
Mit der Nüchternheit eines Parkhauses verbinden wohl nur die wenigsten Nutzer Kunst, schöne Klänge und angenehme Gerüche. Ein Projekt in Hamburg soll dies nun ändern. Die DB BahnPark GmbH will in ihrem Parkhaus am Hühnerposten nahe des Hamburger Hauptbahnhofs verstärkt die Sinne der Nutzer ansprechen.
Unter der Bezeichnung „Parkhaus der Sinne“ ist das Parkhaus im Hamburger Zentrum jetzt mit Kronleuchtern, Wandgemälden und anderen Gestaltungselementen ausgestattet worden. Parksystemhersteller DESIGNA ist mit mit einem modernen Parkraummanagementsystem am Projekt beteiligt. Von dem Unternehmen aus Kiel kommen Kassenautomaten sowie Ein- und Ausfahrsysteme. Unter anderem können Autofahrer in dem neu gestalteten Parkhaus Gemälde des historischen Hamburger Hauptbahnhofs betrachten und experimentelle Lyrik lesen, die sich im Treppenhaus auf den Wänden findet. Auch Kunstdrucke sowie farbige Stuckornamente sind neu im Parkhaus. Auf den vier Parketagen werden Gerüche von Schwarzem Pfeffer, Zitronengras und andere natürlich Düfte verströmt. Zudem sind akustische Reize wie Akkordeonmusik und typische Hamburger Klänge zu hören. Ziel der Neugestaltung des Parkhauses ist es, seine Nutzungsqualität deutlich zu erhöhen.
Parksystemhersteller kooperiert mit „Parkhaus der Sinne“
Goldbeck Parking Services betreibt FLOAT-Tiefgarage in Düsseldorf

Die Goldbeck Parking Services GmbH betreibt seit September 2018 die Tiefgarage der neuen Büro- und Geschäftsimmobilie FLOAT in Düsseldorf. Darauf einigte sich Goldbeck Parking Services mit dem Bauherrn und Eigentümer von FLOAT, der IMMOFINANZ aus Wien. Ein entsprechender Pachtvertrag wurde jetzt unterschrieben. Die Tiefgarage gehört zum Bürogebäude FLOAT im Düsseldorfer Medienhafen. Das Gesamtgebäude besteht aus sechs Baukörpern, die miteinander verbunden sind. Es verfügt über insgesamt 30.000 Quadratmeter vermietbare Fläche, die Tiefgarage bietet 750 Stellplätze. Für die Gestaltung des Areals zeichnet Star-Architekt und Pritzker-Preisträger Renzo Piano verantwortlich.
Der Pachtvertrag für die Tiefgarage startete am 1. September 2018 und geht über eine eine Laufzeit von zehn Jahren. „Wir freuen uns sehr, den Zuschlag erhalten zu haben. Ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten und vor allem an die IMMOFINANZ für das in uns gesetzte Vertrauen. Für uns gilt es nun, dieses Vertrauen zu rechtfertigen“, sagt Stephan Pieper, Geschäftsführer der Goldbeck Parking Services GmbH. Das Unternehmen betreibt über 80 Parkstätten mit mehr als 34.000 Stellplätzen in Deutschland und Österreich.
Bei dem Düsseldorfer Projekt besteht für interessierte Dauerparker besteht jetzt die Möglichkeit, sich über die Website der Goldbeck Parking Services für Stellplätze registrieren zu lassen. Auch Kurzparker sind herzlich willkommen: Sie parken für einen Stundentarif von 1,60 Euro an zentraler Stelle des Medienhafens.
Aktuelle Seminarangebote in Ostfildern

Die Technische Akademie Esslingen e.V. bietet 2020 wieder regelmäßige Praxisseminare an, die sich an Architekten, Sachverständige, Bauträger und andere Berufsgruppen richten. Die Organisatoren wollen Interessenten ein umfangreiches Seminarangebot mit großer Themenvielfalt präsentieren.
