Start Blog Seite 44

„Das Parkhaus der Zukunft ist schrankenlos“

0
PA Online IMG 9104
Valentin Rüther (links) im Gespräch mit Marko Ruh, Chefredakteur Parken aktuell. Fotos (2): Florian Meurer/Maenken Kommunikation

Valentin Rüther steht als Geschäftsführer an der Spitze der HIB Huber Integralbau GmbH. Im Interview mit Parken aktuell spricht er über aktuelle Trends und Entwicklungen im Parkhausbau.

Parken aktuell: Herr Rüther, Huber expandiert seit Jahren. Was ist Ihr Erfolgsrezept?
Valentin Rüther:1990 wurde das Unternehmen gegründet. Unsere grundsätzliche Geschäftsidee war die Spezialisierung auf den Parkhausbau, und darauf beruht unser Erfolg sicher zu großen Teilen. So konnten wir uns immer mehr in das Produkt hinein verwurzeln, sind jetzt selbst manchmal Investor und Betreiber. Aus diesen vertieften Gedanken zum Produkt Parkhaus ist mittlerweile ein Komplettsystem entstanden. Unsere neueste Innovation ist das Smart Parking im 360-Grad-Parkhaus, das wir jetzt auf der Messe PARKEN vorstellen werden.

Parken aktuell: Können Sie diesen 360-Grad-Gedanken und das Smarte daran ein wenig umreißen?
Valentin Rüther: Unter Smart Parking verstehen wir unter anderem das Digitale, den gesamten Datenfluss und die Steuerung im Parkhaus. Es beginnt an der Ein- und Ausfahrt: Es gibt dort keine Schranke mehr. Nutzer müssen keine enge Spur mehr halten, sondern können bequem hinein- und hinausfahren. Wer möchte, kann bargeldlos bezahlen, bis zu 48 Stunden später auch online quasi vom Sofa aus. Das sind Markenzeichen der Firma Autopay, an der wir uns vor zwei Jahren beteiligt haben. Kunden, die sich nicht online anmelden wollen, können nach wie vor durch Eingabe Ihres Kennzeichens am Kassenautomaten bar bezahlen.

Parken aktuell: Das System beruht also auf Kennzeichenerkennung?
Valentin Rüther: Ja.

Parken aktuell: Glauben Sie demnach, dass das Parkhaus der Zukunft schrankenlos ist?
Valentin Rüther: Definitiv. Dazu gehört aber noch mehr, zum Beispiel die Möglichkeit, die Preise dynamisch zu gestalten oder Parkflächen dynamisch zuzuweisen. Betreiber können dadurch in der Vermarktung ganz anders agieren. Auch weil die Parkhäuser bis in die Stellplätze hinein vernetzt sind. Das wird in den nächsten paar Jahren Standard werden.

Parken aktuell: Welche weiteren Vorteile sehen Sie?
Valentin Rüther: Durch ein zusätzliches dynamisches Parkleitsystem, das jeden einzelnen Stellplatz überwacht, haben wir eine viel schnellere Befüllung und Entleerung dieser Parkhäuser. Außerdem lässt sich der Standort jedes Fahrzeugs im Parkhaus jederzeit feststellen. Darüber hinaus wissen wir genau, welche Parkplätze noch frei sind und können diese Daten nach außen geben, um sie auf großen Plattformen anzubieten und auch in die Navigationssysteme der Autos hineinzugeben.

Parken aktuell: Ist ein solches System in Deutschland überhaupt zulässig?
Valentin Rüther: Das Datenschutzthema ist abgeklärt worden. Es gibt bereits vier Standorte, wo mit Autopay betrieben wird. In Skandinavien ist es längst verbreitet, als Referenz kann man etwa den Flughafen in Oslo nennen.

Parken aktuell: Sie gehen also viel tiefer in das Thema hinein und sind nicht „nur“ ein Bauunternehmen, das sich um Statik und Rohbau kümmert…
Valentin Rüther: Das ist für uns die Grundaufgabe, die Nutzung des Gebäudes ist quasi die Kür. Unsere Aufgabe sehen wir darin, das beste Konzept für den Kunden zu entwickeln. Dabei muss man auch jedes Parkhaus einzeln betrachten.

Parken aktuell: Das klingt nach individueller Planung. Andererseits sind Sie doch Systemhersteller. Wie passt das zusammen?
Valentin Rüther: Wir verfolgen eine Bauweise, die eine systematisierte Fertigung zulässt, jedoch individuell gefertigt wird pro Objekt. Das heißt, wir produzieren keine Systembauteile, die aus der Lagerhaltung abgerufen werden, sondern planen und produzieren individuell für den Kunden. Dafür haben wir die größtmögliche Flexibilität in unserem System. Ein Beispiel: Decken werden bei uns vor Ort ausgegossen. So können wir wirklich jeden Grundriss realisieren.

