Die Parken-App von Parkster soll es möglich machen, per digitalem Parkschein bargeldlos zu zahlen oder flexibel die Parkzeit zu verlängern. Dafür erhält das Unternehmen jetzt den Schwedischen Unternehmenspreis in Deutschland in der Kategorie „Newcomer“.
Der Schwedische Unternehmenspreis wird seit 16 Jahren von der Schwedischen Handelskammer und Business Sweden in Zusammenarbeit mit der schwedischen Botschaft verliehen. Ausgezeichnet werden jedes Jahr drei schwedische Firmen, die sich erfolgreich in Deutschland etabliert haben. Die nächste offizielle Preisverleihung findet dieses Jahr am 21. November 2019 in Berlin statt. Parkster soll dann als Gewinner in der Kategorie „Newcomer“ ausgezeichnet werden. „Mit der Parkster-App leistet das Unternehmen Pionierarbeit in einem Markt, der digitalen Bezahllösungen oft zurückhaltend gegenübersteht. Die schnelle Akzeptanz des Produkts bestätigt Parksters Erfolg“, so die Jury in ihrer Begründung. Schweden gilt in Europa als Vorreiter in Sachen bargeldloses Bezahlen. Das digitale Bezahlen auch von Kleinstbeiträgen ist hier vielfach Alltag.
Patrik Lundberg, Geschäftsführer der Parkster Deutschland GmbH: „Wir zählen in unserem Heimatmarkt Schweden mittlerweile zu den führenden Anbietern von Lösungen für das digitale Bezahlen der Parkgebühren. Seit 2018 sind wir auch in Deutschland aktiv. Dass wir bereits nach so kurzer Zeit den Schwedischen Unternehmenspreis in der Kategorie ‚Newcomer‘ gewinnen konnten, motiviert mein Team und mich natürlich enorm, die Parkster-App in Deutschland noch weiter nach vorne zu bringen. Die App ist sehr einfach zu bedienen, sie erfordert keine Eingabe sensibler Bezahldaten und der Nutzer hat die Sicherheit für den digitalen Parkschein nie mehr bezahlen zu müssen als für ein am Parkautomaten gelöstes Parkticket. Ich bin mir sicher, dass wir damit auch in Zukunft bei immer mehr Städten, Gemeinden und Autofahrern werden punkten können.“ Die Parkster-App ist kostenlos im Google Play-Store sowie im App-Store von Apple erhältlich. Die Bezahlung der Parkgebühren erfolgt auf monatliche Sammelrechnung oder per Kreditkarte.
Philipp Halbach (links), Geschäftsführer Fleischhauer Datenträger GmbH, im Gespräch mit Marko Ruh, Chefredakteur Parken aktuell. Fotos (2): Stefan Weich/Maenken Kommunikation
Die Fleischhauer Datenträger GmbH feiert in diesem Jahr ihr 150-jähriges Bestehen. Im Interview mit Parken aktuell zeichnet Geschäftsführer Philipp Halbach die traditionsreiche Geschichte des Unternehmens nach und wirft einen Blick auf Gegenwart und Zukunft des Spezialisten für Tickets, Karten und RFID-Produkte. Herr Halbach, 150 Jahre ist eine stolze Zahl, wie fing alles an?
Die Anfänge unseres Unternehmens sind die einer Zeitungsdruckerei. Fleischhauer hat im Jahr 1869 als Druckerei und Verlag für den Wattenscheider Anzeiger begonnen. Der ursprüngliche Standort des Unternehmens war also Bochum-Wattenscheid. Übrigens kommen bis heute viele unserer Mitarbeitenden aus Wattenscheid. Die Verbindungen an die Wurzeln unseres Unternehmens sind also gewissermaßen geblieben. Welche Meilensteine prägen Ihre Unternehmensgeschichte?
Über die Jahrzehnte haben viele technologie-, aber auch marktbedingte Veränderungen stattgefunden. Der Zeitungsdruck war der erste Schwerpunkt der Unternehmensaktivität. Später war ein weiterer Meilenstein die Produktion von Lochkarten, also der ersten maschinenlesbaren Datenträger. ‚Fleischhauer Datenträger’ als Firmenname ist bis heute Programm geblieben, weil auch unsere heutigen Tickets, Karten und RFID-Produkte für Zutrittssysteme moderne Datenträger sind. Sie transportieren Informationen. Wie kam es von der Lochkarte zum Eintritt in die Parken Branche?
Lochkarten waren ein Medium aus dem ganz frühen Computerzeitalter. Zu der Zeit war es das Kerngeschäft für Fleischhauer. Etwas später folgten die Magnetkonten, die sich in den 1960er-Jahren sehr stark entwickelten. Am Ende der 1960er-Jahre begann dann die Ära der automatisierten Parksysteme. Magnetkonten waren Datenträger in Form einer Pappkarte größeren Formats, auf die Magnetstreifen appliziert wurden. War der Magnetstreifen dabei ein wichtiger Faktor?
Es war die technologische Brücke, mit der wir überhaupt im Bereich Parken so gut starten konnten. Dadurch dass wir eine Kompetenz in der Verarbeitung von Magnetbändern hatten, fiel es uns relativ leicht, bei der Entwicklung und Fertigung von Papiertickets für die ersten aufkommenden Parksysteme – damals aus dem Haus Scheidt & Bachmann – Partner der ersten Stunde zu sein. In der Folge wurden wir dann auch Partner weiterer Systemhersteller. Eine Zeitspanne, die bis heute 50 Jahre umfasst. Sie waren neuen Technologien gegenüber also immer schon offen?
Das ist für uns eine Überlebensfrage in sich schnell verändernden Märkten. Diesen Veränderungsdruck empfinden wir auch sehr stark, haben ihn aber mit unserem Branchenumfeld keineswegs exklusiv. Schauen Sie sich nur an, wie stark sich Automobilunternehmen gegenwärtig verändern müssen, um nur ein Beispiel zu nennen. Natürlich mussten wir über die lange Strecke von 150 Jahren, aber auch in den vergangenen Jahrzehnten und Jahren immer wieder kritisch überprüfen, wie zukunftsfähig unser Geschäftsmodell und unsere Produktschwerpunkte in Bezug auf Marktentwicklungen der jeweils kommenden Jahre sind.
