CAME bietet jetzt durch Zukauf vielseitige und modulare Lösungen für On- und Off-Street-Parken, zusätzlich zum Sortiment an Zufahrts- und Zutrittskontrolle, Licht- und Sprechtechnik. Damit wendet sich die internationale Unternehmensgruppe mit Stammsitz in Italien nicht nur an Parkhausbetreiber, sondern auch an übergreifende Projektentwickler.
Wer CAME in Korntal-Münchingen besucht, muss schon ein wenig suchen. In einem unscheinbaren Gewerbegebiet unweit der schwäbischen Industriemetropole Stuttgart liegt das schlichte Firmengebäude der CAME Deutschland GmbH. Hier, in Fast-Nachbarschaft zu Porsche und anderen Weltunternehmen, wird zwar nichts produziert, das umfassende Lösungs-Know-how wird jedoch spätestens beim Betreten des Verwaltungs- und Logistikstandorts deutlich. Schon beim Anmelden an einem videogestützten Terminal merkt der Besucher: Modernste Technologie ist hier im Einsatz. Eine beeindruckende Glasschiebewand schwebt lautlos zur Seite, und plötzlich steht man inmitten eines multimedialen Showrooms, in dem die breitgefächerte Produktwelt des vielgliedrigen Unternehmens ausgestellt ist.
Und dies ziemlich authentisch: Hinter Schranken, Kassenautomaten und Ticketgebern lenkt eine riesige Fototapete den Blick in eine benutzerfreundliche Tiefgarage mit Einzelstellplatzerfassung und digitalem Leitsystem. An der Decke der Präsentationsfläche hängen LED-Leuchten, die alles energieeffizient und hell ausleuchten. Gezeigt werden zudem ein hydraulisch versenkbarer Poller inklusive der unterirdischen Technik, unterschiedliche LED-Leuchten für diverse gewerbliche Bereiche, Parkplatzbügel und eine automatische Kettenbarriere.

Foto: Marko Ruh
Neue Produkte, neue Personalie
CAME ist kein unbekannter Name in der Parken Branche. Neu jedoch sind das deutlich erweiterte Produktportfolio und Senior Business Manager Robert Gasse, der bei CAME den Bereich Parken Anfang des Jahres übernommen hat. „Unser Fokus liegt nicht mehr ausschließlich auf dem Parken-Bereich“, erklärt Gasse die Strategie von CAME. Natürlich deckt das Unternehmen mit Stammsitz in Italien die gängige Produktpalette moderner Parksysteme ab – aber eben nicht nur. Hinzu kommt eine ganze Reihe ergänzender Produkte, die eher mittelbar mit dem Parken zu tun haben, beispielsweise Kommunikations- und Kontrollsysteme. „Das greift bei größeren Projekten alles ineinander“, sagt Marketingleiter Marc Daub. Das Parkhaus erfülle oftmals ja nur eine Teilfunktion in einem größeren Immobilienensemble. CAME könne Produkte und Dienstleistungen für das gesamte Umfeld aus einer Hand anbieten, wofür Planer ansonsten mehrere Lieferanten und Gewerke bräuchten. „Das ist ein großer Mehrwert und eine Stärke, die wir ausspielen“, so Gasse.
Daub ergänzt: „Wir haben beispielsweise auch eine komplette Range an LED-Leuchten im Programm.“ CAME adressiert damit diverse Anwendungsbereiche im B2B-Segment wie die Beleuchtung von Büros, Gewerbeflächen, Hallen und eben auch Parkhäusern. Sowohl im Zuge von Sanierungen als auch bei Neubauten setzen laut Daub mittlerweile fast alle Projektplaner auf LED-Produkte. Die Technologie habe sich mittlerweile bewährt und etabliert. Der Hauptvorteil liege vor allem bei der Kostenersparnis durch den deutlich geringeren Stromverbrauch und die Steuer- und Dimmbarkeit der Leuchten. Beispielsweise können nicht genutzte Bereiche von Parkhäusern heruntergedimmt werden, um den Verbrauch zu senken. So amortisierten sich die höheren Anfangsinvestitionen zügig. Einen weiteren Vorteil sieht der Marketingleiter in den ästhetischen Vorzügen der Produkte. Gerade bei der Innenarchitektur ergäben sich oftmals viel attraktivere Lösungen. „Das Licht ist angenehmer und die Lampe sieht überdies noch besser aus, weil sie sich nahtlos in die Raumgestaltung einbeziehen lässt“, so Daub.