Die Technische Akademie Esslingen ist in der Parken Branche als Veranstalter des alle zwei Jahre stattfindenden Kolloquiums „Parkbauten“ bekannt. Neben dem feststehenden Termin werden in der Weiterbildungseinrichtung in Ostfildern viele weitere Seminare angeboten, deren Inhalte eng am Arbeitsalltag verschiedener technischer Berufe orientiert sein sollen. Aktuell stehen folgende neue Termine an:
Bodenmechanik und Grundbau
Referent: Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. e.h. E. Schwing, Hochschule Karlsruhe, Technik und Wirtschaft
Ort: Ostfildern
Datum: Donnerstag, 23. und Freitag, 24.04.2020, jeweils 9.00 Uhr bis 16.30 Uhr
Preis: 890 Euro
Link: www.tae.de/35517.00.001
Gussasphalt und Abdichtungen auf Verkehrsflächen
Referenten: Dipl.-Ing. M. Eilers, Bundesanstalt für Straßenwesen, Bergisch Gladbach, Dipl.-Ing. P. Rode, bga Beratungsstelle für Gussasphaltanwendung e.V., Bonn
Datum: Dienstag, 28.04.2020, 9.00 bis 12.15 und 13.45 bis 17.00 Uhr
Preis: 690 Euro
Link: www.tae.de/35250.00.002
Weitere Informationen zu den Seminaren und zu Anmeldemöglichkeiten erhält man direkt bei der Technischen Akademie Esslingen. Ansprechpartnerin ist Patrizia Zink, Telefon: 0711/ 34008-99, E-Mail: info@tae.de.
Vortragsprogramm vom Parken bis zum Datenschutz

Unterschiedlichste Facetten rund um Themen des ruhenden Verkehrs bildete die diesjährige Fachtagung des Bundesverbandes Parken e. V. in Köln ab. Besonderes Interesse der 250 Teilnehmer weckte ein Vortrag zum Thema Datenschutz. Die Veranstaltung stand auch im Zeichen eines besonderen Jubiläums: Rückblicke auf fünfzig Jahre Bundesverband Parken bildeten in vielen Aspekten den Rahmen des Programms.
Zur Fachtagung trafen sich rund 250 Teilnehmer im Dorint Hotel am Heumarkt mitten in der Kölner City. Im Mittelpunkt standen wie immer informative Vorträge zu aktuellen Fragestellungen rund um den ruhenden Verkehr. Vorab ging es in den Grußworten um die stolzen 50 Jahre, die der Bundesverband Parken e. V. mittlerweile existiert. Der Vorstandsvorsitzende Dr. Karl-Ludwig Ballreich ließ deutlich vernehmen, dass sich der einstige Berufsverband für Tankstellen- und Parkhausbetreiber seit den späten 1960er-Jahren stark verändert und sehr positiv weiter entwickelt hat. Als Gratulant war auch Laurence A. Bannerman, Präsident der European Parking Association (EPA), zum Treffen nach Köln gekommen. Viele branchentypische Entwicklungen verortete Bannerman beispielhaft in der Geschichte des deutschen Verbandes, der nach seinem Dafürhalten erst die ersten fünfzig Jahre seiner Geschichte erlebt hat. Das Stichwort Digitalisierung bildet in Gegenwart und Zukunft eine wichtige Klammer, in der sich zentrale Entwicklungen der Parken Branche abspielen. Von aktuellen Themen im Bereich Datenschutz über die Anwendung von Apps bis hin zum autonomen Parken ist die Branche durch die Digitalisierung derzeit starken Veränderungen unterworfen. Das Programm der Fachtagung und die Inhalte der Fachvorträge entsprachen diesem Trend. Die Notwendigkeit gemeinsamer Datenstandards bei der Entwicklung einer neuen Form von Mobilität ist ein zentrales Thema, das in Bannermans Grußwort eine wichtige Rolle spielte. Bedeutend für die weiteren Perspektiven der Parken Branche ist auch der Zusammenschluss mit anderen Playern, die im Bereich Mobilität aktiv sind, wie der EPA-Vorsitzende hervorhob.
Aktuelle Trends in der Verkehrsentwicklung
Einblicke in die kommunale Sicht auf großstädtische Verkehrsthemen gab es beim Fachvortrag von Andrea Blome, die in Köln als Dezernentin für Mobilität und Verkehrsinfrastruktur tätig ist. Am Beispiel der Rheinmetropole machte sie deutlich, welche Herausforderungen deutsche Großstädte hinsichtlich der Verkehrsentwicklung bewältigen müssen. So bestehen in Köln Engpässe sowohl im Individualverkehr wie auch im öffentlichen Nahverkehr. Sie hängen stark mit wirtschaftlichen Entwicklungen zusammen.„Es ist ein Kampf um die Fläche entstanden“, so die Verkehrsdezernentin. Wegen des zunehmenden Verkehrs sind für Kommunen Mobilitätskonzepte attraktiv, die auf eine Nutzung verschiedener Verkehrsmittel abzielen. Für die Parken Branche können sich Vorteile ergeben, weil gerade in Großstädten die Nutzung des öffentlichen Raums einer starken Regulierung unterworfen ist. Dadurch können Parkhäuser für Autofahrer perspektivisch wichtiger werden. Wortbeiträge aus dem Publikum untermauerten die Forderung nach härteren Strafen fürs Falschparken. Eine solche Maßnahme gilt insbesondere im großstädtischen Umfeld als sinnvoller Schritt, um den ruhenden Verkehr zwischen Fahrbahnrand und Parkhaus sinnvoller aufzuteilen.