Moderne Druckverfahren ermöglichen hochwertig und individuell bedruckte Parktickets.
Wie feiern Sie Ihr Firmenjubiläum?
Wir versuchen, es für unsere Kunden erlebbar zu machen. Die PARKEN in Wiesbaden haben wir unter anderem dafür genutzt. Gern möchten wir auch unsere Kunden weltweit damit anstecken. Allerdings ist das Jubiläum kein Anlass, sich entspannt zurückzulehnen und sich nur an der Vergangenheit zu erfreuen, sondern es ist für uns Ansporn und Anspruch, die Geschichte erfolgreich weiterzuschreiben und die erforderliche Anpassungsfähigkeit und Veränderungsbereitschaft zu behalten. Wie sehen Sie sich da momentan, in Zeiten der digitalen Disruptionen, aufgestellt?
Das Zeitalter von Papierticketanwendungen scheint im Zuge der Digitalisierung zu Ende zu gehen. Die Realität ist Stand heute jedoch eine andere, wenn man sich anschaut, wie verfügbar die digitalen Anwendungen im Parken-Markt sind. Die potenziellen Nachfolgetechnologien für das Parkticket sind ja nicht erst im letzten halben Jahr erfunden worden. Und deshalb gibt es Erfahrungswerte, welchen Stellenwert diese im Verhältnis zu ticketbasierten Zutrittssystemen einnehmen. Ihre Bewertung?
Wir sehen im Augenblick eine gewisse Veränderung im Markt. Systembetreiber öffnen sich neuen Technologien, ohne diesen Heilsbringerqualität zuzusprechen. Ich glaube, dass man für die nächsten Jahre davon ausgehen kann, dass vermehrt ticketbasierte und ticketlose Zutrittssysteme parallel zum Einsatz kommen werden. Nicht zuletzt die Akzeptanz bei den parkenden Kunden wird dann über die weitere Bedeutung der unterschiedlichen Technologien entscheiden. Also keine Angst vor der Digitalisierung?
Wir wollen jetzt nicht das Hohelied des Papiertickets singen in der Hoffnung, es möge alles so bleiben wie es war. Wir gehen realistisch davon aus, dass andere Technologien vermehrt Anwendung finden. Alles andere wäre eine etwas naive Vorstellung. Glauben Sie demzufolge, dass man als Parkhausbetreiber mehrgleisig fahren sollte?
Wir hören von unseren Kunden, dass sie kurzfristig eher nicht mit einer breiten Umstellung auf ‚ticketless’ rechnen. Gleichzeitig werden aber Erfahrungen gesammelt, wie die Parkenden mit den Technologien umgehen. In Deutschland spielen dabei auch datenschutzrechtliche Befindlichkeiten eine Rolle. Wenn Sie künftig als Parkender weiterhin anonym bleiben und keinen digitalen Fußabdruck hinterlassen wollen, sind Sie mit einem Ticket und Barzahlung am Kassenautomaten besser aufgestellt, als wenn Ihr Kennzeichen bei der Einfahrt erfasst wird oder Sie ‚cashless’ am Automaten bezahlen. Es ist also auch eine Frage der Nutzerpräferenzen. Parkhausbetreiber, die darauf Rücksicht nehmen, werden unterschiedliche Technologien bereithalten. Welche internationalen Präferenzen beobachten Sie?
Es gibt recht große Unterschiede in der Mentalität. Bargeldkultur und Datenschutz sind wichtige Aspekte, aber auch technische Fragen der Systemvernetzung. Die Veränderungsgeschwindigkeit ist daher in verschiedenen Märkten sehr unterschiedlich. Wir beliefern Kunden in 60 Ländern weltweit mit Parktickets. Damit haben wir einen relativ guten Blick für die Entwicklungen in verschiedenen Regionen und sehen noch sehr viele Chancen mit unseren Produkten. Auch durch spezielles Know-how?
Das Parkticket ist ein oftmals unterschätztes Produkt. Wenn es ein triviales Produkt wäre, könnten wir es kaum außerhalb unseres Heimatmarktes erfolgreich vermarkten. Allein daraus lässt sich schon ableiten, dass man es mit einer hohen Spezialisierung zu tun hat. Diese besteht unter anderem in einer besonders tiefen Kenntnis der Systemanforderungen, die zugleich sehr heterogen sind. Diese technologische Kompetenz hat sich in enger Partnerschaft mit den Geräteherstellern entwickelt. Unsere Spezialisierung auf die Verarbeitung von Thermopapier erlaubt es uns darüber hinaus, unterschiedlichen klimatischen Bedingungen am Einsatzort unserer Produkte gerecht zu werden und die Gerätehersteller bei der Weiterentwicklung ihrer Parkanwendungen zu unterstützen. Welchen Stellenwert hat das Qualitätsmanagement?
Zertifizierungen sind für uns seit vielen Jahren Maßstab für die Standardisierung unserer Prozesse mit Blick auf die Themen Qualität, Umwelt und Nachhaltigkeit, auch in Bezug auf die Energieeffizienz von Fertigungsprozessen. Da wir uns immer wieder Audits stellen, sichern wir uns einen Blick von außen auf die Organisation. Was zeichnet das Produkt konkret aus?
Parktickets können heute kleine Kunstwerke sein. Wir können im Prinzip Tickets mit endlos vielen unterschiedlichen Layouts produzieren, ganz nach der jeweiligen Kundenanforderung. So können wir unter anderem in einer Kassette einzelne Tickets individualisieren, um damit beispielsweise Rückvergütungssysteme oder Gewinnspiele zu verknüpfen. Ist das ein Novum?
Diese Variabilität und Qualität wäre ohne modernste Druck- und Verarbeitungsverfahren gar nicht denkbar. Wenn Individualität und besondere drucktechnische Anforderungen gefragt sind, verfügen wir über die entsprechenden Möglichkeiten. Wie steht es mit den RFID-Medien, die Sie ja auch produzieren?
