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Autos und Fahrräder unter einem Dach

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P+R Weiden-West
P+R Weiden-West
Die Stadt Köln möchte an einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt in Randlage den Umstieg auf den ÖPNV für Auto- und Fahrradfahrer attraktiver gestalten.

Es soll erstmals in der Millionenstadt eine kombinierte Lösung für Kfz- und Fahrradparken innerhalb einer sogenannten Parkpalette entstehen.

In Weiden-West am westlichen Stadtrand von Köln startet die Straßenbahnlinie 1, die eine umsteigefreie Verbindung ins Kölner Zentrum bietet und bis zur östlichen Seite über die rechtsrheinischen Stadtteile bis ins benachbarte Bensberg führt. Zudem verkehren in Weiden West die S-Bahnlinien S12 und S19 sowie mehrere Buslinien. Auch Fahrräder und E-Scooter können am Park-and-Ride- beziehungsweise Bike-and-Ride-Standort ausgeliehen werden.

Mehr als 300 Parkplätze für Fahrräder

2021 hat der Rat der Stadt Köln die Kölner Verkehrsbetriebe (KVB) beauftragt, eine Parkpalette an der Haltestelle Weiden-West zu planen und zu bauen, um die Kapazitäten der ausgelasteten Park-and-Ride-Anlage zu erweitern. Ein Bike Tower daneben sollte 120 Fahrrädern Platz bieten. Platz, der laut einer aktuellen Bike-and-Ride-Erhebung aus dem Vorjahr dringend benötigt wird: Zum Untersuchungszeitpunkt waren alle verfügbaren Fahrradabstellplätze belegt. Darüber hinaus wurden mehr als 40 wild abgestellt Fahrräder vor Ort festgestellt.

Den Bike Tower hat die Stadt Köln jedoch aufgrund von zu erwartenden

Kostensteigerungen und der Insolvenz des Anbieters verworfen. Die neue Idee: 66 geplante Kfz-Stellplätze in der Parkpalette werden umgewandelt in eine Fläche für rund 130 Fahrradboxen und mehr als 200 Fahrradabstellplätze. Die Stadt Köln integriert das Fahrradparken damit in die Parkpalette für den Kfz-Verkehr und plant für den Radverkehr eine eigene Zufahrt. Ein Bike Tower für Köln ist damit jedoch nicht ausgeschlossen, die Stadt Köln zieht dieses Konzept für andere Standorte weiterhin in Betracht.

Parkpalette als wirtschaftliche Lösung

Für die Parkpalette liegt bereits eine Entwurfsplanung des Kölner Architekturbüros schultearchitekten vor. Das Objekt besteht aus stapelbaren, standardisierten Bauteilen und kann bei Bedarf aufgestockt werden. Es soll der Funktion eines Parkhauses entsprechen, jedoch in einer einfacheren Bauweise ausgeführt werden. Aus technischen und wirtschaftlichen Gründen soll ein Generalunternehmen die weiteren Planungen und den Bau im Auftrag der KVB übernehmen. Die Vergabe dazu erfolgte am 4. Juli 2025.

Die Förderfähigkeit der um die Bike-and-Ride-Stellplätze ergänzten Parkpalette wurde mit dem Fördermittelgeber, dem zuständigen Regionalverkehrsverbund go.Rheinland, abgestimmt. Stimmt die Politik der Beschlussvorlage zu, kann der bereits beauftragte Generalunternehmer den ergänzenden Auftrag für die Integration des Fahrradparkens übernehmen. Nach Einholung der Baugenehmigung für die Kfz- und Fahrrad-Parkpalette werden die detaillierte Ausführungsplanung und die Durchführung der Bauleistungen beauftragt. Anfang September hat der Rat der Stadt Köln der Beschlussvorlage zur Änderung in eine sogenannte Bike+Ride-Anlage zugestimmt.

Höhere Förderung dank Fahrradparken

Die Planer schätzen aktuell, dass das Projekt 21,25 Millionen Euro kosten wird, das sind rund sieben Millionen Euro mehr als 2021 angenommen. Grund sind die allgemeine Kostensteigerung bei Planungsleistungen und beim Bau in den letzten Jahren sowie die Integration der Fahrradabstellanlage. Durch die Integration der Fahrradparkplätze in die Anlage können jedoch höhere Fördermittel abgerufen werden. Dadurch sinkt der Eigenanteil der Stadt Köln und der KVB auf 2,9 Millionen Euro, ursprünglich lag dieser bei 10,13 Millionen Euro. Die jährlichen Betriebskosten für die Eigentümerin KVB werden auf 205.000 Euro geschätzt.

Parkpalette für Köln-Weiden West: So könnte das Parkhaus für Pkw und Fahrräder in einfacher Bauweise einmal aussehen.
© schultearchitekten | Visualisierung: rendertaxi

„Unser Ziel ist, das Leben der Menschen zu vereinfachen“

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Heidi Wildemann
Heidi Wildemann
Interview mit Heidi Wildemann und Giuliano Caldo von Arrive

Arrive Germany, einer der führenden internationalen Anbieter von digitalen Mobilitätslösungen mit Marken wie EasyPark, hat Heidi Wildemann zur neuen Geschäftsführerin für den deutschen Markt ernannt. Giuliano Caldo, Leiter Süd- und Mitteleuropa bei Arrive, ist für Deutschland, Österreich, die Schweiz, Italien, Spanien und Portugal verantwortlich. Wir haben mit beiden während der Messe PARKEN 2025 in Wiesbaden gesprochen.

Hallo zusammen, können Sie uns ein wenig über sich erzählen?

Heidi Wildemann (H.W.): Ich bin Heidi, komme ursprünglich aus dem Bankwesen, arbeite aber seit zehn Jahren in Scale-up-Unter-nehmen in ganz Europa. Daher bin ich von der sehr internationalen Struktur von Arrive wirklich begeistert, denn das ist genau das, was ich mag und womit ich mich wohlfühle. Gleichzeitig kann ich in meinem Heimatmarkt verankert bleiben. Ich war früher Leiterin der Finanzabteilung und des operativen Geschäfts- und Betriebsabteilung und später Geschäftsführerin von ParkNow in Deutschland. Arrive, ehemals EasyPark Group, habe ich kennengelernt, als sie ParkNow übernommen haben. Dabei haben wir beschlossen, in Kontakt zu bleiben.

