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APCOA wird Partner von HERE Navigation On-Demand

HERE Technologies und APCOA Parking sind Partner bei der Anwendung der Sofware-as-a-Service-Lösung HERE Navigation On-Demand, die jetzt in APCOA FLOW integriert wird. – Foto: HERE Technologies

Die Software-as-a-Service-Lösung HERE Navigation On-Demand von HERE Technologies, einem Anbieter digitaler Karten und ortsbezogener Plattformdienste, ist jetzt für die Integration in OEM-Infotainment-Programme verfügbar. Neuer Nutzer ist APCOA PARKING. Der Parkraumbewirtschafter integriert das System jetzt in seine digitale Park-Buchungsplattform APCOA Flow.

Mit HERE Navigation On-Demand können OEMs und Tier-1-Lieferanten vernetzte Dienste und erweiterbare Navigationserlebnisse auf Embedded- und mobilen Plattformen anbieten. HERE Navigation On-Demand bietet nach eigenen Angaben modernste Funktionalitäten und ein Software Development Kit (SDK), mit dem sich eigene Features entwickeln oder Dienste von Drittanbietern integrieren und somit Entwicklungs- und Lebenszykluskosten senken lassen sollen. Als Software-as-a-Service-Angebot bietet HERE Navigation On-Demand OEM-Anbietern außerdem die Remote-Konfiguration und -überwachung einer einmal bereitgestellten Navigationslösung, sodass ein Update oder Upgrade des Fahrzeugs jederzeit ist. Darüber hinaus sollen OEMs mit der Lösung beliebige Funktionalitäten und Abonnements anbieten und so neue, wiederkehrende Umsätze generieren können. Der Endnutzer greift über eine Client-Software auf die Navigationslösung zu, welche die Service-Packages aus der Cloud herunterlädt. Die modularen Service-Packages beinhalten Kartendaten, Softwarefunktionen, UX-Elemente und Referenzen auf Cloud-Service-APIs. Das Smart-Caching der Servicepakete soll sicher stellen, dass die Software-as-a-Service-Lösung auch offline funktioniert. Zudem ist Alexa, der Cloud-basierte Sprachdienst von Amazon, in HERE Navigation On-Demand vorintegriert: So soll es etwa für Automobilhersteller möglich sein, Kunden im Fahrzeug schnell und einfach ein intuitives, sprachgesteuertes Navigationserlebnis anbieten. „HERE Navigation On-Demand ist eine perfekte Lösung für OEMs, Tier-1-Anbieter und unabhängige Service-Provider. Es vereint Standard-Navigation und vernetzte Dienste mit proprietären Diensten. Außerdem kombiniert es die umfassenden Funktionen einer Embedded-Navigation mit der User-Experience einer mobilen Navigationsanwendung. HERE Technologies bietet seinen Kunden das Beste aus beiden Welten und gibt ihnen die Flexibilität, ihre eigene Benutzeroberfläche zu gestalten und zu verwalten“, sagt Kilian Frank, Produktmanager für HERE Navigation On-Demand.

Integration in APCOA Flow
Parkraumbetreiber APCOA PARKING ist das erste Nicht-Automotive-Unternehmen, welches das Service Package Software Development Kit (SDK) einsetzt und seine Dienste über die offene, digitale und skalierbare Plattform APCOA FLOW in HERE Navigation On-Demand integriert. FLOW bietet Kunden die Buchung, die Zugang und die Abwicklung von Zahlungen und Rabatten für On- und Off-Street-Parkplätze in zehn europäischen Märkten. „Wir freuen uns über die Einbindung von APCOA FLOW in die Navigation-On-Demand-Lösung von HERE. Wir werden dadurch zu einem Third-Party-Entwicklungspartner für OEMs und können die Möglichkeiten von FLOW über die fahrzeuginternen Navigationssysteme Millionen von Kunden direkt zur Verfügung stellen. Und OEMs können ihr Angebot an ihre Kunden um eine leistungsfähige On- und Off-Street-Parking-Lösung erweitern“, sagt Xavier Vallée, Chief Marketing Officer von APCOA PARKING. „Wir sind stolz darauf, dass ein Drittanbieter das SDK erfolgreich einsetzt, um zusätzliche Services für die Endkunden von OEMs anzubieten. Dies bestätigt die gute Arbeit, die wir mit HERE Navigation On-Demand geleistet haben. Die Grundlagen sind geschaffen, damit sich viele weitere Partner anschließen können“, sagt Kilian Frank, Produktmanager für HERE Navigation On-Demand.

Neues Führungsduo bei Scheidt & Bachmann Parking Solutions Germany

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Sie bilden als Duo die Geschäftsführung der Scheidt & Bachmann Parking Solutions Germany GmbH: (v.l.) Ulrich Fleps, Pascal Vincken. –  Foto: Scheidt & Bachmann

Die Scheidt & Bachmann Parking Solutions Germany GmbH hat bekannt gegeben, dass zum 1. Januar 2020 Pascal Vincken zum Geschäftsführer der Gesellschaft ernannt wurde.
Neben Ulrich Fleps, der als CEO künftig für den Bereich Sales verantwortlich ist, soll Pascal Vincken als COO die Verantwortung für den Bereich Service Operations übernehmen. Pascal Vincken war bisher in verschiedenen Führungspositionen tätig, zuletzt mehrere Jahre als Geschäftsführer bei einem Zahlungsmittelhersteller sowie als Berater bei Start-Up-Unternehmen. Durch seine bisherigen Funktionen bringe er zahlreiche Erfahrungen rund um das Thema kundenorientierter Service mit, so Scheidt & Bachmann. „Das Team heißt Pascal Vincken herzlich willkommen. Als Führungsduo werden wir mit der gesamten Mannschaft unseren gemeinsamen Anspruch verfolgen, unseren Kunden das führende Produkt- und Serviceportfolio im Markt anzubieten. Es gibt viel zu tun – mit Pascal Vincken haben wir einen kompetenten Mitstreiter für alle anstehenden Anforderungen gefunden“, sagt Ulrich Fleps über die gemeinsame Arbeit.

