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Parkplatz-Preisvergleich entlang Europas Skipisten

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Das Portal MietwagenCheck hat die Parkkosten von insgesamt 343 Parkplätzen an den beliebtesten europäischen Skipisten verglichen. Heraus kam: Bis zu 45 Euro müssen pro Tag für die Nutzung der dortigen Parkplätze entrichtet werden. Je nach Land und Skigebiet herrschen aber erhebliche Unterschiede, teils locken Standorte auch mit kostenlosen Parkmöglichkeiten.

Für den Vergleich wurden die stündlichen und täglichen Parkplatzkosten von insgesamt 343 Parkplätzen entlang der Skilifte der 30 beliebtesten Skiregionen in Europa sowie der 30 beliebtesten Skiregionen in Deutschland über Skiresort.de ermittelt. Unter den teuersten Spitzenreitern befand sich demnach das französische Megève: Wer an den beiden Skipisten Princesse oder Mont d’Arbois am Fuß des Mont Blancs tagsüber sein Auto abstellen möchte, muss laut der Untersuchung im Schnitt 32,70 Euro zahlen. Die Schweiz, die bekannt für luxuriöse Wintersportstädte wie St. Moritz, Zermatt oder Davos ist, gehört auch bei den Parkplatzkosten zu den kostspieligsten Standorten: Das in Graubünden gelegene Laax verlangt für das Abstellen des Autos pro Tag 25,50 Euro.

Doch auch andere europäische Länder können bei diesem Preisniveau mithalten. Wenn beim Skifahren in der spanischen Gebirgskette Sierra Nevada das Auto geparkt werden muss, zahlen Wintersportfans durchschnittliche Parkkosten in Höhe von 23,50 Euro. Ähnlich hoch sind die Preise pro Parkplatz in den beiden französischen Wintersportregionen Les Arcs und Val d‘Isère mit 23,40 bzw. 23 Euro täglich.

Im Hinblick auf einzelne Parkmöglichkeiten müssen Skifans vor allem im französischen Samoëns mit den höchstenn Gebühren rechnen: Landen sie auf dem Grand Massif Express Parkplatz, müssen 45 Euro pro Tag entrichtet werden.

Österreichs Kirchberg lockt mit kostenlosen Parkmöglichkeiten

Viele andere Orte locken hingegen mit günstigeren Konditionen: Von den 200 untersuchten Wintersportregionen können die Parkplätze in 134 Standorten sogar kostenlos genutzt werden. An einigen Standorten wird für die Nutzung jedoch der Erwerb eines Skipasses vorausgesetzt. Im finnischen Ylläs etwa können Besucher das Auto bequem und kostenlos an den fünf verfügbaren Parkplätzen entlang der Skipisten parken. Im populären Schweizer Skigebiet 4 Vallées gelegenen Veysonnaz kann ebenfalls ohne zusätzliche Kosten geparkt werden. Im österreichischen Obertauern stehen insgesamt sechs kostenlose Parkmöglichkeiten etwa an der Kehrkopfbahn oder an der Schaidbergbahn zur Verfügung, um den Tag auf den Abfahrten zu verbringen. Wer nach einiger günstigen Alternative zur populären Wintersportstadt Kitzbühel sucht, findet im benachbarten Kirchberg in Tirol zumindest kostenlose Parkplätze an den Skipisten, wo der Wagen tagsüber abgestellt werden kann.

Moderate Preise in den deutschen Skiregionen

Preisliche Unterschiede bei den Parkkosten gibt es auch in den deutschen Wintersportregionen: An der Stümpflingbahn im Skigebiet Spitzingsee belaufen sich die Kosten für das Parken auf 15 Euro pro Tag. Die Ausnahme ist der Erwerb eines Skipasses, mit dem kostenlos geparkt werden kann. An der Götschenkopfbahn in Bischofswiesen fällt die tägliche Gebühr von 12,50 Euro ähnlich aus. Wenn jedoch der Lift benutzt oder die Götschen-Alm besucht wird, ist der Parkplatz kostenfrei. An der Nebelhornbahn in Oberstdorf zahlen Besucher Tagesgebühren für Parkplätze in Höhe von 5 bis 15 Euro.

Wer bei der Anreise mit dem Auto sparen möchte, findet im nordrhein-westfälischen Winterberg insgesamt drei kostenlose Parkmöglichkeiten. Am Feldberg in Baden-Württemberg sind 16 Skipisten mit insgesamt 30 Kilometern Pistenlänge über die Wintermonate für Skibegeisterte geöffnet. Das Auto kann kostenlos an unterschiedlichen Parkplätzen abgestellt werden.

Quelle: MietwagenCheck

Über die Untersuchung

Für den Vergleich wurden die 30 beliebtesten Skiregionen in Europa sowie die 30 beliebtesten Skiregionen in Deutschland über Skiresort.de ermittelt. Von diesen wurden dann die Skilifte ermittelt, die sich in den jeweiligen Regionen befinden. Daraufhin wurden die Preise von insgesamt 343 Parkplätzen über die externen Webseiten der jeweiligen Anbieter der Parkplätze pro Stunde sowie pro Tag ermittelt. Von diesen können 219 kostenlos genutzt werden, sodass die Preisangaben von insgesamt 124 Parkplätzen mit in den Vergleich einfließen. An einigen Standorten wurden die Preise in Euro umgerechnet (Währungskurs vom 19.12.2024).

Parken in deutschen Skigebieten – wie hier in Seebach im Schwarzwald – ist meist günstig oder sogar kostenlos – © Hadrian / Shutterstock.com

EasyPark übernimmt Flowbird

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Mit der Übernahme von Flowbird möchte EasyPark ein führender globaler Anbieter von Mobilitätsplattformen werden. Eine zentrale Rolle spielen datengestützte Services und Lösungen.

