Parkamo will die Parken Branche revolutionieren. Die App soll die Rundum-Lösung für das Parken werden. – Foto: Parkamo
Neue Technologien machen den Alltag einfacher. Für das Parken gilt das bislang nicht überall. Dabei kostet die Parkplatzsuche nicht nur Nerven, sondern führt auch zu höherem Verkehrsaufkommen, unnötigem Stau und damit zu zusätzlichen CO2-Emissionen. Parkamo ist angetreten, um das mit einer übergreifenden App zu ändern – bargeldlose Bezahlungen und weitere digitale Services inklusive.
Um diese Aufgabe zu bewältigen, hat Parkamo mit Katharina Wagner (37) eine ausgewiesene Mobility-Expertin an Bord geholt. Sie arbeitete zuvor bei Carsharing-Unternehmen und bestimmt ab sofort als CEO von München aus den Kurs des 2019 in Schweden gegründeten Parkaggregators. Mit Parkamo will sie die Parken Branche genauso revolutionieren, wie dies Online-Anbieter im Übernachtungsgeschäft getan haben.
„Der Markt ist fragmentiert und intransparent – zu Lasten der Menschen und der Umwelt. Wir wollen mit der Parkamo-App die Rundum-Lösung fürs Parken schaffen. Die Autofahrer sollen auf einen Blick sehen, was ihre Parkoptionen sind, welche Kosten ihnen entstehen und sofort per Smartphone bezahlen können”, so Wagner. „Auch muss das Parken klimafreundlicher werden. Wir unterstützen dies, indem wir den Zugang zum Parken vereinfachen und die Parkplatzsuche verkürzen. Doch wir tun noch mehr: Mit jeder Parkplatzbuchung über Parkamo werden zertifizierte klimafreundliche Projekte unterstützt.”
Dabei zielt Parkamo nicht nur auf On- und Off-Street-Parkräume, sondern auch auf private Flächen ab. Man wolle so etwas wie ein Booking.com fürs Parken werden, so der Newcomer. Gegenwärtig hat Parkamo acht Park-Apps, darunter Easypark, Parkster und ParkNow, eingebunden. So sei es schon jetzt möglich, in 20 Ländern und und etwa 4.400 Städten in ganz Europa über Parkamo zu parken. Auch einige Parkhausbetreiber und deren Technologieanbieter zählen laut Parkamo zu den Partnern.Das Unternehmen hat ehrgeizige Wachstumspläne. Der Fokus von Parkamo-Chefin Katharina Wagner liegt auf der europäischen Expansion und der Gewinnung weiterer Partner. Bislang hatte sich das Unternehmen auf den schwedischen Markt konzentriert, wo die Parkamo-App bereits recht verbreitet ist: Dort belegte die Anwendung immerhin Platz 5 in der Kategorie Reise im App Store.
Smartparking aus Österreich: Das junge Unternehmen Arivo aus Graz bietet ein komplettes Freeflow-Parksystem an. Im Kern basiert es auf Kennzeichenerkennung, beinhaltet aber auch eine bargeldlose Bezahllösung und arbeitet zu hundert Prozent digital. Kameras wie diese sorgen für eine automatische Kennzeichenerkennung. – Foto: Arivo
Arivo noch als Startup zu bezeichnen, ist wahrscheinlich nicht mehr zutreffend. Ganz aktuell kann der österreichische Spezialist für Freeflow-Parksysteme auf einen renommierten Neukunden verweisen: Best In Parking – mit mehr als 150 Standorten in Österreich, Italien, Kroatien, Slowenien, Schweiz und Slowakei und insgesamt fast 70.000 Stellplätzen on- und off-street. Der marktführende Parkhausbetreiber aus Österreich hat Arivo damit beauftragt, sämtliche „Garagen“, wie es in Österreich heißt, mit ihrem Freeflow-Parksystem auszustatten. Dominik Wieser, Mitgründer und Geschäftsführer von Arivo, kann sich über diesen Groß-Deal freuen und ist schon mittendrin in der Ausführung. In rund 80 Garagen von Best In Parking hat Arivo sein kamerabasierte Parksystem bereits installiert, wie der Arivo-Chef im Gespräch mit Parken aktuell berichtet. Bei diesem Kunden soll das Freeflow-Parken noch eine Koexistenz führen. Kunden von Best In Parking haben künftig die Wahl, ob sie das klassische System mit Parkticket und Bargeldzahlung am Kassenautomaten bevorzugen oder die Arivo-Lösung.