Goldbeck erhält Auftrag für Deutschlands größtes Parkhausprojekt

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Am größten deutschen Flughafen soll bis 2023 ein drittes Terminal fertiggestellt sein. Goldbeck erhielt jetzt vom Frankfurt Airport den Auftrag, dort ein Parkhaus mit 8.500 Stellplätzen zu bauen. Dies sei das aktuell größte Parkhausprojekt im Land.


Am neuen Terminal 3 des Frankfurter Flughafens sollen im Zuge des Flughafenausbaus insgesamt 8.500 neue Pkw-Stellplätze entstehen. Das Bielefelder Unternehmen Goldbeck erhielt jetzt den Auftrag zur Realisierung eines neuen Parkhauses in unmittelbarer Nähe des Terminals. Dem Vernehmen nach ist diese Bauvorhaben das aktuell größte Parkhausprojekt in Deutschland. Auftraggeberin ist eine Tochter der Flughafenbetreibergesellschaft Fraport AG. Das neue Parkhaus und das Flughafenterminal sollen zeitgleich entstehen und bereits 2021 teilweise in Betrieb genommen werden. Geplant sind zwei je achtgeschossige gegenüberliegende Gebäudeteile, die über vier Spindelrampen miteinander verbunden sind. „Der erste Bauabschnitt wird bereits etwa 2.200 Stellplätze bieten, das gesamte Parkhaus 2023 fertiggestellt sein“, sagte Goldbeck-Verkaufsingenieur Jürgen Herdt bei der Vertragsunterzeichnung.

Tausalzbeständiger Spezialbeton
Wenn alles fertig ist, sollen zwei Fußgängerbrücken Parkhaus und Terminal miteinander verbinden. Zudem ist eine Anbindung an das Passagier-Transportsystem geplant. Teilweise werden die Stellplätze mit E-Ladestationen ausgestattet. Weitere Bereiche sollen baulich für Elektrotankstellen vorgerüstet werden. Einzelplatzerfassung und ein Farbleitsystem sollen für Orientierung sorgen und Parksuchverkehr reduzieren. Über geeignete Schnittstellen will Goldbeck die Gebäudetechnik aus der Technikzentrale des Flughafens steuern. Die Dachflächen werden begrünt, die Fassade aus Edelstahlgewebe in Kombination mit Streckmetall und triangulierten Blechen gestaltet. Goldbeck nutzt vorgefertigte Systemelemente. Diese sollen die Bauzeit reduzieren und seien weitgehend witterungsunabhängig. Für Stellplätze und Fahrgassen will Goldbeck eine spezielle Betonmischung einsetzen, die tausalzbeständig sei und eine zusätzliche Oberflächenbeschichtung überflüssig mache. „Das minimiert sowohl die Instandhaltungskosten als auch die Ausfallzeiten“, so Herdt.
Am Frankfurter Flughafen stellt Fraport nach eigenen Angaben bislang 29.600 Stellplätze zur Verfügung, davon seien 14.800 öffentlich zugänglich. Darüber hinaus bewirtschaftet das Unternehmen an der Commerzbank-Arena, im Stadtbezirk Gateway Gardens sowie am Bürogebäude „The Squaire“ weitere Parkflächen in Frankfurt, die zusammen mit dem Flughafen insgesamt 56.400 Stellplätze umfassen.
Goldbeck kennt sich durch mehrere, bereits abgeschlossene Projekte im Umfeld des Flughafens aus. Das Bauunternehmen realisierte bereits zwei Bürogebäude in Bereich Gateway Gardens, diverse Hallen und auch Parkhäuser.

„Sie werden eher vom Blitz getroffen als von einer Parkhausschranke“

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Gut gemeint ist nicht immer gut gemacht. Zumindest für die Parken Branche könnte das auf die neue DIN EN 12453 – 2017 zutreffen. Was für kraftbetriebene Türen und Tore durchaus sinnvoll ist, verfehlt bei Parkhausschranken seinen Zweck. Was genau dahinter steckt, was Parkhausbetreiber wissen sollten und was der Bundesverband Parken macht, erklärt Christian Rauch von der Würzburger Stadtverkehrs-GmbH und Mitglied des technischen Ausschusses.

Welche für Parkhausbetriebe relevanten Änderungen wurden mit der DIN EN 12453 – 2017 vorgenommen?

Dazu muss man wissen, was zuvor darin stand. In der DIN EN 12453 – 2001 wurde unter „Punkt 1.2. Ausnahmen“ folgendes aufgelistet: „Diese Norm gilt nicht für (…) ausschließlich für den Fahrzeugverkehr verwendete Schranken“. Dieser Passus ermöglichte es uns in der Parken Branche, Ein- und Ausfahrtschranken in eingefriedeten Parkflächen und Parkgaragen effektiv und zuverlässig zu betreiben. Voraussetzung zur Anwendung ist, dass durch geeignete Maßnahmen die Nutzung ausschließlich für Fahrzeuge sichergestellt wird.

Nun wurde dieser Passus in der DIN EN 12453 – 2017 wie folgt geändert: „Diese Europäische Norm gilt nicht für (…) ausschließlich für Fahrzeuge verwendete Schranken auf Autobahnen“. Die Regelung zur Nichtanwendung auf Schranken, die ausschließlich für den Fahrzeugverkehr verwendet werden, ist für unsere Branche von größter Bedeutung. Diese Regelung in der neuen DIN lediglich auf Autobahnschranken zu reduzieren, ist für uns nicht zielführend. Parken auf beschrankten Flächen stellt ein täglich wiederkehrendes Massengeschäft dar. Diese Massenabfertigung ist absolut vergleichbar mit Mautschranken an den Autobahnen.

