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Wi SOLAR BAU realisiert Solarparkplatz am Moselbad in Koblenz

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So sieht der künftig überdachte Parkplatz in Koblenz aus. – © Wi SOLAR BAU

Am 2. Oktober 2025 stellten die Koblenzer Bäder GmbH und der Oberbürgermeister von Koblenz, David Langner, gemeinsam mit der Wi SOLAR Bau GmbH den aktuellen Baustand eines der modernsten und größten PV-Projekte in der Region vor. Auf dem Parkplatz des neuen, vor einem Jahr fertiggestellten Moselbads werden 104 der insgesamt 137 Stellplätze mit einer leichten Stahlkonstruktion und 896 Solarmodulen überdacht.

Mitte August 2025 hatten die Erd- und Gründungsarbeiten auf dem Parkplatz begonnen, bereits Anfang Oktober ist nun die Baukonstruktion fertiggestellt. Bis zum Jahresende werden die PV-Module von der Wi SOLAR GmbH, dem Schwesterunternehmen der Wi SOLAR BAU, installiert. Der hier produzierte Strom wird künftig zu 100 Prozent für den Eigenbedarf des städtischen Hallenbads genutzt. Darüber hinaus bietet die Überdachungskonstruktion Witterungsschutz für Bäderbesucher und Fahrzeuge.

„Der innovative Solarparkplatz am Moselbad ist nicht nur ein ganz wichtiger Schritt für die Verbesserung der Energieeffizienz und Nachhaltigkeit in unserer Stadt. Das Parken unter der PV-Überdachung bietet durch den Witterungsschutz auch viel Komfort für die Badegäste und Mitarbeiter der Koblenzer Bäder. Besonderes Highlight ist, dass man während des Aufenthalts im Bad sein E-Auto aufladen kann. Wir freuen uns sehr, dass wir für dieses zukunftsweisende Projekt die KIPKI-Förderung erhalten haben und das nachhaltige Energiekonzept am Moselbad umsetzen können“, sagte David Langner, Oberbürgermeister von Koblenz.

Zukunftsprojekt im Rahmen des regionalen Förderprogramms KIPKI

Mit der solaren Parkplatzüberdachung möchte die Stadt Koblenz neue Maßstäbe beim Einsatz erneuerbarer Energien im öffentlichen Raum setzen. Das zukunftsweisende Pilotprojekt wird im Rahmen des „Kommunalen Investitionsprogramms Klimaschutz und Innovation“ KIPKI des Landes Rheinland-Pfalz mit einer Million Euro gefördert. Für die Realisierung erhielten die Wi SOLAR und die Wi SOLAR BAU aus Kaisersesch im Ausschreibungsverfahren zum Februar 2025 den Zuschlag. 

„Wir freuen uns, dass wir die außergewöhnliche Ausschreibung mit unserem innovativen Parkkonzept gewonnen haben. Für die solare Überdachung des Parkplatzes am Moselbad haben wir eine individuelle Konstruktion entwickelt, die sowohl den Parkraum als auch die Solarflächen bestmöglich ausnutzt. In enger Kooperation mit der Stadt und den Koblenzer Bädern werden wir das Projekt nun zügig umsetzen, sodass der neue Betrieb des Parkplatzes zum Jahresbeginn 2026 starten kann“, so Sven Endris, Geschäftsführer der Wi SOLAR und der Wi SOLAR BAU.

Mit dem nachhaltigen Projekt reagiert die Stadt Koblenz vorausschauend auf die Anforderungen des Landessolargesetzes Rheinland-Pfalz, das an Parkplätzen von Neubauten ab 50 Stellplätzen eine Solarüberdachung verlangt – eine Maßgabe, die im Rahmen der Erneuerung des Moselbads noch nicht verpflichtend galt.

„Die Solaranlage auf den Parkflächen wird dazu beitragen, den Anteil erneuerbarer Energien am städtischen Energieverbrauch zu erhöhen und die Betriebskosten durch den selbst erzeugten Strom maßgeblich zu senken. So wird im Energiemix aus Erd- und Luftwärme, der derzeit in Errichtung befindlichen Solaranlage sowie der bestehenden PV-Anlage auf dem Dach und dem effizienten Blockheizkraftwerk das Moselbad zum wohl modernsten Bad Deutschlands. Die verschiedenen Saunen, Schwimmbecken und vor allem Pumpen zur klimaneutralen Wärmegewinnung im Moselbad können nun auch mit klimafreundlicher Energie versorgt werden“, sagte Professor Dr. Christian Kuhn, Geschäftsführer der Koblenzer Bäder GmbH.

Team Wi SOLAR u. Wi SOLAR BAU Oberbuergermeister Langner Moselbad Koblenz © Wi SOLAR BAU
Teambild: (v.l.) Frank Jöhnk, Wi SOLAR BAU, Yvonne Monschauer, Prokuristin SWK Koblenz GmbH, Jochen Jobelius, Geschäftsführer Wi SOLAR BAU, David Langner, Oberbürgermeister von Koblenz, Daniel Genz, Betriebsleiter Moselbad, Sven Endris, Geschäftsführer Wi SOLAR und Wi SOLAR BAU.– © Wi SOLAR BAU


Individuelles PV-Parksystem

Die Photovoltaikanlage verfügt über eine Gesamtleistung von 399 kWp. Der solare Jahresertrag beläuft sich laut dem Ersteller auf insgesamt 368.569 kWh. Mit den rund 1.792 Quadratmetern PV-Fläche sollen künftig am Moselbad bis zu 173.200 kg CO2 jährlich eingespart werden. Der visuelle Eindruck der Parkplatzüberdachung ist dem modularen Parksystem „Wi park & charge“ entlehnt, einer Innovation der Wi SOLAR BAU für große gewerbliche und öffentliche Parkplätze mit Photovoltaik und Ladeinfrastruktur.


