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Neues Parkhaus für Anwohner in Berlin

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Parkhaus 42Q. DW Systembau. Senftenberger Ring 42, Märkisches Viertel, Berlin. 27.06.2019
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Die Parkdecks wurden hell und offen gestaltet. Die Spannbeton-Fertigdecken von DW SYSTEMBAU reichen über eine Breite von 16 Metern. – Fotos (2): DW Systembau

Im Auftrag der Berliner Wohnungsbaugesellschaft GESOBAU entstand am nördlichen Rand der Berliner Großwohnsiedlung Märkisches Viertel eine neue Hochgarage, die Platz für 551 Pkw bietet. Geplant und gebaut wurde das Parkhaus nach dem Konzept des Parkhausbauers Park>>Raum.

Das landeseigene Wohnungsunternehmen GESOBAU AG betreut im Märkischen Viertel Berlins rund 15.000 Wohnungen. Das Angebot des Unternehmens umfasst neben Wohnungen und Gewerbeimmobilien auch Stellplätze, die in Zeiten wachsender Mobilität für Anwohner einen entscheidenden Standortfaktor darstellen, besonders, da der On-Street-Parkraum im städtischen Bereich zusehends knapper wird. Vor diesem Hintergrund erfolgte der Neubau am Senftenberger Ring, nachdem an gleicher Stelle zuvor ein altes Parkhaus zurückgebaut wurde.

14 Monate Bauzeit für Hochgarage
Für eine wirtschaftliche und zuverlässige Umsetzung setzte die GESOBAU auf ein schlüsselfertiges Parkhauskonzept von Park>>Raum, das von der individuellen Planung über den zügigen Bau mit standardisierten Komponenten bis zur Übergabe des fertigen Gebäudes alle Projektphasen umfasst. Im April 2018 startet die Firma Willy Johannes Bau GmbH & Co. KG als Generalunternehmen mit den Arbeiten für das siebengeschossige Parkhaus. Eine besondere Herausforderung stellte der beengte Baustellenraum dar. Die Baufläche ist zu drei Seiten durch einen geschützten Baumbestand eingegrenzt und verläuft an der verbleibenden Seite direkt an der Zufahrtsstraße. Mit sieben Geschossen, die 14 Split-Level bilden, und einer Gesamthöhe von maximal 19,75 Metern ist das Gebäude niedriger als die zehngeschossigen Wohnhäuser vor Ort. Die Gesamtlänge beträgt circa 61 Meter und die Breite circa 33 Meter. Auf den versetzten Parkebenen finden insgesamt 551 Pkw Platz, die Geschossfläche beläuft sich auf circa 14.315 Quadratmeter. Das Erscheinungsbild ist geprägt durch die Aluminium-Lochblech-Fassade, die als Blend- und Sichtschutz fungiert und für Belüftung sorgt. Die Zufahrt erfolgt über Gitter-Rolltore, wobei die hohe Nutzungsfrequenz von täglich rund 1.400 Zyklen vor dem Hintergrund optimierter Wartungskosten besondere Anforderungen an die technische Umsetzung stellte. Die Wohnhäuser des Quartiers sind umgeben von weitläufigen Grünanlagen, die einen hohen Naherholungswert bieten und wesentlich zur Lebensqualität beitragen. Das neue Parkhaus sollte sich in diese Umgebung einfügen und erhielt ein Retentionsdach für die Begrünung. Dabei gibt die Baugenehmigung einen durchwurzelbaren Dachaufbau von 20 Zentimetern vor, woraus Lasten für die Bemessung resultierten, die mit 310 Kilogramm pro Quadratmeter größer sind als die Verkehrslasten auf den Parkebenen. 

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Mit dem Gründach und Rankhilfen an der
Fassadenverkleidung soll sich das Parkhaus
gut der grünen Umgebung anpassen.

Systematisch zu Effizienz bei Bau und Bewirtschaftung
Für die neue Hochgarage in Reinickendorf kam als Tragwerk eine offene Stahlskelettbauweise aus DELTABEAM®-Frames der Peikko Deutschland GmbH in Kombination mit einer vorgehängten Aluminium-Fassade zum Einsatz. Die vorgespannten BRESPA®-Decken der DW SYSTEMBAU GMBH reichen unterzugs- und stützenfrei über eine Breite von 16,50 Meter. Als Fahrbahnbelag wurde Gussasphalt der Firma Hofmeister Gussasphalt verwandt. Der Hersteller verspricht bei dem Material eine hohe Verschleißfestigkeit und Resistenz gegenüber Niederschlag, Schmelzwasser und Tausalzen. Der Gussasphalt darf direkt nach dem Erkalten befahren werden. Neben den Verbundträgern und -stützen von DELTABEAN® FRAMES, die große Spannweiten und eine offene Architektur ermöglichen, kommt hier den eingesetzten BRESPA®-Decken eine zentrale Bedeutung zu. Die 40 Zentimeter starken Spannbeton-Fertigdecken mit glatten Unteransichten überspannen ganze Parkdecks und sollen so Stützen und Wandpfeiler überflüssig machen. Dadurch entfallen laut Unternehmensangaben nicht nur dunkle, unübersichtliche Ecken, auch die Ausleuchtungs- und Lüftungstechnik sowie die Sicherheitsüberwachung könne einfacher, energiesparender und kostengünstiger gestaltet werden. Gleichzeitig soll ermöglicht werden, dass eine robuste Konstruktion mit minimalen Wartungs- und Instandhaltungskosten errichtet wird. Dadurch soll sich der Betrieb des Parkhauses in jedem Fall rechnen. Gut ausgeleuchtete Flächen sollen ferner das Sicherheitsgefühl stärken und bei der Orientierung im Raum helfen, damit Besucher sich wohlfühlen und gut zurechtfinden.
Kostengünstige Standards, individuell angepasst
Klare Linien, einfache Formen, standardisierte Abmessungen und der Einsatz identischer Bauteile in sehr hoher Stückzahl zeichnen Parkbauten grundsätzlich aus. Diesen Umstand will sich das Konzept von Park>>Raum zunutze machen, indem man industriell vorgefertigte Bauteile aufeinander abgestimmt verwendet. So soll eine schnelle und kostensichere Errichtung des Parkgebäudes in gesicherter Bauqualität ermöglicht werden. Alle Komponenten unterliegen dabei strengen Vorgaben und Kontrollen. Fassaden, Infrastrukturanbindungen, Beleuchtungssysteme oder auch Farbkonzepte können je nach Bedarf individuell zusammengestellt werden. Auch besondere bauliche und logistische Anforderungen, wie hier die Dachbegrünung oder der beengte Baustellenraum, werden laut Unternehmen erfüllt. Eine Palette an Zusatzmodulen, von der E-Ladestation über Fahrradboxen bis hin zu Solarflächen, gehört ebenfalls zum Angebot.

