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Sensor-Technologie aus Niederbayern

Großauftrag des Frankfurter Flughafens geht an MSR-Traffic Parkleitsysteme

Der Frankfurter Flughafen, einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte Europas, setzt bei seinem neuen Terminal 3 auf innovative Sensor-Technologie aus Niederbayern. MSR-Traffic, ein Unternehmen der MSR-Group GmbH, und deren Schwesterfirma VOLTA haben den Zuschlag für ein hochmodernes Parkleitsystem von der Betreibergesellschaft FRAPORT AG erhalten, das das Reisen für Millionen Menschen erleichtern soll.

Herzstück des Projekts ist das neue Parkhaus am Terminal 3, eines der größten in Europa. Hier sorgen über 8.000 modernste Parksensoren der Produktreihe SONICI sowie 144 LED-Matrix-Anzeigen von MSR-Traffic für eine optimale Parkplatzsuche. „Innerhalb weniger Wochen konnten bereits 4.818 Sensoren erfolgreich installiert werden. Bis zur Fertigstellung im Herbst 2025 werden es 8.353 Sensoren sein, begleitet von 170 Zonensteuerungen und fast genauso vielen digitalen Wegweisern. Solche Großprojekte werden weltweit äußerst selten ausgeschrieben – daher freut uns das erneute entgegengebrachte Vertrauen in unser Unternehmen umso mehr!“, so Geschäftsführer Harald Schmitt.

Parkplatzsuche erheblich erleichtert

Die Technik spricht für sich: Das System funktioniert in Echtzeit und zeigt verfügbare Parkplätze präzise an. Das erleichtert die Parkplatzsuche im hektischen Flughafenalltag erheblich. Reisende profitieren von einem stressfreien Start in den Urlaub, während die Betreibergesellschaft Fraport AG mithilfe der Echtzeitdaten die Auslastung effizient steuern kann.

„Wir sind besonders stolz auf unser gesamtes Team, das in so kurzer Zeit herausragende Arbeit leistet!“, betont Betriebsleiter Frank Würz, der zugleich die Gesamtprojektleitung innehat. Die Verbindung aus intelligenter Technologie und praktischer Anwendung macht dieses Projekt so zukunftsweisend. Gemeinsam mit der Schwesterfirma VOLTA schafft MSR-Traffic eine Lösung, die sowohl Reisenden als auch Betreibern langfristige Vorteile bringt. Die Fertigstellung des gesamten Parksystems ist für Herbst 2025 geplant. Schon jetzt wird deutlich, dass das Großprojekt in Sachen Funktionalität und Zukunftsfähigkeit Maßstäbe setzen wird.

Insgesamt werden 8.353 Parksensoren der Produktreihe SONICI verbaut.
© MSR-Traffic

Neue Partnerschaft zwischen Q-Park und PayByPhone

Mit dem Start einer neuen Partnerschaft ermöglicht der Parkhausbewirtschafter Q-Park seit Juli die Nutzung der PayByPhone-App in über 100 Q-Park-Häusern in Deutschland.

Die Objekte sind bereits seit einiger Zeit mit einem automatischen Kennzeichenerkennungssystem ausgestattet, das Drittanbietern wie PayByPhone die direkte Anbindung an die Q-Park Parkierungstechnologie ermöglicht.

Bei erfolgreicher Identifizierung der Nutzer öffnen sich die Schranken automatisch. Der Parkvorgang startet ohne manuelles Eingreifen in der PayByPhone-App. Beim Ausfahren des Parkobjekts wird der Parkvorgang automatisch beendet und die Abrechnung erfolgt direkt über die App.

