentrales Parken zu bieten, hat Contipark die bisher begrenzten Öffnungszeiten der Tiefgarage aufgehoben. Ab sofort ist Parken dort 24 Stunden täglich und sieben Tage die Woche möglich. Parkkunden haben nun außerdem die Möglichkeit, ihr Parkentgelt auf verschiedenen Wegen bargeldlos zu bezahlen, unter anderem per EC-Karte sowie Apple beziehungsweise Google Pay. Eine automatische Kennzeichenerfassung sorgt für reibungsfreie Verkehrsflüsse an Ein- und Ausfahrt.

Die Tiefgarage „Zähringer Tor“ mit ihrer Innenstadtlage nahe der Fußgängerzone sei ein idealer Ausgangspunkt sowohl für Touristen als auch für die Einwohner der Stadt, so Contipark. Neben der nun übernommenen Tiefgarage betreibt Contipark noch vier weitere Objekte in Freiburg: die Parkhäuser „Am Martinstor“ und „Zentrum Oberwiehre“ sowie im Auftrag der DB BahnPark GmbH die Tiefgarage „Am Bahnhof P4“ und den Parkplatz „Hauptbahnhof Wentzingerstraße P2“.

Die Zufahrt zur Tiefgarage „Zähringer Tor“ ist an der Bernhardstraße 2.  © OpenStreetMap

Vom Parkhaus zum Batteriespeicher

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Intelligentes Lademanagement ist eine komplexe Aufgabe. © Stadtwerke Schwäbisch-Hall

Energiemanagementanbieter enisyst und die Hochschule für Technik Stuttgart erforschen gemeinsam in Schwäbisch Hall, wie ein Parkhaus zu einem großen, virtuellen Batteriespeicher werden kann, der sich netzdienlich steuern lässt.

Als Mitbetreiber des aus den 1980er Jahren stammenden Parkhauses Langer Graben standen die Stadtwerke Schwäbisch Hall bei der Sanierung vor der Herausforderung, zeitgemäße E-Ladeinfrastruktur zu installieren. Anstelle einer aufwändigen und teuren Stromnetzverstärkung außerhalb und innerhalb der Immobilie entschied sich der Energieversorger für ein intelligentes Lade- und Lastmanagement seines Beteiligungsunternehmens enisyst GmbH. Als wissenschaftlicher Partner für die Entwicklung einer Lösung für die Überwachung und Optimierung des Lade- und Lastmanagements ist die Hochschule für Technik Stuttgart über das Forschungsprojekt „Smart_E_Park“ involviert. Ziel ist es, aus dem Parkhaus einen netzdienlichen Energiespeicher zu machen. Dazu schauen sich die Projektpartner das Ladesystem, die Steuerung der Ladevorgänge, Lastkurven und Lastprognosen sowie weitere Aspekte an.

Das Fazit: Intelligentes Lademanagement in Parkhäusern zu implementieren und netzdienlich zu steuern, ist eine komplexe Aufgabe. Ihre Realisierung erfordert viel Technik und Know-how. Um ein E-Parkhaus vorausschauend steuern und als großen Batteriespeicher nutzen zu können, müssen viele Informationen und Daten verarbeitet und ausgewertet werden. An dieser Basisarbeit führt kein Weg vorbei, und es ist noch ein gutes Stück des Weges zu gehen. Es ist deshalb zu begrüßen, dass ein kommunaler Versorger wie die Stadtwerke Schwäbisch Hall hier Pionierarbeit leistet und den Weg in eine neue Welt der Mobilität maßgeblich ebnet.

 

Intelligentes Lademanagement ist eine komplexe Aufgabe. © Stadtwerke Schwäbisch-Hall

PayByPhone ernennt Anthony Cashel zum Chief Client Officer

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Anthony Cashel © PayByPhone

PayByPhone, weltweiter Anbieter von mobilen Bezahllösungen für Parken und hundertprozentige Tochtergesellschaft der Volkswagen Financial Services AG, ernannte Anthony Cashel zum Chief Client Officer. Er trat dem Management Board am 1. Februar 2023 bei.