Münchener Hochschule nutzt Parkleitsystem von MSR-Traffic

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Am Standort Garching setzt die TU München in ihrem Parkhaus am Coulombwall 6 auf ein Parkleitsystem von MSR-Traffic. – Foto: MSR-Traffic

Die Technische Universität München (TUM) gilt als bekannter Wissenschaftsstandort. Beim Thema Parken setzt die Hochschule jetzt am Standort Garching auf ein Parkleitsystem von MSR-Traffic.
Die TUM erstreckt sich über vier große Standorte in Bayern: München, Garching, Weihenstephan und Straubing. Hier sind die insgesamt 15 Fakultäten und wichtigsten Forschungseinrichtungen der Universität beheimatet. Neben einem großen, kostenlosen Parkplatz am Campus Garching verfügt die Hochschule hier über die öffentliche Tiefgarage GALILEO, von wo aus viele Einrichtungen und Geschäfte in Garching fußläufig erreichbar sind. Das Areal ist von Studenten und Besuchern oft stark frequentiert. Die aktuelle Parkplatzsituation ist daher vielfach angespannt.
Seit März 2020 bietet der Campus ein weiteres Parkhaus am Coulombwall 6 mit einem Parkleitsystem von MSR-Traffic an. Die 200 Stellplätze werden ausschließlich von Mitarbeitern und Studenten der TU München genutzt. Das Parkhaus bietet normale und Handicap-Stellplätze sowie Stellplätze mit E-Ladesäulen. Die vor Ort genutzte dynamische Verkehrsleittechnik dient dazu, Autofahrer zum nächsten freien Parkplatz zu leiten. Die frei programmierbaren ParkGard® Matrix-LED-Anzeigen von MSR-Traffic sollen für eine intuitive Wegführung sorgen und Autofahrern eine Zeitersparnis einbringen. Gleichzeitig soll der Verkehr im Parkhaus gemindert werden.
Mittels der MSR-Ultraschallsensoren mit farbigen Status-LEDs sollen das genaue Zählen und die Einzelplatz-Detektion von Fahrzeugen ermöglicht werden. Die Montage der Einzelplatz- und Zähl-Sensorik erfolgt jeweils unter der Decke, auf Putz oder auf einer Schiene. Da das oberste Parkdeck des Parkhauses über keine Decke verfügt, wurden Induktionsschleifen verwendet. Die Schleifen wurden in die Auffahrt eingeschnitten und danach ebenbündig wieder geschlossen. Die Leittechnik-Software ParkGard® Control Center ermöglicht laut MSR-Traffic sowohl bedienerfreundliche Auswertungen der Parkvorgänge als auch die Steuerung der Geräte im Parkhaus.

Neue Ladestation mit kontaktloser Kreditkartenzahlung

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JUICE TECHNOLOGY stellt mit seinem JUICE CHARGER 2 eine Wallbox vor, die über eine kontaktlose Kreditkartenzahlfunktion verfügt. – Fotos (2): JUICE TECHNOLOGY