Smartparking ohne vorherige Registrierung
Die so funktioniert: An den Ein- und Ausfahrten der Parkierungsanlage sind Kameras für die Nummernschilderkennung installiert, mit denen die Ein- und Ausfahrten in Echtzeit protokolliert werden. Die Kennzeichen werden bei der Einfahrt mit einem Zeitstempel gespeichert. Nach der Ausfahrt weiß die Software, wie lange das jeweilige Fahrzeug geparkt hat. Die Kunden zahlen den Betrag entweder online oder gleich an der Ausfahrt. Auch das Nachzahlen ist für einen gewissen Zeitraum noch möglich. Ein großer Vorteil aus Kundensicht: Die Online-Bezahlung funktioniert per Smartphone ohne vorherige Registrierung. Dafür muss man auf eine für diesen Zweck konfigurierte Website gehen, auf die man auch per QR-Code gelangt. Am Smartphone ist dann das Kennzeichen einzugeben, anschließend kann der Kunde online mit seinem mobilen Endgerät bezahlen. Unterstützt wird jede beliebige Debit- (Giro-/EC-Karte) oder Kreditkarte. Besonders bequem seien dank der Ein-Klick-Funktion die Bezahldienste von Google oder Apple, so Arivo. Genauso bequem ist die Nutzung der Payapp von Arivo, die gerade für Stammkunden und regelmäßige Nutzer interessant sein dürfte.
Kunden, die den Parkbetrag nicht entrichten, lassen sich über eine Halterdatenabfrage ermitteln. Dadurch behalten Parkhausbetreiber die volle Kontrolle über ihre Parkflächen, versichert Arivo.
„Optional kann unser Zahlungsterminal montiert werden, um auch die klassische Bezahlung vor Ort zu ermöglichen“, erklärt Wieser. Der Ansatz von Arivo sei, mit digitalem Parken alle Zielgruppen zu erreichen, also auch jene, die lieber noch mit Bargeld bezahlen. Bislang jedoch hätten die bargeldlosen Projekte überwogen. Corona habe den Cashless-Trend zusätzlich beschleunigt. Die Erfahrung zeige zudem, dass Kunden, die das Freeflow-Parken ohne Ticket und Bargeld einmal getestet haben, bei der digitalen Lösung bleiben.
Alles aus einer Hand
Dominik Wieser sieht ein Alleinstellungsmerkmal von Arivo darin, dass man nicht nur die reine Kennzeichenerfassung anbiete. „Wir bieten ein ganzes Ökosystem drum herum an und haben uns dabei auf das Parken spezialisiert“, sagt der Geschäftsführer. Nichtsdestotrotz steht im Zentrum die Kennzeichenerkennung. Ob die Technologie zuverlässig genug ist, wird in der Branche indes nach wie vor diskutiert. Diese Bedenken zerstreut Dominik Wieser: „Unsere Detektion funktioniert besonders schnell und arbeitet mit einer Zuverlässigkeit von weit über 99 Prozent.“ Im Live-Betrieb erreiche man nach Kundenaussagen 99,8 bis 99,9 Prozent korrekte Ergebnisse. „Bei unserem Parking-System steckt die Intelligenz in der Software“, unterstreicht Wieser. Im Gegenzug werde die Hardware immer simpler. Für Betreiber bedeute das niedrigere Betriebs- und Installationskosten.