Welche grundlegenden Probleme sind dadurch zu befürchten?

Die Schrankenbaumanlagen werden überwiegend mit Induktionsschleifen überwacht und gesteuert. Zusätzliche Überwachungseinrichtungen, wie sie die DIN EN 12453 – 2017 vorsieht, würden die Abfertigungsgeschwindigkeit deutlich reduzieren. Eine verlangsamte Schrankenbewegung wäre auch nötig, um eine verringerte Kräfteeinwirkung zu realisieren.

Das würde eine zügige Ein- bzw. Ausfahrt der Fahrzeuge erschweren, und die Parkhausschranke könnte ihre Kernaufgabe der Einzelfahrzeugerfassung und der zügigen Abfertigung nicht mehr erfüllen. Die Folge: mehr Staus im Parkhaus, Rückstau in den öffentlichen Verkehr und erhöhte Emissionen. Die zusätzlichen Lichtschranken oder auch Laserscanner, welche für den Bereich vor und nach dem Schrankenbaum zum Einsatz kommen müssten, wären manipulationsanfällig. Die Sicherheitslichtschranken könnten verdeckt werden, dadurch würde eine Schranke stetig offen stehen. Auch die Probleme mit Nachfahrern würden sich durch langsamere Schranke verschärfen und zu Einnahmeverlusten führen.

Hinzu kämen erhöhte Kosten für Parkhausbetreiber: Zum einen durch die Investition für die Umrüstung der Schranken – zusätzliche Lichtschranken sowie visuelle oder akustische Signalgeber vor Bewegung der Schranke werden gefordert – und modifizierte Steuerungen, die der Schrankenhersteller anbringen müsste. Zum anderen durch jährliche Prüfungen für jede Schranke inklusive Messprotokollen. Pro Schranke schlagen hier je nach Situation rund 150 Euro zu Buche.

Die DIN ist noch nicht „anerkannte Regel der Technik“, da noch keine Landesbauordnung darauf verweist. Wann und wodurch könnte sich das ändern?

Die Anwendung von Normen ist grundsätzlich freiwillig. Normen sind nicht bindend, das unterscheidet sie von Gesetzen. Rechtsverbindlichkeit erlangen Normen, wenn Gesetze oder Rechtsverordnungen wie zum Beispiel EU-Richtlinien auf sie verweisen. Daneben können Vertragspartner die Anwendung von Normen auch in Vereinbarungen verbindlich festlegen. Dennoch können sie im Streitfall als Entscheidungshilfe dienen, beispielsweise in Haftungsprozessen. Gerichte ziehen Normen und technische Regeln in Verfahren auf dem Gebiet des Mängelgewährleistungsrechts sowie des Delikts- und Produkthaftungsrechts heran, um zu beurteilen, ob der Hersteller die allgemein anerkannten Regeln der Technik beachtet und somit die verkehrsübliche Sorgfalt eingehalten hat. Normen sind damit in der Regel Empfehlungen, deren Einhaltung für Unternehmer im Hinblick auf mögliche Haftungsfälle eine gewisse Rechtssicherheit darstellt. Eine Norm ist also kein Gesetz, aber im Streitfall beziehen sich Gutachter und oftmals auch Richter auf eine DIN, weil sie einen Hinweis auf den Stand der Technik wiedergibt.

Der Bundesverband Parken setzt sich für eine Neufassung ein. Was soll diese nach dem Wunsch des Arbeitskreises „DIN Parkhausschranken“ beinhalten?

Wir mussten feststellen, dass die Chancen auf eine neue DIN eigens für Parkhausschranken eher gering sind. Insofern setzen wir uns dafür ein, dass der oben erwähnte Ausschluss unter Absatz 1.2 der früheren DIN in der anstehenden Revision wieder aufgenommen wird, am liebsten auch explizit Parkhausschranken für Parkstätten.

Und was hat der Verband dafür getan?

Wir haben bereits im August 2018 ein Schreiben an den DIN versandt, mit der Forderung, die Parkhausschranken wieder als Ausnahme mit aufzunehmen, so wie es bisher in der DIN12453 2001 war. Gleichzeitig haben wir unser Vorgehen in sehr enger und konstruktiver Zusammenarbeit mit den Verbandskollegen aus Österreich abgestimmt, die hier durch die EU-Norm ebenfalls betroffen sind. Auf europäischer Ebene vertritt die EPA unser Anliegen. Um unsere Forderung argumentativ zu untermauern, haben wir im September 2019 weiterhin eine Darstellung der äußerst geringen Eintrittswahrscheinlichkeit von Schrankenunfällen an den DIN geschickt. Hierzu hatte der Bundesverband Parken im Juli 13 große Parkhausbetreiber befragt. Ergebnis: Das Risiko für einen Personenschaden durch eine Schranke im gewerblichen Garagenbetrieb liegt in den untersuchten Betrieben bei 1:16,72 Millionen. Bei 361,5 Millionen Schließbewegungen gab es im Durchschnitt 21,62 Vorfälle im Jahr, die übrigens keinesfalls lebensbedrohlich waren. Übrigens liegt die Wahrscheinlichkeit für 6 Richtige im Lotto bei 1:13,98 Millionen und die Wahrscheinlichkeit vom Blitz getötet zu werden bei 1:18 Millionen, von einem Blitz getroffen zu werden bei etwa 1:6 Millionen. Sie werden also eher vom Blitz getroffen als von einer Parkhausschranke.