Parken als „Königsdisziplin der Verkehrswende“
Die kommunalen Herausforderungen rund um sich verändernde städtische Räume sind auch für Volkswirt Tilman Bracher ein Thema. Als Bereichsleiter Mobilität im Deutschen Institut für Urbanistik sieht Bracher das Parken als „Königsdisziplin der Verkehrswende“. Hintergrund ist der wachsende PKW-Bestand in Deutschland, der steigende Bedarf an größeren Stellplätzen und die weit verbreitete Vorstellung, dass öffentliches Parken grundsätzlich kostenlos möglich sein sollte. Zentrales Thema in Gegenwart und Zukunft ist der wirkungsvolle Schutz innerstädtischer Flächen durch Verkehrssteuerung und Parkraumbewirtschaftung. Für Bracher sind in Ballungszentren Sharing-Modelle, E-Mobilität und andere Konzepte alternativer Mobilität Perspektiven für die Zukunft. Zugleich fordert er eine wirkungsvolle Integration der Parkraumbewirtschaftung in die kommunale Verkehrsplanung. Es wurden im Vortrag Ansätze wie etwa Anwohnervignetten und Quartiersgaragen aufgezeigt, um in Großstädten für Entzerrung bei der Parkraumbewirtschaftung zu sorgen. Den Forderungen der Tagungsbesucher nach deutlicheren Strafen für Falschparker schloss sich der Experte aus der Urbanistik an. „Für falsches Parken sollte eine Strafe von 60 Euro erhoben werden. Dann lägen Falschparker und Schwarzfahrer auf einem Niveau“, sagte Bracher. In der Diskussion mit den Fachbesuchern kam die Frage nach einer möglichen Privatisierung der Parkraumüberwachung auf. Hier für Ordnung zu sorgen, ist in Deutschland hoheitliche Aufgabe. „Ich weiß, dass einzelne Städte hierzu unterschiedliche Ansätze haben. Wie man grundlegend mit der Frage umgehen kann, wird zurzeit von Gerichten geklärt“, so Bracher.
Parken und innerstädtischer Handel
Die Auswirkungen der Digitalisierung auf Handel und Innenstadtentwicklung thematisierte Oliver Brimmers vom Kölner Institut für Handelsforschung. Kundenbefragungen und Studien bildeten den Hintergrund seiner Analysen, die Veränderungen im Verhältnis zwischen Online-Handel und stationärem Einzelhandel aufzeigen. Demnach ist seit 2010 vor allem ein Anstieg der Zahl der selektiven Online-Käufer zu verzeichnen. Sie nutzen in ihrem Konsumverhalten das Internet ebenso wie den klassischen Einzelhandel vor Ort. Je nach individuellem Schwerpunkt ergeben sich für Händler aus dieser Entwicklung Risiken und Chancen. An die Vertreter der Parken Branche gerichtet, sprach sich Brimmers für eine stärkere Verschränkung zwischen lokalem Handel und Parkhäusern aus. Eine Möglichkeit sind Angebote zur Reservierung und flexiblen Abholung von Waren. Weitere Kundenbindungsmodelle können aus der Sicht des Wissenschaftlers dazu beitragen, Vorteile für den Handel und die Parken Branche gleichermaßen zu erreichen. Wichtig sei es, mit Handelsvertretern in Kontakt zu treten und Verständnis zu entwickeln. „Die erste Frustration beim Einkauf fängt oft schon beim Parken an“, so Brimmers über die Bedeutung des Parkens für den innerstädtischen Handel.
