
Foto: Park & Control
In vielen Kommunen wird das Potenzial nicht öffentlich gewidmeter Flächen nicht voll ausgeschöpft: Viele Flächen liegen brach oder werden nur sporadisch genutzt. Zudem dürfen Parkverstöße auf nicht öffentlich gewidmeten Flächen nicht vom Ordnungsamt geahndet werden.
Im Rahmen einer Public-Private-Partnership zwischen Kommunen und der Park & Control GmbH, ein eigenständiges Mitglied der APCOA PARKING Group, können diese Flächen genutzt werden. Park & Control möchte Kommunen somit die Möglichkeit bieten, das Parkraum-Management effizienter zu gestalten. Ziel einer solchen Partnerschaft sei, die angespannte Situation in den Innenstädten aufgrund fehlenden Parkraumes zu verbessern und die Auslastung bereits bestehenden Parkraums zu optimieren.
Optimierungspotenzial erkennen und nutzen
Die Park & Control GmbH installiert und betreibt Parkscheinautomaten, vertreibt und verwaltet Dauerparkkarten und kontrolliert den Parkraum durch eigenes Personal. Dabei fallen für die öffentliche Hand keine Zusatzkosten an. Stattdessen sollen zusätzliche Erträge generiert werden können. Laut Unternehmensaussage profitieren sowohl Städte und Gemeinden als auch Parkplatznutzer: Die Partnerschaft unterstütze Städte und Gemeinden dabei, ihre gemeinwohlorientierten Ziele umzusetzen.
Rechtmäßige Nutzung der Parkflächen
Im Zuge der Überwachung durch Mitarbeiter von Park & Control über die rechtmäßige Nutzung der Parkflächen stellen diese gegebenenfalls Vertragsstrafen aus. Eine gut sichtbare Beschilderung mit einer klaren Darstellung der Parkierungsregeln sollen den Parknutzern das Parken erleichtern. Die rechtliche Grundlage hierfür bilden die sogenannten Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB). Das Verfahren ist rechtlich geprüft und habe sich über die Jahre bewährt.
Park & Control hilft, öffentliche Parkflächen zu nutzen
Bouwfonds IM erwirbt 17 europäische Parkhäuser für 250 Millionen Euro

Foto: Bouwfonds
Bouwfonds Investment Management (Bouwfonds IM) erwirbt im Rahmen eines Share Deal ein europäisches Parkhausportfolio von 17 Objekten für rund 250 Millionen Euro. Sieben der Parkhäuser liegen in Frankreich, davon drei in der Hauptstadt Paris. Vier Objekte befinden sich im Vereinigten Königreich, davon zwei im Großraum London, zwei weitere in den Niederlanden und eines in Spanien. Die drei deutschen Objekte liegen in Gelsenkirchen, Bonn und Passau. Insgesamt umfasst das Portfolio rund 10.000 Stellplätze. Unter den Betreibern befinden sich Unternehmen wie Q-Park, Indigo, NCP und Verkehrswacht.
Die Immobilien gehen in den offenen Spezial-AIF Bouwfonds European Real Estate Parking Fund III (BEREPF III) ein. Verkäufer ist der Spezialfonds Bouwfonds European Real Estate Parking Fund (BEREPF I). Dieser ist der erste Fonds von Bouwfonds IM, der ausschließlich in Parkhäuser investiert war und im Jahr 2005 aufgelegt wurde. BEREPF I hält die Objekte seit zwölf Jahren und hat das Ende seiner Laufzeit erreicht. Die Fondsinvestoren des BEREPF I haben laut eigener Aussage eine attraktive Rendite während der Laufzeit des Fonds erhalten, trotz des schwierigen Marktumfelds seit Ausbruch der Finanzkrise.
List Group: Neuerliches Investment in Slowenien

Die List Group, ein österreichischer Errichter und Betreiber von Parkgaragen in Österreich und im angrenzenden Ausland, hat nach ihrem ersten Investment in Slowenien im Jahr 2016 nun eine zweite Garage in Ljubljana gekauft. Das neu erworbene Parkhaus Meksiko beim Universitätsklinikum bietet 600 Stellplätze für Besucher, Patienten und Mitarbeiter des Klinikums sowie den im gleichen Gebäudekomplex befindlichen Hofer Supermarkt. Verkäufer ist die Kranjska Stavbna Družba d.o.o.
