Donnerstag, 8. Dezember 2022

APCOA plant 100.000 neue Ladestationen

APCOA PARKING plant, bis zum Jahr 2035 bis zu 100.000 neue Ladestationen für Elektrofahrzeuge in seinen Parkhäusern zu installieren. Das gab der international tätige Parkraumbetreiber Ende September 2022 bekannt.

Im Rahmen seiner neuen E-Strategie wolle APCOA in den Ausbau seiner AC-Ladeinfrastruktur investieren und zum führenden E-Ladebetreiber aufsteigen. Parallel sollen mit strategischen Partnern über 1.000 zusätzliche DC-Schnellladesäulen in APCOA-Parkhäusern eingerichtet werden. Hierzu arbeite man mit der Automobilindustrie sowie Energieversorgern und Ladeinfrastrukturanbietern zusammen.

Um solche Kooperationen zu erleichtern, hat APCOA eine eigene digitale Plattform entwickelt. Diese sei herstellerunabhängig hinsichtlich der Hardware und könne vom Eigentümer der Ladestation genutzt werden. Durch diese offene und kompatible Gestaltung sei es möglich, mehrere Partner und Dienstleistungen zu integrieren. Für den Endkunden sollen die Apps APCOA FLOW und APCOA Connect als Benutzerschnittstelle dienen. Mit ihnen lasse sich der gesamte E-Ladevorgang abwickeln und bezahlen. Enthalten seien zudem zusätzliche Dienste wie Suche oder Buchen.

CEO sieht großes Umsatzpotenzial

Philippe Op de Beeck, CEO der APCOA PARKING Group, sagt: „Der Trend hin zu Elektrofahrzeugen als der dominierenden technischen Lösung für den Straßenverkehr ist unumkehrbar. Die Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge spielt daher eine wesentliche Rolle bei der Transformation der APCOA-Parkhäuser zu sogenannten Urban Hubs.“ Für APCOA als Betreiber sieht Op de Beeck in der Aufrüstung der Standorte mit E-Ladestationen und anderen urbanen Dienstleistungen ein erhebliches Umsatzpotenzial. Im Einklang mit der Verpflichtung des Unternehmens zur Klimaneutralität werde die Ladeinfrastruktur vollständig mit grüner Energie betrieben.

Gesetzliche Vorgaben beschleunigen Elektrifizierung

APCOA verweist in diesem Kontext auf die Entscheidung des Europäischen Parlaments, den Verkauf von Neuwagen mit Verbrennungsmotoren ab 2035 zu verbieten und zitiert eine aktuelle Studie des Marktforschungsunternehmens Dynata. Demnach seien Verbraucher zunehmend bereit, auf ein Elektrofahrzeug umzusteigen. Außerdem hätten zahlreiche Länder bereits Vorschriften erlassen, bis zu 30 Prozent der öffentlichen Stellplätze mit Ladestationen für Elektrofahrzeuge auszustatten. Bis heute stünden in den von APCOA betriebenen Parkhäusern rund 2.500 Ladestationen für Elektrofahrzeuge zur Verfügung. APCOA geht anhand der dort erfassten Daten davon aus, dass die Nachfrage in erheblichem Maße weiter steigen wird.

Beitrag zur Dekarbonisierung

„Wir glauben fest an die Zukunft der Elektromobilität“, so Op de Beeck. „Deshalb schaffen wir die notwendige Infrastruktur und leisten damit unseren Beitrag zum Erreichen der internationalen Dekarbonisierungsziele.“ Der APCOA-Chef untermauert dies mit der fortlaufenden Umsetzung zahlreicher Maßnahmen, die das Unternehmen in einem konzernweiten ESG-Programm gebündelt habe.

Nach eigenen Angaben betreibt APCOA über 1,8 Millionen Einstellplätze an über 12.000 Standorten in 13 Ländern und sieht sich damit als führender europäischer Parkraumbetreiber.

 

© APCOA PARKING Group

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