Die EasyPark Group, ein führender Anbieter für digitale Park- und Mobilitätslösungen, gab Mitte Januar 2025 den Abschluss der strategischen Übernahme der Flowbird Group bekannt. Gemeinsam wollen die Unternehmen die urbane Mobilität durch umfassende Park- und Verkehrslösungen erleichtern und die Expansion in neue Märkte vorantreiben, hieß es.

Cameron Clayton, bislang CEO der EasyPark Group, wurde zum CEO des neuen Gemeinschaftsunternehmens ernannt. Frédéric Beylier, der bisherige CEO der Flowbird Group, verlässt das Unternehmen.

„Der Zusammenschluss der Easy Park Group und Flowbird zu einem gemeinsamen Team ist ein wichtiger Schritt, um die Flächennutzung weltweit zu verbessern. Durch das erweiterte Angebot unterstützen wir unsere Kunden dabei, die Mobilität zu optimieren und in öffentliche Verkehrsmittel, Grünflächen und die Wiederbelebung von Innenstädten zu investieren. Ich lade Kommunen, Verkehrsbehörden und Akteure der Mobilitätsbranche ein, uns auf diesem Weg zu begleiten. Gemeinsam werden wir Städte lebenswerter machen“, sagt Cameron Clayton, CEO der EasyPark Group.

Standortspezifischer Ansatz

Durch die Übernahme entsteht ein Gemeinschaftsunternehmen für smarte Park- und Verkehrslösungen in Städten. Man verfolge hierbei einen standortspezifischen Ansatz mit abgestimmten Kombinationen aus mobilem Parken, Parkscheinautomaten und Lösungen für den öffentlichen Nahverkehr. Passende Preismodelle, Parkrichtlinien sowie datenbasierte Analysen ergänzen das Angebot, so EasyPark.

„Mit dieser Übernahme beginnt ein spannendes Kapitel für die Mobilität, das neue Möglichkeiten eröffnet, um echten Mehrwert für Kund:innen, Partner und Kommunen zu schaffen. Während ich mich nach einer aufregenden Wachstumsphase mit den Flowbird Teams zurückziehe, bin ich überzeugt, dass das gemeinsame Unternehmen mit seinen talentierten und engagierten Mitarbeitenden auch in Zukunft viele Erfolge erzielen wird“, sagt Frédéric Beylier, CEO der Flowbird Group.

Globale Mobilitätsplattform

Im ersten Schritt gehe es um die Kontinuität des Geschäftsbetriebs und den Aufbau einer globalen Mobilitätsplattform, teilt EasyPark mit. Weitere Informationen zur organisatorischen Struktur will das neue Gemeinschaftsunternehmen in den kommenden Monaten bekanntgeben.

Die Investmentfirmen Vitruvian Partners, Verdane und Searchlight Capital Partners L.P., denen das Gemeinschaftsunternehmen gehören wird, unterstützen die Übernahme. Über die Bedingungen der Transaktion haben die Parteien Stillschweigen vereinbart.

EasyPark und Flowbird

Die EasyPark Group ist seit 2001 in der Parken-Branche aktiv. Sie verfügt über die Apps EasyPark, ParkMobile, RingGo sowie Park-line, mit denen sie eigenen Angaben zufolge in über 4.000 Städten in mehr als 20 Ländern vertreten ist. Flowbird ist ein in Frankreich ansässiges Unternehmen, das sich auf Zahlungs- und Ticketsysteme, insbesondere für Parkplätze und den öffentlichen Verkehr, spezialisiert hat und 2018 durch die Fusion von Parkeon und Cale entstand. Parkeon entstand 2003 als Spin-off von Schlumberger. Die Lösungen der Flowbird Group werden laut Unternehmen in 6.000 Städten in 80 Ländern eingesetzt.

© EasyPark

 

TIMOCOM investiert in Aparkado

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Der IT- und Datenspezialist TIMOCOM beteiligt sich am Startup Aparkado. Mit der Investition verfolge TIMOCOM das Ziel, den europäischen Straßengüterverkehr weiter zu digitalisieren. Aparkado stellt mit der LKW.APP ein Parkplatzleitsystem für LKW-Fahrer zur Verfügung.

Seit über 27 Jahren ist TIMOCOM als IT- und Datenspezialist am Markt. Über 55.000 geprüfte Unternehmen nutzen eigenen Angaben zufolge die digitale Plattform, auf der täglich bis zu eine Million internationale Fracht- und Laderaumangebote bereitgestellt würden. Mit der Beteiligung an Aparkado erweitert TIMOCOM sein Engagement in Richtung smarter Technologien und wolle dazu beitragen, die Arbeitsbedingungen von LKW-Fahrern zu verbessern.

Im Zentrum von Aparkado steht die LKW.APP, ein Parkplatzleitsystem, das die Auslastung von über 40.000 Parkflächen in Europa berücksichtigt. Die App hilft Fahrern, verfügbare freie Parkmöglichkeiten entlang ihrer Route zu finden und bietet so eine praktische Lösung für das drängende Parkplatzproblem im Straßengüterverkehr.

„Menschlicher und nachhaltiger“

„Mit der Investition in Aparkado setzen wir ein klares Zeichen für die Zukunft des europäischen Straßengüterverkehrs,“ so Tim Thiermann, Geschäftsführer bei TIMOCOM. „Wir sehen es als unsere Verantwortung, den Logistiksektor nicht nur effizienter, sondern auch menschlicher und nachhaltiger zu gestalten.“

TIMOCOM investiert in Aparkado. – © TIMOCOM

Mobilitätshub für die Stadtwerke der Stuttgart-Gruppe

Nachhaltige Konzepte in Zeiten der Energiewende: Mit einem innovativen Mobilitätshub realisiert Huber Parking ein zukunftsweisendes Projekt für die Stadtwerke Stuttgart-Gruppe.