Anthony Cashel fungierte seit September 2022 bereits als Interim Chief Client Officer. In seiner neuen globalen Funktion übernimmt Cashel, der 2017 in das Unternehmen eintrat, die führende Rolle in der Strategieentwicklung bei PayByPhone. In seiner vorherigen Position war er als Managing Director für das britische Geschäft zuständig.

Jonny Combe, President und CEO von PayByPhone, sagt: „Anthony Cashels strategische Denkweise in Verbindung mit seiner kreativen Problemlösungskompetenz machen ihn zu einer echten Bereicherung für unser Management Board. Seine Kompetenz spricht für sich und ich habe keinerlei Zweifel daran, dass er unsere Teams weiterhin erfolgreich in verschiedenen Märkten leiten wird, um wirtschaftliche Erfolge zu erzielen.“

Anthony Cashel   © PayByPhone

Wann dürfen Schrotträder entfernt werden?

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Fahrradparkplatz: Auf Abstellanlagen behindern bisweilen Schrotträder oder zurückgelassene Räder den Zugang und die reguläre Benutzung. © www.pd-f.de / David Koßmann

Sichere und gute Fahrradabstellanlagen sind eine wichtige Voraussetzung für die Verkehrswende. Die bestehenden Anlagen sind aber leider oft mit „entsorgten“ Fahrrädern blockiert. Wie geht man dagegen vor und dürfen die Räder einfach entfernt werden? Der pressedienst-fahrrad erklärt, was erlaubt ist.

Ein nicht mehr genutztes Fahrrad zu entfernen, sollte eigentlich kein großes Problem darstellen – so der erste Gedanke. Bei näherem Hinsehen zeigt sich jedoch: Das Thema ist äußerst komplex. Weil es sich beim Fahrrad offiziell um ein Abstellen und nicht um ein Parken handelt, gibt es dafür nämlich keinen einheitlichen rechtlichen Rahmen. § 12 der Straßenverkehrsordnung, der das Halten und Parken von Kraftfahrzeugen regelt, greift hier nicht. Deshalb ist ein schnelles, unbürokratisches Entfernen auch nicht möglich. Private Grundstückseigentümer wie die Deutsche Bahn oder Besitzer großer Mietanlagen haben aber gewisse Möglichkeiten und dabei deutlich größere Spielräume als Kommunen.

Private Parkanlagenbetreiber können eine Nutzungsordnung anbringen, die zum Beispiel eine Höchstabstelldauer beinhaltet oder auch auf das Entfernen von fahruntauglichen Rädern hinweist. So entsteht eine rechtliche Grundlage. Im öffentlichen Raum besteht hingegen kaum Handlungsspielraum, weil hier unterschiedliche Regelungen greifen, die die Kommunen in der Handhabe einschränken. Fahrräder dürfen beispielsweise lediglich entfernt werden, wenn sie Baumaßnahmen oder Rettungswege blockieren. Die Infostelle Fahrradparken am Bahnhof der Deutschen Bahn und die Hochschule Mainz haben deshalb in einem Forschungsprojekt Punkte für einen Leitfaden erarbeitet, der einheitliches Handeln ermöglichen soll.

Ist es wirklich ein Schrottrad?

Grundlage hierfür ist die Frage, um welche Art von Rad es sich handelt: Schrottrad oder zurückgelassenes Rad? Bei Ersteren ist das Vorgehen relativ einfach. Als Schrottrad wird ein Fahrrad definiert, wenn es in keinem fahrfähigen Zustand mehr ist und ein hoher Aufwand für die Instandsetzung aufgebracht werden muss, zum Beispiel wenn mehrere Teile fehlen oder viel Rost zu sehen ist. Diese Räder können nach Kreislaufwirtschaftsgesetz direkt entsorgt werden. Ist das Rad hingegen noch grundsätzlich fahrbereit, handelt es sich um ein zurückgelassenes Rad. Für die Instandsetzung braucht es lediglich ein paar kleine Reparaturen. Anzeichen, etwa Spinnweben, Risse im Sattel und platte Reifen, lassen aber darauf schließen, dass das Rad seit längerem nicht mehr in Betrieb ist. Es müsste deshalb die Besitzerin respektive der Besitzer ausgemacht werden, was bei Fahrrädern schwierig bis unmöglich ist. Einen allgemein gültigen Prozess zum Entfernen der Räder gibt es deshalb nicht. Die Infostelle Fahrradparken am Bahnhof rät dazu, die identifizierten Räder zu markieren, beispielsweise mit einem Band. Sollte das Rad nach einem gewissen Zeitraum, zirka zwei bis vier Wochen, nicht bewegt worden sein, ist von einer Aufgabe durch die Besitzenden auszugehen. In der Praxis wird das Rad dann entfernt und etwa sechs Monate eingelagert. Falls sich immer noch niemand meldet, ist eine Spende oder Versteigerung möglich.

