Daniela Schmiedle und Thomas Kerkmann sind seit 1. Oktober 2017 Mitglieder der Sika Geschäftsleitung. Fotos: Sika
Die Geschäftsleitung der Sika Deutschland GmbH hat seit 1. Oktober 2017 zwei neue Mitglieder: Künftig verantwortet Daniela Schmiedle die Bereiche Industriefußbodenbeschichtung, Betoninstandsetzung und Oberflächenschutz und Thomas Kerkmann leitet den Bereich Korrosions- und Brandschutz. Daniela Schmiedle
Daniela Schmiedle ist seit dem 1. Oktober 2017 Leiterin der Geschäftsbereiche Industriefußbodenbeschichtung, Betoninstandsetzung und Oberflächenschutz. Sie ist damit Teil der Geschäftsleitung der Sika Deutschland GmbH. Seit 13 Jahren im Unternehmen, war sie zuletzt als Vertriebsleiterin für diese Unternehmensbereiche tätig. Sie übernimmt die Position von Jürgen Schreiber, der im August 2017 aus dem Unternehmen ausgeschieden ist. „Wir haben mit Frau Schmiedle eine erfahrene Nachfolgerin aus den eigenen Reihen gefunden, die bereits eine wichtige Rolle in unserer positiven Unternehmensentwicklung gespielt hat“, so Sika Geschäftsführer Joachim Straub. Thomas Kerkmann
Thomas Kerkmann ist seit dem 1. Oktober 2017 Leiter des Geschäftsbereichs Korrosions- und Brandschutz und damit ebenfalls Teil der Geschäftsleitung der Sika Deutschland GmbH. Kerkmann leitete bereits über viele Jahre erfolgreich den Vertrieb dieses Bereichs. Er übernimmt die Position von Dr. Uwe Schober, der sich strategischen Geschäftsleitungsprojekten innerhalb des Unternehmens widmen wird. „Mit Herrn Kerkmann können wir auf einen ausgesprochen erfahrenen Marktkenner zählen, der den Bereich Korrosions- und Brandschutz mit seiner Kompetenz beständig weiterentwickeln wird“, so Straub.
Das neue Parkhaus in der Amberger Marienstraße soll die Parksituation rund ums Klinikum entspannen. Foto/Visualisierung: Goldbeck
Ein neues Parkhaus mit rund 860 Stellplätzen entsteht in Amberg. Mit diesem Großprojekt will die Stadt Parkplätze schaffen, die derzeit am Klinikum und rund um das Ärzte- und Dienstleistungszentrum fehlen. Bis Frühjahr 2019 soll das Gebäude fertiggestellt sein. Goldbeck beginnt mit den Arbeiten im Frühsommer nächsten Jahres und wird das Parkhaus auch betreiben.
„Ende 2017 wird das Baufeld übergeben, voraussichtlich Ende Mai oder Anfang Juni 2018 geht es mit den Tiefbauarbeiten los”, so der Amberger Oberbürgermeister Michael Cerny zum geplanten Parkhaus an der Marienstraße, begleitet vom zuständigen Projektleiter Dr. Bernhard Mitko sowie Stephan Pieper, Geschäftsführer der Bielefelder Goldbeck Parking Services GmbH und Goldbeck-Projektleiter Tim Schmidt. Mit dem Großprojekt will die Stadt der Parkplatznot am Klinikum sowie rund um das Ärzte- und Dienstleistungszentrum ein Ende bereiten.
Wie die Goldbeck-Vertreter erläutern, soll sich die Gesamtmaßnahme in zwei Bauabschnitte gliedern. Im ersten Abschnitt entstehen rund 860 Stellplätze. Knapp 780 davon entfallen auf das neue Parkhaus, das neun Halbgeschosse umfasst. Hinzu kommen gut 80 Außenstellplätze auf einem bestehenden Parkplatz. Für das Parkhaus sind drei Einfahrten und zwei Ausfahrten geplant.
Besonders kundenfreundliche Stellplätze
„Unser Anspruch ist es, besonders kundenfreundliche Stellplätze mit größerer Stellplatzbreite anzubieten“, betont Geschäftsführer Stephan Pieper. Die regulären Stellplätze werden 2,50 Meter breit, 150 Komfortstellplätze erhalten eine Breite von 2,70 Metern. Außerdem werde es acht Stellplätze für Menschen mit Behinderung geben. Weitere acht Stellplätze werden für Mütter mit Kindern reserviert. Zusätzlich entstehen rund zwanzig Fahrradstellplätze.