Datenschutz als dauerhaftes Projekt
Zu einem Thema, das so gut wie alle betrifft, äußerte sich die Rechtsanwältin Dr. Karolin Nelles. Datenschutzrechtliche Veränderungen im Zuge der neuen Datenschutzgrundverordnung der Europäischen Union beträfen derzeit die überwiegende Zahl der Unternehmen. „Die Datenschutzgrundverordnung ist ein Schweizer Käse mit einigen Löchern“, sagte die Rechtsanwältin. Nelles machte deutlich, dass grundlegende Gefahren darin bestehen, sich als Unternehmen mit Abmahnungen, Klagen oder Schadenersatzforderungen konfrontiert zu sehen. Datenschutzbehörden sind im Prozess der Anpassung an die neuen gesetzlichen Grundlagen oft selbst nicht so schnell. So berichtete die Referentin davon, dass bei der Bestellung von betrieblichen Datenschutzbeauftragten im Kontakt mit Behörden oft Geduld gefragt sei. Anpassungen in den Dokumentationspflichten und in der Schulung der Mitarbeiter sind derzeit an vielen Stellen vonnöten. Spezifische Schwerpunkte für die Parken Branche liegen im Datenschutz vor allem bei Anforderungen rund um die Speicherung von Nutzerdaten, was auch für den Sektor der Videoüberwachung gilt. Grundlegende Infos zum Datenschutz können Parkhausbetreiber mit einem Musterschild am Eingang zum Parkhaus erkennbar anbringen. Für die automatisierte Erfassung von Autokennzeichen ist die Einwilligung des Nutzers notwendig. Wie Dr. Karolin Nelles betonte, sollte bei einem rechtssicheren Vorgehen eine Wendemöglichkeit am Parkhauseingang bestehen. „Datenschutz sollte man nicht als Projekt sehen, das man irgendwann einfach in die Schublade legen kann“, so Dr. Nelles. Als wichtiger Appell wies sie auf die Notwendigkeit hin, sich mit Datenschutz zu befassen, bevor die zuständigen Aufsichtsbehörden vorstellig werden. Im Publikum löste der Vortrag großes Interesse und zahlreiche Rückfragen aus. Beim Thema Speicherzeiten wies die Expertin auf die Notwendigkeit genereller Löschroutinen hin. Zu möglichen Abmahnungen kam aufgrund von Nachfragen der Hinweis auf, dass diese nur durch Mitwettbewerber, Abmahnvereine und Verbraucherschutzverbände zulässig sind.
Hintergründe zum Parksuchverkehr
Der Verkehrstechnik-Experte Prof. Dr.-Ing. Klaus Bogenberger referierte zum sogenannten Parksuchverkehr, der als bedeutender Faktor beim Verkehrsaufkommen in modernen Stadtzentren betrachtet wird. Er gilt oft als eine wichtige Ursache für Stau, Luftverunreinigung und andere problematische Begleitphänomene des innerstädtischen Verkehrs. Untersucht wurde der Parksuchverkehr bisher vor allem von Unternehmen, die in der Parken Branche und verwandten Wirtschaftszweigen aktiv sind. Studien kamen vom Parkhausbetreiber APCOA, dem Wirtschaftsforschungsunternehmen Prognos und dem Software-Konzern INRIX. Wie Prof. Bogenberger deutlich machte, ist durch Verfolgungsfahrten in München bereits 1997 herausgefunden worden, dass Parksuchverkehr am gesamten Verkehr einen Anteil von über 40 Prozent haben kann. Datensammlungen und Befragungen von INRIX ergaben eine durchschnittliche Suchzeit von rund neun Minuten. Wie unter anderem aus der Untersuchung von Prognos hervorgeht, besteht in Großstädten ein klarer Zusammenhang zwischen der Zahl der Einwohner und Beschäftigten sowie dem Parkdruck im öffentlichen Raum. Als Konsequenz ergibt sich laut dem Referenten, dass im Extremfall die Parkplatzsuche in einem bestimmten Bereich sogar abgebrochen wird, wenn ein Fahrer sie für aussichtslos hält. Mögliche Abhilfen gegen den Parksuchverkehr könnten von technischen Lösungen ausgehen, so Prof. Bogenberger. Ansätze dafür können von verbesserten Navigationsgeräten oder Smartphone-Apps ausgehen, die über freien Parkraum informieren. In der Entwicklung sind aktuell Systeme zum autonomen Einparken. Sie können nach Einschätzung von Prof. Bogenberger zukünftig einen wichtigen Beitrag zur Verminderung des Parksuchverkehrs leisten.