Die Juice Technology AG, Hersteller von mobilen Ladestationen für Elektroautos, präsentiert eine Neuheit im Bereich E-Ladeinfrastruktur. Die Wallbox JUICE CHARGER 2 verfügt jetzt, neben allen gängigen Bezahlmöglichkeiten, über die Funktion zur berührungslosen Kreditkartenzahlung.
Mit der 22-kW-Wallbox JUICE CHARGER 2 kann jetzt per Kreditkarte, ApplePay und GooglePay bezahlt werden. Das Identifizieren, Freischalten, Steuern und Abrechnen funktioniert bei der Wandladestation dank bereits integriertem NFC- beziehungsweise RFID-Leser und den Smart-Modulen zu smartJUICE, accessJUICE, payJUICE und billJUICE, die ohne Aufpreis erhältlich sind. Zum Start des Ladevorgangs wird das Zahlungsmittel einmal an die Wallbox gehalten. Die Abrechnung erfolgt nach Bezug und der exakte Betrag wird beim Beenden des Ladevorgangs automatisch verrechnet. Ein erneutes Bestätigen zum Beenden und die Eingabe eines fixen Ladebetrags vorab sind nicht notwendig. „Das Highlight dieser Wallbox ist definitiv die Funktion der Kreditkartenzahlung. E-Autofahrer sollen nicht damit beübt werden, für jede Ladestation eine andere App oder Ladekarte nutzen zu müssen. Die Kredit-, Debitkarte oder das Smartphone hat nun einmal jeder dabei, deshalb war es für uns naheliegend, dass wir diese Bezahlmöglichkeit in unseren JUICE CHARGER 2 integrierten“, sagt Christoph Erni, Gründer und CEO der Juice Technology AG. „Design, das die Funktionalität nicht beeinträchtigt, Sicherheit, Usability und Zukunftsfähigkeit waren die Leitattribute, die unser JUICE CHARGER 2 erfüllen sollte. Und das ist uns gelungen“, so Erni. Laut Hersteller soll der JUICE CHARGER 2 durch Funktionalität und hochwertige Materialien überzeugen. Das genutzte Chromstahlgehäuse ist nach IP65 strahlwasser- und staubdicht. Kabelaufhängung und Steckerhalterung sollen Induktionsschleifen und eine Verschmutzung des Ladesteckers verhindern. Die Wandladestation verfüge über alle wichtigen Sicherheitsfeatures und erfülle lückenlos alle Auflagen der weltweit anwendbaren Normen (CE-konform). Der Anschluss könne durch jeden ausgebildeten Elektroinstallateur erfolgen, ohne zusätzliche zeitaufwändige Schulungen oder Zertifizierungen, so JUICE TECHNOLOGY.
Flexibilität in puncto Zahlmethoden
Neben Funktionalität soll der JUICE CHARGER 2 vor allem Zukunftssicherheit bieten. Der Hersteller wirbt mit Kompatibilität mit aktuellen und neuen Elektroautos, die über einen Typ-2- oder Typ-1-Anschluss verfügen. Die Steuerung erfolgt über das Touch-Display. Darüber befindet sich der NFC/RFID-Leser, über den die Bezahlung via Kreditkarte und auch mit Hilfe anderer Zahlmethoden wie ApplePay oder GooglePay erfolgen kann. Der JUICE CHARGER 2 ist laut JUICE TECHNOLOGY für den Einsatz im öffentlichen Bereich geeignet. Der geeichte Stromzähler soll exakt und transparent abrechnen. Erhältlich ist die Wandladestation in verschiedenen Basisvarianten. Neben der klassischen Wallbox, gibt es auch eine Flex-Variante, bei der der integrierte und vom TÜV SÜD zertifizierte JUICE BOOSTER 2 – eine mobile 22-kW-Ladestation – entnommen werden kann. Ferner wird die Variante Flat angeboten, falls JUICE BOOSTER 2 bereits vorhanden ist nur das Gehäuse benötigt wird.

Internationale Mobilitätsmesse wird auf 2021 verschoben

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Die Messe Intertraffic Amsterdam wird vom 21. bis 24. April 2020 auf den 23. bis 26. März 2021 verlegt. Dies wurde jetzt vom Veranstalter bekanntgegeben. Grund für die Entscheidung ist weltweite Zunahme von COVID-19.

Als Veranstalter komme man dem ausdrücklichen Wunsch von Ausstellern und Besuchern nach, die Veranstaltung zu verschieben, so das RAI Amsterdam gegenüber der Presse. „Den Kontakt mit Gleichgesinnten zu suchen, Netzwerke zu knüpfen und Leute aus der ganzen Welt zu treffen, ist der Kern des Erfolgs der Intertraffic. Unter den gegenwärtigen Umständen kann die Intertraffic Amsterdam ihren Zweck im nächsten Monat nicht ohne wesentliche Kompromisse und angesichts eines erwarteten Rückgangs der Aussteller- und Besucherzahlen erfüllen“, so Joyce de Winter, Ausstellungsleiterin der Intertraffic bei der RAI Amsterdam, über die Entscheidung. Die Intertraffic gilt als internationales Branchenereignis im Verkehrs- und Mobilitätssektor. Laut Veranstalter sind rund 90 Prozent der Aussteller international. Zur letzten Ausgabe 2018 kamen Besucher aus rund 140 Ländern. Der internationale Charakter der Veranstaltung würde durch die in anderen Ländern getroffenen Maßnahmen erheblich beeinflusst, so das RAI Amsterdam. Angesehen von den Niederlanden seien die drei wichtigsten Ausstellerländer China, Italien und Deutschland. Hier würden aktuell Maßnahmen ergriffen, die die Teilnahme von Ausstellern und Besuchern beeinflussen. „Wir haben eine Verpflichtung gegenüber unserer Gemeinschaft, die Qualität und die Erwartungen, die mit unserer Marke verbunden sind, zu erfüllen. Daher die Entscheidung, die diesjährige Ausgabe zu verschieben, um ihnen zu dienen und die Intertraffic im Jahr 2021 voll auszuschöpfen“, so Joyce de Winter.

Wechsel zu den ungeraden Jahren
Mit der Terminverschiebung auf 2021 verschiebt sich der Zweijahresrhythmus der Intertraffic Amsterdam von nun an in die ungeraden Jahre. Die kommenden Ausgaben der Messe werden daher in 2021, 2023 und so weiter stattfinden.

Regiobahn setzt auf kabellose Sensoren von MSR-Traffic

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An der Regiobahn-Station in Mettmann wurden jetzt intelligente Parksensoren von MSR-Traffic installiert.

Rund um Bahnhöfe kommt es immer wieder zu Baustellen inklusive Streckensperrung. Dies stellt oft die Geduld der Kunden auf die Probe. Der Außenparkplatz an der Regiobahn-Station in Mettmann wurde jetzt mit moderner Sensorik von MSR-Traffic ausgestattet, um zukünftig eine bestmögliche Auslastung zu erlangen.