Weit vor Bezug des neuen Unternehmenssitzes der Stadtwerke Stuttgart-Gruppe (SWS-Gruppe), dem EnergieCampus, wurde der neue Mobilitätshub fertiggestellt. Der kommunale Versorger unterstützt damit die Stadt Stuttgart beim Wandel hin zur Nutzung erneuerbarer Energien.

„Ich bin stolz darauf, dass wir die Energiewende in Stuttgart nun von einem gemeinsamen Hauptsitz aus weiter vorantreiben können, der unseren Energiewendeauftrag und unser Know-how auch baulich verkörpert“, äußerte sich Peter Drausnigg, Technischer Geschäftsführer der Stadtwerke, zum Gesamtprojekt, das unter Nachhaltigkeitsaspekten saniert und energetisch optimiert wurde.

Huber Parking Deutschland hat gemeinsam mit den asp Architekten aus Stuttgart einen modernen Mobilitätshub entwickelt und realisiert, der eine Vielzahl innovativer Mobilitätslösungen unter einem Dach vereint und damit neue Standards in Funktionalität und Design setzt. Neben 229 Stellplätzen mit vorgerüsteten Lademöglichkeiten für E-Autos stehen ein Sharing-Bereich für E-Scooter und E-Bikes sowie rund 100 Fahrradabstellplätze zur Verfügung. Leasingangebote der SWS-Gruppe und verschließbare Lademöglichkeiten für E-Bike-Akkus motivieren Mitarbeitende zusätzlich zum Umstieg auf das Fahrrad. E-Bikes mit fest verbautem Akku können an einem Energiewürfel geladen werden.

Nachhaltige Architektur

Die Architektur des innovativen Parkhauses besticht durch ihre nachhaltige Bauweise und städtebauliche Integration. Sowohl die Dachbegrünung als auch die 554 Solarmodule, die an Fassade und Dach installiert sind, leisten einen wichtigen Beitrag zur umweltfreundlichen Energieerzeugung und verbessern das lokale Mikroklima. Ein Teil der Energie für den neuen Hauptsitz wird direkt von den Solaranlagen des Mobilitätshubs bezogen. Offene Fassade und bewegungsgesteuerte LED-Beleuchtung tragen zu einer hellen, energieeffizienten Struktur bei, die den Energieverbrauch senkt und die Sicherheit erhöht.

Fortschrittliche Technologien und Umweltbewusstsein sollen im Mobilitätshub Hand in Hand gehen. Bei voller Ausrüstung wird jeder der 229 Stellplätze mit einer Wallbox für Elektrofahrzeuge ausgestattet sein. Dank der für den EnergieCampus konzipierten KI-gestützten Gebäudemanagement-Plattform von Siemens können Elektrofahrzeuge im Parkhaus geladen werden, wenn das Angebot an Ökostrom im System höher ist als der momentane Bedarf.

Innovative Mobilitätslösungen

Fazit von Huber Parking: „Der Mobilitätshub am EnergieCampus der Stadtwerke Stuttgart ist ein zukunftsweisendes Projekt, das innovative Mobilitätslösungen mit nachhaltigem Bauen verbindet. Mit einer Ausstattung von über 120 Ladepunkten für Elektrofahrzeuge und einer Photovoltaikanlage, die jährlich rund 84 Tonnen CO₂ einspart, trägt der Mobilitätshub maßgeblich zur Energiewende und zur Förderung umweltfreundlicher Mobilität bei. Der Standort zeigt eindrucksvoll, wie Parkhäuser eine Schlüsselrolle in der nachhaltigen Stadtentwicklung spielen können und bietet eine grüne Lösung für die Anforderungen moderner Städte.“

Mobilitätshub der Stadtwerke Stuttgart-Gruppe: Erstes Huber-Parkhaus mit einer Solarfassade. – © Huber Parking

Heilige Blechle

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Gastbeitrag: Ertragschancen durch solares Parkangebot

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Viele Bundesländer verpflichten inzwischen dazu, gewerbliche Parkplätze mit Photovoltaik zu überdachen – eine Zusatzinvestition, die auch zur Einnahmequelle für Betreiber und Eigentümer der Parkflächen werden kann.

Die Politik setzt zunehmend auf den Ausbau der Ladeinfrastruktur für E-Fahrzeuge. In den Fokus rückten inzwischen auch die zu Gebäuden gehörenden Parkplätze. Investoren, Eigentümer und Betreiber von gewerblichen und öffentlichen Immobilien müssen damit neue gesetzliche Auflagen erfüllen. So sollen Vorgaben der kürzlich novellierten EU-Gebäude-Richtlinie 2024/1275 (EPBD) in das seit 2021 in Deutschland geltende GEIG (Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz) übernommen werden. Bei gewerblichen Neubauten ist danach jeder fünfte Parkplatz mit einem Ladepunkt auszustatten. Bei Büroimmobilien soll dies für jeden zweiten Stellplatz gelten. Von der Regelung betroffen sind entsprechend auch Bestandsbauten bei größeren Renovierungen, wenn mehr als 25 Prozent der Oberfläche der Gebäudehülle saniert werden. Nichtwohngebäude im Bestand mit mehr als 20 Parkplätzen benötigen außerdem bis 2027 einen Ladepunkt an jedem zehnten Stellplatz. Ganz grundsätzlich sollen nach den geplanten Änderungen des GEIG mindestens 50 Prozent Vorverkabelung an den Stellplätzen verbaut werden.