Von wo aus arbeiten Sie?

H.W.: Ich selbst arbeite aus unserem Büro in Berlin, aber wir haben aktuell auch Standorte in Hannover und Kiel. Ich versuche, so oft wie möglich dort vor Ort zu sein und natürlich auch unsere Kunden zu besuchen. Momentan bin ich viel unterwegs.

Und Sie, Giuliano?

Giuliano Caldo (G.C.): Ich bin in Rom zuhause und gehe entweder zu Fuß zur Arbeit oder nehme das Flugzeug, da ich für Deutschland, Österreich, die Schweiz, Italien, Spanien und Portugal verantwortlich bin. Ich bin auch Country Manager für Italien und habe die Aufsicht über die Country Manager in den anderen Ländern, bin also auch ziemlich viel auf Reisen. Für mich ist es eine großartige Erfahrung, etwas Neues zu lernen, über andere Kulturen und insbesondere über die Dinge, die in Deutschland funktionieren. Das sage ich nicht über jedes Land. Aber ich habe hier viel darüber gelernt, wie man die Arbeit angeht und wie ernsthaft und gründlich die Menschen in diesem Arbeitsumfeld sind. Ich bin wirklich froh, mit euch zusammenarbeiten zu dürfen.

EasyPark ist eine so bekannte Marke, warum dieser Wechsel -zur neuen Marke Arrive?

G.C.: EasyPark ist eine sehr bekannte Marke in Deutschland und in vielen Ländern der Welt. Aber sie ist sehr spezifisch auf das Parken ausgerichtet. Jetzt sind wir in einer Situation, in der wir tatsächlich über mehrere Technologien verfügen, die nicht nur mit dem Parken zu tun haben, sondern auch mit Zahlungsvorgängen, Transport und modernen Dienstleistungen für Städte. Deshalb wollten wir uns -etwas überlegen, das mehr mit Mobilität als mit Parken zu tun hat. Arrive bedeutet, man kommt ans Ziel, man kommt irgendwo an. Man kann mit dem Auto ankommen, man kann mit dem Bus ankommen – wir haben auch Lösungen für das Bezahlen in Bussen oder in der U-Bahn. Das ist also ein Teil unseres Kundenversprechens.

Sie betonen also, dass Sie mehr anbieten als Parken?

G.C.: Ja, und es hat auch einen technologischen Aspekt. Technologie ermöglicht eine sofortige Erfüllung von Bedürfnissen, sie hilft einem beim Ankommen.

Experten weisen ja auch oft darauf hin, dass Menschen nicht ‚Parken gehen‘, sondern zum Einkaufen oder andere Aktivitäten bezwecken.

G.C.: Parken ist eine sehr komplexe Angelegenheit. Aber man geht in der Tat nicht nur Parken. Daher muss das Parkerlebnis so reibungslos, so einfach und so schmerzfrei wie möglich sein. Unser Anspruch ist, Städte lebenswerter zu machen. Dabei nutzen wir eine Vielzahl von Technologien mit Hunderten von Millionen Transaktionen pro Jahr, die in den 20.000 Städten, in denen wir weltweit tätig sind, analysiert werden können. Diese internationalen Erfahrungen können wir dann auf lokaler Ebene anwenden, um sie in Städten wie Baden-Baden, Frankfurt, Berlin oder anderen Städten in Deutschland einzusetzen.

Welche praktischen Konsequenzen hat Ihre Namensänderung?

G.C.: Kunden in Deutschland parken weiterhin mit EasyPark. Wir ändern das EasyPark-Logo nicht, da die Marke gut etabliert ist. Alles andere wird unter Arrive fallen, eine Dachmarke für das gesamte Unternehmen, die für die meisten Marken außer EasyPark stehen wird. Wir versuchen, praktisch alle Technologien und Prozesse sowie die Unternehmen zu integrieren. Es gab Flowbird Deutschland, es gab EasyPark Deutschland, jetzt ist Heidi die Geschäftsführerin beider Unternehmen in dieser integrierten Form.

H.W.: Genauso wie Verbraucher sich nicht mit den Komplexitäten der Reiseplanung und der Parktechnologie beschäftigen wollen, gilt dies auch für unsere Partner. Sie möchten das Leben in ihren Städten für ihre Bürger verbessern, und das können wir ihnen jetzt alles bieten. Sie müssen nicht mehr zu einem Unternehmen für Parkscheinautomaten gehen, zu einem anderen Unternehmen für Daten und wieder zu einem anderen für digitale Zahlungen. Wir können nun das gesamte Tool-Set anbieten und möchten der zuverlässige Partner für alle diese Lösungen sein – auch, um unseren Partnern die Herausforderungen bei der Verwaltung von Mobilität und der Erreichung von städtischen Zielen zu erleichtern.

Haben Sie deshalb in den letzten Monaten mit der Übernahme von Flowbird, Parkopedia und weiteren Unternehmen so stark investiert?

G.C.: Ja, wir investieren sowohl in Unternehmen als auch in Software. Wir haben mehr als 4.000 Mitarbeiter, von denen mindestens die Hälfte als Entwickler oder in der IT tätig sind. Das ist im Wesentlichen dem Parken, dem Verkehr und der Mobilität gewidmet. Denn wir sehen, dass es eine Menge komplexer Sonderfälle gibt, allein schon, wenn man in einem Parkhaus parkt. Dafür benötigt man viele Köpfe.

Was ist dabei Ihr Ziel?

G.C.: Unser Ziel ist es, das Leben der Menschen auf sehr praktische Weise zu vereinfachen, nicht nur beim Parken, sondern auch in Bezug auf Mobilität.

Regeln und Vorschriften variieren von Land zu Land. Wie gehen Sie als internationales Unternehmen damit um?