Durch Zukäufe gewachsen
Dass man übergreifende Lösungen anbieten könne, sei ein Alleinstellungsmerkmal des neu aufgestellten Unternehmens, das Branchenkennern in Deutschland vor allem für Schranken bekannt ist. Durch verschiedene Zukäufe deckt das multinationale Unternehmen nun deutlich mehr Bereiche ab. Tatsächlich hatte das italienische Familienunternehmen CAME ursprünglich mit Schranken und Torantrieben begonnen. Das war in den 1970er-Jahren. Mit der Übernahme eines französischen Poller-Herstellers kam die erste Ergänzung des Portfolios, weitere sollten folgen. Eine der spektakulärsten Akquisitionen war 2014 Parkare, ein Marktführer im Heimatland Spanien sowie in Lateinamerika. Stark ist man dort vor allem in der Parkraumbewirtschaftung an Einkaufszentren und Flughäfen sowie im städtischen On-Street-Bereich. „Auch in Großbritannien ist die Parkare-Gruppe durchaus bekannt“, sagt Marc Daub. Ein Referenzobjekt auf der Insel sei etwa der Flughafen London-Gatwick.
Mit dieser internationalen Stärke, Know-how und Produktvielfalt im Rücken erhoffen sich Gasse und Daub auch Erfolge auf dem deutschen Markt. Verglichen mit Ländern in Skandinavien oder auch Südeuropa seien die deutschen Kunden zwar zurückhaltender bei technischen Innovationen, langsam sei jedoch auch hierzulande ein Umdenken zu beobachten. „Wenn er die Wahl hat, fährt auch der deutsche Autofahrer in das komfortablere, modernere Parkhaus“, glaubt Daub. Annehmlichkeiten wie bargeldloses Zahlen, stellplatzgenaue Parkleitsysteme oder eine helle LED-Beleuchtung würden durchaus geschätzt. Ein Indiz für diesen Wandel hin zu mehr Komfort im Parkhaus sieht Daub auch in den neuen Garagenverordnungen, die breitere Stellplätze vorsehen. Bei allen technischen Finessen, die heutzutage möglich sind, rückt CAME den Menschen in den Mittelpunk, getreu der Philosophie, Technologie wird für den Menschen entwickelt, ergänzt Robert Gasse, der acht Jahre Erfahrung in der Parken Branche als Niederlassungsleiter bei DESIGNA mitbringt. „Bei jedem neuen Service muss sich immer erst erweisen, wie viele Menschen ihn tatsächlich auch nutzen“, so der Senior Business Manager. Gerade bei der Entwicklung von Apps sei derzeit eine Flut von Anwendungen am Markt, von denen sicherlich nicht jede einen Mehrwert für den Nutzer habe, da viele Produkte Stand-Alone-Lösungen oder lokal eingeschränkt seien. Deshalb rechnet der Parken-Experte mittelfristig mit einer gewissen Marktbereinigung in diesem Bereich.

Foto: CAME/ Marko Ruh
Software für Hardware
Auch wenn es sich bei großen Teilen des Produktportfolios um Hardware handle, sei CAME zugleich ein Software-Lieferant. „Beim Parken dreht sich heute sehr viel um Software“, sagt Gasse. Probleme mit der Hardware seien mit Partnerbetrieben vor Ort meist leicht zu beheben. Schwieriger wird es, wenn es bei der Software hakt. Umso wichtiger seien IT-Spezialisten. Der Vorteil heute: Dank Cloud-Lösungen in Rechenzentren lassen sich Parkierungsanlagen auch über große Entfernungen steuern, selbst wenn es darum geht, etwaige Störungen zu beheben. Für die Installation der Anlagen, Service und Wartung bedient sich CAME einerseits des eigenen Serviceteams und andererseits zertifizierter Partnerbetriebe. Häufig handelt es sich hierbei um Partnerbetriebe aus dem vorhandenen Netzwerk der Zufahrtskontrolle, die bereits weitläufige Erfahrung im Bereich Montage und Wartung, mitbringen.
Parken und noch so einiges mehr
Paul Schuler ab Juli neuer CEO bei Sika

Quelle: Ansel & Möllers GmbH
Ab 1. Juli 2017 wird Paul Schuler als neuer CEO bei Sika tätig und löst damit Jens Jenisch in seinem Amt ab. Schuler arbeitet bereits seit 29 Jahren für das Unternehmen und gehört seit zehn Jahren der Konzernleitung an. Seit 2013 ist er Regionalleiter EMEA (Europe, Middle East, Africa). „Ich freue mich auf meine neue Herausforderung und auf die Zusammenarbeit mit dem globalen Führungsteam von Sika. Ich werde mich voll und ganz für die Weiterführung unserer Wachstumsstrategie, die Erreichung unserer Ziele 2020 und den Ausbau unserer weltweiten Geschäftstätigkeit einsetzen”, so Schuler. Auch Paul Hälg, Präsident des Verwaltungsrats, freut sich über die Entscheidung: „Seit über 10 Jahren gehört er unserer Konzernleitung an. Zwei von vier Sika Regionen hat er erfolgreich geführt. Sein kompetenter und dynamischer Führungsstil ist Garantie für die erfolgreiche Weiterführung von Sikas Wachstumsmodell. Es freut mich sehr, mit ihm die strategischen Ziele 2020 umsetzen zu können.”