Parken aktuell: Was sind die zentralen Unterschiede zum Bau mit Fertigteilen?

IMG 9140
Innovation von Huber: Geschäftsführer Rüther zeigt eine selbst entwickelte Entwässerungsrinne für Parkdecks, die unmittelbar an die Betondecke anschließt.

Valentin Rüther: Dass Sie bei uns einen durchgehend homogenen Oberflächenbelag haben. Wir haben keine Fugen darin und keine überfahrbaren Einbauteile für Entwässerung.

Parken aktuell: Gibt es dennoch gewisse HUBER Standards?
Valentin Rüther: Es gibt eine Menge Standards, für Entwässerung, für Anprallschutz, Fassadenunterkonstruktion, verschiedene Fassadensysteme, für alles gibt es aber auch verschiedene Optionen.

Parken aktuell: Wie halten Sie es mit der Beleuchtung?
Valentin Rüther: Wir haben mit unserem Elektropartner ELB ein Steuerungssystem entwickelt, mit dem man jede Lampe ansteuern und so das Parkhaus bedarfsgerecht ausleuchten kann. Wenn sich niemand im Parkhaus bewegt, wird die Beleuchtung komplett heruntergefahren. Damit realisieren wir eine große Stromersparnis.

Parken aktuell: Was mit LED sicher leichter möglich ist als mit konventionellen Leuchtröhren?
Valentin Rüther: Wir arbeiten nur noch mit LED, bei uns gibt es gar nichts anderes mehr.

Parken aktuell: Welche Rampenausführungen können Sie mit Ihrem System anbieten?
Valentin Rüther: Mit unserem flexiblen System können wir alle möglichen Rampenvarianten in Parkhäusern wirtschaftlich umsetzen. Wir bauen Vollgeschossrampen, Split-Level-Parkhäuser – bis hin zu Rampenparkhäusern, die wir sehr gern bauen. In Deutschland wird diese Rampenvariante allerdings nicht so oft nachgefragt. Darüber hinaus können die Stellplätze in allen Varianten von 90° bis 45° angeordnet werden.

Parken aktuell: Welche Bodenbeläge bevorzugen Sie?
Valentin Rüther: Vom System her können wir alles anbieten, was der Markt hergibt. Allerdings: Grundsätzlich führen wir eine Kunstharzbeschichtung als Schutz unserer Betondecken aus, aber auch Gussasphalt wird häufig verwendet. Unbeschichtete Betondecken bietet HUBER nicht an.

Parken aktuell: Welches Parkdeckgefälle empfehlen Sie?
Valentin Rüther: Mindestens zwei Prozent, bis hin zu drei Prozent. Das hängt vom Oberflächenbelag ab. Beschichtungssysteme sind glatter, da reichen zwei Prozent. Gussasphalt ist etwas rauer, da gehen wir auf drei Prozent Gefälle, damit das Wasser weniger stehen bleibt. Eine Entwässerungsplanung wird beim Parkhausbau leider häufig vergessen oder nur stiefmütterlich beachtet. Die ist aber sehr wichtig, weil die Schäden am Ende von den Chloriden kommen und diese werden vom Wasser transportiert.

Parken aktuell: Wie viele Parkhäuser haben Sie 2018 gebaut?
Valentin Rüther: Eher interessant ist, wie viel Stellplätze wir gebaut haben. Insgesamt waren das 10.465 Stellplätze, davon entfielen 4.550 auf HIB Huber Integral Bau und 5.915 auf unsere internationale Sparte HUBER car park systems international.

Parken aktuell: Gab es ein herausragendes Projekt?
Valentin Rüther: Wir haben einen Großauftrag mit einem Volumen von rund 30 Millionen Pfund am Londoner Wembley-Stadion, wo wir mit 900 Parkbuchten zwar nicht so viele Stellplätze erstellen, aber zusätzlich noch Platz für 300 Busse und TV-Übertragungswagen entsteht. Eine Besonderheit ist auch die Feuerwiderstandsdauer von 120 Minuten.

Parken aktuell: Wie kommt es, dass Sie gerade in Großbritannien so aktiv sind?
Valentin Rüther: Da wir uns stark spezialisiert haben, ist es sinnvoll, sich nicht nur auf einen Markt zu konzentrieren. Überall kommen mal gute und mal schlechte Zeiten. Da ist es besser, wenn auf mehreren Märkten tätig ist. In Großbritannien sind wir mittlerweile Marktführer im Parkhausbau.

