Das neues Software-Tool „Parking Dashboard“ soll künftig die Parkraumbewirtschaftung optimieren. Foto: EasyPark
Ein neues Software-Tool von EasyPark soll künftig die Parkraumbewirtschaftung optimieren. Die digitale Plattform „Parking Dashboard“ verschafft Städten und Parkraum-Managern einen Überblick über Verkehrsflüsse und die aktuelle Parkplatzsituation.
Johan Birgersson, CEO der Easy-Park Group, stellte das All-in-One-Cockpit beim diesjährigen Kongress der European Parking Association in Rotterdam vor. „Der Straßenverkehr erzeugt in den Städten täglich riesige Datenmengen, deren Auswertung den Städten allerdings schwerfällt. Deshalb haben wir eine Lösung entwickelt, die die wichtigsten Daten herauszieht und visualisiert, um neue Erkenntnisse zu gewinnen“, sagte Johan Birgersson. Das Dashboard vereine die Schlüsselkomponenten des Parkraum-Managements: Inventar, Zonen, Pricing und Restriktionen. Darüber hinaus lassen sich die Daten der Parkraumkontrolle integrieren. Und: Zum ersten Mal sollen Parkraum-Manager damit in der Lage sein, die durchschnittliche Parkplatzsuchzeit zu sehen – auf einem Makro- und einem lokalen Level in ihrer Stadt.
Auf diese Weise sollen sich alle Elemente der Parkraumbewirtschaftung an einem Bildschirm überwachen und organisieren lassen. Damit rücke das Ziel näher, die Parkplatzsuchzeit kontinuierlich zu verringern und damit das Verkehrsaufkommen zu reduzieren. Nico Schlegel, EasyPark Deutschland: „Unsere Lösung nimmt dem Tracking und Datensammeln die Komplexität. So können sich die Mitarbeiter auf die wichtigen Entscheidungen konzentrieren.“ Dazu gehöre die Steuerung von Angebot und Nachfrage, um die Suchzeiten und die Off-Street-Verfügbarkeit zu verbessern.
Die Entwicklung des Parking Dashboards sei das Ergebnis von 15 Jahren Arbeit in der Branche und Kenntnis der Nutzerbedürfnisse. Eine einfache Benutzerführung sei ein zentrales Anliegen gewesen. Das B2B-Interface sei so einfach zu bedienen wie gängige Apps. Manche Aktionen dauern nur noch Sekunden, die zuvor Stunden gebraucht haben, verspricht der Softwareentwickler. Aktuell erhalten EasyPark-Partnerstädte Zugriff auf die Software. Prinzipiell sei das Parking Dashboard aber in jeder Stadt einsetzbar.
Ermöglichen automatische und berührungslose Fahrzeugidentifikation – RFID-Kennzeichen von Tönnjes E.A.S.T und Lesegeräte von Kathrein. Foto: Tönnjes E.A.S.T.
Kathrein, ein international führender Spezialist für hochwertige Kommunikationstechnik, arbeitet im Bereich Electronic Vehicle Identification (EVI) künftig weltweit mit einem der führenden deutschen Kfz-Kennzeichenhersteller, Tönnjes E.A.S.T., zusammen. Beide Unternehmen verbindet seit Jahren eine technologische Zusammenarbeit. Kathrein bringt bei den gemeinsamen Projekten sein Know-how im Bereich RFID-Technik ein, Tönnjes E.A.S.T. ist Spezialist für die Integration der benötigten Transponder in die Nummernschilder oder Windschutzscheiben von Fahrzeugen.
Die automatische und berührungslose Identifizierung von Autos, Lastwagen oder Motorrädern via elektromagnetischer Wellen ist eine wegweisende Technologie für den Straßenverkehr der Zukunft. Damit können effiziente Fahrzeugregistrierungslösungen (EVR), Zugangslösungen in Umweltzonen oder die Steuerung von Ampelsystemen umgesetzt werden. „Bei unserer Zusammenarbeit geht es unter anderem darum, die benötigte Infrastruktur auf Autobahnen und in den Städten umzusetzen, sowie zentrale Datenbanklösung für die Behörde oder den Betreiber aufzubauen und zu betreiben, unserem Auftraggeber also eine Turnkey-Lösung anzubieten“, erläutert Thomas Brunner, Leiter des Geschäftsbereichs RFID innerhalb der Kathrein-Gruppe.
Automatische Geschwindigkeitskontrollen und Mautstellen
Zum gemeinsamen Portfolio gehören unter anderem neuartige Produkte beider Unternehmen. Die neueste RFID Reader Generation RRU4500 von Kathrein ermöglicht laut Unternehmen mit einer Lesereichweite von bis zu 20 Metern bei maximal 250 Stundenkilometern eine sichere Identifikation von Fahrzeugen im freien Autobahnverkehr. Die Firma Tönnjes hat die RFID-Technologie ebenfalls in zwei Systemen integriert: Ein entsprechender Chip bildet das Herzstück des Kfz-Kennzeichens IDePLATE®. Darüber hinaus bietet der Spezialist mit IDeSTIX® eine Vignette für die Windschutzscheibe mit integriertem Datenspeicher an.
Um die IT-Sicherheit der verwendeten Transponderdaten sicherzustellen, setzen die Kooperationspartner auf die neueste Generation von High-Security-Transpondern UCODE DNA von NXP Semiconductors. Die notwendige Entschlüsselung erfolgt direkt zwischen den Transpondern und den Lesegeräten von Kathrein. Diese bieten eine neuartige Verknüpfung aus RFID-Schreib-Lesegerät und einem sogenannten IoT-Gateway. Das bedeutet, dass Daten direkt in eine Cloud geladen und von dort aus weiterverwendet werden können.