Wir fertigen RFID-Produkte in Form von Chipkarten, aber auch als flexible RFID-Medien wie E-Tickets, die als Fahrausweise im Personenverkehr oder als Eintrittskarte Verwendung finden. Im Bereich Parken spielt RFID vor allem bei Dauerparkanwendungen eine wichtige Rolle. Im Karteninneren verbirgt sich ein Transponder, bestehend aus Chip und Antenne. Dauerparkkarten sind das Standardmedium für einen berührungslosen Zutritt ins Parkhaus. Bei diesen RFID-Anwendungen hat es über die Jahre viele Entwicklungsschritte in enger Kooperation mit den Geräteherstellern gegeben. Aktuell sieht man im Markt Bestrebungen, Interoperabilität zwischen Systemen unterschiedlicher Hersteller zu erzielen und Medien zu schaffen, die systemneutral funktionieren. Das ist gerade für große Parkhausbetreiber wichtig, die im Regelfall unterschiedliche Systeme nutzen. Bei solchen Hybridkarten sind mehrere Chiptypen in einer Karte untergebracht, die eine Kompatibilität mit verschiedenen Infrastrukturen ermöglichen. Lohnt sich dieser Aufwand?
Es steckt schon ein gewisser Widerspruch zwischen dem bewussten Technologiewettbewerb der Systeme auf Anbieterseite und dem Wunsch nach möglichst homogener Handhabung auf Kundenseite. Aber das ist eine zeitgemäße Anforderung, und ich glaube, dass dies den Geräteherstellern auch schon lange klar ist. Und wo stehen Sie in 25 Jahren?
Ich kann heute nicht mit Bestimmtheit sagen, welchen Stellenwert Parktickets, Parkkarten und Parkscheinrollen für unser Unternehmen in 25 Jahren im Verhältnis zu anderen Produktthemen haben werden. Stand heute sehen wir in diesen Produktfeldern gute Entwicklungschancen, indem wir sie weiter weltweit ausbauen. Die indirekte Antwort auf die Frage ist, dass wir auf die Anpassungsfähigkeit unseres Unternehmens vertrauen. Hinzu kommt die Technologiekompetenz, die wir haben, sowie die Kreativität und Zukunftsorientierung unseres Teams. Aus all dem schöpfe ich sehr viel Zuversicht, dass wir einen guten Platz in den Anwendungen und Märkten von morgen einnehmen und unserem Hauptanspruch auch in Zukunft gerecht bleiben, nämlich ein wichtiger Partner für unsere Kunden zu sein.
Von der Zeitung bis zur RFID-Karte
Von der Gründung im Jahr 1869 bis heute hat sich Fleischhauer Datenträger mit Printprodukten beschäftigt. In den ersten Jahrzehnten seiner Geschichte stellte man als Zeitungsdruckerei in Wattenscheid das Informationsmedium jener Zeit her. Später war das Unternehmen aus dem Ruhrgebiet eines der ersten in Europa, das sich mit der Produktion von Lochkarten, also den ersten maschinenlesbaren Datenträgern, befasste. Für Fahrscheine und Parktickets mit Magnetstreifen war Fleischhauer Datenträger nach eigenen Angaben überhaupt der erste Produzent. Erfunden wurden diese in Kooperation mit Geräteherstellern. Bis heute entwickelt und produziert das Unternehmen Ticketing- und Identifikationstechnologien. Zum Portfolio zählen Magnetstreifen-, Barcode- und RFID-Medien. Als Unternehmen der Halbach Gruppe ist Fleischhauer Datenträger Teil eines Familienunternehmens, das von Philipp Halbach und Thomas Halbach in der sechsten Generation geleitet wird. Mit zwei Produktionsstandorten in Nordrhein-Westfalen, Tochtergesellschaften im In- und Ausland und mehr als 300 Mitarbeitern ist die Halbach Gruppe einer der größten Tickethersteller in Europa.
Als erstes Parkhaus in Deutschland erhielt jetzt das Goldbeck-Mitarbeiterparkhaus in Hirschberg das Gold-Zertifikat der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB). Verliehen wurde die Auszeichnung auf der Immobilienmesse Expo Real.
Mit der Auszeichnung stelle das Haus nicht nur seine besondere Nachhaltigkeit in Bau und Betrieb unter Beweis, sondern schließe auch eine Lücke bei der Zertifizierung von gewerblichen Immobilien, so das Bielefelder Bauunternehmen. Bei dem Parkhaus in Hirschberg handelt es sich für Goldbeck um ein Projekt in eigener Sache: Das Bauunternehmen erweiterte mit dem Neubau ein bestehendes Parkhaus für seine Mitarbeiter und setzte nach eigenen Angaben auf Nachhaltigkeit: Die Energieversorgung läuft über Wind- und Solarenergie und die industriell vorgefertigten Systembauteile, aus denen das Parkhaus zusammengesetzt ist, werden besonders ressourcenschonend hergestellt. Es kommt dabei beschichtungsfreier Beton zum Einsatz, der das Parkhaussystem besonders langlebig und wartungsarm machen soll. Goldbeck entwickelt zurzeit eine Mehrfachzertifizierung für sein Parkhaussystem. Für das Hallen- und Bürogebäudesystem des Bauunternehmens gibt es das bereits: Alle Gebäude, die innerhalb dieser Systeme gebaut werden, erfüllen laut Unternehmensangaben automatisch die Voraussetzungen des DGNB-Vorzertifikats. Das Parkhauszertifikat soll die bisherige Lücke schließen. Dabei wären 50 Prozent der Nachweisführung über das System anerkannt. Die andere Hälfte muss projektbezogen nachgewiesen werden. Dies mache den Zertifizierungsvorgang für Bauherren schneller und günstiger, so Goldbeck.
Die SKIDATA AG ist im Rahmen der Vergabe des European Business Awards 2019, der als einer der größten Wirtschaftspreise weltweit gilt, als Nationaler Gewinner Österreichs ausgezeichnet worden.