Den Austritt des bisherigen CEO Jenisch bedauerte der Präsident und bedankte sich für dessen ausgezeichnete Führung und Leistungen der letzten 20 Jahre. Als CEO habe Jenisch Sikas Wachstumsstrategie umgesetzt und das Unternehmen in eine neue Leistungsklasse geführt. Jenisch war in den letzten fünfeinhalb Jahren als Geschäftsführer tätig.
Für 2017 erwartet Sika einen Umsatz von rund sechs Milliarden Schweizer Franken, dies würde ein Wachstum von sechs bis acht Prozent bedeuten. Die Strategie soll laut Konzern mit der Eröffnung von acht neuen Fabriken und der Gründung von drei weiteren Ländergesellschaften fortgesetzt werden.
Bundesrat beschließt freien Zugang zur öffentlichen Ladeinfrastruktur
Der Bundesrat hat am 12. Mai der Ergänzung zur Ladesäulenverordnung zugestimmt, welche den Zugang und die Abrechnung beim Laden von Elektrofahrzeugen regelt. So soll ein einheitliches, interoperables Ladesystem für alle Nutzer ermöglicht werden. Die erste Ergänzung der bestehenden Ladesäulenverordnung durch die Bundesregierung klärt wichtige Fragen vor allem zu Ablauf und Abrechnung von Ladevorgängen. Insbesondere fordert sie die Möglichkeit für punktuelles Aufladen: Dem Nutzer muss an sämtlichen öffentlich zugänglichen Ladepunkten das Aufladen möglich sein, ohne eine längerfristige vertragliche Bindung eingehen zu müssen. Die Interessengruppe Nationale Plattform Elektromobilität (NPE) bewertet den Gesetzesvorstoß positiv. Der zügige Aufbau einer bedarfsgerechten Ladeinfrastruktur sei zentral für einen erfolgreichen Markthochlauf bei Elektrofahrzeugen.

Einheitliche Lademöglichkeiten
Die Verordnung schreibt nun vor, dass der Ladesäulenbetreiber eine von vier Varianten für punktuelles Laden wählt. Entweder kann der Nutzer sein Fahrzeug kostenlos oder bargeldbasiert ohne Authentifizierung laden, oder die Ladung erfolgt bargeldlos mit einem kartenbasierten oder einem webbasierten Zahlungsverfahren, für welches die Ladesäule eine Authentifizierung ermöglicht. Für Nutzer und Betreiber schafft die ergänzende Verordnung mit einheitlichen Standards bei Steckern und Ladeleistungen Verlässlichkeit. Für Europa sind überall die einheitlichen Ladeschnittstellen Combined Charging System (CCS) mit dem Stecker Typ 2 und Combo 2 vorgesehen. Durch diese Maßnahmen werde eine flächendeckende, anbieterübergreifende Nutzung der öffentlich zugänglichen Ladeinfrastruktur sichergestellt. Henning Kagermann, Vorsitzender der NPE, hebt deshalb hervor: „Für die Nutzer stellt die neue Ladesäulenverordnung sicher, dass sie ihr Elektrofahrzeug überall problemlos laden können. Sie finden einheitliche Ladestecker vor und haben direkten Zugang bei jedem Ladepunktanbieter am Markt. Unterschiedliche Ladeszenarien vom Normalladen bis zum Schnellladen bieten für jedes Nutzungsverhalten eine praktikable Lösung.“ Die Kompatibilität im Ladeablauf und bei der Festlegung der jeweiligen Ladeleistung sei damit sichergestellt.
Von den europäischen Automobilherstellern wird CCS bereits standardmäßig in ihren aktuellen elektrischen Fahrzeugmodellen angeboten. „Auch infrastrukturseitig werden die Voraussetzungen für CCS bereits erfüllt und angeboten. Nutzer und Investoren können sich auf die gesetzten Standards verlassen. Dies zeigt: Verbindliche Normen schaffen Investitionssicherheit für alle Beteiligten und werden deshalb von der NPE AG 4 aktiv vorangetrieben. Mit ihrem Beitrag zur Ergänzung der Ladesäulenverordnung hat die Arbeitsgruppe Normung, Standardisierung und Zertifizierung einen zentralen Teil ihrer Arbeit erfolgreich abgeschlossen”, so Dr. Norbert Verweyen, Geschäftsbereichsleiter Effizienz bei innogy SE und stellvertretender Vorsitzender der NPE-Arbeitsgruppe 4 für Normung, Standardisierung und Zertifizierung. Die Ladesäulenverordnung stärke die Elektromobilität in Deutschland und leiste auf diese Weise einen wichtigen Beitrag, um die ehrgeizigen Klimaschutzziele zu erreichen und um Herausforderungen im Mobilitätssektor wie Lärm und Luftverschmutzung zu bewältigen.