Bei Bestandsobjekten wie im Fall von Best In Parking sei immer die Integration in bestehende Parksysteme das Ziel, erklärt Wieser. So kann der Betreiber seine Hardware weiter verwenden. Die Integration sei zwar nicht immer ganz simpel, bislang habe man aber immer eine Lösung gefunden. Für neue Objekte bieten die Österreicher ein komplettes Smartparking-System an – ohne Schranken und mit einer stark reduzierten Hardware. Letztere besteht lediglich aus den Kameras und – optional – der Parkingsäule. Die Säule dient lediglich als Backup mit einem Notrufknopf sowie einem QR- und RFID-Reader, für den Fall, dass ein Kennzeichen nicht vorhanden oder unlesbar ist.
Deutscher Markt im Fokus
Stand heute verzeichnet das junge Unternehmen aus Graz Kunden und Installationen vornehmlich in Österreich. Aber auch in Italien seien es bald 35 Objekte, die mit der Arivo-Lösung ausgestattet sind. Im nächsten Schritt will man den deutschen Markt angehen, so Dominik Wieser.
Nach vorne blickend hält er es für möglich, dass man in fünf Jahren keine Kassenautomaten für Bargeld mehr braucht. Schranken könnten zum Teil auch verschwinden, seien in manchen Szenarien aber sinnvoll, zum Beispiel bei einer Mischnutzung durch Kurz- und Dauerparker.
Welchen Beitrag PARK NOW für Smart Cities leistet, schildert Geschäftsführer Marko Hrankovic im Gespräch mit Parken aktuell. Außerdem beschreibt er das Potenzial des digitalen Parkens per App – gerade auch in Zeiten von Corona.
Marko Hrankovic ist Geschäftsführer von PARK NOW Deutschland und Österreich. – Foto: PARK NOW/ LotteOstermann
Herr Hrankovic, PARK NOW gibt es seit 2016, was gibt’s Neues?
Ganz aktuell haben wir ein neues Feature gelaunched, die „Find & Park”-Funktion. Damit visualisiert die App über ein Farbsystem die Wahrscheinlichkeit, am Straßenrand einen freien Parkplatz zu finden. In grün eingefärbten Straßen stehen die Chancen sehr gut, bei Rot wird es eher schwierig. Insgesamt gibt es fünf Abstufungen. Dadurch müssen Autofahrer weniger Runden auf ihrer Parkplatzsuche drehen, haben weniger Stress und sparen Zeit. Gleichzeitig trägt die App so dazu bei, die allgemeine CO2-Belastung in der Stadt zu senken. Wir leisten damit einen signifikanten Beitrag zur Energiewende.
Wie funktioniert das?
Für die Berechnung erfassen wir die genaue Lage aller Parkplätze entlang einer Straße sowie die dort geltenden Parkregeln. Zusätzlich liefern eigens entwickelte Sensoren an Fahrzeugen, beispielsweise Taxis, fortlaufend Informationen zur aktuellen Parksituation. Aus diesen Daten errechnet das PARK NOW-Vorhersagemodell dann eine Prognose der Parksituation – individuell für jede Straße und jede Tageszeit.
Wo ist diese Funktion verfügbar?
Zum Start zunächst in Berlin. Der Roll-Out in weiteren deutschen Städten mit hohem Parksuchverkehr wie Hamburg, Frankfurt und Köln ist in Vorbereitung.
Nicht wenige Verkehrsfachleute sprechen von einer Renaissance des Individualverkehrs durch die Corona-Pandemie. Registrieren Sie einen Schub für das digitale Parken?
Aktuell sorgt das Parken mit unserer App für ein geringeres Infektionsrisiko, weil man nicht zum Automaten gehen muss, wo man sonst womöglich in einer Schlange stehen müsste. Zudem entfällt die Berührung des Geräts und des Bargelds.
Verzichten die Deutschen vermehrt auf Bargeld?
Laut einer im Handelsblatt veröffentlichten Online-Umfrage zahlen 57 Prozent häufiger mit der Karte.
Sie sprechen in Ihrem White Paper von der „kontaktlosen Gesellschaft“. Bleibt es auch nach Corona dabei?
Das digitale Parken ist auch vor der Pandemie schon gewachsen, weil es viele Vorteile bietet. Es ist einfach, ticketlos, bargeldlos, komfortabel und es wird minutengenau abgerechnet. Jetzt kommen noch die Aspekte Hygiene und Gesundheit hinzu.