Parken aktuell: Ist Smart Parking und auch der Betrieb von Parkhäusern Ihre Unternehmensstrategie für die Zukunft?
Valentin Rüther: Wenn Sie sich die Zahlen unserer Unternehmensgruppe anschauen, haben wir in den vergangenen 10 Jahren ein sehr dynamisches Wachstum hingelegt, sind mittlerweile bei über 120 Mitarbeitern in den Baugesellschaften und 35 Mitarbeitern in den Betreibergesellschaften – ohne die Mitarbeiter, die in den Beteiligungsgesellschaften tätig sind. Wir wachsen seit Jahren im zweistelligen Prozentbereich. Auch die Umsätze sind entsprechend gestiegen und wir sind damit klar die Nummer zwei in der Branche. Unser Geschäftsmodell bleibt, schlüsselfertige Parkhäuser für Kunden zu bauen. Wenn der Kunde allerdings fragt, ob wir das Parkhaus für ihn betreiben oder in das Objekt mit investieren, dann sind wir ebenfalls die richtigen Ansprechpartner.

Parken aktuell: Wie würden Sie Huber charakterisieren?
Valentin Rüther: Huber ist ein familiär geführtes mittelständisches Unternehmen. Das macht auch die gute Atmosphäre hier im Haus aus. Unsere Mitarbeiter stehen hinter der Firma und dem Produkt. Wir haben einen guten Teamgeist und ein durchmischtes Team von jung bis alt, das sich aus 22 Nationen zusammensetzt.

Parken aktuell: Erkennt man bei Ihrer Art der Fassadengestaltung eine eigene Handschrift?
Valentin Rüther: Wir legen schon Wert auf unser Design und sind froh, wenn wir ein Parkhaus mit einer schönen Fassade bauen dürfen. Dabei möchten wir natürlich unsere Stärken hervorheben: Neben Flexibilität und Individualität darf das durchaus an der Fassade zu sehen sein. Die Entwürfe für Fassaden kommen übrigens überwiegend aus unserem Haus, nur dadurch lässt sich das auch wirtschaftlich realisieren.

HIB Huber Integral Bau
Aus der HIB Huber Integral Bau GmbH hat sich eine ganze Gruppe von Firmen entwickelt, die sich mit dem Thema Parken beschäftigt. Das Ursprungsunternehmen stellt Systemparkhäuser her, auf internationaler Ebene entsprechend die HUBER car park systems. Daneben gibt es verschiedene Betreiber- und Objektgesellschaften, zum Beispiel die HIB Parkraum Nürtingen, die in Parkhäuser investieren und diese auch betreiben. Schließlich hat HUBER Beteiligungen an Partnerunternehmen, zum Beispiel an der Firma Metalbark in Polen (einem Stahlbauproduktionsbetrieb mit modernster Technologie) oder der ELB im Vogtland, die seit 20 Jahren HUBER- Parkhäuser verkabelt und die Elektroinstallationen plant. Seit zwei Jahren ist man zudem an der Firma Autopay beteiligt, die sich mit bargeld- und schrankenlosen Systemen befasst.

HIB Huber PAR 0219 Interview Bild LO
Valentin Rüther. Foto: HIB Huber Integral Bau GmbH

Valentin Rüther ist seit 2005 Geschäftsführer der HIB Huber Integral Bau GmbH in Rheinbrohl und greift auf eine über 20-jährige Erfahrung im Parkhausbau zurück. Bereits während seines Bauingenieursstudiums gründete er 1997 mit Partnern die RÜKO GmbH in Karlsruhe, welche heute ein Hauptgesellschafter der Huber Unternehmen ist. Die Hauptverantwortlichkeiten des Bauingenieurs liegen in der Firmen- und Geschäftsentwicklung und der Entwicklung von Planungs-, Bau-, und Betriebskonzepten für Parkhäuser sowohl national als auch international.

David Luken wird neuer CEO der SKIDATA AG

0

Die SKIDATA AG gibt die Ernennung von David Luken zum neuen CEO bekannt. Der US-Amerikaner übernimmt mit Ende Juni die Aufgaben von Hugo Rohner.

