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Kooperationspartner erhalten Zulassung für fahrerloses Parken

Das von Bosch und Daimler entwickelte automatisierte Parksystem im Parkhaus des Mercedes-Benz Museums in Stuttgart hat jetzt eine behördliche Freigabe erhalten. Foto: Bosch

Die Unternehmen Bosch und Daimler haben nach eigenen Angaben einen Meilenstein auf dem Weg zum automatisierten Fahren erreicht: Für das automatisierte Parksystem im Parkhaus des Mercedes-Benz Museums in Stuttgart haben die Partner die Freigabe der zuständigen Behörden in Baden-Württemberg erhalten.

Der automatisierte Vorfahr- und Einparkservice wird per Smartphone-App abgerufen und kommt ohne Sicherheitsfahrer aus. Er ist laut Bosch die weltweit erste behördlich für den Alltagsbetrieb zugelassene vollautomatisierte und fahrerlose Parkfunktion nach SAE Level 4. „Die Entscheidung der Behörden zeigt, dass Innovationen wie das automatisierte Valet Parken zuerst in Deutschland möglich sind“, sagt Dr. Markus Heyn, Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH. „Fahrerloses Fahren und Parken sind wichtige Bausteine künftiger Mobilität. Mit dem automatisierten Parksystem wird deutlich, wie weit wir auf diesem Entwicklungspfad bereits gekommen sind.“ „Die Freigabe der Behörden in Baden-Württemberg hat Vorbildcharakter, um den Parkservice künftig auch weltweit in Parkhäusern zuzulassen“, sagt Dr. Michael Hafner, Leiter Fahrtechnologien und Automatisiertes Fahren der Daimler AG. „Als Vorreiter beim automatisierten Fahren machen wir mit dem Projekt den Weg frei, Automated Valet Parking zukünftig auch in Serie zu bringen.“

Eine hohe Sicherheit als gemeinsames Ziel
Das Thema Sicherheit hatte nach Angaben von Bosch und Daimler von Anfang an oberste Priorität. Da für automatisierte Fahrfunktionen, die komplett ohne Fahrer auskommen, noch keine Zulassungsverfahren etabliert sind, begleiteten die lokalen Behörden – das Regierungspräsidium Stuttgart und das Landesverkehrsministerium Baden-Württemberg – sowie Gutachter des TÜV Rheinland von Beginn an das Projekt. Ziel war es, den sicheren Betrieb der Fahrzeug- und der Parkhaustechnik zu bewerten. Das Ergebnis ist ein umfangreiches Sicherheitskonzept mit entsprechenden Test- und Freigabekriterien, die auch über das Pilotprojekt hinaus Anwendung finden können. Darin haben die Entwickler definiert, wie das fahrerlose Fahrzeug Fußgänger und andere Autos im Fahrweg erkennt und automatisch gebremst wird. Darüber hinaus wurde eine abgesicherte Kommunikation aller Systemkomponenten untereinander und die zuverlässige Aktivierung des Parkvorgangs umgesetzt.

Die Technik des fahrerlosen Parkens
Ins Parkhaus fahren, aussteigen und das Auto per Klick auf dem Smartphone zum Parken schicken – der automatisierte Parkservice kommt ganz ohne den Fahrer aus. Während dieser das Parkhaus bereits verlassen und sich anderen Dingen widmen kann, fährt das Auto selbstständig zu einem zugewiesenen Stellplatz und parkt ein. Genauso kommt das Auto auf Wunsch auch wieder vorgefahren. Dabei spielt die intelligente Parkhaus-Infrastruktur von Bosch mit der Fahrzeugtechnik von Mercedes-Benz zusammen. Bosch-Sensoren im Parkhaus überwachen den Fahrkorridor sowie dessen Umfeld und liefern die Informationen an die Steuerung des Fahrzeugs. Die Technik im Auto setzt die Befehle der Infrastruktur in Fahrmanöver um. Auf diese Weise können die Autos auch eigenständig Rampen hoch- und herunterfahren und innerhalb des Parkhauses Stockwerke wechseln. Erkennen die Infrastruktursensoren ein Hindernis, stoppt das Fahrzeug unverzüglich.

Meilensteine des Projekts
Nachdem Bosch und Daimler die Entwicklung des vollautomatisierten und fahrerlosen Parkens im Jahr 2015 auf den Weg gebracht hatten, erreichte die Pilotlösung im Parkhaus des Mercedes-Benz Museums in Stuttgart im Sommer 2017 einen wichtigen Meilenstein: Automated Valet Parking wurde der Öffentlichkeit erstmals im realen Verkehr vorgeführt. Auf die Premiere folgte eine intensive Test- und Inbetriebnahmephase. Seit 2018 konnten die Besucher des Museums den Parkservice im Beisein von geschultem Sicherheitspersonal live erleben und ihre Erfahrungen teilen. Im Rahmen des Pilotprojekts wurden am Fahrzeug auch Lichtkonzepte erprobt. Dabei markieren türkisfarbene Lichtsignale den automatisierten Fahrmodus und informieren so Passanten und andere Verkehrsteilnehmer, dass das Fahrzeug eigenständig unterwegs ist. Die Erkenntnisse daraus wurden auch in dem kürzlich verabschiedeten SAE-Standard (SAE 3134) berücksichtigt. Mit der finalen Freigabe durch die Behörden erreichen Bosch und Daimler nun einen weiteren wichtigen Meilenstein: In Kürze können Interessierte den Vorfahr- und Einparkservice im Alltagsbetrieb des Parkhauses des Mercedes-Benz Museums und ohne weitere Überwachung durch einen Sicherheitsfahrer live erleben.

