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Goldbeck baut sein tausendstes Parkhaus

Das Unternehmen Goldbeck will am Flughafen Nürnberg am Mai den Bau seines tausendsten Parkhauses beginnen. Foto: Airport Nürnberg/Ralf Lang

Das Unternehmen Goldbeck hat angekündigt, das tausendste und auch größte öffentliche Parkhaus seiner Unternehmensgeschichte in Kürze am Flughafen Nürnberg zu errichten.

Der Generalübernehmer will mit dem Projekt seine Marktstellung im Bereich Parkhausbau unterstreichen. Auftraggeberin des Bauprojekts ist die Flughafen Nürnberg GmbH, die zur Hälfte der Stadt Nürnberg und dem Freistaat Bayern gehört. Mitte Mai soll der Startschuss für den Bau des neuen Parkhauses auf dem Flughafengelände fallen. Dort sollen mehr als 3.600 neue Stellplätze entstehen. Der erste Gebäudeteil soll noch vor den Sommerferien 2020 nutzbar sein. Der zweite Bauabschnitt wird voraussichtlich im Februar 2021 fertiggestellt. Bis dahin werden laut Goldbeck pro Woche etwa 2.500 Quadratmeter Deckenplatten verbaut. Um schnelle Bauabläufe sicherstellen zu können, erfolgt die Montage über einen Turmdrehkran, der sich auf Gleisen bewegt. Das tausendste Goldbeck-Parkhaus weist eine weitere Besonderheit auf: Es wird Nürnbergs größte flächige Fassade tragen – sie besteht aus eloxierten Aluminiumblechen mit einer unregelmäßigen Quadratlochung.
Geplant ist zudem ein Parkleitsystem, das alle Stellplätze einzeln erfasst und damit exakt die noch freie Parkfläche anzeigt. Der Auftrag wurde in einem öffentlichen Vergabeverfahren nach Sektorenverordnung erteilt. Goldbeck zählt zu den führenden Anbietern von Gewerbeimmobilien in Deutschland und ist unter anderem im Parkhausbau aktiv. Eigenen Angaben zufolge stammt jedes zweite oberirdische Parkhaus in Deutschland von dem Bielefelder Unternehmen, das Parkhausbau und -betrieb aus einer Hand bietet. Im Geschäftsjahr 2017/18 realisierte Goldbeck mehr als 470 Projekte mit einer Gesamtleistung von 2,73 Milliarden Euro.

Sumitomo Corporation übernimmt Q-Park Nordics

Der japanische Mischkonzern Sumitomo Corporation erwarb hundert Prozent an Q-Park Operations B.V. Damit übernehmen die Japaner „Q-Park Nordics“, also die Parkhäuser von Q-Park in den Ländern Schweden, Norwegen und Finnland. Verkäufer ist die Beteiligungsgesellschaft KKR. Ob die Marke Q-Park in den drei Ländern weitergeführt wird, ist noch offen.  

Die Übernahme steht unter dem Vorbehalt der üblichen kartellrechtlichen Genehmigungen. Q-Park Nordics gilt als  führender Betreiber von Parkhäusern in Schweden, Norwegen und Finnland. Das Unternehmen hat in diesen Ländern einen Marktanteil von etwa 20 Prozent und bewirtschaftet rund 370.000 Parkplätze. Q-Park Nordics verfügt in den Ballungszentren in jedem der drei Länder über einen soliden Kundenstamm. Neben dem traditionellen Betrieb von Parkhäusern implementierte Q-Park Nordics immer wieder neue Dienstleistungen wie Ladestationen für Elektroautos, Fahrzeugwartung, Reifendienst oder bargeldlose Bezahlung per App.

Weitere Dienstleistungen im Mobilitätssektor
Die Sumitomo Corporation sieht nach eigenen Angaben großes Potenzial in Mobilitätsplattformen. Im November 2018 gründete das Unternehmen unter anderem die Aimo Solution AB als hundertprozentige Tochtergesellschaft, die Mobilitätsdienste in Stockholm anbietet. Daneben ist die Sumitomo Corporation weltweit an Elektrizitäts- und Mobilitätsunternehmen beteiligt, darunter ein großes Elektrofahrzeugprojekt in Japan und ein Peer-to-Peer-Carsharing in Nordamerika. Durch die Verbindung bestehender Geschäftsplattformen und digitaler Technologien wie Internet of Things, Big Data und Künstliche Intelligenz wolle die Sumitomo Corporation heutigen Anforderungen an Komfort und Lebensqualität gerecht werden.