Stressfreie Parklösung

Marilena Lichtenauer, Director Client Account Management der PayByPhone Deutschland GmbH sagt: „Wir freuen uns sehr über die Partnerschaft mit Q-Park und darüber, gemeinsam ein weiteres Stück smarte Mobilität in den Alltag der Menschen zu bringen. Mit der Integration unserer App in die Q-Park Objekte bieten wir Autofahrern in Deutschland eine flexible, stressfreie und vollständig digitale Parklösung – von der Einfahrt bis zur Abrechnung.“

Neue Partnerschaft zwischen Q-Park und PayByPhone

Roman Rohrberg, Head of Sales & Marketing der Q-Park Operations Germany GmbH & Co. KG: „Gemeinsam erhöhen wir die Attraktivität des Off-Street-Parkens und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Entlastung unserer Innenstädte.“

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Marilena Lichtenauer, PayByPhone, und Roman Rohrberg, Q-Park
© Q-Park

Parksysteme schützen das Klima

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Studie zum Rosenviertel in Memmingen

Ausgeklügelte Parksysteme sind die Zukunft der urbanen Quartiersentwicklung im Städtebau: Zu diesem Schluss kommt eine neue Studie des Architekturbüros f64 aus Kempten in Zusammenarbeit mit der Klaus Multiparking GmbH.

Untersucht wurden die Vorteile halbautomatischer Parksysteme am Beispiel des neuen Stadtquartiers „Rosenviertel“ in Memmingen. Auf dem bisherigen Bahnhofsareal Memmingen entsteht auf einer Gesamtfläche von zwei Hektar eine Mischung aus Wohnen, Hotel, Gastronomie, Veranstaltungsräumen, Dienstleistungseinrichtungen und Grünflächen. Im Mittelpunkt stehen die Memminger Rosenhöfe, zwei Baukörper, die das Quartier beleben sollen.

Für den benötigten Parkraum hatte das f64-Team ursprünglich eine Tiefgarage unterhalb der Rosenhöfe mit klassischen Duplexparkern eingeplant, also eine Variante, bei der zwei Fahrzeuge jeweils übereinander geparkt werden. Durch diese Doppelparker war es möglich, auf eine zweite Tiefgaragenebene zu verzichten. In der Detailplanung und in enger Abstimmung mit Klaus Multiparking kristallisierte sich jetzt eine Alternative heraus, die weitere Vorteile bringt.

Eine Ebene weniger – mehr Grünflächen

„Durch die Kombination von halbautomatischen Parksystemen von Klaus Multiparking gewinnen wir in der Tiefgarage wertvolle Nutzflächen und reduzieren die benötigten Verkehrswege. Auch mit dieser Lösung sparen wir eine komplette Tiefgaragenebene, darüber hinaus können wir das gesamte Tiefgaragenvolumen um insgesamt 17 Prozent reduzieren. Das macht am Ende über 4.000 Kubikmeter aus“, sagt Thomas Meusburger, zugleich Geschäftsführer der f64 Architekten und Stadtplaner GmbH.

Diese Einsparung wirke sich auch positiv auf die Flächennutzung des Areals aus, denn laut Meusburger müssen durch die optimierte Parkraumplanung 400 Quadratmeter weniger an Bodenfläche versiegelt werden. „Wir können stattdessen jetzt mehr neue Grünflächen anlegen und diese auch mit Großbäumen bepflanzen. Das erleichtert das Regenwassermanagement enorm und leistet einen wichtigen Beitrag, das Mikroklima der Memminger Altstadt zu schützen“, so Meusburger. Durch das geringere Bauvolumen sinken laut den Planern auch die Baukosten und das Investitionsvolumen – voraussichtlich um rund 1,5 Millionen Euro.

Effizientere Stellplatzausbeute

„Die Innenstädte sind versiegelt, die Planer müssen um jeden Quadratzentimeter kämpfen, um mit möglichst wenig Raum- und Flächenverlust ausreichend Stellplätze zu schaffen. Die mit den halbautomatischen Parksystemen erreichte Einsparung ist eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten“, sagt Ive Nekic, der Vertriebsleiter der Klaus Multiparking GmbH.