Neues Free Flow Parking-System ist in Betrieb gegangen

In München wurde ein neues Free Flow Parking-System von Scheidt & Bachmann in Betrieb genommen: Die Besucher des Einkaufscenters EVER.S parken künftig ohne Parktickets und ohne Schranken.

Das neue System von Scheidt & Bachmann verbindet laut Hersteller modernste Parktechnik mit höchstem Kundenkomfort: Der Kunde muss an der Einfahrt kein Ticket mehr ziehen. Schranken sind bei dem System nicht mehr vorhanden. Die einzige Schranke im Einfahrtsbereich schließt nur, wenn das Parkhaus belegt ist. Das neue Free Flow-System von Scheidt & Bachmann ersetzt die üblichen Papiertickets und soll ein ein reibungsloses Parken ermöglichen. Bezahlt werden kann über eine App oder am Kassenautomaten in bar, mit Bank- oder Kreditkarte direkt oder innerhalb von 48 Stunden. Ein Display begleitet die Autofahrer an den Ein- und Ausfahrten und ein Parkleitsystem weist ihnen schnellstmöglich den Weg zu freien Stellplätzen.
Neben einem zufriedenstellenden Kundenerlebnis ergäben sich für den Betreiber weitere Vorteile wie geringere Investitions- und Wartungskosten durch weniger Hardware. Auch der Betrieb kann optimiert werden, da Arbeiten wie das Nachfüllen oder die Entsorgung von Tickets der Vergangenheit angehören. Wie auch in der Königshof-Galerie in Mettmann wurde das Projekt gemeinsam mit dem Betreiber Parken & Management GmbH realisiert. Der Betreiber will die Zusammenarbeit mit Scheidt & Bachmann in der nächsten Zeit weiter intensivieren.

Service von ParkNow gewinnt German Innovation Award

Julia Frank, Marketing Communications Manager bei der ParkNow Group, und Tobias Scheibling Head of Automotive in dem Unternehmen, nahmen die Auszeichnung in Berlin entgegen. Foto: Martin Diepold/Grand Visions

Im Rahmen einer feierlichen Gala im Berliner Technikmuseum wurde der von BMW und der ParkNow Group gemeinsam entwickelte Parkservice BMW Parking Place Assistant und ParkNow In Car Payments mit dem German Innovation Award in Gold ausgezeichnet.
In Berlin wurden zum zweiten Mal die Gewinner des German Innovation Award verkündet. Zu den diesjährigen Preisträgern gehört auch die ParkNow Group, die zusammen mit der BMW Group für den Service BMW Parking Place Assistant und ParkNow In Car Payments mit dem Gold-Award in der Kategorie Excellence in Business to Business – Connectivity geehrt wird.
Service soll Zeit und Geld sparen und den Parksuchverkehr reduzieren
Der Service schlägt BMW-Fahrern Parkmöglichkeiten am Straßenrand oder im Parkhaus vor, bei denen die Wahrscheinlichkeit auf einen freien Stellplatz am höchsten ist. Sobald das Fahrzeug geparkt ist, erkennt der Service automatisch, ob es sich um eine gebührenpflichtige Parkzone handelt. Das System ermöglicht es dem Fahrer, einen digitalen Parkschein über sein Navigationssystem zu lösen. Die Bezahlung erfolgt automatisch, sobald das Auto den Parkplatz verlässt. So soll nur für die tatsächlich geparkte Zeit bezahlt werden. Der Service von ParkNow wird allen Automobilherstellern mit dem Ziel angeboten, das Parken so einfach und komfortabel wie möglich zu machen. BMW-Fahrer, die über die entsprechende Sonderausstattung in ihrem Fahrzeug verfügen, können die Parkplatz-Bezahlfunktion in über 150 ParkNow-Städten in Deutschland und Österreich bereits heute benutzen.
Lob für das Bedienkonzept
Die Jury des German Innovation Awards lobt den Beitrag des ParkNow-Services zur Entlastung des Parksuchverkehrs in den deutschen Innenstädten. Das innovative Feature spare durch die Such- und Bezahlfunktion Zeit für die Autofahrer und sei überdies auch übersichtlich und intuitiv in der Benutzerführung, so die Jury-Begründung. „Die Auszeichnung bestätigt uns eindrucksvoll, dass wir mit der Integration des ParkNow-Services in BMW-Fahrzeuge nicht nur technologisch auf der Höhe der Zeit sind, sondern auch einen echten Mehrwert für unsere Nutzer schaffen“, freut sich Tobias Scheibling, Head of Automotive bei der ParkNow Group. Die Entwicklung zum autonomen Parken bleibt nach Angaben des Unternehmens auch in Zukunft ein wichtiges Fokusthema, um so den zeitintensiven Parksuchverkehr weiter zurückzudrängen.