Das Salzburger Unternehmen wurde aus 2.753 Unternehmen ausgewählt und von einer Jury aus unabhängigen Juroren, darunter Wirtschaftsführer, Politiker und Wissenschaftler, zum nationalen Gewinner gekürt. SKIDATA ist in der Kategorie „The Business of the Year Award“ (Umsatz ab 150 Millionen Euro) das beste Unternehmen Österreichs. „Wir freuen uns sehr, dass unsere Innovationskraft und unser internationaler Erfolg erneut belohnt wurden“, sagt SKIDATA CEO David Luken. „Es ist eine große Bestätigung dafür, dass unser Weg im digitalen Zeitalter der richtige ist. Europa ist einer unserer wichtigsten Märkte, in dem wir noch immer viel Wachstumspotenzial haben. Deswegen freuen wir uns sehr, diese Auszeichnung erhalten zu haben“, so Luken weiter. Adrian Tripp, CEO des European Business Awards, sagt: „Dieser Award ist eine bedeutende Leistung und SKIDATA ein herausragender Marktführer in seinem Bereich. Als Nationaler Gewinner ausgewählt zu werden, bedeutet, dass SKIDATA große Innovationskraft, Ethik und Erfolg mitbringt und daher eines der besten Unternehmen Europas ist.“ Der European Business Award findet bereits zum zwölften Mal statt und hat zum Ziel, die Entwicklung einer stärkeren und erfolgreicheren Geschäftswelt in ganz Europa zu unterstützen. In diesem Jahr wurden über 120.000 Unternehmen aus 33 Ländern berücksichtigt.
SKIDATA erhielt den Preis als National Winner für Österreich.
Mit 650 Parkplätzen auf neun Parkebenen zählt das Karstadt-Parkhaus in Bielefeld zu den größten seiner Art in der Stadt. Im Zuge seiner Sanierung sollte einerseits die statische Tragfähigkeit sichergestellt, andererseits das Gebäude mit einem kathodischen Korrosionsschutzsystem ausgestattet werden. Hierfür wurde Carbongewebe verwendet.
Das Betonersatzsystem, in das das Gewebe eingebettet wurde, lieferte die Sika Deutschland GmbH. Darüber hinaus wurden die Parkflächen mit einem Oberflächenschutzsystem (OS 8) des Bauchemie-Unternehmens versehen. Aufgrund seiner zentralen Lage hat das Parkhaus eine besonders hohe Frequentierung. Um auch in Zukunft den Nutzern günstig gelegene Stellplätze bieten zu können, findet bis Ende 2019 eine Sanierung der Parkflächen statt. In dem über 50 Jahre alten Gebäude gab es deutliche Mängel und Abnutzungen: Die Betonoberflächen waren durch Risse und Abplatzungen zum Teil stark geschädigt, so dass Schadstoffe ungehindert eindringen konnten. Die Folge ist chloridinduzierte Lochfraßkorrosion am Bewehrungsstahl und damit eine Verringerung des Bewehrungsquerschnitts. Dem Parkhausbetreiber Q-Park war es wichtig, eine langlebige Lösung zur Wiederherstellung und Ertüchtigung des Bauwerks umzusetzen. Daher erarbeitete Sika ein Sanierungskonzept in enger Zusammenarbeit mit der Koch GmbH, welche sich auf Instandsetzungen mit Carbonbeton und kathodischem Korrosionsschutz spezialisiert hat. Die Empfehlung lautete, den Beton instand zu setzen, den stark geschädigten Stahl durch nicht korrosionsfähiges Carbongewebe zu ersetzen und den noch funktionstüchtigen Bewehrungsstahl mithilfe eines kathodischen Korrosionsschutzes langfristig zu schützen.
Statische Tragfähigkeit durch Glasfaserverbundbewehrung und Carbongewebe
Im Karstadt-Parkhaus in Bielefeld waren Bewehrungsquerschnitte zum Teil so stark verringert, dass die statische Tragfähigkeit beeinträchtigt war und wiederhergestellt werden musste. Statt alle stark korrodierten Bereiche großflächig mit Höchstdruckwasserstrahl zu öffnen und den geschädigten Stahl auszutauschen, sah die Firma Koch eine Zulage von Glasfaserverbundbewehrung und Carbonmatten vor, die in ein Betonersatzsystem eingebettet wurden. Diese Kombination gilt als eine minimalinvasive Lösung. Carbon ist ein Material, das eine wesentlich höhere Zugfestigkeit als Stahl hat und deutlich leichter ist. Daher kann die statische Tragfähigkeit durch den Einsatz von Glasfaserbewehrung und Carbongelegen mit geringerem Materialaufwand wiederhergestellt oder vergrößert werden. Außerdem ist Carbon alkali- und korrosionsbeständig und ermöglicht einen nachhaltigen Schutz des Bauwerks. Zunächst trugen die Verarbeiter des ausführenden Unternehmens Massenberg GmbH minderfeste Bereiche des geschädigten Betons ab. Die notwendige Reprofilierung erfolgte mit einem Betonersatzsystem mit dem Mörtel SikaTop ES-104. Darin betteten sie anschließend das Carbongewebe ein. „Aufgrund ihres geringen Eigengewichts ließen sich die Carbonmatten – auch großflächig – problemlos verarbeiten und dank ihrer netzartigen Struktur flexibel in das Betonersatzsystem einfügen“, sagt Thomas Moormann, Projektleiter bei der Massenberg GmbH. „So bleibt das Betonersatzsystem flexibel und kann Gebäudebewegungen besser aufnehmen, ohne dabei zu reißen.“
Leichter und dennoch fester als Stahl: Carbongewebe eignen sich zur statischen Ertüchtigung bei Parkhaussanierungen. _Foto: Sika
Kathodischer Korrosionsschutz mit Carbon
Alle Bereiche mit erhöhten Chloridgehalten sollten fortan mit einem kathodischen Korrosionsschutz dauerhaft geschützt werden. Hierfür wird der Bewehrungsstahl als Kathode an eine Fremdstromquelle angeschlossen. Die Carbonmatten übernehmen die Funktion der Anode. Das korrosionsbeständige und hochfeste Carbongewebe wurde im KKS-System ergänzend zu Bandanoden großflächig verlegt, da es die Tragfähigkeit des Parkhauses in kritischen Bereichen langfristig ertüchtigt.
„Carbongelege ergänzen deshalb so gut unser Sanierungskonzept, weil sie passend zu unseren Systemen eine sehr hohe Lebensdauer haben und das Bauwerk nachhaltig schützen“, so Ulrich Kerkeling, Verkaufsberater bei Sika. Die Verwendung und Tauglichkeit von Betonersatzsystemen zusammen mit kathodischem Korrosionsschutz oder Carbon ist derzeit jedoch noch nicht über bauaufsichtliche Zulassungen einheitlich geregelt. Dass sich der Mörtel SikaTop ES-104 als Betonersatzsystem für die Sanierung des Karstadt-Parkhauses eignet, fand die Firma Koch in vielen Prüfungen heraus. Das Betonersatzsystem von Sika erfüllt in Zusammenhang mit dem Carbongewebe alle notwendigen Anforderungen und erhielt vom Land Nordrhein-Westfalen die erforderliche Zustimmung im Einzelfall für die Verwendung bei der Parkhaussanierung in Bielefeld.