Dr. Volker Busch begeisterte die Zuhörer mit einem Vortrag zum Thema Stress. Ganz abseits der fachspezifischen Probleme der Parken Branche konnten hier viele Fachbesucher Tipps dazu mitnehmen, wie man im Berufsleben und privaten Umfeld Stress vermeidet und die persönliche Gelassenheit bewahrt. Im humorvollen Vortrag konnte Dr. Busch einen abwechslungsreichen Abschluss der Fachtagung liefern, von der das Fachpublikum viele neue Ideen mitnehmen konnte.
Kassenautomaten von Scheidt & Bachmann sollen bargeldloses Zahlen alltäglich machen

In der Parken Branche tut sich etwas in puncto smarte Bezahlmöglichkeit. Neben dem Bezahldienst von Google Pay haben einige Banken und Sparkassen in Deutschland ihr Angebot erweitert: Das Bezahlen mit dem Handy verbreitet sich immer mehr.
Mit modernen Lösungen beim Bezahlen will der Systemhersteller Scheidt & Bachmann am Markt überzeugen. So können Parktickets an Kassenautomaten des Mönchengladbacher Unternehmens jetzt auch per Smartphone bezahlt werden. Voraussetzung hierzu ist ein entsprechendes Terminal für die kontaktlose Bezahlmöglichkeit.
Ähnlich wie bei dem Dienst Google Pay funktioniert die App der Sparkasse „Mobiles Bezahlen“ auf allen Android-Smartphones, die über einen NFC-Chip verfügen. Apple hat aktuell eine für die Sicherheit nötige Schnittstelle in iOS noch nicht freigegeben. Die App ist bisher der einzige Dienst für mobiles Bezahlen in Deutschland, bei dem man keine Kreditkarte benötigt, sondern direkt eine Girocard zum Abbuchen hinterlegen kann. Die Nutzung der Zahl-Apps soll möglichst einfach sein. Die App „Mobiles Bezahlen“ der Sparkassen oder die App „Digitale Karten“ der Volksbanken muss zuerst heruntergeladen werden. Anschließend wird die Zahlung per Karte freigegeben. Beim Bezahlen wird dann lediglich das Smartphone vor das Terminal gehalten. Die Giro- oder Kreditkarte ist virtuell im Smartphone hinterlegt und die Karte aus Plastik soll dann fürs Zahlen im Parkhaus künftig nicht mehr nötig sein.
evopark gewinnt Auszeichnung für Kooperation mit Mercedes-Benz

Die Innovationsplattform STARTUP AUTOBAHN hat das Start-up evopark in Stuttgart mit dem Global Innovation Award in der Kategorie „Implementation“ ausgezeichnet. Anlass ist die Serienintegration der Technologie von evopark in die neue Mercedes-Benz A-Klasse, die für August geplant ist. Die Unternehmen wollen damit den Grundstein für eine langfristige Zusammenarbeit setzen.
„Wir sind sehr stolz, dass unsere Technologie die internationale Jury begeistern konnte“, sagt Sven Lackinger, Gründer von evopark. Das Kölner Unternehmen und Mercedes-Benz arbeiten seit dem ersten Accelerator-Programm von STARTUP AUTOBAHN im Mai 2016 zusammen. In dieser Zeit haben die Partner zwei gemeinsame Pilotprojekte realisiert, eines davon ist die Mercedes-Benz-Parkkarte. Das Projekt verlief so erfolgreich, dass sich der Automobilhersteller für eine langfristige Partnerschaft mit evopark und die Serienimplementierung seiner Technologie entschied. Damit habe sich das Start-up den Global Innovation Award in der Kategorie „Implementation“ verdient, erklärte der Daimler-Konzern zu der Preisverleihung.
Neue Technologie setzt auf bargeldloses Bezahlen
Kern der Partnerschaft ist die zusammen entwickelte Mercedes-Benz-Parkkarte sowie die ab September verfügbare Integration der evopark-Technologie in die neue A-Klasse. Die Parkkarte soll das Papierticket ersetzen. Sie öffnet die Schranke im Parkhaus mittels RFID-Funktechnologie automatisch und ermöglicht die bargeldlose Bezahlung der Parkgebühr. Außerdem soll dank der Kooperation in der neuen A-Klasse ab Herbst bereits vor der Einfahrt in Parkhäuser über verfügbare Parkplätze und Tarife informiert werden. Bei der Ausfahrt soll der Kunde dann per Push-Mitteilung eine Nachricht über die angefallenen Parkgebühren erhalten. Der Service bezieht sich aktuell auf 13 Städte mit rund 18.700 Stellplätzen. Weitere Parkmöglichkeiten sind für die nächsten Monate in Planung. Die Parkkarte kann über das Mercedes me-Portal bestellt werden. Nutzer begleichen ihre Parkgebühren dann per Kreditkarte über den Dienst Mercedes pay. Die evopark Technologie ist die erste Mobilitätsdienstleistung, die in Mercedes pay eingebunden wird. „Gemeinsam mit Daimler werden wir das Parkerlebnis weiter revolutionieren. Die Integration in Mercedes pay ist ein Meilenstein, mit dem wir neue Standards setzen“, betont Sven Lackinger von evopark. Ziel sei es, die evopark Technologie mittelfristig vollständig in eine Reihe von Fahrzeugen zu integrieren.