Scheidt & Bachmann gibt neue Vertriebsleitung bekannt

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Die Scheidt & Bachmann GmbH hat bekannt gegeben, dass Guido Nobis zum Vertriebsleiter für Parksysteme in Deutschland, Österreich und der Schweiz ernannt wurde.
Nobis hat diese Position zum 1. Juli 2019 von Samuel Spaltner übernommen, der das Unternehmen auf eigenem Wunsch zum 30. September 2019 verlässt, um sich einer neuen Herausforderung zu stellen. „Samuel Spaltner hat in den letzten Jahren maßgeblich den Vertriebserfolg im D-A-CH-Bereich gestaltet. Wir danken ihm für seine engagierte Mitarbeit und wünschen ihm in seiner neuen Position viel Erfolg“, sagt Martin Kammler, Geschäftsführer des Bereiches.
Guido Nobis ist seit über 25 Jahren bei Scheidt & Bachmann tätig und hat verschiedene Stationen im Unternehmen durchlaufen: Vom technischen Projektmitarbeiter über den technischen Vertrieb bis zum Leiter der größten Vertriebsniederlassung in Deutschland. Nobis sei ein Garant für eine vertrauensvolle, partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Kunden, teilt Scheidt & Bachmann zu der Personalie mit. „Gerade in der aktuellen Zeit, in der die Digitalisierung parallel zum traditionellen Parken vorangetrieben wird, brauchen unsere Kunden zukunftssichere Lösungen. Darauf werde ich meinen besonderen Fokus legen“, so Guido Nobis über seinen künftigen Aufgabenschwerpunkt. „Wir freuen uns, dass wir Guido Nobis für diese verantwortungsvolle Position gewinnen konnten. Mit seiner Branchenerfahrung und seinen umfassenden Kenntnissen ist er der ideale Partner für unsere Kunden“, so Martin Kammler.

Neue Partnerschaft zwischen Scheidt & Bachmann und ELKA-Torantriebe angekündigt

Torben Nehls-Eller, Geschäftsführer bei ELKA-Torantriebe, und Martin Kammler, Geschäftsführer Parking Solutions bei Scheidt & Bachmann, wollen zukünftig eng zusammenarbeiten. Foto: Scheidt & Bachmann

Systemhersteller Scheidt & Bachmann und der Torantriebs- und Schrankenhersteller ELKA-Torantriebe setzen auf eine langjährige Kooperation. Ab Ende 2019 will Scheidt & Bachmann seine Parkmanagementsysteme mit Schranken von ELKA ausrüsten.

Die Unterzeichnung der Verträge erfolgte Anfang Juni auf der Messe PARKEN in Wiesbaden und ist laut Scheidt & Bachmann das Resultat einer intensiven Zusammenarbeit. Die genutzten Schranken erhalten ein neues, modernes Design, welches die beiden Unternehmen gemeinsam entwickelt haben. „Wir freuen uns, in ELKA einen Partner gefunden zu haben, der hervorragend zu unseren innovativen Systemlösungen passt,“ so Martin Kammler, Geschäftsführer Parking Solutions bei Scheidt & Bachmann. ELKA stehe für hochwertige, robuste und langlebige Schranken, die höchste Sicherheitsstandards erfüllen. Sie seien hervorragend geeignet, um das eigene Produktportfolio zu ergänzen, heißt es von Scheidt & Bachmann. „Auch wir freuen uns auf eine langjährige und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Scheidt & Bachmann, einem der weltweit führend Unternehmen im Bereich Parkmanagementsysteme“, sagt Torben Nehls-Eller, Geschäftsführer der ELKA-Torantriebe GmbH u. Co. Betriebs KG. „Unsere Kunden erwarten All-in-One Lösungen, die sowohl modernsten Anforderungen des digitalen Parkmanagements genügen, als auch langlebig und zuverlässig sind. Die Zusammenarbeit mit ELKA erlaubt es uns, diesem Anspruch gerecht zu werden und gleichzeitig unsere Kompetenz im Bereich digitale Parklösungen weiter auszubauen“, so Martin Kammler.