So sieht der künftig überdachte Parkplatz in Koblenz aus. – © Wi SOLAR BAU

Electra schließt Partnerschaft für Schnellladeinfrastruktur an EDEKA-Standorten

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Electra möchte bis 2028 rund 300 EDEKA-Standorte mit Schnellladestationen ausstatten. – © Electra

Electra, französischer Schnellladepionier, verstärkt seine Präsenz in Deutschland: Das Unternehmen hat eine strategische Partnerschaft mit der CEV Handelsimmobilien GmbH geschlossen, einem Entwickler und Verwalter im Einzelhandelssegment. Ziel der Zusammenarbeit ist die flächendeckende Ausstattung von rund 300 Standorten des EDEKA-Verbundes mit Schnellladestationen bis 2028.

Die Ladesäulen sollen direkt auf den Parkflächen der Märkte installiert werden und Autofahrenden während des Einkaufs einen Lade-Boost in nur wenigen Minuten ermöglichen. Steffen Buchholz, Geschäftsführer der CEV Handelsimmobilien GmbH, sagt: „Als Vermieter und Standortentwickler sehen wir es als unsere Aufgabe, unsere Handelsimmobilien zukunftsfähig aufzustellen. Für uns ist eine Ladeinfrastruktur mit Schnellladesäulen ein wesentlicher Bestandteil eines nachhaltigen Einzelhandelsstandorts, der sowohl für unsere Mieter als auch deren Kunden langfristig interessant bleibt. Durch die Partnerschaft mit Electra können wir diesem Anspruch, auch über die gesetzliche Mindestanforderung hinaus, an allen Standorten unseres Portfolios gerecht werden. Damit schaffen wir die Voraussetzungen für eine moderne, nachhaltige Mobilität – direkt im Umfeld des täglichen Einkaufs und stärken nicht nur die Attraktivität unserer Immobilien, sondern leisten auch einen Beitrag zur Verkehrswende.”

Electra: Marktführer in Frankreich und Belgien

Electra wurde 2020 gegründet und betreibt nach eigenen Angaben über 540 Ladeparks mit rund 3.300 Schnellladepunkten in zehn europäischen Ländern. Dem Unternehmen zufolge ist Electra Marktführer in Frankreich und Belgien. Paul Tonini, Country Manager Deutschland von Electra, sagt: „Deutschland ist einer der wichtigsten Märkte für die Verkehrswende in Europa. Mit der CEV haben wir einen starken Partner an unserer Seite, der uns hilft, unser Netz genau dort zu erweitern, wo es gebraucht wird – mitten im Alltag der Menschen.“

Der Ausbau der Ladeinfrastruktur an den Standorten der EDEKA-Gruppe sei Teil eines umfassenden Wachstumsplans von Electra in Deutschland. Bis 2026 plant Electra bundesweit über 30 Ladeparks.

Electra möchte bis 2028 rund 300 EDEKA-Standorte mit Schnellladestationen ausstatten. – © Electra

PRM eröffnet Parkhaus auf dem Expo Campus Hannover

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Schrankenlose Einfahrt des Parkhauses auf dem Expo Campus Hannover – © PRM
Schrankenlose Einfahrt des Parkhauses auf dem Expo Campus Hannover – © PRM

Die ParkRaum-Management PRM GmbH aus Erlangen hat in der Messestadt Hannover ein neues Parkhaus eröffnet. Über 150 Stellplätze, digitales Bezahlen sowie ein Free-flow-System sollen ein komfortables Parken auf dem hochfrequentierten Expo Campus ermöglichen. Das benachbarte Messegelände Hannover gilt als zweitgrößtes der Welt.

Klaus Gumpp, Geschäftsführer von PRM: „Hannover gehört noch immer zu den wichtigsten Messestandorten der Welt und zieht international wie national das ganze Jahr über zigtausende Besucher an, von denen viele auf Individualverkehr setzen. Dass wir hier mit einer smarten und hocheffizienten Parkraumlösung einen Beitrag zur nachhaltigen Parkraumbewirtschaftung leisten können, freut uns sehr.“ Zusätzliche Nutzer erwartet sich der Parkhausbetreiber vom direkt angrenzenden „hylive“, dem derzeit in umfangreicher Neuentwicklung befindlichen ehemaligen holländischen Pavillon, und von einem bereits eröffneten Mikroapartment-Objekt mit 368 Einheiten.

Smartes Free-flow-Parken

Das neue, komplett oberirdisch angelegte Parkhaus befindet sich am Boulevard der EU 4 und verfügt über 151 Stellplätze. Es ist rund um die Uhr geöffnet. Der Zugang zu den Parkflächen ist schrankenlos, per Kennzeichenerkennung werden ein- und ausfahrende Fahrzeuge erfasst. Gezahlt wird je nach Wunsch mit dem Smartphone oder auch mit klassischen Bezahlmethoden. Das Free-flow-Parksystem von PRM sorge für einen reibungslosen Ablauf und verbessere in Zeiten mit viel Betrieb den Verkehrsfluss.