Gibt es PARK NOW auch off-street?
Wir waren von Anfang an bestrebt, eine gesamtheitliche Lösung für On- und Off-Street-Parken zu bieten und haben eine wachsende Zahl von Parkhäusern im Portfolio. In Deutschland sind es mehr als 145 Häuser, die über unsere App angebunden sind.
Die Parkhäuser gehören ja nicht Ihnen. Wie funktioniert dort die Ein- und Ausfahrt?
Die jeweiligen Parkhausbetreiber sind Partner von uns. Technisch gesehen nutzen wir Schnittstellen zu den gängigen Parksystemen. Die Schrankenöffnung erfolgt über Kennzeichenerkennung oder eine RFID-Hybridkarte, die Kunden für 2,69 Euro bei uns bestellen können. Abgerechnet wird am Monatsende via PayPal, Kreditkarte, Lastschrift oder Mobilfunkrechnung.
Unser Titelthema in dieser Ausgabe heißt „Smartparking“. Was verstehen Sie neben den genannten Kundenvorteilen noch darunter?
Vor allem, dass wir Städten intelligente Park-Lösungen anbieten, welche auf digitalen Technologien basieren. Wir möchten sie damit auf ihrem Weg zur Smart City unterstützen. So können durch Parkvorgänge generierte Daten Stellhebel für ein effektives Parkraummanagement für Kommunen geschaffen werden. In London ermöglicht die PARK NOW Group beispielsweise ein CO2-basiertes Pricing. Ein Dieselfahrzeug zahlt dort mehr fürs Parken als ein Elektroauto. Generell ließen sich durch dynamisches Pricing Verkehrsströme lenken und Parksuchverkehr reduzieren. Auch der Verkehrslärm kann so abnehmen.
Glauben Sie, dass Corona das Mobilitätsverhalten verändert?
So funktioniert Find & Park: Screenshot der PARK NOW App – Screenshots: PARK NOW
Ich denke, die Krise hat Entwicklungen extrem beschleunigt. Die bargeldlose Zahlung in Deutschland verbreitet sich jetzt in einem Jahr so schnell wie ansonsten vielleicht in zehn Jahren. Kunden, die den Komfort der App und des digitalen Bezahlens einmal erleben, bleiben erhalten. Die gehen nicht mehr zurück zum Bargeld. Abstand und Hygiene ist den Menschen jetzt besonders wichtig, und wir haben Konzepte, die das ermöglichen.
Wo sehen Sie PARK NOW nach der Krise?
Die Nachfrage nach digitalen Lösungen wie PARK NOW wird nach der Krise noch weiter an Bedeutung gewinnen. Einmal, weil wir eine verstärkte Nutzung des Autos sehen – viele Menschen meiden öffentliche Verkehrsmittel aus Angst vor einer COVID-19 Infektion. Aber auch die Autofahrer selbst gehen bewusster mit Berührungen im öffentlichen Raum um. Unsere kontaktlose Bezahlweise per App, mit welcher die Berührung von Parkscheinautomaten und Kleingeld vermieden werden kann, wird vor diesem Hintergrund noch attraktiver. Wir können außerdem immer mehr Städte davon überzeugen, dass ihnen unser Parkservice mit Funktionen wie Find & Park dabei helfen kann, zu einer sauberen, gesünderen und lebenswerten Smart City zu werden. Kommunen sollten dafür nachhaltig investieren.
PARK NOW und evopark bauen kontaktloses Parken im Parkhaus in Europa aus
Die PARK NOW Group und der Spezialist für digitale Parkhauslösungen evopark weiten ihre Partnerschaft aus – sowohl international als auch in Deutschland. Ziel sei, Autofahrern noch mehr berührungslose Park- und Bezahlmöglichkeiten in Parkhäusern anbieten zu können, wie die beiden Unternehmen Ende Juni 2020 mitteilten. Demnach werden die bisherigen 22 deutschen Parkhäuser des „mobility CONNECT-Netzwerks“ von evopark um weitere Garagen in Deutschland sowie die ersten Angebote in den Niederlanden ergänzt. Alleine in Deutschland sollen noch in diesem Jahr weitere 38 Parkhäuser folgen, hieß es. Mit dem „DLL Zentrum“ und „Fellenoord“ in Eindhoven sowie „Bos en Lommerplantsoen“ in Amsterdam seien auch die ersten drei niederländischen Parkgaragen in das Netzwerk eingebunden. Auch das französische Niort werde im nächsten Schritt mit einer Reihe von Garagen folgen.