Wie die Verantwortlichen von Goldbeck weiter erläutern, soll es im neuen Parkhaus drei Treppenhäuser, einen Aufzug sowie eine öffentliche WC-Anlage geben. Highlight sei die Goldbeck-Lisenenfassade: Diese besteht aus senkrecht gestellten Aluminiumprofilen, die beschichtet und mit zwei unterschiedlichen, noch auszuwählenden Motiven bedruckt werden. Auch eine teilweise Begrünung der Fassade gehöre zum Gesamtkonzept.
„Im Sommer 2018 erfolgt die Stahlbaumontage des Gebäudes“, sagt Tim Schmidt. Die Inbetriebnahme ist für Frühjahr 2019 geplant. Außerdem wurde im Gesamtkonzept bereits ein zweiter Bauabschnitt mit circa 430 Stellplätzen vorgesehen, der bei Bedarf durch eine Erweiterung auf der Fläche der Außenstellplätze errichtet werden kann. Den Autofahrern würde in diesem Fall dann ein Parkhaus mit mehr als 1.200 Stellplätzen zur Verfügung stehen.
Im Rahmen des geltenden Erbbaurechtsvertrags bleibt die Stadt Amberg auch in Zukunft Eigentümer des Grundstückes, dem Investor wird aber das Recht eingeräumt, auf dem Grundstück ein Parkhaus zu errichten und zu betreiben.
Gerhard Trost-Heutmekers, Geschäftsführer Bundesverband Parken, überreicht die Auszeichnung an Gerald Krebs. Foto: Fraprt AG
Die European Parking Association EPA vergibt jedes Jahr den European Standard Parking Award und zeichnet mit diesem Preis Parkhäuser aus, die einem hohen Qualitätsstandard entsprechen. In diesem Jahr konnte sich die Fraport AG drei der begehrten Auszeichnungen für ihre öffentlichen Parkhäuser beziehungsweise die Tiefgarage am Terminal 1 und 2 sichern. Beurteilungsgrundlage bildeten insgesamt 103 Qualitätsmerkmale, unter anderem das Parkleitsystem, Zahlmethoden und die Beschilderung. Bei der Bewertung stehen die Kundenfreundlichkeit des Gesamtprozesses und die damit verbundene Kundenzufriedenheit im Mittelpunkt.
Für Terminal 1, Parkhaus wie auch Tiefgarage, wurde sogar die höchste Auszeichnung, der „European Gold Standard Parking Award“, verliehen. „Die Parkhäuser und Tiefgaragen am Frankfurter Flughafen sind zwischen 20 und 45 Jahre alt. Da ist es eine besondere Herausforderung, den heutigen Ansprüchen an Qualität und Service zu entsprechen. Wir freuen uns daher vor allem für unsere Kunden, dass wir von der EPA für außerordentliche Leistungen ausgezeichnet wurden“, so Gerald Krebs, Leiter Parkraummanagement der Fraport AG.
Über das Kundenportal von Contipark können Nutzer nun digitale Parkplatzprodukte online buchen. Foto: Contipark
Digitalisierung ist das Schlagwort unserer Zeit: Dass man Schuhe online bestellen kann ist Alltag geworden. Selbst Lebensmittel online zu kaufen ist inzwischen Normalität. Nun ist auch das Parken von der Digitalisierung vollständig erfasst worden.
Mit dem Kundenportal www.MEIN-CONTIPARK.de hat CONTIPARK die Möglichkeit geschaffen, deutschlandweit an über 500 Standorten in Stadtzentren, an Kliniken, Messen oder an Bahnhöfen digitale Parkprodukte zu buchen. Über die Website kann der Kunde problemlos das benötigte Produkt finden, egal welche Anforderungen er an das Parken hat.