DESIGNA stellt neue Kassenautomaten vor

Im Bereich Kassensysteme stockt DESIGNA sein Sortiment auf. Das Kieler Unternehmen stellt aktuell seine drei neuen Modelle Pay Cashless, Pay Coinless und Pay Cash & Coins vor.
Die neuen Kassen in moderner Optik sind laut Hersteller darauf ausgerichtet, gezielt den Bedarf an Bezahlmöglichkeiten zu decken, der tatsächlich gewünscht wird. So möchte DESIGNA den unterschiedlichen Anforderungen an Kassensysteme gerecht werden, die in der Parken Branche üblich sind. Sie resultieren oft aus den jeweils unterschiedlichen Bedingungen, mit denen Betreiber hinsichtlich Parkhausgröße, Kundenstamm und lokalem Umfeld konfrontiert sind. Ab sofort bietet DESIGNA drei vordefinierte Kassenautomaten mit separaten Leistungsprofilen an. Alle drei neuen Kassen sind für die Verarbeitung von Tickets und Karten mit Magnetstreifen- und Barcode-Technologie konzipiert. In der Ausführung will der Hersteller seinen Kunden Kassenautomaten mit kompaktem Design und klarer Architektur bieten, die in verschiedenen Betriebshöhen erhältlich sind.
Kassenautomaten mit drei verschiedenen Zahlungsmodellen
Optional können sie mit NFC-Lesegeräten für bargeldloses Bezahlen ausgestattet werden. Bezüglich der Benutzeroberfläche verspricht DESIGNA eine intuitive Gestaltung, die einen reibungslosen Bezahlvorgang möglich macht. Die rein bargeldlose Variante Pay Cashless umfasst laut Hersteller eine gesicherte Übertragung der Kunden- und Zahlungsdaten. Beim System Pay Coinless setzt DESIGNA auf eine Zahlung auf Basis Banknoten oder Kreditkarten. Beim Modell Pay Cash & Card bietet das Kieler Unternehmen eine All-in-One-Kasse an. An ihr sind Zahlungen mit Bargeld, per Giro- und Kreditkarten sowie bargeldlos über ein NFC-Lesegerät möglich. DESIGNA will so alle gängigen Zahlarten der Parkraumwirtschaft mit einem Kassengerät abdecken. Modelle der neuen Kassenanlagen wurden bereits im März auf der Messe Intertraffic in Amsterdam vorgestellt und haben reges Interesse der Fachbesucher ausgelöst.
Zuverlässige Abflusstechnik im Parkhaus

Seit Mai werben die Entwässerungstechniker von Aschl für einen neuen Bodenablauf, der in Garagen, Parkhäusern und Parkdecks genutzt werden soll. Beim Edelstahl-Bodenablauf SECUSINK verspricht der Hersteller optimale Leistungen was die Wasserabfuhr betrifft.
Eine starke Abflussleistung durch integrierte Drainagefunktion ist das Kernmerkmal, das die österreichische Aschl GmbH ihren Kunden bezüglich ihres neuen Produkts SECUSINK verspricht. Der Ablauf ist mit einem dichten Abschlussflansch ausgestattet, der die Nutzung auf Kunstharzbelägen, Gussasphaltbeschichtungen und Fliesenbelägen gleichermaßen erlaubt.