Park & Control hilft, öffentliche Parkflächen zu nutzen

Foto: Park & Control
In vielen Kommunen wird das Potenzial nicht öffentlich gewidmeter Flächen nicht voll ausgeschöpft: Viele Flächen liegen brach oder werden nur sporadisch genutzt. Zudem dürfen Parkverstöße auf nicht öffentlich gewidmeten Flächen nicht vom Ordnungsamt geahndet werden.
Im Rahmen einer Public-Private-Partnership zwischen Kommunen und der Park & Control GmbH, ein eigenständiges Mitglied der APCOA PARKING Group, können diese Flächen genutzt werden. Park & Control möchte Kommunen somit die Möglichkeit bieten, das Parkraum-Management effizienter zu gestalten. Ziel einer solchen Partnerschaft sei, die angespannte Situation in den Innenstädten aufgrund fehlenden Parkraumes zu verbessern und die Auslastung bereits bestehenden Parkraums zu optimieren.
Optimierungspotenzial erkennen und nutzen
Die Park & Control GmbH installiert und betreibt Parkscheinautomaten, vertreibt und verwaltet Dauerparkkarten und kontrolliert den Parkraum durch eigenes Personal. Dabei fallen für die öffentliche Hand keine Zusatzkosten an. Stattdessen sollen zusätzliche Erträge generiert werden können. Laut Unternehmensaussage profitieren sowohl Städte und Gemeinden als auch Parkplatznutzer: Die Partnerschaft unterstütze Städte und Gemeinden dabei, ihre gemeinwohlorientierten Ziele umzusetzen.
Rechtmäßige Nutzung der Parkflächen
Im Zuge der Überwachung durch Mitarbeiter von Park & Control über die rechtmäßige Nutzung der Parkflächen stellen diese gegebenenfalls Vertragsstrafen aus. Eine gut sichtbare Beschilderung mit einer klaren Darstellung der Parkierungsregeln sollen den Parknutzern das Parken erleichtern. Die rechtliche Grundlage hierfür bilden die sogenannten Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB). Das Verfahren ist rechtlich geprüft und habe sich über die Jahre bewährt.
Bouwfonds IM erwirbt 17 europäische Parkhäuser für 250 Millionen Euro

Foto: Bouwfonds
Bouwfonds Investment Management (Bouwfonds IM) erwirbt im Rahmen eines Share Deal ein europäisches Parkhausportfolio von 17 Objekten für rund 250 Millionen Euro. Sieben der Parkhäuser liegen in Frankreich, davon drei in der Hauptstadt Paris. Vier Objekte befinden sich im Vereinigten Königreich, davon zwei im Großraum London, zwei weitere in den Niederlanden und eines in Spanien. Die drei deutschen Objekte liegen in Gelsenkirchen, Bonn und Passau. Insgesamt umfasst das Portfolio rund 10.000 Stellplätze. Unter den Betreibern befinden sich Unternehmen wie Q-Park, Indigo, NCP und Verkehrswacht.
Die Immobilien gehen in den offenen Spezial-AIF Bouwfonds European Real Estate Parking Fund III (BEREPF III) ein. Verkäufer ist der Spezialfonds Bouwfonds European Real Estate Parking Fund (BEREPF I). Dieser ist der erste Fonds von Bouwfonds IM, der ausschließlich in Parkhäuser investiert war und im Jahr 2005 aufgelegt wurde. BEREPF I hält die Objekte seit zwölf Jahren und hat das Ende seiner Laufzeit erreicht. Die Fondsinvestoren des BEREPF I haben laut eigener Aussage eine attraktive Rendite während der Laufzeit des Fonds erhalten, trotz des schwierigen Marktumfelds seit Ausbruch der Finanzkrise.
List Group: Neuerliches Investment in Slowenien

Die List Group, ein österreichischer Errichter und Betreiber von Parkgaragen in Österreich und im angrenzenden Ausland, hat nach ihrem ersten Investment in Slowenien im Jahr 2016 nun eine zweite Garage in Ljubljana gekauft. Das neu erworbene Parkhaus Meksiko beim Universitätsklinikum bietet 600 Stellplätze für Besucher, Patienten und Mitarbeiter des Klinikums sowie den im gleichen Gebäudekomplex befindlichen Hofer Supermarkt. Verkäufer ist die Kranjska Stavbna Družba d.o.o.