Für jeden das passende Angebot
Das Angebot umfasst Dauerparkverträge, Stellplatz-Reservierungen, die Registrierung für den P Card Service und die DB BahnPark-App. Der Kunde kann über das Online-Kundenportal zu einem monatlichen Festpreis einen dauerhaften Parkplatz in seinem Wunschparkhaus buchen. Darin inbegriffen sind eine Stellplatzgarantie und beliebig viele Ein- und Ausfahrten. An ausgewählten Standorten bietet CONTIPARK auch die Möglichkeit, einen Stellplatz für eine festgelegte Dauer online zu reservieren, beispielsweise während einer Reise. Auch bereits bekannte Produkte wie der unternehmenseigene P Card Service sind im neuen Online-Shop verfügbar. Parkkunden können sich für den P Card-Service online registrieren und somit flexibel, bargeld- und ticketlos in fast 400 Parkeinrichtungen bequem und günstig parken. Durch die Nutzung der DB BahnPark App werden über den P Card Service auch Parkscheine auf unbeschrankten Parkplätzen in Bahnhofsnähe online gekauft und die Kleingeldsuche und das Hinterlegen des Parkscheins hinter die Windschutzscheibe entfällt.
So funktioniert MEIN CONTIPARK
Über die Suchfunktion findet der Kunde schnell und einfach einen Parkplatz an seinem Wunschstandort. Nach der Auswahl eines Produktes registriert er sich mit seiner E-Mail und seinem Passwort auf www.MEIN-CONTIPARK.de. Alle persönlichen Daten wie Bankverbindung, Zahlungsmethode oder Adresse können online im persönlichen Kundenkonto verwaltet werden. Darüber hinaus sind im Kundenportal zum Beispiel bei Dauerparkern die abgeschlossenen Verträge einsehbar. Für Kunden, die mehrere Parkkarten aktiviert haben, wie beispielsweise Fuhrparkmanager, gibt es eine Nutzerverwaltung, die jederzeit einen Überblick über Nutzer und Karte verschafft. Sollten dennoch Fragen aufkommen, erreicht der Kunde über den integrierten Kundenchat einen spezialisierten Kundenberater des zentralen KundenServiceCenters.
Auch die mittlerweile mehr als 140.000 P Card Kunden dürfen sich freuen: Die alte und bisher separate Homepage ist nunmehr vollumfänglich in den Online Shop MEIN CONTIPARK integriert. Im modernen Design werden jetzt alle wichtigen Informationen, wie zum Beispiel die Parktrans-aktionen sowie Zahlungsvorgänge und Gutschriften übersichtlicher und benutzerfreundlicher dargestellt.
Optimale Darstellung auf allen Endgeräten
Der Download einer App ist für die Nutzung von MEIN CONTIPARK nicht erforderlich. Das moderne Design des Online-Shops ermöglicht eine nutzerfreundliche Bedienung vom PC wie auch von Mobile Devices wie Smartphone, Laptop und Tablet. „Ein Großteil unserer Kunden nutzt mobile Geräte und informiert sich unterwegs. Uns war es bei der Konzeption von MEIN CONTIPARK daher besonders wichtig, dass die Inhalte auf allen Geräten optimal dargestellt werden und intuitiv bedienbar sind.“ sagt Michael Kesseler, Geschäftsführer der CONTIPARK Unternehmensgruppe. „Damit gehen wir gezielte auf die Wünsche nach einer einfachen und smarten Lösung für das digitale Parken ein.“, so Kesseler weiter. Für ihn war das Ziel, sich gemäß dem Trend der Zeit und den Wünschen der Kunden zu orientieren. Für das Unternehmen war daher der nächste logische Schritt, das Parken in die digitale Welt zu überführen und seine gesamte Produktpalette online zur Verfügung zu stellen.
Der Teilabbruch des alten GLOBUS-Parkdecks in Lahnstein mit erweitertem Neubau bei laufendem Geschäftsbetrieb stellte eine Herausforderung für den Parkhausspezialisten HUBER dar.
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Das neue Globus-Parkdeck in Lahnstein bietet insgesamt 316 Stellplätze. Foto: HUBER
Die HUBER-Alternative des 90- statt 50 %igen Abrisses mit Neubau stellte zu geringeren Kosten, bei gleicher Bauzeit ein Maximum an verfügbaren Stellplätzen bereit. Der restliche Bestand, wie die zur Warenanlieferung unverzichtbare LKW-Umfahrt und das Rampenbauwerk mit der Lahn-Apotheke, wurden bei vollem Betrieb saniert. Die obere Parkebene und die Rampe erhielten Kunstharzbeschichtungen, die HUBER jährlich reinigt und wartet. Die Asphaltfläche der unteren Ebene wurde erneuert. Der Eingangsbereich vor Apotheke und Postfiliale wurde neugestaltet und ein Parkleitsystem installiert.