Nach der Trocknung des Mörtels erhielten die Parkflächen das Oberflächenschutzsystem (OS 8) Sika CarDeck Static N I, welches laut Hersteller insbesondere bei großen Flächen eine wirtschaftliche Lösung bietet. Das OS-System soll dafür sorgen, dass die Parkebenen einen frischen Look und die notwendige Rutschfestigkeit erhalten. Laut Sika ist das System ist mechanisch hoch belastbar. Es besteht aus der Grundierung beziehungsweise Verschleißschicht Sikafloor-156 sowie der Versiegelung Sikafloor-378. Der Hersteller will dabei eine hohe Penetrierfähigkeit sowie einen optimalen Verbund mit der Schutzbeschichtung ermöglichen.
Die Scheidt & Bachmann Kundenservice GmbH und die Scheidt & Bachmann GmbH / Region D-A-CH agieren seit dem 1. Oktober 2019 gemeinsam als Scheidt & Bachmann Parking Solutions Germany GmbH.
Man habe den Anspruch, seinen Kunden das führende Produkt- und Serviceportfolio auf höchstem Leistungsniveau anzubieten. Mit diesem Ziel hat Scheidt & Bachmann sein Know-how für die Kunden in Deutschland in einer Gesellschaft gebündelt. In der neuen Gesellschaft stehen den Kunden über 200 Mitarbeiter zur Verfügung, die sich um alle Belange rund um das Thema Parken sowie den bewährten Service für Freizeitanlagen kümmern.
Ulrich Fleps, Geschäftsführer der neu firmierten Scheidt & Bachmann Parking Solutions Germany GmbH, sieht darin eine sehr positive Entwicklung für den deutschen Markt: „Mit diesem Schritt stellt sich Scheidt & Bachmann für die Anforderungen der Zukunft auf und schafft für seine Kunden klare Strukturen und Zuständigkeiten. Das Team freut sich, seine Erfahrung und Kompetenz künftig konsolidiert aus einem Unternehmen heraus anbieten zu können.“
Die bisher bekannten Ansprechpartner stehen auch in Zukunft für Neuprojekte, After Sales und On-Call-Service zur Verfügung, teilt das Unternehmen aus Mönchengladbach mit. Im Lauf des Oktobers sollen alle Angebote für Neuanlagen, Erweiterungen, Updates und Upgrades von der Scheidt & Bachmann Parking Solutions Germany GmbH erstellt und aus einer Hand umgesetzt werden.
Das neue Führungsteam der Scheidt & Bachmann Parking Solutions Germany GmbH: (vordere Reihe v.l.) Michael Münster, Head of Technical Service Center; Daniela Lange, Assistant to the Managing Director; Ulrich Fleps, Managing Director; Renate Ehrmann, Senior Key Account Manager; Michael Emunds, Head of Operations; Frank Thoms, Head of Access Service & Support; (hintere Reihe v.l.) Christoph Lemmen, Administrative Director; Sven Dickas, Head of Project Support; Ralf Nowak, Dispatcher Maintenance; Thomas Goertz, Technical Director; Guido Nobis, Director Sales D A CH Foto: Scheidt & Bachmann
Der Megatrend Digitalisierung hat auch die Parken Branche erfasst. So war die begleitende Fachtagung zur diesjährigen PARKEN mit 233 Teilnehmern komplett ausgebucht. Mit ein Grund: Alle waren gespannt auf die digitalen Themen, die das Vortragsprogramm als roter Faden durchzogen.
Auch in der Parken Branche sind digitale Lösungen und Geschäftsmodelle zunehmend unentbehrlich und Teil des Tagesgeschäfts. Dieses Resümee dürften Besucher der Fachtagung des Bundesverbandes Parken e.V. gezogen haben, die begleitend zur Messe PARKEN am 5. Juni in Wiesbaden stattfand und rekordverdächtige 233 Teilnehmer zählte. Während einschlägige Branchenunternehmen in zwei Hallen des RheinMain CongressCenters über die ganze Breite der Trends informierten, wurden in der Fachtagung einzelne Aspekte schwerpunktmäßig aufgegriffen und vertieft.
Dass die Digitalisierung eines der beherrschenden Branchenthemen ist, betonte auch Michael Kesseler, Vorstandsvorsitzender der Bundesverbandes Parken, in seinem Grußwort. „Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit“, so Kesseler im Hinblick auf die aktuellen Veränderungen. Beispielsweise seien einfachere Bezahlmethoden auf digitalem Weg möglich. Dies erfordere allerdings Standardisierungen, sagte Kesseler. International sei hierfür unter tatkräftiger Unterstützung des europäischen Dachverbandes European Parking Association die Alliance for Parking Data Standards (APDS) gebildet worden. Weitere Kooperationen mit anderen Organisationen seien notwendig, so Kesseler, etwa mit dem Verband der Automobilindustrie (VDA). Der Interessenverband der Automobilhersteller stehe in engem Austausch mit dem Bundesverband Parken e.V. und war auf der Messe PARKEN 2019 erstmalig mit einem eigenen Messestand vertreten. Gemeinsam wolle man unter anderem das Thema Automated Valet Parking weiterentwickeln. Angesichts der Veränderungen in der Parken Branche sei es wichtig, offen dafür zu sein und die Prozesse mitzugestalten, so Kesseler. „Das Thema Mobilität bleibt ein Schlüsselfaktor für eine erfolgreiche Gesellschaft“, erklärte der Vorsitzende des BV Parken. IT-Experte führt Live-Hacks vor
IT-Experte Götz Schartner baute eine Live-Hacking-Aktion in seinen Vortrag ein.