Luken bringt mehr als 20 Jahre internationale Erfahrung im Bereich Technologie, Industrie und Sales mit, war unter anderem bei Honeywell International Inc. als Vice President für das AirlinesBusiness Segment und zuletzt beim Start-up Zero Mass Water tätig. Unter seiner Führung soll der eingeschlagene Weg der internationalen Expansion und verstärkten Investitionen in Digitalisierung und Innovation in den Kernbereichen Parkraummanagement, Skigebiete und Stadien bei SKIDATA weiter vorangetrieben werden, teilt das Unternehmen mit. Nach sieben Jahren an der Spitze des Vorstands hat sich Hugo Rohner entschieden, mit seiner Familie in die Schweiz zurückzukehren und nach einer Auszeit seine Karriere in seiner Heimat fortzusetzen. Unter der Leitung Rohners konnte SKIDATA seine führende Position im Bereich Zutritts- und Besuchermanagement weiter ausbauen und die Umsätze seit 2012 verdoppeln. Damit sei es dem Schweizer gelungen, SKIDATA als globalen Player am Markt zu etablieren. „Ich habe die Zeit bei SKIDATA sehr genossen und möchte mich bei allen Kunden und Mitarbeitern für die tolle und bereichernde Zusammenarbeit bedanken“, erklärt Rohner zum Abschied.

Nachfolger Luken über die neue Herausforderung: „SKIDATA hat mich auf vielen Ebenen fasziniert und begeistert. Die Produkte überzeugen sowohl durch Design als auch Innovation und werden von Millionen Menschen auf der ganzen Welt tagtäglich benützt. Ich kann es kaum erwarten, Teil dieses international agierenden Unternehmens zu sein und freue mich sowohl auf die großartigen Kunden als auch auf die großartigen Mitarbeiter.“

Flughafen Düsseldorf führt neue Zufahrtsregelung ein

0

Chaotisches Parken in der Abflugzone soll am Flughafen Düsseldorf jetzt der Vergangenheit angehören. Eine neue Scheidt & Bachmann-Lösung regelt jetzt den Ankunftsbereich sowie die Zu- und Abfahrt der sogenannten Kiss & Fly-Zone des Flughafens.

Die kostenfreie Parkzeit im Abflugbereich war schon lange Zeit auf wenige Minuten begrenzt. Die Einhaltung wurde aber selten kontrolliert. Autofahrer nutzten dies aus. Sie parkten häufig gratis über lange Zeiträume und oft in zweiter Reihe. Zudem wurde in der Vergangenheit häufig bei hohem Verkehrsaufkommen auf der angrenzenden Autobahn A 44 empfohlen, den Flughafen als Ausweichroute zu nutzen. Trotz des großzügig bemessenen Parkraums von 80 Halteflächen sorgte das für erhebliche Engpässe und teils chaotische Zustände.

Neues System vereinfacht das Flughafenparken
Seit Einführung der Scheidt & Bachmann-Lösung ziehen Autofahrer bei Einfahrt auf die Abflugebene an neuen Kontrollgeräten ein Parkticket. Die ersten zehn Minuten Aufenthalt in der Kiss & Fly-Zone sind kostenfrei. „Wir möchten auch weiterhin sicherstellen, dass Fluggäste entspannt am Terminal abgesetzt werden können. Deshalb haben wir uns für eine Lösung entschieden, die das Bringen ermöglicht, das längere Halten aber kostenpflichtig macht. Die kostenfreie Zeit reicht aus, um am Terminal stehen zu bleiben, die Koffer auszuladen und den abfliegenden Passagier zu verabschieden“, so Thomas Schnalke, Sprecher der Geschäftsführung des Düsseldorfer Airports. „Dies ist ein durchaus bewährtes System auch an vielen anderen Flughafenstandorten.“ Überschreitet der Gast in der Kiss & Fly-Zone die Karenzzeit von zehn Minuten, fallen Gebühren an. Von der zehnten bis zur fünfzehnten Minute werden fünf Euro erhoben, danach alle fünf Minuten je drei Euro. Die Höchsthaltedauer liegt bei 30 Minuten. Die Kosten können Gäste bequem an einem der acht neuen Kassenautomaten begleichen, die im Bereich aufgestellt wurden, ebenso an bestehenden Automaten. Verfügt der Nutzer über eine EC-Karte, Kreditkarte oder ein Smartphone mit NFC-Funktion, kann er berührungslos an den Ausfahrtskontrollgeräten bezahlen und direkt ausfahren. Durchschnittlich 26.000 Transaktionen pro Tag laufen über das neue entervo-System. Damit ist es laut Hersteller eines der am höchsten frequentierten Schrankensysteme Deutschlands. Sechs Monate nach Einführung ist der gewünschte Steuerungseffekt eingetreten. „Die neue Schrankenanlage funktioniert sehr gut, der Verkehr ist deutlich entspannter als früher. Die Prozesse haben sich eingespielt“, betont Flughafen-Chef Schnalke. Gemeinsam mit Scheidt & Bachmann plant der Düsseldorfer Airport bereits weitere Neuerungen, unter anderem eine Zufahrtsregelung auf Basis von Kennzeichenerkennung.