„Wir freuen uns sehr, die bewährte Zusammenarbeit mit Kathrein auf eine neue Ebene zu bringen“, sagt Dietmar Mönning, Geschäftsführer von Tönnjes E.A.S.T. „Gemeinsam bieten wir den Kunden umfassende Lösungen mit Hardware, Software und Services aus einer Hand. Für unsere weltweite Kooperation sehen wir großes Potenzial.“
Stahlverbund-Parkhaus integriert sich mit attraktivem Look harmonisch in den architektonisch ansprechenden Gebäudekomplex am Ostring.
-Anzeige- Unter der Projektverantwortung von Benno Tillmann, Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB NRW), wurde in der jüngst ausgebauten Josef-Neuberger-Straße in Bochum ein komfortables Mitarbeiter-Parkhaus in Split-Level-Bauweise erstellt. Bauausführender Generalunternehmer war HIB Huber Integral Bau (HUBER) aus Rheinbrohl bei Bonn. Das Parkhausprojekt entstand im Rahmen der Gesamterstellung eines der größten aktuellen Neubauprojekte Bochums. Mit dem Bau des Justizzentrums entwickelte der BLB eine innerstädtische Brachfläche am ehemaligen Nordbahnhof in einen attraktiven Ort des Stadtlebens.
Insgesamt beherbergt das neue Justizzentrum, das am 24. Oktober 2017 seine Pforten öffnete, alleine über tausend Mitarbeiter. Diesen stehen nun auf knapp 11.700 qm 456 benutzerfreundliche Pkw-Stellplätze sowie 10 Motorradstellplätze zur Verfügung. Sie verteilen sich auf 13 oberirdische Halbebenen sowie eine tiefergegründete Parkebene. Die Möglichkeit zur Aufstockung um weitere drei Halbebenen wurde bei der Planung schon berücksichtigt. Sollte der zukünftige Stellplatzbedarf steigen ist man so bereits gerüstet.
Wirtschaftlichkeit mit System
Über kurze Rampen und breite Fahrspuren bewegen sich die Nutzer zu den Stoßzeiten mühelos im Einrichtungsverkehr durch das Objekt. Die offene Systembauweise des Parkhausspezialisten HUBER bietet dabei Stützenfreiheit auf allen Parkebenen und komfortable Stellplatzbreiten von 2,50 m. Für Nutzer mit Handicap wurden zudem extra breite Stellplätze eingerichtet. HUBER arbeitet mit einem Parkhaussystem, das auf einer Stahlskelett-Konstruktion mit schnell verlegbarer Verbunddecke basiert. Die vorgefertigten, im Werk beschichteten Deckenelemente werden just-in-time auf die Baustelle geliefert und sind nicht nur leichter als vergleichbare Fertigteildecken, sondern auch effizienter zu transportieren. Sie werden als verlorene Schalung verbaut und entfalten im Betonierzustand ihre volle Verbundwirkung und Tragfähigkeit. Die Farbe der Profilbleche kann aus einer Vielfalt an RAL-Tönen ausgewählt werden. Zum wirksamen Oberflächenschutz schützt HUBER alle betonierten Flächen mit Epoxidharzen vor dem Eindringen schädlicher Chloride. Mit diesem Qualitätskriterium unterscheidet sich das Unternehmen vom Wettbewerb und bietet dazu bei Abschluss eines Wartungsvertrages auch verlängerte Garantiezeiten. Großer Vorteil des Beschichtungssystems ist zudem die optische Gestaltung der Parkebenen. So heben sich in Bochum die Stellplätze deutlich von der Fahrgasse ab, was zu einer besseren Orientierung beiträgt.
Parkhaus als Hingucker
Architektonisch passt sich das Parkhaus in der Josef-Neuberger-Straße mit seiner aufwendigen Fassade dem Designkonzept des Justizzentrums nach den Plänen von Hascher Jehle Architekten an. Die Fassadenelemente wurden in einem unregelmäßigen Schachbrettmuster auf drei der vier Gebäudeaußenseiten montiert. Dabei handelt es sich zum einen um anthrazitfarbene Faser-Zement-Tafeln (Eternit®) sowie zum anderen um lachsrote, pulverbeschichtete Z-Lamellen.
Alle Fassaden-Elemente wurden geschosshoch gefertigt. In Richtung der unmittelbar benachbarten Bahnlinie versah man das Gebäude mit einer offenen Gebäudefront. Hier wurde lediglich ein Anprallschutz als Absturzsicherung ausgeführt. Aufgrund der durchdachten Fassadengestaltung mit ausreichend Öffnungen ist eine 34 %ige Querlüftung sichergestellt. Für Frischluft ist somit umweltschonend und kostenfrei gesorgt.
Energieeffizienz bei voller Ausleuchtung
Dämmerungsschalter sorgen immer für ausreichend Licht und damit für ein hohes Sicherheitsempfinden der Nutzer im Gebäude. Die Beleuchtungsstärke wurde – was HUBER standardmäßig anbietet – mit einer höheren Lux-Zahl ausgeführt als nach Garagenordnung erforderlich ist. Dank der intelligenten Steuerungstechnik und dimmbaren LED-Leuchten sinkt der Energieverbrauch auf 25 % dessen, wie viel bei herkömmlichen Beleuchtungsmitteln anfallen würde. Dennoch werden die Parkebenen im Bedarfsfall in Sekundenbruchteilen voll ausgeleuchtet.