Zusammenarbeit mit Aptum Group

Die Vermittlung des Parkhauses erfolgte über die Aptum Group, ein Vermarktungspartner für gewerblich genutzte Flächen. Andreas Albrecht, Managing Partner der Aptum Ost GmbH und federführend bei den Verhandlungen: „Mit dem Parkhaus auf dem Expo Campus in Hannover konnten wir an einem unserer Kernstandorte im Auftrag des Projektentwicklers DIE WOHNKOMPANIE Nord GmbH einen attraktiven Partner für den Abschluss eines langfristigen Pachtvertrages vermitteln. Die PRM setzte sich im Rahmen eines zweistufigen Auswahlverfahrens anhand definierter Auswahlkriterien gegen zahlreiche Mitbewerber durch.“

Schrankenlose Einfahrt des Parkhauses auf dem Expo Campus Hannover – © PRM

Weiterentwicklung der Ladebordsteine

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Ladebordstein
Ladebordstein
Die Stadt Köln hat gemeinsam mit der RheinEnergie-Mobilitätstochter TankE GmbH und der Rheinmetall AG – Entwicklerin des Ladebordsteins – drei neue Ladevorrichtungen in Köln-Lindenthal in Betrieb genommen.

Einen der neuen Ladebordsteine haben die Betreiber mit einem neuen modularen Kabelschutzelement ausgestattet. Dazu läuft nun erstmals ein Pilotbetrieb, um die Effekte zu testen.

Ohne Tiefbauarbeiten

Das von Rheinmetall entwickelte Produkt ermöglicht eine geschützte Verlegung von Strom- und Kommunikationsleitungen direkt unter Gehwegplatten ohne aufwendige Tiefbauarbeiten. Das neue Element wird im Pilotprojekt zwischen Zähleranschlusssäule und Ladebordstein getestet, um Erfahrungen im öffentlichen Raum zu sammeln. Damit beabsichtigt die Stadt, klassische Erd- und Anschlussarbeiten im Untergrund und den damit verbundenen Aufwand sowie die hohen Kosten zu reduzieren.

Zudem soll damit die Gefahr verringert werden, Leitungen bei künftigen Tiefbauarbeiten zu beschädigen, da das System sichtbar, leicht zugänglich und temporär entfernbar ist. Leitungen können laut Anbieter unkompliziert ergänzt oder entfernt werden, ohne eine Baumaßnahme, es reiche das Anheben der Gehwegplatten und das Öffnen des Moduldeckels. Auch für Glasfaser- oder andere nachträgliche Kabelverlegungen könnte sich das System eignen.

Bilanz zu den Ladebordsteinen

Zusätzlich testen Experten unterschiedliche Farbvarianten, um Erkenntnisse zu Sichtbarkeit, Integration ins Stadtbild und Robustheit zu gewinnen. Ziel sei es, das System noch weiter zu verbessern, um den flächendeckenden Ausbau der Ladeinfrastruktur zu forcieren. Zudem will man den Aufwand für Installation und Betrieb minimieren.

Die bundesweit ersten Ladebordsteine im öffentlichen Raum gingen im April 2024 in Köln an den Start. Die Pilot-Ladebordsteine hat man rund ein Jahr lang erfolgreich getestet. Vier Ladepunkte erreichten innerhalb eines Jahres über 2.800 Ladevorgänge und eine technische Verfügbarkeit von über 99 Prozent. Eine Nutzerbefragung mit rund 100 Teilnehmern ergab eine Bewertung von 4,38 von fünf Punkten. Nach dem erfolgreichen Pilotprojekt ist der Ladebordstein nun als Serienprodukt verfügbar.

Vereinfachte Installation: Beim Anschluss eines neuen Ladebordsteins in Köln
kamen neue Kabelschutzelemente zum Einsatz.
© TankE GmbH

Smart Parken mit Ultraschallsensor SONICI

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Der Ultraschallsensor vom Typ SONICI RGB wird zur Einzelplatzerfassung für die Erkennung des Belegungsstatus von Parkplätzen genutzt.

Bei MSR-Traffic in Niederbayern geht es bunt zu. Besonders helle, farbige LEDs zeigen den Status – belegt, nicht belegt, reserviert – des Einzelplatzes an. Das besondere Highlight: Für die Konfiguration der LEDs besteht eine millionenfache Farbauswahl.

Status des Stellplatzes in Echtzeit

Der Sensor und die LEDs befinden sich in einem Gehäuse. Die Überwachung des Einzelparkplatzes mit Detektieren des Status und Übertragung der Informationen erfolgt laut dem Anbieter in Echtzeit via Controller und Steuersoftware. Der Belegungszustand wird über die integrierten RGB-LEDs visualisiert.

Smart Parken mit Ultraschallsensor SONICI

Auf der Basis der Ultraschallentfernungsmessung ermittelt der Sensor den Abstand zum Boden oder Fahrzeug. Das Ergebnis dieser Messung wird via Controller and die Steuerungssoftware PGCC übertragen. Weitere Vorteile des Produkts seien die hohe Lebensdauer, wartungsarmer Betrieb und eine unkomplizierte Inbetriebnahme. Installiert werden die Sensoren in einem Gehäuse für Decken- oder Trassenmontage.

Smart Parken mit Ultraschallsensor SONICI
Weitere Artikel zu SONICI lesen Sie -> hier

Ultraschall-Sensor SONICI: MSR-Traffic stellt über 16 Millionen Farbtöne zur Verfügung.
© MSR-Traffic

Goldbeck inspiziert Kaufland-Parkhäuser

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Hamburg, Germany - January 05, 2023 - New construction of a hypermarket with a parking garage and fitness centre by Schwarz + Schwarz.
Die auf Bewirtschaftung und Revitalisierung von Parkimmobilien spezialisierte Goldbeck Parking Services GmbH führt regelmäßige Generalinspektionen an 13 Kaufland-Parkhäusern durch.