Die Garage wird – ebenso wie das 2016 erworbene Parkhaus Kapitelj – von der lokalen Betreibergesellschaft nach unverändertem Betriebskonzept weitergeführt.
Quantum: Erstes Parkhaus in den Niederlanden erworben
Die Quantum Immobilien Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH aus Hamburg hat mit dem Erwerb des Parkhauses „De Soeverein“ im niederländischen Amersfoort ihr erstes Investment im Ausland getätigt. Der Ankauf erfolgte für eine Investmentkommanditgesellschaft, welche zukünftig ein Portfolio mit Parkhäusern in ausgewählten Groß- und Mittelstädten in den Niederlanden aufbauen soll.
Die Niederlande gelten als Vorreiter einer innovativen Parkraumpolitik und stellen aufgrund der hohen Professionalisierung und der starken Wettbewerbsposition des Off-Street-Segments für die Investoren einen attraktiven Markt dar. Bei der Identifikation der Immobilien arbeitet Quantum mit einem lokalen Partner zusammen.
Errichtet wurde das Parkhaus „De Soeverein“ 2003 als Teil des „De Soeverein“-Komplexes, welcher zusätzlich Büro-, Einzelhandels- sowie Wohnflächen bietet. Insgesamt stehen in der Tiefgarage etwa 575 Stellplätze auf zwei Parkebenen zur Verfügung. Langfristige Pächterin der Stellplätze ist die Q-Park Operations Netherlands IV B.V., eine hundertprozentige Konzerntochter der Q-Park N.V.

Parkhausneubau für die Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Schrägparken für mehr Komfort
Nachdem der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW das alte, nicht sanierungsfähige Beton-Parkhaus in Eigenregie abgerissen hatte, entstand an gleicher Stelle ein neues Parkhaus in Stahlverbundausführung. Dieses zeichnet sich durch den schmaleren, stützenfreien Gesamtaufbau aus. Wichtige Planungskriterien waren neben Komfort und Sicherheit auch Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit. Die Ausführung erfolgte durch den Generalunternehmer HIB Huber Integral Bau in Stahlverbundbauweise.
Das Parkhaus ist zwischen der Domagkstraße, dem Orléans-Ring und der Einsteinstraße in Münster gelegen. Es bietet Stellplätze für Studenten und Besucher der Westfälischen Wilhelms-Universität, eine der größten deutschen Universitäten. Ausreichender Parkraum sei daher von enormer Wichtigkeit. Mit einer Stellplatzbreite von 2,50 Meter stehen nun auf acht Parkebenen insgesamt 1.016 Stellplätze zur Verfügung, davon im Erdgeschoss 29 breitere Stellplätze für Nutzer mit Handicap.

Sicher und bequem
Konzeptionell ist das Gebäude als Rampenparkhaus im Einbahnverkehr gestaltet. Die für die Nutzer vorteilhafte Schräganordnung der Stellplätze soll das Ein– und Ausparken beschleunigen. Das Ein- und Aussteigen soll erleichtert werden. Alle Ebenen sind mit unterschiedlich farbigen Markierungen gekennzeichnet. Spezielle Fußgängermarkierungen leiten die Besucher zu den Ausgängen.
Ein Aufzug für zehn Personen erleichtert den barrierefreien Zugang zu den Geschossen. Über die ebenfalls barrierefreie Verbindungsbrücke ist das Parkhaus direkt an das vorhandene Brückenbauwerk am Coesfelder Kreuz angebunden. Eine optimierte LED-Beleuchtung sorgt für eine homogene Lichtverteilung auf den Parkebenen. Attraktive Glasfassaden der Treppenhäuser lassen in diesen Bereichen Tageslichteinfall zu. Nachts verstärkt die Beleuchtung das Sicherheitsempfinden. Alle Frauenparkplätze befinden sich in Ausgangsnähe und werden über Videokameras überwacht. Gut sichtbare Alarmmelder erhöhen zusätzlich die Sicherheit in diesen Bereichen.