Probleme entstehen für größere Räder

Es bleibt jedoch in beiden Fällen das Problem, dass die zurückgelassenen Räder Abstellanlagen blockieren und unbrauchbar machen. Das gelte insbesondere für Menschen, die auf Dreiräder angewiesen sind, Liegeräder, Cargobikes oder Anhänger nutzen. Per Gesetz können Kommunen allerdings größere Parkplätze für Cargobikes ausweisen. Diese sind durch ein spezielles Verkehrsschild gekennzeichnet und die Abstände zwischen den Anlehnbügeln breiter ausgelegt. „Dass erste Kommunen derartige Flächen umsetzen, ist bereits ein gutes Zeichen. Aber es muss noch viel mehr in diesem Bereich passieren. Auch Akzeptanz in der Bevölkerung, weil die Cargoparkplätze oft auf Flächen von Autoparkplätzen entstehen“, meint etwa Ingo Kahnt vom Lastenradhersteller Ca Go. Er appelliert deshalb auch an die Vernunft der Radfahrenden, diese Parkflächen entsprechend für die breiteren Gefährte freizulassen und nicht mit Schrotträdern zuzustellen.

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Bikeboxen bieten Wetter- und Vandalimusschutz. © www.wsm.eu | pd-f.de

Saubere Abstellanlage steht für Sicherheit

Das regelmäßige Entfernen ist auch aus dem Grund wichtig, dass die nicht fahrtüchtigen Räder ein unsauberes Bild der Abstellanlage vermitteln. In der Folge fahren weniger Menschen mit dem Rad, weil sie denken, sie könnten es nicht sicher abstellen und eine unsaubere Abstellanlage auf Verwahrlosung hinweist. Da durch E-Bikes der Wert von Fahrrädern steigt, legen diese Nutzergruppen auch mehr Wert auf wertige, gepflegte Abstellmöglichkeiten. Als wetter- und vandalimusgeschützte Lösung bietet beispielsweise das auf Parkanlagen spezialisierte Unternehmen WSM sogenannte Bikeboxen an. Die Metallboxen können als Reihenanlage aufgebaut werden und dienen so als sichere Abstellanlage. An Bahnhöfen oder in Innenstädten gibt es auch Möglichkeiten, einzelne Boxen gegen Gebühr zu mieten. Ein Vorteil dabei: Da durch die Buchung die Daten der Radfahrenden vorliegen, können Besitzer eines Rades leichter ausfindig gemacht werden und die Gefahr einer Aufgabe sinkt, da der Parkplatz kostenpflichtig ist.

Quelle: Thomas Geisler | pressedienst-fahrrad

Auf Abstellanlagen behindern bisweilen Schrotträder oder zurückgelassene Räder den Zugang und die reguläre Benutzung.  © www.pd-f.de / David Koßmann

Q-Park akquiriert weiteres Parkobjekt in Köln

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Von Q-Park bewirtschaftet: Das OVUM in Köln-Braunsfeld bietet für Dauerparker eine Tiefgarage mit rund 270 Stellplätzen auf zwei Ebenen. © Q-Park

Der Parkraumbewirtschafter Q-Park hat mit dem OVUM in Köln-Braunsfeld zu Beginn des Jahres 2023 ein weiteres Parkobjekt unter Vertrag genommen. Es handelt sich dabei um eine Tiefgarage mit rund 270 Stellplätzen für Dauerparker auf zwei Ebenen. Mit der finalen Vermarktung der darüber liegenden Gewerbeeinheiten sei beabsichtigt, die Tiefgarage auch für Kurzparker zu öffnen.