Die Garage wird – ebenso wie das 2016 erworbene Parkhaus Kapitelj – von der lokalen Betreibergesellschaft nach unverändertem Betriebskonzept weitergeführt.
Quantum: Erstes Parkhaus in den Niederlanden erworben
Die Quantum Immobilien Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH aus Hamburg hat mit dem Erwerb des Parkhauses „De Soeverein“ im niederländischen Amersfoort ihr erstes Investment im Ausland getätigt. Der Ankauf erfolgte für eine Investmentkommanditgesellschaft, welche zukünftig ein Portfolio mit Parkhäusern in ausgewählten Groß- und Mittelstädten in den Niederlanden aufbauen soll.
Die Niederlande gelten als Vorreiter einer innovativen Parkraumpolitik und stellen aufgrund der hohen Professionalisierung und der starken Wettbewerbsposition des Off-Street-Segments für die Investoren einen attraktiven Markt dar. Bei der Identifikation der Immobilien arbeitet Quantum mit einem lokalen Partner zusammen.
Errichtet wurde das Parkhaus „De Soeverein“ 2003 als Teil des „De Soeverein“-Komplexes, welcher zusätzlich Büro-, Einzelhandels- sowie Wohnflächen bietet. Insgesamt stehen in der Tiefgarage etwa 575 Stellplätze auf zwei Parkebenen zur Verfügung. Langfristige Pächterin der Stellplätze ist die Q-Park Operations Netherlands IV B.V., eine hundertprozentige Konzerntochter der Q-Park N.V.

Parkhausneubau für die Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Schrägparken für mehr Komfort
Nachdem der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW das alte, nicht sanierungsfähige Beton-Parkhaus in Eigenregie abgerissen hatte, entstand an gleicher Stelle ein neues Parkhaus in Stahlverbundausführung. Dieses zeichnet sich durch den schmaleren, stützenfreien Gesamtaufbau aus. Wichtige Planungskriterien waren neben Komfort und Sicherheit auch Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit. Die Ausführung erfolgte durch den Generalunternehmer HIB Huber Integral Bau in Stahlverbundbauweise.
Das Parkhaus ist zwischen der Domagkstraße, dem Orléans-Ring und der Einsteinstraße in Münster gelegen. Es bietet Stellplätze für Studenten und Besucher der Westfälischen Wilhelms-Universität, eine der größten deutschen Universitäten. Ausreichender Parkraum sei daher von enormer Wichtigkeit. Mit einer Stellplatzbreite von 2,50 Meter stehen nun auf acht Parkebenen insgesamt 1.016 Stellplätze zur Verfügung, davon im Erdgeschoss 29 breitere Stellplätze für Nutzer mit Handicap.

Sicher und bequem
Konzeptionell ist das Gebäude als Rampenparkhaus im Einbahnverkehr gestaltet. Die für die Nutzer vorteilhafte Schräganordnung der Stellplätze soll das Ein– und Ausparken beschleunigen. Das Ein- und Aussteigen soll erleichtert werden. Alle Ebenen sind mit unterschiedlich farbigen Markierungen gekennzeichnet. Spezielle Fußgängermarkierungen leiten die Besucher zu den Ausgängen.
Ein Aufzug für zehn Personen erleichtert den barrierefreien Zugang zu den Geschossen. Über die ebenfalls barrierefreie Verbindungsbrücke ist das Parkhaus direkt an das vorhandene Brückenbauwerk am Coesfelder Kreuz angebunden. Eine optimierte LED-Beleuchtung sorgt für eine homogene Lichtverteilung auf den Parkebenen. Attraktive Glasfassaden der Treppenhäuser lassen in diesen Bereichen Tageslichteinfall zu. Nachts verstärkt die Beleuchtung das Sicherheitsempfinden. Alle Frauenparkplätze befinden sich in Ausgangsnähe und werden über Videokameras überwacht. Gut sichtbare Alarmmelder erhöhen zusätzlich die Sicherheit in diesen Bereichen.

Attraktives Design
Die moderne Fassade entstammt einem Architekturwettbewerb. hartig l wömpner architekten gewannen mit einem wirtschaftlichen und nachhaltigen Konzept. Die Fassadenkonstruktion besteht aus vorgehängten, gekanteten Aluminiumblechen, die waagerecht montiert wurden. Gerade die einfache horizontale Gliederung erzeugt die von der Jury gelobte architektonische Qualität.

Wartungsarme Ausführung
Während die im Gebäude gelegenen Parkebenen mit einer farbigen Beschichtung versehen wurden, wurde die obere Geschossfläche besonders hochwertig in Gussasphalt ausgeführt. Da das Gebäude nicht überdacht ist, besteht hierdurch der größtmögliche Schutz des Bauwerkes gegen Witterungseinflüsse und Eindringen von Chloriden. Die Oberfläche ist dadurch sehr wartungsarm.