Pflichten und Chancen der Parkplatz-Photovoltaik

In mehreren Bundesländern verlangen darüber hinaus seit 2022 und 2023 die Landesbauordnungen, dass bei Neubauten die zum Objekt gehörenden Parkplätze von Gewerbe- oder Nichtwohngebäuden mit Photovoltaik überdacht werden müssen, so etwa in Rheinland-Pfalz und Hessen (ab 50 Stellplätzen) oder in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen (ab 35) sowie in Schleswig-Holstein (ab 100).

Für Unternehmen und Parkraum-Betreiber ist der Ausbau der Ladeinfrastruktur teils ein wichtiges Thema, weil sie ihre selbst gesetzten Nachhaltigkeitsziele oder Compliance-Richtlinien einhalten wollen. Gleichzeitig profitieren sie durch die Photovoltaik von günstigem Solarstrom für den eigenen Bedarf. Für Unternehmen ab 250 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz (netto) von mindestens 40 Millionen Euro werden zudem ab Januar 2025 die von der EU aufgestellten ESG-Kriterien (Environmental Social Governance) und die damit verbundene Nachhaltigkeitsberichterstattung zur Pflicht. Über die Anforderungen der ESG-Richtlinien müssen Unternehmen nachweisen, wie nachhaltig sie wirtschaften. Ein Aspekt kann dabei auch die Nutzung von Photovoltaik für die Stromversorgung sein.

Mehrwerte für viele Nutzergruppen

Doch auch unabhängig davon ist die Parkplatz-Photovoltaik von Industriebetrieben nachgefragt, die ihre Produktion maßgeblich mit Solarenergie betreiben. Wenn die vorhandenen Dachflächen nicht ausreichen, ist die zusätzliche PV-Überdachung der Parkplätze eine Option. Vorteile sehen Unternehmen auch darin, dass sie besondere Parkservices für ihre Mitarbeiter bereitstellen können, etwa beim Aufladen oder beim Witterungsschutz der Fahrzeuge. Das ist auch insofern interessant, als Kfz-Versicherungen zunehmend Überdachungsauflagen für Fahrzeuge gegen Hageleinschlag einführen. Das Service-Angebot beinhaltet somit auch Chancen bei der Mitarbeitergewinnung.

Hinzu kommen die E-Lade-Services bei Kunden- und Besucherparkplätzen. Von Parkhausbetreibern und Einkaufszentren etwa ist bekannt, dass sie PV-Anlagen nutzen, um die Betriebskosten zu senken und ihren Kunden Mehrwerte zu bieten: So können diese je nach Angebot ihre E-Fahrzeuge während des Shoppings kostengünstig oder umsonst aufladen. Potenzielle Kundschaft wird durch die Ladeinfrastruktur zusätzlich angelockt.

Statt besondere Services anzubieten, kann sich der Betreiber aber auch dazu entscheiden, an der solaren Parkraumbewirtschaftung unmittelbar zu verdienen, indem er die Energiezufuhr aus seinen PV-Anlagen und Ladesäulen mit der Parkgebühr abrechnet. Im öffentlichen Sektor sind ähnliche Optionen realisierbar, beispielsweise bei Besucherparkplätzen von Event- und Sporthallen, an Flughäfen, Krankenhäusern, Messen oder Schwimmbädern.

Herausforderungen bei der Umsetzung von Parkplatz-Photovoltaik

Betreiber und Unternehmen, die eine Parkplatzüberdachung umsetzen wollen, brauchen eine objektbezogen wirtschaftliche Planung. Denn anders als die PV-Anlage amortisieren sich die baulichen Anteile der Überdachung nicht im klassischen Sinne. Es geht also darum, die Kosten beim Bauwerk so gering wie möglich zu halten. Oft sind die Bodenverhältnisse am Standort ausschlagend für die Höhe der Baukosten. So macht es einen großen Unterschied, ob man auf Torf, Sand, Lehm oder Fels baut. Eine andere Herausforderung ist, dass der Anbieter einer Überdachungslösung ein breites Know-how mitbringen muss, um reibungslos, sicher und kostensparend zu arbeiten. Denn das erforderliche Fachwissen umfasst Tiefbau und Erschließung, die Koordination aller Bauabläufe inklusive Baugenehmigungsverfahren sowie die fachgerechte Errichtung der Konstruktion der technischen Anlagen bis zum Betriebs- und Energiemanagement. Bei zu vielen Einzelanbietern kann es ansonsten Probleme mit den Schnittstellen der Gewerke und mit einer schwer kontrollierbaren Kostenentwicklung im Projekt geben. Hinzu kommt: Wird nicht alles aus einer Hand umgesetzt, werden unter Umständen die vollen Gewährleistungen nicht wirksam. Es macht daher Sinn, einen Anbieter zu beauftragen, der die Verantwortung für das gesamte Projekt übernimmt oder die komplette Umsetzung schlüsselfertig liefern kann. Ansonsten sollte je nach Standort, Parkplatzgröße und gesetzlichen Vorgaben die planerisch und ökonomisch beste Lösung ermittelt werden.

Modulare Solarüberdachungen

Erste Unternehmen bieten bereits vielfältige technische und bauliche Lösungen für die Parkplatz-Photovoltaik an. Meist handelt es sich um PV- oder Hallenbau-Firmen, die allerdings in der Regel nicht alle Leistungen rund um das Projekt anbieten. Oft werden großflächige, massive Überdachungskonstruktionen realisiert, bei Parkhäusern manchmal auch PV-Fassaden anstelle einer Überdachung. Weitere Lösungsansätze sind statische Parkreihen mit Solarüberdachung oder ganze Carport-Systeme.

