Schrägparken für mehr Komfort
Nachdem der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW das alte, nicht sanierungsfähige Beton-Parkhaus in Eigenregie abgerissen hatte, entstand an gleicher Stelle ein neues Parkhaus in Stahlverbundausführung. Dieses zeichnet sich durch den schmaleren, stützenfreien Gesamtaufbau aus. Wichtige Planungskriterien waren neben Komfort und Sicherheit auch Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit. Die Ausführung erfolgte durch den Generalunternehmer HIB Huber Integral Bau in Stahlverbundbauweise.
Das Parkhaus ist zwischen der Domagkstraße, dem Orléans-Ring und der Einsteinstraße in Münster gelegen. Es bietet Stellplätze für Studenten und Besucher der Westfälischen Wilhelms-Universität, eine der größten deutschen Universitäten. Ausreichender Parkraum sei daher von enormer Wichtigkeit. Mit einer Stellplatzbreite von 2,50 Meter stehen nun auf acht Parkebenen insgesamt 1.016 Stellplätze zur Verfügung, davon im Erdgeschoss 29 breitere Stellplätze für Nutzer mit Handicap.
Sicher und bequem
Konzeptionell ist das Gebäude als Rampenparkhaus im Einbahnverkehr gestaltet. Die für die Nutzer vorteilhafte Schräganordnung der Stellplätze soll das Ein– und Ausparken beschleunigen. Das Ein- und Aussteigen soll erleichtert werden. Alle Ebenen sind mit unterschiedlich farbigen Markierungen gekennzeichnet. Spezielle Fußgängermarkierungen leiten die Besucher zu den Ausgängen.
Ein Aufzug für zehn Personen erleichtert den barrierefreien Zugang zu den Geschossen. Über die ebenfalls barrierefreie Verbindungsbrücke ist das Parkhaus direkt an das vorhandene Brückenbauwerk am Coesfelder Kreuz angebunden. Eine optimierte LED-Beleuchtung sorgt für eine homogene Lichtverteilung auf den Parkebenen. Attraktive Glasfassaden der Treppenhäuser lassen in diesen Bereichen Tageslichteinfall zu. Nachts verstärkt die Beleuchtung das Sicherheitsempfinden. Alle Frauenparkplätze befinden sich in Ausgangsnähe und werden über Videokameras überwacht. Gut sichtbare Alarmmelder erhöhen zusätzlich die Sicherheit in diesen Bereichen.
Attraktives Design
Die moderne Fassade entstammt einem Architekturwettbewerb. hartig l wömpner architekten gewannen mit einem wirtschaftlichen und nachhaltigen Konzept. Die Fassadenkonstruktion besteht aus vorgehängten, gekanteten Aluminiumblechen, die waagerecht montiert wurden. Gerade die einfache horizontale Gliederung erzeugt die von der Jury gelobte architektonische Qualität.
Wartungsarme Ausführung
Während die im Gebäude gelegenen Parkebenen mit einer farbigen Beschichtung versehen wurden, wurde die obere Geschossfläche besonders hochwertig in Gussasphalt ausgeführt. Da das Gebäude nicht überdacht ist, besteht hierdurch der größtmögliche Schutz des Bauwerkes gegen Witterungseinflüsse und Eindringen von Chloriden. Die Oberfläche ist dadurch sehr wartungsarm.