Für die Modernisierung der Parkplätze wurden kabellose Magnetfeldsensoren für jede Witterung verwendet, die die Auslastung der Parkplätze über das ParkGard-Control-Center von MSR-Traffic auswerten und steuern. Die Sensoren eignen sich zur Einzelplatzerfassung im Außenbereich und weisen laut Hersteller eine sehr hohe Detektionsgenauigkeit auf. MSR-Traffic verspricht eine hohe Funktionalität ohne Einschränkung, egal ob direkte oder permanente Sonneneinstrahlung, Regen, Schnee, Glatteis, Laubfall, sonstige Fahrbahnverschmutzungen, Nebel, Dunkelheit oder sogar ein Sandsturm vorliegen. Selbst vorbeifahrende Züge können laut Unternehmensangaben die Messergebnisse nicht beeinflussen. Eine Installation bündig zur Fahrbahnoberfläche soll für den Schutz gegen Vandalismus und eine Resistenz gegenüber Schneepflügen sorgen. MSR-Traffic will Sensorik bieten, die das Zählen und die Einzelplatz-Detektion von Fahrzeugen im Innen- und Außenbereich ermöglicht. Autofahrer werden via dynamischer Verkehrsleittechnik oder via App zum nächsten freien Parkplatz geleitet. Neben der Entwicklung, der Produktion und dem Vertrieb von intelligenten Parkleitsystemen unterstützt MSR-Traffic auch bei der Planung und Installation vor Ort.

Fotos (2): MSR-Traffic

Bundesrichter unterstützen private Parkraumbewirtschaftung

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Wider den Missbrauch: Immer mehr Eigentümer privater Parkplätze holen sich Unterstützung von Spezialisten, die den Parkraum kontrollieren. Eine strittige Rechtssituation wurde nun im Sinne der Parkplatzbetreiber durch den BGH geklärt. – Foto: Kari Ahlers/Shutterstock.com
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Foto: gph-foto.de/Shutterstock.com

Am 18. Dezember 2019 verkündete der BGH ein für die Kontrolle des ruhenden Verkehrs auf privaten Parkplätzen positives und bedeutsames Urteil. Danach trifft den Fahrzeughalter eine sekundäre Darlegungslast. Parkraumbewirtschafter werden in ihrer Darlegungs- und Beweispflicht entlastet.
Fürs Parken zu zahlen, widerstrebt manchen Autofahrern. Eine noch größere Zumutung scheinen einige darin zu sehen, sich auf privaten Parkplätzen an Regeln zu halten und etwa eine Parkscheibe auszulegen. Für Verbrauchermagazine und Boulevardmedien ein gefundenes Fressen, hier zwei Beispiele: „Strafzettel auf dem Supermarktparkplatz – Wie ahnungslose Kunden abkassiert werden“ (ARD-Sendung Vorsicht, Verbraucherfalle!) – „Knollenmafia“ (aus den Kommentaren); „Keine Parkscheibe: Kölner Aldi-Kundin soll Knöllchen zahlen – ist das Abzocke? (…) Kundin findet Maßnahme ‚zum Kotzen’“ (Express). Dennoch konnten sich findige Fahrzeughalter bis vor kurzem um Vertragsstrafen drücken, indem sie schlicht behaupteten, sie hätten das widerrechtlich abgestellte Fahrzeug gar nicht gefahren. Damit ist jetzt Schluss. Juristischen Beistand von höchster Stelle erfuhren private Parkraumbewirtschafter vom Bundesgerichtshof. Nunmehr trifft den Fahrzeughalter eine sekundäre Darlegungslast, wenn die primär darlegungspflichtige Partei – der Betreiber – keine nähere Kenntnis der maßgeblichen Umstände und auch keine Möglichkeit zur weiteren Sachaufklärung hat. Wird der Halter eines Fahrzeugs von einem privaten Parkraumbewirtschafter in Anspruch genommen, kann der Halter diese ihm vom BGH auferlegte sekundäre Darlegungslast nur erfüllen, wenn er vorträgt, wer als Nutzer des Fahrzeugs im fraglichen Zeitraum in Betracht kommt. Tut er dies nicht, gilt die Behauptung des Klägers, er wäre gefahren, als zugestanden.
Laut BGH ist es dem Fahrzeughalter ohne weiteres möglich und zumutbar, die Personen zu benennen, die das Fahrzeug zur fraglichen Zeit genutzt haben könnten. In seiner Begründung führte der BGH weiter aus, dass es sich beim Parken auf einem privaten Parkplatz um ein anonymes Massengeschäft handelt, bei dem der Parkplatz nicht einem bestimmten Vertragspartner, sondern der Allgemeinheit zur – regelmäßig kurzzeitigen – Nutzung angeboten wird. Zu einem persönlichen Kontakt zwischen Betreiber und Fahrer als den beiden Vertragsparteien kommt es regelmäßig nicht.

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„Jetzt gelten gleiche Voraussetzungen für die Weiterverfolgung von Falschparkvorgängen auf privaten und öffentlichen Parkplätzen.“ Stefan Dittrich, Geschäftsführer der PRS Parkraum Service GmbH

Schutzbehauptungen des Halters nicht mehr möglich
Anlass des Rechtsstreits war ein Fall, in dem ein Fahrzeug drei Mal auf unterschiedlichen Stellflächen einer Klinik entgegen der ausgewiesenen Einstellbedingungen abgestellt wurde. Der Halter des Fahrzeugs behauptete jeweils, das Fahrzeug nicht geführt zu haben. Eine Halterhaftung im Zivilrecht bestehe nicht und der Fahrer müsse nicht bekanntgegeben werden. Diese einfache Schutzbehauptung des Halters, nicht gefahren zu sein, ist nach der Entscheidung des Bundesgerichtshofs so nicht mehr möglich. Stefan Dittrich, Geschäftsführer der betroffenen PRS Parkraum Service GmbH, zeigte sich erleichtert über das BGH-Urteil: „Besonders erfreulich ist, dass der Bundesgerichtshof nicht nur die Fahrerbenennung durch den Halter bestätigt hat, sondern sich auch positiv zum Aushang und Aufbau der Beschilderung sowie der Einstellbedingungen der PRS Parkraum Service GmbH geäußert hat. Auch die Höhe der angesetzten Vertragsstrafen wurde als geeignetes und angemessenes Druckmittel beschrieben.“ Mit der privaten Parkraumkontrolle solle schließlich der Missbrauch der für einen bestimmten Personenkreis vorgesehenen privaten Parkfläche verhindert werden. „Mit der nunmehr grundsätzlich entschiedenen Verpflichtung des Halters zur Fahrerbenennung auch im privaten Bereich gelten jetzt gleiche Voraussetzungen für die Weiterverfolgung von Falschparkvorgängen auf privaten und öffentlichen Parkplätzen“, so Stefan Dittrich weiter.