Der erweiterte Neubau bietet nun 2,80 m breite Stellplätze und eine vollständige Überdachung des Parkdecks mit breiten Lichtbändern für viel Tageslicht. Die LED-Beleuchtung sorgt für deutliche Energieeinsparungen und die Photovoltaikanlage auf dem Dach deckt einen Teil des Markteigenbedarfs.
Die Fassade aus senkrechten farbigen Stahllamellen sorgt zusammen mit den Logo-Elementen und der abgestimmten Farbgebung für ein modernes Erscheinungsbild mit hohem Wiedererkennungswert. Planung und Gestaltung stammen vom Globus-Architekten Rolf Alles, dessen Abteilung Bauen & Energie auch die Projektsteuerung und Oberbauleitung übernahm.
Insgesamt bietet das neue Globus-Parkdeck nun 316 komfortable Stellplätze.
Die Mobile Parkplatzmarkierung schafft Übersichtlichkeit und soll die Nutzung von gewerblichen Parkplätzen optimieren.; Foto: IONDESIGN
Das Produktdesign der „Mobilen Parkplatzmarkierung“ von IONDESIGN wurde mit dem Red Dot Design Award 2017 ausgezeichnet und kürzlich für den German Design Award 2018 nominiert. Die Mobile Parkplatzmarkierung schafft Übersichtlichkeit und soll die Nutzung von gewerblichen Parkplätzen optimieren. Das Feld in der Größe eines Autokennzeichens im oberen Bereich des Produkts weist den Stellplatz seinem Mieter zu. Durch die Höhe des Feldes bleibt die Kennzeichnung auch sichtbar, wenn das Auto auf dem Stellplatz geparkt ist. Wenn der Parkplatz nicht genutzt wird, kann der Mieter diesen durch die Beweglichkeit des Produkts versperren.
Nicht vermietete Parkflächen werden durch die Mobile Parkplatzmarkierung versperrt, in diesem Fall gibt ein Schild Auskunft über den Kontakt zum Vermieter. Durch die Beschriftung in circa einem Meter Höhe und durch verschiedene Farbgebung sollen Gäste ihre Stellflächen leichter finden. Für Betreiber erweitert die Möglichkeit zur farblichen Anpassung an das Corporate Design die Darstellung des Unternehmens im Außenraum. Im Sockel bietet eine herausnehmbare Betonplatte Standsicherheit und die Stapelfunktion des Produkts ermöglicht eine platzsparende Lagerung bei Nichtbenutzung. Mit der Platzierung eines Logos auf der Parkplatzmarkierung kann der Vermieter die Parkfläche zum integralen Bestandteil der Unternehmensdarstellung nutzen.
Sightseeing am Rande der OPG-Veranstaltung: Frauenkirche in Dresden; Foto: Marko Ruh
Aus Anlass ihres zehnjährigen Firmenbestehens lud die OPG Center-Parking zu einer Vortragsveranstaltung nach Dresden ein. Darin ging es schwerpunktmäßig um die Zukunft der Mobilität.
Die OPG, einst ein ausschließlich in Osnabrück zuständiger, kommunaler Parkhausbetreiber, hat seinen Wirkungskreis in den vergangenen zehn Jahren bundesweit ausgedehnt und betreibt mittlerweile 72 Parkhäuser und Parkplätze in 22 Städten. Als einer der führenden Parkhausbetreiber Deutschlands machte sich die OPG auch einen Namen auf dem Gebiet der Parkhaustechnologie und als innovativer Dienstleister. Entsprechend waren die Vortragsthemen zur Jubiläumsveranstaltung in Dresden bewusst zukunftsorientiert gewählt.
Disruptiver BMW-Ansatz
Der erste Referent, Joachim Hauser von der BMW Group, beschrieb die Strategie, mit der die Fahrzeugindustrie bis zum Jahr 2030 die höchste Stufe des autonomen Fahrens erreichen will: den sogenannten Level 5. Dann sollen Autos in der Lage sein, sämtliche auftretende Situationen selbstständig zu meistern, ein Fahrer wird nicht mehr gebraucht. Gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters sagte ein BMW-Sprecher vor kurzem sogar, dass die Münchener bereits 2021 die ersten Level-5-Fahrzeuge liefern könnten. Joachim Hauser, bei BMW Leiter der Geschäftsfeldentwicklung Mobilitätsdienstleistungen, umschrieb den eingeschlagenen Weg als „ACES“. Die Buchstaben stehen für Automated, Connected, Electrified und Shared. Neben dem Automatisieren und Vernetzen gehören diesem Schema also auch erklärtermaßen die Elektrifizierung des Antriebs und der Abschied vom individuell genutzten – und gekauften – Auto. Für die ältere Generation mit Benzin im Blut und Besitzerstolz sicher ein gewöhnungsbedürftiger Ansatz.