H.W.: Das ist natürlich eine Herausforderung, aber es birgt auch Chancen. Wenn ich ein Problem auf dem deutschen Markt habe, kann ich auf unsere internationale Organisation zurückgreifen. Einer meiner vielen Kollegen in einem anderen Land hatte vielleicht schon einmal eine ähnliche Problemstellung oder kann zumindest mit mir gemeinsam über eine Lösung nachdenken. Gerade auf dem deutschen Markt sehen wir derzeit viele Trends, die im internationalen Kontext bereits stärker verbreitet sind.

Können Sie ein Beispiel nennen?

H.W.: Beispielsweise Scan-Cars, mit denen sich Parkscheinkontrollen viel effizienter und kostengünstiger durchführen lassen. Auf dem deutschen Markt gibt es dafür bislang noch kaum Gesetzgebung, die das ermöglicht. Aber wir hören von unseren deutschen Partnerstädten, dass sie diesen Trend im Ausland beobachten und sehr daran interessiert sind, da es überall an Fachkräften für die Parkraumüberwachung mangelt. Das ist eine der Problemstellungen, bei deren Lösung wir helfen können.

Ist es auch die Vision von Arrive, in allen Ländern, in denen Sie präsent sind, Marktführer zu werden?

H.W.: Es ist unser Ziel, der zuverlässigste Partner zu werden, an den sich die Stadt wendet, wenn es um die Umsetzung ihrer Mobilitätspläne geht. Wir wollen eine Lösung für jedes Problem haben, das Partnerstädte in diesem Bereich haben.

G.C.: Da stimme ich absolut zu. Wir stehen im Dienst der Stadt und ihrer Bürger. Das ist unsere Mission. Gemeinsam machen wir Städte lebenswerter. Wir existieren nicht für uns allein, sondern durch die enge Zusammenarbeit mit Städten und anderen Technologie-anbietern.

H.W.: Smart Parking ist ebenfalls ein wichtiger Punkt. Die Plattform des offenen Marktmodells für Handyparken, die wir in vielen deutschen Städten haben – bei denen Kunden die Wahl haben, welche Park-App sie nutzen möchten –, spielt ebenfalls in diesen partnerschaftlichen Ansatz hinein.

Vor einigen Jahren war EasyPark hauptsächlich im On-Street-Bereich tätig. Jetzt bestehen Partnerschaften mit Parkhausbetreibern. Verfolgen Sie die Strategie, in den Off-Street-Markt einzusteigen?

H.W.: Auf jeden Fall. Das gehört zu unserem multimodalen Konzept. Es ergibt keinen Sinn, wenn man eine App für das Parken in einem Parkhaus und eine andere für das Parken auf der Straße benötigt. Dann fährt man in die nächste Stadt und braucht womöglich eine dritte App. Daher sind private Betreiber und Parkhäuser ein Bereich, in den wir ebenfalls investieren. Wir haben international festgestellt, dass es möglich ist, den gesamten Markt zu erschließen, sobald man eine bestimmte Abdeckung von Straßenparkplätzen in einem bestimmten Gebiet erreicht hat. Und jetzt verfügen wir zusätzlich noch über die Parkscheinautomaten in unserem Portfolio und können unsere Lösungen immer weiter integrieren.

Aber ist es nicht das Ziel, Parkscheinautomaten in absehbarer Zeit – so in den nächsten zehn Jahren – ganz abzuschaffen?

H.W.: Ich denke, dass Parkscheinautomaten vorerst ein wesentlicher Bestandteil des Parkens bleiben werden. Wir sehen, dass es zwar – in Großbritannien zum Beispiel – eine gewisse Entwicklung weg von physischen Automaten gibt. Aber nach deutschem Recht sind Parkscheinautomaten beispielsweise immer noch vorgeschrieben, denn der Bürger darf per Gesetz nicht durch ein eingeschränktes Angebot an Bezahlmethoden diskriminiert werden.

Ich glaube, dass alle 100 oder 200 Meter ein Parkscheinautomat für Menschen vorhanden sein muss, die keine Möglichkeit haben, ein Smartphone zu benutzen.

H.W.: Genau, der Mix wird sich in den nächsten Jahren vielleicht verändern, aber Parkscheinautomaten werden ein Teil dieses Mix bleiben und genau deswegen haben wir auch in Flowbird investiert.

G.C.: Und es besteht die Möglichkeit, die Hardware weiter zu digitalisieren. Mittlerweile sind die Terminals, an denen man für das Parken bezahlt, nicht nur Schlitze, in die man eine Münze einwirft. Da gibt es nicht selten einen 10-Zoll-Touchscreen, auf dem man zum Beispiel Informationen über ein Konzert erhalten kann oder über den man andere Dinge als Parkplätze kaufen kann.

Letzte Frage: Wie gefällt Ihnen die Messe PARKEN 2025?

H.W.: Sie ist großartig. Da ich seit ein paar Jahren nicht mehr in der Parken-Branche tätig war, bietet sie eine gute Gelegenheit, bekannte Gesichter wiederzusehen, aber auch viele neue Menschen kennenzulernen. Außerdem habe ich hier die Möglichkeit, mit dem Team zusammen zu sein. Ich finde, es gibt viele wirklich gute Präsentationen, und ich empfinde die Parken-Branche im Allgemeinen als sehr kooperativ. Hier sind auch viele unserer Partner, nicht nur Konkurrenten.

G.C.: Ich liebe Technologie. Hier werden so viele Dinge erfunden, getestet und präsentiert, die noch gar nicht im Alltag eingeführt sind. Die Zukunft ist bereits zu erkennen. Wir müssen nur sicherstellen, dass die vorhandene Technologie weltweit genutzt wird. Mit all diesen Lösungen blicke ich sehr optimistisch in die Zukunft.

Das Interview führte Marko Ruh, Chefredakteur von Parken aktuell

Heidi Wildemann, Geschäftsführerin Arrive Deutschland
© Arrive

Contipark mit neuer Markenpositionierung

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Contipark Solingen Hofgarten
Contipark Solingen Hofgarten
In einer Zeit, in der Mobilität neu gedacht wird, hat Contipark seine Markenidentität neu positioniert.