Neue Vertriebspower für den Großraum Berlin

Seit Anfang des Jahres leitet Lars Burmester das neue Vertriebsbüro der bebarmatic Parksysteme GmbH in Berlin. Damit werde das etablierte Servicenetz der bebarmatic in dieser Region nun auch vertrieblich verstärkt, so das Duisburger Unternehmen.
Lars Burmester ist kein Unbekannter in der Branche. Nach seinem Abitur und Wehrdienst machte Burmester eine Ausbildung zum Energieelektroniker mit Fachrichtung Betriebstechnik und studierte an der Universität Essen Wirtschaftswissenschaften und VWL. Nach seiner Ausbildung sammelte er erste Berufserfahrungen bei der Otto Pfannenberg Elektro-Steuerungen GmbH als Elektroniker und Techniker. Dabei befasste sich Burmester bereits intensiv mit Parksystemen und der Bewirtschaftung von Parkräumen. Im Jahr 2009 stieg Burmester dann als Projektmanager und Servicetechniker bei SKIDATA in Landshut ein. Es folgten sieben Jahre als stellvertretender Geschäftsführer eines Hamburger Parkdienstleisters. Während dieser Zeit führte Burmester als freier Mitarbeiter weiterhin Schulungen bei SKIDATA durch und nahm neue Parksysteme in Betrieb. Mitte 2009 gründete Burmester sein eigenes Unternehmen für Objektbetreuung und wurde autorisierter Vertriebspartner der SKIDATA in Berlin und den neuen Bundesländern. Dabei war er auch an der Produktentwicklung der Parkraummanagementsysteme beteiligt. Privat ist Burmester leidenschaftlicher Biker, reist gerne und hat kürzlich seinen Segel- und Motorbootführerschein gemacht.
Wachstumsstrategie
Für bebarmatic arbeitet Lars Burmester im Rahmen einer Festanstellung. Thomas Stroinski und Bernd Beckers, geschäftsführende Gesellschafter des Duisburger Spezialisten für Park- und Zutrittssysteme, über diesen personellen Zugewinn: „Wir schaffen hiermit im Rahmen unserer Wachstumsstrategie eine neue Vertriebsplattform in der Bundeshauptstadt und einer der interessantesten Metropolregionen Deutschlands – nicht nur für Parksysteme, sondern für das gesamte Produktportfolio der bebarmatic. Wir freuen uns, dass wir mit Lars Burmester einen gut qualifizierten und breit aufgestellten Mitarbeiter von unserem Unternehmen und unserer Zukunftsstrategie überzeugen konnten.“
Qualität zu günstigen Preisen

Contipark bietet seit 50 Jahren Dienstleistungen rund ums Parken an. Geschäftsfühhrer Michael Kesseler über Parkgebühren und die Zukunft der Parken Branche.
Parken aktuell: Herr Kesseler, wo und wann entstand Contipark?
Michael Kesseler: Es begann hier in Berlin vor genau 50 Jahren. Das erste Objekt, das Contipark in Betrieb nahm, war das Parkhaus im Europa-Center, eines der ersten Shopping-Center Deutschlands. Über den Erbauer, den Berliner Architekten Karl-Heinz Pepper, entstand der Kontakt zur Familie De Clerk, die in Belgien mit der Interparking Gesellschaft bereits seit mehreren Jahren im Parken-Geschäft tätig war und dieses nach Deutschland ausweiten wollte.
Parken aktuell: Wie hat sich Interparking danach weiter entwickelt?
Kesseler: Weitere Länder wie Frankreich, Österreich, Spanien, Italien, Rumänien, Polen und die Niederlande kamen hinzu und es entstand die Interparking Group, heute einer der Marktführer in Europa.
Parken aktuell: Und Sie als Contipark?
Kesseler: Contipark gibt es nur in Deutschland und Österreich. Die einzelnen Länder der Interparking Group sind aber alle selbstständige Unternehmen.
Parken aktuell: Welche Geschäftsfelder dominieren?
Kesseler: Wir machen im Prinzip alles, was mit dem Parken zu tun hat. Grundsätzlich ist unser Geschäft innerstädtisch geprägt und shopping-lastig. Einen Schwerpunkt legen wir auf Eigentum oder langfristige Mietverträge. Mit unserer Tochtergesellschaft BahnPark haben wir ein zweites Standbein an den Bahn-Standorten.
Parken aktuell: Ihre Marktposition?
Kesseler: Es kommt natürlich immer darauf an, wie man es definiert, aber wir sehen uns als die Nummer eins in Deutschland. Mit über 500 Standorten allein in Deutschland sind wir in fast 180 Städten vertreten, was kein anderer bieten kann.
