Samstag, 10. Januar 2026

Quartiersgarage und Mobility Hub für autofreies Wohngebiet in Mönchengladbach

Im Wohnquartier Maria Hilf Terrassen in Mönchengladbach setzen die Planer auf eine Quartiersgarage, die zugleich als Mobility Hub fungiert. Dadurch soll das Areal weitestgehend autofrei werden. Mit dem symbolischen ersten Spatenstich brachten Vertreter der Stadt, der Bauherrin EWMG (Entwicklungsgesellschaft der Stadt Mönchengladbach), des Betreibers ParkenMG und des ausführende Generalunternehmens Goldbeck West GmbH das Bauvorhaben Ende 2025 offiziell auf den Weg.

Die Quartiersgarage soll künftig die zentrale Mobilitätsdrehscheibe des neuen Wohngebiets in Mönchengladbach darstellen. Das geplante Systemparkhaus bietet auf zehn versetzten Halbgeschossen insgesamt 189 Stellplätze und liefert Parkraum für einen Großteil der späteren Anwohner sowie für die geplanten gewerblichen Einrichtungen im angrenzenden Denkmalensemble. Weitere Stellflächen sind in einer südlich gelegenen Tiefgarage sowie in einzelnen Tiefgaragen zu am Rand liegenden Grundstücken geplant, sodass das Wohnquartier selbst weitestgehend autofrei bleibt.

Quartiersgarage als Mobility Hub

Die Quartiersgarage wird von der ParkenMG GmbH mit einem digitalen Kennzeichenerfassungssystem betrieben, das eine kontaktlose Ein- und Ausfahrt ermöglicht. Auf der Einfahrtsebene wird ein Mobility Hub eingerichtet, mit Abstellmöglichkeiten für Fahrräder, Lastenräder und E-Scooter sowie eine Packstation. Zudem erhält die Garage eine moderne E-Ladeinfrastruktur. Auf dem Dach und im Innenhof wird eine Technikzentrale errichtet, die das gesamte Quartier künftig mit Nahwärme versorgen soll. Dies sei ein wichtiger Beitrag für die nachhaltige Energieversorgung der Maria Hilf Terrassen, so die Verantwortlichen.

Das Parkhaus füge sich mit seiner besonderen Architektur harmonisch in das Stadtbild ein. Entlang der Staufenstraße entsteht eine vom eigentlichen Parkhaus schräg abgerückte Schallschutzfassade aus Profilbauglas, die mit begrünten Pflanzkästen versehen wird. Hofseitig werden bodengebundene, begrünte Profilbauglasfassaden umgesetzt, während die übrigen offenen Fassaden eine Lamellenverkleidung in Holzoptik erhalten, die eine natürliche Belüftung des Parkhauses ermöglicht.

Die Goldbeck West GmbH konnte sich mit ihrem Entwurf in einem Bieterverfahren durchsetzen und hat das Konzept der Quartiersgarage in enger Zusammenarbeit mit der EWMG, vor allem im Hinblick auf die Integration der Nahwärmezentrale, weiterentwickelt. Auf der letztjährigen Expo Real in München hatten beide Partner eine Absichtserklärung unterzeichnet, die in einen Generalunternehmervertrag gemündet ist.

Spatenstich: (v.l.) Maurice Groten (Projektleiter Goldbeck), Nils Stöcker (Vertrieb Goldbeck), Janann Safi (Vorsitzender des EWMG-Aufsichtsrats), Dr. Ulrich Schückhaus (Vorsitzender der EWMG-Geschäftsführung), Sven Schmidtke (Geschäftsstellenleiter Goldbeck), Oberbürgermeister Felix Heinrichs, Lars Randerath (Geschäftsführer ParkenMG), Kerstin Schaaf (EWMG-Geschäftsbereichsleiterin Immobilienentwicklung) und Markus Tichter (EWMG-Projektleiter) – © EWMG/Albuquerque

Stimmen zum Projekt

Felix Heinrichs, Oberbürgermeister der Stadt Mönchengladbach: „Die Maria Hilf Terrassen sind eines der zentralen Stadtentwicklungsprojekte der kommenden Jahre. Hier entsteht ein modernes Wohnquartier, das städtebaulich, energetisch und mobilitätsseitig Maßstäbe setzt. Der heutige Spatenstich zeigt: Unsere Stadt wächst weiter – nachhaltig, zukunftsgerichtet und mit hoher Lebensqualität für alle, die hier leben werden.“

Dr. Ulrich Schückhaus, Vorsitzender der Geschäftsführung der EWMG (Bauherrin): „Die Quartiersgarage ist der erste sichtbare Schritt in Richtung Realisierung der Maria Hilf Terrassen. Sie zeigt, dass das Projekt Gestalt annimmt – mit einem starken Fokus auf Nachhaltigkeit, Mobilität und Lebensqualität. Für uns ist die Quartiersgarage ein Schlüsselbaustein, um die Maria Hilf Terrassen als attraktives, weitgehend autofreies Wohnquartier zu realisieren. Mit diesem Projekt schaffen wir die infrastrukturelle Basis, auf der sich Wohnen, Mobilität und nachhaltige Energieversorgung optimal verbinden.“

Lars Randerath, Geschäftsführer der ParkenMG (Betreiber): „Quartiersgaragen sind zentrale Orte, um in Zukunft individuale Verkehre, abseits vom Straßenrand, zu bündeln und alternative Mobilitätformen zu begünstigen. Wir wollen in dieser einzigartigen Innenstadtlage ein effizientes Parken mit zeitgemäßem Komfort anbieten, um die hohe Aufenthaltsqualität für die Bewohner und Besucher im neuen Wohnquartier zu fördern.“

Sven Schmidtke, Geschäftsstellenleiter bei Goldbeck (Generalunternehmen): „Unser Ziel ist es, ein funktionales Parkhaus zu schaffen, das zugleich architektonisch überzeugt. Durch die begrünten Glasfassaden und die zurückgesetzte Schallschutzfassade entsteht ein Baukörper, der das Quartier nicht dominiert, sondern es bereichert.“

Visualisierung der neuen Quartiersgarage – © EWMG/baugenehmigung.net

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