Saba erwirbt Anteile an Indigo

Saba, eine Tochtergesellschaft der CriteriaCaixa-Gruppe, hat mit Indigo eine Vereinbarung zum Erwerb sämtlicher Anteile ihrer Gesellschaften in Großbritannien, Deutschland, der Slowakei und der Tschechischen Republik getroffen.

Die Übernahme soll dazu beitragen, die Rolle von Saba als Parkraumbewirtschafter deutlich zu stärken. Das Unternehmen verwaltet nun 378.000 Parkplätze und 1.175 Parkhäuser in neun Ländern mit einer durchschnittlichen Nutzungsdauer von 25 Jahren. Unternehmenszahlen zufolge beläuft sich der Umsatz auf 285 Millionen Euro, der Gewinn vor Steuern (EBITDA) auf 118 Millionen Euro und die EBITDA-Marge auf 41,5 Prozent. Die Belegschaft von Saba wächst durch die Übernahme um mehr als 50 Prozent auf 2.300 Mitarbeiter. Die Anzahl der Parkplätze steigt um 80 Prozent. Saba will zukünftig den Umsatz um 34 Prozent und das EBITDA um 18 Prozent steigern. Der Neustart von Saba in Großbritannien, Deutschland, der Slowakei und der Tschechischen Republik soll die derzeitige Marktposition in Südeuropa ergänzen, wo Saba in Spanien, Italien und Portugal etabliert ist.

Ein diversifiziertes Portfolio an Parkplätzen
In Großbritannien wird Saba insgesamt 146.000 Parkplätze in 750 Parkhäusern in 30 Städten verwalten, die sich hauptsächlich im Südosten Englands befinden. Damit ist Saba der führende Betreiber des Landes, insbesondere im Krankenhaus- und Eisenbahnsektor. Konzessions-, Leasing- und Immobilienverträge sollen dazu führen, das langfristige Geschäftsprofil von Saba zu stärken und Möglichkeiten zur Konsolidierung zu schaffen. Das Parkhausnetzwerk zeichnet sich durch den Einsatz moderner Technologien und eines starken Digitalisierungsprozesses aus. Es wird eine web- und appbasierte digitale Plattform genutzt, die es Kunden ermöglicht, Parkplätze zu reservieren, und Serviceleistungen in Anspruch zu nehmen. In Deutschland, der Slowakei und der Tschechischen Republik verwaltet Saba jetzt 23.000 Stellplätze in 50 Parkhäusern in 19 Städten. Das Geschäftsmodell basiert auf langfristigen Immobilien- und Managementverträgen. Dies soll dazu beitragen, neue Möglichkeiten in Märkten wie Deutschland zu schaffen, in denen eine zunehmende Urbanisierung und wachsende Nachfrage nach Park- und Mobilitätslösungen in Städten zu beobachten sind.