Parken aktuell: Wo sehen Sie noch Entwicklungspotenzial?
Kesseler: Schwierige Frage. In der Presse liest man immer wieder Berichte, in denen Parken als einfaches und einträgliches Geschäft dargestellt wird. Aus meiner Sicht ist das nicht ganz so. Zum einen muss man sehen, dass wir einen riesigen gesamtwirtschaftlichen Wandel hin zum E-Commerce hatten. In der Vergangenheit sind die Leute noch 200 Mal im Jahr zum Einkaufen gegangen, heute nur noch 100 Mal. Außerdem sind in den letzten zehn Jahren immer mehr Shopping-Center in Deutschland entstanden und damit immer mehr Möglichkeiten zum Einkaufen bei einer etwa gleichbleibenden Bevölkerungszahl. Hinzu kommt ein verändertes Mobilitätsverhalten. Für die Jugend ist das Auto nicht mehr ganz so interessant.
Parken aktuell: Welche Folgen hat das?
Kesseler: Das führt dazu, dass die Frequenzen in Deutschlands Parkhäusern konstant zurückgehen. Im Gegenzug dazu sind in den letzten 15 Jahren die Mieten für Parkhaus-Pächter deutlich gestiegen. Die Margen gehen da ganz erheblich zurück. Für Parkhäuser im Eigentum sind die Preise in den Himmel geschossen. Meldungen darüber, dass man in Parkhäuser investieren soll – auch als Privatanleger in Fonds, weil das so ein sicheres Geschäft sei –, halte ich für bedenklich, gerade auch vor dem Hintergrund der Diskusionen über die City-Maut und der Einfahrtsverbote von bestimmten Fahrzeugen in Städten.
Parken aktuell: Das klingt alles eher skeptisch.
Kesseler: Man muss eben was tun. Wir haben uns auf die Fahne und in unser Leitbild geschrieben: Wir bieten Qualität rund ums Parken zu einem überlegenen Preis-Leistungs-Verhältnis. Das, denke ich, tun wir konsequent. Unsere Parkhäuser haben mit die höchsten Standards in der Branche, die Preise sind im Vergleich zum Wettbewerb deutlich günstiger. Unsere Frequenzen entwickeln sich sehr positiv und wir sind über diese Entwicklung sehr zufrieden.
Parken aktuell: Was umfasst Qualität für Sie konkret?
Kesseler: Alle baulichen und technischen Aspekte, bargeldlose Bezahlmöglichkeiten wie EC- oder Kreditkarte Karte oder unsere P Card. Das geht weiter über Sauberkeit, Instandhaltung, gut geschulte Mitarbeiter, Leitstände, Digitalisierung…
Parken aktuell: Stichwort Digitalisierung. Was verstehen Sie darunter als Parkhausbetreiber?
Kesseler: Nicht, dass die Schranke automatisch hoch und runter geht, wenn ein Auto vorfährt; das ist ein alter Hut. Digitalisierung fängt an beim Front-End zum Kunden – informieren, kommunizieren, buchen, reservieren, bargeldlose Abrechnung über den Kundenaccount – und endet in der unserer gesamten Administration. Wenn der Kunde eine Aktion beim Parken ausführt, muss das automatisch in der Buchhaltung landen, ohne dass jemand händisch etwas dafür tun muss. Auch die internen Prozesse gehören zur Digitalisierung.
Parken aktuell: Und Big Data – wichtig für die Parken Branche?
Kesseler: Was interessieren mich als Parkhausbetreiber die Daten meiner Kunden? Die interessieren mich überhaupt nicht. Ich brauche nur den Kontakt zum Kunden und die Kundenbindung , um mein Geschäft zu steuern. Wir erheben ansonsten keine Kundendaten und erstellen auch keine Profile. Wir verkaufen auch keine Daten, sondern betreiben ausschließlich professionell unsere Parkplätze
Parken aktuell: Mit vielen Daten arbeiten jedoch neue Drittanbieter, die Apps als Alternative zum klassischen Parkvorgang einsetzen wollen. Sehen Sie diese Start-ups als Bedrohung oder als Chance?
Kesseler: Eine Bedrohung sehe ich da momentan überhaupt nicht. Wir beobachten das alles. Wo es Sinn macht, werden wir in Zukunft mitmachen. Für mich ist jedoch immer eines entscheidend: Wird das vom Parkenden genutzt? Es gibt durchaus tolle Geschäftsmodelle und Ideen für Zusatz-Services oder neue Payment- und Abrechnungs-Lösungen. Aber wenn man nachfragt, wie viele Kunden das im letzten Monat tatsächlich genutzt haben, kommen als Antwort meist verschwindend geringe Zahlen. Also frage ich mich, ob das Dinge sind, die überhaupt gebraucht werden.