In der neuen Parkraumplanung für das Memminger Rosenviertel kommen voraussichtlich insgesamt fünf halbautomatische Parksysteme der Baureihe kVario von Klaus Multiparking zum Einsatz. Bei diesen stellt der Fahrer das Fahrzeug an der Einfahrstelle ab. Hinter einem Elektro-Schiebetor transportiert der Halbautomat das geparkte Auto vertikal und horizontal zur verfügbaren Parkfläche. Dort steht das Fahrzeug sicher, bis der Besitzer es wieder anfordert. Die Klaus-Systeme lassen sich mehrstöckig auf bis zu fünf Ebenen und in Reihe installieren und ermöglichen so laut Anbieter eine noch effizientere Stellplatzausbeute.

Potenzial für die Stadt Memmingen

Uwe Weißfloch, der Leiter des Memminger Stadtplanungsamtes, ließ sich die Parksysteme bei Klaus Multiparking in Aitrach demonstrieren. Sein Fazit: „Die Einsparung von 4.000 Kubikmetern an Tiefgaragenvolumen spricht schon für sich und ist natürlich klasse für eine Kostenprognose. Das kommt uns bei der Investorenausschreibung natürlich sehr entgegen.“

Durch die platzsparende Bauweise der Parksysteme wird für die Tiefgarage auch weniger Raum- und Deckenhöhe benötigt und es muss insgesamt weniger Bodenfläche versiegelt werden. Davon profitiere das Mikroklima der Memminger Innenstadt, denn so entstehen im Rosenviertel nun zwei große durchgrünte Innenhöfe. Da je Innenhof rund 150 Quadratmeter Fläche nicht unterbaut werden, hätten sogar große Bäume ausreichend Platz zum Wachsen. Ein Schlüsselfaktor im Kampf gegen Extremwetter sei das Schwammstadt-Prinzip: Die örtliche Flora speichert selbst starken Niederschlag und gibt ihn verzögert zurück in den Kreislauf. Durch die Verdunstungskälte des gespeicherten Niederschlags heizt sich das Quartier zudem im Sommer weniger stark auf.

Bei den halbautomatischen Parksystemen von Klaus Multiparking können Autos auf mehreren Ebenen untergebracht werden.
© Klaus Multiparking

Parkflächen in Kölner Viertel nicht ausgelastet

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Parkflächen in Kölner Viertel nicht ausgelastet

Eine Studie des Parkplatzvermittlers ampido kommt zu dem Ergebnis, dass vorhandene halb-öffentliche und private Stellplätze häufig leer stehen. Laut der Untersuchung in einem Kölner Stadtviertel sind die Parkflächen dort nur zu 30 Prozent ausgelastet.

„Wir haben kein Parkplatzproblem, wir haben ein Verteilungsproblem“, sagt Yasotharan Pakasathanan, Gründer und Geschäftsführer der ampido GmbH. Nach seiner Aussage gibt es in Deutschland 160 Millionen Parkplätze, also rund 2,6 Stellplätze pro zugelassenem Kraftfahrzeug, von denen es insgesamt 60,7 Millionen hierzulande gibt. Nimmt man nur die 49,1 Millionen zugelassene Pkw, ergibt sich sogar ein Schnitt von 3,3 Stellplätzen je Auto. „Trotzdem gehöt eine schier endlose und nervenzehrende Parkplatzsuche in vielen Städten zum Alltag“, schreibt Pakasathanan auf LinkedIn.

Nach Auffassung des ampido-Gründers bleiben viele Stellflächen temporär frei, beispielsweise tagsüber leerstehende Tiefgaragen in Wohngebieten sowie abends und nachts Firmen- oder Supermarktparkplätze. Er plädiert dafür, den vorhandenen Raum intelligenter zu nutzen. Hier setzt ampido mit einer digitalen Plattform an. Diese ermöglicht es, ungenutzte Parkplätze flexibel zur Verfügung zu stellen – für Unternehmen, Kommunen und Privatpersonen.

Untersuchung im Agnesviertel

Erst kürzlich veröffentlichte ampido eine selbst durchgeführte Studie mit dem Titel „Eine systemische Analyse der Verfügbarkeit, Auslastung und des Mehrfachnutzungspotenzials nicht öffentlicher Stellplätze im Kölner Agnesviertel“. Diese zeige klar: „Die koordinierte Mehrfachnutzung privater und halb-öffentlicher Stellplätze stellt einen bislang unterschätzten, aber zentralen Hebel für eine nachhaltige, effizientere und sozial ausgewogenere Parkraumstrategie in verdichteten Stadtquartieren dar.“ Fachlich unterstützt wurde ampido durch Prof. Dr.-Ing. Volker Blees, der eine Professur für „Verkehrswesen“ an der Hochschule RheinMain in Wiesbaden innehat.