Mathias Sunke Shutterstock.com
Foto: Mathias Sunke/Shutterstock.com

Wegen der Ungleichbehandlung privater und öffentlicher Parkplätze hatte sich der Geschäftsführer der PRS Parkraum Service GmbH nach den beiden vorinstanzlichen Urteilen bewusst für den Schritt zum Bundesgerichtshof entschieden. Nicht nur bei der Fahrerbenennung, sondern auch bei der Kontrolltätigkeit gebe es allerdings immer noch Unterschiede zwischen öffentlichen und privaten Parkplätzen. So dürfen private Unternehmen keine Kontrollen auf öffentlichen Parkflächen durchführen, wie das Oberlandesgericht Frankfurt am Main am 20. Januar 2020 soeben erst urteilte (Parken aktuell 116, Seite 36). Auch diese Vorgehensweise stellt in den Augen von Stefan Dittrich, Geschäftsführer der PRS Parkraum Service GmbH, eine Ungleichbehandlung dar, die diskutiert werden müsse.
Das Urteil schafft Klarheit auf privaten Parkplätzen. Wer sich nicht an die Einstellbedingungen hält, kann sich nicht mehr herausreden. Dies ist auch im Sinne der Autofahrer, die sich an die Regeln halten.

Autoren
Rechtsanwältin Christine Klotz, Abteilungsleiterin Recht und Versicherung Contipark
Marko Ruh, Chefredakteur Parken aktuell
Basierend auf einem Kommentar der PRS Parkraum Service GmbH

Der Klimaschutz steht über allem

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Quartiersgarage im Heidelberg Innovation Park: So soll das multifunktionale Parkhaus nach Fertigstellung aussehen. – Quelle: Stadtwerke Heidelberg

„Innovativ“ ist eine häufig (über-)strapazierte Vokabel. Beim Projekt hip in Heidelberg trifft dieses Attribut jedoch eindeutig zu. Was im Fall dieser besonderen Quartiersgarage entsteht, erscheint bis ins Detail durchdacht und zukunftsträchtig. Prädikat: nachahmenswert. Eröffnen soll das multifunktionale Parkhaus im zweiten Quartal 2021.

Am 16. Januar 2020 war Spatenstich. Auf dem Gelände der ehemaligen Patton Barracks trafen sich die obersten Vertreter der Stadt Heidelberg mit Geschäftsführern der Stadtwerke und dem zuständigen Architekten, um den Bau des Parkhauses im Heidelberg Innovation Park – kurz hip – mit einem beherzten Schaufelhub zu starten. „Damit Heidelberg klimaneutral wachsen kann, werden anspruchsvolle Zukunftstechniken realisiert. Deshalb freuen wir uns auf das speziell für das Parkhaus im hip entwickelte innovative Konzept, das technisch, wirtschaftlich und ökologisch wegweisend ist und damit einen wichtigen Beitrag hierzu leistet“, betonte Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner in seiner Rede. Jürgen Odszuck, Erster Bürgermeister und zuständig für das Thema Bauen in Heidelberg, hob hervor: „Das Parkhaus im hip ist ein gutes Beispiel für nachhaltige Stadtplanung und umweltbewusste Mobilität.“ Michael Jäger, Geschäftsführer der Stadtwerke Heidelberg Garagen, sagte: „Die Quartiersgarage ist für die Großsporthalle eine unverzichtbare und für die Unternehmen und Bewohner des Areals ebenfalls eine wichtige Einrichtung.”

