Laut dem zuständigen Generalunternehmen Willy Johannes Bau schwärmte die lokale Presse vom PARK»RAUM-Parkhaus und titulierte das Mitarbeiterparkhaus als das „schönste Parkhaus Dortmunds“.
Ein Hauptgrund dafür dürfte die umlaufende Holzfassade sein. Bauherr ist die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL), an den Planungen beteiligt waren die Dortmunder Scheffler Helbich Architekten.
Neben den Nachhaltigkeitsaspekten sei die Verwendung von Holz auch stylisch, so das Bauunternehmen. Zur freundlichen Holzoptik gesellen sich Grünpflanzen, die an der Fassade in die Höhe wachsen. Die Versorgung der vertikalen Rankpflanzen ist durch eine Zisterne im Untergeschoss gesichert. Durch die dichte Grünbepflanzung soll das Mikroklima der Umgebung verbessert werden.
Nach erfolgter Schlüsselübergabe an den Bauherrn im Juni 2024 ist das Mitarbeiter-Parkhaus in Betrieb. Auf dem Dach kam noch eine Photovoltaikanlage hinzu, die selbstproduzierten Ökostrom für zehn Ladestationen liefern soll. Das als nachhaltiges Parkhaus konzipierte Bauwerk bietet 167 Stellplätzen auf 3.900 Quadratmetern.
Johnson Controls arbeitet seit zehn Jahren mit Q-Park zusammen, um deren Parkhäuser sicher zu gestalten. Mit einer neuen Videotechnik und einer individuell angepassten Cloud-Lösung soll der Schutz noch weiter optimiert werden.
Deutschlandweit sind alle Parkhäuser von Q-Park mit Video-Hardware und -Software von Johnson Controls ausgestattet. Mit einer Cloud-Lösung ist es einer KI nun möglich, die Aufenthaltsdauer und ungewöhnliches Verhalten von Kunden zu analysieren. Bemerkt die Künstliche Intelligenz etwas Auffälliges, wird eine vorher eingesprochene Ansage mit einer klaren Aufforderung zum Verlassen des Gebäudes abgespielt. Reagiert der Kunde darauf nicht, wird die Q-Park Leitstelle in Grevenbroich aktiviert. Somit können sich die Mitarbeitenden dort direkt in die Videoüberwachung des entsprechenden Parkhauses aufschalten lassen und mit einem Klick auf jede Kamera im System zugreifen. Laut Unternehmen sei vor allem die Datenbündelung in der Cloud hervorzuheben, da diese alle Objekte zu jeder Zeit zentral abrufbar mache.
Individueller Sicherheitsschutz
Die ersten Q-Park-Objekte arbeiten bereits mit dem neuen KI-basierten Cloud-System. Kommen weitere Parkhäuser hinzu, lassen sich diese in die vorhandene Technik und Fernüberwachung integrieren. Die Lösungen, die Johnson Controls für die Überwachung und Zutrittskontrolle bereitstellt, seien skalierbar und werden für Kunden wie Q-Park individuell konfiguriert.
Andreas Ober, Manager Technical Operations bei Q-Park, sagt: „Bei der Überwachung unserer Parkobjekte verlassen wir uns seit vielen Jahren auf die Experten von Johnson Controls. Mit deren Cloud-Lösung können wir all unsere Häuser deutschlandweit abdecken.“ Ein weiterer Vorteil sei, dass Software und Hardware aus einer Hand stammen.
Mit Wirkung zum 1. Januar 2025 wurde Martin Bemba zum Geschäftsführer der Scheidt & Bachmann Parking Solutions GmbH ernannt. Er tritt die Nachfolge von Martin Kammler an, der ab dem 1. Juli 2025 die Rolle des Group CEO für Scheidt & Bachmann übernehmen wird.
Das Team kennt Martin Bemba bereits, da er seit März 2024 im Unternehmen tätig ist. Bei seiner Vorstellung sagte der neue Geschäftsführer, er sei beeindruckt von „den starken Werten, die das Unternehmen hat“. Vor allem seien es die Mitarbeiter mit ihrer „Passion for Parking“, die Entwicklungen und Innovationen des Unternehmens vorantreiben. „Wir sind in einem Bereich tätig, in dem wir definieren, wie die Zukunft des Parkens aussieht“, so Martin Bemba.