Marilena Lichtenauer wird CMO der sunhill technologies GmbH

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Marilena Lichtenauer, früherer Director Marketing & Corporate Communication der defacto x GmbH, erweitert ab März 2019 die Managementebene der sunhill technologies GmbH als Chief Marketing Officer (CMO) und berichtet direkt an CEO Matthias Mandelkow.
Seit dem 1. März 2019 erweitert Marilena Lichtenauer die Managementebene der sunhill technologies GmbH und verantwortet als Chief Marketing Officer die gesamte Marketing- und Corporate Communication-Abteilung des Tochterunternehmens der Volkswagen Financial Services AG. Zu ihren Aufgaben werden die strategische und operative Weiterentwicklung der gesamten Kommunikation des Technologieunternehmens sowie Personalverantwortung gehören. Zuvor war die Kommunikationsexpertin Director of Marketing & Corporate Communication bei der defacto x GmbH und baute in dieser Funktion den Marketing- und Kommunikationsbereich, einhergehend mit der Außendarstellung, der gesamten Unternehmensgruppe auf. Ähnliche Aufgaben erwarten die Dipl. Kommunikationswirtin (BAW) bei dem Bezahllösungsanbieter sunhill technologies. Das Unternehmen hat seine Schwerpunkte in den Bereichen Parken, Elektromobilität, Tanken und öffentlicher Nahverkehr. „Mit Marilena Lichtenauer ist sunhill technologies noch stärker geworden und wird in den kommenden Monaten und Jahren die Mobility Branche verändern. Wir freuen uns sehr, dass wir sie gewinnen konnten,“ unterstreicht Matthias Mandelkow, Geschäftsführer von sunhill.
Durch den Eintritt von Marilena Lichtenauer verstärkt sunhill technologies die Management-Ebene und setzt den Fokus weiterhin auf Wachstum in den kommenden Jahren. Zusammen mit der Muttergesellschaft Volkswagen Financial Services, der Schwestergesellschaft PayByPhone und den Marken des Volkswagen Konzern strebt das Unternehmen aus Erlangen danach, die Mobilität von morgen zu prägen und den digitalen Service zum Bezahlen von Parkgebühren europaweit einzuführen – sowohl per App als auch integriert in die Fahrzeuge der VW-Familie. „Für sunhill technologies bricht eine spannende Zeit an. In Deutschland ist sunhill bereits der führende Anbieter im Bereich Mobility Solutions. Ich freue mich nun, eine zentrale Rolle im weiteren Wachstum des Unternehmens zu spielen,“ betont Marilena Lichtenauer. „Interessante Aufgaben, ein dynamisches Team und eine digitale Umgebung erwarten mich!“

Kooperation von APCOA PARKING in Dänemark

Kleine Meerjungfrau als dänisches Wahrzeichen: In dem skandinavischen Land kooperiert APCOA jetzt mit Brobizz. Foto: shutterstock

APCOA PARKING sieht sich auf einem guten Weg vom reinen business-zentrierten Parkhausbetreiber zu einem verbraucherorientierten Anbieter von Mobilitätsdiensten und digitalen Services. Dazu gehört jetzt auch eine Kooperation mit dem dänischen Unternehmen BroBizz.

Vom 12. bis zum 15. März hat sich APCOA auf der Immobilienmesse MIPIM in der französischen Stadt Cannes präsentiert. Auf der Messe in Frankreich informierte das Unternehmen unter anderem über die Innovationen, die APCOA seit 2018 auf den Markt gebracht hat. Die Einführung der offenen, skalierbaren digitalen Plattform APCOA FLOW, zu der auch eine Smartphone-App für Konsumenten gehört, die ticketloses Ein- und Ausfahrt sowie automatische elektronisch Zahlung bietet, war zuletzt ein wichtiger Meilenstein für das Unternehmen. Die API-basierte Plattform erlaubt APCOA neue Kooperationen einzugehen. Schon heute können 1,4 Millionen Volkswagen-Leasingkunden in Deutschland APCOA FLOW nutzen. In Dänemark besteht jetzt eine enge Kooperation mit Brobizz, dem führenden Zahlungsdienstleister für Straßenmaut, Brückengebühren und Fähren. Weitere Gespräche mit potenziellen Partnern aus der Autoindustrie, mit Carsharing- und Autovermietungsanbietern sowie Tankkarten-, Flottenmanagement- und E-Ladeunternehmen werden bereits geführt. Mit der neuen Kooperation ist ein wichtiger Schritt getan worden, um die Services von APCOA FLOW auf Dänemark auszuweiten.

E-Mobility und bargeldloses Bezahlen werden erlebbar

Einblicke in aktuelle Entwicklungen der Branche gibt es am 5. und 6. Juni auf der Messe PARKEN in Wiesbaden. Foto: Mesago

Die PARKEN kann sich getrost als Deutschlands einzige Fachmesse mit paralleler Tagung bezeichnen, welche die gesamte Bandbreite der Parken Branche abdeckt. So werden am 5. und 6. Juni 2019 in Wiesbaden zahlreiche Innovationen und Trends präsentiert, die derzeit Parkraumbewirtschafter bewegen. Ideeller Träger der Messe und Veranstalter der Fachtagung ist der Bundesverband Parken e.V.