Die im gesamten Bundesgebiet gelegenen Parkimmobilien mit insgesamt 3.600 Stellplätzen werden im Rahmen eines auf fünf Jahre angelegten Vertrags jährlich gemäß den anerkannten DBV-Merkblättern fachkundig inspiziert.

Die systematische Zustandskontrolle ist Teil eines langfristig angelegten Instandhaltungskonzepts, das auf Werterhalt, Betriebs- und Verkehrssicherheit ebenso wie frühzeitige Schadenserkennung ausgerichtet ist.

Regelmäßige Kontrollen sind Investitionen in die Zukunftsfähigkeit

„Parkimmobilien sind kontinuierlich vielfältigen Beanspruchungen ausgesetzt – etwa aufgrund hoher Nutzungsfrequenz, durch Witterungseinflüsse, den Einsatz von Tausalzen oder das zunehmende Gewicht moderner Fahrzeuge“, erklärt Gregor Hensel, Geschäftsführer der Goldbeck Parking Services GmbH.

„Regelmäßig und fachkundig durchgeführte Inspektionen sind kein Kostenfaktor, sondern eine Investition in die Zukunftsfähigkeit von Parkimmobilien“, betont Steffen Neuhorn, Abteilungsleiter Maintenance and Refit.

Die Goldbeck Parking Services GmbH bietet ein ganzheitliches Dienstleistungs- und Management-Portfolio rund um Parkhäuser und Parkflächen in Deutschland und Österreich. Das Unternehmen ist spezialisiert auf Parkraum- und Mobilitätsmanagement, Betrieb, Bewirtschaftung und technische Services für Parkobjekte sowie die Integration moderner Mobilitätslösungen.

Goldbeck inspiziert Kaufland-Parkhäuser. Weitere Artikel zum Unternehmen Goldbeck Parking Services lesen Sie -> hier

Goldbeck inspiziert Kaufland-Parkhäuser. 13 Kaufland-Parkhäuser werden im Rahmen eines Instandhaltungskonzepts regelmäßig in Augenschein genommen (Symbolbild).
© Eugene Lim/Shutterstock.com

„Parkticket und Schranke werden verschwinden“

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Peter Park Gründer
Peter Park Gründer
Interview mit Maximilian Schlereth (CEO) und Stefan Schenk (CCO) von Peter Park

Great Hill Partners, eine US-amerikanische Private-Equity-Gesellschaft, hat eine Mehrheitsbeteiligung an der Peter Park System GmbH erworben. Mit der Investition steigt das Wachstumskapital des Anbieters für digitales, schrankenloses Parkraummanagement auf über 100 Millionen Euro, was die Marktpräsenz des in München ansässigen Scale-ups weiter stärken soll. Wir sprachen mit den Mitgründern Maximilian Schlereth (CEO) und Stefan Schenk (CCO) über diese Entwicklung und weitere Trends in der Parkraumbewirtschaftung.

Die Interviewpartner:

Maximilian Schlereth ist als CEO für die strategische Ausrichtung von Peter Park verantwortlich. Er treibt die langfristige Unternehmensvision voran und gestaltet zentrale Partnerschaften.

Stefan Schenk ist als CCO zuständig für Business Development und Wachstum. Sein Schwerpunkt liegt in der Umsetzung der Wachstumsstrategie, insbesondere im Ausbau von Vertriebs- und Marktzugangsstrategien.

Welche wichtigen Trends haben Sie auf der PARKEN 2025 in Wiesbaden festgestellt?

Maximilian Schlereth: Wir sehen einen klaren Trend: Parktickets und Schranken werden bald der Vergangenheit angehören. Die Hardware tritt zunehmend in den Hintergrund, während Software und die Konzepte zur Flächenorganisation immer wichtiger werden. Kameras und Displays bleiben zwar wichtige Bestandteile der Infrastruktur, doch der Fokus liegt nicht mehr auf der Technik selbst, sondern auf den Möglichkeiten, die sie eröffnet: effizientere Abläufe, bessere Nutzererlebnisse und ein ganzheitlich vernetztes Mobilitätsökosystem.

Great Hill Partners ist kürzlich bei Ihnen eingestiegen. Welche Chancen ergeben sich daraus für beide Seiten?

Maximilian Schlereth: Dieser Schritt ist eine logische Entwicklung für uns. Wir haben als Start-up begonnen, uns zu einem Scale-up entwickelt und hatten bisher ein deutsches Family Office als Hauptinvestor, das auch weiterhin beteiligt ist. Great Hill Partners, ein US-amerikanischer Growth-Fonds, der über sein Londoner Büro in Europa investiert, hat nun die Rolle des Haupt-investors übernommen. Great Hill Partners agiert dabei als strategischer Wachstumspartner. Sie investieren, weil sie an unsere Vision, unser Team und unser Geschäftsmodell glauben. Was uns besonders überzeugt hat, ist die langfristige Ausrichtung und Philosophie von Great Hill Partners, die sehr gut zu unserer DNA, zu unserem unternehmerischen Ansatz und unseren Grundsätzen passt, mit denen wir Peter Park aufgebaut haben. Es ist uns wichtig zu betonen, dass wir vier Gründungsgesellschafter weiterhin an Bord sind und die Entscheidungsfreiheit in der operativen Führung und strategischen Weiterentwicklung von Peter Park ganzheitlich erhalten bleibt.

Worin sehen Sie Ihr Alleinstellungsmerkmal?