Parken aktuell: Die meisten vermitteln ja im Grunde auch nur.
Kesseler: Aber auch da: Wie viel wird denn überhaupt vermittelt? Wenn ich das mit unserer P Card vergleiche und den Parkvorgängen, die dahinter stecken. Im Schnitt kommen wir damit bereits auf rund 500.000 Parkvorgänge pro Monat – allein mit der P Card. Das ist eine beeindruckende Zahl, die mir zeigt, dass das Produkt tatsächlich auch nachgefragt wird und beim Endverbraucher ankommt.
Parken aktuell: Wie funktioniert das mit der P Card und wie realisieren Sie die Kundenbindung und den Kundenkontakt?
Kesseler: Mit der P Card machen wir das Ticket-Ziehen an der Einfahrt und das Bezahlen am Kassenautomaten in mehr als 300 Standorten allein in Deutschland überflüssig. Im März 2017 hatten wir bereits mehr als 120.000 Kunden und jeden Monat kommen rund 5.000 neue Registrierungen hinzu. Unsere Kunden lieben diesen Service und erhalten über unseren P Card Newsletter wichtige Informationen rund um unsere Angebote. Besonders stolz sind wir auf unseren Facebook-Auftritt, mit dem wir nicht nur den Kontakt zu unseren Kunden intensivieren, sondern der uns mit den über 12.000 Fans zeigt, dass wir ganz vorn in unserer Branche sind.
Parken aktuell: Sind dynamische Tarife für Sie ein Thema?
Kesseler: Auslastungsabhängigen Tarifen, sogenanntem Yield Management, stehe ich sehr skeptisch gegenüber. Ich halte das unter anderem deshalb für schwierig, weil unser Kunde in der Regel der Privatkunde ist, der das Parken nicht steuerlich oder betrieblich absetzen kann. Außerdem hat dieser Kunde erstens keine Lust, zu viel zu zahlen, und zweitens will er wissen, was er für das Parken bezahlen muss, wenn er zuhause losfährt. Der hat lieber im Kopf, wo er sich das Parken leisten kann und möchte sich auf die Tarifinformation verlassen können.
Parken aktuell: Wie sieht es mit der Taktung aus?
Kesseler: Das ist ein Problem. Wenn wir die Taktung runterfahren würden, müssten wir das Preisniveau insgesamt anheben.
Parken aktuell: Eine feinere Taktung würden Kunden aber schon als fairer empfinden, oder?
Kesseler: Ja, langfristig wird die Tendenz deshalb auch zu feineren Taktungen gehen, glaube ich. Aber nicht der umgekehrte Weg: Ich habe zwei Euro pro Stunde und verkürze die Taktzeit auf 45 Minuten – das ist nicht das, was der Kunde will.
Parken aktuell: Also keine Abzocke?
Kesseler: Ich glaube, dass wir immer mehr Wert auf Service und Dienstleistungsqualität legen müssen, besonders in der Kommunikation mit unseren Kunden und gerade in der digitalen Welt, in der alles viel transparenter wird. Wir müssen reagieren; in den sozialen Netzwerken vertreten sein.
Parken aktuell: Stellen Sie fest, dass die Kommunikation mit Ihrem Leitstand beziehungsweise Kunden-Service-Center in den letzten Jahren zugenommen hat?
Kesseler: Gigantisch! Wir haben zehntausende bis demnächst hunderttausend Kundenkontakte pro Monat – aus sehr verschiedenen Gründen. Das Wenigste sind Beschwerden. Sehr viel Anfragen kommen zu unserer P Card von Kunden, die sich informieren wollen über Tarife, Preise, Lage oder Ausstattung von Parkhäusern. Und das über verschiedenste Kanäle, also nicht nur telefonisch, sondern auch über E-Mail und die sozialen Netze. Deshalb haben wir unser Kunden-Service-Center personell auch kontinuierlich aufgestockt.
Parken aktuell: Fühlen Sie sich gut gerüstet für die Zukunft?
Kesseler: Ich denke, wir sind sehr gut aufgestellt. Wir haben ein gutes Portfolio, ein zweites Standbein mit der BahnPark. Wir haben eine sehr gute Mannschaft, sehr viele Mitarbeiter und Führungskräfte, die schon lange bei Contipark beschäftigt sind und eine sehr geringe Fluktuation. Wir haben dadurch sehr viel Know-how aufgebaut und auch ein sehr gutes Standing im Markt. Klar muss man beobachten, was draußen passiert – Startups oder die Automobilindustrie, die in unsere Branche drängen – und immer aufpassen. Aber im Großen und Ganzen bin ich sehr optimistisch für die Zukunft.