Komfortmerkmale für die Nutzer
Der Bauherr hat bei der Planung des Bauvorhabens an alles gedacht und sorgt mit einer behindertengerechten Ausführung des Parkhauses für zusätzlichen Komfort. So ist die Aufzugsanlage behindertengerecht ausgeführt. Zudem unterstützt die auf den Edelstahlhandläufen der Treppenhausgeländer angebrachte Braille-Schrift zu einer besseren Orientierung für Sehbehinderte bei.Durch die großen Sicherheitsglasscheiben der Treppenhausanlage fällt Tageslicht ein. Sie erlauben nicht nur den Blick nach draußen, sondern auch nach innen. Die Treppenhaustüren wurden zur optischen Unterscheidung der Parkebenen geschossweise in verschiedenen Farben gestaltet. Auf den Fahrgassen markierte Richtungspfeile leiten die Nutzer zum Treppenhaus hin. Alle Stellplätze sind durch angebrachte Nummern leichter wiederzufinden.
Auf dem Oberdeck wurden zusätzliche Rampenüberdachungen als Witterungsschutz ausgeführt. Das Objekt verfügt über eine Rolltoranlage. Über eine Schrankenanlage erfolgt zudem eine Zutrittskontrolle, so dass nur autorisierte Personen Zugang zum Gebäude haben. Das System basiert auf Transpondertechnik. Zur Entlastung der Verkehrsströme beim Ein- und Ausfahren bietet eine gepflasterte Zufahrtsstraße vor dem Parkhaus Stauraum für mehrere Fahrzeuge. ν
Ab 2018 enge Partner (v.l.): Maximilian Messing – Founder & Managing Director, evopark; Samuel Spaltner – Head of Operations DACH, Scheidt & Bachmann; Sven Lackinger – Founder & Managing Director, evopark; Martin Kammler – Managing Director, Scheidt & Bachmann; Marik Hermann – Founder & Managing Director, evopark; Henk de Bruin – Director Business Development, Scheidt & Bachmann; Tobias Weiper – Founder & Managing Director, evopark. Foto: Scheidt&Bachmann Das Start-up evopark wird zum 1. Januar 2018 Teil der Scheidt & Bachmann Gruppe. Der Mönchengladbacher Systemhersteller möchte mit evopark seine Kompetenz im Bereich digitaler Mobilitätslösungen stärken. evopark baue mit der Investition seine führende Position als deutscher Anbieter für digitales Parken abseits der Straße weiter aus.
„Für Scheidt & Bachmann ist die Beteiligung an evopark ein logischer und konsequenter nächster Schritt auf dem Weg zum führenden Anbieter intelligenter und digitaler Parkraumbewirtschaftungslösungen und ein weiterer Schritt für das Familienunternehmen in die digitale Welt“, so Dr. Norbert Miller, Vorsitzender der Geschäftsleitung von Scheidt & Bachmann.
Scheidt & Bachmann (S&B) ist weltweit aktiver Spezialist für Parkhaus- und Freizeitanlagen, Tankstellenmanagement, Fahrgeldmanagement und Signaltechnik mit über 145 Jahren Erfahrung im Mobilitätssektor. Bereits seit der Gründung von evopark 2014 sind die Unternehmen enge Partner. „Wir waren von Anfang an begeistert von der Agilität und Innovationskraft von evopark. In nur drei Jahren hat es das junge Unternehmen geschafft, sich als Experte für digitale Parkservices zu etablieren. Wir freuen uns darauf, diese Partnerschaft nun auf eine neue Ebene zu heben“, sagt Martin Kammler, Geschäftsführer bei Scheidt & Bachmann für den Bereich Parkhaus- und Freizeitanlagen.
Das Mönchengladbacher Traditionsunternehmen hält ab Januar 75 Prozent der Anteile an evopark. Die vier evopark-Gründer bleiben dem Unternehmen als Geschäftsführer und Gesellschafter mit einer 25-prozentigen Beteiligung erhalten. „Das Kerngeschäft von evopark werden B2B-Dienstleistungen und Produkte zur Digitalisierung des Off-Street-Parkens in Deutschland und Europa sein“, so Martin Kammler. An der Positionierung als „offene, herstellerunabhängige Plattform“ ändere das Investment nichts. „Wir fokussieren uns in Zukunft auf Lösungen für Parkraumbetreiber, Mobilitätsdienstleister und Automobilhersteller. Besonderen Wert legen wir außerdem darauf, unsere Kooperationen mit anderen Systemherstellern weiter auszubauen“, so Sven Lackinger, Gründer von evopark und verantwortlich für die Unternehmensentwicklung. Anstatt der Endkundenmarke „evopark“ stehen den Nutzern in Zukunft die Parkprodukte mehrerer Mobilitätsanbieter zur Verfügung, die sich der evopark-Infrastruktur bedienen. Porsche bleibt enger strategischer Partner
Investor Porsche Digital sowie die Business Angels geben im Rahmen der Transaktion ihre Anteile ab. „Wir haben bereits früh das Potenzial von evopark gesehen und die positive Entwicklung des Start-ups begleitet. Jetzt ist es Zeit für die nächste Phase des jungen Unternehmens. Um weiter erfolgreich skalieren und den Parkservice auch international ausrollen zu können, hat evopark mit Scheidt & Bachmann genau den richtigen strategischen Partner gefunden“, sagt Thilo Koslowski, Geschäftsführer der Porsche Digital GmbH. Porsche werde auch in Zukunft eng mit evopark zusammenarbeiten, um seinen Kunden einen noch größeren Nutzen beim Parken bieten zu können. So bringt der Sportwagenhersteller mit dem neuen Cayenne den Parkdienst erstmals ins Fahrzeug integriert auf den Markt.