Was mit dem Claim „Home of Future Mobility“ ausgedrückt wird, nämlich die Transformation vom reinen Parkhausbetreiber zum Anbieter integrierter Mobilitätslösungen, soll sich auch in der Außendarstellung widerspiegeln.

Contipark hat seine Markenpositionierung neu entwickelt und fünf zentrale Aspekte definiert, die zusammen das neue Markenversprechen bilden sollen.

Kundenerwartungen haben sich verändert

Die Erwartungen, die Kundinnen und Kunden an Parkeinrichtungen stellen, hätten sich in den vergangenen Jahren spürbar verändert, so das Unternehmen. Das beginne bereits beim Thema Nachhaltigkeit: Contipark setzt seit vielen Jahren auf Strom aus erneuerbaren Energiequellen, doch die immer stärkere Verbreitung von E-Mobilität erfordere den massiven Ausbau von Ladeinfrastruktur in den Parkeinrichtungen. Was früher ein Nischenprodukt war, sei heute integraler Bestandteil der Kundenerwartung.

Gleiches gelte für das Thema Digitalisierung. Mit der Einführung App-gestützter Parking- und Mobilitätslösungen sowie eines komplett neuen und verschlankten Webauftritts bediene Contipark auch die ständig zunehmende Digitalisierung des Alltags.

Contiparks Marken­versprechen: Fünf Facetten

Um die neue Markenpositionierung greifbar zu machen, hat Contipark fünf Werte definiert, die für das Unternehmen zentral seien. Als Dienstleister rund um das Thema Mobilität will Contipark innovativ sein und setzt auf digitale Park- und Mobilitätslösungen. Mit der Gestaltung von nachhaltigen, smarten, auf E-Mobilität fokussierten Verkehrslösungen möchte Contipark seine Zukunftsorientierung unterstreichen.

Gleichzeitig stelle Contipark mit neuartigen Nutzungskonzepten für die Städte von morgen seine Flexibilität unter Beweis. Auch die Komponente Mensch werde mit dem neuen Markenversprechen gestärkt: Contipark mache Mobilität für alle zugänglich und sei damit nahbar. Und Contipark sei offen für neue Kundenbedürfnisse und -anforderungen.

Corporate Design: Mehr als ein Facelift

Mit dem Corporate-Design-Refresh zur Neupositionierung will Contipark nicht nur seine visuelle Identität auf ein neues Level heben, sondern auch seine strategische Weiterentwicklung unterstreichen: vom klassischen Parkhausanbieter zum innovativen Mobilitätsdienstleister, der urbane Räume intelligent vernetzt und zukunftsorientierte Lösungen für eine smarte, nachhaltige Mobilität entwickelt.

Frische, moderne Farben sollen die digitale Transformation und die Evolution von Parkhäusern zu smarten Mobilitäts-Hubs symbolisieren. Sie stehen demnach für Bewegung, Zukunft und die Integration neuer Technologien wie E-Mobilität, kontaktloses Bezahlen und digitale Services.

Auch das Bildkonzept wurde angepasst. „Sympathisch, identifikationsstark, divers, auf Augenhöhe“ – die neuen Contipark-Bildwelten gehen weg vom steril-technischen Parkhaus und hin zu denen, die hier ihren Platz finden. Authentische, emotionale Motive rückten den Menschen ins Zentrum. Statt statischer Infrastruktur zeige das neue Bildkonzept Parkraum als lebendigen Bestandteil des urbanen Alltags. Der Faktor Mensch werde zum Markenzeichen, so Contipark.

Gruppenzugehörigkeit wird sichtbarer

Mit dem neuen Corporate Design unterstreiche Contipark auch seine Nähe zur Konzernmutter Interparking Group: Das traditionelle Blau wird ab jetzt mit der Akzentfarbe Gelb kombiniert. Zu sehen sein wird dies hauptsächlich an der neuen Beschilderung, die nach und nach in den Contipark-Parkeinrichtungen Einzug halte. Werbemittel wie Plakate, Flyer etc. sowie der neue Webauftritt zeigen sich ebenfalls in der neuen Farbkombination.

Contipark schließt sich damit visuell an das Gruppenmarketing der Interparking Group an, das für alle Länderniederlassungen der Gruppe einheitlich ist. Nicolas Godon, Group Marketing and Communication Manager bei Interparking, dazu: „Contipark rückt näher an die Konzernmutter und die Schwestergesellschaften heran – das Wir-Gefühl und die konzernweite Zusammenarbeit werden somit sichtbarer.“ Michael Kesseler, Geschäftsführer von Contipark, ergänzt: „Wir sind stolz, Teil von Interparking zu sein, und damit einen starken Partner an unserer Seite zu haben.“

Der neue Markenauftritt wurde kürzlich von fachkundiger Seite bestätigt: Contipark wurde beim diesjährigen German Brand Award in der Kategorie Brand Design/Corporate Brand ausgezeichnet.

Contipark-Objekt Hofgarten in Solingen
© Contipark

Sensor-Technologie aus Niederbayern

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MSR-Technik im Parkhaus am Frankfurter Flughafen
MSR-Technik im Parkhaus am Frankfurter Flughafen
Großauftrag des Frankfurter Flughafens geht an MSR-Traffic Parkleitsysteme

Der Frankfurter Flughafen, einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte Europas, setzt bei seinem neuen Terminal 3 auf innovative Sensor-Technologie aus Niederbayern. MSR-Traffic, ein Unternehmen der MSR-Group GmbH, und deren Schwesterfirma VOLTA haben den Zuschlag für ein hochmodernes Parkleitsystem von der Betreibergesellschaft FRAPORT AG erhalten, das das Reisen für Millionen Menschen erleichtern soll.