Der weitere Ausbau unserer Partnerschaft in Deutschland und Europa ist für uns wichtig, um auf den großen Bedarf an unkomplizierten digitalen Lösungen für Parkhäuser zu reagieren“, sagt Marko Hrankovic, Geschäftsführer von PARK NOW Deutschland. „Dank unserer Kooperation sind wir in der Lage, unseren Kunden Zugang zu noch mehr Parkgaragen zu bieten.“
Henk de Bruin, Geschäftsführer von evopark, sagt: „Als Pioniere für digitale Parkdienste kombinieren wir unsere Expertise. Durch die Zusammenarbeit mit digitalen Vorreitern wie der PARK NOW Group wächst unsere Plattform kontinuierlich. Daher ist es für uns strategisch wichtig, unsere Software-as-a-Service-Lösungen für Parkhausbetreiber sowie Mobilitätsdienstleister europaweit auszubauen.“
Positives Zwischenergebnis für Pilotprojekt in München: Umstieg vom Auto aufs Fahrrad zum Pendeln in die Innenstadt findet Akzeptanz.
Fahrradstationen wie diese sind ein wichtiger Bestandteil des „Park-and-Bike“ -Projektes. – Foto: Fang Yi / Shutterstock.com
Das Modell Park+Bike hat Zukunft. Dies ist ein erstes Zwischenergebnis einer Online-Befragung, die von der Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS) für das Projekt entwickelt wurde und noch bis Ende Oktober 2020 läuft. Auf fünf ausgewählten P+R-Anlagen in München ist es seit Anfang Juli möglich, neben dem klassischen Park-and-Ride auch mit dem Fahrrad weiterzufahren. Für dieses Park-and-Bike genannte System wurden die Einstellbedingungen geändert: Die weitere Fahrt kann entweder mit dem eigenen Fahrrad oder mit einem Leihrad erfolgen. Ziel ist es, Pendlern auf ihrem Weg in die Münchner Innenstadt mehr Flexibilität zu geben.
In den Versuch integriert wurden im Stadtgebiet München die P+R-Anlagen Michaelibad, Westfriedhof, Studentenstadt und Lochhausen Nord. Mit insgesamt rund 1.150 Stellplätzen beträgt der Anteil dieser P+R-Anlagen 15 Prozent des gesamten städtischen P+R-Angebots von 7.468 Pkw-Stellplätzen. Mit einer Entfernung zwischen 5 und 15 Kilometern bis zum Stadtzentrum sind diese vier Testanlagen auch räumlich für das Münchner P+R-Angebot repräsentativ. Weiter integriert wurde die P+R-Anlage Sauerlach, die an der Radhauptverbindung nach München liegt.
Befragung mit positiver Resonanz
Mit mehr als 180 ausgefüllten Fragebögen ist es möglich, erste Ergebnisse des Pilotversuchs zu bewerten. “Die ersten Ergebnisse zeigen sehr schön, dass hier durch die Nutzerinnen und Nutzer ein Potenzial gesehen wird, Auto und Fahrrad miteinander zu kombinieren, um umweltfreundlicher zum Arbeitsplatz zu kommen”, sagt Prof. Dr.-Ing. Petra Schäfer, Professorin für Verkehrsplanung an der Frankfurt UAS, die diesen Pilotversuch mit einem Forschungsteam des Research Lab for Urban Transport wissenschaftlich begleitet. Auch Wolfgang Großmann, Geschäftsführer der P+R Park & Ride GmbH, ist überzeugt: “Diese ersten Befragungsergebnisse zeigen deutlich, dass Potenzial für Park-and-Bike besteht.”