Germany - Jan 21, 2024: An electric exclusive Swedish Polestar car parked in the large parking area of Seebach Ski Resort, with a vast slope in the background on a winter frozen day
Das Portal MietwagenCheck hat die Parkkosten von insgesamt 343 Parkplätzen an den beliebtesten europäischen Skipisten verglichen. Heraus kam: Bis zu 45 Euro müssen pro Tag für die Nutzung der dortigen Parkplätze entrichtet werden. Je nach Land und Skigebiet herrschen aber erhebliche Unterschiede, teils lockenStandorte auch mit kostenlosen Parkmöglichkeiten.
Für den Vergleich wurden die stündlichen und täglichen Parkplatzkosten von insgesamt 343 Parkplätzen entlang der Skilifte der 30 beliebtesten Skiregionen in Europa sowie der 30 beliebtesten Skiregionen in Deutschland über Skiresort.de ermittelt. Unter den teuersten Spitzenreitern befand sich demnach das französische Megève: Wer an den beiden Skipisten Princesse oder Mont d’Arbois am Fuß des Mont Blancs tagsüber sein Auto abstellen möchte, muss laut der Untersuchung im Schnitt 32,70 Euro zahlen. Die Schweiz, die bekannt für luxuriöse Wintersportstädte wie St. Moritz, Zermatt oder Davos ist, gehört auch bei den Parkplatzkosten zu den kostspieligsten Standorten: Das in Graubünden gelegene Laax verlangt für das Abstellen des Autos pro Tag 25,50 Euro.
Doch auch andere europäische Länder können bei diesem Preisniveau mithalten. Wenn beim Skifahren in der spanischen Gebirgskette Sierra Nevada das Auto geparkt werden muss, zahlen Wintersportfans durchschnittliche Parkkosten in Höhe von 23,50 Euro. Ähnlich hoch sind die Preise pro Parkplatz in den beiden französischen Wintersportregionen Les Arcs und Val d‘Isère mit 23,40 bzw. 23 Euro täglich.
Im Hinblick auf einzelne Parkmöglichkeiten müssen Skifans vor allem im französischen Samoëns mit den höchstenn Gebühren rechnen: Landen sie auf dem Grand Massif Express Parkplatz, müssen 45 Euro pro Tag entrichtet werden.
Österreichs Kirchberg lockt mit kostenlosen Parkmöglichkeiten
Viele andere Orte locken hingegen mit günstigeren Konditionen: Von den 200 untersuchten Wintersportregionen können die Parkplätze in 134 Standorten sogar kostenlos genutzt werden. An einigen Standorten wird für die Nutzung jedoch der Erwerb eines Skipasses vorausgesetzt. Im finnischen Ylläs etwa können Besucher das Auto bequem und kostenlos an den fünf verfügbaren Parkplätzen entlang der Skipisten parken. Im populären Schweizer Skigebiet 4 Vallées gelegenen Veysonnaz kann ebenfalls ohne zusätzliche Kosten geparkt werden. Im österreichischen Obertauern stehen insgesamt sechs kostenlose Parkmöglichkeiten etwa an der Kehrkopfbahn oder an der Schaidbergbahn zur Verfügung, um den Tag auf den Abfahrten zu verbringen. Wer nach einiger günstigen Alternative zur populären Wintersportstadt Kitzbühel sucht, findet im benachbarten Kirchberg in Tirol zumindest kostenlose Parkplätze an den Skipisten, wo der Wagen tagsüber abgestellt werden kann.
Moderate Preise in den deutschen Skiregionen
Preisliche Unterschiede bei den Parkkosten gibt es auch in den deutschen Wintersportregionen: An der Stümpflingbahn im Skigebiet Spitzingsee belaufen sich die Kosten für das Parken auf 15 Euro pro Tag. Die Ausnahme ist der Erwerb eines Skipasses, mit dem kostenlos geparkt werden kann. An der Götschenkopfbahn in Bischofswiesen fällt die tägliche Gebühr von 12,50 Euro ähnlich aus. Wenn jedoch der Lift benutzt oder die Götschen-Alm besucht wird, ist der Parkplatz kostenfrei. An der Nebelhornbahn in Oberstdorf zahlen Besucher Tagesgebühren für Parkplätze in Höhe von 5 bis 15 Euro.