Ein Ziel der Untersuchung war es, die Potenziale privater und halb-öffentlicher Stellplätze zu analysieren. Im ersten Schritt wurde eine differenzierte Typologie der vorhandenen Stellplatzarten erarbeitet. Durch Zählungen vor Ort wurden Stellplätze in Tiefgaragen, Innenhöfen und auf rückwärtigen Grundstücksflächen sowie halböffentliche Stellplätze auf Gewerbe- und Dienstleistungsgrundstücken identifiziert. Insgesamt fand die ampido-Autorin Carolin Schlering rund 1.900 solcher Flächen im Untersuchungsgebiet.

Auslastung dokumentiert

In einem zweiten Schritt wurde die tatsächliche Nutzungssituation exemplarisch an sieben ausgewählten Standorten zu unterschiedlichen Tageszeiten erhoben. Ergebnis: Unabhängig von Tageszeit, Wochentag oder Gebäudetyp blieb ein Großteil der Flächen ungenutzt. Im gewichteten Mittel waren rund 68 Prozent oder sieben von zehn der verfügbaren Stellplätze leerstehend – mit nur geringen tageszeitlichen Schwankungen.

Großes Potenzial für Mehrfachnutzung

Daraus ergebe sich ein erhebliches Potenzial für eine koordinierte Mehrfachnutzung: Selbst bei konservativer Schätzung, so ampido, könnten im Agnesviertel mindestens 995 Stellplätze kurzfristig für eine alternative Nutzung aktiviert werden. Im realistischen Szenario liege das Potenzial bei 1.148 Stellplätzen, im maximalen Fall sogar bei über 1.302 Flächen. Diese Reserven bestünden ohne jeglichen baulichen Eingriff. Besonders relevant ist in diesem Zusammenhang, dass der geplante Rückbau öffentlicher Stellplätze in der Umgebung dadurch vollständig kompensiert werden könnte. So entstünde zusätzlicher Raum für Radverkehr, Aufenthaltsqualität, Begrünung und klimagerechte Stadtgestaltung – ohne Einbußen bei der Erreichbarkeit mit dem Auto.

Vor diesem Hintergrund lassen sich laut dem Autoren-Team auch stadtplanerische Schlussfolgerungen ableiten. Private und halb-öffentliche Stellplätze sollten künftig systematisch in integrierte Parkraumbewirtschaftungskonzepte einbezogen werden.

Zusammenfassend kommt die Studie zum Schluss: „Die koordinierte Mehrfachnutzung bestehender Stellplatzressourcen ist nicht nur technisch möglich und wirtschaftlich tragfähig – sie ist ein praxisnaher, sofort umsetzbarer Baustein für eine resiliente, flächensparende und sozial gerechte Stadtentwicklung. Ihre breite Anwendung kann einen entscheidenden Beitrag zur Mobilitätswende leisten – nicht nur im Agnesviertel, sondern überall dort, wo die Fläche zu knapp für neue Lösungen, aber zu wertvoll für Verschwendung ist.“

Parkende Autos in einem Kölner Stadtviertel. Eine Studie von ampido untersuchte das Potenzial auf halb-öffentlichen und privaten Stellflächen.
© BalkansCat/Shutterstock.com

Ladesäule hat Vorrang

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Ein Hauseigentümer war nicht damit einverstanden, dass vor seinem Grund­stück – am öffentlichen Straßenrand – eine E-Ladesäule errichtet werden sollte. Der Betroffene fürchtete erhebliche Lärmbelästigungen durch das An- und Abfahren von PKW, Türenschlagen sowie Gespräche der Fahrgäste – und das auch mitten in der Nacht. Das alles störe in einem reinen Wohngebiet über das zumutbare Maß hinaus. Aber in zwei Verwaltungsgerichtsinstanzen sahen es die Richterinnen und Richter anders. Sie hatten nach Auskunft des Infodienstes Recht und Steuern der LBS keine ernsthaften Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Errichtung einer Ladesäule und verwarfen den Eilantrag des Grundstückseigentümers. Es handle sich hier um eine sozialadäquate Belastung.

(Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg, Aktenzeichen 1 S 28/22)

Scan-Fahrzeuge in Hohenheim: Pilotversuch endet mit positiver Bilanz

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Der erste Pilotversuch nach Inkrafttreten des Landesmobilitätsgesetzes in Baden-Württemberg zeigte eine rund sechsfache Effizienzsteigerung in der Parkraumkontrolle durch den Einsatz des Scan-Fahrzeugs.

Im Pilotprojekt in Hohenheim wurde seit Mai 2025 die digitale Parkraumkontrolle getestet. Aufgrund der bereits vorhandenen Parkscheinautomaten mit Kennzeicheneingabefunktion bot das Gebiet gute Voraussetzungen für einen schnellen Versuchsstart. Dadurch konnte bereits wenige Wochen nach Inkrafttreten des Landesmobilitätsgesetzes mit den Kontrollfahrten begonnen werden. Baden-Württemberg ist das erste Bundesland mit einer rechtlichen Grundlage für die digitale Parkraumkontrolle.

Große Zeitersparnis bei Kontrollen

Die Steigerung der Effizienz der Kontrollen konnte im Versuch eindrucksvoll bewiesen werden, melden die Projektbeteiligten. Das Gebiet wurde an den Testtagen dreimal täglich kontrolliert. Dabei zeigte sich, dass das Fahrzeug je Kontrollfahrt etwa eineinviertel Stunden benötigte, während eine Fußstreife für eine Vollüberprüfung bis zu sieben Stunden aufwenden müsste. Dies entspricht einer rund sechsfachen Effizienzsteigerung. Das Kontrollgebiet an der Universität Hohenheim sei für die Ausschöpfung des vollen Potenzials des Scan-Fahrzeugs zu klein. Die Ergebnisse lassen bei einer größeren Kontrollfläche noch höhere Effizienzgewinne erwarten.

Verkehrsminister Winfried Hermann resümierte: „Selbst auf den eher verstreuten Parkflächen an der Universität Hohenheim konnten wir schon eine massive Effizienzsteigerung sehen. Mit diesen Erfahrungen können wir optimistisch auf den Einsatz in den Pilotstädten blicken. Auf den zusammenhängenden Straßen mit vielen Parkplätzen in den Innenstädten können die Scan-Fahrzeuge ihre Stärken voll ausspielen. Gerade dort, wo die Gefahren und Beeinträchtigungen durch falsch geparkte Fahrzeuge am größten sind, können sie für deutlich mehr Effizienz bei der Kontrolle sorgen.“

Weitere Modellversuche geplant

Weitere Modellversuche sind in Heidelberg, Mannheim, Freiburg und Waldshut-Tiengen geplant. Die Ergebnisse der Modelversuche werden in einem Leitfaden gebündelt und allen Kommunen zu Verfügung gestellt, um eine zügige Einführung zu unterstützen.

Die Effizienz des Scan-Cars entlastet das Kontrollpersonal. – © Leif Piechowski

Wi SOLAR etabliert PV-Ladepark in Koblenz

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Seit fast drei Jahren ist der Ladepark für E-Fahrzeuge im Parkhaus am Marienhof des Katholischen Klinikums Koblenz-Montabaur (KKM) in Betrieb. Das Parkhaus in der Moselweißer Straße in Koblenz wurde 2022 fertiggestellt und bietet 20 Stellplätze mit E-Ladesäulen.