APCOA unterstützt Shared-Mobility-Projekt in Berlin

Sie wollen Shared Mobility eine neue Plattform geben (v.l.): Christof Schminke, Managing Director Trafi Deutschland, Dr. Henrik Haenecke, BVG-Vorstand Finanzen, Digitalisierung und Vertrieb, Dr. Sigrid Nikutta, BVG-Vorstandsvorsitzende und Vorstand Betrieb und Philippe Op de Beeck, CEO der APCOA PARKING Group. Foto: BVG/Jörg Carstensen

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) haben eine Pilotversion der Shared-Mobility-App Jelbi sowie eine neue Sharing-Station vorgestellt, die sich am Berliner U- und S-Bahnhof Schönhauser Allee befindet. Hier können Pkws und Fahrräder entliehen werden. Partner im Projekt ist der Parkraumbewirtschafter APCOA.
An der am Bahnhof Schönhauser Allee eröffneten Jelbi-Station können Sharing-Fahrzeuge verschiedener Anbieter ausgeliehen werden. Unter anderem umfasst das Angebot vor Ort Leihfahrräder, Elektroroller und Carsharing-Autos. Zugleich stellten die Berliner Verkehrsbetriebe eine Pilotversion der Jelbi-App vor. „Berlin hat sicher die größte Vielfalt an innovativen und umweltfreundlichen Mobilitätsanbietern in Deutschland“, sagt Dr. Sigrid Nikutta, Vorstandsvorsitzende der BVG. „Gemeinsam haben wir die Chance und die Verantwortung, eine lebenswerte Zukunft für unsere Stadt zu gestalten. Mit Jelbi sind wir ein zentraler Teil der Mobilitätswende, indem wir unseren herausragenden Nahverkehr mit Bussen und Bahnen um ein weiteres Element ergänzen.“
APCOA wird Partner im Projekt
Kooperationspartner ist Parkraumbewirtschafter APCOA. Auf einer Parkfläche des Unternehmens, die sich an der Greifenhagener Straße in Prenzlauer Berg befindet, ist ab sofort Berlins neue Jelbi-Station in Betrieb. In unmittelbarer Nähe zum U- und S-Bahnhof Schönhauser Allee wird der Umstieg vom Nahverkehr in die geteilte individuelle Mobilität (und umgekehrt) ermöglicht. „Die Kooperation mit der BVG passt zur Strategie von APCOA, Parkraum mit urbaner Mobilität intelligent und praktisch zu verbinden“, so Philippe Op de Beeck, CEO der APCOA PARKING Group. „Durch die Transformation unseres Parkplatzes zum intermodalen Mobilitätshub schaffen wir eine zentrale Plattform für zukünftige Mobilitätsangebote.“ An diesem Ort finden Nutzer Carsharing-Autos, Leihräder, Elektromotorroller und perspektivisch auch Elektro-Tretroller sowie eine passende Ladestation. Neu ist auch die zugehörige Jelbi-App, die die die BVG zusammen mit Kooperationspartner Trafi entwickelt hat. Die digitale Plattform soll den Nahverkehr mit anderen Mobilitätspartnern vernetzen und Funktionalität von der Routenplanung bis zur Bezahlung bieten. Neue Partner sollen schrittweise in die Funktionalität der App mit einbezogen werden. Bisher haben rund 25 Anbieter Interesse an einer Kooperation bekundet.

Parkhäuser schaffen neue Perspektiven für den Wohnungsbau

In Köln wurde ein Parkhaus des Betreibers Contipark umgestaltet und mit zusätzlichem Wohnraum überbaut. Foto: Contipark

Die in Berlin vorgestellte „Deutschlandstudie 2019: Wohnraumpotentiale in urbanen Lagen, Aufstockung und Umnutzung von Nichtwohngebäuden“ der Technischen Universität Darmstadt und des Pestel-Instituts weist aktuell auf das immense Flächenpotential auf den Dächern von Bestandsbauten hin.
Die Studie, die von Organisationen und Verbänden der deutschen Planungs-, Bau-, und Immobilienbranche in Auftrag gegeben wurde, sieht in der Aufstockung bestehender Bauten eine Möglichkeit, in Ballungsgebieten bislang fehlenden Wohnraum zu schaffen. Während die vorangegangene Deutschlandstudie 2016 die Aufstockung von Wohngebäuden untersuchte, rückt die zweite Studie die Aufstockung von Bürogebäuden, Supermärkten und Parkhäusern in Innenstädten in den Fokus. Diese stellen Potenzialflächen in den Kernlagen von Städten, Gemeinden und Kommunen dar, auf denen bezahlbarer Wohnraum entstehen könnte. Die Studie beziffert bei konservativen Annahmen das zusätzliche Wohnraumpotenzial mit bis zu 2,7 Millionen zusätzlichen Wohneinheiten. Der Mangel an Baugrund gilt als einer der wesentlichen Ursachen für stockenden Wohnungsbau und Preissteigerungen von Mieten.
Parkhäuser mit Wohnraum aufstocken
Im Fokus der Studie stehen Nicht-Wohngebäude wie etwa Parkhäuser. „Büro- und Geschäftshäuser, eingeschossige Discounter mit ihren Parkplätzen bieten ein enormes Potenzial für zusätzliche Wohnungen – durch Nachverdichtung wie Aufstocken, Umnutzung und Bebauung von Fehlflächen. Zusätzlich lässt sich eine Auswahl an öffentlichen Verwaltungsgebäuden für neuen bezahlbaren Wohnraum nutzen“, sagt Prof. Karsten Tichelmann von der TU Darmstadt. „Ressourcen für durchaus attraktiven Wohnraum bieten zudem innerstädtische Parkhäuser“, so Tichelmann. Durch die sich verändernde Mobilität ergeben sich künftig weitere Potenziale wie vorhandene Tankstellen- und Parkplatzflächen. Selbst Parkhäuser in innerstädtischen Lagen bieten Platz für Wohnungen. Wird das oberste Parkdeck aufgestockt, geht die Studie von mindestens 20.000 zusätzlichen Wohneinheiten bundesweit aus, alles „Wohn-Parkhäuser“ in guten Innenstadtlagen. Insgesamt kommen die Wissenschaftler damit auf mehr als 1,2 Millionen Wohnungen, die bundesweit durch das „Wohnbar-Machen“ von Nicht-Wohngebäuden entstehen könnten.
„Aufstockungen tragen dazu bei, die wachsende Versiegelung von Flächen zu vermeiden. Das Zusammenfügen von großen gewerblichen Einheiten und kleinteiligen Wohneinheiten ist allerdings eine anspruchsvolle Bauaufgabe, die sorgfältig konzipiert und von erfahrenen Planern übernommen werden muss. Es gibt bereits erfolgreiche Beispiele aus Wettbewerbsverfahren,“ betont Barbara Ettinger-Brinckmann, Präsidentin der Bundesarchitektenkammer. „Wir müssen unseren Gebäudebestand intelligent und lebensnah verdichten – für Vielfalt und Lebensqualität in unseren Städten. Dazu sind Anpassungen im Bauplanungs- und im Bauordnungsrecht notwendig, um die Rahmenbedingungen für Aufstockung und Umnutzung zu verbessern. Außerdem müssen finanzielle Anreize und passende Förderprogramme geschaffen werden.“