Ein Parkhaus, das Kälte und  Strom erzeugt
Gegenüber Parken aktuell führt Michael Jäger weiter aus: „Für uns ist es ein ganz besonderes Objekt, wir betreten damit neues Terrain. Das Parkhaus ist die erste Hochgarage, die wir realisieren. Mit einem Investitionsvolumen von rund 38 Millionen Euro ist es für uns als regionaler Marktführer für die Bewirtschaftung von öffentlichem und privatem Parkraum das größte Projekt in unserer Historie.“ Neben dem Parkraum will man mit dem Bau eine klimafreundliche Energieversorgung auf dem hip-Areal realisieren. Doch was hat ein Parkhaus mit Energie zu tun? Das im hip eine ganze Menge, denn es beherbergt als zentralen Baustein einen 2.300 qm großen Technikturm mit einer Kälteanlage und wird überdacht von Photovoltaik-Modulen. „Die Kälteenergie wird größtenteils klimaschonend aus Wärme gewonnen“, erklärt der technische Projektleiter Heiko Faulhammer. „Im ersten Obergeschoss werden zwei Blockheizkraftwerke eingebaut, deren Abwärme die sechs thermisch angetriebenen Kältemaschinen im 2. OG versorgt.“ Zwei unterirdische Eisspeicher sollen die nachhaltige Kälteerzeugung zusätzlich unterstützen. Angetrieben werden die beiden BHKW mit Erdgas, das einen hohen Nutzungsgrad von über 90 Prozent aufweise.
Neben Kälte soll das Parkhaus auch Strom produzieren. Eine aus 1.700 Modulen bestehende Photovoltaikanlage (PV-Anlage) wird direkt in ein Glasdach integriert und leistet 520 kWp. Damit kann man rund 125 Privathaushalte ein Jahr lang mit Strom versorgen. „Es handelt sich um eine komplexe Konstruktion aus Glas und PV-Modulen, die bereits erfolgreich in der Praxis getestet wurde“, sagt Faulhammer. Die Konstruktion sei zukunftsweisend, denn sie senke das Gewicht des lichtdurchlässigen Dachs und reduziere damit den Ressourceneinsatz. Nach Angaben von Heiko Faulhammer könnten durch den Solarstrom bis zu 350 Tonnen C02 pro Jahr eingespart werden. Einen weiteren positiven Effekt auf das Klima versprechen sich die Stadtwerke Heidelberg von der begrünten Fassade auf der Ostseite des Parkhauses. Die rund 500 qm große Grünfläche wandeln laut Berechnungen bis zu 1,6 Tonnen CO2 pro Jahr und binden zugleich 300 kg Feinstaub. Sie soll darüber hinaus die biologische Vielfalt fördern und Platz für Bienen und Fledermäuse bieten. Die Idee mit dem Technikturm als Teil des Parkhauses sei auch unter Kostenaspekten sinnvoll. Klassischerweise platziere man Versorgungseinrichtungen bevorzugt unterirdisch, was baulich bedingt teurer käme, erklärt Geschäftsführer Jäger. Kälte und Strom sollen insbesondere für die Sporthalle, mögliche Rechenzentren und diverse Gewerbeimmobilien in der Umgebung eingesetzt werden.

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Heidelberg Innovation Park (hip): Ganz unten links ist die Sporthalle geplant, direkt darüber – in dunkelblau – befindet sich das Parkhaus, das als Quartiersgarage geplant ist. Neben Stellflächen für PKW und Zweiräder beherbergt es künftig technische Anlagen für Kälte- und Stromerzeugung. Quelle: Stadtwerke Heidelberg

Free-Flow-Parking
Auch die Pläne für den eigentlichen Parkierungsbereich sind zukunftsweisend. Es entstehen neben 672 Parkplätzen für Autos auch 750 Fahrradstellplätze. 20 der PKW-Parkplätze sind mit Elektroladestationen à 22 kW ausgestattet. „Je nachdem, wie sich die Mobilität entwickelt, können wir auf 120 Ladestationen erweitern, die übrigens alle eichrechtskonform sind“, sagt Patrick Jelinek, der kaufmännische Projektleiter. Warum von vornherein so viele Fahrradstellplätze vorgesehen sind, begründet Geschäftsführer Jäger: „Zum einen haben wir in Heidelberg bereits einen guten Modal Split mit einem hohen Anteil von Fahrradfahrern. Zum anderen sieht ein kürzlich verabschiedeter 30-Punkte-Aktionsplan für Klimaschutz eine weitere Förderung des Fahrradverkehrs vor.“ Hinzu komme die benachbarte Sporthalle, ergänzt Projektleiter Patrick Jelinek. Da dort neben Schulsport künftig auch sportliche und kulturelle Großveranstaltungen stattfinden, sei von einem erhöhten Bedarf an Fahrradplätzen auszugehen. Untergebracht werden sie laut Plan im Erdgeschoss – also leicht erreichbar – in einem Bereich, wo Tageslicht vorhanden ist. Auch Lademöglichkeiten für E-Bikes sollen eingerichtet werden. Autofahrer erwartet an den beiden Ein- und Ausfahrten eine State-of-the-Art-Ausstattung. Wer sich per App registriert, kann dank Kennzeichenerkennung ohne Stopp ins Parkhaus ein- und ausfahren.Die Lösung wurde von einer datenschutzrechtlich-zertifizierten Kanzlei geprüft und für konform befunden. Zum Einsatz kommt ein System von Scheidt & Bachmann/evopark. Die Bezahlung erfolgt bargeldlos. Im Inneren des sechsstöckigen Objekts sorgt ein dynamisches Parkleitsystem mit Stellplatzanzeige zusätzlich für zügigen Verkehrsfluss und weniger Rückstaus. Zur Reduzierung des Parksuchverkehrs auf den Straßen ist das Parkhaus an das übergeordnete städtische Leitsystem angeschlossen.
Auch das Thema Sicherheit wird großgeschrieben: Geplant sind eine moderne LED-Ausleuchtung, Videoüberwachung sowie nach Bedarf Personal bei größeren Veranstaltungen. Der Immissionsschutz stand bei den Planern ebenfalls auf der Agenda. Um die benachbarte Wohnbebauung vor Lärm zu schützen, ist die Fassade in dieser Richtung geschlossen. Ein entsprechendes Schallgutachten bestätigt die Wirksamkeit. Dennoch ist eine ausreichende Be- und Entlüftung gewährleistet, weil die anderen Fassadenseiten offenbleiben. Neben allen funktionalen Aspekten zeichne sich das vom Heidelberger Architektenbüro ap88 geplante Gebäude auch durch eine gefällige Optik aus, findet Michael Jäger.