Herzstück des Projekts ist das neue Parkhaus am Terminal 3, eines der größten in Europa. Hier sorgen über 8.000 modernste Parksensoren der Produktreihe SONICI sowie 144 LED-Matrix-Anzeigen von MSR-Traffic für eine optimale Parkplatzsuche. „Innerhalb weniger Wochen konnten bereits 4.818 Sensoren erfolgreich installiert werden. Bis zur Fertigstellung im Herbst 2025 werden es 8.353 Sensoren sein, begleitet von 170 Zonensteuerungen und fast genauso vielen digitalen Wegweisern. Solche Großprojekte werden weltweit äußerst selten ausgeschrieben – daher freut uns das erneute entgegengebrachte Vertrauen in unser Unternehmen umso mehr!“, so Geschäftsführer Harald Schmitt.

Parkplatzsuche erheblich erleichtert

Die Technik spricht für sich: Das System funktioniert in Echtzeit und zeigt verfügbare Parkplätze präzise an. Das erleichtert die Parkplatzsuche im hektischen Flughafenalltag erheblich. Reisende profitieren von einem stressfreien Start in den Urlaub, während die Betreibergesellschaft Fraport AG mithilfe der Echtzeitdaten die Auslastung effizient steuern kann.

„Wir sind besonders stolz auf unser gesamtes Team, das in so kurzer Zeit herausragende Arbeit leistet!“, betont Betriebsleiter Frank Würz, der zugleich die Gesamtprojektleitung innehat. Die Verbindung aus intelligenter Technologie und praktischer Anwendung macht dieses Projekt so zukunftsweisend. Gemeinsam mit der Schwesterfirma VOLTA schafft MSR-Traffic eine Lösung, die sowohl Reisenden als auch Betreibern langfristige Vorteile bringt. Die Fertigstellung des gesamten Parksystems ist für Herbst 2025 geplant. Schon jetzt wird deutlich, dass das Großprojekt in Sachen Funktionalität und Zukunftsfähigkeit Maßstäbe setzen wird.

Insgesamt werden 8.353 Parksensoren der Produktreihe SONICI verbaut.
© MSR-Traffic

Neue Partnerschaft zwischen Q-Park und PayByPhone

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Partnerschaft Q-Park und PayByPhone
Partnerschaft Q-Park und PayByPhone
Mit dem Start einer neuen Partnerschaft ermöglicht der Parkhausbewirtschafter Q-Park seit Juli die Nutzung der PayByPhone-App in über 100 Q-Park-Häusern in Deutschland.

Die Objekte sind bereits seit einiger Zeit mit einem automatischen Kennzeichenerkennungssystem ausgestattet, das Drittanbietern wie PayByPhone die direkte Anbindung an die Q-Park Parkierungstechnologie ermöglicht.

Bei erfolgreicher Identifizierung der Nutzer öffnen sich die Schranken automatisch. Der Parkvorgang startet ohne manuelles Eingreifen in der PayByPhone-App. Beim Ausfahren des Parkobjekts wird der Parkvorgang automatisch beendet und die Abrechnung erfolgt direkt über die App.

Stressfreie Parklösung

Marilena Lichtenauer, Director Client Account Management der PayByPhone Deutschland GmbH sagt: „Wir freuen uns sehr über die Partnerschaft mit Q-Park und darüber, gemeinsam ein weiteres Stück smarte Mobilität in den Alltag der Menschen zu bringen. Mit der Integration unserer App in die Q-Park Objekte bieten wir Autofahrern in Deutschland eine flexible, stressfreie und vollständig digitale Parklösung – von der Einfahrt bis zur Abrechnung.“

Neue Partnerschaft zwischen Q-Park und PayByPhone

Roman Rohrberg, Head of Sales & Marketing der Q-Park Operations Germany GmbH & Co. KG: „Gemeinsam erhöhen wir die Attraktivität des Off-Street-Parkens und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Entlastung unserer Innenstädte.“

Weiter Artikel über PayByPhone lesen Sie -> hier

Marilena Lichtenauer, PayByPhone, und Roman Rohrberg, Q-Park
© Q-Park

Parksysteme schützen das Klima

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Studie zum Rosenviertel in Memmingen

Ausgeklügelte Parksysteme sind die Zukunft der urbanen Quartiersentwicklung im Städtebau: Zu diesem Schluss kommt eine neue Studie des Architekturbüros f64 aus Kempten in Zusammenarbeit mit der Klaus Multiparking GmbH.

Untersucht wurden die Vorteile halbautomatischer Parksysteme am Beispiel des neuen Stadtquartiers „Rosenviertel“ in Memmingen. Auf dem bisherigen Bahnhofsareal Memmingen entsteht auf einer Gesamtfläche von zwei Hektar eine Mischung aus Wohnen, Hotel, Gastronomie, Veranstaltungsräumen, Dienstleistungseinrichtungen und Grünflächen. Im Mittelpunkt stehen die Memminger Rosenhöfe, zwei Baukörper, die das Quartier beleben sollen.

Für den benötigten Parkraum hatte das f64-Team ursprünglich eine Tiefgarage unterhalb der Rosenhöfe mit klassischen Duplexparkern eingeplant, also eine Variante, bei der zwei Fahrzeuge jeweils übereinander geparkt werden. Durch diese Doppelparker war es möglich, auf eine zweite Tiefgaragenebene zu verzichten. In der Detailplanung und in enger Abstimmung mit Klaus Multiparking kristallisierte sich jetzt eine Alternative heraus, die weitere Vorteile bringt.

Eine Ebene weniger – mehr Grünflächen

„Durch die Kombination von halbautomatischen Parksystemen von Klaus Multiparking gewinnen wir in der Tiefgarage wertvolle Nutzflächen und reduzieren die benötigten Verkehrswege. Auch mit dieser Lösung sparen wir eine komplette Tiefgaragenebene, darüber hinaus können wir das gesamte Tiefgaragenvolumen um insgesamt 17 Prozent reduzieren. Das macht am Ende über 4.000 Kubikmeter aus“, sagt Thomas Meusburger, zugleich Geschäftsführer der f64 Architekten und Stadtplaner GmbH.