Goldbeck baut sein tausendstes Parkhaus

0
PA Online Nuernberg Airport Eingang
Das Unternehmen Goldbeck will am Flughafen Nürnberg am Mai den Bau seines tausendsten Parkhauses beginnen. Foto: Airport Nürnberg/Ralf Lang

Das Unternehmen Goldbeck hat angekündigt, das tausendste und auch größte öffentliche Parkhaus seiner Unternehmensgeschichte in Kürze am Flughafen Nürnberg zu errichten.

Der Generalübernehmer will mit dem Projekt seine Marktstellung im Bereich Parkhausbau unterstreichen. Auftraggeberin des Bauprojekts ist die Flughafen Nürnberg GmbH, die zur Hälfte der Stadt Nürnberg und dem Freistaat Bayern gehört. Mitte Mai soll der Startschuss für den Bau des neuen Parkhauses auf dem Flughafengelände fallen. Dort sollen mehr als 3.600 neue Stellplätze entstehen. Der erste Gebäudeteil soll noch vor den Sommerferien 2020 nutzbar sein. Der zweite Bauabschnitt wird voraussichtlich im Februar 2021 fertiggestellt. Bis dahin werden laut Goldbeck pro Woche etwa 2.500 Quadratmeter Deckenplatten verbaut. Um schnelle Bauabläufe sicherstellen zu können, erfolgt die Montage über einen Turmdrehkran, der sich auf Gleisen bewegt. Das tausendste Goldbeck-Parkhaus weist eine weitere Besonderheit auf: Es wird Nürnbergs größte flächige Fassade tragen – sie besteht aus eloxierten Aluminiumblechen mit einer unregelmäßigen Quadratlochung.
Geplant ist zudem ein Parkleitsystem, das alle Stellplätze einzeln erfasst und damit exakt die noch freie Parkfläche anzeigt. Der Auftrag wurde in einem öffentlichen Vergabeverfahren nach Sektorenverordnung erteilt. Goldbeck zählt zu den führenden Anbietern von Gewerbeimmobilien in Deutschland und ist unter anderem im Parkhausbau aktiv. Eigenen Angaben zufolge stammt jedes zweite oberirdische Parkhaus in Deutschland von dem Bielefelder Unternehmen, das Parkhausbau und -betrieb aus einer Hand bietet. Im Geschäftsjahr 2017/18 realisierte Goldbeck mehr als 470 Projekte mit einer Gesamtleistung von 2,73 Milliarden Euro.

Sumitomo Corporation übernimmt Q-Park Nordics

0

Der japanische Mischkonzern Sumitomo Corporation erwarb hundert Prozent an Q-Park Operations B.V. Damit übernehmen die Japaner „Q-Park Nordics“, also die Parkhäuser von Q-Park in den Ländern Schweden, Norwegen und Finnland. Verkäufer ist die Beteiligungsgesellschaft KKR. Ob die Marke Q-Park in den drei Ländern weitergeführt wird, ist noch offen.  

Die Übernahme steht unter dem Vorbehalt der üblichen kartellrechtlichen Genehmigungen. Q-Park Nordics gilt als  führender Betreiber von Parkhäusern in Schweden, Norwegen und Finnland. Das Unternehmen hat in diesen Ländern einen Marktanteil von etwa 20 Prozent und bewirtschaftet rund 370.000 Parkplätze. Q-Park Nordics verfügt in den Ballungszentren in jedem der drei Länder über einen soliden Kundenstamm. Neben dem traditionellen Betrieb von Parkhäusern implementierte Q-Park Nordics immer wieder neue Dienstleistungen wie Ladestationen für Elektroautos, Fahrzeugwartung, Reifendienst oder bargeldlose Bezahlung per App.

Weitere Dienstleistungen im Mobilitätssektor
Die Sumitomo Corporation sieht nach eigenen Angaben großes Potenzial in Mobilitätsplattformen. Im November 2018 gründete das Unternehmen unter anderem die Aimo Solution AB als hundertprozentige Tochtergesellschaft, die Mobilitätsdienste in Stockholm anbietet. Daneben ist die Sumitomo Corporation weltweit an Elektrizitäts- und Mobilitätsunternehmen beteiligt, darunter ein großes Elektrofahrzeugprojekt in Japan und ein Peer-to-Peer-Carsharing in Nordamerika. Durch die Verbindung bestehender Geschäftsplattformen und digitaler Technologien wie Internet of Things, Big Data und Künstliche Intelligenz wolle die Sumitomo Corporation heutigen Anforderungen an Komfort und Lebensqualität gerecht werden.