32 Prozent (49 Personen) gaben an, das Angebot von Park-and- Bike nutzen zu wollen, wenn es auf ihrer P+R-Anlage eingeführt würde beziehungsweise nutzen es als Kunde einer der Testanlagen bereits. Unentschlossen sind 13 Prozent der Befragten, 55 Prozent sehen in dem Angebot keine Alternative. Gründe hierfür waren etwa, dass das Fahrziel zu weit entfernt sei oder der Stadtverkehr mit dem Fahrrad zu stressig sei.
Sinnvolle Ergänzung zu P+R
“Naturgemäß stellt es für unsere Kundinnen und Kunden, deren Anfahrtszeit zur P+R-Anlage beispielsweise weniger als zehn Minuten beträgt, kaum eine sinnvolle Nutzungsform dar, weil dann oftmals die gesamte Strecke mit dem Fahrrad gefahren werden kan”, sagt Wolfgang Großmann.
Gerade bei einer weiteren Anfahrtstrecke kann Park-and-Bike die Möglichkeiten umweltgerechter Mobilität aber sinnvoll ergänzen, wie der erfreulich hohe Anteil positiver Zustimmungen zeigt.“
Die Frankfurt UAS und die P+R Park & Ride GmbH prüfen, ob der Pilotversuch und auch die wissenschaftliche Begleitung verlängert werden können. Zudem plant die Hochschule, das Potenzial von Park-and-Bike in einer weiteren deutschen Großstadt zu analysieren.
Der Online-Fragebogen ist noch bis Ende Oktober 2020 nutzbar. Er ist über einen Link abrufbar auf der Internetseite www.parkundride.de und auf der Internetseite der Frankfurt UAS unter https://survey.questionstar.com/ParkandBike
Sind stolz auf ihr Team: CEO Ulrich Fleps (l.) und COO Pascal Vincken.
Seit 50 Jahren existiert die Parken-Sparte von Scheidt & Bachmann. Die Scheidt & Bachmann Parking Solutions Germany GmbH ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Scheidt & Bachmann GmbH und seit 1970 in der Branche aktiv. Gegenwärtig sind nach Angaben des Unternehmens mehr als 200 Mitarbeiter in der für Deutschland zuständigen Gesellschaft beschäftigt.
Besonders stolz sind CEO Ulrich Fleps und COO Pascal Vincken nach eigenen Aussagen auf das Team und bekräftigen zugleich: „Wir sind da – für unsere Kunden“.
Die Messe München lässt ihr Parkraum-Management-System durch Scheidt & Bachmann modernisieren. – Foto: Messe München
Die Messe München lässt ihr Parkraum-Management-System auf dem Messegelände in der bayerischen Landeshauptstadt durch den langjährigen Partner Scheidt & Bachmann modernisieren. Mit der Vergabe des Auftrags werde die bestehende 20-jährige Geschäftsbeziehung für die nächsten Jahre gefestigt, so Scheidt & Bachmann.
Zum Umfang des Auftrages gehören unter anderem die Erneuerung der Geräte in den Ein- und Ausfahrtsspuren und damit die Bereitstellung neuer Funktionen, die Erweiterung von Bezahlmöglichkeiten sowie Anzeigen für die Besucherführung. „Mit der Lösung von Scheidt & Bachmann können wir unseren Gästen einen noch besseren Komfort beim Parken bieten“, sagt Frank Pastior, Leiter Abteilung Verkehr und Sicherheit. Dazu zähle die Möglichkeit, dass verschiedene Nutzergruppen der Messen künftig Parktickets online erwerben können.
PARK NOW verfolgt in verschiedenen europäischen Ländern, wie sich das Parkverhalten zur Zeit der strikten Corona-Einschränkungen und nach den ersten Lockerungen verändert hat. Mit mehr als 20 Millionen Kunden in über 930 Städten weltweit verfügt die PARK NOW-Gruppe nach eigenen Angaben über Einblick in das digitale Parkverhalten vieler Nutzer. Die Grafik enthält Daten bis KW 24. Die Zahl der Parkvorgänge in Deutschland nimmt weiter zu, liegt aber noch deutlich unter dem Niveau vor Ausbruch der Pandemie.