Unter anderem können sich Besucher neben klassischer Parkraumausstattung über die neuesten Lösungen aus den Bereichen bargeldloses Bezahlen und E-Mobility informieren. Auf der PARKEN präsentieren über 100 Aussteller ihre Produkte und Dienstleistungen rund um die Themen Planung, Bau und Betrieb von Einrichtungen des ruhenden Verkehrs. Ausrichtungsort ist das RheinMain CongressCenter in Wiesbaden. Auf Deutschlands Branchentreffpunkt kommen Betreiber von Parkierungsanlagen, Fach- und Führungskräfte sowie Dienstleister mit Anbietern zusammen, um sich über aktuelle Themen in diesem schnellwachsenden Bereich auszutauschen und aktiv die Zukunft zu gestalten.

Wie E-Fahrzeuge Energie tanken
Neueste Produkte im Bereich E-Mobility werden beispielsweise von der Firma RTB GmbH & Co. KG aus Bad Lippspringe vorgestellt, die innovative Lösungen für den Straßenverkehr entwickelt und vertreibt. Unter anderem wird das Unternehmen auf der PARKEN 2019 zeigen, wie Firmen ihre Parkhäuser umrüsten können, um den Anforderungen der Mitarbeiter mit Elektrofahrzeugen an Ladepunkte gerecht zu werden. Der Technische Leiter, Dipl.-Ing. Christian Ehring, erläutert, wie Unternehmen zu Fahrstromanbietern werden können: „Besonders in Mitarbeiterparkhäusern wächst die Anzahl an Ladepunkten von Tag zu Tag. Immer mehr Betriebe sehen sich in die Pflicht genommen, hier tätig zu werden. Bei diesem Destinationsladen am Arbeitsplatz wird zunächst der Arbeitgeber zum Betreiber (CPO) und zum Fahrstromanbieter (EMSP). Diese beiden Rollen müssen angemessen mit Leben gefüllt werden. Das kann durch Verpflichtung von etablierten CPO- und EMSP-Dienstleistern oder durch Verwendung innovativer Plattformen für derartige Dienstleister erfolgen.“

Parkplätze per App finden und bezahlen
Besucher der PARKEN 2019, die sich für bargeldloses Bezahlen interessieren, können sich unter anderem bei EasyPark informieren. Das Unternehmen hilft Autofahrern Parkplätze zu finden und zu bezahlen. Die Vorteile fasst Nico Schlegel, EasyPark Managing Director Germany & Austria zusammen: „Unsere App ermöglicht es in immer mehr Städten, das Parken zu flexibilisieren und zu individualisieren, da kein Kleingeld benötigt wird und der Kunde flexibel seine individuelle Parkdauer bestimmen kann. Außerdem können der Parksuchverkehr und dabei entstehende Abgase reduziert werden, indem dem Bürger geholfen wird, freie Parkplätze zu finden. Das schafft Transparenz bezüglich der Suchzeit und möglicher Alternativen.“

Messetermin und Fachtagung  in Kombination
Als ideeller Träger schafft der Bundesverband Parken e.V. zusammen mit der Mesago Messe Frankfurt GmbH eine Plattform, auf der alle Trends, relevante Produkte und Dienstleistungen der Parken Branche im deutschsprachigen Raum vorgestellt werden. Der Verband bietet mit seiner Fachtagung zeitgleich einen weiteren Pflichttermin für Branchenvertreter an. „Die einmalige Kombination aus Fachausstellung und Fachtagung ermöglicht es den Teilnehmern, vor Ort mit hochkarätigen Experten in Kontakt zu treten. Hier werden aktuelle Themen diskutiert, Erfahrungen ausgetauscht und wichtige Weichen für die Zukunft gestellt“, erklärt Elisabeth Herles, Geschäftsführerin des Bundesverband Parken e.V. Die Abendveranstaltung des Verbandes am ersten Messetag bietet den idealen Rahmen für das berufliche Netzwerken in entspannter Atmosphäre. Als Premium-Medienpartner wird auch das Unternehmen Maenken Kommunikation vor Ort sein, das mit den Fachzeitschriften Parken aktuell und Parking Trend international sowie dem Online-Portal www.parken-aktuell.de führende Medien im Bereich Parken anbietet. Unter www.parken-messe.de stehen Anmeldeunterlagen für Aussteller sowie weitere Informationen rund um die Veranstaltung zur Verfügung.