Auch ander Automobilhersteller arbeiten derzeit gemeinsam mit evopark an der Integration des Parksystems in die Navigationssysteme neuer Fahrzeugmodelle. Für Parkraumbetreiber ermöglicht die evopark-Plattform bereits seit einigen Monaten eine deutlich vereinfachte Verwaltung von Dauermietern. Dies seien nur zwei Entwicklungen unter vielen, von denen Nutzer und Partner der evopark-Services profitieren. Gemeinsam mit Scheidt & Bachmann und weiteren Mobilitätsdienstleistern entwickelt das Unternehmen zusätzliche Services, die das Produkt mittelfristig ergänzen sollen. Der Fokus der Unternehmen bleibt dabei weiterhin der Ausbau des digitalen Parkhausnetzwerks – und damit der Aufbau einer grenzüberschreitenden Mobilitätslösung: „Wir wollen weiter wachsen. Unsere Vision ist ein europaweites Angebot digitaler Stellplätze“, sagt Sven Lackinger von evopark
Marc de Vries ist neuer CEO der Parkmobile Group. Foto: ParkNow
Marc de Vries übernimmt die Rolle des Chief Executive Officer (CEO) von Marius Koerselman, der Rest des neuen Management Teams der Parkmobile Group wurde ebenfalls bekannt gegeben. Peter Buchenrieder wechselt vom Chief Operations Officer (COO) auf die Stelle des Chief Commercial Officer (CCO) und ersetzt somit Harry Clarke, während Jules Blijde die freie Stelle als COO einnimmt. Roald van Dijk bleibt nach wie vor Chief Financial Officer (CFO).
Sowohl Marius Koerselman als auch Harry Clarke sind im beidseitigen Einverständnis nach jahrelanger Einflussnahme auf die europäische Parken Industrie von ihrer Position zurückgetreten. In den letzten 14 Jahren konnte sich die Parkmobile Group unter der Führung von Marius Koerselman nach eigenen Angaben zum Marktführer in der bargeldlosen Bezahlung von Parkgebühren in den Niederlanden und Großbritannien entwickeln. Koerselman war ebenfalls für die erfolgreiche Einführung der Marke ParkNow in Deutschland, Frankreich, Österreich und der Schweiz verantwortlich. Harry Clarke spielte als initialer Gründer der UK Marke (RingGo) ebenfalls eine entscheidende Rolle in der Erfolgsgeschichte der Parkmobile Group. Zudem trug Clarke entscheidend bei der europäischen Expansion und der Weiterentwicklung der gesamten Parkindustrie bei. Die Zukunft der urbanen Mobilität formen
Der neue CEO Marc de Vries, der seit September 2017 für die Parkmobile Group tätig ist, sagte: „Ich möchte mich sowohl bei Marius Koerselman, als auch Harry Clarke bedanken, die von Grund auf diejenigen Unternehmen aufgebaut haben, die heute die Parkmobile Group in Europa ausmachen. Ihre harte Arbeit, ihr Enthusiasmus und unternehmerisches Handeln haben digitale Parkservices fest in den Köpfen der Autofahrer in sieben Ländern verankert. Die Parkmobile Group hat ihnen die führende Position auf dem Markt zu verdanken.“ Nun ist es laut de Vries in seiner und der Verantwortung des neuen Teams, auf die Arbeit von Koerselman und Clarke aufzubauen und das Unternehmen gemeinsam mit dem 100% Shareholder BMW voranzutreiben. Es liege eine aufregende Zukunft vor ihnen, die zahlreiche Möglichkeiten böte, die Park-Technologie weiterzuentwickeln, um das Parken für Autofahrer noch angenehmer zu gestalten, wie beispielsweise die Integration in das vernetzte Fahrzeug. „Ich bin zuversichtlich, dass unser neues Management Team und erfahrenen Kollegen die Erfolgsgeschichte der Parkmobile Group als Marktführer unter den digitalen Parkservices weiterführen werden. Wir formen die Zukunft des Parkens und der urbanen Mobilität.“
Peter Buchenrieder wechselt die Position vom COO zum CCO.Seit seiner Tätigkeit in der Parkmobile Group hat Buchenrieder die operative Abteilung restrukturiert und erfolgreich diverse interne Projekte verantwortet. Er bringt für die neue Rolle als CCO jahrelange Erfahrung in internationalen Sales Positionen bei BMW mit. Jules Blijde übernimmt die Rolle als COO. Er weist umfangreichen Background im Operations Management und in Mobilitätsprojekten auf und verantwortete zudem umfangreiche IT Projekte. Die letzten Jahre hatte Blijde in verschiedenen internationalen Management Funktionen für ING Car, Alphabet International und BMW Financial Services gearbeitet. Die Rolle des CFO wird unverändert weiterhin von Roald van Dijk besetzt.
Das neue Management Team agiert von Amsterdam aus, wo sich der Hauptsitz der Parkmobile Group befindet.