Und wie geht’s jetzt weiter?

Im September 2019 fand ein Arbeitskreis des Bundesverbandes Parken mit Betreibern und Herstellern statt. Wir waren uns einig, dass man versuchen sollte, einen Vertreter des Parkhausverbandes in den zuständigen DIN-Ausschuss zu entsenden. Eine entsprechende Anfrage wurde seitens des DIN bewilligt und ein Aufnahmeantrag gestellt. Nach einer konstituierenden Sitzung beim DIN in Berlin wurde ich als Mitglied des Technischen Ausschusses des BV Parken in den DIN-Ausschuss aufgenommen. Im Februar 2020 wird dessen nächste Sitzung stattfinden. Auf der Tagesordnung stehen dann unsere Schreiben und Forderungen.

Parallel dazu werden derzeit die Hersteller angefragt, um deren Problemstellungen und Lösungsansätze zu erfahren und zusammenzufassen. Auch diese Darstellung möchten wir an den DIN übermitteln, da im DIN-Ausschuss mehrheitlich Tür- und Torbauer sowie deren Verbände vertreten sind – und eben keine Schrankenhersteller.

Was raten Sie Parkhausbetreibern in der aktuellen Situation?

Nach jetzigem Stand ist die Norm DIN 12453 – 2017 gültig und wir können daher nur auf diese verweisen. Seitens des Parkhausverbandes werden wir weiter mit Hochdruck daran arbeiten, eine entsprechende Änderung der DIN Norm herbeizuführen.

 

Zur Person

Christian Rauch ist als Prokurist bei der Würzburger Stadtverkehrs-GmbH zuständig für Vertrieb, Projektierung, Sales und Project Management und außerdem Mitglied im technischen Ausschuss des Bundesverbandes Parken e.V.

Wiesbadener Parkhaus wird klimaneutral betrieben

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Ein Blick auf die täglichen Nachrichten zeigt, dass Nachhaltigkeit und Klimaschutz in aller Munde sind. Ressourcenschonender Bau und Betrieb wird zum Thema in der Parken Branche. Nach eigenen Angaben betreibt die Park Service Hüfner GmbH + Co. KG mit ihrem Parkhaus an der Coulinstraße in Wiesbaden jetzt das erste klimaneutrale Parkhaus Deutschlands.

Industrieländer wie die Vereinigten Staaten von Amerika, China, Russland aber auch Deutschland gelten seit Jahren als hauptverantwortliche Staaten, wenn es um den Anstieg der weltweiten CO2-Emissionen geht. Die Quellen des Ausstoßes zu erfassen, ihn zu vermindern und Kompensationsmaßnahmen zu treffen, kann gerade Unternehmen in den Industrieländern dabei helfen, sich klimaneutral aufzustellen. Bemühungen in diese Richtung kommen jetzt auch in der Parken Branche an. Die Park Service Hüfner GmbH + Co. KG hat ihr Parkhaus an der Coulinstraße in Wiesbaden nach eigenen Angaben als erstes Parkhaus Deutschlands klimaneutral zertifizieren lassen. Den Handlungsrahmen dazu bildete nach Unternehmensangaben die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen – die sogenannten Sustainable Development Goals (SDGs). Ferner ist das Unternehmen der „Allianz für Entwicklung und Klima“ des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung beigetreten und beteiligt sich an der Initiative „Verantwortlich Zukunft gestalten“ des Senats der Wirtschaft.

CO2-Ausgleich durch Zertifikatskauf
Für das Parkhaus in der Coulinstraße in Wiesbaden wurde der gesamte CO2-Fußabdruck des Gebäudes und des Betriebs berechnet. Das 360 Stellplätze auf acht Ebenen umfassende Parkhaus ist erst 2018 als Ersatz für einen Vorgängerbau aus den 1970er Jahren eröffnet worden. Den jetzt abgeschlossenen Zertifizierungsprozess hat das Unternehmen Fokus-Zukunft GmbH & Co. KG vorgenommen, das schwerpunktmäßig als Beratungsgesellschaft für Nachhaltigkeit tätig ist. Das Team berät und begleitet Unternehmen Schritt für Schritt bei der Umsetzung der individuellen Nachhaltigkeitsstrategie. Im Fall des Wiesbadener Parkhauses wurden die CO2-Emissionen für Bau und Betrieb mit der Perspektive auf eine Nutzungsdauer von 50 Jahren ausgeglichen. Dazu erwarb der Betreiber Klimaschutzzertifikate, die 4.648 Tonnen CO2entsprechen. Park Service Hüfner hat sich beim Kauf der Zertifikate für die Unterstützung von vier internationalen Klimaschutzprojekten entschieden. Dabei handelt es sich um ein Baumpflanzungsprojekt in Kikonda, Uganda, ein Baumpflanzungsprojekt in Uruguay, ein Wasserprojekt in Mali und ein Windprojekt in Indien. Der CO2-Ausstoß der Kunden-PKWs spielte bei der Zertifizierung des Parkhausbetreibers keine Rolle. „Es entspricht der Philosophie von Park Service Hüfner, den Nachhaltigkeitsgedanken zu pflegen. Wir haben die Projekte bewusst so gestreut. Passende Kompensationsmaßen sind in Deutschland zugleich kaum möglich“, so Dipl.-Ing. Frank Rothardt, Geschäftsführer der Park Service Hüfner GmbH + Co. KG.