Wer bei der Anreise mit dem Auto sparen möchte, findet im nordrhein-westfälischen Winterberg insgesamt drei kostenlose Parkmöglichkeiten. Am Feldberg in Baden-Württemberg sind 16 Skipisten mit insgesamt 30 Kilometern Pistenlänge über die Wintermonate für Skibegeisterte geöffnet. Das Auto kann kostenlos an unterschiedlichen Parkplätzen abgestellt werden.
Quelle: MietwagenCheck
Über die Untersuchung
Für den Vergleich wurden die 30 beliebtesten Skiregionen in Europa sowie die 30 beliebtesten Skiregionen in Deutschland über Skiresort.de ermittelt. Von diesen wurden dann die Skilifte ermittelt, die sich in den jeweiligen Regionen befinden. Daraufhin wurden die Preise von insgesamt 343 Parkplätzen über die externen Webseiten der jeweiligen Anbieter der Parkplätze pro Stunde sowie pro Tag ermittelt. Von diesen können 219 kostenlos genutzt werden, sodass die Preisangaben von insgesamt 124 Parkplätzen mit in den Vergleich einfließen. An einigen Standorten wurden die Preise in Euro umgerechnet (Währungskurs vom 19.12.2024).
Mit der Übernahme von Flowbird möchte EasyPark ein führender globaler Anbieter von Mobilitätsplattformen werden. Eine zentrale Rolle spielen datengestützte Services und Lösungen.
Die EasyPark Group, ein führender Anbieter für digitale Park- und Mobilitätslösungen, gab Mitte Januar 2025 den Abschluss der strategischen Übernahme der Flowbird Group bekannt. Gemeinsam wollen die Unternehmen die urbane Mobilität durch umfassende Park- und Verkehrslösungen erleichtern und die Expansion in neue Märkte vorantreiben, hieß es.
Cameron Clayton, bislang CEO der EasyPark Group, wurde zum CEO des neuen Gemeinschaftsunternehmens ernannt. Frédéric Beylier, der bisherige CEO der Flowbird Group, verlässt das Unternehmen.
„Der Zusammenschluss der Easy Park Group und Flowbird zu einem gemeinsamen Team ist ein wichtiger Schritt, um die Flächennutzung weltweit zu verbessern. Durch das erweiterte Angebot unterstützen wir unsere Kunden dabei, die Mobilität zu optimieren und in öffentliche Verkehrsmittel, Grünflächen und die Wiederbelebung von Innenstädten zu investieren. Ich lade Kommunen, Verkehrsbehörden und Akteure der Mobilitätsbranche ein, uns auf diesem Weg zu begleiten. Gemeinsam werden wir Städte lebenswerter machen“, sagt Cameron Clayton, CEO der EasyPark Group.
Standortspezifischer Ansatz
Durch die Übernahme entsteht ein Gemeinschaftsunternehmen für smarte Park- und Verkehrslösungen in Städten. Man verfolge hierbei einen standortspezifischen Ansatz mit abgestimmten Kombinationen aus mobilem Parken, Parkscheinautomaten und Lösungen für den öffentlichen Nahverkehr. Passende Preismodelle, Parkrichtlinien sowie datenbasierte Analysen ergänzen das Angebot, so EasyPark.
„Mit dieser Übernahme beginnt ein spannendes Kapitel für die Mobilität, das neue Möglichkeiten eröffnet, um echten Mehrwert für Kund:innen, Partner und Kommunen zu schaffen. Während ich mich nach einer aufregenden Wachstumsphase mit den Flowbird Teams zurückziehe, bin ich überzeugt, dass das gemeinsame Unternehmen mit seinen talentierten und engagierten Mitarbeitenden auch in Zukunft viele Erfolge erzielen wird“, sagt Frédéric Beylier, CEO der Flowbird Group.
Globale Mobilitätsplattform
Im ersten Schritt gehe es um die Kontinuität des Geschäftsbetriebs und den Aufbau einer globalen Mobilitätsplattform, teilt EasyPark mit. Weitere Informationen zur organisatorischen Struktur will das neue Gemeinschaftsunternehmen in den kommenden Monaten bekanntgeben.
Die Investmentfirmen Vitruvian Partners, Verdane und Searchlight Capital Partners L.P., denen das Gemeinschaftsunternehmen gehören wird, unterstützen die Übernahme. Über die Bedingungen der Transaktion haben die Parteien Stillschweigen vereinbart.