Saba erwirbt Anteile an Indigo

0

Saba, eine Tochtergesellschaft der CriteriaCaixa-Gruppe, hat mit Indigo eine Vereinbarung zum Erwerb sämtlicher Anteile ihrer Gesellschaften in Großbritannien, Deutschland, der Slowakei und der Tschechischen Republik getroffen.

Die Übernahme soll dazu beitragen, die Rolle von Saba als Parkraumbewirtschafter deutlich zu stärken. Das Unternehmen verwaltet nun 378.000 Parkplätze und 1.175 Parkhäuser in neun Ländern mit einer durchschnittlichen Nutzungsdauer von 25 Jahren. Unternehmenszahlen zufolge beläuft sich der Umsatz auf 285 Millionen Euro, der Gewinn vor Steuern (EBITDA) auf 118 Millionen Euro und die EBITDA-Marge auf 41,5 Prozent. Die Belegschaft von Saba wächst durch die Übernahme um mehr als 50 Prozent auf 2.300 Mitarbeiter. Die Anzahl der Parkplätze steigt um 80 Prozent. Saba will zukünftig den Umsatz um 34 Prozent und das EBITDA um 18 Prozent steigern. Der Neustart von Saba in Großbritannien, Deutschland, der Slowakei und der Tschechischen Republik soll die derzeitige Marktposition in Südeuropa ergänzen, wo Saba in Spanien, Italien und Portugal etabliert ist.

Ein diversifiziertes Portfolio an Parkplätzen
In Großbritannien wird Saba insgesamt 146.000 Parkplätze in 750 Parkhäusern in 30 Städten verwalten, die sich hauptsächlich im Südosten Englands befinden. Damit ist Saba der führende Betreiber des Landes, insbesondere im Krankenhaus- und Eisenbahnsektor. Konzessions-, Leasing- und Immobilienverträge sollen dazu führen, das langfristige Geschäftsprofil von Saba zu stärken und Möglichkeiten zur Konsolidierung zu schaffen. Das Parkhausnetzwerk zeichnet sich durch den Einsatz moderner Technologien und eines starken Digitalisierungsprozesses aus. Es wird eine web- und appbasierte digitale Plattform genutzt, die es Kunden ermöglicht, Parkplätze zu reservieren, und Serviceleistungen in Anspruch zu nehmen. In Deutschland, der Slowakei und der Tschechischen Republik verwaltet Saba jetzt 23.000 Stellplätze in 50 Parkhäusern in 19 Städten. Das Geschäftsmodell basiert auf langfristigen Immobilien- und Managementverträgen. Dies soll dazu beitragen, neue Möglichkeiten in Märkten wie Deutschland zu schaffen, in denen eine zunehmende Urbanisierung und wachsende Nachfrage nach Park- und Mobilitätslösungen in Städten zu beobachten sind.

Marilena Lichtenauer wird CMO der sunhill technologies GmbH

0
Chief Marketing Officer sunhill technologies

Marilena Lichtenauer, früherer Director Marketing & Corporate Communication der defacto x GmbH, erweitert ab März 2019 die Managementebene der sunhill technologies GmbH als Chief Marketing Officer (CMO) und berichtet direkt an CEO Matthias Mandelkow.
Seit dem 1. März 2019 erweitert Marilena Lichtenauer die Managementebene der sunhill technologies GmbH und verantwortet als Chief Marketing Officer die gesamte Marketing- und Corporate Communication-Abteilung des Tochterunternehmens der Volkswagen Financial Services AG. Zu ihren Aufgaben werden die strategische und operative Weiterentwicklung der gesamten Kommunikation des Technologieunternehmens sowie Personalverantwortung gehören. Zuvor war die Kommunikationsexpertin Director of Marketing & Corporate Communication bei der defacto x GmbH und baute in dieser Funktion den Marketing- und Kommunikationsbereich, einhergehend mit der Außendarstellung, der gesamten Unternehmensgruppe auf. Ähnliche Aufgaben erwarten die Dipl. Kommunikationswirtin (BAW) bei dem Bezahllösungsanbieter sunhill technologies. Das Unternehmen hat seine Schwerpunkte in den Bereichen Parken, Elektromobilität, Tanken und öffentlicher Nahverkehr. „Mit Marilena Lichtenauer ist sunhill technologies noch stärker geworden und wird in den kommenden Monaten und Jahren die Mobility Branche verändern. Wir freuen uns sehr, dass wir sie gewinnen konnten,“ unterstreicht Matthias Mandelkow, Geschäftsführer von sunhill.
Durch den Eintritt von Marilena Lichtenauer verstärkt sunhill technologies die Management-Ebene und setzt den Fokus weiterhin auf Wachstum in den kommenden Jahren. Zusammen mit der Muttergesellschaft Volkswagen Financial Services, der Schwestergesellschaft PayByPhone und den Marken des Volkswagen Konzern strebt das Unternehmen aus Erlangen danach, die Mobilität von morgen zu prägen und den digitalen Service zum Bezahlen von Parkgebühren europaweit einzuführen – sowohl per App als auch integriert in die Fahrzeuge der VW-Familie. „Für sunhill technologies bricht eine spannende Zeit an. In Deutschland ist sunhill bereits der führende Anbieter im Bereich Mobility Solutions. Ich freue mich nun, eine zentrale Rolle im weiteren Wachstum des Unternehmens zu spielen,“ betont Marilena Lichtenauer. „Interessante Aufgaben, ein dynamisches Team und eine digitale Umgebung erwarten mich!“