Im Ergebnis braucht es für die solare Parkplatzüberdachung möglichst preisgünstige und flexible Lösungen. Wenn es zum Beispiel um große Flächen ab 50 Stellplätzen geht, können Parkmodul-Systeme eine kosten- und flächeneffiziente Lösung sein. Über die Modulproduktion lassen sich die Herstellungskosten der baulichen Anlagen deutlich senken. Dies ist auch der Ansatz des zum Beispiel von Wi Solar entwickelten Parkmodul-Systems „Wi park & charge“. Die Module bestehen aus 2- und 3-Parkern und lassen sich flächeneffizient kombinieren und spiegeln, sodass sich die Parkreihen bequem umfahren lassen. Die filigranen Solarüberdachungen sind darüber hinaus so konstruiert, dass sie so wenig Platz und Material wie möglich verbrauchen und zugleich statisch sehr fest und hochwertig sind. Ein Vorteil der kleinteiligen Bauweise ist auch, dass sie sich sehr gut an den jeweiligen Standort anpassen lässt.

Optimierte Fahrwege durch Modulsystem für solare Ladeinfrastruktur – © Wi SOLAR GmbH

 


 

Autor

Dipl.-Ing. (FH) Sven Endris, Wi Solar GmbH

Dipl.-Ing. (FH) Sven Endris ist Experte für Photovoltaik, Ladeinfrastruktur und Konstruktiven Ingenieurbau sowie geschäftsführender Gesellschafter der Wi Solar GmbH. Als Ingenieur entwickelt er neue Produkte wie die modulare, schlüsselfertige Ladeinfrastruktur mit PV-Überdachung „Wi park & charge“. Der Fokus seines Unternehmens liegt auf PV-Anlagen und Ladeinfrastruktur für Gewerbe, Handel, Logistik und Industrie.

 

Feierabend-Parken belegt 2. Platz beim Mobilitätspreis NRW 2024

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Mitte Dezember fand der Mobilitätstag NRW statt, bei dem Landesverkehrsminister Oliver Krischer drei Mobilitätsprojekte prämierte. Connected Mobility Düsseldorf schaffte es mit „Feierabend-Parken“ auf den zweiten Platz. Das Unternehmen möchte Parkplätze für mehrere Zwecke verwendbar machen. So sollen zum Beispiel Supermarktparkplätze nach Ladenschluss für Anwohner zur Verfügung stehen.

Am 12. Dezember wurden von NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer drei Preisgelder vergeben. Der erste Platz ging an das Projekt „Bürgerbus Lüdinghausen-On-Demand”, bei dem die individuellen Anforderungen der Menschen im Fokus stehen. Fahrgäste können den Bus per Telefon, Internet oder App buchen und dabei die Abfahrtszeit und den -ort selbst festlegen. Hierfür erhielt das Projekt ein Preisgeld von 15.000 Euro.

Platz zwei ging zusammen mit 10.000 Euro für die Idee des „Feierabend-Parkens” an Connected Mobility Düsseldorf. Das Unternehmen möchte eine effiziente Mehrfachnutzung bestehender Off-Street-Parkplätze schaffen und gleichzeitig den Parksuchverkehr reduzieren. Platz drei, dotiert mit 5.000 Euro, ging an den „E-Bus-Betriebshof Köln-Porz”. Hier wurde eine Ladeinfrastruktur für E-Busse, ein Umspannwerk und eine Energiezentrale entwickelt.

Die Jury

In der Jury saßen Prof. Dr. Manfred Fischedick, Präsident und wissenschaftlicher Geschäftsführer vom Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie, Dr. Olga Nevska, Geschäftsführerin von Telekom MobilitySolutions, Prof. Dr. Ani Melkonyan-Gottschalk, die den Lehrstuhl für Nachhaltigkeit und soziotechnische Transformation an der Technischen Universität Clausthal innehat, und Udo Sieverding, Leiter der Abteilung Mobilität der Zukunft, Radverkehr, ÖPNV im Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen.

ALDI Süd, ampido, LIDL und Connected Mobility Düsseldorf (auf dem Bild zu sehen) haben gemeinsam den zweiten Platz erreicht. – © Connected Mobility Düsseldorf GmbH (CMD)

„Wir verfolgen einen ganzheitlichen Ansatz“

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Nomen est omen: Explizit auf den Parkhausbau spezialisiert ist dip | Deutsche Industrie- und Parkhausbau GmbH. Mit Olaf Frodermann, dem Vertriebsleiter, sprachen wir über Leistungen, Besonderheiten und Ausrichtung des Bauunternehmens für schlüsselfertige Parkhäuser – und haben nach aktuellen Trends der Branche gefragt.

Was ist das Alleinstellungsmerkmal von dip?

An vorderster Stelle die dip-Decke: Sie zeichnet sich durch ihre flexiblen Gestaltungsmöglichkeiten aus und positioniert sich als Herzstück der dip-Parkhäuser. Die Parkhäuser lassen sich damit optimal an das vorhandene Grundstück anpassen. Durch die bessere Ausnutzung des Grundstücks lassen sich regelmäßig deutlich mehr Stellplätze realisieren. Neben den üblichen rechteckigen Parkhäusern sind selbst gerundete Gebäude wie beim Parkhaus der Koelnmesse möglich. Die dip-Decke benötigt keine Beschichtung und verursacht mit Abstand die geringsten Wartungskosten. Zudem entfallen die üblichen Ausfallzeiten für die Instandhaltung. Dies sind entscheidende Vorteile bei der Betrachtung der planmäßigen Nutzungsdauer von mindestens 50 Jahren.