Joachim Hauser, BMW Group; Foto OPG
Parken-Industrie muss in die Autos
Auch den Vertretern der Parken Branche unter den Zuhörern verordnete Hauser Umdenken: „Die Parken-Industrie muss auch in die Autos rein.“ Klingt zunächst positiv, kann im Umkehrschluss aber auch heißen: Parkhausbetreiber sollen ihre Daten teilen, damit diese dem Navigationssystem des Fahrzeugs zur Verfügung stehen. Im nächsten Schritt könnte es die Kundendaten treffen, wenn es an die Verrechnung der Dienstleistung Parken geht. Mit der OPG praktiziert BMW dieses Teilen der Kundendaten bereits, wie Hauser verriet.
Um den elektrischen Antrieb der zukünftigen Fahrzeugflotten mit Strom zu versorgen, schaffe die Industrie eine Hochleistungs-Lade-Infrastruktur, so Hauser. Der neue BMW Service ChargeNow umfasse bereits 65.000 Ladestationen in 28 Ländern. Mit Park & Charge verbindet BMW das parallel stattfindende Parken und Aufladen von Batterien in Elektroautos. Und auch der fahrerlose Parkvorgang ist keine Utopie mehr. Das automatische Fahren der Neuwagen vom Band zu Bahn-Verladestationen und schließlich vom Zug zum Schiff werde man demnächst „üben“, sagte Joachim Hauser.
Ladestationen: Mehr Leistung an den richtigen Stellen
Dass es in Deutschland noch zu wenige Stromtankstellen gibt, darüber sind sich die meisten einig, sofern sie die Elektromobilität nicht vollumfänglich ablehnen. Fabian Lenz, Projektmanager bei der Goldbeck New Technologies GmbH, ging in seinem Vortrag dennoch davon aus, dass die Zahl der Elektrofahrzeuge bald signifikant wachsen werde. Als Gründe nannte er vor allem steigende Reichweiten und sinkende Anschaffungspreise. In dieser Phase sehe sich Goldbeck in einer Vorreiterrolle bei der Realisierung einer besseren Ladeinfrastruktur, so Lenz. Dabei stelle sich die Frage, wo das Aufladen künftig stattfindet. Aufgrund der Dauer des Ladevorgangs biete sich das Tankstellenprinzip „halten, um zu laden“ nicht wirklich an. Schon eher in Frage kommen Parkhäuser, da hier die Autos länger stehen. Am besten geeignet sind nach Auffassung des Goldbeck-Managers Mitarbeiterparkhäuser. Hier stünden die Autos an einem festen Platz und die Fahrzeugfluktuation sei längst nicht so groß wie in offenen Parkhäusern. Im öffentlichen Raum ergäben sich zudem diverse technische Schwierigkeiten und Sicherheitsfragen. Deshalb empfahl Fabian Lenz, die Lade-Infrastruktur an öffentlichen Plätzen nur sehr gezielt auszubauen. Priorität müsse der Arbeitsplatz haben. „Für den Erfolg von Elektromobilität ist überdies eine Schnelllade-Infrastruktur mit mehr als 100 Kilowatt Leistung essenziell“, ergänzte Lenz.
Fabian Lenz, Goldbeck; Foto: OPG
Vor- und Nachteile des fahrerlosen Parkens
Tom Höppner von der Westsächsischen Hochschule Zwickau beschäftigt sich wissenschaftlich mit Fragestellungen zum automatisierten Parken. Er schilderte die „Auswirkungen des fahrerlosen Valet Parkings auf die Verkehrsqualität des Parkhauses“, so der Titel seines Vortrags in Dresden. Die Forscher simulierten dafür das Parken in einem abgegrenzten Off-Street-Bereich. Es handle sich folglich um automatisiertes Fahren der Stufe Level 4, wie Höppner erläuterte. Notwendig dafür ist ein Übergabebereich, von dem aus das Auto eigenständig zu einem Parkplatz fährt. Das Zurückfahren geschieht auf Kommando, beispielsweise per App, und erfolgt ebenfalls fahrerlos. Die theoretischen Vorteile eines solchen automatisierten Parkens in Parkhäusern und Garagen: weniger Umwege bei der Stellplatzsuche, weniger Fußgänger, mögliche Synergieeffekte beim Laden von Elektroautos.