„Das Parkhaus der Zukunft ist schrankenlos“

Valentin Rüther (links) im Gespräch mit Marko Ruh, Chefredakteur Parken aktuell. Fotos (2): Florian Meurer/Maenken Kommunikation

Valentin Rüther steht als Geschäftsführer an der Spitze der HIB Huber Integralbau GmbH. Im Interview mit Parken aktuell spricht er über aktuelle Trends und Entwicklungen im Parkhausbau.

Parken aktuell: Herr Rüther, Huber expandiert seit Jahren. Was ist Ihr Erfolgsrezept?
Valentin Rüther:1990 wurde das Unternehmen gegründet. Unsere grundsätzliche Geschäftsidee war die Spezialisierung auf den Parkhausbau, und darauf beruht unser Erfolg sicher zu großen Teilen. So konnten wir uns immer mehr in das Produkt hinein verwurzeln, sind jetzt selbst manchmal Investor und Betreiber. Aus diesen vertieften Gedanken zum Produkt Parkhaus ist mittlerweile ein Komplettsystem entstanden. Unsere neueste Innovation ist das Smart Parking im 360-Grad-Parkhaus, das wir jetzt auf der Messe PARKEN vorstellen werden.

Parken aktuell: Können Sie diesen 360-Grad-Gedanken und das Smarte daran ein wenig umreißen?
Valentin Rüther: Unter Smart Parking verstehen wir unter anderem das Digitale, den gesamten Datenfluss und die Steuerung im Parkhaus. Es beginnt an der Ein- und Ausfahrt: Es gibt dort keine Schranke mehr. Nutzer müssen keine enge Spur mehr halten, sondern können bequem hinein- und hinausfahren. Wer möchte, kann bargeldlos bezahlen, bis zu 48 Stunden später auch online quasi vom Sofa aus. Das sind Markenzeichen der Firma Autopay, an der wir uns vor zwei Jahren beteiligt haben. Kunden, die sich nicht online anmelden wollen, können nach wie vor durch Eingabe Ihres Kennzeichens am Kassenautomaten bar bezahlen.

Parken aktuell: Das System beruht also auf Kennzeichenerkennung?
Valentin Rüther: Ja.

Parken aktuell: Glauben Sie demnach, dass das Parkhaus der Zukunft schrankenlos ist?
Valentin Rüther: Definitiv. Dazu gehört aber noch mehr, zum Beispiel die Möglichkeit, die Preise dynamisch zu gestalten oder Parkflächen dynamisch zuzuweisen. Betreiber können dadurch in der Vermarktung ganz anders agieren. Auch weil die Parkhäuser bis in die Stellplätze hinein vernetzt sind. Das wird in den nächsten paar Jahren Standard werden.

Parken aktuell: Welche weiteren Vorteile sehen Sie?
Valentin Rüther: Durch ein zusätzliches dynamisches Parkleitsystem, das jeden einzelnen Stellplatz überwacht, haben wir eine viel schnellere Befüllung und Entleerung dieser Parkhäuser. Außerdem lässt sich der Standort jedes Fahrzeugs im Parkhaus jederzeit feststellen. Darüber hinaus wissen wir genau, welche Parkplätze noch frei sind und können diese Daten nach außen geben, um sie auf großen Plattformen anzubieten und auch in die Navigationssysteme der Autos hineinzugeben.