Zudem ermöglicht die dip-Decke individuell wählbare Stellplatzbreiten, sodass Betreiber sich nicht auf zukünftige Fahrzeugabmessungen festlegen müssen. Breitere Stellplätze und Fahrgassen erhöhen den Komfort und die Sicherheit beim Parken erheblich. Damit sind die Parkhäuser zukunftssicher und die Betreiberrendite wird maximiert.

Was gehört alles zu Ihrem Dienstleistungsportfolio?

Als Generalunternehmer und anerkannter Qualitätsführer im Parkhausbau übernimmt dip alle Leistungsphasen – von der Planung über die Realisierung bis hin zur Wartung und Instandhaltung. Die Planungsleistungen werden überwiegend im Headquarter in Windhagen erbracht. Dort arbeiten Teams von Architekten und Fachingenieuren. Von der ersten Entwurfsidee bis zur Ausführungsplanung werden alle Planungsleistungen im eigenen Haus erbracht. Auch die Bauantragsplanung wird angeboten. dip unterstützt Bauherren bei der Erstellung der erforderlichen Unterlagen und der Beantragung der Baugenehmigungen.

Durch eine frühzeitige Einbindung und enge Abstimmung mit den Genehmigungsbehörden und das vorhandene Know-how können hier die Genehmigungszeiten erfahrungsgemäß deutlich reduziert werden. Die operative Abwicklung der Aufträge erfolgt durch fünf Niederlassungen im Bundesgebiet, was kurze Wege zu unseren Auftraggebern und Lieferanten sichert. Darüber hinaus übernimmt dip die lebenslange Wartung der realisierten Parkhäuser. Dieses Angebot gilt auch für Parkhäuser, die nicht durch dip gebaut wurden.

Welche Rolle spielen baurechtliche und behördliche Maß-gaben bei Ihrer Arbeit?

Im Parkhausbau in Deutschland sind sie entscheidend für eine rechtssichere Planung und Ausführung. Die Planung muss die jeweiligen Landesbauordnungen sowie die Vorgaben der Kommunen berücksichtigen, die unter anderem Anforderungen an Brandschutz, Barrierefreiheit und Gestaltung des äußeren Erscheinungsbildes enthalten.

Hat Elektromobilität und die damit verbundene Ladeinfrastruktur Einfluss auf Ihre Planungen?

Das Thema ist bereits seit einigen Jahren fester Bestandteil unserer Planungen und verzeichnet eine steigende Nachfrage. Die Anforderungen ändern sich dabei ständig. Einige der wichtigsten Aspekte: Um zukunftssicher zu sein, planen wir Kabelwege und Infrastruktur für eine spätere Erweiterbarkeit der Ladeinfrastruktur in den Parkhäusern. Da die Integration von Ladestationen den Platzbedarf und das Layout eines Parkhauses durchaus beeinflussen kann, tauschen wir uns bereits in der frühen Planungsphase mit den Bauherren darüber aus.

Unsere Objekte berücksichtigen in diesem Zusammenhang auch Aspekte der Nachhaltigkeit und Energieeffizienz, beispielsweise durch Solaranlagen zur Eigenstromerzeugung oder die Nutzung von Energiespeichersystemen. Die Kombination von E-Ladestationen und Photovoltaik bietet den Nutzern die Möglichkeit, günstigen Solarstrom zu laden, wodurch die Attraktivität der Parkhäuser steigt.

Sehen Sie in nachhaltigen Lösungen wie Photovoltaik-anlagen oder auch begrünten Fassaden einen Trend?

Ja, das sind definitiv Trends in der Bauindustrie. Insbesondere der Parkhausbau bietet hierfür ideale Voraussetzungen. Unabhängig von gesetzlichen Vorgaben – Stichwort „Photovoltaikpflicht“ – sprechen einige Punkte für die Umsetzung. Beides trägt zur Reduzierung des CO₂-Ausstoßes bei: Photovoltaikanlagen erzeugen sauberen Strom, während begrünte Dächer und Fassaden die Luftqualität verbessern und zur Kühlung der Umgebung beitragen. Solarmodule auf Dächern und/oder Fassaden können – insbesondere bei Eigenstromnutzung – sehr effizient sein. Wir sorgen hier mit unseren Parkhäusern für große Flächen und einfache Installationen.

In dicht bebauten städtischen Gebieten fehlt oft der Platz für traditionelle Grünflächen. Begrünte Dächer und Fassaden sind eine Alternative. Auf Wunsch berücksichtigen wir eine vollautomatische Bewässerung und Nahrungsversorgung der Pflanzen. Außerdem schaffen begrünte Fassaden und Dächer einen visuellen Mehrwert und sorgen für eine erhöhte Akzeptanz bei Nutzern und Anwohnern.

Errichten Sie auch Parkeinrichtungen für Fahrräder?

dip plant und baut auch reine Fahrradparkhäuser, sowohl ohne als auch mit Ladeinfrastruktur für E-Bikes. Insbesondere Universitäten fragen solche Gebäude an und zählen zu den Auftraggebern. Derzeit ist jedoch die Integration von Fahrradstellplätzen in PKW-Parkhäuser noch der Normalfall. Um den Umstieg zwischen den Verkehrsmitteln zu erleichtern, können auch Fahrrad-Leihstationen in die Planung einbezogen werden.

Hat sich die Nachfrage nach Parkbauten im Zuge der Verkehrswende verändert?

Die Verkehrswende bedeutet eine umfassende Transformation urbaner Mobilität, und Parkhäuser spielen dabei eine entscheidende Rolle. dip entwickelt Parkhäuser zu sogenannten Mobility Hubs, die als Knotenpunkte zwischen verschiedenen Verkehrsträgern fungieren. Diese modernen Mobilitätszentren bieten nicht nur Autostellplätze, sondern integrieren auch E-Ladestationen, Fahrradstellplätze, Carsharing-Optionen und Anbindungen an den öffentlichen Nahverkehr.