Tom Höppner, Westsächsische Hochschule; Foto: OPG
Beim Vergleich zwischen konventionellen Parkhäusern und automatisiertem Valet Parking in unterschiedlichen Parkbauten stellten Höppner und seine Kollegen fest, dass derartige Technologien nur in Großanlagen sinnvoll wären. Außerdem sei der Nutzen stark abhängig von der Qualität der verfügbaren Datenbasis sowie der technologischen Entwicklung. Erstaunlicherweise fanden die Forscher zudem heraus, dass sich die Reisezeiten pro Fahrzeug erhöhen, je mehr fahrerlose Autos parkenderweise unterwegs sind. „Automatisierte Pkw brauchen Stand 2016 länger zum Parken“,
erklärte Höppner. Die länger dauernden Parkvorgänge vergrößerten dabei das Konfliktpotenzial. Andererseits maßen die Zwickauer wiederum weniger Umwege, im Durchschnitt legten die fahrerlosen Autos 25 Prozent weniger Strecke zurück als Fahrzeuge in konventionellen Parkhäusern. Trotz nachgewiesener Einschränkungen und Probleme glaubt Tom Höppner: „Das Valet Parking wird eine der ersten vollautomatisierten Fahrzeugfunktionen sein.“
Das Fahrradparkhaus in Bamberg mit einer Bezahlstation von DESIGNA. Foto: DESIGNA
Das Fahrradparkhaus am Bahnhof in Bamberg, betrieben von der Stadtwerken Bamberg Verkehrs- und Park GmbH, bietet allen Zweirädern Schutz vor Nässe, Wind und Frost, während ihre Besitzer mit dem Zug unterwegs sind oder am Arbeitsplatz sitzen. Ausgestattet wurde das Parkhaus, welches 330 Stellplätze bietet, mit einer Bezahlstation von DESIGNA. Zwischen 35 und 40 Prozent liegt die durchschnittliche Auslastung, 114 Stammgäste nutzen das Parkhaus als Dauerparker. Der Service: Eine helle Beleuchtung, Schließfächer und Kameras sorgen für Sicherheit, kostenloses Tanken an Luftstation sowie Ladestation für E-Bikes für Komfort. Parken im Fahrradparkhaus in Bamberg ist ab 50 Cent möglich. Die Jahreskarte gibt es für 70 Euro.
Kurzparker-Zone am Terminal 2 Flughafen Köln/Bonn. Foto: Wikimedia Das Fluggasthelfer-Portal AirHelp hat die Parkplatzpreise der 13 größten Flughäfen Deutschlands untersucht und extreme Preisunterschiede festgestellt. Während Fluggäste in Dresden höchstens 66 Euro für eine Park-Woche zahlen müssen, könnten es in Düsseldorf bis zu 238 Euro werden. In neun von 13 Fällen lohne es sich für Reisende, das Parkplatzangebot von Privatanbietern zu nutzen.
Am Flughafen Dresden können Reisende ihr Fahrzeug bereits ab 15 Euro pro Woche abstellen. Laut AirHelp ist dies der niedrigste Preis aller untersuchten Parkplätze und sogar elf Euro günstiger als das beste Angebot eines Dresdner Privatparkplatzes in Flughafennähe. Ähnlich preiswert sei das Parken knapp eine Stunde entfernt am Flughafen Leipzig/Halle. Dort können Reisende ihr Auto bereits ab 20 Euro pro Woche stehen lassen. Flughäfen in Sachsen: Günstiger als jeder Privatanbieter
Auch mit diesem Preis konnten die privaten Parkplatzanbieter in Flughafennähe nicht mithalten. Der günstigste untersuchte Parkplatz in der Nähe des Flughafens Leipzig/Halle liege bei 24 Euro pro Woche und stelle den günstigsten Wert aller untersuchten Privatparkplätze dar. Einen Euro mehr würden Fluggäste nahe des Berliner Flughafens Schönefeld zahlen. Unweit des größten Flughafen Deutschlands, in Frankfurt am Main, können Fluggäste für 28 Euro pro Woche parken, während laut AirHelp an einem offiziellen Flughafenparkplatz zwischen 59 und 130 Euro fällig würden.