Sein Vortragsthema „Hacking & Cybercrime“ veranschaulichte IT-Sicherheitsexperte Götz Schartner mit einem eindrucksvollen Live-Hack. Ohne größere Schwierigkeiten verschaffte sich der Referent Zugriff auf persönliche Geräte einzelner Fachtagungsbesucher, konnte Daten mitlesen oder gar eine SMS von einem Smartphone zum anderen senden. Auch Gespräche hörte er auf einem der gehackten Smartphones zum Schock aller Anwesenden im Saal laut mit. Möglich werden solche illegale Zugriffe über das Auslesen von IP-Adressen, erklärte der Fachmann.
Für private wie gewerbliche Nutzer sei es eminent wichtig, sich gegen solche Hackerangriffe wirkungsvoll abzusichern, so Schartner. Laut dem Experten erkennen gängige Virenscanner und Firewalls allerdings nur rund 50 Prozent der im Umlauf befindlichen Schadsoftware. Regelmäßige Updates seien unablässig. Unternehmen empfahl er, Backups wichtiger Daten auf Wechseldatenträgern vorzunehmen und Speichermedien sicher zu entsorgen. Außerdem riet er dazu, in Unternehmen keine WLAN-Netzwerke einzusetzen und bei Zahlungen auf sichere Verfahren zu achten.
Um für mehr IT-Sicherheit zu sorgen, riet Schartner Unternehmen, zunächst ihre individuellen Risiken und Sicherheitslücken zu analysieren. Sorgfältig durchgeführt und von einem dauerhaften Monitoring begleitet, könne dieser Prozess ein bis zwei Jahr dauern. Spezifische Gefahren im Bereich Parken sieht der IT-Fachmann besonders bei den digitalen Bezahllösungen sowie in der internen Kommunikation per E-Mail. Grundsätzlich wichtig sei, sich überhaupt um Risiken in der IT zu kümmern. Auf Computer zu verzichten sei keine Option. Denn: „Ohne Digitalisierung geht es nicht“, so Schartner abschließend. Hohe Relevanz digitaler Parkraumdaten
Eine andere Facette der Digitalisierung in der Parkraumbewirtschaftung beleuchtete Prof. Dr.-Ing. Petra Schäfer, geschäftsführende Direktorin des ReLUT Research Lab for Urban Transport an der Frankfurt University of Applied Sciences. Sie legte in ihrem Vortrag den Fokus auf den Informationswert von Parkdaten und den Umgang damit. In einem wissenschaftlichen Projekt der Universität wurden Daten der Städte Köln, Frankfurt und Fulda zusammengetragen, digitalisiert und ausgewertet.
Prof. Dr.-Ing. Petra Schäfer sprach über die wachsende Bedeutung von Parkdaten.
Ansatzpunkt war die Beobachtung, dass Kommunen selten vollständige Daten über den gesamten eigenen Parkraum vorliegen. Probleme entstehen unter anderem durch mangelnden Austausch zwischen privaten und öffentlichen Parkraumbewirtschaftern. Die Erhebung des Parkraums ist oft sehr aufwändig, da lokale Strukturen in diesem Bereich oft historisch gewachsen sind. Im Projekt wurden Datenbanken für das Bezugsjahr 2017 entwickelt. Dabei wurden 2.460 Einzeldateien zusammengeführt, die unter anderem Daten zu Parkplätzen, Parkbauten, Handyparken und Ordnungswidrigkeiten umfassten. Daraus ließen sich Rückschlüsse auf das Parkraumangebot in spezifischen Straßenzügen der untersuchten Städte ziehen. Aus den Daten zu geahndeten Ordnungswidrigkeiten im On-Street-Parken konnten die Wissenschaftler weiterführende Informationen zu Anzahl und Art der Stellplätze, lokaler Infrastruktur und Bewirtschaftung sowie zu den Geltungsbereichen der örtlichen Beschilderung ableiten.
Die Stadt Köln stellte Rohdaten zum Verkauf digitaler Tickets und klassischer Parkscheine zur Verfügung. Daraus konnten die Wissenschaftler Rückschlüsse über die tageszeitliche Verteilung, die Nutzungszeit und die eingenommenen Gelder ziehen. Eine besonders hohe Nachfrage nach öffentlichem Parkraum besteht demnach zwischen 9 und 12 Uhr. Ein Ergebnis war außerdem, dass beim Handyparken im Schnitt 22 Prozent länger geparkt wird und der bezahlte Preis um 55 Prozent höher liegt als beim Zahlen am Automaten. Ferner wurde die Auslastung der Parkhäuser in Frankfurt am Main ermittelt. Perspektivisch könne man mit Hilfe der Auswertung von Parkdaten Folgeprojekte anstoßen und die Nutzung von Parkangeboten weiter analysieren, so Referentin Schäfer. Zentrale Themen könnten dabei der Parksuchverkehr, zukünftige Szenarien der Parkraumbewirtschaftung sowie die nachfrageseitige Preiselastizität sein. Vernetzung und Datenaustausch
Datenvernetzung wird auch für die Nutzung intelligenter Parksysteme immer wichtiger. Darüber sprach Peter Lubrich, Wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt). Der Trend gehe zu sogenannten intelligenten Parksystemen (IPS), die eine Verbesserung des Parkraummanagements möglich machten. Sie helfen bei Überwachung, Nachfrageermittlung, Buchung, Zahlung und weiteren Aufgaben. Hier könnten neue Potenziale gehoben werden, denn aktuell bekämpfe die öffentliche Hand vielfach „digitale Probleme mit analogen Schildern“, so Lubrich. Es fehle noch an einer wirksamen Kopplung analoger und digitaler Ansätze. Bisher seien Datenkooperationen in ihrer Umsetzung oft ungenügend. So könne etwa eine kurzfristige Sperrung von Parkraum in Apps vielfach nicht berücksichtigt werden. Zentrale Forschungsfrage sei, ob und wie das Parkraummanagement durch die Nutzung von IPS-Diensten verbessert werden kann. Sind verschiedene Dienstleister beteiligt, werde oft ein Austausch von Daten und Informationen mehrerer privater und öffentlicher Partner notwendig. Ansätze zur Harmonisierung eines Parkdaten-Ökosystems können darin bestehen, für Datengeber und Datennehmer einheitliche Zugangspunkte für den Austausch ihrer Daten zu schaffen, sagte Lubrich. Insgesamt sei mehr Koordination und mehr Kooperation nötig: „Das Potenzial in Deutschland wird noch nicht voll ausgeschöpft“, so der Referent. Parken und die Entwicklung der E-Mobilität
Sieht Potenzial in der E-Mobilität: Unternehmensberaterin Claudia Brasse.