Zusätzlich rücken Mitarbeiterparkhäuser in den Fokus. In vielen ländlichen Regionen ist der Verzicht auf ein Auto für berufstätige Menschen nicht möglich. Daher besteht die Herausforderung, die Autos am Beschäftigungsort unterzubringen und kurze Wege zum Arbeitsplatz sicherzustellen. Das Gegenstück bilden die Quartiersgaragen die in Wohngebieten zunehmend behördlich gefordert werden, um Autos zentral zu parken.

Auf welchen Lebenszyklus sind Ihre Objekte ausgelegt?

dip ist Vorreiter im nachhaltigen Parkhausbau und setzt Maßstäbe in der Wirtschaftlichkeit. Die Lebenszyklusoptimierung ist entscheidend für die langfristige Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit eines Parkhauses. Bei dip wird ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt, der die Kosten über die gesamte Nutzungsdauer betrachtet, die mindestens 50 Jahre beträgt. Durch die Verwendung nachhaltiger Materialien und innovativer Bauweisen werden anfängliche Investitionen optimiert und die Instandhaltungskosten signifikant gesenkt. Ein zentraler Vorteil der dip-Decke ist, dass sie ohne aufwendige Oberflächenschutzsysteme auskommt, was nicht nur die Wartung erleichtert, sondern auch die Sanierungskosten erheblich reduziert. Regelmäßige, vorausschauende Wartungsmaßnahmen tragen dazu bei, die Bausubstanz zu schützen und die Lebensdauer des Parkhauses zu verlängern.

Auf was setzen Sie im Hinblick auf den verwendeten Beton?

Beton ist ein zentraler Baustoff für die dip-Parkhäuser und spielt eine entscheidende Rolle in Bezug auf Nachhaltigkeit und Recycling. Durch die Verwendung von CO₂-reduziertem Beton und einer ressourcenschonenden Bauweise reduzieren wir den ökologischen Fußabdruck. Zudem ermöglicht das Festbetonrecycling die Wiederverwertung von Betonabbruch, wodurch Bauabfälle effektiv reduziert werden. Dies entspricht den Anforderungen einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft. Zusätzlich kommt umweltfreundlicher Stahl zum Einsatz, der gemäß den Normen des Bauforumstahl e.V. und DIN EN ISO 1461 gefertigt wird. Diese Stahlverbundkonstruktionen gewährleisten nicht nur hohe Qualität, sondern sind auch zu 99 Prozent recyclingfähig. Der Einsatz von „Grünem Stahl“ senkt den CO₂-Fußabdruck weiter und reduziert den Bedarf an neuen Rohstoffen. Die Kombination aus nachhaltigem Beton und Stahl unterstützt nicht nur die Langlebigkeit der Parkhäuser, sondern leistet auch einen wichtigen Beitrag zur ökologischen Entlastung.

Spielt Umnutzung bei dip-Planungen eine Rolle?

Zunächst werden unsere Parkhäuser für eine möglichst lange Nutzungsdauer konzipiert, die sich mit einer entsprechenden Wartung noch deutlich verlängern lässt. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Umnutzung und Erweiterung von Parkhäusern. Die flexible Bauweise von dip ermöglicht es, bestehende Parkhäuser an neue Bedürfnisse anzupassen, sei es durch die Anpassung an geänderte Fahrzeugabmessungen, die Schaffung zusätzlicher Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge oder durch die Integration von Fahrradstellplätzen und -stationen.

Wie weit gehen Sie bei der technischen Ausstattung? Ich denke da an Themen wie Brandschutz, Free-Flow-Parken oder Automated Valet Parking, die jeweils entsprechende Installationen benötigen.

Bei dip wird jedes Projekt individuell nach Kundenerfordernissen geplant und gebaut. Am Anfang steht immer eine intensive Beratung der Kunden mit einer transparenten Kosten-/Nutzenbetrachtung der Möglichkeiten. Bei der Auswahl der verbauten Systeme bedienen wir uns frei am Markt. Zum Einsatz kommt die Lösung, welche die Kundenanforderungen optimal erfüllt. Übrigens ist dip eines der ersten Unternehmen, das Free-Flow-Parken realisiert hat. Auch bei Schall- und Blendschutz sind wir mit innovativen Lösungen am Start.

In welchen Märkten sind Sie hauptsächlich aktiv?

Die dip ist der zentrale Akteur im deutschen Parkhausbau. Deutschland ist unser Kernmarkt. Mit fünf Standorten im gesamten Bundesgebiet gewährleisten wir flächendeckend umfassende Serviceleistungen.

Wie haben Sie sich strategisch ausgerichtet? Wo und wie möchten Sie als Unternehmen wachsen?

Die dip-Decke und unser optimierter, qualitätsorientierter Bauprozess finden zunehmend auch im Ausland Interesse. Wir möchten unser Know-how aus über 45 Jahren Parkhausbau auch im Ausland nutzen, vornehmlich in den Niederlanden, Österreich und der Schweiz. Von dort erhalten wir bereits regelmäßig Anfragen.

Welche Ziele haben Sie sich mittelfristig gesetzt?

Eine Vielzahl von interessanten Projekten können wir aufgrund fehlender Kapazitäten derzeit nicht bearbeiten. Als mittelständisches Unternehmen, liegt unser Fokus auf einem strategischen Personalaufbau und kontinuierlichem, organischem Wachstum. Hierzu gehört die Gründung weiterer Niederlassungen, um unsere Auftraggeber optimal zu betreuen.