Insgesamt seien die Preise der privaten Anbieter in neun von 13 untersuchten Fällen preiswerter als das offizielle Flughafen-Angebot. Am meisten können Reisende demnach in Hamburg sparen. Hier liege der Wochentarif für einen Privatparkplatz 77 Euro unter dem günstigsten Angebot am Flughafen. So würden für Reisende aus Hamburg bei der Nutzung eines Privatparkplatzes im besten Fall nur 49 Euro statt 126 Euro für einen Flughafenparkplatz fällig. Parken in Terminalnähe: Düsseldorf und München am teuersten
Reisende, die besonders nah am Terminal parken wollen, müssen laut AirHelp vor allem in Düsseldorf tief in die Tasche greifen. 238 Euro kostet hier eine Park-Woche mit kürzerer Laufdistanz zum Flugsteig. In München müssten Reisende mit bis zu 217 Euro rechnen. Am Flughafen Köln/Bonn könnten sie bis zu 210 Euro pro Woche zahlen.
Für Abholer wird es der Untersuchung zu Folge in Berlin am teuersten. Eine Stunde am Kurzzeit-Parkplatz kostet sowohl in Tegel als auch Schönefeld zwölf Euro. In Stuttgart hingegen gibt es für Abholer sogar die Möglichkeit, an einem Parkplatz eine Stunde lang zum Nulltarif zu stehen. Dies ist auch in Hamburg am Kurzzeit-Parkplatz möglich, allerdings nur für Elektroauto-Fahrer. Andernfalls werden sieben Euro die Stunde fällig.
Wer in der Eile jedoch auf die Idee kommt, seinen Wagen für längere Zeit auf dem Kurzzeitparkplatz stehen zu lassen, müsse bei seiner Rückkehr mit enormen Kosten rechnen. Eine Woche am Flughafen Düsseldorf kann theoretisch bis zu 1.512 Euro kosten. Am Flughafen Tegel würden bis zu 980 Euro fällig. Teilweise kommen die Flughäfen Parkern allerdings mit Tageshöchstsätzen entgegen oder bieten erst gar keine so lange Parkdauer an. Der Abschleppwagen käme Reisenden in diesem Fall wohl sogar günstiger.
Ergebnisse der AirHelp-Studie:
*günstigster offizieller Flughafen-Parkplatz (Online-Preisersparnis möglich)Tabelle 1: Flughafen-Parkplatzkosten der 13 größten deutschen Flughäfen sowie privater Anbieter in der Flughafen-Umgebung
**Online-Preisersparnis möglich; Preise können sich von Terminal zu Terminal und saisonabhängig unterscheiden
Berlin Hyp und Deutsche Postbank finanzieren ein Parkhaus-Immobilienportfolio für den Bouwfonds European Real Estate Parking Fund „BEREPF III“, Foto: Berlin Hyp
Die Berlin Hyp hat gemeinsam mit der Postbank für den Ankauf eines pan-europäischen Parkhaus-Portfolios durch den BEREPF III einen Kredit in Höhe von 92 Millionen Euro für eine Laufzeit von fünf Jahren zuzüglich einer Verlängerungsoption bereitgestellt. Konsortialführer ist die Berlin Hyp. Die Konsortialfinanzierung ist wesentlicher Bestandteil der Gesamtfinanzierung des in 2014 aufgelegten, offenen Spezial-Alternativen Investmentfonds (AIF) BEREPF III, der damit nunmehr in sieben west-europäischen Ländern in Parkhäuser investiert hat. Das neu finanzierte Portfolio umfasst zwölf Parkhäuser: sieben in Frankreich, drei in Deutschland sowie zwei in den Niederlanden mit zusammen etwa 6.300 Parkplätzen. Sie befinden sich in zentralen Lagen unter anderem in Paris, Amsterdam, Den Haag und Bonn und werden von international renommierten Betreibern geführt. Damit wird der bisherige Parkhaus-Bestand des Fonds in Großbritannien, Spanien und Finnland weiter ausgebaut und diversifiziert. Als Service-KVG für den Fonds fungiert die IntReal International Real Estate Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH, die die Administration des offenen Spezial-AIF übernimmt. Begleitet wurde die Transaktion durch die internationalen Anwaltskanzleien Dentons und Latham&Watkins.