Die von der Wi SOLAR GmbH aus Kaisersesch konzipierte und betriebene Anlage ist nach eigenen Angaben einer der größten Parkplätze für E-Mobilität in Koblenz. Die Ladeinfrastruktur im Erdgeschoss des Parkhauses ermöglicht Patienten und Besuchern des Marienhofs, ihre Fahrzeuge zu moderaten Preisen aufzuladen. Für die Mitarbeiter des Krankenhauses bietet Wi SOLAR zusätzlich einen vergünstigten Tarif an. Abgerechnet wird der Ladevorgang nach den verschiedenen Tarifangeboten über Kredit- oder EC-Karte sowie über gängige Ladechips. Die Abrechnung für das Laden erfolgt unabhängig vom Parkbetrieb.

Die Wi Invest GmbH, ein Schwesterunternehmen von Wi SOLAR, hatte 2022 einen langjährigen Pachtvertrag mit dem Katholischen Klinikum abgeschlossen und betreibt seitdem den E-Parkplatz in eigener Regie. Als Energie- und Photovoltaik-Dienstleister hat die Wi SOLAR GmbH das Management und die technische Wartung übernommen.

„Ein echtes Pilotprojekt“

„Wir sind stolz darauf, dass sich unser Ladepark am Marienhof des Katholischen Klinikums nach knapp drei Jahren Betriebszeit fest etabliert hat“, sagt Sven Endris, Geschäftsführer von Wi SOLAR. „Als das Parkhaus fertiggestellt wurde, wussten wir noch nicht, wie die große Anzahl von 20 E-Ladesäulen angenommen würde. Erschwerend kam hinzu, dass das Parkhaus außer Besuchern und Patienten des Krankenhauses kein externes Publikum anzieht. Insofern war der E-Ladepark in dieser Größenordnung für uns ein echtes Pilotprojekt. Die stetig steigende Frequentierung der E-Parkplätze zeigt jedoch, dass der Bedarf an Ladeinfrastruktur wächst und dass die E-Mobilität künftig ein fester Bestandteil eines jeden Parkobjekts sein wird.“ Diese Entwicklung werde auch durch verschiedene gesetzliche Vorgaben vorangetrieben.

Gesetzliche Vorgaben zu Solarüberdachung

Neben dem Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz (GEIG), das zunehmend Ladeinfrastruktur auf Parkflächen von Neu- und Bestandsgebäuden vorsieht, haben inzwischen Bundesländer wie Rheinland-Pfalz oder Hessen gesetzliche Regelungen eingeführt, die Ladesäulen mit PV-Überdachung auf großen Parkplätzen verlangen. Entsprechend installiert die dafür neu gegründete Wi SOLAR BAU auch eine speziell für das Aufladen von E-Fahrzeugen entwickelte Solarüberdachung. Das modular skalierbare Parksystem „Wi park & charge“ mit integrierter Ladeinfrastruktur ist für eine Größenordnung ab 30 Stellplätzen konzipiert. E-Autos können so direkt und kostengünstig mit umweltfreundlichem PV-Strom versorgt werden. Die Baumaßnahmen inklusive der technischen Anlagen werden aus einer Hand von der Wi SOLAR BAU schlüsselfertig umgesetzt.

Das Parkhaus am Marienhof des Katholischen Klinikums Koblenz-Montabaur – © Katholisches Klinikum Koblenz-Montabaur

PayByPhone und evopark starten strategische Partnerschaft

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PayByPhone, weltweiter Anbieter mobiler Bezahllösungen für Parken, ist eine strategische Partnerschaft mit evopark, einem Unternehmen der Scheidt & Bachmann Gruppe, eingegangen, um Teil der digitalen Plattform mobility CONNECT zu werden.

Im Zuge der Kooperation wird PayByPhone seine automatische Zahlungsfunktion – AutoPay – für das Off-Street-Parken in teilnehmenden Parkhäusern anbieten. Die Integration basiert auf automatischer Kennzeichenerkennung (ANPR = Automatic Number Plate Recognition). Beim Ein- und Ausfahren wird das Fahrzeugkennzeichen erfasst, die Schranken öffnen sich automatisch. Die Abrechnung erfolgt im Hintergrund über die in der PayByPhone-App hinterlegte Kreditkarte. Nutzer erhalten im Anschluss eine digitale Quittung per E-Mail. Ein Ticket oder manueller Bezahlvorgang wird nicht benötigt, die Nutzung der automatischen Zahlung mit PayByPhone erfordert lediglich eine Aktivierung der AutoPay-Funktion in der App.