Attraktives Design
Die moderne Fassade entstammt einem Architekturwettbewerb. hartig l wömpner architekten gewannen mit einem wirtschaftlichen und nachhaltigen Konzept. Die Fassadenkonstruktion besteht aus vorgehängten, gekanteten Aluminiumblechen, die waagerecht montiert wurden. Gerade die einfache horizontale Gliederung erzeugt die von der Jury gelobte architektonische Qualität.

Wartungsarme Ausführung
Während die im Gebäude gelegenen Parkebenen mit einer farbigen Beschichtung versehen wurden, wurde die obere Geschossfläche besonders hochwertig in Gussasphalt ausgeführt. Da das Gebäude nicht überdacht ist, besteht hierdurch der größtmögliche Schutz des Bauwerkes gegen Witterungseinflüsse und Eindringen von Chloriden. Die Oberfläche ist dadurch sehr wartungsarm.
Neue Vertriebspower für den Großraum Berlin

Seit Anfang des Jahres leitet Lars Burmester das neue Vertriebsbüro der bebarmatic Parksysteme GmbH in Berlin. Damit werde das etablierte Servicenetz der bebarmatic in dieser Region nun auch vertrieblich verstärkt, so das Duisburger Unternehmen.
Lars Burmester ist kein Unbekannter in der Branche. Nach seinem Abitur und Wehrdienst machte Burmester eine Ausbildung zum Energieelektroniker mit Fachrichtung Betriebstechnik und studierte an der Universität Essen Wirtschaftswissenschaften und VWL. Nach seiner Ausbildung sammelte er erste Berufserfahrungen bei der Otto Pfannenberg Elektro-Steuerungen GmbH als Elektroniker und Techniker. Dabei befasste sich Burmester bereits intensiv mit Parksystemen und der Bewirtschaftung von Parkräumen. Im Jahr 2009 stieg Burmester dann als Projektmanager und Servicetechniker bei SKIDATA in Landshut ein. Es folgten sieben Jahre als stellvertretender Geschäftsführer eines Hamburger Parkdienstleisters. Während dieser Zeit führte Burmester als freier Mitarbeiter weiterhin Schulungen bei SKIDATA durch und nahm neue Parksysteme in Betrieb. Mitte 2009 gründete Burmester sein eigenes Unternehmen für Objektbetreuung und wurde autorisierter Vertriebspartner der SKIDATA in Berlin und den neuen Bundesländern. Dabei war er auch an der Produktentwicklung der Parkraummanagementsysteme beteiligt. Privat ist Burmester leidenschaftlicher Biker, reist gerne und hat kürzlich seinen Segel- und Motorbootführerschein gemacht.
Wachstumsstrategie
Für bebarmatic arbeitet Lars Burmester im Rahmen einer Festanstellung. Thomas Stroinski und Bernd Beckers, geschäftsführende Gesellschafter des Duisburger Spezialisten für Park- und Zutrittssysteme, über diesen personellen Zugewinn: „Wir schaffen hiermit im Rahmen unserer Wachstumsstrategie eine neue Vertriebsplattform in der Bundeshauptstadt und einer der interessantesten Metropolregionen Deutschlands – nicht nur für Parksysteme, sondern für das gesamte Produktportfolio der bebarmatic. Wir freuen uns, dass wir mit Lars Burmester einen gut qualifizierten und breit aufgestellten Mitarbeiter von unserem Unternehmen und unserer Zukunftsstrategie überzeugen konnten.“
Qualität zu günstigen Preisen

Contipark bietet seit 50 Jahren Dienstleistungen rund ums Parken an. Geschäftsfühhrer Michael Kesseler über Parkgebühren und die Zukunft der Parken Branche.
Parken aktuell: Herr Kesseler, wo und wann entstand Contipark?
Michael Kesseler: Es begann hier in Berlin vor genau 50 Jahren. Das erste Objekt, das Contipark in Betrieb nahm, war das Parkhaus im Europa-Center, eines der ersten Shopping-Center Deutschlands. Über den Erbauer, den Berliner Architekten Karl-Heinz Pepper, entstand der Kontakt zur Familie De Clerk, die in Belgien mit der Interparking Gesellschaft bereits seit mehreren Jahren im Parken-Geschäft tätig war und dieses nach Deutschland ausweiten wollte.