Nutzerfreundliches neues Feature: die rote Stopptaste zum Beenden des Parkvorgangs. – Foto: PayByPhone
Die aktualisierte Version der Parking-App PayByPhone ist deutlich nutzerfreundlicher: Während man sich zuvor im Vorfeld für eine Parkzeit entscheiden musste – und dann eventuell mehr gezahlt hat als nötig, wenn man früher zum Auto zurück kam –, verfügt die App jetzt über eine Start/Stopp-Funktion.
Der Nutzer tippt dafür zu Beginn der Parkzeit auf das große, direkt ins Auge springende grüne Startsignal und die Parkzeit läuft. Will man den Parkplatz wieder aufgeben, öffnet man die App und tippt auf das sofort erscheinende rote Stoppsignal. Die Parkzeit ist beendet, die Anzeige zeigt die Parkzeit und die Kosten an.
Mit dem Update von PayByPhone ist die einfache und flexible Start/Stopp-Funktion jetzt für viele Städte verfügbar. Neue Nutzer laden die kostenlose App im App Store oder Google Play Store herunter, wählen bei der Registrierung ihre bevorzugte Bezahlmethode aus (Paypal, Kreditkarte, SEPA-Lastschrift oder Mobilfunkrechnung) und lassen sich gleich den nächstgelegenen Parkplatz anzeigen. Auf die Einhaltung der Höchstparkdauer achtet das System automatisch. Die Verkehrsüberwachung überprüft mittels elektronischer Kennzeichenabfrage, ob für das jeweilige Fahrzeug ein Handyparkschein gelöst wurde. Hilfreich für ortsfremde Besucher der Städte: Mit der Zusatzfunktion „Zurück zum Auto“ dient die App als Wegweiser zu dem Ort, an dem das Auto abgestellt wurde.
Entwickler der App ist sunhill technologies, ein Tochterunternehmen der Volkswagen Financial Services AG.
Mehrwert für Kunden: Porsche mischt im Wettlauf um das digitale Parken kräftig mit.
Im Jahr 2017 hatte Porsche in Zusammenarbeit mit evopark einen Service unter dem Namen „Parken Plus“ gestartet. Ende Mai 2020 stellte der Sportwagenhersteller nun eine neue App mit demselben Namen vor. Diese ersetzt das alte Angebot mit erweiterten Funktionen. Der größte Kundennutzen entsteht vor allem dadurch, dass der Dienst nicht nur deutlich mehr Parkhäuser als bisher abdeckt, sondern in vielen Städten auch das digitale Parken am Straßenrand ermöglicht.
On-Street-Parken mit Porsche: In derzeit 250 deutschen Städten können Nutzer der neuen, von evopark entwickelten App ein Parkticket digital „ziehen“. Wie bei anderen Apps lässt sich die genutzte Parkzeit jederzeit auf dem Smartphone einsehen. Läuft diese ab, erscheint 15 Minuten vorher eine Erinnerung. Das Verlängern der Parkzeit ist über Parken Plus von unterwegs aus möglich. Zudem rechne die Anwendung über die Start-Stopp-Funktion nur jene Parkzeit ab, die tatsächlich genutzt wurde, so der Anbieter. Damit parken die App-Nutzer laut Porsche und evopark nicht nur stressfreier, sondern auch preiswerter. In 70 Städten bekommen sie zudem kostenfreie Kurzparktickets, um beispielsweise beim Bäcker Brötchen zu holen.
In den Genuss von Parken Plus kommen auch Autofahrer anderer Marken, wenn sie mögen. Technische Voraussetzung ist lediglich ein Smartphone mit einem Betriebssystem von Apple ab iOS 13 oder Android ab 6.0 Marshmallow. Die Parkvorgänge lassen sich in der App jederzeit einsehen – über das Kundenportal My Porsche ebenfalls. Die Rechnungstellung erfolgt monatlich per E-Mail.