„Nahtlos vernetzte Mobilität“

„Diese Partnerschaft ist ein weiterer Schritt in Richtung nahtlos vernetzter Mobilität“, sagt Marilena Lichtenauer, Director Client Account Management bei PayByPhone Deutschland. „Mit AutoPay ermöglichen wir ein völlig neues Parkerlebnis – digital, berührungslos und effizient. Das bedeutet: kein Anhalten, kein Stress, kein Papier.“

Martin Bemba, Geschäftsführer der Scheidt & Bachmann Parking Solutions GmbH, sagt: „Mit PayByPhone erweitern wir unser mobility- CONNECT-Ökosystem um einen erfahrenen Anbieter für mobiles Bezahlen. Gemeinsam bieten wir Parkraumbetreibern eine flexible Lösung zur Digitalisierung ihrer Anlagen und schaffen ein zeitgemäßes Nutzererlebnis.“

PayByPhone ist einer der weltweit führenden Anbieter für mobiles Parken und nach Unternehmensangaben in über 1.300 Städten verfügbar. Zahlreiche Parkraumbetreiber in Nordamerika, Großbritannien, Frankreich, Deutschland und der Schweiz nutzen PayByPhone, in Deutschland sind es laut Anbieter mehr als 380 Städte, Gemeinden und Betreiber.

PayByPhone wird Teil der Plattform mobility-CONNECT-Plattform von Scheidt & Bachmann. – © PayByPhone

Q-Park übernimmt Bavaria Parkgaragen

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Nachdem Q-Park im April dieses Jahres bereits ParkOne übernommen hat, folgte im Sommer die Bavaria Parkgaragen, wie das Unternehmen Anfang Juli bekanntgab. Damit baut Q-Park seine Marktposition in Deutschland weiter aus.

Die Übernahme ermöglicht es Q-Park, von den attraktiven Innenstadtstandorten der Bavaria Parkgaragen in München sowie weiteren Standorten in Bayern und Berlin zu profitieren. Gemeinsam wollen die beiden Unternehmen laut eigenem Bekunden ihr Engagement für nachhaltige Mobilitätslösungen und nahtlose Parkdienstleistungen weiter ausbauen und Q-Park als nachhaltigen Mobilitätspartner für Städte und deren Sustainable Urban Mobility Plans (SUMPs) positionieren. Dazu zählen laut Q-Park die Gestaltung von Mobility Hubs einschließlich Ladestationen für Elektrofahrzeuge, die Reduzierung von Parksuchverkehr durch digitale Dienste und die Erhaltung lebenswerter, wirtschaftlich dynamischer und gut erreichbarer Städte.

Wachstumskurs in Deutschland

Frank De Moor, CEO von Q-Park, sagt: „Die Übernahme von Bavaria Parkgaragen unterstreicht unseren klaren Wachstumskurs in Deutschland. Insbesondere in Bayern schaffen wir damit eine starke Basis, um unsere Vision einer nachhaltigen und intelligenten urbanen Mobilität weiter umzusetzen und noch enger mit Städten und Kommunen zusammenzuarbeiten.“

Frank Meyer, Geschäftsführer von Q-Park Deutschland, ergänzt: „Wir freuen uns, das erfahrene Team von Bavaria Parkgaragen in der Q-Park-Familie willkommen zu heißen. Mit dieser Akquisition stärken wir nicht nur unsere Marktpräsenz in München und Bayern, sondern bringen auch unsere erfolgreichen digitalen Services wie die Q-Park App sowie die Möglichkeit zur Buchung und Reservierung von Parkplätzen in diese wichtigen Märkte. So schaffen wir zusätzlichen Mehrwert für Eigentümer, Unternehmen, Kommunen und Kunden in einer der wirtschaftlich dynamischsten Regionen Deutschlands.“

Gemeinsam knapp 200 Parkobjekte

Nach einem umfassenden Due-Diligence-Prozess, also einer umfassenden wirtschaftlichen Prüfung, hat Q-Park einhundert Prozent der Anteile an Bavaria Parkgaragen übernommen. Die Transaktion wurde am 30. Juni erfolgreich abgeschlossen.

