Mittwoch, 21. Januar 2026

Weiterentwicklung der Ladebordsteine

Die Stadt Köln hat gemeinsam mit der RheinEnergie-Mobilitätstochter TankE GmbH und der Rheinmetall AG – Entwicklerin des Ladebordsteins – drei neue Ladevorrichtungen in Köln-Lindenthal in Betrieb genommen.

Einen der neuen Ladebordsteine haben die Betreiber mit einem neuen modularen Kabelschutzelement ausgestattet. Dazu läuft nun erstmals ein Pilotbetrieb, um die Effekte zu testen.

Ohne Tiefbauarbeiten

Das von Rheinmetall entwickelte Produkt ermöglicht eine geschützte Verlegung von Strom- und Kommunikationsleitungen direkt unter Gehwegplatten ohne aufwendige Tiefbauarbeiten. Das neue Element wird im Pilotprojekt zwischen Zähleranschlusssäule und Ladebordstein getestet, um Erfahrungen im öffentlichen Raum zu sammeln. Damit beabsichtigt die Stadt, klassische Erd- und Anschlussarbeiten im Untergrund und den damit verbundenen Aufwand sowie die hohen Kosten zu reduzieren.

Zudem soll damit die Gefahr verringert werden, Leitungen bei künftigen Tiefbauarbeiten zu beschädigen, da das System sichtbar, leicht zugänglich und temporär entfernbar ist. Leitungen können laut Anbieter unkompliziert ergänzt oder entfernt werden, ohne eine Baumaßnahme, es reiche das Anheben der Gehwegplatten und das Öffnen des Moduldeckels. Auch für Glasfaser- oder andere nachträgliche Kabelverlegungen könnte sich das System eignen.

Bilanz zu den Ladebordsteinen

Zusätzlich testen Experten unterschiedliche Farbvarianten, um Erkenntnisse zu Sichtbarkeit, Integration ins Stadtbild und Robustheit zu gewinnen. Ziel sei es, das System noch weiter zu verbessern, um den flächendeckenden Ausbau der Ladeinfrastruktur zu forcieren. Zudem will man den Aufwand für Installation und Betrieb minimieren.

Die bundesweit ersten Ladebordsteine im öffentlichen Raum gingen im April 2024 in Köln an den Start. Die Pilot-Ladebordsteine hat man rund ein Jahr lang erfolgreich getestet. Vier Ladepunkte erreichten innerhalb eines Jahres über 2.800 Ladevorgänge und eine technische Verfügbarkeit von über 99 Prozent. Eine Nutzerbefragung mit rund 100 Teilnehmern ergab eine Bewertung von 4,38 von fünf Punkten. Nach dem erfolgreichen Pilotprojekt ist der Ladebordstein nun als Serienprodukt verfügbar.

Vereinfachte Installation: Beim Anschluss eines neuen Ladebordsteins in Köln
kamen neue Kabelschutzelemente zum Einsatz.
© TankE GmbH

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