EasyPark und Flowbird
Die EasyPark Group ist seit 2001 in der Parken-Branche aktiv. Sie verfügt über die Apps EasyPark, ParkMobile, RingGo sowie Park-line, mit denen sie eigenen Angaben zufolge in über 4.000 Städten in mehr als 20 Ländern vertreten ist. Flowbird ist ein in Frankreich ansässiges Unternehmen, das sich auf Zahlungs- und Ticketsysteme, insbesondere für Parkplätze und den öffentlichen Verkehr, spezialisiert hat und 2018 durch die Fusion von Parkeon und Cale entstand. Parkeon entstand 2003 als Spin-off von Schlumberger. Die Lösungen der Flowbird Group werden laut Unternehmen in 6.000 Städten in 80 Ländern eingesetzt.
Der IT- und Datenspezialist TIMOCOM beteiligt sich am Startup Aparkado. Mit der Investition verfolge TIMOCOM das Ziel, den europäischen Straßengüterverkehr weiter zu digitalisieren. Aparkado stellt mit der LKW.APP ein Parkplatzleitsystem für LKW-Fahrer zur Verfügung.
Seit über 27 Jahren ist TIMOCOM als IT- und Datenspezialist am Markt. Über 55.000 geprüfte Unternehmen nutzen eigenen Angaben zufolge die digitale Plattform, auf der täglich bis zu eine Million internationale Fracht- und Laderaumangebote bereitgestellt würden. Mit der Beteiligung an Aparkado erweitert TIMOCOM sein Engagement in Richtung smarter Technologien und wolle dazu beitragen, die Arbeitsbedingungen von LKW-Fahrern zu verbessern.
Im Zentrum von Aparkado steht die LKW.APP, ein Parkplatzleitsystem, das die Auslastung von über 40.000 Parkflächen in Europa berücksichtigt. Die App hilft Fahrern, verfügbare freie Parkmöglichkeiten entlang ihrer Route zu finden und bietet so eine praktische Lösung für das drängende Parkplatzproblem im Straßengüterverkehr.
„Menschlicher und nachhaltiger“
„Mit der Investition in Aparkado setzen wir ein klares Zeichen für die Zukunft des europäischen Straßengüterverkehrs,“ so Tim Thiermann, Geschäftsführer bei TIMOCOM. „Wir sehen es als unsere Verantwortung, den Logistiksektor nicht nur effizienter, sondern auch menschlicher und nachhaltiger zu gestalten.“
Nachhaltige Konzepte in Zeiten der Energiewende: Mit einem innovativen Mobilitätshub realisiert Huber Parking ein zukunftsweisendes Projekt für die Stadtwerke Stuttgart-Gruppe.
Weit vor Bezug des neuen Unternehmenssitzes der Stadtwerke Stuttgart-Gruppe (SWS-Gruppe), dem EnergieCampus, wurde der neue Mobilitätshub fertiggestellt. Der kommunale Versorger unterstützt damit die Stadt Stuttgart beim Wandel hin zur Nutzung erneuerbarer Energien.
„Ich bin stolz darauf, dass wir die Energiewende in Stuttgart nun von einem gemeinsamen Hauptsitz aus weiter vorantreiben können, der unseren Energiewendeauftrag und unser Know-how auch baulich verkörpert“, äußerte sich Peter Drausnigg, Technischer Geschäftsführer der Stadtwerke, zum Gesamtprojekt, das unter Nachhaltigkeitsaspekten saniert und energetisch optimiert wurde.
Huber Parking Deutschland hat gemeinsam mit den asp Architekten aus Stuttgart einen modernen Mobilitätshub entwickelt und realisiert, der eine Vielzahl innovativer Mobilitätslösungen unter einem Dach vereint und damit neue Standards in Funktionalität und Design setzt. Neben 229 Stellplätzen mit vorgerüsteten Lademöglichkeiten für E-Autos stehen ein Sharing-Bereich für E-Scooter und E-Bikes sowie rund 100 Fahrradabstellplätze zur Verfügung. Leasingangebote der SWS-Gruppe und verschließbare Lademöglichkeiten für E-Bike-Akkus motivieren Mitarbeitende zusätzlich zum Umstieg auf das Fahrrad. E-Bikes mit fest verbautem Akku können an einem Energiewürfel geladen werden.