Parken aktuell: Ist ein solches System in Deutschland überhaupt zulässig?
Valentin Rüther: Das Datenschutzthema ist abgeklärt worden. Es gibt bereits vier Standorte, wo mit Autopay betrieben wird. In Skandinavien ist es längst verbreitet, als Referenz kann man etwa den Flughafen in Oslo nennen.

Parken aktuell: Sie gehen also viel tiefer in das Thema hinein und sind nicht „nur“ ein Bauunternehmen, das sich um Statik und Rohbau kümmert…
Valentin Rüther: Das ist für uns die Grundaufgabe, die Nutzung des Gebäudes ist quasi die Kür. Unsere Aufgabe sehen wir darin, das beste Konzept für den Kunden zu entwickeln. Dabei muss man auch jedes Parkhaus einzeln betrachten.

Parken aktuell: Das klingt nach individueller Planung. Andererseits sind Sie doch Systemhersteller. Wie passt das zusammen?
Valentin Rüther: Wir verfolgen eine Bauweise, die eine systematisierte Fertigung zulässt, jedoch individuell gefertigt wird pro Objekt. Das heißt, wir produzieren keine Systembauteile, die aus der Lagerhaltung abgerufen werden, sondern planen und produzieren individuell für den Kunden. Dafür haben wir die größtmögliche Flexibilität in unserem System. Ein Beispiel: Decken werden bei uns vor Ort ausgegossen. So können wir wirklich jeden Grundriss realisieren.

Parken aktuell: Was sind die zentralen Unterschiede zum Bau mit Fertigteilen?

Innovation von Huber: Geschäftsführer Rüther zeigt eine selbst entwickelte Entwässerungsrinne für Parkdecks, die unmittelbar an die Betondecke anschließt.

Valentin Rüther: Dass Sie bei uns einen durchgehend homogenen Oberflächenbelag haben. Wir haben keine Fugen darin und keine überfahrbaren Einbauteile für Entwässerung.

Parken aktuell: Gibt es dennoch gewisse HUBER Standards?
Valentin Rüther: Es gibt eine Menge Standards, für Entwässerung, für Anprallschutz, Fassadenunterkonstruktion, verschiedene Fassadensysteme, für alles gibt es aber auch verschiedene Optionen.

Parken aktuell: Wie halten Sie es mit der Beleuchtung?
Valentin Rüther: Wir haben mit unserem Elektropartner ELB ein Steuerungssystem entwickelt, mit dem man jede Lampe ansteuern und so das Parkhaus bedarfsgerecht ausleuchten kann. Wenn sich niemand im Parkhaus bewegt, wird die Beleuchtung komplett heruntergefahren. Damit realisieren wir eine große Stromersparnis.

Parken aktuell: Was mit LED sicher leichter möglich ist als mit konventionellen Leuchtröhren?
Valentin Rüther: Wir arbeiten nur noch mit LED, bei uns gibt es gar nichts anderes mehr.

Parken aktuell: Welche Rampenausführungen können Sie mit Ihrem System anbieten?
Valentin Rüther: Mit unserem flexiblen System können wir alle möglichen Rampenvarianten in Parkhäusern wirtschaftlich umsetzen. Wir bauen Vollgeschossrampen, Split-Level-Parkhäuser – bis hin zu Rampenparkhäusern, die wir sehr gern bauen. In Deutschland wird diese Rampenvariante allerdings nicht so oft nachgefragt. Darüber hinaus können die Stellplätze in allen Varianten von 90° bis 45° angeordnet werden.

Parken aktuell: Welche Bodenbeläge bevorzugen Sie?
Valentin Rüther: Vom System her können wir alles anbieten, was der Markt hergibt. Allerdings: Grundsätzlich führen wir eine Kunstharzbeschichtung als Schutz unserer Betondecken aus, aber auch Gussasphalt wird häufig verwendet. Unbeschichtete Betondecken bietet HUBER nicht an.

Parken aktuell: Welches Parkdeckgefälle empfehlen Sie?
Valentin Rüther: Mindestens zwei Prozent, bis hin zu drei Prozent. Das hängt vom Oberflächenbelag ab. Beschichtungssysteme sind glatter, da reichen zwei Prozent. Gussasphalt ist etwas rauer, da gehen wir auf drei Prozent Gefälle, damit das Wasser weniger stehen bleibt. Eine Entwässerungsplanung wird beim Parkhausbau leider häufig vergessen oder nur stiefmütterlich beachtet. Die ist aber sehr wichtig, weil die Schäden am Ende von den Chloriden kommen und diese werden vom Wasser transportiert.

Parken aktuell: Wie viele Parkhäuser haben Sie 2018 gebaut?
Valentin Rüther: Eher interessant ist, wie viel Stellplätze wir gebaut haben. Insgesamt waren das 10.465 Stellplätze, davon entfielen 4.550 auf HIB Huber Integral Bau und 5.915 auf unsere internationale Sparte HUBER car park systems international.

