Dienstag, 21. Mai 2024

Kartenzahlung an E-Ladesäulen

Um das spontane Ad-hoc-Laden unterwegs zu erleichtern, haben die Stadtwerke-Kooperation Thüga gemeinsam mit SMART/LAB, Spezialist für die Abrechnung von E-Ladevorgängen, und Mastercard eine Lösung für Kartenzahlungen an E-Ladesäulen entwickelt. Ladesäulenbetreiber können damit sowohl ihre bestehende als auch neu-aufzustellende Ladesäuleninfrastruktur um ein Hybrid-Zahlungsterminal erweitern und dieses sofort nutzen, so die Anbieter.

Die im Terminal integrierte Open-Loop-Technologie ermögliche es Betreibern von E-Ladestationen, alle gängigen bargeldlosen Zahlungs- und Autorisierungsmethoden zu akzeptieren und gleichzeitig die Vorgaben der neuen europäischen Verordnung über den Aufbau der Infrastruktur für alternative Kraftstoffe (AFIR) zu erfüllen. Denn öffentliche Schnellladesäulen ab 50 kW müssen ab dem 1. Juli 2024 mindestens eine kontaktlose Bezahlart mit Debit- oder Kreditkarte anbieten. Dieser Mindeststandard soll nicht nur für einheitliche Zahlungsmodalitäten sorgen, sondern ein offen zugängliches Bezahlsystem garantieren.

Plug & Play

Das neue Hybrid-Zahlungsterminal lasse sich über das speziell entwickelte Payment Gateway schnell und einfach im Plug & Play-Verfahren in die bestehende Infrastruktur der verschiedenen Anbieter integrieren und akzeptiert auch geschlossene Zahlungssysteme, wie zum Beispiel die Ladekarten der Stadtwerke oder anderen Elektromobilitäts-Providern (EMPs). Über die NFC-Technologie können Fahrer von Elektrofahrzeugen sicher und kontaktlos mit ihrer Debit- oder Kreditkarte – zum Beispiel von Mastercard – bezahlen. Der Bezahlvorgang funktioniere auch, wenn die Karten in digitalen Geldbörsen wie beispielsweise Apple Pay und Google Pay hinterlegt sind, sowie mit Lade- und Flottenkarten etablierter Anbieter.

Dr. Matthias Cord, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Thüga, sagt: „Als wir 2021 als Vorreiter der Energiebranche eine strategische Kooperation mit Mastercard eingegangen sind, war es unser Ziel, die Digitalisierung voranzubringen, Städte nachhaltig zu entwickeln und einfache Lösungen für die Kund:innen zu finden. Dies haben wir nun auf die Elektromobilität ausgeweitet und sind dabei einen großen Schritt vorangekommen.“

In der gemeinsamen Kooperation wickelt SMART/LAB über sein Backend-System die Autorisierung und Abrechnung der Ladevorgänge ab und stelle die Konformität mit dem deutschen Eichrecht sicher. „Als führender Anbieter im Bereich der E-Mobilität, schaffen wir eine Lösung, die höchstmögliche Flexibilität für alle Nutzer gewährleistet“, sagt Mark Steffen Walcher, CEO von SMART/LAB. „Die Ladekarten unserer Stadtwerke und unserer ladebusiness-Kund:innen funktionieren weiterhin wie gewohnt – die Möglichkeiten des Bezahlens werden einfach erweitert.“

„Unser Ziel ist es, die Elektromobilität so zugänglich wie möglich zu gestalten und potenzielle Hürden, die den Nutzern bisher im Wege standen, abzubauen. Die Förderung von nachhaltiger Mobilität in Deutschland und Europa ist uns dabei genauso wichtig wie die Sicherheit und Einfachheit der Zahlungsprozesse in der Elektromobilität. Die neue Lösung hat das Potenzial, einen neuen Zahlungsstandard im Elektromobilitätsmarkt herbeizuführen“, wird Dr. Andreas Spengel, Senior Vice President Fintech, Platforms and New Verticals bei Mastercard Central Europe, zitiert.

Über SMART/LAB und Thüga

Die SMART/LAB Innovationsgesellschaft mbH ist ein Unternehmen der energie schwaben, Stadtwerke Osnabrück, STAWAG, BEB GmbH und der Thüga. Gemeinsam entwickeln die Partner innovative Dienstleistungen, Produkte und Konzepte in den Themenfeldern intelligente Netze und E-Mobilität. Die in München ansässige Thüga Aktiengesellschaft ist eine Beteiligungs- und Fachberatungsgesellschaft mit kommunaler Verankerung. 1867 gegründet, ist sie als Minderheitsgesellschafterin bundesweit an rund 100 Unternehmen der kommunalen Energie- und Wasserwirtschaft beteiligt.

Oft eine Herausforderung: Bezahlen an E-Ladestationen – © Jenny Ueberberg/Unsplash

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