Mit einem anderen Thema beschäftigte sich Unternehmensberaterin Claudia Brasse in ihrem Vortrag „Elektromobilität im Kontext der Parkraumbewirtschaftung“. Brasse ging darin von einem perspektivischen Anstieg der E-Mobilität in den kommenden Jahren aus. Grundlage dieses Zukunftsszenarios sind generelle Veränderungen des Mobilitätsverhaltens. Zu beobachten sei eine weiterhin steigende Zahl von neu zugelassenen Pkw, mehr Mobilität und eine höhere Fahrzeugeffizienz. Einer der Begleiteffekte sei der zunehmende Parksuchverkehr, sagte Claudia Brasse. Zugleich werden in vielen Städten Schadstoffgrenzwerte überschritten. Durch eine Verbannung des Verkehrs aus Innenstädten, eine Reorganisation von Transport und Logistik sowie die Elektrifizierung von Antrieben könnten im Ergebnis moderne Smart-City-Entwicklungen angestoßen werden, so Brasse. In Bezug auf E-Mobilität sieht die Unternehmensberaterin Deutschland aktuell am Beginn eines beschleunigten Wachstums. Sie begründete dies mit der zunehmenden Modellvielfalt von Elektroautos und ihrer steigenden Effizienz. Die Situation fordere auch Entscheider der Parkraumbewirtschaftung zum Handeln auf. „Sie haben den Schlüssel in der Hand. Wo geparkt wird, wird immer auch geladen“, so Brasse gegenüber dem Plenum. Parkdruck im öffentlichen Raum
Kommunale Probleme mit dem Parkraummanagement rückte der Diplom-Geograph Markus Stenzel in den Mittelpunkt seines Vortrags. Der Sachgebietsleiter im Bereich Verkehrsreglung im Straßenverkehrsamt der Stadt Frankfurt am Main ist in vielfacher Hinsicht mit den Auswirkungen des steigenden Pkw-Verkehrs konfrontiert. In den wachsenden Wohngebieten der Stadt lassen sich die benötigten Stellplätze häufig nur noch in Tiefgaragen schaffen. Denn die wenigen freien Grundstücke werden für den boomenden Wohnungsbau gebraucht. Zugleich nehme der Straßenverkehr zu, auch durch den wachsenden Fuhrpark vieler Unternehmen. In zentralen städtischen Bereichen würden zudem immer wieder Fernbusse auf öffentlichen Parkflächen abgestellt, die nicht für sie vorgesehen sind.
Nach seinem Eindruck sei das On-Street-Parken stark ausgelastet, während Parkhäuser und Tiefgaragen im ganzen Stadtgebiet nicht voll ausgelastet seien, so Stenzel. Abhilfe könnte eine höhere Attraktivität des Off-Street-Parkens schaffen. Bezüglich der Parkraumbeschaffung für Busse und Lkw rief der Vertreter der Stadt die Parken Branche zur verstärkten Zusammenarbeit auf. Mögliches Lösungsszenario, so Stenzel, seien mit Autohöfen vergleichbare Stellplätze. Michael Kesseler, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes Parken e.V., forderte nach dem Vortrag Städte dazu auf, mit höheren Strafen die Voraussetzung für eine größere Attraktivität des Off-Street-Parkens zu sorgen. Dynamische Entwicklungen
Deutlich weniger private Pkw: Enno Däneke referierte über Veränderungen, die der gesamten Mobilitätsbranche in den kommenden Jahren bevorstehen könnten.
Enno Däneke von der Future Management Group beschrieb in seinem Fachvortrag Zukunftsszenarien der Mobilität, die auch Veränderungen im Parken mit einschließen. Neue technische Entwicklungen, so Däneke, verbreiteten sich oft exponentiell und nicht linear. Spartenprodukte oder Themen können dann an einem bestimmten Punkt sprunghaft an Aufmerksamkeit gewinnen. „Wir sind an einem Punkt, an dem sich Digitalisierungsentwicklungen massiv beschleunigen“, so Däneke. Hinsichtlich der Mobilität könnte eine Entwicklung eintreten, dass bis zum Jahr 2035 der private Kauf von Pkws massiv sinkt. Die Gründe dafür seien vielfältig. Perspektivisch seien Elektroautos ab 2025 in Anschaffung und Betrieb billiger als konventionelle Verbrenner. Zudem könnten Sharing-Modelle in der Zukunft dazu beitragen, dass die reine Nutzung von Fahrzeugen den Besitz übersteigt. So würden Service-Anbieter klassische Autohändler immer weiter verdrängen. Im Jahr 2028 sei damit zu rechnen, so Däneke, dass bereits jede dritte Autofahrt im Zusammenhang mit einem Sharing-Modell getätigt wird. Sogenannte Transport-as-a-Service-Dienste sind in diesem Szenario für den Nutzer billiger als der Besitz eines eigenen Fahrzeugs. Es seien für Marktbeteiligte verschiedene Strategien denkbar, um mit dem sich abzeichnenden Wandel umzugehen, erklärte Däneke. Wichtig für Unternehmen sei die Entwicklung einer gemeinsamen Zukunftsvision. Unter dieser Voraussetzung, so der Tenor in Dänekes Vortrag, seien auch für die Parken Branche die kommenden Jahrzehnte konstruktiv gestaltbar. Besucher der Fachtagung konnten bestätigen, dass die Veranstaltung ihre Funktion als aktuelle Wissensbörse der Parken Branche voll erfüllt hat. „Die Fachvorträge waren sehr interessant und am Puls der Zeit. Es gab genügend Gelegenheit, sich zu vernetzen und sich mit den Fachreferenten auszutauschen“, resümierte Michael Huttny, Manager im Innovationsmanagement von Parconomy, einem Open-Parking-System, das der Energieversorger Energie Baden-Württemberg (EnBW) auf der Messe vorgestellt hat.