„Wir freuen uns, in der Rheinmetropole Köln weiterhin zu wachsen“, sagt Frank Meyer, Geschäftsführer der Q-Park Operations Germany GmbH & Co. KG. „Nachdem schon im letzten Jahr zu unserem langjährigen Parkobjekt ‚Quincy‘ das Parkobjekt ‚Am Börsenplatz‘ dazugekommen ist, folgt in diesem Jahr das OVUM als drittes Objekt in der Domstadt.“

Automatische Kennzeichenerfassung

Das Quartier OVUM, konzipiert von den Projektentwicklern Alfons & alfreda und FAY Projects, bietet im Westen von Köln rund 27.000 Quadratmeter Mietflächen für Büro, Gastronomie, Handel und Hotel. Der digitale Parkservice von Q-Park soll vor allem Dauerparkern stressfreies und kontaktloses Parken per App ermöglichen. Nach dem Hinterlegen des eigenen Kennzeichens in der Q-Park-App öffnen sich die Schranken an der Ein- und Ausfahrt über ein Kennzeichenerkennungssystem automatisch. Mit der beabsichtigten Öffnung der Tiefgarage für Kurzparker soll später auch möglich sein, einen Parkplatz im Voraus online zu buchen und zu reservieren. Um Kunden bei Fragen und Problemen weiterzuhelfen, ist die Parkeinrichtung auf die zentrale Leitstelle von Q-Park mit einem 24/7-Service aufgeschaltet.

„Wir sind uns sicher, mit Q-Park einen passenden Partner gefunden zu haben, der unser Parkobjekt mit neuster Technik managen und so das Parken für unsere Kunden zeitgemäß und komfortabel gestalten wird“, sagt Clemens Rapp, Geschäftsführer der FAY Projects GmbH.


Von Q-Park bewirtschaftet: Das OVUM in Köln-Braunsfeld bietet für Dauerparker eine Tiefgarage mit rund 270 Stellplätzen auf zwei Ebenen.  © Q-Park

Rampensanierung bei freier Fahrt

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Die Abdichtung der Rampe sowie des Einfahrtsbereiches wurde binnen zehn Nächten bei laufendem Betrieb wiederhergestellt. © Triflex

In einer Tiefgarage, die unmittelbar an einer populären Einkaufsstraße in Düsseldorf liegt, wurde ausgerechnet im Bereich der Einfahrt eine Sanierungsmaßnahme erforderlich. Mit einem Flüssigkunststoff-System von Triflex war das bei laufenden Betrieb möglich.

Parkplätze in Düsseldorfs Citycenter sind bei Anwohnern, Berufspendlern und Touristen gleichermaßen sehr gefragt. Als die Tiefgarage mit knapp 1.000 Stellplätzen auf vier Ebenen erbaut wurde, hatte man unter dem Fahrbelag aus Asphalt eine Bitumenabdichtung installiert. An dieser hat in den vergangenen Jahren der Zahn der Zeit genagt, sodass eine Dichtigkeit nicht länger gegeben war und Feuchtigkeit bis in die darunterliegenden Räume durchdringen konnte. Hinzu kam, dass mehrere Entwässerungsrinnen im Eingangsbereich ebenfalls Undichtigkeiten vorwiesen. Um die Bausubstanz nicht zu gefährden, gab der Betreiber eine Instandsetzung in Auftrag. Zum einen sollte die Einfahrtsrampe neu abgedichtet werden – und das ohne Abtragen des Fahrbelags. Zum anderen galt es, die defekten Rinnen auszutauschen und die neuen mit einer funktionstüchtigen Abdichtung zu versehen. Wichtigstes Kriterium bei der Suche nach einer geeigneten Lösung war, die Sperrzeiten möglichst kurz zu halten, um den Betrieb der Tiefgarage weitestgehend ungestört weiterzuführen.

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Um den Betrieb in der Tiefgarage aufrechtzuerhalten, wurde abschnittweise nur nachts gearbeitet. Hier wird als erster Schritt der Untergrund vorbereitet. © Triflex

Instandsetzung im laufenden Betrieb

Der Betreiber entschied sich schließlich zugunsten einer Neuabdichtung für eine Flüssigkunststoff-Lösung des Herstellers Triflex. Der Grund: Das eingesetzte Spezialharz auf PMMA-Basis ist schnell reaktiv und kann schon nach kurzer Zeit wieder befahren werden. Das ermöglicht eine abschnittweise Applikation. Da die Arbeiten ausschließlich nachts durchgeführt werden konnten, lief der Betrieb bei Tag planmäßig weiter. Darüber hinaus erlaubt der Einsatz eines flüssig aufzutragenden Materials das unkomplizierte Einbinden aller Details in die Abdichtung, darunter auch die neuen Entwässerungsrinnen.