Diese Einsparung wirke sich auch positiv auf die Flächennutzung des Areals aus, denn laut Meusburger müssen durch die optimierte Parkraumplanung 400 Quadratmeter weniger an Bodenfläche versiegelt werden. „Wir können stattdessen jetzt mehr neue Grünflächen anlegen und diese auch mit Großbäumen bepflanzen. Das erleichtert das Regenwassermanagement enorm und leistet einen wichtigen Beitrag, das Mikroklima der Memminger Altstadt zu schützen“, so Meusburger. Durch das geringere Bauvolumen sinken laut den Planern auch die Baukosten und das Investitionsvolumen – voraussichtlich um rund 1,5 Millionen Euro.

Effizientere Stellplatzausbeute

„Die Innenstädte sind versiegelt, die Planer müssen um jeden Quadratzentimeter kämpfen, um mit möglichst wenig Raum- und Flächenverlust ausreichend Stellplätze zu schaffen. Die mit den halbautomatischen Parksystemen erreichte Einsparung ist eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten“, sagt Ive Nekic, der Vertriebsleiter der Klaus Multiparking GmbH.

In der neuen Parkraumplanung für das Memminger Rosenviertel kommen voraussichtlich insgesamt fünf halbautomatische Parksysteme der Baureihe kVario von Klaus Multiparking zum Einsatz. Bei diesen stellt der Fahrer das Fahrzeug an der Einfahrstelle ab. Hinter einem Elektro-Schiebetor transportiert der Halbautomat das geparkte Auto vertikal und horizontal zur verfügbaren Parkfläche. Dort steht das Fahrzeug sicher, bis der Besitzer es wieder anfordert. Die Klaus-Systeme lassen sich mehrstöckig auf bis zu fünf Ebenen und in Reihe installieren und ermöglichen so laut Anbieter eine noch effizientere Stellplatzausbeute.

Potenzial für die Stadt Memmingen

Uwe Weißfloch, der Leiter des Memminger Stadtplanungsamtes, ließ sich die Parksysteme bei Klaus Multiparking in Aitrach demonstrieren. Sein Fazit: „Die Einsparung von 4.000 Kubikmetern an Tiefgaragenvolumen spricht schon für sich und ist natürlich klasse für eine Kostenprognose. Das kommt uns bei der Investorenausschreibung natürlich sehr entgegen.“

Durch die platzsparende Bauweise der Parksysteme wird für die Tiefgarage auch weniger Raum- und Deckenhöhe benötigt und es muss insgesamt weniger Bodenfläche versiegelt werden. Davon profitiere das Mikroklima der Memminger Innenstadt, denn so entstehen im Rosenviertel nun zwei große durchgrünte Innenhöfe. Da je Innenhof rund 150 Quadratmeter Fläche nicht unterbaut werden, hätten sogar große Bäume ausreichend Platz zum Wachsen. Ein Schlüsselfaktor im Kampf gegen Extremwetter sei das Schwammstadt-Prinzip: Die örtliche Flora speichert selbst starken Niederschlag und gibt ihn verzögert zurück in den Kreislauf. Durch die Verdunstungskälte des gespeicherten Niederschlags heizt sich das Quartier zudem im Sommer weniger stark auf.

Bei den halbautomatischen Parksystemen von Klaus Multiparking können Autos auf mehreren Ebenen untergebracht werden.
© Klaus Multiparking

Parkflächen in Kölner Viertel nicht ausgelastet

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Parkplatzsituation in Kölner Stadtviertel
COLOGNE, GERMANY - NOVEMBER 6, 2022: Typical residential street of Lutticher Strasse in Belgisches Viertel district in a central street of Colgone, in a Western European background and cars parked.

Parkflächen in Kölner Viertel nicht ausgelastet

Eine Studie des Parkplatzvermittlers ampido kommt zu dem Ergebnis, dass vorhandene halb-öffentliche und private Stellplätze häufig leer stehen. Laut der Untersuchung in einem Kölner Stadtviertel sind die Parkflächen dort nur zu 30 Prozent ausgelastet.

„Wir haben kein Parkplatzproblem, wir haben ein Verteilungsproblem“, sagt Yasotharan Pakasathanan, Gründer und Geschäftsführer der ampido GmbH. Nach seiner Aussage gibt es in Deutschland 160 Millionen Parkplätze, also rund 2,6 Stellplätze pro zugelassenem Kraftfahrzeug, von denen es insgesamt 60,7 Millionen hierzulande gibt. Nimmt man nur die 49,1 Millionen zugelassene Pkw, ergibt sich sogar ein Schnitt von 3,3 Stellplätzen je Auto. „Trotzdem gehöt eine schier endlose und nervenzehrende Parkplatzsuche in vielen Städten zum Alltag“, schreibt Pakasathanan auf LinkedIn.

Nach Auffassung des ampido-Gründers bleiben viele Stellflächen temporär frei, beispielsweise tagsüber leerstehende Tiefgaragen in Wohngebieten sowie abends und nachts Firmen- oder Supermarktparkplätze. Er plädiert dafür, den vorhandenen Raum intelligenter zu nutzen. Hier setzt ampido mit einer digitalen Plattform an. Diese ermöglicht es, ungenutzte Parkplätze flexibel zur Verfügung zu stellen – für Unternehmen, Kommunen und Privatpersonen.

Untersuchung im Agnesviertel

Erst kürzlich veröffentlichte ampido eine selbst durchgeführte Studie mit dem Titel „Eine systemische Analyse der Verfügbarkeit, Auslastung und des Mehrfachnutzungspotenzials nicht öffentlicher Stellplätze im Kölner Agnesviertel“. Diese zeige klar: „Die koordinierte Mehrfachnutzung privater und halb-öffentlicher Stellplätze stellt einen bislang unterschätzten, aber zentralen Hebel für eine nachhaltige, effizientere und sozial ausgewogenere Parkraumstrategie in verdichteten Stadtquartieren dar.“ Fachlich unterstützt wurde ampido durch Prof. Dr.-Ing. Volker Blees, der eine Professur für „Verkehrswesen“ an der Hochschule RheinMain in Wiesbaden innehat.

