Wie offene Daten & KI touristische Hotspots entzerren

Ob auf den Parkplätzen der Südtiroler Almen oder bei stark frequentierten Attraktionen: Zu Stoßzeiten wird Parken schnell zur Herausforderung. Um Besucherströme besser zu steuern und Infrastruktur effizient zu nutzen, braucht es vor allem eines: verlässliche Daten und die Fähigkeit, sie verständlich aufzubereiten.

Ein Beispiel dafür liefert die Zusammenarbeit des Open Data Hub im Bozner NOI Techpark mit dem Unternehmen Ithel, das auf Videoüberwachungssysteme mit intelligenten Kameras spezialisiert ist. Zwar erfassen diese Systeme große Mengen an Daten, doch deren Nutzung ist komplex – oft zu komplex für jene, die damit arbeiten und planen sollen.

„Durch den Einsatz von ,GeniAI‘ können Daten verknüpft und Nutzenden in vereinfachter Form über Chatbots zugänglich gemacht werden“, erklärt Patrick Ohnewein, Leiter des Open Data Hub. Gemeinsam mit Ithel wurde ein Modell entwickelt, das die Auslastung der Parkplätze auf der Villanderer Alm prognostiziert – basierend auf den Kameradaten.

Open Data Hub: Über die Kamera generierte Parkplatzdaten ermöglichen neue Dienste. – © NOI Techpark/Daniele Fiorentino
Open Data Hub: Über die Kamera generierte Parkplatzdaten ermöglichen neue Dienste. – © NOI Techpark/Daniele Fiorentino

Auslastungsspitzen frühzeitig erkennen

Die Gemeinde Villanders konnte nämlich den Besucherandrang im Vorfeld nur schwer einschätzen. Mit dem neuen System lassen sich nun Auslastungsspitzen frühzeitig erkennen, Turnusse der Parkwächter entsprechend einteilen und Zufahrtsregelungen und Ampelsysteme gezielt steuern. Das reduziert Verkehrsaufkommen, Staus und Ärger für Gäste wie für Einheimische.

© NOI Techpark/Daniele Fiorentino
© NOI Techpark/Daniele Fiorentino

Der Open Data Hub stellte dafür zentrale Dienste wie Data Access und Data Sharing bereit und unterstützte maßgeblich bei der Entwicklung des Algorithmus – eine immense Beschleunigung im Entwicklungsprozess. Gleichzeitig entstand eine Schnittstelle, über die die aufbereiteten Parkplatzdaten auch Dritten für digitale Anwendungen zur Verfügung stehen.

Ein Praxisbeispiel, das zeigt, wie der Open Data Hub Unternehmen, Kommunen und öffentliche Einrichtungen dabei unterstützt, aus komplexen Daten konkrete Lösungen für Mobilität, Tourismus und Smart Cities zu entwickeln.

Mehr solcher Best Practices sowie spannende Einblicke in die Welt offener Daten gibt es beim Open Data Hub Day am 15. Mai im NOI Techpark in Bozen.

Holen Sie sich hier mehr Infos zum Open Data Hub und seinen Services.

Piazza des NOI Techpark in Bozen – © Ivo Corrà

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