Mit einer Investition von rund 11 Millionen Euro hat Contipark das Parkhaus Ritterstraße in der Bielefelder Innenstadt grundlegend modernisiert. Nach umfassender Generalsanierung steht damit einer der wichtigsten Zugänge zur Altstadt wieder zur Verfügung. Die Investition stärke nicht nur die Parkinfrastruktur, sondern auch die Erreichbarkeit von Handel, Gastronomie und Kultur, so der Investor.
Nach mehrjähriger Bauzeit ist das Parkhaus Ritterstraße in Bielefeld mit 425 Stellplätzen wieder in Betrieb. Das Objekt zähle zu den zentralen Parkstandorten der Innenstadt, so Contipark. Entsprechend groß sei die Bedeutung des Projekts gewesen, das zahlreiche Beteiligte aus Planung, Verwaltung und Bauausführung über mehrere Jahre begleitet haben.
„Die Sanierung des Parkhauses Ritterstraße war kein gewöhnliches Bauprojekt. Im Verlauf der Arbeiten mussten immer wieder neue Lösungen gefunden und Herausforderungen bewältigt werden. Umso mehr freut es uns, dass wir diesen wichtigen Standort nun wieder für die Menschen in Bielefeld öffnen können“, sagt Michael Kesseler, Geschäftsführer der Contipark Parkgaragengesellschaft mbH.
Standort für die kommenden Jahrzehnte
Im Zuge der Sanierung sei das Parkhaus technisch und baulich grundlegend modernisiert worden, teilt Contipark mit. Neben umfangreichen Arbeiten an der Gebäudesubstanz wurden auch die technischen Anlagen vollständig erneuert. So funktioniert das Parkhaus nun mittels Kennzeichenerfassung ticket- und bargeldlos. Darüber hinaus entstanden 32 Ladepunkte für Elektrofahrzeuge. Ziel ist es laut Contipark, den Standort langfristig zu sichern und den Anforderungen moderner Mobilität gerecht zu werden.

„Für viele Besucher beginnt der Weg in die Altstadt an der Ritterstraße. Deshalb war uns wichtig, diesen Standort nicht nur zu erhalten, sondern ihn technisch und funktional auf ein neues Niveau zu heben. Mit der Wiedereröffnung erhält die Innenstadt einen modernen Mobilitätsstandort zurück, der den Anforderungen der kommenden Jahrzehnte gerecht wird“, sagt Stephan Opitz, Mitglied der Geschäftsleitung und Bereichsleiter Operations bei Contipark.
Zukunftsfähige Innenstadt
Worauf es in einer modernen Verkehrsplanung ankomme, erklärt Olaf Lewald, Leiter des Amtes für Verkehr der Stadt Bielefeld: „Eine zukunftsfähige Innenstadt lebt nicht davon, einzelne Verkehrsmittel gegeneinander auszuspielen. Sie braucht ein intelligentes Zusammenspiel aller Mobilitätsformen. Dazu gehören Bus und Bahn ebenso wie sichere Wege für Radfahrer und Fußgänger. Genauso wichtig ist aber auch eine moderne Parkinfrastruktur für Menschen, die mit dem Auto in die Innenstadt kommen. Das sanierte Parkhaus stärkt die Erreichbarkeit der Altstadt und ist damit ein wichtiger Baustein einer leistungsfähigen urbanen Mobilität.”
Gemeinschaftsleistung vieler Beteiligter
An der Umsetzung waren zahlreiche Unternehmen beteiligt. Den größten Anteil an den Hochbauarbeiten übernahm die STRABAG AG Direktion Nord Bereich Sonderbau. Für die Erneuerung der gesamten elektrotechnischen Infrastruktur zeichnete Elektro Licht verantwortlich. Die planerische Begleitung des Projekts lag in den Händen der Ingenieurbüros KL-ING. GmbH und HPI HIMMEN, die die Generalsanierung über die gesamte Bauzeit begleiteten.
„Bei einem Bestandsbau dieser Größenordnung stößt man immer wieder auf Dinge, die man vorher nicht sehen kann. Genau das hat dieses Projekt so anspruchsvoll gemacht. Viele Lösungen entstanden erst während der Bauphase im engen Zusammenspiel aller Beteiligten. Umso schöner ist es, heute das Ergebnis zu sehen“, sagt Wiland Kling, Geschäftsführer der KL-ING. GmbH.