James Toal, Senior Vice President Europe der SKIDATA AG, sieht im portugiesischen Markt weiteres Potenzial für den Systemhersteller. Foto: SKIDATA
Die SKIDATA AG operiert bereits seit 1998 mit Unterstützung des bisherigen Distributionspartner F. L. GASPAR am portugiesischen Markt. Die Aktivitäten auf der Iberischen Halbinsel sollen jetzt mit einer eigenen Niederlassung weiter verstärkt werden.
Der Systemhersteller konnte eigenen Angaben zufolge seit 1998 in Portugal zahlreiche Projekte im Car- und People-Access-Segment erfolgreich umsetzen. Unter anderem wurde Fußball-Klub Benfica Lissabon mit umfangreichen Zutritts-Lösungen sowohl im Stadion- als auch im Parking-Bereich ausgestattet. Um noch mehr Marktdurchdringung und Präsenz zu gewährleisten, hat sich SKIDATA entschlossen, in Portugal künftig auf eine eigene Niederlassung zu setzen. „Markt- und Kundennähe sind Grundvoraussetzungen für unseren Erfolg, um Bedürfnisse und Anforderungen besser verstehen und die passende Komplettlösung inklusive der neuen digitalen Plattformen anbieten zu können. Die Neugründung der SKIDATA in Portugal und die Übernahme der Mitarbeiter von unserem ehemaligen Partner war ein logischer Schritt dazu“, sagt James Toal, Senior Vice President Europe der SKIDATA AG.
Gemeinsam mit der spanischen Tochtergesellschaft sollen Projekte auf der Iberischen Halbinsel nun noch besser vernetzt und Synergien genutzt werden. „Die Vorteile für unsere Kunden bestehen unter anderem darin, dass sie durch diesen Schritt auf eine erfahrene lokale Organisation, die sowohl organisatorisch als auch prozesstechnisch Teil der SKIDATA Gruppe ist, vollumfänglich vertrauen können. Damit garantieren wir höchst mögliche Qualität von der Beratung und Lösungsentwicklung bis hin zur Projektumsetzung und unseren Service- und Wartungsleistungen“, so Toal weiter. Die Neugründung von SKIDATA Portugal soll bereits im September wirksam werden. Als Geschäftsführer fungieren Maximino González und Thomas Paulik. SKIDATA übernimmt zehn Mitarbeiter von F. L. GASPAR, die in den beiden Büros in Lissabon und Porto stationiert sind.
Der ADAC hat jetzt 60 P+R-Anlagen in ganz Deutschland getestet. Die vier Bestplatzierten nutzen Parkraum-Management-Systeme von Scheidt & Bachmann. Foto: Adobe Stock
Der Verkehrsclub ADAC hat jüngst 60 Park-and-Ride-Anlagen in zehn Großstädten in ganz Deutschland getestet. Im Fokus des stand vor allem die Ausstattung sowie die Anbindung der Anlagen zum ÖPNV.
Bewertet wurden insgesamt vier Kriterien: Information und Kosten, Nutzerkomfort, Sicherheit und ÖPNV. Ein Drittel der getesteten Anlagen erhielt ein gutes oder sehr gutes Testurteil. Als die vier besten Anlagen gingen aus dem Test das Parkhaus Österfeld in Stuttgart sowie die P+R-Anlagen Messestadt Ost und Fröttmaning in München und das Parkhaus Borsigallee in Frankfurt hervor.
Die Gemeinsamkeit der vier Parkierungslagen besteht darin, dass die Betreiber Parkraum-Management-Systeme des Anbieters Scheidt & Bachmann nutzen. Das Unternehmen gratulierte deshalb jetzt den Gewinnern. P+R-Anlagen seien ein wichtiger Teil der Mobilitätskette. Pendler oder Besucher von Städten könnten dank ihnen ganz entspannt in Bus und Bahn umsteigen und somit den Autoverkehr in den Innenstädten entlasten. Umweltschonende Mobilitätskonzepte gelängen nur durch das Zusammenspiel attraktiver Parkmöglichkeiten und einer guten Taktung des Nahverkehrs, so der Mönchengladbacher Systemhersteller über das Ergebnis des ADAC-Tests. Ausführliche Informationen zum Test gibt auf der Website des ADAC. www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/tests/reise/park-ride
Die Goldbeck Parking Services GmbH (GPS) übernimmt mit der Verkehrswacht Parkplatz GmbH eines der führenden deutschen Parkraumbewirtschaftungsunternehmen. Nach der Übernahme der OPG Center Parking GmbH im Jahr 2016 gilt die Übernahme als weiterer großer Wachstumsschritt.
Goldbeck Parking Services verfügt nach eigenen Angaben nun über ein Netz von 136 Parkobjekten und circa 72.000 Stellplätzen in Deutschland und Österreich. Mit dem Erwerb der Verkehrswacht Parkplatz GmbH mit Sitz in Düsseldorf kamen 44 Parkobjekte mit über 30.000 Stellplätzen in 17 deutschen Städten hinzu. Goldbeck hatte vor gut vier Jahren mit der Gründung der Goldbeck Parking Services GmbH (GPS) begonnen, ein neues Geschäftsfeld aufzubauen. Laut Unternehmensangaben verfolge man dabei die Strategie „Make & Buy“. Die Übernahme und vollständige Integration der OPG Center-Parking GmbH 2016 gilt als wichtiger Schritt innerhalb der Entwicklung. „Dieser Prozess ist sehr gut gelungen und hat uns dazu bewogen, jetzt Ähnliches zu wiederholen“, sagt der Geschäftsführer der Goldbeck Services GmbH Dr. Andreas Iding.
Durch den Zusammenschluss wird eine noch höhere Flächenabdeckung erreicht und Kunden beider Unternehmen sollen zukünftig durch weitere Parkraumbewirtschaftungsangebote deutschlandweit profitieren. Technologisch können künftig alle betreuten Parkobjekte auf einen eigenen rund um die Uhr besetzten Leitstand zurückgreifen, sodass Parkkunden jederzeit persönlich Kontakt mit einem der modernsten Leitstände aufnehmen können. Einen Überblick zu allen Objekten und Leistungen erhalten Parkhaus-Nutzer über die jeweilige Website und die Parking Services-App. Eine besondere Kompetenz der Verkehrswacht ist das Messe- und Event-Geschäft, das aus Sicht von Goldbeck Parking Services eine interessante und wichtige Geschäftsfelderweiterung darstellt.
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