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Spatenstich für das neue Parkhaus im hip: (v.l.) Bürgermeister Hans-Jürgen Heiß; Erster Bürgermeister Jürgen Odszuck; Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner; Michael Jäger, Geschäftsführer Stadtwerke Heidelberg Garagen; Peter Erb, Geschäftsführer Stadtwerke Heidelberg Umwelt; Uwe Bellm, Partner im Architektenbüro ap88; Michael Teigeler, Geschäftsführer der Stadtwerke Heidelberg Energie. Foto: Stadtwerke Heidelberg

Stadtwerke als Bauherr und Betreiber
Die Stadtwerke Heidelberg Garagen sind nicht nur Bauherr, sondern künftig auch Betreiber des Parkhauses im hip. Es ist das bislang zwölfte Objekt für das Unternehmen. Das Geschäftsmodell für das innovative Parkhaus sei bewusst langfristig angelegt, erklärt Geschäftsführer Jäger, aber natürlich gelte das Gebot der Wirtschaftlichkeit. Bei den Parkgebühren orientiere man sich am sonst üblichen Preisniveau in der Stadt. Zu Events denke man über vergünstigte Tarife nach. Im Übrigen, so Michael Jäger, gelte der Grundsatz: „Das Parken an der Straße ist in Heidelberg teurer als off-street in Parkhäusern.“

Das Parkhaus im hip
Das Parkhaus ist für Besucher von Veranstaltungen in der benachbarten Großsporthalle und als Quartiersgarage für den Heidelberg Innovation Park (hip) vorgesehen. Auf der rund 15 Hektar großen Konversionsfläche befanden sich früher die Heidelberg Patton Barracks. Jetzt sollen dort vorrangig innovative Unternehmen angesiedelt werden.
– 672 PKW-Stellplätze mit einer Breite von 2,60 m
– 750 Fahrradstellplätze mit Lademöglichkeiten für E-Bikes
– 20 E-Ladestationen à 22 kW für Elektro­autos, erweiterbar auf 120 E-Ladestationen
– Technikturm mit rund 2.300 qm Nutzfläche
– Photovoltaikanlage mit einer Gesamtleistung von 520 kWp (Kilowatt peak)
– Boden- und wandgebundene Begrünung von rund 500 qm, Platz für bis zu  70.000 Bienen und
2.200 Fledermäuse; Umwandlung von bis zu 1,6 t CO2; bindet bis zu 300 kg Feinstaub pro Jahr

Arivo verwirklicht sein erstes Projekt in der Schweiz

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Arivo hat am Standort des Unternehmens Lufthansa Flight Training in Zürich ein neues Parkraum-Management-System eingeführt. – Foto: Arivo

Mit dem Umzug in ein neues Firmengebäude setzte man bei Lufthansa Aviation Training in Zürich auch ein neues Mobilitätskonzept um. Die flexible Parkplatzverwaltung von Arivo wurde als passende Lösung ausgewählt.

Lufthansa Aviation Training, einer der führenden Flight-und-Cabin-Training-Provider, ist der Zusammenschluss von Lufthansa Flight Training und Swiss Aviation Training. Am Standort Zürich wurde Ende 2019 ein neues Firmengebäude bezogen, das Arbeitsplätze und Trainingslösungen für seine Kunden bietet. Zusätzlich wurde ein Mobilitätskonzept eingeführt, welches Mitarbeitern einen attraktiven und vom Unternehmen geförderten Anreiz zum Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel bieten soll. Jeder Mitarbeiter kann täglich flexibel entscheiden, ob er mit dem Auto kommen will oder doch lieber die öffentlichen Verkehrsmittel nutzt. Da die Parkplätze im neuen Areal beschränkt sind, musste ein Parking-System gefunden werden, das eine flexible und bedarfsorientierte Lösung bietet. Für 360 potentielle Nutzer stehen insgesamt nur 80 Parkplätze zur Verfügung. Mitarbeiter und Kunden zahlen für die Nutzung der Parkflächen. Mit Arivo soll nun die Verwaltung vereinfacht werden und die Abrechnung transparent und automatisiert möglich sein.

Kunde schätzt Flexibilität
Mitarbeiter melden sich über eine Kunden-Web-App mit Kreditkarte und Kennzeichen an. Durch die automatische Kennzeichenerkennung können sie jederzeit in die Garage beziehungsweise den Außenparkplatz einfahren. Die Parkzeit wird automatisch von der Kreditkarte abgebucht und die Rechnung mit Einzelkostennachweis per E-Mail zugestellt. „Arivo wurde uns von APCOA Schweiz empfohlen. Schon nach der ersten Präsentation des smarten Parking-Systems wussten wir: Das ist genau das, wonach wir suchen,“ erzählt Marcel Mantel, Head of Human Resources, Lufthansa Aviation Training Switzerland. „Es war sofort klar, dass nur dieses System die nötige Flexibilität bieten kann, die wir erwarten und unsere Mobilitätsoffensive unterstützen kann. Die innovative Parkraumverwaltung von Arivo ist nicht nur flexibel, sondern 100 Prozent bedarfsorientiert und modern. Man zahlt nur, was man braucht. Dieser Ansatz war perfekt für uns.“
Lufthansa Aviation Training ist das erste Projekt von Arivo in der Schweiz. Eine weitere Schnittstelle, das Einladungssystem, soll noch eingebunden werden. Damit können Piloten, welche zu Schulungen im Simulator gebucht sind, eine Einladung erhalten und mit dieser kostenlos für den Zeitraum der Schulung einfahren. Diese Funktion soll den Umfang der Arivo Parking-Lösung abrunden.

Goldbeck erhält einen bautec.INNOVATION AWARD

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bautec.INNOVATION AWARD 2020 Dritter Preis für die GOLDBECK GmbH für die Deckenplatte aus Carbon-Beton *** Local Caption *** bautec.INNOVATION AWARD 2020 Third prize for GOLDBECK GmbH for the carbon concrete ceiling panel

Zum zweiten Mal wurde jetzt in Berlin der bautec.INNOVATION AWARD vergeben. Unter den vier Preisträgern ist eine korrosionsfreie Deckenplatte aus Carbon-Beton von Goldbeck.