Parken aktuell: Wie hat sich Interparking danach weiter entwickelt?
Kesseler: Weitere Länder wie Frankreich, Österreich, Spanien, Italien, Rumänien, Polen und die Niederlande kamen hinzu und es entstand die Interparking Group, heute einer der Marktführer in Europa.
Parken aktuell: Und Sie als Contipark?
Kesseler: Contipark gibt es nur in Deutschland und Österreich. Die einzelnen Länder der Interparking Group sind aber alle selbstständige Unternehmen.
Parken aktuell: Welche Geschäftsfelder dominieren?
Kesseler: Wir machen im Prinzip alles, was mit dem Parken zu tun hat. Grundsätzlich ist unser Geschäft innerstädtisch geprägt und shopping-lastig. Einen Schwerpunkt legen wir auf Eigentum oder langfristige Mietverträge. Mit unserer Tochtergesellschaft BahnPark haben wir ein zweites Standbein an den Bahn-Standorten.
Parken aktuell: Ihre Marktposition?
Kesseler: Es kommt natürlich immer darauf an, wie man es definiert, aber wir sehen uns als die Nummer eins in Deutschland. Mit über 500 Standorten allein in Deutschland sind wir in fast 180 Städten vertreten, was kein anderer bieten kann.
Parken aktuell: Wo sehen Sie noch Entwicklungspotenzial?
Kesseler: Schwierige Frage. In der Presse liest man immer wieder Berichte, in denen Parken als einfaches und einträgliches Geschäft dargestellt wird. Aus meiner Sicht ist das nicht ganz so. Zum einen muss man sehen, dass wir einen riesigen gesamtwirtschaftlichen Wandel hin zum E-Commerce hatten. In der Vergangenheit sind die Leute noch 200 Mal im Jahr zum Einkaufen gegangen, heute nur noch 100 Mal. Außerdem sind in den letzten zehn Jahren immer mehr Shopping-Center in Deutschland entstanden und damit immer mehr Möglichkeiten zum Einkaufen bei einer etwa gleichbleibenden Bevölkerungszahl. Hinzu kommt ein verändertes Mobilitätsverhalten. Für die Jugend ist das Auto nicht mehr ganz so interessant.
Parken aktuell: Welche Folgen hat das?
Kesseler: Das führt dazu, dass die Frequenzen in Deutschlands Parkhäusern konstant zurückgehen. Im Gegenzug dazu sind in den letzten 15 Jahren die Mieten für Parkhaus-Pächter deutlich gestiegen. Die Margen gehen da ganz erheblich zurück. Für Parkhäuser im Eigentum sind die Preise in den Himmel geschossen. Meldungen darüber, dass man in Parkhäuser investieren soll – auch als Privatanleger in Fonds, weil das so ein sicheres Geschäft sei –, halte ich für bedenklich, gerade auch vor dem Hintergrund der Diskusionen über die City-Maut und der Einfahrtsverbote von bestimmten Fahrzeugen in Städten.
Parken aktuell: Das klingt alles eher skeptisch.
Kesseler: Man muss eben was tun. Wir haben uns auf die Fahne und in unser Leitbild geschrieben: Wir bieten Qualität rund ums Parken zu einem überlegenen Preis-Leistungs-Verhältnis. Das, denke ich, tun wir konsequent. Unsere Parkhäuser haben mit die höchsten Standards in der Branche, die Preise sind im Vergleich zum Wettbewerb deutlich günstiger. Unsere Frequenzen entwickeln sich sehr positiv und wir sind über diese Entwicklung sehr zufrieden.
Parken aktuell: Was umfasst Qualität für Sie konkret?
Kesseler: Alle baulichen und technischen Aspekte, bargeldlose Bezahlmöglichkeiten wie EC- oder Kreditkarte Karte oder unsere P Card. Das geht weiter über Sauberkeit, Instandhaltung, gut geschulte Mitarbeiter, Leitstände, Digitalisierung…
Parken aktuell: Stichwort Digitalisierung. Was verstehen Sie darunter als Parkhausbetreiber?