Flexible Parktarife in Hamburg, Leipzig und Stuttgart

In drei Parkobjekten, die mit Scheidt & Bachmann-Systemen ausgestattet sind, testet der Parkraumbewirtschafter APCOA dynamische Tarife als Pilotprojekt. Damit erhofft sich das Unternehmen neue, attraktive Möglichkeiten, seine Objekte bedarfsgerecht zu bewirtschaften.

Das Hamburger Parkhaus im Hanseviertel, das Parkhaus Petersbogen in Leipzig sowie die Stuttgarter Garage Neue Brücke haben sie bereits: Tarifanzeigen über jeder Einfahrtspur. Die LED-Tarifanzeigen sind zentral und gut sichtbar über der jeweiligen Spur platziert und zeigen je nach Auslastung des Parkhauses einen anderen Kurzparker-Tarif an. Sind nur wenige Stellplätze besetzt, parkt der Nutzer zu einem niedrigeren Preis als bei hoher Belegung. Fünf verschiedene Tarife beinhaltet das Dynamic Pricing-Modell von APCOA. Zieht der Nutzer bei Einfahrt an der Schranke ein Parkticket, wird der aktuell gültige Tarif darauf ausgewiesen und ist auch für die Folgestunden in denen er parkt gültig.
Mit der Technologie unterstützt Scheidt & Bachmann APCOA in seiner Strategie für digitale Lösungen, die das Parken komfortabler und einfacher machen. Dynamic Pricing ist ab entervo Release V2R3M18 beziehungsweise V2R4M10 verfügbar.

Baden-Württemberg fördert Ladenetzanbindung von Parkhäusern

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Aktuell wird die E-Ladeinfrastruktur in Parkhäusern vom Bundesland Baden-Württemberg in einem speziellen Förderverfahren unterstützt. Foto: Shutterstock

Das Umweltministerium des Bundeslandes Baden-Württemberg fördert derzeit Pilotprojekte zur intelligenten Lade-Netzanbindung von Parkhäusern und Tiefgaragen (INPUT) mit insgesamt 2,9 Millionen Euro.
Dem Förderverfahren geht ein Teilnahmewettbewerb voraus. Die Idee zu diesem Projekt ist im Rahmen des Strategiedialogs Automobilwirtschaft Baden-Württemberg entstanden. „Damit sich die Elektromobilität etablieren kann, brauchen wir intelligente Lade-, Last- und Nutzungskonzepte für den Alltag. Je stärker der Markt für Elektrofahrzeuge wächst, desto höher werden die Herausforderungen für das Stromnetz“, sagte Umwelt- und Energieminister Franz Untersteller zum Start des Förderwettbewerbs in Stuttgart. „Wir brauchen daher Ideen und Konzepte für eine intelligente Ladeinfrastruktur in unseren Parkhäusern und Tiefgaragen“, so der Minister. Nur dann könne sich die Elektromobilität etablieren zum Klimaschutz beitragen.
Der Förderwettbewerb des Landes richtet sich an natürliche Personen, Unternehmen, rechtsfähige Personengesellschaften, juristische Personen des privaten Rechts, Kommunen, Gemeindeverbände, Zweckverbände, sonstige Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechts sowie an Hochschulen und außeruniversitäre Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen. Das Umweltministerium ruft zur gemeinsamen Antragstellung von Energieversorgern, Netzbetreibern, Ladesäulenbetreibern, Parkhausgesellschaften sowie Automobilwirtschaft und Wissenschaft auf. So könne eine hohe Übertragbarkeit auf den Alltag erreicht werden, erläuterte Untersteller. „Parkplätze in einem Einkaufszentrum, Park-and-Ride-Anlagen, Tiefgaragen für Anwohner oder Flottenparkplätze haben das Potenzial für innovative, zukunftsfähige Konzepte.“
Anträge zur Teilnahme an dem Wettbewerb können bis 15. Februar 2019 beim Projektträger Karlsruhe am Karlsruher Institut für Technologie eingereicht werden. Vordrucke dafür stehen unter www.ptka.kit.edu/formulare-1952.html bereit.