Maximilian Schlereth: Wir sind Pioniere im Bereich des kostenpflichtigen, schrankenfreien Parkens und bieten eine durchgängige Lösung für immer komplexere Projekte an großen Standorten, etwa Kliniken und Flughäfen. Zudem steht für uns der Kundenservice an erster Stelle: Wir stellen sowohl Geschäftskunden als auch Endnutzer in den Mittelpunkt und entwickeln digitale Lösungen, die auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind. Unser Ziel ist es auch, die Mobilität der nächsten zehn bis zwanzig Jahre mitzugestalten.

Wo sehen Sie das größte Potenzial?

Stefan Schenk: Wir sehen große Chancen im kostenpflichtigen Parken und konzentrieren uns mit unserem Software-First-Ansatz weiterhin auf die DACH-Region. Dort wollen wir unser Produkt für Parkende, private Liegenschaftseigentümer sowie für Städte und Gemeinden weiter verbessern. Uns geht es nicht nur um das Thema Parken, sondern um die Mobilität als Ganzes.

Verdrängen Sie alte Anbieter und Technologien oder erschließen Sie neue Märkte?

Maximilian Schlereth: Wir sehen uns nicht in einem Verdrängungsmarkt. Die Schranke stellt auf lange Sicht kein wirklich zukunftsfähiges Medium dar. Für uns ist es vielmehr ein unerschlossener Markt, denn die Frage ist nicht, ob die Schranke fällt, sondern wann. Es handelt sich um eine neue Entdeckung: Wie kann Parken in der Zukunft aussehen? Das lässt sich am besten mit einem Vergleich erklären: Das Auto hat das Pferd nicht verdrängt, sondern eine neue Art der Mobilität etabliert.

Stefan Schenk: Es geht um den Wandel weg vom schrankenbasierten hin zu einem schrankenfreien System. Wir setzen mit unserem Konzept bereits ganze Stadt-Portfolios um, wo wir einen einheitlichen Standard für alle Parkflächen etablieren. Ein großer Teil unserer Projekte findet auf Parkplätzen statt, die bisher nicht bewirtschaftet wurden, weil dies mit klassischer Technologie nicht wirtschaftlich war. Ein Beispiel ist ein Badesee-Parkplatz, der nur wenige Monate im Jahr genutzt wird. Mit unserer Lösung können solche Flächen kostengünstiger als mit Schranken bewirtschaftet werden.

Sie sehen also ein hohes Potenzial für die Bewirtschaftung von Parkflächen?

Stefan Schenk: Ja, das Potenzial ist nach wie vor sehr hoch. Das digitale Parkraummanagement ist noch weit vom Sättigungspunkt entfernt. Es gibt zahlreiche unbewirtschaftete Flächen sowie ein enormes Modernisierungspotenzial bei bestehenden Anlagen. Der Trend geht klar in Richtung schrankenfreier, softwarebasierter Lösungen, die Flächen smarter, wirtschaftlicher und nutzerfreundlicher machen.Wir haben den Anspruch, Parkraum nicht nur zu bewirtschaften, sondern neu zu denken.

Das Wachstumskapital von 100 Millionen Euro ist eine beträchtliche Summe. Wofür soll es eingesetzt werden?

Maximilian Schlereth: Die Mittel sind für zwei Hauptbereiche vorgesehen: die Expansion und den weiteren Ausbau unseres Produkts. Wir wollen unsere Position als führendes Unternehmen für kostenpflichtiges, schrankenfreies Parken nachhaltig stärken.

Sie haben bereits ein funktionierendes Produkt. Gibt es da noch Möglichkeiten zur Weiterentwicklung?

Maximilian Schlereth: Jeder Parkplatz und jeder Standort ist einzigartig und birgt eine eigene Komplexität. Die Herausforderung und Chance eines digitalen Produkts ist es, diese Komplexität abbilden zu können. Wir entwickeln unser Produkt so weiter, dass es konfigurierbar ist und auf die Besonderheiten vor Ort eingehen kann. Unsere Tariflogik ist so flexibel gestaltet, dass wir die unterschiedlichsten Konstellationen abbilden können. Dabei profitieren wir von den Erfahrungen, die wir an Hunderten von Standorten gesammelt haben.

Sie haben die Kundenorientierung hervorgehoben. Das schrankenlose Parken erfordert einen Kulturwandel. Wie sind Ihre Erfahrungen damit?

Stefan Schenk: Wir müssen diesen Wandel proaktiv begleiten und die Menschen durch gute Kommunikation vor Ort an die neue Technologie heranführen. In einer Befragung in einem Shoppingcenter gaben jüngere Befragte an, die ältere Generation würde die Lösung nicht verstehen. Überraschenderweise fanden die älteren Befragten das System großartig und verglichen die Bedienung mit dem Schreiben von Nachrichten auf WhatsApp. Es zeigt sich, dass vielen Menschen zu Unrecht wenig zugetraut wird. Wir möchten alle mitnehmen und für die neue Technologie begeistern.

Sie setzen kompromisslos auf Schrankenfreiheit. Warum?

Maximilian Schlereth: Die Schranke steht für 99 Prozent der Parkenden im Weg und verursacht hohe Anschaffungs- und Wartungskosten. Für uns ist jede Schranke eine zu viel. Die Parkbranche steht vor einer notwendigen digitalen Revolution, die eine vernetzte Mobilität erst möglich macht.

Sie arbeiten eng mit der Mobility Hub Parkservice zusammen. Ist diese Partnerschaft für den operativen Betrieb zuständig, während Peter Park die Technik liefert?