Ein Ziel der Untersuchung war es, die Potenziale privater und halb-öffentlicher Stellplätze zu analysieren. Im ersten Schritt wurde eine differenzierte Typologie der vorhandenen Stellplatzarten erarbeitet. Durch Zählungen vor Ort wurden Stellplätze in Tiefgaragen, Innenhöfen und auf rückwärtigen Grundstücksflächen sowie halböffentliche Stellplätze auf Gewerbe- und Dienstleistungsgrundstücken identifiziert. Insgesamt fand die ampido-Autorin Carolin Schlering rund 1.900 solcher Flächen im Untersuchungsgebiet.

Auslastung dokumentiert

In einem zweiten Schritt wurde die tatsächliche Nutzungssituation exemplarisch an sieben ausgewählten Standorten zu unterschiedlichen Tageszeiten erhoben. Ergebnis: Unabhängig von Tageszeit, Wochentag oder Gebäudetyp blieb ein Großteil der Flächen ungenutzt. Im gewichteten Mittel waren rund 68 Prozent oder sieben von zehn der verfügbaren Stellplätze leerstehend – mit nur geringen tageszeitlichen Schwankungen.

Großes Potenzial für Mehrfachnutzung

Daraus ergebe sich ein erhebliches Potenzial für eine koordinierte Mehrfachnutzung: Selbst bei konservativer Schätzung, so ampido, könnten im Agnesviertel mindestens 995 Stellplätze kurzfristig für eine alternative Nutzung aktiviert werden. Im realistischen Szenario liege das Potenzial bei 1.148 Stellplätzen, im maximalen Fall sogar bei über 1.302 Flächen. Diese Reserven bestünden ohne jeglichen baulichen Eingriff. Besonders relevant ist in diesem Zusammenhang, dass der geplante Rückbau öffentlicher Stellplätze in der Umgebung dadurch vollständig kompensiert werden könnte. So entstünde zusätzlicher Raum für Radverkehr, Aufenthaltsqualität, Begrünung und klimagerechte Stadtgestaltung – ohne Einbußen bei der Erreichbarkeit mit dem Auto.

Vor diesem Hintergrund lassen sich laut dem Autoren-Team auch stadtplanerische Schlussfolgerungen ableiten. Private und halb-öffentliche Stellplätze sollten künftig systematisch in integrierte Parkraumbewirtschaftungskonzepte einbezogen werden.

Zusammenfassend kommt die Studie zum Schluss: „Die koordinierte Mehrfachnutzung bestehender Stellplatzressourcen ist nicht nur technisch möglich und wirtschaftlich tragfähig – sie ist ein praxisnaher, sofort umsetzbarer Baustein für eine resiliente, flächensparende und sozial gerechte Stadtentwicklung. Ihre breite Anwendung kann einen entscheidenden Beitrag zur Mobilitätswende leisten – nicht nur im Agnesviertel, sondern überall dort, wo die Fläche zu knapp für neue Lösungen, aber zu wertvoll für Verschwendung ist.“

Parkende Autos in einem Kölner Stadtviertel. Eine Studie von ampido untersuchte das Potenzial auf halb-öffentlichen und privaten Stellflächen.
© BalkansCat/Shutterstock.com

Ladesäule hat Vorrang

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Es handelt sich um eine zumutbare Belastung Ein Hauseigentümer war nicht damit einverstanden, dass vor seinem Grundstück – am öffentlichen Straßenrand – eine E-Ladesäule errichtet werden sollte. Der Betroffene fürchtete erhebliche Lärmbelästigungen durch das An- und Abfahren von PKW, Türenschlagen sowie Gespräche der Fahrgäste – und das auch mitten in der Nacht. Das alles störe in einem reinen Wohngebiet über das zumutbare Maß hinaus. Aber in zwei Verwaltungsgerichtsinstanzen sahen es die Richterinnen und Richter anders. Sie hatten nach Auskunft des Infodienstes Recht und Steuern der LBS keine ernsthaften Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Errichtung einer Ladesäule und verwarfen den Eilantrag des Grundstückseigentümers. Es handle sich hier um eine sozialadäquate Belastung. (Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg, Aktenzeichen 1 S 28/22)

Ein Hauseigentümer war nicht damit einverstanden, dass vor seinem Grund­stück – am öffentlichen Straßenrand – eine E-Ladesäule errichtet werden sollte. Der Betroffene fürchtete erhebliche Lärmbelästigungen durch das An- und Abfahren von PKW, Türenschlagen sowie Gespräche der Fahrgäste – und das auch mitten in der Nacht. Das alles störe in einem reinen Wohngebiet über das zumutbare Maß hinaus. Aber in zwei Verwaltungsgerichtsinstanzen sahen es die Richterinnen und Richter anders. Sie hatten nach Auskunft des Infodienstes Recht und Steuern der LBS keine ernsthaften Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Errichtung einer Ladesäule und verwarfen den Eilantrag des Grundstückseigentümers. Es handle sich hier um eine sozialadäquate Belastung.

(Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg, Aktenzeichen 1 S 28/22)

Scan-Fahrzeuge in Hohenheim: Pilotversuch endet mit positiver Bilanz

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Die Effizienz des Scan-Cars entlastet das Kontrollpersonal. – © Leif Piechowski

Der erste Pilotversuch nach Inkrafttreten des Landesmobilitätsgesetzes in Baden-Württemberg zeigte eine rund sechsfache Effizienzsteigerung in der Parkraumkontrolle durch den Einsatz des Scan-Fahrzeugs.

Im Pilotprojekt in Hohenheim wurde seit Mai 2025 die digitale Parkraumkontrolle getestet. Aufgrund der bereits vorhandenen Parkscheinautomaten mit Kennzeicheneingabefunktion bot das Gebiet gute Voraussetzungen für einen schnellen Versuchsstart. Dadurch konnte bereits wenige Wochen nach Inkrafttreten des Landesmobilitätsgesetzes mit den Kontrollfahrten begonnen werden. Baden-Württemberg ist das erste Bundesland mit einer rechtlichen Grundlage für die digitale Parkraumkontrolle.