Die vier evopark-Gründer (v. l.) Maximilian Messing, Marik Hermann, Tobias Weiper und Sven Lackinger. Foto: Parken aktuell Tobias Weiper ist neuer Wirtschaftsbotschafter der Stadt Köln. Foto: Xing
Geschäftsführer Tobias Weiper hat die Auszeichnung als Wirtschaftsbotschafter der Stadt Köln von der Oberbürgermeisterin Henriette Reker im Historischen Rathaus für die evopark GmbH entgegengenommen. „In 20 Jahren wurden bisher nur 160 Wirtschaftsbotschafter von der Stadt Köln ernannt. Dass wir als junges Unternehmen in diesen erlesenen Kreis aufgenommen wurden, ehrt uns sehr. Frau Reker hatte uns im Sommer dieses Jahres innerhalb ihrer „Start-up-Tour“ besucht und wir durften ihr das evopark Konzept und unsere Entwicklung vorstellen. Derzeit sind wir mit der Stadt und dem Liegenschaftsamt dabei, den Parkenmarkt in Köln für evopark weiter zu erschließen“, sagte Weiper.
In ihrer Ernennungsansprache lobte die Oberbürgermeistern den Einsatz von evopark: „Im Sommer habe ich Sie in Ihrem Büro in der Nähe des Ebertplatzes besucht. Mit Ihrem jungen, agilen Team und Ihrem Enthusiasmus für das bargeldlose Parken haben Sie mich beeindruckt. evopark will das Parken deutlich erleichtern. Dieses Ziel verfolgen Sie mit großem Einsatz.“ Zwei Parkhäuser in Köln sind bereits mit dem System von evopark ausgestattet, weitere sollen bald folgen. Außerdem gibt es für Köln eine Parkkarte mit städtischer Skyline, die „Kölsche Parkkarte“. „Diese Karte haben Sie in Kooperation mit der AXA Versicherung entwickelt, die ebenfalls hier in Köln ansässig ist. Mit der „Kölschen Parkkarte“ können die Bürger ohne Zusatzkosten bargeldlos in der Innenstadt parken. Dieses Engagement für eine bessere Parksituation in Köln möchte ich heute würdigen“, so Reker.
An der launigen Debatte auf dem Podium nahm auch Michael Kesseler (r.), stellvertretender Vorsitzender des Bundesverbandes Parken, teil. Es moderierte der Wissenschaftsjournalist Ralf Krauter (2.v.r.). Foto: Marko Ruh
Parallel zur Messe PARKEN fand in Karlsruhe eine Fachtagung des Bundesverbandes Parken statt. Bewusst kontrovers war die Zusammenstellung der Redner gewählt, die sich einem Thema widmeten: Wie fahren und parken unsere Autos in Zukunft? Spätestens in der anschließenden Podiumsrunde wurde deutlich, dass dem Parken hierbei eine wesentliche Rolle zukommen könnte.
„Kann Hightech helfen?“, fragte der Wissenschaftsjournalist Ralf Krauter eingangs der Fachtagung des Bundesverbandes Parken e.V. Bezug nahm der Moderator der Veranstaltung damit auf eine Studie des VDA aus dem vergangenen Jahr. Demnach verbringen Autofahrer in Deutschland jährlich 560 Millionen Stunden mit der Parkplatzsuche. „Eine ungeheure Verschwendung von Ressourcen“, wie Krauter meinte.
Darin zumindest waren sich alle Vortragenden einig. Auch dass es an Ideen nicht mangelt, das Problem mit digitalen Steuerungssystemen anzugehen, war mehreren Vorträgen der Fachtagung zu entnehmen. Allerdings tun sich ganz neue Fragestellungen auf: organisatorische, gesellschaftliche, psychologische oder auch ethische.
Warnung vor digitaler Diktatur
Einen kritischen Beitrag hierzu lieferte Prof. Dr. Harald Welzer. Der Autor des Buches „Die smarte Diktatur“ warnte vor einer zu großen Euphorie, wie sie in den aktuellen Debatten vorherrsche. Diese erinnere ihn frappierend an die Rhetorik aus den 1950er-Jahren, als die Atomtechnik als Universallösung gepriesen wurde. Es gebe immer wieder solche Phasen von Heilsversprechen. Gegenwärtig stünden diese unter dem Vorzeichen der Digitalisierung. Gegen diese vorbehaltlose Begeisterung hegt der Sozialpsychologe einige Bedenken. „Daten können niemals Rohstoff sein“, kritisierte Welzer auch eine bekannte Aussage der Bundeskanzlerin, die Daten als das „Gold des 21. Jahrhunderts“ bezeichnete. „Das Leben ist analog“, hielt er entgegen. Der von Anhängern „smarter Technologien“ als Provokateur wahrgenommene Professor betonte vor den Vertretern der Parken Branche, dass er keineswegs technologiefeindlich eingestellt sei. Er warnte jedoch eindringlich davor, sich bevormunden und durchleuchten zu lassen – auch nicht von Autos, die einen darauf hinweisen, den Gurt anzulegen oder einen bestimmten Parkplatz anzusteuern. Die meist konsumgetriebene Preisgabe von persönlichen Daten in liberalen Gesellschaften könne letztlich Demokratie gefährden. Mark Zuckerberg und Konsorten seien die „freundlichsten Diktatoren“, die die Welt je hatte. Wir seien dabei uns ein „Fünf-Sterne-Gefängnis“ in einem „Universum von Wahnsinn“ zu schaffen. Er sei erstaunt darüber, wie wenig über Digitalisierung diskutiert würde, so Prof. Welzer. Neben der Frage, wozu das alles gut sei, machte er auch darauf aufmerksam: „Je technologischer unser Leben wird, desto abhängiger und verletzlicher sind wir.“ Im Übrigen begäben wir uns auch in eine totale Abhängigkeit von Strom.