Nachhaltige Architektur
Die Architektur des innovativen Parkhauses besticht durch ihre nachhaltige Bauweise und städtebauliche Integration. Sowohl die Dachbegrünung als auch die 554 Solarmodule, die an Fassade und Dach installiert sind, leisten einen wichtigen Beitrag zur umweltfreundlichen Energieerzeugung und verbessern das lokale Mikroklima. Ein Teil der Energie für den neuen Hauptsitz wird direkt von den Solaranlagen des Mobilitätshubs bezogen. Offene Fassade und bewegungsgesteuerte LED-Beleuchtung tragen zu einer hellen, energieeffizienten Struktur bei, die den Energieverbrauch senkt und die Sicherheit erhöht.
Fortschrittliche Technologien und Umweltbewusstsein sollen im Mobilitätshub Hand in Hand gehen. Bei voller Ausrüstung wird jeder der 229 Stellplätze mit einer Wallbox für Elektrofahrzeuge ausgestattet sein. Dank der für den EnergieCampus konzipierten KI-gestützten Gebäudemanagement-Plattform von Siemens können Elektrofahrzeuge im Parkhaus geladen werden, wenn das Angebot an Ökostrom im System höher ist als der momentane Bedarf.
Innovative Mobilitätslösungen
Fazit von Huber Parking: „Der Mobilitätshub am EnergieCampus der Stadtwerke Stuttgart ist ein zukunftsweisendes Projekt, das innovative Mobilitätslösungen mit nachhaltigem Bauen verbindet. Mit einer Ausstattung von über 120 Ladepunkten für Elektrofahrzeuge und einer Photovoltaikanlage, die jährlich rund 84 Tonnen CO₂ einspart, trägt der Mobilitätshub maßgeblich zur Energiewende und zur Förderung umweltfreundlicher Mobilität bei. Der Standort zeigt eindrucksvoll, wie Parkhäuser eine Schlüsselrolle in der nachhaltigen Stadtentwicklung spielen können und bietet eine grüne Lösung für die Anforderungen moderner Städte.“
Brno, Czech Republic - December 20, 2023: Decorated Ford Mustang in the city center with Christmas lights decorations.
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Viele Bundesländer verpflichten inzwischen dazu, gewerbliche Parkplätze mit Photovoltaik zu überdachen – eine Zusatzinvestition, die auch zur Einnahmequelle für Betreiber und Eigentümer der Parkflächen werden kann.
Die Politik setzt zunehmend auf den Ausbau der Ladeinfrastruktur für E-Fahrzeuge. In den Fokus rückten inzwischen auch die zu Gebäuden gehörenden Parkplätze. Investoren, Eigentümer und Betreiber von gewerblichen und öffentlichen Immobilien müssen damit neue gesetzliche Auflagen erfüllen. So sollen Vorgaben der kürzlich novellierten EU-Gebäude-Richtlinie 2024/1275(EPBD) in das seit 2021 in Deutschland geltende GEIG (Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz) übernommen werden. Bei gewerblichen Neubauten ist danach jeder fünfte Parkplatz mit einem Ladepunkt auszustatten. Bei Büroimmobilien soll dies für jeden zweiten Stellplatz gelten. Von der Regelung betroffen sind entsprechend auch Bestandsbauten bei größeren Renovierungen, wenn mehr als 25 Prozent der Oberfläche der Gebäudehülle saniert werden. Nichtwohngebäude im Bestand mit mehr als 20 Parkplätzen benötigen außerdem bis 2027 einen Ladepunkt an jedem zehnten Stellplatz. Ganz grundsätzlich sollen nach den geplanten Änderungen des GEIG mindestens 50 Prozent Vorverkabelung an den Stellplätzen verbaut werden.
Pflichten und Chancen der Parkplatz-Photovoltaik
In mehreren Bundesländern verlangen darüber hinaus seit 2022 und 2023 die Landesbauordnungen, dass bei Neubauten die zum Objekt gehörenden Parkplätze von Gewerbe- oder Nichtwohngebäuden mit Photovoltaik überdacht werden müssen, so etwa in Rheinland-Pfalz und Hessen (ab 50 Stellplätzen) oder in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen (ab 35) sowie in Schleswig-Holstein (ab 100).