Geschäftsführung von sunhill technologies wird erweitert

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Daniel Ungar ist seit Anfang Januar 2019 als weiterer Geschäftsführer der sunhill technologies GmbH tätig. Foto: sunhill technologies

Daniel Ungar, früherer Leiter Projektcontrolling und Projektportfolio-Management der Volkswagen Financial Services Digital Solutions GmbH, erweitert seit Anfang Januar die Geschäftsführung der sunhill technologies GmbH.
Seit dem 1. Januar 2019 gehört Daniel Ungar der Geschäftsführung der sunhill technologies GmbH an und leitet damit zusammen mit Matthias Mandelkow und Christoph Schwarzmichel das Tochterunternehmen der Volkswagen Financial Services AG. Er verantwortet die Ressorts Finance, Operations sowie Security und Compliance.
Die personelle Erweiterung an der Führungsspitze unterstreicht nach Angaben des Unternehmens die Ziele der sunhill technologies GmbH, in Zukunft noch enger mit der Volkswagen Financial Services AG, der Schwestergesellschaft PaybyPhone und den Marken des Volkswagen Konzerns zusammenzuarbeiten. „Diese enge Zusammenarbeit wird das Verständnis der Mobilität von morgen prägen“, sagt Daniel Ungar. „sunhill technologies bietet ein dynamisches, innovatives Umfeld und spannende unternehmerische Aufgaben. Ich freue mich auf die Herausforderungen und die Zusammenarbeit mit einem starken Team“, so der neue Geschäftsführer weiter.
Gemeinsam mit Volkswagen Financial Services entwickelt sunhill technologies, neben der App travipay, weitere Parking-Apps für die Marken der VW-Gruppe, die das mobile Bezahlen von Parkvorgängen deutschlandweit ermöglichen sollen. Im Jahr 2019 soll dieser Service in die ersten Fahrzeuge der VW-Familie integriert sein. „Die Zukunft bringt große Aufgaben, Innovationen und Veränderungen. Daher freuen wir uns mit Daniel Ungar ein weiteres starkes Mitglied in der sunhill-Familie begrüßen zu dürfen, mit dem wir die Zukunft der Mobilität gestalten werden,“ sagt Matthias Mandelkow, Geschäftsführer von sunhill technologies.

Bosch und e.GO bringen Automated Valet Parking nach Aachen

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Zwölf des vom Unternehmen e.GO produzierten Kleinwagen e.Go Life werden im Aachener Projekt zum Automated Valet Parking verwendet. Foto: e.GO