Der Bodenablauf stellt eine Erweiterung des bisherigen Produktsortiments von Aschl rund ums Parken dar. Das Unternehmen produziert bereits unterschiedliche Formen von Ablaufrinnen, passenden Abdeckungen und vergleichbaren Produkten. Eines der Angebote des Herstellers in diesem Bereich ist die Parkdeckrinne SECURIN®. Dass Entwässerungssysteme ihre Funktion zuverlässig erfüllen, ist in Parkhäusern und Tiefgaragen unverzichtbar. Ein grundlegendes Problem ist die Gefahr, dass austretende Feuchtigkeit die Bausubstanz des Gebäudes angreift. Bei Entwässerungssystemen ist somit die Materialwahl wichtig. Vor allem Wasser und Streusalz können langfristig Abflüsse und Entwässerungsrinnen zerstören. Aschl verspricht mit seinem Edelstahl-System SECUSINK eine höhere Haltbarkeit, als bei vergleichbaren verzinkten System. In puncto Feuchtigkeit will der Hersteller mit dem neuen Produkt optimale Leistungen ermöglichen, selbst wenn Dehnungsrisse im Mauerwerk vorliegen. Als mögliche Ablaufleistung gibt Aschl rund 2,8 Liter pro Sekunde an. Eine individuelle Höhenverstellung des eingebauten Dichtflansches zur Fahrbahnoberkante, ein Schmutzfangkorb und eine Abdeckung gegen Verrutschen oder Manipulation komplettieren das System.
Weitere Informationen: www.aschl-edelstahl.com
Parkhaus in Karlsruhe bekommt eine zweite Chance

Bauliche Umgestaltungen in zentralen städtischen Bereichen machen es immer wieder möglich, dass Parkhäuser eigens Radfahrern zur Verfügung stehen. Auch die steigende Bedeutung des Fahrrades im Individualverkehr befördert den Trend. Am Hauptbahnhof von Karlsruhe will man mit einem neuen Fahrradparkhaus den Bedarf an Stellplätzen decken.
Karl Freiherr von Drais hat als Erfinder im 19. Jahrhundert die ersten Vorläufer des modernen Fahrrades konstruiert. In seiner Heimatstadt Karlsruhe spielen die modernen Nachfolger seiner Innovation noch heute eine wichtige Rolle im Individualverkehr. Tägliches Ziel von Berufstätigen, Studenten und vielen anderen Pendlern ist der Hauptbahnhof der Stadt. Rund um die Bahnanbindung ist ein steigender Bedarf an Fahrradstellplätzen zu beobachten. Die Parksituation im Umfeld dürfte sich seit Ende April für Fahrradfahrer verbessert haben. Das ehemals für PKWs genutzte Parkhaus P3 ist jetzt als Fahrradstation Süd geöffnet. Hier kann man auf rund 1.200 Quadratmetern Fahrräder abstellen. Die über 600 Stellplätze sind für unterschiedliche Typen von Zweirädern geeignet. Auch Sonderfahrräder finden hier ihren Platz. Für E-Bikes gibt es einen Service-Bereich mit Lademöglichkeiten. Das Parkhaus ist eine Ergänzung zu einem bereits bestehenden Fahrradparkhaus, das sich nördlich des Hauptbahnhofs befindet.

Helle Beleuchtung und auffällige Farben
Der Umbau als Fahrradparkhaus wurde im Bereich nahe des Hauptbahnhofs möglich, weil großflächige Umstrukturierungen im Städtebau ein Kfz-Parkhaus am Standort überflüssig machten. Die Karlsruher Fächer GmbH hat als Betreiber umliegender Parkgaragen den Umbau zusammen mit dem Büro TAFKAL GmbH innerhalb einer zehnmonatigen Planungs- und Bauphase realisiert. Zusammen mit regionalen ADFC-Vertretern wurde für den Umbau eine markante Farbgestaltung entworfen, die an den grafischen Stil von ÖPNV-Netzplänen angelehnt ist. Nutzer sollen sich dank fünf unterschiedlicher Farbzonen schnell im Parkhaus zurecht finden. In Kombination mit einer hellen Beleuchtung wollen die Planer für eine angenehme Atmosphäre sorgen. Die Preise für die Nutzer liegen zwischen einem Euro für ein Tagesticket und 75 Euro für eine Jahreskarte. Kunden des bereits bestehenden Fahrradparkhauses nördlich des Hauptbahnhofs können auch das neue Haus nutzen.