Für Unternehmen und Parkraum-Betreiber ist der Ausbau der Ladeinfrastruktur teils ein wichtiges Thema, weil sie ihre selbst gesetzten Nachhaltigkeitsziele oder Compliance-Richtlinien einhalten wollen. Gleichzeitig profitieren sie durch die Photovoltaik von günstigem Solarstrom für den eigenen Bedarf. Für Unternehmen ab 250 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz (netto) von mindestens 40 Millionen Euro werden zudem ab Januar 2025 die von der EU aufgestellten ESG-Kriterien (Environmental Social Governance) und die damit verbundene Nachhaltigkeitsberichterstattung zur Pflicht. Über die Anforderungen der ESG-Richtlinien müssen Unternehmen nachweisen, wie nachhaltig sie wirtschaften. Ein Aspekt kann dabei auch die Nutzung von Photovoltaik für die Stromversorgung sein.
Mehrwerte für viele Nutzergruppen
Doch auch unabhängig davon ist die Parkplatz-Photovoltaik von Industriebetrieben nachgefragt, die ihre Produktion maßgeblich mit Solarenergie betreiben. Wenn die vorhandenen Dachflächen nicht ausreichen, ist die zusätzliche PV-Überdachung der Parkplätze eine Option. Vorteile sehen Unternehmen auch darin, dass sie besondere Parkservices für ihre Mitarbeiter bereitstellen können, etwa beim Aufladen oder beim Witterungsschutz der Fahrzeuge. Das ist auch insofern interessant, als Kfz-Versicherungen zunehmend Überdachungsauflagen für Fahrzeuge gegen Hageleinschlag einführen. Das Service-Angebot beinhaltet somit auch Chancen bei der Mitarbeitergewinnung.
Hinzu kommen die E-Lade-Services bei Kunden- und Besucherparkplätzen. Von Parkhausbetreibern und Einkaufszentren etwa ist bekannt, dass sie PV-Anlagen nutzen, um die Betriebskosten zu senken und ihren Kunden Mehrwerte zu bieten: So können diese je nach Angebot ihre E-Fahrzeuge während des Shoppings kostengünstig oder umsonst aufladen. Potenzielle Kundschaft wird durch die Ladeinfrastruktur zusätzlich angelockt.
Statt besondere Services anzubieten, kann sich der Betreiber aber auch dazu entscheiden, an der solaren Parkraumbewirtschaftung unmittelbar zu verdienen, indem er die Energiezufuhr aus seinen PV-Anlagen und Ladesäulen mit der Parkgebühr abrechnet. Im öffentlichen Sektor sind ähnliche Optionen realisierbar, beispielsweise bei Besucherparkplätzen von Event- und Sporthallen, an Flughäfen, Krankenhäusern, Messen oder Schwimmbädern.
Herausforderungen bei der Umsetzung von Parkplatz-Photovoltaik
Betreiber und Unternehmen, die eine Parkplatzüberdachung umsetzen wollen, brauchen eine objektbezogen wirtschaftliche Planung. Denn anders als die PV-Anlage amortisieren sich die baulichen Anteile der Überdachung nicht im klassischen Sinne. Es geht also darum, die Kosten beim Bauwerk so gering wie möglich zu halten. Oft sind die Bodenverhältnisse am Standort ausschlagend für die Höhe der Baukosten. So macht es einen großen Unterschied, ob man auf Torf, Sand, Lehm oder Fels baut. Eine andere Herausforderung ist, dass der Anbieter einer Überdachungslösung ein breites Know-how mitbringen muss, um reibungslos, sicher und kostensparend zu arbeiten. Denn das erforderliche Fachwissen umfasst Tiefbau und Erschließung, die Koordination aller Bauabläufe inklusive Baugenehmigungsverfahren sowie die fachgerechte Errichtung der Konstruktion der technischen Anlagen bis zum Betriebs- und Energiemanagement. Bei zu vielen Einzelanbietern kann es ansonsten Probleme mit den Schnittstellen der Gewerke und mit einer schwer kontrollierbaren Kostenentwicklung im Projekt geben. Hinzu kommt: Wird nicht alles aus einer Hand umgesetzt, werden unter Umständen die vollen Gewährleistungen nicht wirksam. Es macht daher Sinn, einen Anbieter zu beauftragen, der die Verantwortung für das gesamte Projekt übernimmt oder die komplette Umsetzung schlüsselfertig liefern kann. Ansonsten sollte je nach Standort, Parkplatzgröße und gesetzlichen Vorgaben die planerisch und ökonomisch beste Lösung ermittelt werden.