Kesseler: Nicht, dass die Schranke automatisch hoch und runter geht, wenn ein Auto vorfährt; das ist ein alter Hut. Digitalisierung fängt an beim Front-End zum Kunden – informieren, kommunizieren, buchen, reservieren, bargeldlose Abrechnung über den Kundenaccount – und endet in der unserer gesamten Administration. Wenn der Kunde eine Aktion beim Parken ausführt, muss das automatisch in der Buchhaltung landen, ohne dass jemand händisch etwas dafür tun muss. Auch die internen Prozesse gehören zur Digitalisierung.
Parken aktuell: Und Big Data – wichtig für die Parken Branche?
Kesseler: Was interessieren mich als Parkhausbetreiber die Daten meiner Kunden? Die interessieren mich überhaupt nicht. Ich brauche nur den Kontakt zum Kunden und die Kundenbindung , um mein Geschäft zu steuern. Wir erheben ansonsten keine Kundendaten und erstellen auch keine Profile. Wir verkaufen auch keine Daten, sondern betreiben ausschließlich professionell unsere Parkplätze
Parken aktuell: Mit vielen Daten arbeiten jedoch neue Drittanbieter, die Apps als Alternative zum klassischen Parkvorgang einsetzen wollen. Sehen Sie diese Start-ups als Bedrohung oder als Chance?
Kesseler: Eine Bedrohung sehe ich da momentan überhaupt nicht. Wir beobachten das alles. Wo es Sinn macht, werden wir in Zukunft mitmachen. Für mich ist jedoch immer eines entscheidend: Wird das vom Parkenden genutzt? Es gibt durchaus tolle Geschäftsmodelle und Ideen für Zusatz-Services oder neue Payment- und Abrechnungs-Lösungen. Aber wenn man nachfragt, wie viele Kunden das im letzten Monat tatsächlich genutzt haben, kommen als Antwort meist verschwindend geringe Zahlen. Also frage ich mich, ob das Dinge sind, die überhaupt gebraucht werden.
Parken aktuell: Die meisten vermitteln ja im Grunde auch nur.
Kesseler: Aber auch da: Wie viel wird denn überhaupt vermittelt? Wenn ich das mit unserer P Card vergleiche und den Parkvorgängen, die dahinter stecken. Im Schnitt kommen wir damit bereits auf rund 500.000 Parkvorgänge pro Monat – allein mit der P Card. Das ist eine beeindruckende Zahl, die mir zeigt, dass das Produkt tatsächlich auch nachgefragt wird und beim Endverbraucher ankommt.
Parken aktuell: Wie funktioniert das mit der P Card und wie realisieren Sie die Kundenbindung und den Kundenkontakt?
Kesseler: Mit der P Card machen wir das Ticket-Ziehen an der Einfahrt und das Bezahlen am Kassenautomaten in mehr als 300 Standorten allein in Deutschland überflüssig. Im März 2017 hatten wir bereits mehr als 120.000 Kunden und jeden Monat kommen rund 5.000 neue Registrierungen hinzu. Unsere Kunden lieben diesen Service und erhalten über unseren P Card Newsletter wichtige Informationen rund um unsere Angebote. Besonders stolz sind wir auf unseren Facebook-Auftritt, mit dem wir nicht nur den Kontakt zu unseren Kunden intensivieren, sondern der uns mit den über 12.000 Fans zeigt, dass wir ganz vorn in unserer Branche sind.
Parken aktuell: Sind dynamische Tarife für Sie ein Thema?
Kesseler: Auslastungsabhängigen Tarifen, sogenanntem Yield Management, stehe ich sehr skeptisch gegenüber. Ich halte das unter anderem deshalb für schwierig, weil unser Kunde in der Regel der Privatkunde ist, der das Parken nicht steuerlich oder betrieblich absetzen kann. Außerdem hat dieser Kunde erstens keine Lust, zu viel zu zahlen, und zweitens will er wissen, was er für das Parken bezahlen muss, wenn er zuhause losfährt. Der hat lieber im Kopf, wo er sich das Parken leisten kann und möchte sich auf die Tarifinformation verlassen können.
Parken aktuell: Wie sieht es mit der Taktung aus?