Weitere Informationen: www.karlsruherfaecher.de/fahrradstation
Bautafel
Brutto-Geschossfläche 1.440 Quadratmeter
Nutzfläche 1.280 Quadratmeter
Baukosten 710.000 Euro brutto
Entwurf 2017
Bauzeit Nov. 2017 – Apr. 2018
Bauherr Karlsruher Fächer GmbH
Fachplanung Haustechnik bender + urich gmbh & co. kg
Fachplanung Tragwerk künstlin ingenieure GmbH & Co. KG
Neuer Untergrund für sieben Parkdecks

Um älteren Parkhäusern noch eine Zukunft geben zu können, ist nach mehreren Jahrzehnten Betrieb meist eine gründliche Bodensanierung gefragt. Ein Beispiel für den Erfolg einer solchen Maßnahme findet sich in Offenburg. Hier wurde an zentraler Stelle ein Parkhaus mit sieben Ebenen saniert. Im Mittelpunkt stand die Betonerneuerung von Rampen und Parkebenen.
Als größte Stadt des Ortenaukreises ist Offenburg sowohl für Touristen wie auch für die lokale Wirtschaft ein wichtiger Standort. Die badische Stadt hat etwa 60.000 Einwohner. Rund 23.000 Menschen strömen Tag für Tag als Berufspendler in die Stadt. Hinzu kommen zahlreiche Touristen. Entsprechend ist Parkraum in zentraler Lage ein wichtiges Gut. Schon seit mehreren Jahrzehnten steuern Autofahrer das City-Parkhaus in der Wasserstraße an. Mit seinen rund 380 Stellplätzen ist es fast immer gut ausgelastet. Rund ein Viertel der Parkplätze sind für Dauerparker reserviert. Pro Tag verzeichnet man im City-Parkhaus etwa 1.800 Parkvorgänge.

Betreiber setzen auf guten Betonschutz
Die dauerhafte und starke Auslastung hat im Laufe der Nutzungszeit ihre Spuren am Bau hinterlassen. Entsprechend wurde von den Technischen Betriebe Offenburg das Ingenieurbüro Frenzel Klumpp mit der Planung einer grundlegenden Sanierung beauftragt. Dazu gehört auch die Umsetzung eines Farbtonkonzeptes mit verschiedenen Farbgebungen für die einzelnen Etagen. Die Ausführung der Instandsetzungsmaßnahmen übernahm die Bauschutz GmbH & Co. KG aus Asperg. Das Team von Sika leistete vor allem technische Beratungsarbeit. Zur Ausführung konnten sie das OS-10-Beschichtungssystem Sika CarDeck Professionell TN empfehlen. Mit dieser Beschichtung will der Hersteller seinen Kunden gerade in hoch beanspruchten Parkhäusern eine hohe Rissüberbrückung und eine starke Verschließbeständigkeit bieten. Auch eine nahtlose Abdichtung der Dichtungsschichten bei maschineller Verarbeitung sowie eine hohe Flächenleistung und damit schnellen Arbeitsfortschritt verspicht Sika Nutzern seines Beschichtungssystems.

Neuer Bodenbelag mit vier Schichten
Die komplette Instandsetzung des Offenburger Parkhauses dauerte etwa sechs Monate. Im Bereich der Parkebenen und Rampen wurde dabei zunächst schadhafter Beton abgetragen und erneuert. Nach einem gründlichen Abtrag der Altbeschichtung hat das ausführende Bauteam eine Oberflächenbeschichtung aus vier Komponenten aufgetragen, mit der eine hohe Verschleißfestigkeit und ein dauerhafter Oberflächenschutz gewährleistet werden soll. Als Grundierung wurde zunächst Sikafloor-161 aufgetragen. Anschließend erfolgten Beschichtungen mit Sikalastic-851 und SikaCor Elastomatic TF. Zur Kopfversiegelung arbeitete das Team mit der farbtongebenden Schicht Sikafloor-378 . Die gesamte beschichtete Fläche war rund 5.600 Quadratmeter groß. Abgesehen von Ein- und Ausfahrten konnten die Arbeiten bei laufendem Betrieb umgesetzt werden. Die Bauherren von den Technischen Betrieben Offenburg konnten sich zur Wiedereröffnung im Sommer 2016 gleich doppelt freuen. Zusätzlich zu einem drei Wochen früheren Bauabschluss konnte die gesamte Instandsetzungsmaßnahme 244.000 Euro unter dem eigentlich veranschlagten Betrag abgeschlossen werden.
Bautafel
Bodenfläche Parkhaus 5.600 Quadratmeter
Bauherr Technische Betriebe Offenburg
Bauzeit Februar 2016 bis Juli 2016
Planung und Bauüberwachung Frenzel Klumpp Bauingenieure
Ingenieurgesellschaft mbH & Co.KG, Offenburg
Ausführung Bauschutz GmbH & Co.KG
Hersteller Bodenbeschichtung Sika Deutschland GmbH