Aktuelles Referenzprojekt von dip: Parkhaus der Uni Kiel
© dip/Christoph Edelhoff

Reiner Schnellladepark in Mönchengladbach eröffnet

Aral Pulse hat im Mönchengladbacher Gewerbepark Nordpark ihren ersten reinen Ladepark für E-Fahrzeuge in Deutschland eröffnet. In Zukunft können dort an 14 Ladesäulen 28 Autos parallel laden. Zudem ist auf dem Gelände ein Smart Store unter der Marke REWE To Go gebaut worden. Dieser soll mithilfe einer KI ohne Personal auskommen und 24 Stunden für die Kunden geöffnet sein.

Der Ladepark umfasst 14 Ultraschnell-Ladesäulen mit einer Leistung von bis zu 400 Kilowatt. Je nach Fahrzeugtechnik, insbesondere im Hinblick auf Typ, Alter und Zustand der Batterie, sollen Elektrofahrzeuge innerhalb von 10 Minuten bis zu 300 Kilometer Reichweite laden können. Auf dem Dach der Anlage wurde eine Photovoltaik-Anlage installiert, die den Strombedarf des Ladeparks mit abdeckt. Ein Extra für die Kundschaft ist der neu eröffnete Smart Store. Dieser soll sieben Tage die Woche 24 Stunden offen haben. Zudem sind dort  Sitzgelegenheiten und kostenloses WLAN für die Gäste vorhanden.

Bei dem Objekt handelt es sich um ein Projekt von Aral pulse und PPG Nordpark, ein Gemeinschaftsunternehmen der Entwicklungsgesellschaft der Stadt Mönchengladbach und Borussia Mönchengladbach. Die Trafo-Station zur Netzanbindung des Ladeparks wurde von Siemens Smart Infrastructure geliefert. Jede der 14 Ladesäulen bietet zwei Ladepunkte, womit die größte Anlage dieser Art von Aral pulse in Deutschland geschaffen worden sei. Weitere Ladeparks dieser Art seien bereits in Planung.

Meilenstein für Aral pulse

Die offizielle Einweihung des gesamten Ladeparks hat im Beisein des nordrhein-westfälischen Umwelt- und Verkehrsministers Oliver Krischer und des Oberbürgermeisters von Mönchengladbach Felix Heinrichs stattgefunden.

Alexander Junge, Aral Vorstand für Elektromobilität, sagte: „Die Eröffnung des Ladeparks ist ein Meilenstein für die Entwicklung von Aral pulse in Deutschland und eine wichtige Innovation im 100. Jubiläumsjahr von Aral. Wir betreiben inzwischen mehr als 3.000 Ladepunkte an mehr als 400 Standorten, gehören damit zu den größten Schnellladeanbietern Deutschlands und wollen erste Wahl für unsere Kundinnen und Kunden sein. Weiterer Ausbau ist geplant.“

(v.l.) Alexander Junge (Aral Vorstand Elektromobilität), Oliver Krischer (NRW-Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr), Felix Heinrichs (Oberbürgermeister Mönchengladbach), Achim Bothe (Vorstandsvorsitzender Aral AG) und Patrick Steppe (Vorstandsvorsitzender Lekkerland SE) nahmen den Aral pulse Ladepark in Mönchengladbach offiziell in Betrieb. – © Aral 2024

PARK ONE akquiriert Tiefgarage in Nürnberg

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Investmentmanager HIH Invest Real Estate hat mit PARK ONE einen neuen Betreiber für eine Tiefgarage in Nürnberg gefunden. Das Objekt wird aktuell modernisiert und befindet sich unterirdisch unter dem Rosa-Luxemburg-Platz. Inklusive E-Ladestationen stehen 268 Stellplätze zur Verfügung.

Mit der Sanierung der neuen Tiefgarage wurde im Jahr 2024 begonnen. Im Frühjahr 2025 sollen zeitgleich die Sanierungsarbeiten beendet sowie Mietbeginn für PARK ONE sein. Der Betreiber hat einen langfristigen Mietvertrag geschlossen. Das Objekt befindet sich in der Nähe des Nürnberger Hauptbahnhofs, einem Multiplex-Kino und einem Museum. Eine Besonderheit des Parkhauses ist es, dass Teile der denkmalgeschützten historischen Stadtmauer Nürnbergs integriert wurden.

Erster Standort in Nürnberg

Andreas Mahnert-Lueg, Geschäftsführer und Inhaber von PARK ONE, sagt: „Wir freuen uns sehr, mit der Tiefgarage am Rosa-Luxemburg-Platz unseren ersten Standort in Nürnberg zu eröffnen. Mit modernster Parktechnik und persönlichem Kontakt durch unsere Car Park Manager vor Ort verfolgen wir unser Ziel, Parken zu einem angenehmen Erlebnis zu machen. Diese Kombination hebt PARK ONE von anderen Anbietern ab und unterstreicht unser Engagement für höchsten Kundenkomfort.“

Carina Orthen, Vermietungsmanagerin bei HIH Real Estate, erklärt: „Wir haben schon frühzeitig vor Start der Sanierungsarbeiten mit potenziellen Betreibern gesprochen, damit wir deren Wünsche wie Farbgestaltung oder Standorte der E-Ladestationen in die Sanierung einfließen lassen konnten. Wir freuen uns, mit PARK ONE einen erfahrenen Betreiber gewonnen zu haben.“

Die Tiefgarage am Rosa-Luxemburg-Platz in Nürnberg soll ab Frühjahr 2025 von PARK ONE betrieben werden. – © HIH Invest Real Estate GmbH 2024