Kooperation von APCOA PARKING in Dänemark

0
PA Online Meerjungfrau 1
Kleine Meerjungfrau als dänisches Wahrzeichen: In dem skandinavischen Land kooperiert APCOA jetzt mit Brobizz. Foto: shutterstock

APCOA PARKING sieht sich auf einem guten Weg vom reinen business-zentrierten Parkhausbetreiber zu einem verbraucherorientierten Anbieter von Mobilitätsdiensten und digitalen Services. Dazu gehört jetzt auch eine Kooperation mit dem dänischen Unternehmen BroBizz.

Vom 12. bis zum 15. März hat sich APCOA auf der Immobilienmesse MIPIM in der französischen Stadt Cannes präsentiert. Auf der Messe in Frankreich informierte das Unternehmen unter anderem über die Innovationen, die APCOA seit 2018 auf den Markt gebracht hat. Die Einführung der offenen, skalierbaren digitalen Plattform APCOA FLOW, zu der auch eine Smartphone-App für Konsumenten gehört, die ticketloses Ein- und Ausfahrt sowie automatische elektronisch Zahlung bietet, war zuletzt ein wichtiger Meilenstein für das Unternehmen. Die API-basierte Plattform erlaubt APCOA neue Kooperationen einzugehen. Schon heute können 1,4 Millionen Volkswagen-Leasingkunden in Deutschland APCOA FLOW nutzen. In Dänemark besteht jetzt eine enge Kooperation mit Brobizz, dem führenden Zahlungsdienstleister für Straßenmaut, Brückengebühren und Fähren. Weitere Gespräche mit potenziellen Partnern aus der Autoindustrie, mit Carsharing- und Autovermietungsanbietern sowie Tankkarten-, Flottenmanagement- und E-Ladeunternehmen werden bereits geführt. Mit der neuen Kooperation ist ein wichtiger Schritt getan worden, um die Services von APCOA FLOW auf Dänemark auszuweiten.

E-Mobility und bargeldloses Bezahlen werden erlebbar

0
PA Online Messe Parken 1
Einblicke in aktuelle Entwicklungen der Branche gibt es am 5. und 6. Juni auf der Messe PARKEN in Wiesbaden. Foto: Mesago

Die PARKEN kann sich getrost als Deutschlands einzige Fachmesse mit paralleler Tagung bezeichnen, welche die gesamte Bandbreite der Parken Branche abdeckt. So werden am 5. und 6. Juni 2019 in Wiesbaden zahlreiche Innovationen und Trends präsentiert, die derzeit Parkraumbewirtschafter bewegen. Ideeller Träger der Messe und Veranstalter der Fachtagung ist der Bundesverband Parken e.V.

Unter anderem können sich Besucher neben klassischer Parkraumausstattung über die neuesten Lösungen aus den Bereichen bargeldloses Bezahlen und E-Mobility informieren. Auf der PARKEN präsentieren über 100 Aussteller ihre Produkte und Dienstleistungen rund um die Themen Planung, Bau und Betrieb von Einrichtungen des ruhenden Verkehrs. Ausrichtungsort ist das RheinMain CongressCenter in Wiesbaden. Auf Deutschlands Branchentreffpunkt kommen Betreiber von Parkierungsanlagen, Fach- und Führungskräfte sowie Dienstleister mit Anbietern zusammen, um sich über aktuelle Themen in diesem schnellwachsenden Bereich auszutauschen und aktiv die Zukunft zu gestalten.