Maximilian Schlereth: Unsere Philosophie unterscheidet sich von der vieler Marktbegleiter, die bei schrankenfreiem Parken mit Inkassounternehmen kooperieren. Wir wollen den Endnutzer nicht an ein externes Inkassounternehmen abgeben. Mobility Hub Parkservice ist Payment-Plattform und Abwicklungspartner und steht als Anlaufstelle für parkende Kunden direkt zur Verfügung. Die enge Verbindung zu Mobility Hub Parkservice ermöglicht es uns, den gesamten Abrechnungsprozess selbst zu steuern und damit die Kundenfreundlichkeit zu gewährleisten.

Weitere Artikel zu Peter Park lesen Sie -> hier

Die Gründer und Gesellschafter von Peter Park: Maximilian Schlereth (CEO), Patrick Bartler (COO), Stefan Schenk (CCO) und Christoph Heinle (CTO)
© Peter Park

„In der nahen Zukunft wird alles über Kennzeichenerkennung laufen“

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Katrin Teichert, Geschäftsführerin APCOA PARKING Deutschland
Interview mit Katrin Teichert, APCOA Deutschland

Seit dem 1. Mai 2023 ist Katrin Teichert Geschäftsführerin von APCOA Deutschland. Wir hatten Gelegenheit, mit ihr über aktuelle Entwicklungen in der Branche, strategische Ansätze im Unternehmen und ihre Ziele zu sprechen.

Marko Ruh: Frau Teichert, wir wollen uns über aktuelle Entwicklungen bei APCOA austauschen. Was sind die Grundlagen?

Katrin Teichert: Wir befinden uns weiter auf einem klaren Strategiepfad und verstärken uns regelmäßig in bestimmten Bereichen. Wie Sie wissen, Herr Ruh, sind wir in Deutschland ein Asset-Light-Unternehmen. Das heißt, unsere Immobilien sind gemietet und wir führen sie Park- und weiteren Nutzungsformen zu.

Können Sie Beispiele nennen?

Durch die aktive Implementierung neuer Park- und Serviceprodukte und weiterer Use Cases. Zum Beispiel werden wir allein hier in Deutschland in diesem Jahr noch einmal circa 200 eigene AC-Ladestationen an den Start bringen, aber auch das Thema Schnellladen weiter ausbauen.

Letzteres gemeinsam mit Partnern, vermute ich.

Wir haben eine bestehende Partnerschaft mit Tesla. Noch nicht live sind wir in der Partnerschaft mit BP Aral, über die in Europa 100 DC-Ladepunkte installiert werden, 30 davon in Deutschland. Wir sind da in den Vorbereitungen und erwarten erste Go-Lives für deutsche Standorte in diesem Jahr. Stand jetzt haben wir bereits 20 Schnellladepunkte mit Tesla in zwei APCOA-Parkhäusern: im Alexa in Berlin zwölf Stück und acht in München-Riem.

Wie sind denn Ihre bisherigen Erfahrungen mit der Nachfrage?

DC wird sehr gut benutzt. Unser Learning ist, dass wir beim AC-Laden sicherstellen müssen, die richtige Anzahl von Ladepunkten anzubieten.

Nicht selten hört man ja, dass Ladestationen eher Spinnweben ansetzen als rege genutzt zu werden…

Ich sehe das auch regelmäßig, wenn ich mal nicht in einem APCOA Parkhaus parken kann. Einige Häuser haben schon sehr viele Parkplätze mit Ladepunkten ausgestattet. Wir sind da ein bisschen differenzierter unterwegs. Wir versuchen, vorzurüsten – oder der Eigentümer rüstet für größere Mengen vor. Aber wir starten in der Regel mit einer geringeren Zahl von Ladepunkten, um dann zu sehen, ob wir später sukzessive weiter ausbauen.

Das Schnellladen machen sie mit Partnern. Gilt das auch für das AC-Laden?

Wir haben bereits eine Partnerschaft mit E.ON und knapp 140 Ladepunkte über eine ganze Anzahl von Parkhäusern verteilt. Darüber hinaus machen wir es beim AC-Laden auch im Eigenbetrieb.

Ein Riesenthema war bei der Messe PARKEN in Wiesbaden die Kennzeichenerfassung, die offensichtlich alles andere ablöst. Sehen Sie das auch so?

Das kann ich so bestätigen. Wir haben Kennzeichenerkennung heute bereits in eigentlich allen unseren Parkhäusern umgesetzt. Der nächste Schritt ist, dass man irgendwann auch die Schranken wegnimmt und in ein Free-flow-Modell übergeht. Dieses Konzept haben wir bereits an einer zweistelligen Anzahl von Standorten live und waren auch die ersten in Deutschland, die schon vor fünf Jahren hierzu pilotiert haben.

Das Kennzeichen am Automaten einzugeben, ist für manche sicher noch ungewohnt. Erleben Sie im Dialog mit Kunden hier und da noch Nachholbedarf – also ganz konkret bei den Free Flow Anlagen?

Nach unserer Erfahrung muss man das Ganze in den ersten Wochen personell noch ein bisschen stärker vor Ort begleiten. Zudem ist es wichtig, wirklich gut auszuschildern. Es ist sehr hilfreich, wenn man sein Kennzeichen bei der Einfahrt auf dem digitalen Screen sieht. Ansonsten muss ich sagen: Bei Veränderungen sind wir auf der Kundenseite als Deutsche nach wie vor ein bisschen hinterher im internationalen Vergleich.

…was insbesondere fürs Bezahlen gilt. Ich glaube, in Skandinavien bezahlt kein Mensch mehr bar.