Auch für die beteiligten Bauunternehmen war die Sanierung eine besondere Aufgabe. „Die Sanierung hat unserem Team auf der Baustelle viel Flexibilität, Fachwissen und Ausdauer abverlangt. Hinter dem Ergebnis stehen tausende Arbeitsstunden und das Engagement vieler Kolleginnen und Kollegen. Darauf können wir gemeinsam stolz sein“, sagt Michael Lehmann, Technischer Bereichsleiter von der STRABAG AG Direktion Nord Bereich Sonderbau.
Bekenntnis zum Wirtschaftsstandort Innenstadt
Die Zusammenarbeit mit der Stadt Bielefeld spielte während der gesamten Projektlaufzeit eine wichtige Rolle. Verwaltung, Planer, Bauunternehmen und Betreiber arbeiteten gemeinsam daran, für die Herausforderungen eines komplexen Bestandsprojekts tragfähige Lösungen zu finden. Aus Sicht der Stadt reicht die Bedeutung des Projekts weit über die Modernisierung eines Parkhauses hinaus, wie Bezirksbürgermeister Frederik Suchla verdeutlicht: „Lebendige Innenstädte brauchen starke Händler, Gastronomie, Kultur und Dienstleistungen. Dafür ist eine gute Erreichbarkeit ein entscheidender Standortfaktor. Diese Investition ist deshalb auch ein klares Bekenntnis zum Wirtschaftsstandort Innenstadt.“
Fast ein Neubau im Bestand
Die Dimension der Generalsanierung wird beim Blick hinter die Kulissen deutlich. Zwar blieb das Tragwerk des Parkhauses erhalten, nahezu alles andere wurde erneuert. Sämtliche Böden und Decken der sieben Parkebenen wurden zurückgebaut und vor Ort neu betoniert. Während der Bauarbeiten sicherten 325 Schwerlaststützen sowie mehr als 26 Tonnen Richtstreben die Stabilität des Gebäudes. Regelmäßige Vermessungen bestätigten über die gesamte Bauzeit, dass sich das Bauwerk trotz der umfangreichen Eingriffe nicht bewegte.

Insgesamt wurden mehr als 8.100 Quadratmeter Deckenplatten erneuert, rund 1.480 Kubikmeter Beton in 211 Fahrmischern angeliefert und 215 Tonnen Bewehrungsstahl verbaut. Hinzu kamen über 44.500 Bewehrungsanschlüsse, mehr als 8.600 Quadratmeter neue Bodenbeschichtung sowie zahlreiche weitere Arbeiten an Wänden, Decken und der technischen Infrastruktur. Auch der strenge Winter Anfang 2026 stellte das Projekt vor besondere Herausforderungen: Um den Baufortschritt nicht zu gefährden, musste das gesamte Parkhaus zeitweise beheizt werden.
Zwei Investitionen in Bielefeld
Aus strategischer Sicht von Contipark steht die Investition in die Ritterstraße nicht für sich allein. Mit der Übernahme des Parkhauses Ankergärten zum 1. Juli 2026 baut Contipark seine Präsenz in Bielefeld weiter aus. Innerhalb weniger Wochen investiert das Unternehmen damit in zwei zentrale Parkstandorte der Innenstadt.
Dazu Stephan Opitz: „Die Ritterstraße und die Ankergärten sind für viele Menschen wichtige Zugänge zur Bielefelder Innenstadt. Deshalb freuen wir uns, künftig an beiden Standorten Verantwortung zu übernehmen und ihre Entwicklung langfristig zu begleiten, denn Parkhäuser sind weit mehr als Stellflächen für Fahrzeuge. Sie gehören zur urbanen Infrastruktur einer Stadt. Wo Innenstädte attraktiv, wirtschaftlich stark und gut erreichbar bleiben sollen, braucht es moderne Parkimmobilien. Deshalb investieren wir langfristig in hochwertige Standorte und entwickeln sie kontinuierlich weiter.”
Mit den Parkhäusern Ritterstraße und Ankergärten betreibt Contipark nach eigenen Angaben insgesamt 1.229 Stellplätze in zentraler Lage der Bielefelder Innenstadt. Beide Standorte sind Teil der langfristigen Investitionsstrategie des Unternehmens, das sein eigenes Immobilienportfolio kontinuierlich ausbauen möchte.
Mit dem Projekt „Ritterstraße“ investierte Contipark 11 Millionen Euro in die Bielefelder Innenstadt. Wiedereröffnung mit (Bild oben v.l.) Frederik Suchla (Bezirksbürgermeister Bielefeld), Olaf Lehwald (Leiter des Amtes für Verkehr der Stadt Bielefeld), Stephan Opitz (Mitglied der Geschäftsleitung und Bereichsleiter Operations bei Contipark) und Wiland Kling (Geschäftsführer der KL-ING. GmbH) – © Contipark