Kesseler: Das ist ein Problem. Wenn wir die Taktung runterfahren würden, müssten wir das Preisniveau insgesamt anheben.
Parken aktuell: Eine feinere Taktung würden Kunden aber schon als fairer empfinden, oder?
Kesseler: Ja, langfristig wird die Tendenz deshalb auch zu feineren Taktungen gehen, glaube ich. Aber nicht der umgekehrte Weg: Ich habe zwei Euro pro Stunde und verkürze die Taktzeit auf 45 Minuten – das ist nicht das, was der Kunde will.
Parken aktuell: Also keine Abzocke?
Kesseler: Ich glaube, dass wir immer mehr Wert auf Service und Dienstleistungsqualität legen müssen, besonders in der Kommunikation mit unseren Kunden und gerade in der digitalen Welt, in der alles viel transparenter wird. Wir müssen reagieren; in den sozialen Netzwerken vertreten sein.
Parken aktuell: Stellen Sie fest, dass die Kommunikation mit Ihrem Leitstand beziehungsweise Kunden-Service-Center in den letzten Jahren zugenommen hat?
Kesseler: Gigantisch! Wir haben zehntausende bis demnächst hunderttausend Kundenkontakte pro Monat – aus sehr verschiedenen Gründen. Das Wenigste sind Beschwerden. Sehr viel Anfragen kommen zu unserer P Card von Kunden, die sich informieren wollen über Tarife, Preise, Lage oder Ausstattung von Parkhäusern. Und das über verschiedenste Kanäle, also nicht nur telefonisch, sondern auch über E-Mail und die sozialen Netze. Deshalb haben wir unser Kunden-Service-Center personell auch kontinuierlich aufgestockt.
Parken aktuell: Fühlen Sie sich gut gerüstet für die Zukunft?
Kesseler: Ich denke, wir sind sehr gut aufgestellt. Wir haben ein gutes Portfolio, ein zweites Standbein mit der BahnPark. Wir haben eine sehr gute Mannschaft, sehr viele Mitarbeiter und Führungskräfte, die schon lange bei Contipark beschäftigt sind und eine sehr geringe Fluktuation. Wir haben dadurch sehr viel Know-how aufgebaut und auch ein sehr gutes Standing im Markt. Klar muss man beobachten, was draußen passiert – Startups oder die Automobilindustrie, die in unsere Branche drängen – und immer aufpassen. Aber im Großen und Ganzen bin ich sehr optimistisch für die Zukunft.
APCOA PARKING expandiert nach Luxemburg

Parkraum-Manager APCOA PARKING expandiert nach Luxemburg. Das Unternehmen wird Betreiber der Tiefgarage des City-Centers Royal Hamilius, das im Frühjahr 2018 eröffnet wird. Dabei handelt es sich um das erste Parkhaus am berühmten Boulevard Royal, der zentral in der Luxemburger Innenstadt gelegen ist. Den operativen Betrieb organisiert die APCOA PARKING Deutschland GmbH. Innerhalb der Unternehmensgruppe ist Luxemburg das 13. Land, in dem APCOA aktiv wird. „Die Expansion unserer deutschen Tochter macht aktuell auch nicht vor Landesgrenzen halt. Innerhalb weniger Monate wurden in Deutschland zehn Parkhäuser zum Portfolio hinzugewonnen. Als europäisches Unternehmen ist die Expansion in ein neues Land sehr erfreulich“, sagt Philippe Op de Beeck, CEO der APCOA PARKING Group.
Detlef Wilmer, Geschäftsführer der APCOA PARKING Deutschland GmbH: „Das Royal-Hamilius ist ein prestigeträchtiges Projekt und für den Eintritt in den Luxemburgischen Markt ideal. Durch die zentrale Lage erwarten wir eine hohe Frequenz an Fahrzeugen. Da sich das gesamte Gebäude inklusive des Parkhauses noch im Bau befindet, können wir unser Know-how einbringen und somit den Parkvorgang auf dem technisch neuesten Stand gestalten“.