Nein, das gibt es da eigentlich gar nicht mehr. Ich bin sehr froh, dass wir als APCOA in der Gruppe ein paar sehr weit entwickelte Länder und darüber die ganze Technologie im Konzern haben. Und ich bin auch sehr froh, dass wir bei der Kennzeichenerkennung, digitalen Produkten und Services wie der Flow-App im Markt die Nase vorn haben. Das ist auch etwas, für das wir von den Eigentümern der Immobilien immer sehr positives Feedback bekommen.

In Wiesbaden prophezeite ein Vertreter von DESIGNA auf der Open-Stage, dass das Parkticket ausgedient habe und in absehbarer Zeit nicht mehr genutzt werde. Läuft es auch aus Ihrer Sicht darauf hinaus?

Das unterschreibe ich gerne, das Ticket wird es nicht mehr geben. Ob in zwei, drei oder fünf Jahren kann ich Ihnen nicht sagen, aber in der nahen Zukunft wird alles über Kennzeichenerkennung laufen. Wir glauben, es ist gut, keine Tickets mehr zu haben. Aus vielen Gründen: im Rahmen von ESG, zum Beispiel Papierreduktion, um die Standzeiten vor Schranken zu reduzieren. All das zahlt positiv auf die CO2-Reduktion ein und allgemein, um manuelle Prozesse zu reduzieren. Wenn Sie vor fünf Jahren dieses Gespräch geführt haben, wird einer meiner Vorgänger sicher gesagt haben, der deutsche Kunde sei noch nicht so weit. Ich glaube, wir sind jetzt so weit und werden deswegen in den nächsten Jahren das ganze Thema Digitalisierung aller Prozesse noch stärker vorantreiben.

In der APCOA Group hat sich mit dem Umzug von Stuttgart nach London eine große Veränderung ergeben – sowohl personell als auch vom Standort her. Hat das Auswirkungen auf APCOA Deutschland?

Nein, wir sind nicht tangiert. Wir sind als APCOA Deutschland eine separate operative Einheit. Zum Teil haben wir neue Ansprechpartner, einen neuen CEO, einen neuen CFO, aber das ist ja etwas ganz Normales.

Die Geschäftsmodelle neben dem klassischen Parken werden komplexer. Wenn Sie andere Dienste – gerade auch mit Partnern – anbieten, rechnet sich das womöglich erst nach einiger Zeit, oder?

Nein, das ist wirklich ein hochprofitables Zusatzgeschäft und rechnet sich von der ersten Minute. Die Kunst ist natürlich, mit allen Geschäftskunden fair gestaltete Verträge zu haben.

Was sind die drei Top-Themen, die Sie momentan mit Nachdruck verfolgen?

Das ist einmal der weitere Ausbau unseres Netzwerks. Wir sind vertrieblich stark aktiv in allen für uns sehr wichtigen Sektoren. Wir glauben weiterhin an City und Shopping, aber auch an wichtige Infrastrukturbereiche wie Kliniken, Universitäten, Stadien und Flughäfen. Das Zweite ist unser erweitertes Angebot im Rahmen von Urban Hubs oder Urban Solutions. Dazu zähle ich auch das Laden. Also Mehrwerte schaffen für den Endkunden und für den Geschäftskunden durch eine bessere Ausnutzung von Flächen. Und das dritte Thema ist für mich die Nutzung von digitalen Möglichkeiten – nicht nur im Backoffice, wo alle Unternehmen seit vielen Jahren dran sind, sondern auch im Kundenerlebnis und in den Möglichkeiten, die sich zum Beispiel aus Kennzeichenerkennung oder in unserem Fall aus unserer digitalen APCOA-Flow-App ergeben.

Abschlussfrage: Wie sehen Sie die Entwicklung der Branche insgesamt?

Ich glaube daran, dass Parken ein wichtiger Teil der Mobilität ist. Als Parken-Branche können wir uns noch kräftig weiterentwickeln und sehr viele Mehrwerte für die Städte und unsere Kunden schaffen. Ich glaube auch, dass sich durch die Veränderungen, die in der städtischen Infrastruktur geplant sind, weitere Chancen für uns ergeben. Es gibt in Deutschland nach wie vor unglaublich viel „weißen Raum“, der noch nicht als Parkraum gemanagt wird. Ich bin auch froh, dass die neue Bundesregierung sehr früh ein Sondervermögen für die Infrastruktur angestoßen hat und wünsche mir jetzt, dass dann auch angefangen wird, zu investieren. Hoffen wir, dass der Prozess der Umsetzung nicht so lange dauert.

Katrin Teichert
© APCOA

Entscheidung für das OS-10-System

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Neue Beschichtung im Parkhaus Finanz-Campus
Neue Beschichtung im Parkhaus Finanz-Campus
Tiefgarage im S-Finanz-Campus mit OS-10-System beschichtet

Schnell ausgehärtet und nach wenigen Stunden begehbar, schwer entflammbar, UV- und farbtonstabil, verschleißbeständig sowie geruchsarm: Die Entscheidung für das OS-10-System fiel sowohl aufgrund der Verarbeitungseigenschaften als auch wegen der späteren Betriebsfunktion.

Mitten in der Innerstadt hat die Kasseler Sparkasse ihren neuen „S-Finanz-Campus“ errichtet. Die zwei oberirdischen Gebäudeteile sind unterirdisch durchgehend verbunden. In der Tiefgarage entstanden etwa 100 Pkw-Stellplätze auf rund 3.000 Quadratmetern. Architekten und Bauherren legten besonderes Augenmerk auf ressourcenschonende Verfahren. Herausgekommen ist ein DGNB-Gold zertifizierter Gesamtkomplex. In der Tiefgarage kam StoFloor Traffic Elastic PM MultiBase von StoCretec im OS 10.4-Systemaufbau zum Einsatz, ein Oberflächenschutzsystem für Verkehrsflächen in Parkbauten mit herausragenden Eigenschaften, wie der Hersteller angibt.

