Montag, 6. Dezember 2021

„Unser Batteriesystem `Made in Germany`ist voll wettbewerbsfähig“

Interviewpartner Sven Schulz ist Eigentümer und Geschäftsführer der inhabergeführten Schulz Group, die unter seiner Führung zu einer global agierenden Automobilzulieferer-Gruppe wuchs. Im Tochterunternehmen Akasol Engineering GmbH sind alle Aktivitäten zur Entwicklung und Produktion eines serientauglichen Batteriesystems für Elektroautos gebündelt. Die Darmstädter Batteriespezialisten mit über 20 Jahre Erfahrung aus Forschung und Entwicklung präsentieren auf der eCarTec in München vom 19. bis 21. Oktober 2010 erstmalig ihr Batteriesystem „Made in Germany“ dem Fachpublikum.
Einige Stimmen sehen den Weg zur Verringerung der CO2-Emissionen in Einsparungen am konventionellen Auto mit Verbrennungsmotor. Sind Elektroautos doch nur ein vorübergehender Hype?

Sven Schulz, Geschäftsführer Schulz Group
Sven Schulz, Geschäftsführer Schulz Group

Wir brauchen eine weitere Effizienzsteigerung der konventionellen Technik, der vorhandene Spielraum wird in den kommenden Jahren sicher zum Teil noch genutzt werden. Aber wir sollten uns nichts vormachen: Die Verbrennung wertvoller Rohstoffe für die Fortbewegung bleibt in hohem Maße ineffizient, selbst wenn der Verbrauch weiter optimiert wird. Im Elektrofahrzeug steht die gespeicherte Energie dagegen nahezu verlustfrei zur Verfügung und die Fortschritte in der Speichertechnologie sind enorm. Das Elektroauto wird in seiner Bedeutung mit konventionellen Verbrennern und Hybridfahrzeugen gleichziehen – und zwar nicht nur aus Umweltgründen, sondern auch aus Kostengründen. Aber dieser Prozess findet nicht über Nacht statt und hängt neben der technischen Entwicklung beispielsweise auch von Förderprogrammen ab. In dieser Phase sind Verbesserungen an Verbrennungsmotoren schon aus Umweltperspektive durchaus sinnvoll. In den kommenden Jahren wird die Elektromobilität allerdings einen stetig steigenden Stellenwert einnehmen. Davon sind auch alle großen Automobilhersteller überzeugt, mit denen wir Gespräche führen.
Was erwarten Sie sich von der Elektromobilitätsmesse eCarTec am 19. bis 21. Oktober 2010?
Obwohl die eCarTec erst zum zweiten Mal stattfindet, ist sie auf Anhieb zu einer der wichtigsten Leitmessen für Elektromobilität aufgestiegen. Das zeigt die Präsenz von 400 Ausstellern auf einer doppelt so großen Ausstellungsfläche wie noch vor einem Jahr. Ich gehe davon aus, dass wir nicht nur auf Hochglanz polierte Versprechen sehen, sondern bereits konkrete Lösungen für den Start in eine alltagstaugliche Elektromobilität. Unsere Batterielösung, die wir dort das erste Mal der Öffentlichkeit präsentieren, bietet genau dafür die Voraussetzung. Unser System steht für Zuverlässigkeit, Sicherheit und ein modulares Systemdesign, das wir nach Kundenwunsch passgenau für unterschiedliche Elektrofahrzeug-Konzepte konfigurieren können.

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