Parken aktuell: Gab es ein herausragendes Projekt?
Valentin Rüther: Wir haben einen Großauftrag mit einem Volumen von rund 30 Millionen Pfund am Londoner Wembley-Stadion, wo wir mit 900 Parkbuchten zwar nicht so viele Stellplätze erstellen, aber zusätzlich noch Platz für 300 Busse und TV-Übertragungswagen entsteht. Eine Besonderheit ist auch die Feuerwiderstandsdauer von 120 Minuten.

Parken aktuell: Wie kommt es, dass Sie gerade in Großbritannien so aktiv sind?
Valentin Rüther: Da wir uns stark spezialisiert haben, ist es sinnvoll, sich nicht nur auf einen Markt zu konzentrieren. Überall kommen mal gute und mal schlechte Zeiten. Da ist es besser, wenn auf mehreren Märkten tätig ist. In Großbritannien sind wir mittlerweile Marktführer im Parkhausbau.

Parken aktuell: Ist Smart Parking und auch der Betrieb von Parkhäusern Ihre Unternehmensstrategie für die Zukunft?
Valentin Rüther: Wenn Sie sich die Zahlen unserer Unternehmensgruppe anschauen, haben wir in den vergangenen 10 Jahren ein sehr dynamisches Wachstum hingelegt, sind mittlerweile bei über 120 Mitarbeitern in den Baugesellschaften und 35 Mitarbeitern in den Betreibergesellschaften – ohne die Mitarbeiter, die in den Beteiligungsgesellschaften tätig sind. Wir wachsen seit Jahren im zweistelligen Prozentbereich. Auch die Umsätze sind entsprechend gestiegen und wir sind damit klar die Nummer zwei in der Branche. Unser Geschäftsmodell bleibt, schlüsselfertige Parkhäuser für Kunden zu bauen. Wenn der Kunde allerdings fragt, ob wir das Parkhaus für ihn betreiben oder in das Objekt mit investieren, dann sind wir ebenfalls die richtigen Ansprechpartner.

Parken aktuell: Wie würden Sie Huber charakterisieren?
Valentin Rüther: Huber ist ein familiär geführtes mittelständisches Unternehmen. Das macht auch die gute Atmosphäre hier im Haus aus. Unsere Mitarbeiter stehen hinter der Firma und dem Produkt. Wir haben einen guten Teamgeist und ein durchmischtes Team von jung bis alt, das sich aus 22 Nationen zusammensetzt.

Parken aktuell: Erkennt man bei Ihrer Art der Fassadengestaltung eine eigene Handschrift?
Valentin Rüther: Wir legen schon Wert auf unser Design und sind froh, wenn wir ein Parkhaus mit einer schönen Fassade bauen dürfen. Dabei möchten wir natürlich unsere Stärken hervorheben: Neben Flexibilität und Individualität darf das durchaus an der Fassade zu sehen sein. Die Entwürfe für Fassaden kommen übrigens überwiegend aus unserem Haus, nur dadurch lässt sich das auch wirtschaftlich realisieren.

HIB Huber Integral Bau
Aus der HIB Huber Integral Bau GmbH hat sich eine ganze Gruppe von Firmen entwickelt, die sich mit dem Thema Parken beschäftigt. Das Ursprungsunternehmen stellt Systemparkhäuser her, auf internationaler Ebene entsprechend die HUBER car park systems. Daneben gibt es verschiedene Betreiber- und Objektgesellschaften, zum Beispiel die HIB Parkraum Nürtingen, die in Parkhäuser investieren und diese auch betreiben. Schließlich hat HUBER Beteiligungen an Partnerunternehmen, zum Beispiel an der Firma Metalbark in Polen (einem Stahlbauproduktionsbetrieb mit modernster Technologie) oder der ELB im Vogtland, die seit 20 Jahren HUBER- Parkhäuser verkabelt und die Elektroinstallationen plant. Seit zwei Jahren ist man zudem an der Firma Autopay beteiligt, die sich mit bargeld- und schrankenlosen Systemen befasst.

Valentin Rüther. Foto: HIB Huber Integral Bau GmbH

Valentin Rüther ist seit 2005 Geschäftsführer der HIB Huber Integral Bau GmbH in Rheinbrohl und greift auf eine über 20-jährige Erfahrung im Parkhausbau zurück. Bereits während seines Bauingenieursstudiums gründete er 1997 mit Partnern die RÜKO GmbH in Karlsruhe, welche heute ein Hauptgesellschafter der Huber Unternehmen ist. Die Hauptverantwortlichkeiten des Bauingenieurs liegen in der Firmen- und Geschäftsentwicklung und der Entwicklung von Planungs-, Bau-, und Betriebskonzepten für Parkhäuser sowohl national als auch international.

David Luken wird neuer CEO der SKIDATA AG

Die SKIDATA AG gibt die Ernennung von David Luken zum neuen CEO bekannt. Der US-Amerikaner übernimmt mit Ende Juni die Aufgaben von Hugo Rohner.