Insgesamt gingen 36 Bewerbungen aus ganz Europa ein. Zur Preisverleihung des bautec.INNOVATION AWARD waren 14 Beiträge nominiert. Der Bewerbung von Goldbeck gingen laut Unternehmensangaben mehrere Jahre intensiver Forschung und Entwicklung voraus. Das Goldbeck-Projektteam „Carbon“ rund um die Leiter Oliver Heppes und Markus Mühlhaus hat den neuartigen Verbund zwischen Beton und Carbon in mehr als 400 Laborversuchen untersucht. „Der Einsatz von Carbon-Beton bei Neubauprojekten ist eines der wichtigsten Zukunftsthemen bei Goldbeck. Umso mehr freuen wir uns über den Award“, sagt Markus Mühlhaus, Leiter des Projektteams „Carbon“ und Produktmanager Parkhäuser bei Goldbeck. Die von Goldbeck entwickelte Deckenplatte ausCarbon-Beton soll die tragendeStahlbewehrung herkömmlicher Tragelemente ersetzen. Die Carbonmatte wird in einem textilen Verfahren hergestellt und anschließend beschichtet.

Material bringt Gewichtsersparnis

GOLDBECK ParkhausHirschberg DeckenplatteCarbon Beton
Die preisgekrönte korrosionsfreie Deckenplatte aus Carbon-Beton im GOLDBECK Mitarbeiterparkhaus in Hirschberg. 

Die Carbonmatte wird in einem textilen Verfahren hergestellt und anschließend beschichtet. Das Pilotprojekt hatte Goldbeck 2019 realisiert: „Beim Bau unseres eigenen Mitarbeiterparkhauses in Hirschberg haben wir erfolgreich Carbon statt Stahl als tragende Bewehrung eingesetzt. In der Baubranche kommt das einer Revolution gleich“, so Mühlhaus. Die laufende allgemeine Zulassung durch das Deutsche Institut für Bautechnik soll die Voraussetzungen für die Serienfertigung des Bauteils schaffen. Carbon ist korrosionsfrei und gilt deshalb als besonders als langlebiger Verbundwerkstoff für Außenbauteile. Außerdem können dadurch schlankere Bauteile für den Außen- und Inneneinsatz erzeugt werden.

GOLDBECK Exponatbautec DeckenplatteCarbon Beton
Das Messe-Exponat zur korrosionsfreien Deckenplatte aus Carbon-Beton auf der bautec 2020. 

Goldbeck gibt an, bei Parkhausdeckenplatten durch den Einsatz von Carbon 20 Prozent Gewicht einsparen zu können. „Die leichteren Elemente schonen die natürlichen Ressourcen, vergrößern die Reichweite unserer Fertigungswerke und senken den Transport- und Montageaufwand. Gemeinsam mit der Korrosionsfreiheit, dem geringen Wartungsaufwand und der langen Lebensdauer ergeben sich daraus zahlreiche Nachhaltigkeitseffekte, die sowohl unserer Umwelt als auch unseren Kunden zu Gute kommen“, sagt Markus Mühlhaus. „Gründe genug also, die Forschung fortzusetzen und weitere Anwendungsgebiete für carbonbasierte Bauteile zu erschließen – und diese haben wir schon im Blick!“

Fotos (3): GOLDBECK GmbH

Saba UK setzt jetzt auf evopark GO

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Easly morning sun rising over Cananry Wharf and the River Thames, London
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In einem Parkhaus am West India Quay in London wird jetzt erstmals außerhalb von Deutschland eine evopark GO-Lösung genutzt. – Foto: Scheidt & Bachmann

Scheidt & Bachmann UK hat von Saba den Zuschlag für ein prestigeträchtiges Projekt in London erhalten. Das Parkhaus am West India Quay bietet 558 Parkplätze im zentralen Canary Wharf District.

Teil der Zusammenarbeit ist ein 5-Jahres-Vertrag für evopark GO. So soll die kürzlich eingerichtete ticketlose Parkraumlösung ergänzt werden. Es ist der erste Auftrag von evopark für eine evopark GO-Lösung außerhalb Deutschlands und damit auch der erste Auftrag für evopark GO in Großbritannien. Bald sollen Autofahrer im Rahmen eines Abonnements online drei Zugangsmedien registrieren können. Nach der Registrierung genießen sie eine berührungslose Ein- und Ausfahrt am Parkhaus West India Quay. Dafür müssen sie ihr Kennzeichen, ihre Kredit- oder Bankkartennummer und ihre E-Mail-Adresse angeben. Nach der Online-Registrierung können sie mit ihrem registrierten Kennzeichen ein- und ausfahren und bargeldlos über evopark GO bezahlen. Bei der Ankunft hebt sich die Schranke und die Kamera registriert den Zeitpunkt der Einfahrt. Beim Verlassen „schließt“ die Kamera den Besuch ab und die verbrachte Zeit wird automatisch von der registrierten Bank- oder Kreditkarte des Abonnenten abgebucht. Saba kann ebenfalls entscheiden, Gäste bei der Ankunft am Parkhaus per E-Mail mit „Willkommen am West India Quay“ zu begrüßen und sie per evopark GO über lokale Werbeaktionen und Veranstaltungen zu informieren. Alan Grix, Managing Director von Scheidt & Bachmann UK, sagte: „Wir sind entschlossen, diese innovative Lösung für Parkraumbewirtschaftung noch weiter zu verbreiten und damit die bestehenden erstklassigen Parklösungen, die bereits in unserem Portfolio enthalten sind und die in ganz Großbritannien angeboten werden, zu ergänzen.“ Christian Grzona, Director Marketing & Sales bei evopark, fügte hinzu: „Wir danken Saba für das Vertrauen, das sie in uns gesetzt haben und Scheidt & Bachmann UK für die großartige Unterstützung bei der Einführung unserer Lösung. Wir freuen uns auf dieses und weitere spannende Projekte in Großbritannien.“