Hoher technologischer Aufwand
Die bestätigte der folgende Redner Dr. Alexander Viehl, mit seiner Prognose indirekt: „Elektrifizierung, Automatisierung und Vernetzung werden signifikanten Einfluss haben“, erklärte der Wissenschaftler des FZI Forschungszentrums Informatik aus Karlsruhe. Viehl und seine Kollegen testen autonomes Fahren und automatisiertes Parken in der Region Karlsruhe. Dazu gehören Simulationen und auch tatsächliche Fahrten im öffentlichen Straßenverkehr. Im Projekt AUTOPLES, was für „Automatisiertes Parken und Laden von Elektrofahrzeug-Systemen“ steht, ermitteln die Forscher überdies die positiven und negativen Implikationen, die sich durch den Einsatz entsprechender Technologien in der Hofdienergarage in Stuttgart ergeben. Eine Erkenntnis: Um die erhoffte Zeit- und Raumersparnis sowie einen erhöhten Komfort tatsächlich zu realisieren, braucht es sehr genaue Karten, umfangreiche Sensortechnik und eine geeignete Infrastruktur. Nur dann könnten Fahrzeuge alltagstauglich sein, so Viehl.
Unter welchen Rahmenbedingungen autonome Fahrzeuge in Serie auf den Markt kommen könnten, fragt sich auch der Automobilverband VDA. Dessen Vertreter Marko Gustke beschäftigt sich in einer „Koordinierungsstelle Vernetztes und Automatisiertes Fahren“ mit den dafür vorstellbaren Zukunfts- und Anwendungsszenarien. In Karlsruhe gab er den Zuhörern zu bedenken, dass immer mehr Menschen in Ballungszentren leben und die Zahl der Autos weiter steigt. Insofern könnte automatisiertem Fahren entscheidende Bedeutung für die Mobilität der Menschen zukommen. Auf dem Weg dorthin sei das autonome Parken unter realen Bedingungen „ein sehr wichtiger Ansatz für die Automobilindustrie“.
Im ersten Schritt sieht Gustke dafür den Exklusivbetrieb in einer geschützten baulichen Umgebung und bei niedrigen Geschwindigkeiten. Dies sei bereits technologisch beherrschbar und werde in Leuchtturmprojekten ausprobiert. Nach den Vorstellungen des VDA soll danach der Mischbetrieb erfolgen. Für realistisch erachtete der Vertreter des automobilen Spitzenverbands, dass die dafür notwendige „Intelligenz“ – sprich Sensoren, Daten, Schnittstellen – sowohl im Fahrzeug als auch im Parkhaus vorhanden ist. Um dies den Parkhausbetreibern schmackhaft zu machen, müssten attraktive Geschäftsmodelle gefunden werden.
Erst automatisch Parken, dann Fahren
Letztlich geht es bei den anstehenden Entwicklungen um die Zukunft des Automobils. Vertreter der Zunft sehen diese offenbar in der zunehmenden Automatisierung des Fahrens. Dem Parkvorgang könnte dabei eine strategisch wichtige Funktion zukommen, denn das automatisierte Parken sei ein „Teil der Roadmap zum fahrerlosen Auto“, wie VDA-Mann Gustke feststellte. Bei der Podiumsdiskussion der Fachleute in Karlsruhe wurde zugleich deutlich, dass es rund um das assistierte Fahren noch viele ungelöste Fragen gibt, die keinesfalls nur technischer Natur sind. Klar wurde jedoch auch, dass die Autoindustrie dringend einen „use case“ benötigt, und den könnte die Parken Branche liefern – wenn sie denn möchte.
evopark und veloCARRIER entwickeln für das Verbundprojekt digitale Lösungen und stellen ihre Infrastrukturen zur Verfügung. Foto: evopark
2,02 Millionen Euro Fördersumme hat das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) für das Verbundprojekt „Park_up“ bewilligt. Mit Hilfe des Projekts sollen urbane Verkehrs- und Logistikflüsse verbessert und damit Bürger und Umwelt entlastet werden. Im Zentrum stehen dabei neue, digitale Nutzungskonzepte für Stellflächen in Parkhäusern zu Zeiten mit schwacher Auslastung. Sowohl für Autofahrer als auch für neue Zielgruppen wie Logistikunternehmen sollen freie Stellplätze in Parkhäusern an Attraktivität gewinnen und effizienter genutzt werden. Neben evopark gehören das Tübinger Start-up veloCARRIER sowie das Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) zum Verbundkonsortium. Projektträger ist der TÜV Rheinland. Das Projekt ist auf 30 Monate im Zeitraum Juli 2017 bis Dezember 2019 festgesetzt. Die Projektleitung übernimmt das Kölner Start-up evopark, für das dies bereits die zweite öffentliche Förderung nach Horizon 2020 von der Europäischen Kommission ist.