Sparsam und kundenfreundlich: LED-Deckenbeleuchtung und ein gut sichtbares Leitsystem

Nachhaltigkeit von Bau bis zum Abriss
Zum möglichst klimaschonenden Ansatz gehörte auch die Umsetzung baulicher Maßnahmen. So sind Stahl und Beton in Fassaden und Decken sehr sparsam verbaut worden. Ziel war bereits bei der Errichtung des Hauses, ein leichtes und möglichst belüftetes Parkhaus zu errichten. Zudem werden Leuchtmittel auf LED-Basis genutzt, die mit Ökostrom betrieben werden. Bei der Auswahl der Baumaterialen hat die Frage nach der Recyclebarkeit, etwa von Stahlteilen, eine wichtige Rolle gespielt. „Weitsichtige Unternehmer haben nicht nur ihre Verantwortung gegenüber der Umwelt erkannt, sondern auch die Wettbewerbsvorteile, die ihnen glaubwürdige Nachhaltigkeit sichert“, sagt Peter Friess, Geschäftsführer von Fokus Zukunft. Bei der Stadt Wiesbaden gilt das klimaneutrale Parkhaus bereits als wegweisende Idee. „Hier wird die Messlatte für weitere Projekte dieser Art vorgelegt“, so Wiesbadens Verkehrsdezernent Andreas Kowol über das Parkhaus.

evopark bietet neue Onlinelösung für Parkhausbetreiber

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Technologiedienstleister evopark bietet mit seinem Produkt easyPROMOTION jetzt einen eigenen Website-Baukasten an. Das Unternehmen will ein Angebot liefern, das speziell auf die Bedürfnisse von Parkhausbetreibern zugeschnitten ist.

Einer der Anwender ist die Bavaria Parkgaragen GmbH, die das Tool für ihren neuen Onlineauftritt nutzt. Laut evopark können Kunden auf www.bavaria-parkgaragen.de  dank easyPROMOTION übersichtlich strukturiert alle relevanten Informationen leicht einsehen. „Der Vorteil ist, dass wir unsere Inhalte nun jederzeit selbst bearbeiten können – ganz ohne externe Agentur“, sagt Claus Schnell, Geschäftsführer der Bavaria Parkgaragen GmbH. „Unsere Website kann sich jetzt Schritt für Schritt und sehr modular, mit Hilfe des evopark-Website-Baukastens, von einer reinen Informationsseite zu einem interaktiven Kundenprotal entwickeln“, so Schnell. Andreas Wagner, Director Innovation & Technology bei evopark ergänzt: „Wir stellen sicher, dass die neue Website in den wichtigsten Suchmaschinen mit Kontaktdaten angezeigt und optimal auf jedem Endgerät dargestellt wird. Auf Wunsch kann der Betreiber seine easyPROMOTION Website jederzeit um weitere evopark Services erweitern – wie zum Beispiel die Kurzparker-Registrierung via evopark GO oder die Dauerparkerverwaltung über easyCONTRACT.“ Die Anwendung easyPROMOTION soll Parkhausbetreiber dabei unterstützen, ihre Sichtbarkeit online zu erhöhen. Die neue Lösung richtet sich sowohl an kleine Betriebe ohne Website als auch an Parkhausunternehmen mit bestehender Onlinepräsenz.

Scheidt & Bachmann und PBW arbeiten seit 25 Jahren zusammen

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Bei der Parkraumgesellschaft Baden Württemberg mbH (PBW) feiert man aktuell einen besonderen Jahrestag: Vor 25 Jahren wurde das landeseigene Unternehmen gegründet. Von Beginn an wurde die Zusammenarbeit mit Scheidt & Bachmann gepflegt.

Das 1994 gegründete Unternehmen PBW betreibt von den Standorten Stuttgart und Karlsruhe aus rund 80 öffentliche Parkhäuser, Citygaragen und Freiluftparkplätze sowie rund 120 Behördengaragen in Baden-Württemberg. Unternehmensangaben zufolge steuern Jahr für Jahr rund sieben Millionen Kurz- und Dauerparker einen der insgesamt rund 20.000 Stellplätze der PBW an.
Zu den Gratulanten anlässlich des Jubiläums gehört Systemhersteller Scheidt & Bachmann. „Wir sind ganz besonders stolz darauf, dass wir die PBW in diesen 25 Jahren von Anfang an in partnerschaftlicher Zusammenarbeit begleiten durften“, heißt es von dem Systemhersteller. In Stuttgart haben anlässlich des Jahrestages Ulrich Fleps, Geschäftsführer der S&B Parking Solutions Germany GmbH, und Wolfgang Ueding, Scheidt & Bachmann-Niederlassungsleiter der Region Süd-West, ein Ehrenzertifikat zur 25-jährigen Zusammenarbeit an Gebhard Hruby, Geschäftsführer der PBW, übergeben. Man freue sich auf die weitere erfolgreiche Zusammenarbeit, so der Systemhersteller.

Parkster gewinnt Schwedischen Unternehmenspreis 2019

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Die Parken-App von Parkster soll es möglich machen, per digitalem Parkschein bargeldlos zu zahlen oder flexibel die Parkzeit zu verlängern. Dafür erhält das Unternehmen jetzt den Schwedischen Unternehmenspreis in Deutschland in der Kategorie „Newcomer“.