An der asphaltierten Rampe fand das vollflächig vliesarmierte Parkflächen Abdichtungssystem Triflex ProPark Anwendung. Dieses wurde eigens für Untergründe entwickelt, die hoher Beanspruchung, etwa den Schub- und Scherkräften einfahrender Pkw, ausgesetzt sind. Das OS 10 geprüfte System bewahrt das Bauwerk langzeitsicher vor eindringender Feuchtigkeit. Der Einfahrtsbereich der Tiefgarage ist dagegen betoniert. Zur Abdichtung der neuen Entwässerungsrinnen sowie weiterer Details und Anschlüsse wie Schrammborde erwies sich dort das ebenfalls vliesarmierte Triflex ProDetail als geeignetes Produkt. Das Spezialvlies, das zwischen zwei Schichten des flüssigen Harzes eingebettet wird, gibt dem Material eine hohe dynamische Rissüberbrückung und stellt selbst an komplexen Geometrien eine dauerhafte Dichtigkeit sicher.

Das vliesarmierte Triflex ProDetail kam bei der Abdichtung der Entwässerungsrinne zum Einsatz. © Triflex
Das vliesarmierte Triflex ProDetail kam bei der Abdichtung der Entwässerungsrinne zum Einsatz. © Triflex

Das passende Produkt für jeden Einsatzbereich

Der beauftragte Verarbeitungsbetrieb, die Großmann und Stühmeier GmbH mit Sitz in Bad Oeynhausen, war für die Umsetzung der Sanierungsmaßnahme zuständig. Weil der Aufbau der Triflex-Systeme individuell an die Gegebenheiten vor Ort angepasst werden kann, kamen in Abhängigkeit von Untergrund und Einsatzbereich unterschiedliche Komponenten für die Grundierungen und Versiegelungen zum Einsatz. So wurde beispielsweise in der Einfahrt nach Kugelstrahlen der Details zur Untergrundvorbereitung Triflex Cryl Primer 287 aufgetragen, der für saugende Untergründe wie Beton ideal ist. An der Rampe wurde nach Kugelstrahlen Triflex Cryl Primer 222 appliziert, der speziell für Asphaltuntergründe konzipiert ist. Anschließend erfolgte der Schichtaufbau von Triflex ProPark. Um die mechanische Belastbarkeit zu verstärken, fiel die Wahl hier auf die rutschsichere Beschichtung Triflex Cryl M 264. Sie verfügt über eine große Abriebfestigkeit und weist nach acht Millionen Radüberrollungen noch einen SRT-Wert von 59 auf. An den Eingängen wurden mit dem Triflex Cryl Finish 209 in den Farbtönen Quarz 01 und Schiefer 03 Markierungen ausgeführt. Unter anderem ein Zebrastreifen und diverse Richtungspfeile tragen nun zur sicheren Nutzung der Tiefgarage bei.

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Mit Triflex Cryl Finish 209 wurden auch Markierungen umgesetzt, unter anderem ein Zebrastreifen. © Triflex

Die Abdichtung der 255 Quadratmetern großen Rampenfläche sowie des 600 Quadratmetern messenden Eingangsbereichs konnte binnen zehn Nächten wiederhergestellt werden. Das Ergebnis ist ein langfristig funktionstüchtiger Oberflächenschutz, der den Fortbestand der Bausubstanz sichert und den Eingangsbereich attraktiv gestaltet. „Triflex bietet ein hochwertiges System mit langer Nutzungsdauer, das für uns einfach zu verarbeiten ist. Ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden und würde die Produkte jederzeit weiterempfehlen“, resümiert Bernd Großmann, Geschäftsführer der Großmann und Stühmeier GmbH.

Bild oben: Die Abdichtung der Rampe sowie des Einfahrtsbereiches wurde binnen zehn Nächten bei laufendem Betrieb wiederhergestellt. © Triflex