Kontaktloser Parkhaus-Zugang per RFID
Beim Off-Street-Parken setzt Porsche auf RFID-Technologie. Mit der Porsche ID Card erhalten Kunden kontaktlos Zugang zu rund 300 kooperierenden Parkhäusern in ganz Deutschland, die vielfach über den Partner sunhill technologies GmbH angebunden sind. Der Porsche-Service öffnet aber auch bei APCOA die Schranken.
Das Funktionsprinzip gleicht dem von APCOA FLOW. Statt ein Papierticket zu ziehen, genügt es in den meisten der teilnehmenden Parkhäuser, die Porsche ID Card bei der Einfahrt kurz hochzuhalten. Nur in Einzelfällen müsse die RFID-Karte an das Lesegerät der Schranke gehalten werden, um diese zu öffnen. Im Hintergrund startet der Parkvorgang automatisch und endet bei der Ausfahrt. Neben dem Wegfall von Papierticket und Bargeld nennt Porsche als weiteren Vorteil, dass Nutzer der Funkkarte das Risiko senken, bei der Ein- und Ausfahrt die Fahrzeugfelgen zu beschädigen.
Expansion in die USA geplant
„Mit dem Parken-Plus-Angebot erleichtern wir Porsche-Fahrern und Kunden anderer Hersteller künftig viele Vorgänge rund ums Parken“, so Michael Hoffmann, Manager Porsche Parken Plus. „Mit der App bündeln wir alle auf das Parken bezogene Themen und überführen sie in das Porsche-Ökosystem. Der Launch in Deutschland ist dabei nur der Anfang – wir bringen die Anwendung zeitnah in andere Märkte, beispielsweise die USA.“
Der Einzelhandel darf wieder öffnen. Wer sein Auto im Parkhaus abstellt geht sicher, unter Einhaltung der geltenden Abstands- und Hygieneregeln mobil zu sein. – Foto: Shutterstock
Parken bleibt in Corona-Zeiten ein wichtiges Thema. Der Bundesverband Parken weist in einer aktuellen Pressemitteilung darauf hin, dass Parkgaragen gerade auch in Zeiten von Corona Autofahrern ausreichend Platz für eine sichere Erreichbarkeit der Innenstadt bieten.
Seit dem 20. April 2020 sind die Innenstädte in Deutschland wieder belebter, da viele Geschäfte wieder öffnen dürfen. Wer mit dem eigenen PKW in die Innenstadt fahre und eine Parkgarage ansteuere, könne komfortabel und sicher sein Ziel erreichen – mit dem lebenswichtigen Sicherheitsabstand und auf alle Fälle ohne Gedränge, so der Bundesverband Parken in einer aktuelle Pressemitteilung. Das Auto habe, gerade jetzt in der Corona–Zeit, große Vorteile und sei im Sinne der Abstands- und Hygiene-Regeln das sicherste Verkehrsmittel. „Die Parkhausbetreiber in ganz Deutschland sind auch in der Krise für Ihre Kunden da. Wir bieten jedem Autofahrer die Möglichkeit, unter Berücksichtigung der Abstandregelungen und unter Beachtung der Hygienevorschriften sein Ziel in der Innenstadt zu erreichen,“ sagt Michael Kesseler, Vorsitzender im Vorstand des Bundesverbandes Parken. „Unsere langjährigen Kunden wissen es bereits, und wer uns noch nicht kennt, kann es ja vielleicht gerade in Zeiten von Corona einmal ausprobieren: Parkhäuser und Tiefgaragen liegen oft optimal im Zentrum und so kommen Sie zügig und individuell zu ihrem Ziel. Da das öffentliche Leben trotz der Wiedereröffnung der Geschäfte zum Großteil noch herunter gefahren ist, finden Sie bei unseren Mitgliedsbetrieben so gut wie sicher einen freien Parkplatz“, so Kesseler.
Parkhäuser und Tiefgaragen leisteten einen wesentlichen Beitrag für die Lebensqualität in der Stadt, so der Verband. Jedes Auto, das nicht am Straßenrand parke, schaffe dort Platz zum Beispiel für Fußgänger oder Fahrradfahrer. In Zeiten von Corona benötigten besonders diese Verkehrsteilnehmer ausreichend Raum, um den notwendigen Mindestabstand zueinander einhalten zu können.
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