Neue ökologische Parkraumlösung für Stuttgart
evopark und veloCARRIER entwickeln für das Verbundprojekt digitale Lösungen und stellen ihre Infrastrukturen zur Verfügung. Das Fraunhofer Institut begleitet das Projekt von wissenschaftlicher Seite. Zunächst sollen die Konzepte von „Park_up“ in einem Pilotprojekt am Standort Stuttgart umgesetzt werden. Mittelfristig sollen die Forschungsergebnisse Städten in ganz Deutschland zugutekommen. Dabei steht der Komfortgewinn der Bürger durch eine ökologisch nachhaltige Mobilitätslösung im Fokus. In Zusammenarbeit mit der Stadt Stuttgart sowie über weitere öffentlich zugängliche Quellen werden dazu unter anderem Verkehrs- und Wetterdaten sowie Informationen zu verfügbaren Stellplätzen ausgewertet.
Günstiger parken: evopark entwickelt Park-App weiter
„Wir entwickeln Algorithmen, mit deren Hilfe wir Autofahrern gemeinsam mit unseren Partnern im Parkhausbetrieb in Zukunft flexiblere Preise anbieten können. Sind im Parkhaus zum Beispiel viele Stellplätze frei, kann der Kunde günstiger parken. Bei Hagelwarnung zeigen wir ihm automatisch das nächstgelegene Parkhaus, in dem er bargeldlos parken kann“, erklärt Sven Lackinger, Gründer und Geschäftsführer von evopark. Das Start-up ist bereits in 23 Städten mit einer digitalen Parklösung am Markt. Nach dem siebenstelligen Investment der Porsche Digital GmbH im Juni 2016 wird evopark im kommenden Herbst eine weitere Finanzierungsrunde abschließen, um in das europäische Ausland zu expandieren.
In Zeiten mit schwacher Auslastung wie beispielsweise nachts sollen Parkhäuser für eine alternative Nutzung geöffnet werden. Dabei funktioniert der Verbund Parkflächen zu flexiblen „Logistik-Hubs“ um, auf denen Ware zwischengelagert und mit elektrisch betriebenen Lastenrädern von veloCARRIER zugestellt wird. Damit soll eine ökologisch nachhaltige Logistik auf der sogenannten „letzten Meile“ erreicht werden.
Networking und Get-Together beim 18. EPA Congress in Rotterdam. Foto: Mesago
Nach drei intensiven Tagen schließt der 18th EPA Congress and Exhibition 2017 in Rotterdam, Niederlande mit einem positiven Ergebnis ab und zeigt sich als bedeutende Plattform der internationalen Parken Branche.
EPA Kongress: Neuheiten, Anwendungen, Trends
Das umfangreiche Kongressprogramm bot rund 400 Teilnehmern Einblicke über intelligente Lösungen der Parkraumbewirtschaftung auf europäischer Ebene. Im Fokus standen die Themen „Digitalisierung“, „Urbane Mobilität“ und „Wandel im Verkehrsverhalten“, welche von 40 Referenten in über 30 Expertenvorträgen aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet wurden. Stefan Sadleder, Geschäftsführer, APCOA Austria GmbH, bestätigt die Veranstaltung als Branchenhighlight: „Der 18. EPA Kongress 2017 war eine sehr gelungene Veranstaltung. Die Qualität des wissenschaftlichen Programms hat die der vergangenen Jahre klar übertroffen und den Trend der Digitalisierung aufgenommen. Für uns als APCOA war der Kongress ein wichtiger Beitrag, um die Weichen für die Zukunft der europäischen Lösungen, internationalen Standards und Regulatorien zu stellen und sich dabei mit Partnern und Marktbegleitern auszutauschen.“
Auf der parallel stattfindenden EPA Exhibition informierten sich mehr als 1.400 Besucher bei 62 Unternehmen aus dem Gastgeberland Niederlande sowie aus verschiedenen europäischen Ländern über ein facettenreiches Produktportfolio sowie neueste Trends und Entwicklungen rund um den ruhenden Verkehr. Viele Aussteller blicken auf eine erfolgreiche Veranstaltung zurück, so beispielsweise Johan Birgersson, CEO, EasyPark AB: „Die diesjährige EPA Veranstaltung war eine hervorragende Möglichkeit für uns, das Portfolio von EasyPark zu präsentieren. Die Gespräche, die wir in den letzten drei Tagen geführt haben und die Erweiterung unseres Netzwerks sind außerordentlich wertvoll.“
Rahmenprogramm: Networking in Top-Locations
Auch die Abendveranstaltungen waren ein Anziehungsmagnet, um sich noch gezielter innerhalb der Branche zu vernetzen und neue Kontakte in außergewöhnlichem Ambiente zu knüpfen. „Für uns war der 18th EPA Congress and Exhibition 2017 ein sehr erfolgreiches Event – wir haben sowohl auf der Fachausstellung als auch auf den Networking Veranstaltungen unsere aktuellen und zukünftigen Partner getroffen und arbeiten intensiv daran, unsere gemeinsamen Ziele zu erreichen“, so Matthias Mandelkow, CEO, sunhill technologies GmbH. Am ersten Veranstaltungsabend fand die „Welcome Reception“ im Maritiem Museum Anklang unter den Teilnehmern. Auch das „Congress Dinner“ am zweiten Veranstaltungsabend im historischen Ambiente der Laurenskirche bot hervorragende Möglichkeiten, um bereits während des Tages geführte Gespräche zu vertiefen.
v.l.: Oberbürgermeister Wolfgang Griesert (Stadt Osnabrück), Volker Hänsler, Wigand Maethner (Geschäftsführer OPG), Volker Bajus (Aufsichtsratsvorsitzender), Dr. Thomas Waibel (DESIGNA), Dr. Stephan Rolfes (Stadtwerke Osnabrück, Vorstand Mobilität), Foto: OPG
Im Rahmen einer Feierstunde im Ratssitzungssaal des Rathauses erinnerte die Osnabrücker Parkstätten-Betriebsgesellschaft mbH an ihre Gründung am 19. Oktober 1967. Im Mittelpunkt stand die Festrede von Dr. Thomas Waibel, Vorstandsvorsitzender der Management Trust Holding AG in Wien, die über ihre DESIGNA Verkehrsleittechnik GmbH in über 60 Ländern rund 6.000 vollautomatisierte Parksysteme entwickelt, produziert und installiert hat.