Q-Park Deutschland ist nach eigenen Angaben der drittgrößte private Parkraumbetreiber in Deutschland. Demnach besitzt, betreibt oder verwaltet das Unternehmen 169 Parkobjekte mit insgesamt über 66.000 Stellplätzen in mehr als 50 Städten, darunter Berlin, Darmstadt, Düsseldorf, Köln, Leipzig und Saarbrücken.

Bavaria Parkgaragen, ein Unternehmen der Blue Lion, des Family Offices der Münchner Unternehmerfamilie Schörghuber, ist den Angaben zufolge der zwölftgrößte Parkraumbetreiber und das siebtgrößte inhabergeführte Parkraumbewirtschaftungsunternehmen in Deutschland. Das Unternehmen betreibt 26 Parkobjekte mit über 12.000 Stellplätzen und 174 Ladestationen für Elektrofahrzeuge, vor allem in München, Berlin, Düsseldorf und weiteren deutschen Städten.

Zum Portfolio der Bavaria Parkgaragen zählt auch die Hofbräuhaus Parkgarage unter dem Münchner Altstadtring. – © WÖHR + BAUER GmbH

APCOA befördert Jörg Ulrich zum Chief Growth Officer

APCOA, einer der führenden europäischen Parkplatzbetreiber, ernennt Jörg Ulrich (48) zum Chief Growth Officer (CGO). In dieser neuen Position folgt Ulrich auf Frank van der Sant, der das Unternehmen im Mai verlassen hat.

In seiner neuen Funktion ist Jörg Ulrich dafür verantwortlich, vorhandene Vertriebskapazitäten, das Portfoliomanagement und Analysetools zu nutzen, um die Marktposition des Unternehmens weiter zu stärken und neue Einnahmequellen zu erschließen. Ulrich ist seit 2014 für APCOA tätig und hatte verschiedene Führungspositionen inne, zuletzt als Group Director Strategic Sales and Alliances.

Nicola Veratelli, Chief Executive Officer von APCOA, sagt: „Jörg hat ein tiefes Verständnis für unser Geschäft und ein starkes und einzigartiges Immobiliennetzwerk in Europa. Das in Kombination mit seiner starken Erfolgsbilanz bei der Erzielung von Ergebnissen macht ihn ideal für diese wichtige Rolle.“

Veratelli weiter: „Wir alle wünschen Frank van der Sant das Beste für seine persönliche und berufliche Zukunft. Er wird für APCOA immer ein Freund und zuverlässiger Partner bleiben. In den vergangenen neun Jahren hat er entscheidend dazu beigetragen, das Unternehmen neu aufzustellen und seinen Wachstumskurs voranzutreiben.“

Durch Digitalisierung Mehrwerte generieren

Jörg Ulrich sagt: „In meiner neuen Position werde ich mit unseren Teams daran arbeiten, die zahlreichen Marktchancen von APCOA zu realisieren. Insbesondere planen wir mit unseren Dienstleistungen weitere Mehrwerte zu generieren und die digitale Infrastruktur an Parkplätzen auszubauen. Damit wollen wir die sich ändernden Bedürfnisse von Kunden, Immobilienbesitzern, Kommunen und Mobilitätsanbietern erfüllen.“

Die strategische Ernennung Ulrichs unterstreiche das Bestreben von APCOA, bei der digitalen Transformation im Parkraum- und Stadtraumsektor eine Vorreiterrolle einzunehmen. Durch datengesteuerte Lösungen, strategische Allianzen und innovative Geschäftsmodelle wolle das Unternehmen langfristige Mehrwerte für Kunden und Auftraggeber schaffen.

Jörg Ulrich, neuer Chief Growth Officer von APCOA – © APCOA