Der Schwedische Unternehmenspreis wird seit 16 Jahren von der Schwedischen Handelskammer und Business Sweden in Zusammenarbeit mit der schwedischen Botschaft verliehen. Ausgezeichnet werden jedes Jahr drei schwedische Firmen, die sich erfolgreich in Deutschland etabliert haben. Die nächste offizielle Preisverleihung findet dieses Jahr am 21. November 2019 in Berlin statt. Parkster soll dann als Gewinner in der Kategorie „Newcomer“ ausgezeichnet werden. „Mit der Parkster-App leistet das Unternehmen Pionierarbeit in einem Markt, der digitalen Bezahllösungen oft zurückhaltend gegenübersteht. Die schnelle Akzeptanz des Produkts bestätigt Parksters Erfolg“, so die Jury in ihrer Begründung. Schweden gilt in Europa als Vorreiter in Sachen bargeldloses Bezahlen. Das digitale Bezahlen auch von Kleinstbeiträgen ist hier vielfach Alltag.
Patrik Lundberg, Geschäftsführer der Parkster Deutschland GmbH: „Wir zählen in unserem Heimatmarkt Schweden mittlerweile zu den führenden Anbietern von Lösungen für das digitale Bezahlen der Parkgebühren. Seit 2018 sind wir auch in Deutschland aktiv. Dass wir bereits nach so kurzer Zeit den Schwedischen Unternehmenspreis in der Kategorie ‚Newcomer‘ gewinnen konnten, motiviert mein Team und mich natürlich enorm, die Parkster-App in Deutschland noch weiter nach vorne zu bringen. Die App ist sehr einfach zu bedienen, sie erfordert keine Eingabe sensibler Bezahldaten und der Nutzer hat die Sicherheit für den digitalen Parkschein nie mehr bezahlen zu müssen als für ein am Parkautomaten gelöstes Parkticket. Ich bin mir sicher, dass wir damit auch in Zukunft bei immer mehr Städten, Gemeinden und Autofahrern werden punkten können.“ Die Parkster-App ist kostenlos im Google Play-Store sowie im App-Store von Apple erhältlich. Die Bezahlung der Parkgebühren erfolgt auf monatliche Sammelrechnung oder per Kreditkarte.

Foto: Parkster

„Parktickets sind kleine Kunstwerke“

Philipp Halbach (links), Geschäftsführer Fleischhauer Datenträger GmbH, im Gespräch mit Marko Ruh, Chefredakteur Parken aktuell. Fotos (2): Stefan Weich/Maenken Kommunikation

Die Fleischhauer Datenträger GmbH feiert in diesem Jahr ihr 150-jähriges Bestehen. Im Interview mit Parken aktuell zeichnet Geschäftsführer Philipp Halbach die traditionsreiche Geschichte des Unternehmens nach und wirft einen Blick auf Gegenwart und Zukunft des Spezialisten für Tickets, Karten und RFID-Produkte.
Herr Halbach, 150 Jahre ist eine stolze Zahl, wie fing alles an?
Die Anfänge unseres Unternehmens sind die einer Zeitungsdruckerei. Fleischhauer hat im Jahr 1869 als Druckerei und Verlag für den Wattenscheider Anzeiger begonnen. Der ursprüngliche Standort des Unternehmens war also Bochum-Wattenscheid. Übrigens kommen bis heute viele unserer Mitarbeitenden aus Wattenscheid. Die Verbindungen an die Wurzeln unseres Unternehmens sind also gewissermaßen geblieben.
Welche Meilensteine prägen Ihre Unternehmensgeschichte?
Über die Jahrzehnte haben viele technologie-, aber auch marktbedingte Veränderungen stattgefunden. Der Zeitungsdruck war der erste Schwerpunkt der Unternehmensaktivität. Später war ein weiterer Meilenstein die Produktion von Lochkarten, also der ersten maschinenlesbaren Datenträger. ‚Fleischhauer Datenträger’ als Firmenname ist bis heute Programm geblieben, weil auch unsere heutigen Tickets, Karten und RFID-Produkte für Zutrittssysteme moderne Datenträger sind. Sie transportieren Informationen.
Wie kam es von der Lochkarte zum Eintritt in die Parken Branche?
Lochkarten waren ein Medium aus dem ganz frühen Computerzeitalter. Zu der Zeit war es das Kerngeschäft für Fleischhauer. Etwas später folgten die Magnetkonten, die sich in den 1960er-Jahren sehr stark entwickelten. Am Ende der 1960er-Jahre begann dann die Ära der automatisierten Parksysteme.
Magnetkonten waren Datenträger in Form einer Pappkarte größeren Formats, auf die Magnetstreifen appliziert wurden.
War der Magnetstreifen dabei ein wichtiger Faktor?
Es war die technologische Brücke, mit der wir überhaupt im Bereich Parken so gut starten konnten. Dadurch dass wir eine Kompetenz in der Verarbeitung von Magnetbändern hatten, fiel es uns relativ leicht, bei der Entwicklung und Fertigung von Papiertickets für die ersten aufkommenden Parksysteme – damals aus dem Haus Scheidt & Bachmann – Partner der ersten Stunde zu sein. In der Folge wurden wir dann auch Partner weiterer Systemhersteller. Eine Zeitspanne, die bis heute 50 Jahre umfasst.
Sie waren neuen Technologien gegenüber also immer schon offen?
Das ist für uns eine Überlebensfrage in sich schnell verändernden Märkten. Diesen Veränderungsdruck empfinden wir auch sehr stark, haben ihn aber mit unserem Branchenumfeld keineswegs exklusiv. Schauen Sie sich nur an, wie stark sich Automobilunternehmen gegenwärtig verändern müssen, um nur ein Beispiel zu nennen. Natürlich mussten wir über die lange Strecke von 150 Jahren, aber auch in den vergangenen Jahrzehnten und Jahren immer wieder kritisch überprüfen, wie zukunftsfähig unser Geschäftsmodell und unsere Produktschwerpunkte in Bezug auf Marktentwicklungen der jeweils kommenden Jahre sind.

Moderne Druckverfahren ermöglichen hochwertig und individuell bedruckte Parktickets.