Der Elektro- und Automobilzulieferer Bosch und der Elektroautohersteller e.Go Mobile haben eine neue Zusammenarbeit zum Automated Valet Parking vereinbart. Getestet wird das System in einem neuen Parkhaus auf dem Campus der Rheinisch-Westfälisch Technischen Hochschule in Aachen.
Mit einem gemeinsamen Feldversuch in Aachen wollen die Unternehmen Bosch und e.Go Automated Valet Parking in die Praxis umsetzen. Das System soll es dem Benutzer erlauben, mit dem Fahrzeug anzuhalten, auszusteigen und mit Hilfe des Smartphones das Auto per App-Befehl zum Einparken zu schicken. Genutzt wird das 2018 neu errichtete Parkhaus des von der Immofinanz errichteten Clusters Produktionstechnik auf dem RWTH Aachen Campus. Bosch und der Fahrzeughersteller e.GO haben im Rahmen des Versuchs eine Zusammenarbeit vereinbart. Bosch kümmert sich um die Infrastrukturtechnik im Parkhaus und macht Testautos gemeinsam mit e.GO fit für den automatisierten Einpark- und Vorfahrservice.
Im ersten Schritt soll das Automated Valet Parking mit bis zu zwölf Modellen des Kleinwagens e.GO Life realisiert werden. Die Autos gehören zum Fuhrpark von e.GO und stehen Mitarbeitern des Unternehmens für Dienstfahrten sowie zur Vorführung des automatisierten Einpark- und Vorfahrservices zur Verfügung. Im zweiten Schritt wollen Bosch und e.GO mithilfe des Automated Valet Parkings die Flächenausnutzung im Parkhaus verbessern. „Selbst parken ist ein Auslaufmodell. Das Auto kann mit Bosch-Technik viel besser einparken und erspart uns Autofahrern viel Zeit und Stress“, sagt Dr. Dirk Hoheisel, Mitglied der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH. „Parkhäuser sind das Revier eines kompakten, wendigen Stadtautos wie dem e.GO Life. Mit dem Automated Valet Parking können wir noch mehr erreichen – nämlich bis zu 50 Prozent mehr Fahrzeuge in einem existierenden Parkhaus unterbringen. Für die Technik-Option im e.GO Life müssen die Kunden nur einen minimalen Aufpreis zahlen“, sagt Prof. Dr. Günther Schuh, CEO der e.GO Mobile AG.
Intelligente Infrastruktur im Parkhaus führt das Fahrzeug
Automated Valet Parking gilt als wichtiger Meilenstein auf dem Weg zum autonomen Fahren. Für den Bosch-Konzern ist es ein Beispiel aus dem Service-Portfolio des Geschäftsbereichs Connected Mobility Solutions. Im konkreten Testbetrieb in Aachen stellen Autofahrer ihr Fahrzeug in einer als Drop-off-Area bezeichneten Zone im Einfahrtsbereich des Parkhauses ab. Per Smartphone-App geben sie ihm dann den Befehl, sich fahrerlos durch das Parkhaus bis in eine freie Parklücke zu bewegen. Nach dem gleichen Prinzip kommt das Auto auch wieder in die sogenannte Pick-up-Area vorgefahren. Der Vorgang muss von den Autofahrern nicht überwacht werden. Sie können das Parkhaus bereits verlassen, während das Auto noch auf dem Weg zum Stellplatz ist. Möglich ist das dank der hochtechnisierten Infrastruktur. Bosch-Sensoren im Parkhaus überwachen den Fahrkorridor sowie dessen Umfeld und liefern die notwendigen Informationen für die Steuerung des Fahrzeugs. Die Technik im Auto setzt die Befehle der Infrastruktur in Fahrmanöver um und stoppt das Fahrzeug rechtzeitig, falls Hindernisse im Weg sind oder Menschen den Fahrweg kreuzen. Um den zuverlässigen Betrieb der Fahrzeug- und Parkhaustechnik zu bewerten, beziehen Bosch und e.GO auch den TÜV und lokale Behörden in ihre Zusammenarbeit ein.
Automated Valet Parking mit Mercedes-Benz bereits umgesetzt
Für Bosch ist die jetzt gestartete Kooperation mit e.GO ein zweites Projekt zum Automated Valet Parking. Ein erster Partner für eine vergleichbare Lösung ist Mercedes-Benz. Gemeinsam haben Bosch und Mercedes-Benz das Automated Valet Parking bereits im Parkhaus des Mercedes-Benz Museums in Stuttgart umgesetzt und im Sommer 2017 der Öffentlichkeit vorgeführt. Bosch und Mercedes-Benz wollen auf diese Weise vor allem Erfahrungen zum Umgang der Nutzer mit fahrerlosen Fahrzeugen und deren Akzeptanz sammeln. Deshalb starten die beiden Unternehmen in den kommenden Wochen mit einer sogenannten Experience-Tour. Bei der Experience-Tour soll ein Experte interessierten Gästen im Parkhaus des Mercedes-Benz Museums während einer Fahrt im fahrerlosen Auto die Technik erklären und Fragen beantworten.