Große Zeitersparnis bei Kontrollen

Die Steigerung der Effizienz der Kontrollen konnte im Versuch eindrucksvoll bewiesen werden, melden die Projektbeteiligten. Das Gebiet wurde an den Testtagen dreimal täglich kontrolliert. Dabei zeigte sich, dass das Fahrzeug je Kontrollfahrt etwa eineinviertel Stunden benötigte, während eine Fußstreife für eine Vollüberprüfung bis zu sieben Stunden aufwenden müsste. Dies entspricht einer rund sechsfachen Effizienzsteigerung. Das Kontrollgebiet an der Universität Hohenheim sei für die Ausschöpfung des vollen Potenzials des Scan-Fahrzeugs zu klein. Die Ergebnisse lassen bei einer größeren Kontrollfläche noch höhere Effizienzgewinne erwarten.

Verkehrsminister Winfried Hermann resümierte: „Selbst auf den eher verstreuten Parkflächen an der Universität Hohenheim konnten wir schon eine massive Effizienzsteigerung sehen. Mit diesen Erfahrungen können wir optimistisch auf den Einsatz in den Pilotstädten blicken. Auf den zusammenhängenden Straßen mit vielen Parkplätzen in den Innenstädten können die Scan-Fahrzeuge ihre Stärken voll ausspielen. Gerade dort, wo die Gefahren und Beeinträchtigungen durch falsch geparkte Fahrzeuge am größten sind, können sie für deutlich mehr Effizienz bei der Kontrolle sorgen.“

Weitere Modellversuche geplant

Weitere Modellversuche sind in Heidelberg, Mannheim, Freiburg und Waldshut-Tiengen geplant. Die Ergebnisse der Modelversuche werden in einem Leitfaden gebündelt und allen Kommunen zu Verfügung gestellt, um eine zügige Einführung zu unterstützen.

Die Effizienz des Scan-Cars entlastet das Kontrollpersonal. – © Leif Piechowski

Wi SOLAR etabliert PV-Ladepark in Koblenz

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Das Parkhaus am Marienhof des Katholischen Klinikums Koblenz-Montabaur – © Katholisches Klinikum Koblenz-Montabaur

Seit fast drei Jahren ist der Ladepark für E-Fahrzeuge im Parkhaus am Marienhof des Katholischen Klinikums Koblenz-Montabaur (KKM) in Betrieb. Das Parkhaus in der Moselweißer Straße in Koblenz wurde 2022 fertiggestellt und bietet 20 Stellplätze mit E-Ladesäulen.

Die von der Wi SOLAR GmbH aus Kaisersesch konzipierte und betriebene Anlage ist nach eigenen Angaben einer der größten Parkplätze für E-Mobilität in Koblenz. Die Ladeinfrastruktur im Erdgeschoss des Parkhauses ermöglicht Patienten und Besuchern des Marienhofs, ihre Fahrzeuge zu moderaten Preisen aufzuladen. Für die Mitarbeiter des Krankenhauses bietet Wi SOLAR zusätzlich einen vergünstigten Tarif an. Abgerechnet wird der Ladevorgang nach den verschiedenen Tarifangeboten über Kredit- oder EC-Karte sowie über gängige Ladechips. Die Abrechnung für das Laden erfolgt unabhängig vom Parkbetrieb.

Die Wi Invest GmbH, ein Schwesterunternehmen von Wi SOLAR, hatte 2022 einen langjährigen Pachtvertrag mit dem Katholischen Klinikum abgeschlossen und betreibt seitdem den E-Parkplatz in eigener Regie. Als Energie- und Photovoltaik-Dienstleister hat die Wi SOLAR GmbH das Management und die technische Wartung übernommen.

„Ein echtes Pilotprojekt“

„Wir sind stolz darauf, dass sich unser Ladepark am Marienhof des Katholischen Klinikums nach knapp drei Jahren Betriebszeit fest etabliert hat“, sagt Sven Endris, Geschäftsführer von Wi SOLAR. „Als das Parkhaus fertiggestellt wurde, wussten wir noch nicht, wie die große Anzahl von 20 E-Ladesäulen angenommen würde. Erschwerend kam hinzu, dass das Parkhaus außer Besuchern und Patienten des Krankenhauses kein externes Publikum anzieht. Insofern war der E-Ladepark in dieser Größenordnung für uns ein echtes Pilotprojekt. Die stetig steigende Frequentierung der E-Parkplätze zeigt jedoch, dass der Bedarf an Ladeinfrastruktur wächst und dass die E-Mobilität künftig ein fester Bestandteil eines jeden Parkobjekts sein wird.“ Diese Entwicklung werde auch durch verschiedene gesetzliche Vorgaben vorangetrieben.

Gesetzliche Vorgaben zu Solarüberdachung

Neben dem Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz (GEIG), das zunehmend Ladeinfrastruktur auf Parkflächen von Neu- und Bestandsgebäuden vorsieht, haben inzwischen Bundesländer wie Rheinland-Pfalz oder Hessen gesetzliche Regelungen eingeführt, die Ladesäulen mit PV-Überdachung auf großen Parkplätzen verlangen. Entsprechend installiert die dafür neu gegründete Wi SOLAR BAU auch eine speziell für das Aufladen von E-Fahrzeugen entwickelte Solarüberdachung. Das modular skalierbare Parksystem „Wi park & charge“ mit integrierter Ladeinfrastruktur ist für eine Größenordnung ab 30 Stellplätzen konzipiert. E-Autos können so direkt und kostengünstig mit umweltfreundlichem PV-Strom versorgt werden. Die Baumaßnahmen inklusive der technischen Anlagen werden aus einer Hand von der Wi SOLAR BAU schlüsselfertig umgesetzt.

Das Parkhaus am Marienhof des Katholischen Klinikums Koblenz-Montabaur – © Katholisches Klinikum Koblenz-Montabaur