Freitag, 20. Mai 2022

Keine Chance für Parksünder auf Park & Ride-Anlagen

Um Parkchaos auf Park & Ride-Parkplätzen zu verhindern, setzen die ÖBB, die Österreichischen Bundesbahnen, auf das Grazer Unternehmen Arivo. Mittels Kennzeichenerkennung werden die Parkflächen überwacht, parken darf nur wer auch ein gültiges ÖPNV-Ticket besitzt.

Montagmorgen, 7.30 Uhr. Die neue Arbeitswoche hat begonnen, umweltbewusst entscheidet man sich dazu, mit dem Auto nur bis zum nächstgelegenen Bahnhof zu fahren und dann auf die Bahn umzusteigen. Am Parkplatz angekommen folgt allerdings die große Ernüchterung: es herrscht Chaos, ein freier Parkplatz ist nicht in Sicht. Frustriert dreht man seine Runden, schließlich findet man mit viel Glück und nach langer Suche doch noch einen Stellplatz. Ob man jedoch wieder diese Park & Ride-Anlage benutzt beziehungsweise überhaupt auf die öffentlichen Verkehrsmittel umsteigt ist fraglich, einfach und komfortabel parken geht nämlich anders.

Kennzeichenerkennung von Arivo hilft

Genau solche frustrierenden Situationen möchte das Grazer Unternehmen Arivo verhindern. Ihr System zur Parkraumüberwachung erlaubt es nämlich nur jenen Personen gratis zu parken, die auch tatsächlich den Zug nutzen. Wie das funktioniert? Mithilfe von Kennzeichenerkennung. Jedes Fahrzeug, welches auf den Parkplatz zufährt, wird dabei von einer Kamera registriert, das Kennzeichen gespeichert. Bei der Ausfahrt muss der Parker dann sein gültiges Zugticket bei der Parksäule einscannen. Danach erscheint ein grünes Licht, der Parker kann ausfahren. Für den Gültigkeitszeitraum des Tickets wird dieses dann mit dem Kennzeichen verknüpft und das Ticket muss nur einmalig zu Beginn gescannt werden.
Somit sparen sich die Parkflächenbetreiber Kosten, da dank dem Arivo System Hardware-Ausgaben wegfallen. Außerdem ist kein 24-Stunden-Callcenter erforderlich. Als Parker spart man sich die aufwendige Parkplatzsuche, da nur die Pendler die Stellplätze nützen dürfen.

Einfache Bezahlung

Bei Park & Ride-Anlagen soll es meistens vor allem schnell gehen. Gerade bei jenen Park & Ride Anlagen, bei denen Gebühren zu entrichten sind, ist das Thema Zeit ein wichtiger Faktor. Die meisten haben nämlich keine Zeit, mehrere Minuten an Kassenautomaten zu verbringen. Vor allem wenn man danach auf ein öffentliches Verkehrsmittel umsteigt, muss es schnell gehen. Daher gibt es bei allen Park & Ride-Anlagen, welche mit Arivo ausgestattet wurden, die Möglichkeit Tickets im Vorfeld online zu buchen und zu bezahlen. Doch auch wenn man diesen Service nicht nutzen möchte, bedeutet das nicht, dass man Zeit am Kassenautomaten verbringen muss. Dank Arivo Pay kann man offene Parkgebühren auch im Nachhinein online zahlen. So spart man sich in der Früh wertvolle Zeit und damit verbunden natürlich auch Nerven.
Noch weniger Nerven und Zeit müssen die Besitzer von Dauerkarten, also Monats- oder Jahreskarten aufbringen. Diese können ihr Kennzeichen nämlich einmalig online registrieren und sparen sich somit den regelmäßigen Zahlungsvorgang.

Über 20 Standorte

In ganz Österreich setzt man mittlerweile vermehrt auf smartes Parken und Kennzeichenerkennung. Aus diesem Grund werden 2022 20 Standorte der ÖBB mit Parksystemen von Arivo ausgestattet, weitere sollen in Zukunft folgen.
Diese Parklösung macht für alle Betreiber von Park & Ride-Anlagen Sinn, aber auch für all jene, die Parkflächen in oder in der Nähe von reglementierten Parkgebieten betreiben. Dies ist etwa in der österreichischen Bundeshauptstadt Wien der Fall. Denn dort gilt seit dem 1. März 2022 die flächendeckende Parkraumbewirtschaftung. Das bedeutet, dass ganz Wien zur Kurzparkzone wurde. Außerhalb von seinem Wohnbezirk darf man sein Fahrzeug nur maximal zwei Stunden abstellen. Das ist vor allem für viele Pendler problematisch, da die wenigsten einen Firmenparkplatz inkludiert haben. Diese entscheiden sich dann dafür, ihr Fahrzeug außerhalb von Wien stehen zu lassen und mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, wie dem Zug weiterzufahren. Um sicherzugehen, dass die Parkflächen bei den Park & Ride-Plätzen der ÖBB auch wirklich nur von Pendlern kostenfrei genutzt werden können, setzt man auch hier auf die Parkraumüberwachung von Arivo. Mittels Kennzeichenerkennung stellt man sicher, dass nur jene Personen ihre Fahrzeuge auf den Parkflächen kostenfrei abstellen, die auch tatsächlich mit dem Zug weiterreisen.

© Arivo

Ähnliche Beiträge

Vorschläge