Wie feiern Sie Ihr Firmenjubiläum?
Wir versuchen, es für unsere Kunden erlebbar zu machen. Die PARKEN in Wiesbaden haben wir unter anderem dafür genutzt. Gern möchten wir auch unsere Kunden weltweit damit anstecken. Allerdings ist das Jubiläum kein Anlass, sich entspannt zurückzulehnen und sich nur an der Vergangenheit zu erfreuen, sondern es ist für uns Ansporn und Anspruch, die Geschichte erfolgreich weiterzuschreiben und die erforderliche Anpassungsfähigkeit und Veränderungsbereitschaft zu behalten.
Wie sehen Sie sich da momentan, in Zeiten der digitalen Disruptionen, aufgestellt?
Das Zeitalter von Papierticketanwendungen scheint im Zuge der Digitalisierung zu Ende zu gehen. Die Realität ist Stand heute jedoch eine andere, wenn man sich anschaut, wie verfügbar die digitalen Anwendungen im Parken-Markt sind. Die potenziellen Nachfolgetechnologien für das Parkticket sind ja nicht erst im letzten halben Jahr erfunden worden. Und deshalb gibt es Erfahrungswerte, welchen Stellenwert diese im Verhältnis zu ticketbasierten Zutrittssystemen einnehmen.
Ihre Bewertung?
Wir sehen im Augenblick eine gewisse Veränderung im Markt. Systembetreiber öffnen sich neuen Technologien, ohne diesen Heilsbringerqualität zuzusprechen. Ich glaube, dass man für die nächsten Jahre davon ausgehen kann, dass vermehrt ticketbasierte und ticketlose Zutrittssysteme parallel zum Einsatz kommen werden. Nicht zuletzt die Akzeptanz bei den parkenden Kunden wird dann über die weitere Bedeutung der unterschiedlichen Technologien entscheiden.
Also keine Angst vor der Digitalisierung?
Wir wollen jetzt nicht das Hohelied des Papiertickets singen in der Hoffnung, es möge alles so bleiben wie es war. Wir gehen realistisch davon aus, dass andere Technologien vermehrt Anwendung finden. Alles andere wäre eine etwas naive Vorstellung.
Glauben Sie demzufolge, dass man als Parkhausbetreiber mehrgleisig fahren sollte?
Wir hören von unseren Kunden, dass sie kurzfristig eher nicht mit einer breiten Umstellung auf ‚ticketless’ rechnen. Gleichzeitig werden aber Erfahrungen gesammelt, wie die Parkenden mit den Technologien umgehen. In Deutschland spielen dabei auch datenschutzrechtliche Befindlichkeiten eine Rolle. Wenn Sie künftig als Parkender weiterhin anonym bleiben und keinen digitalen Fußabdruck hinterlassen wollen, sind Sie mit einem Ticket und Barzahlung am Kassenautomaten besser aufgestellt, als wenn Ihr Kennzeichen bei der Einfahrt erfasst wird oder Sie ‚cashless’ am Automaten bezahlen. Es ist also auch eine Frage der Nutzerpräferenzen. Parkhausbetreiber, die darauf Rücksicht nehmen, werden unterschiedliche Technologien bereithalten.
Welche internationalen Präferenzen beobachten Sie?
Es gibt recht große Unterschiede in der Mentalität. Bargeldkultur und Datenschutz sind wichtige Aspekte, aber auch technische Fragen der Systemvernetzung. Die Veränderungsgeschwindigkeit ist daher in verschiedenen Märkten sehr unterschiedlich. Wir beliefern Kunden in 60 Ländern weltweit mit Parktickets. Damit haben wir einen relativ guten Blick für die Entwicklungen in verschiedenen Regionen und sehen noch sehr viele Chancen mit unseren Produkten.
Auch durch spezielles Know-how?
Das Parkticket ist ein oftmals unterschätztes Produkt. Wenn es ein triviales Produkt wäre, könnten wir es kaum außerhalb unseres Heimatmarktes erfolgreich vermarkten. Allein daraus lässt sich schon ableiten, dass man es mit einer hohen Spezialisierung zu tun hat. Diese besteht unter anderem in einer besonders tiefen Kenntnis der Systemanforderungen, die zugleich sehr heterogen sind. Diese technologische Kompetenz hat sich in enger Partnerschaft mit den Geräteherstellern entwickelt. Unsere Spezialisierung auf die Verarbeitung von Thermopapier erlaubt es uns darüber hinaus, unterschiedlichen klimatischen Bedingungen am Einsatzort unserer Produkte gerecht zu werden und die Gerätehersteller bei der Weiterentwicklung ihrer Parkanwendungen zu unterstützen.
Welchen Stellenwert hat das Qualitätsmanagement?
Zertifizierungen sind für uns seit vielen Jahren Maßstab für die Standardisierung unserer Prozesse mit Blick auf die Themen Qualität, Umwelt und Nachhaltigkeit, auch in Bezug auf die Energieeffizienz von Fertigungsprozessen. Da wir uns immer wieder Audits stellen, sichern wir uns einen Blick von außen auf die Organisation.
Was zeichnet das Produkt konkret aus?
Parktickets können heute kleine Kunstwerke sein. Wir können im Prinzip Tickets mit endlos vielen unterschiedlichen Layouts produzieren, ganz nach der jeweiligen Kundenanforderung. So können wir unter anderem in einer Kassette einzelne Tickets individualisieren, um damit beispielsweise Rückvergütungssysteme oder Gewinnspiele zu verknüpfen.
Ist das ein Novum?
Diese Variabilität und Qualität wäre ohne modernste Druck- und Verarbeitungsverfahren gar nicht denkbar. Wenn Individualität und besondere drucktechnische Anforderungen gefragt sind, verfügen wir über die entsprechenden Möglichkeiten.
Wie steht es mit den RFID-Medien, die Sie ja auch produzieren?
Wir fertigen RFID-Produkte in Form von Chipkarten, aber auch als flexible RFID-Medien wie E-Tickets, die als Fahrausweise im Personenverkehr oder als Eintrittskarte Verwendung finden. Im Bereich Parken spielt RFID vor allem bei Dauerparkanwendungen eine wichtige Rolle. Im Karteninneren verbirgt sich ein Transponder, bestehend aus Chip und Antenne. Dauerparkkarten sind das Standardmedium für einen berührungslosen Zutritt ins Parkhaus. Bei diesen RFID-Anwendungen hat es über die Jahre viele Entwicklungsschritte in enger Kooperation mit den Geräteherstellern gegeben. Aktuell sieht man im Markt Bestrebungen, Interoperabilität zwischen Systemen unterschiedlicher Hersteller zu erzielen und Medien zu schaffen, die systemneutral funktionieren. Das ist gerade für große Parkhausbetreiber wichtig, die im Regelfall unterschiedliche Systeme nutzen. Bei solchen Hybridkarten sind mehrere Chiptypen in einer Karte untergebracht, die eine Kompatibilität mit verschiedenen Infrastrukturen ermöglichen.
Lohnt sich dieser Aufwand?
Es steckt schon ein gewisser Widerspruch zwischen dem bewussten Technologiewettbewerb der Systeme auf Anbieterseite und dem Wunsch nach möglichst homogener Handhabung auf Kundenseite. Aber das ist eine zeitgemäße Anforderung, und ich glaube, dass dies den Geräteherstellern auch schon lange klar ist.
Und wo stehen Sie in 25 Jahren?
Ich kann heute nicht mit Bestimmtheit sagen, welchen Stellenwert Parktickets, Parkkarten und Parkscheinrollen für unser Unternehmen in 25 Jahren im Verhältnis zu anderen Produktthemen haben werden. Stand heute sehen wir in diesen Produktfeldern gute Entwicklungschancen, indem wir sie weiter weltweit ausbauen. Die indirekte Antwort auf die Frage ist, dass wir auf die Anpassungsfähigkeit unseres Unternehmens vertrauen. Hinzu kommt die Technologiekompetenz, die wir haben, sowie die Kreativität und Zukunftsorientierung unseres Teams. Aus all dem schöpfe ich sehr viel Zuversicht, dass wir einen guten Platz in den Anwendungen und Märkten von morgen einnehmen und unserem Hauptanspruch auch in Zukunft gerecht bleiben, nämlich ein wichtiger Partner für unsere Kunden zu sein.