Dr. Waibel zeichnete ein Bild des zukünftigen Parkens, das durch die Digitalisierung und durch einen Anstieg der Elektromobilität geprägt ist. Insbesondere wies Dr. Waibel auf die vielfältigen Anwendungen digitaler Möglichkeiten hin. Beispielsweise könne eine Reise von A nach B einschließlich aller Verkehrsmittel wie Carsharing, Parken Flugplatz Heimatort, Flug Zielort, Hotel, Parken und Mietwagen in einem Vorgang gebucht werden. Die Verbindung aller Verkehrsträger sei nur durch die forcierte Nutzung aller Arten digitaler Endgeräte möglich. Außerdem zeigte Dr. Waibel auf, welche ökonomischen Potentiale in der Analyse der Kundendaten stecke, um, ähnlich wie bei den Tarifen der Fluggesellschaften, immer den jeweils besten Preis zu finden. Er ging auch auf die Risiken der Digitalisierung ein, die nur durch einen konsequenten Schutz der eigenen Daten gewährleistet werden könne.
Die OPG folge schon heute dem von Dr. Waibel aufgezeigtem Weg der Modernisierung. Wigand Maethner, OPG Geschäftsführer, sagte: „Wir reden nicht nur über Ladestationen für Elektroautos, über Parkplätze für E-Bikes oder über das schrankenlose Parken. Wir verwirklichen schon jetzt die Ansätze des neuen Parkens und modernisieren in hohem Tempo unsere Produktpalette.“ Volker Hänsler, Geschäftsführer der OPG, ergänzte: “Die OPG hat ein ehrgeiziges Investitionsprogramm vor sich, das sich neben der Modernisierung auch auf die Substanzverbesserung der bestehenden Parkhäuser wie beispielsweise der Ledenhof-Garage oder der Bahnhofsgarage bezieht. Die Autofahrer werden auch künftig bei der OPG den hohen vom ADAC anerkannten Qualitätsstandard nutzen können.“ Parkraumbewirtschaftung in öffentlicher Hand
Oberbürgermeister Griesert führte in die Veranstaltung ein und betonte in seinem Grußwort die positiven Aspekte einer Parkraumbewirtschaftung in öffentlicher Hand. Ein Beleg sei die gute Bewertung der Parkhäuser durch den ADAC. Mit Blick auf die Umwelt verwies Griesert auf die Stromtankstellen und die Zusammenarbeit mit dem StadtTeilAuto: „Inzwischen gestaltet die OPG die Zukunft der Mobilität in Stadt und Region mit und trägt so zur Lebensqualität bei.“
Volker Bajus, Vorsitzender des Aufsichtsrates der OPG, wies besonders auf die Einbettung der OPG in die Stadtentwicklung hin. Osnabrück müsse die Mobilitätswende hin zu einer engen Verknüpfung aller Verkehrsträger organisieren. Parkhäuser seien dann die Schnittstelle zwischen den Verkehrsmitteln. Mit einer kommunalen Gesellschaft würde das leichter gelingen als mit privatwirtschaftlichen Anbietern. Dabei sei es besonders hilfreich, dass die „Marke OPG“ ein solch hohes Ansehen genieße.
Prof. Dr. Stephan Rolfes, Vorstand Mobilität der Stadtwerke Osnabrück AG, stellte die OPG in den Gesamtzusammenhang eines multimodalen Verkehrssystems der dritten Mobilitätswende. Den ersten Schub gab es mit Eisenbahnen und der Schiene. Der zweite Schub kam dann mit den Autos und der Straße. Jetzt gelte es, mit der dritten Wende die Städte lebenswert zu machen und die Aufenthaltsqualität in der City zu verbessern. Beispielsweise werden Parkhäuser zu Stromtankstellen und Parkmöglichkeiten für Fahrräder. Mit Elektroautos würde der Verkehr leise und die Luft wieder sauber. Die dritte Mobilitätswende werde die Lebensqualität in der City ganz wesentlich verbessern. Die OPG kann in den vergangenen 50 Jahren auf einen nachhaltigen Wachstumsprozess zurückblicken, der von den folgenden Meilensteinen geprägt war:
1967 Gründung
1971 Kollegienwall-Garage
1976 Ledenhof-Garage
1982 Parkhaus/Tiefgarage Nikolaiort
1990 Vitihof-Garage
1994 Stadthaus-Garage
1995 Salzmarkt-Garage
2001 Bahnhofsgarage
2006 Altstadt-Garage
2006 Tochtergesellschaft OPG-Parking GmbH und OPG Center-Parking GmbH
2005-2011 Bewirtschaftung Neumarktpassage
2010 Hochwasserschaden Vitihof-Garage
2012 Verkauf OPG-Parking GmbH
2013 Parkhaus Lotterstraße
2014 Mehrheitsgesellschafter SWO mit 94%, Stadt Osnabrück 6%
2016 Tiefgarage Neustadt-Carré