Auch digitales Parken möglich
Die sechsgeschossige Tiefgarage wird 630 Stellplätze bieten und über zwei Einfahrten erreichbar sein: Externe Besucher können über die Monterey Avenue einfahren, während Stammgäste und Mieter des Gebäudes eine separate Einfahrt nutzen. Dies gewährleiste laut APCOA einen flüssigen Verkehr. Das Parkhaus verfügt über E-Ladesäulen und der Parkvorgang wird voll digitalisiert. Beispiel ist eine automatische Schrankenöffnung. Parktarife werden zum Monatsende automatisch abgebucht. Da der registrierte Kunde kein Ticket mehr zieht, entfällt auch der zeitaufwändige Gang zum Kassenautomaten.
Raphaël van der Vleugel, stellvertretender Generaldirektor beim Bauherrn Codic Luxemburg S.A.: „Als Europas führender Parkraum-Manager besitzt APCOA hierfür das notwendige Know-How. Wir haben einen strategischen Partner gefunden, der sicherstellt, dass alle erforderlichen technischen Grundlagen in das bauliche Konzept integriert werden. Ziel ist, ein benutzerfreundliches Parkhaus zu schaffen, das Nutzern ein besonders komfortables Parkerlebnis bietet.“
DESIGNA: Prokura für drei Mitarbeiter
Zum Herbst 2016 wurden Jens Hoppe, Leiter Supply Chain, Thorsten Höppner, CFO, sowie Dr. Joachim Kopp, Leiter Development und ASP, zu Prokuristen ernannt. „Das kontinuierliche, internationale Wachstum macht es erforderlich, den Verantwortungsbereich für Entscheidungen zu erweitern“, so CEO Dr. Thomas Waibel. Zugleich drückt die Ernennung zum Prokuristen auch das hohe Vertrauen in die Arbeit für die DESIGNA Verkehrsleittechnik GmbH aus. Die Prokura wurde mit Wirkung zum 8. November 2016 erteilt.



Große Autos, große Parkplätze

Limousinen, Kombis oder SUVs – die Autos werden immer größer. Schon lange setzt sich der Bundesverband Parken in diesem Zusammenhang für breitere Stellplätze in Parkhäusern ein. Bishergalt die Mindestbreite von 2,30 m. Je nach Fahrzeuggröße und Einparkkünsten des Nebenmannes, kann das Aussteigen da zu einer Tortour werden. Jetzt hat sich auch das Bauministerium in NRW für mehr Platz zum Einparken und Aussteigen eingesetzt und eine neue Stellplatzbreite in der neuen Sonderbauverordnung festgelegt.
Verordnung über Bau und Betrieb von Sonderbauten
(Sonderbauverordnung – SBauVO)
Vom 2. Dezember 2016 (Fn 1)
(Artikel 1 der Verordnung vom 2. Dezember 2016 (GV. NRW. 2017 S. 2))
Teil 5 – Garagen
Kapitel 1
Allgemeine Vorschriften für Garagen
§ 121 Anwendungsbereich
Die Vorschriften des Teils 5 gelten für Stellplätze und Garagen im Sinne von § 2 Absatz 8 -der Landesbauordnung.
§ 125 Einstellplätze und Fahrgassen
(1) Ein notwendiger Einstellplatz muss mindestens 5 m lang sein. Seine Breite muss mindestens betragen:
2,45 m, wenn keine Längsseite des Einstellplatzes einen Abstand von weniger als 0,10 m zu begrenzenden Wänden, Stützen sowie anderen Bauteilen oder Einrichtungen aufweist,
2,55 m, wenn eine Längsseite des Einstellplatzes einen Abstand von weniger als 0,10 m zu begrenzenden Wänden, Stützen sowie anderen Bauteilen oder Einrichtungen aufweist,
2,65 m, wenn beide Längsseiten des Einstellplatzes einen Abstand von weniger als 0,10 m zu begrenzenden Wänden, Stützen sowie anderen Bauteilen oder Einrichtungen aufweisen und
3,50 m, wenn der Einstellplatz für Menschen mit Behinderungen bestimmt ist.
Die neue Verordnung muss dann berücksichtigt werden, wenn ein neues Parkhaus gebaut wird oder im Falle einer umfangreichen Sanierung. In Bestandsgebäuden muss keine Anpassung der aktuellen Stellplätze erfolgen.