Von der Zeitung bis zur RFID-Karte
Von der Gründung im Jahr 1869 bis heute hat sich Fleischhauer Datenträger mit Printprodukten beschäftigt. In den ersten Jahrzehnten seiner Geschichte stellte man als Zeitungsdruckerei in Wattenscheid das Informationsmedium jener Zeit her. Später war das Unternehmen aus dem Ruhrgebiet eines der ersten in Europa, das sich mit der Produktion von Lochkarten, also den ersten maschinenlesbaren Datenträgern, befasste. Für Fahrscheine und Parktickets mit Magnetstreifen war Fleischhauer Datenträger nach eigenen Angaben überhaupt der erste Produzent. Erfunden wurden diese in Kooperation mit Geräteherstellern. Bis heute entwickelt und produziert das Unternehmen Ticketing- und Identifikationstechnologien. Zum Portfolio zählen Magnetstreifen-, Barcode- und RFID-Medien. Als Unternehmen der Halbach Gruppe ist Fleischhauer Datenträger Teil eines Familienunternehmens, das von Philipp Halbach und Thomas Halbach in der sechsten Generation geleitet wird. Mit zwei Produktionsstandorten in Nordrhein-Westfalen, Tochtergesellschaften im In- und Ausland und mehr als 300 Mitarbeitern ist die Halbach Gruppe einer der größten Tickethersteller in Europa.

Goldbeck-Parkhaus erhält Zertifizierung für Nachhaltigkeit

Als erstes Parkhaus in Deutschland erhielt jetzt das Goldbeck-Mitarbeiterparkhaus in Hirschberg das Gold-Zertifikat der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB). Verliehen wurde die Auszeichnung auf der Immobilienmesse Expo Real.

Mit der Auszeichnung stelle das Haus nicht nur seine besondere Nachhaltigkeit in Bau und Betrieb unter Beweis, sondern schließe auch eine Lücke bei der Zertifizierung von gewerblichen Immobilien, so das Bielefelder Bauunternehmen. Bei dem Parkhaus in Hirschberg handelt es sich für Goldbeck um ein Projekt in eigener Sache: Das Bauunternehmen erweiterte mit dem Neubau ein bestehendes Parkhaus für seine Mitarbeiter und setzte nach eigenen Angaben auf Nachhaltigkeit: Die Energieversorgung läuft über Wind- und Solarenergie und die industriell vorgefertigten Systembauteile, aus denen das Parkhaus zusammengesetzt ist, werden besonders ressourcenschonend hergestellt. Es kommt dabei beschichtungsfreier Beton zum Einsatz, der das Parkhaussystem besonders langlebig und wartungsarm machen soll. Goldbeck entwickelt zurzeit eine Mehrfachzertifizierung für sein Parkhaussystem. Für das Hallen- und Bürogebäudesystem des Bauunternehmens gibt es das bereits: Alle Gebäude, die innerhalb dieser Systeme gebaut werden, erfüllen laut Unternehmensangaben automatisch die Voraussetzungen des DGNB-Vorzertifikats. Das Parkhauszertifikat soll die bisherige Lücke schließen. Dabei wären 50 Prozent der Nachweisführung über das System anerkannt. Die andere Hälfte muss projektbezogen nachgewiesen werden. Dies mache den Zertifizierungsvorgang für Bauherren schneller und günstiger, so Goldbeck.