Verarbeitung ohne Geruchsbelästigung

Die Lage in der Innenstadt hätte bei dem ursprünglich geplanten PMMA-Beschichtungssystem hohen Zusatzaufwand verursacht. „In der Nähe gibt es eine Kita, Geschäfte und Büros – alles sensible Bereiche, in denen Geruchsbelästigung unerwünscht ist“, erklärt Stefan Senz, Produktmanager für Bodenbeschichtungen bei StoCretec. Hier wäre während der Arbeiten ein mindestens siebenfacher Luftaustausch der gesamten Tiefgarage pro Stunde notwendig gewesen wie auch der Einsatz von aufwändigen Filteranlagen, um die Abluft zu reinigen. „Bei der Verarbeitung des StoFloor Traffic Elastic PM MultiBase entstehen keine gefährlichen Gase und keine Geruchsbelästigung“, sagt Senz, „daher sind der aufwändige Luftaustausch und die Filtration der Abluft nicht notwendig.“ So habe der Bauherr diese Zusatzkosten gespart.

„Durch den um 90 Prozent reduzierten Einsatz von Quarzsand verringern sich außerdem die Material- und Transportkosten“, so Senz. Eine Quarzsand-Vollabstreuung und eine anschließende Deckversiegelung benötige dieses System nicht. Die Verschleißschicht StoPur AC MultiCoat wird hingegen in einem Arbeitsgang aufgebracht. Sie ist ein hoch abriebfester Strukturbelag auf Polyurea-Basis mit integrierter Rutschhemmung (R11 – V10). Diverse Verschleiß-Simulationsprüfungen, auf die StoCretec verweist, belegen die hervorragende Beständigkeit bei Verkehrsbelastung (Parking Abrasion Test/PAT, Verschleiß-Simulation nach EN 13197/RPA).

Die Systemkomponenten von StoFloor Traffic Elastic PM MultiBase lassen sich laut Anbieter angenehm und komfortabel verarbeiten. Die Boden- und Verkehrsflächenbeschichtung ist UV- und farbtonstabil, schwer entflammbar (DIN EN 13501-1) und geruchsarm.

Universal-System für Verkehrsflächen

StoFloor Traffic Elastic PM MultiBase wird in Parkhäusern und Tiefgaragen sowie auf freibewitterten Parkflächen eingesetzt. Das PUR/UREA-System zeichne sich besonders durch kurze Einbauzeiten aus. Es lasse sich in nur drei Arbeitsgängen fertigstellen, erhärte schnell, sei nach wenigen Stunden begehbar und bereits nach 24 Stunden befahrbar. Außerdem weise es eine erhöhte dynamische Rissüberbrückung auch bei niedrigen Temperaturen (Klasse B 4.2 gemäß EN 1062-7) und eine sehr hohe Verschleißfestigkeit auf. Das System sei zudem beständig gegen Öle, Treibstoffe und Tausalz.

In Kassel erhielten die Wände und Stützen bis auf eine Höhe von etwa 50 Zentimetern ebenfalls eine Beschichtung, um den Ober­flächenschutz auch an den vertikalen Flächen zu gewährleisten. Parkteppiche, Laufwege und Markierungen wurden mit dem farbigen Polyurethanharz StoPur DV 508 gemäß Farbkonzeption realisiert.

StoFloor Traffic Elastic PM MultiBase ist laut StoCretec unter anderem schnell-härtend, verschleißfest, geruchsarm und schwer entflammbar.
© Guido Erbring/StoCretec GmbH

Standardisierte Fassaden-PV für Parkhäuser

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T.Werk aus Burgau in Bayern hat eine standardisierte Unterkonstruktion für Photovoltaik an Parkhausfassaden entwickelt.

Das Montagesystem ist anwendbar bei allen Parkhäusern, die mit Doppel-T-Trägern gebaut sind. Es wird laut Hersteller ohne Schrauben und Bohren mit Klemmpratzen montiert.

Standardisierte Fassaden-PV für Parkhäuser: Ohne Bohren und Schrauben

Die Montage des Fassadensystems sei schnell und einfach, verspricht der Anbieter, da das Klemmpratzensystem ohne Bohrungen und Verschraubungen auskommt. T.Werk bleibt dabei seinem Prinzip der modularen Komponenten treu. Verwendet werden für die Fassaden-Unterkonstruktion ZELOS-Profile und CHRONOS-Klemmen, die beide auch bei der Montage von Photovoltaik auf Dächern zum Einsatz kommen.

Vorteile von Photovoltaik an der Fassade

Die Anbringung von Photovoltaik an der Fassade eines Parkhauses biete mehrere Vorteile: Der Strom wird vor Ort erzeugt und kann in Kombination mit einer Ladesäuleninfrastruktur direkt genutzt werden. T.Werk verweist zudem darauf, dass sich neben der Verringerung der Betriebskosten für Parkhausbetreiber auch das Image des Betreibers oder der Kommune im Bereich Nachhaltigkeit verbessern lasse. Vertikal angebrachte Photovoltaikanlagen sorgten auch in der sonnenärmeren Zeit, morgens und abends sowie in den Wintermonaten zuverlässig für Strom.

Standardisierte Fassaden-PV für Parkhäuser.
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Vertikale Photovoltaikanlage an einer Parkhausfassade
© T.Werk