Luken bringt mehr als 20 Jahre internationale Erfahrung im Bereich Technologie, Industrie und Sales mit, war unter anderem bei Honeywell International Inc. als Vice President für das AirlinesBusiness Segment und zuletzt beim Start-up Zero Mass Water tätig. Unter seiner Führung soll der eingeschlagene Weg der internationalen Expansion und verstärkten Investitionen in Digitalisierung und Innovation in den Kernbereichen Parkraummanagement, Skigebiete und Stadien bei SKIDATA weiter vorangetrieben werden, teilt das Unternehmen mit. Nach sieben Jahren an der Spitze des Vorstands hat sich Hugo Rohner entschieden, mit seiner Familie in die Schweiz zurückzukehren und nach einer Auszeit seine Karriere in seiner Heimat fortzusetzen. Unter der Leitung Rohners konnte SKIDATA seine führende Position im Bereich Zutritts- und Besuchermanagement weiter ausbauen und die Umsätze seit 2012 verdoppeln. Damit sei es dem Schweizer gelungen, SKIDATA als globalen Player am Markt zu etablieren. „Ich habe die Zeit bei SKIDATA sehr genossen und möchte mich bei allen Kunden und Mitarbeitern für die tolle und bereichernde Zusammenarbeit bedanken“, erklärt Rohner zum Abschied.

Nachfolger Luken über die neue Herausforderung: „SKIDATA hat mich auf vielen Ebenen fasziniert und begeistert. Die Produkte überzeugen sowohl durch Design als auch Innovation und werden von Millionen Menschen auf der ganzen Welt tagtäglich benützt. Ich kann es kaum erwarten, Teil dieses international agierenden Unternehmens zu sein und freue mich sowohl auf die großartigen Kunden als auch auf die großartigen Mitarbeiter.“

Flughafen Düsseldorf führt neue Zufahrtsregelung ein

Chaotisches Parken in der Abflugzone soll am Flughafen Düsseldorf jetzt der Vergangenheit angehören. Eine neue Scheidt & Bachmann-Lösung regelt jetzt den Ankunftsbereich sowie die Zu- und Abfahrt der sogenannten Kiss & Fly-Zone des Flughafens.

Die kostenfreie Parkzeit im Abflugbereich war schon lange Zeit auf wenige Minuten begrenzt. Die Einhaltung wurde aber selten kontrolliert. Autofahrer nutzten dies aus. Sie parkten häufig gratis über lange Zeiträume und oft in zweiter Reihe. Zudem wurde in der Vergangenheit häufig bei hohem Verkehrsaufkommen auf der angrenzenden Autobahn A 44 empfohlen, den Flughafen als Ausweichroute zu nutzen. Trotz des großzügig bemessenen Parkraums von 80 Halteflächen sorgte das für erhebliche Engpässe und teils chaotische Zustände.

Neues System vereinfacht das Flughafenparken
Seit Einführung der Scheidt & Bachmann-Lösung ziehen Autofahrer bei Einfahrt auf die Abflugebene an neuen Kontrollgeräten ein Parkticket. Die ersten zehn Minuten Aufenthalt in der Kiss & Fly-Zone sind kostenfrei. „Wir möchten auch weiterhin sicherstellen, dass Fluggäste entspannt am Terminal abgesetzt werden können. Deshalb haben wir uns für eine Lösung entschieden, die das Bringen ermöglicht, das längere Halten aber kostenpflichtig macht. Die kostenfreie Zeit reicht aus, um am Terminal stehen zu bleiben, die Koffer auszuladen und den abfliegenden Passagier zu verabschieden“, so Thomas Schnalke, Sprecher der Geschäftsführung des Düsseldorfer Airports. „Dies ist ein durchaus bewährtes System auch an vielen anderen Flughafenstandorten.“ Überschreitet der Gast in der Kiss & Fly-Zone die Karenzzeit von zehn Minuten, fallen Gebühren an. Von der zehnten bis zur fünfzehnten Minute werden fünf Euro erhoben, danach alle fünf Minuten je drei Euro. Die Höchsthaltedauer liegt bei 30 Minuten. Die Kosten können Gäste bequem an einem der acht neuen Kassenautomaten begleichen, die im Bereich aufgestellt wurden, ebenso an bestehenden Automaten. Verfügt der Nutzer über eine EC-Karte, Kreditkarte oder ein Smartphone mit NFC-Funktion, kann er berührungslos an den Ausfahrtskontrollgeräten bezahlen und direkt ausfahren. Durchschnittlich 26.000 Transaktionen pro Tag laufen über das neue entervo-System. Damit ist es laut Hersteller eines der am höchsten frequentierten Schrankensysteme Deutschlands. Sechs Monate nach Einführung ist der gewünschte Steuerungseffekt eingetreten. „Die neue Schrankenanlage funktioniert sehr gut, der Verkehr ist deutlich entspannter als früher. Die Prozesse haben sich eingespielt“, betont Flughafen-Chef Schnalke. Gemeinsam mit Scheidt & Bachmann plant der Düsseldorfer Airport bereits weitere Neuerungen, unter anderem eine Zufahrtsregelung auf Basis von Kennzeichenerkennung.