Freitag, 20. Mai 2022

Smarter Schutz vor Brandgefahr

Das neue Parkhaus ist mit neun Etagen das höchste Gebäude auf dem Campus des international renommierten Forschungszentrums GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung und Facility for Antiproton and Ion
Research (FAIR) in Darmstadt. Das Brandschutzkonzept für das Parkobjekt kam von Hekatron.

Mehr als 1.500 Menschen sind an den Darmstädter Forschungseinrichtungen beschäftigt. Dazu kommen neben Besuchern jährlich nochmal rund 1.000 Wissenschaftler aus Universitäten und anderen Forschungslaboren weltweit. Sie reisen nach Darmstadt, um hier die international einmalige Teilchenbeschleunigeranlage des Zentrums für Experimente zu nutzen. Um den Parkplatzbedarf zu decken, wurde daher ein neues Parkhaus errichtet, das Mitte 2021 in Betrieb genommen wurde. Auf rund 27.000 Quadratmetern Fläche, verteilt auf neun Geschosse, bietet das Parkhaus nun Stellplätze für mehr als 800 Fahrzeuge. Außerdem gibt es im Außenbereich der Parkanlage 40 Stellplätze für Elektroautos.

Brandschutz-Sonderfall: Offene Bauweise

Durch die Brandlast parkender Fahrzeuge ergibt sich in Verbindung mit dem Entzündungspotential allgemein ein hohes Brandrisiko für Parkhäuser. Erschwerend kommt hinzu, dass sich ein ausbrechendes Feuer durch Aufzugsschächte schnell ausbreiten kann. Die offene Bauweise des Parkhauses bei GSI/FAIR gilt in Sachen Brandschutz zudem als Sonderfall: Da bei einem Brand Hitze und Rauch durch Querluft und Wind fortgetragen werden, kann das die Detektion des Brandherdes erschweren.

Um diesem möglichen Problem vorzugreifen, setzte der Errichter EAB Elektroanlagenbau GmbH Rhein/Main auf Brandschutz von Hekatron: „Die Produkte von Hekatron bieten uns flexible Vernetzungsmöglichkeiten und Technologien, mit denen der Brandschutz im neuen Parkhaus auch wachsenden Anforderungen gerecht werden kann“, fasst Projektleiter Sascha Fleischer zusammen. Die verbauten Lösungen sind beliebig erweiterbar, sodass auch andere Objekte standortübergreifend mit dem Parkhaus vernetzt werden können.

Sichere Branddetektion trotz erschwerter Bedingungen

Die Brandmeldeanlage des Zentrums umfasst 21 Integral Evoxx Brandmelderzentralen auf dem Gesamtgelände der Forschungseinrichtung. Alle Meldungen, Störungen und Alarme laufen in der Hauptzentrale, die das Herzstück der gesamten Anlage bildet, zusammen. Im Ernstfall löst sie die entsprechende Brandfallsteuerung aus und alarmiert die anwesenden Personen. Gleichzeitig informiert die Brandmelderzentrale die Einsatzkräfte der Feuerwehr.

Im Parkhaus bei GSI/FAIR wurden mehr als 60 linienförmige Wärmemelder vom Typ ADW 535 verbaut. Der elektronische Sensor des ADW 535 kann Temperaturanstieg registrieren und Alarm auslösen, sobald eine bestimmte Grenze überschritten wurde. „Insgesamt haben wir mehr als sechs Kilometer Fühlerrohre aus Kupfer verlegt, um trotz der offenen Bauweise eine hohe Detektionssicherheit zu garantieren“, erklärt Projektleiter Sascha Fleischer.

Kosteneffizient und smart vernetzt

Für die Vernetzung der Brandmelderzentralen sorgt das Netzwerk Integral WAN. Mit der smarten IP-Vernetzung lassen sich bis zu 4.000 Zentralen miteinander verbinden – auch dann, wenn sie unterschiedlichen Generationen der Hekatron Integral entstammen. Mit Hilfe dieses Netzwerks können bestehende Anlagen weiter betrieben und mit neuen vernetzt werden – auch über Ortsgrenzen hinweg. Durch die Kombinationsmöglichkeit von alter und neuer Technologie bietet diese Lösung laut Hekatron hohes Einsparpotential.

© Hekatron

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