Wie E-Fahrzeuge Energie tanken
Neueste Produkte im Bereich E-Mobility werden beispielsweise von der Firma RTB GmbH & Co. KG aus Bad Lippspringe vorgestellt, die innovative Lösungen für den Straßenverkehr entwickelt und vertreibt. Unter anderem wird das Unternehmen auf der PARKEN 2019 zeigen, wie Firmen ihre Parkhäuser umrüsten können, um den Anforderungen der Mitarbeiter mit Elektrofahrzeugen an Ladepunkte gerecht zu werden. Der Technische Leiter, Dipl.-Ing. Christian Ehring, erläutert, wie Unternehmen zu Fahrstromanbietern werden können: „Besonders in Mitarbeiterparkhäusern wächst die Anzahl an Ladepunkten von Tag zu Tag. Immer mehr Betriebe sehen sich in die Pflicht genommen, hier tätig zu werden. Bei diesem Destinationsladen am Arbeitsplatz wird zunächst der Arbeitgeber zum Betreiber (CPO) und zum Fahrstromanbieter (EMSP). Diese beiden Rollen müssen angemessen mit Leben gefüllt werden. Das kann durch Verpflichtung von etablierten CPO- und EMSP-Dienstleistern oder durch Verwendung innovativer Plattformen für derartige Dienstleister erfolgen.“

Parkplätze per App finden und bezahlen
Besucher der PARKEN 2019, die sich für bargeldloses Bezahlen interessieren, können sich unter anderem bei EasyPark informieren. Das Unternehmen hilft Autofahrern Parkplätze zu finden und zu bezahlen. Die Vorteile fasst Nico Schlegel, EasyPark Managing Director Germany & Austria zusammen: „Unsere App ermöglicht es in immer mehr Städten, das Parken zu flexibilisieren und zu individualisieren, da kein Kleingeld benötigt wird und der Kunde flexibel seine individuelle Parkdauer bestimmen kann. Außerdem können der Parksuchverkehr und dabei entstehende Abgase reduziert werden, indem dem Bürger geholfen wird, freie Parkplätze zu finden. Das schafft Transparenz bezüglich der Suchzeit und möglicher Alternativen.“

Messetermin und Fachtagung  in Kombination
Als ideeller Träger schafft der Bundesverband Parken e.V. zusammen mit der Mesago Messe Frankfurt GmbH eine Plattform, auf der alle Trends, relevante Produkte und Dienstleistungen der Parken Branche im deutschsprachigen Raum vorgestellt werden. Der Verband bietet mit seiner Fachtagung zeitgleich einen weiteren Pflichttermin für Branchenvertreter an. „Die einmalige Kombination aus Fachausstellung und Fachtagung ermöglicht es den Teilnehmern, vor Ort mit hochkarätigen Experten in Kontakt zu treten. Hier werden aktuelle Themen diskutiert, Erfahrungen ausgetauscht und wichtige Weichen für die Zukunft gestellt“, erklärt Elisabeth Herles, Geschäftsführerin des Bundesverband Parken e.V. Die Abendveranstaltung des Verbandes am ersten Messetag bietet den idealen Rahmen für das berufliche Netzwerken in entspannter Atmosphäre. Als Premium-Medienpartner wird auch das Unternehmen Maenken Kommunikation vor Ort sein, das mit den Fachzeitschriften Parken aktuell und Parking Trend international sowie dem Online-Portal www.parken-aktuell.de führende Medien im Bereich Parken anbietet. Unter www.parken-messe.de stehen Anmeldeunterlagen für Aussteller sowie weitere Informationen rund um die Veranstaltung zur Verfügung.

Flexible Parktarife in Hamburg, Leipzig und Stuttgart

0

In drei Parkobjekten, die mit Scheidt & Bachmann-Systemen ausgestattet sind, testet der Parkraumbewirtschafter APCOA dynamische Tarife als Pilotprojekt. Damit erhofft sich das Unternehmen neue, attraktive Möglichkeiten, seine Objekte bedarfsgerecht zu bewirtschaften.

Das Hamburger Parkhaus im Hanseviertel, das Parkhaus Petersbogen in Leipzig sowie die Stuttgarter Garage Neue Brücke haben sie bereits: Tarifanzeigen über jeder Einfahrtspur. Die LED-Tarifanzeigen sind zentral und gut sichtbar über der jeweiligen Spur platziert und zeigen je nach Auslastung des Parkhauses einen anderen Kurzparker-Tarif an. Sind nur wenige Stellplätze besetzt, parkt der Nutzer zu einem niedrigeren Preis als bei hoher Belegung. Fünf verschiedene Tarife beinhaltet das Dynamic Pricing-Modell von APCOA. Zieht der Nutzer bei Einfahrt an der Schranke ein Parkticket, wird der aktuell gültige Tarif darauf ausgewiesen und ist auch für die Folgestunden in denen er parkt gültig.
Mit der Technologie unterstützt Scheidt & Bachmann APCOA in seiner Strategie für digitale Lösungen, die das Parken komfortabler und einfacher machen. Dynamic Pricing ist ab entervo Release V2R3M18 beziehungsweise V2R4M10 verfügbar.