Modulare Solarüberdachungen
Erste Unternehmen bieten bereits vielfältige technische und bauliche Lösungen für die Parkplatz-Photovoltaik an. Meist handelt es sich um PV- oder Hallenbau-Firmen, die allerdings in der Regel nicht alle Leistungen rund um das Projekt anbieten. Oft werden großflächige, massive Überdachungskonstruktionen realisiert, bei Parkhäusern manchmal auch PV-Fassaden anstelle einer Überdachung. Weitere Lösungsansätze sind statische Parkreihen mit Solarüberdachung oder ganze Carport-Systeme.
Im Ergebnis braucht es für die solare Parkplatzüberdachung möglichst preisgünstige und flexible Lösungen. Wenn es zum Beispiel um große Flächen ab 50 Stellplätzen geht, können Parkmodul-Systeme eine kosten- und flächeneffiziente Lösung sein. Über die Modulproduktion lassen sich die Herstellungskosten der baulichen Anlagen deutlich senken. Dies ist auch der Ansatz des zum Beispiel von Wi Solar entwickelten Parkmodul-Systems „Wi park & charge“. Die Module bestehen aus 2- und 3-Parkern und lassen sich flächeneffizient kombinieren und spiegeln, sodass sich die Parkreihen bequem umfahren lassen. Die filigranen Solarüberdachungen sind darüber hinaus so konstruiert, dass sie so wenig Platz und Material wie möglich verbrauchen und zugleich statisch sehr fest und hochwertig sind. Ein Vorteil der kleinteiligen Bauweise ist auch, dass sie sich sehr gut an den jeweiligen Standort anpassen lässt.
Dipl.-Ing. (FH) Sven Endris ist Experte für Photovoltaik, Ladeinfrastruktur und Konstruktiven Ingenieurbau sowie geschäftsführender Gesellschafter der Wi Solar GmbH. Als Ingenieur entwickelt er neue Produkte wie die modulare, schlüsselfertige Ladeinfrastruktur mit PV-Überdachung „Wi park & charge“. Der Fokus seines Unternehmens liegt auf PV-Anlagen und Ladeinfrastruktur für Gewerbe, Handel, Logistik und Industrie.
Mitte Dezember fand der Mobilitätstag NRW statt, bei dem Landesverkehrsminister Oliver Krischer drei Mobilitätsprojekte prämierte. Connected Mobility Düsseldorf schaffte es mit „Feierabend-Parken“ auf den zweiten Platz. Das Unternehmen möchte Parkplätze für mehrere Zwecke verwendbar machen. So sollen zum Beispiel Supermarktparkplätze nach Ladenschluss für Anwohner zur Verfügung stehen.
Am 12. Dezember wurden von NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer drei Preisgelder vergeben. Der erste Platz ging an das Projekt „Bürgerbus Lüdinghausen-On-Demand”, bei dem die individuellen Anforderungen der Menschen im Fokus stehen. Fahrgäste können den Bus per Telefon, Internet oder App buchen und dabei die Abfahrtszeit und den -ort selbst festlegen. Hierfür erhielt das Projekt ein Preisgeld von 15.000 Euro.
Platz zwei ging zusammen mit 10.000 Euro für die Idee des „Feierabend-Parkens” an Connected Mobility Düsseldorf. Das Unternehmen möchte eine effiziente Mehrfachnutzung bestehender Off-Street-Parkplätze schaffen und gleichzeitig den Parksuchverkehr reduzieren. Platz drei, dotiert mit 5.000 Euro, ging an den „E-Bus-Betriebshof Köln-Porz”. Hier wurde eine Ladeinfrastruktur für E-Busse, ein Umspannwerk und eine Energiezentrale entwickelt.
Die Jury
In der Jury saßen Prof. Dr. Manfred Fischedick, Präsident und wissenschaftlicher Geschäftsführer vom Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie, Dr. Olga Nevska, Geschäftsführerin von Telekom MobilitySolutions, Prof. Dr. Ani Melkonyan-Gottschalk, die den Lehrstuhl für Nachhaltigkeit und soziotechnische Transformation an der Technischen Universität Clausthal innehat, und Udo Sieverding, Leiter der Abteilung Mobilität der Zukunft, Radverkehr, ÖPNV im Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen.
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